0583/2025
Ein International Talent Service Desk für Köln (ITSD)
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/IX/3 Vorlagen-Nummer 04.03.2025 0583/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 13.03.2025 Ein International Talent Service Desk für Köln (ITSD) In Fortsetzung zu den Überlegungen zum Welcome Desk Köln hat KölnBusiness in Koopera- tion mit der TH Köln eine Projektskizze für einen International Talent Service Desk (ITSD) im Rahmen des EFRE-Förderprogramms Regio.NRW eingereicht. Dieses Projekt soll sich vor- rangig an Unternehmen richten, die internationale Fachkräfte rekrutieren, in den Betrieb integ- rieren und langfristig binden möchten. Der ITSD setzt an einem zentralen wirtschaftlichen Problem an: Der Fachkräftemangel stellt für viele Kölner Unternehmen eine erhebliche Her- ausforderung dar und gefährdet nicht nur deren Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Inno- vationskraft der Region insgesamt. Besonders betroffen sind technologieorientierte Unterneh- men, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe sowie Startups, die maßgeblich zur wirtschaftlichen Transformation in den Bereichen Digitalisierung, Dekarbo- nisierung und demografischer Wandel beitragen. Das Konzept sieht vor, den ITSD als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen in der Region Köln/Bonn zu etablieren. Ziel ist es, Unternehmen in allen relevanten Phasen der Fachkräfte- gewinnung und -integration zu unterstützen – von der ersten Kontaktaufnahme über administ- rative und behördliche Prozesse bis hin zur langfristigen Bindung der Talente an den Standort. Der ITSD vernetzt bestehende Angebote und ergänzt sie um gezielte, bedarfsorientierte Ser- vices, die sowohl digitale als auch persönliche Beratungsleistungen umfassen. Dabei richtet sich das Angebot insbesondere an Unternehmen, die Fachkräfte aus Drittstaaten, internatio- nale Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Kölner Hochschulen mit Migrations- hintergrund sowie Fachkräfte aus der Europäischen Union beschäftigen oder beschäftigen möchten. Die Technische Hochschule Köln (TH Köln) hat die wissenschaftliche Begleitung des Projekts zugesagt, die den Wissenstransfer sicherstellt und die entwickelten Maßnahmen kontinuierlich evaluiert. Ziel ist es, die Prozesse laufend zu optimieren, wirksame Unterstützungsinstrumente zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Fachkräftesicherung in der Region zu erarbeiten. Das Projekt soll langfristig wirken und die Unternehmen gezielt in ihrer Transformationsfähigkeit stärken. Die Initiative wird in enger Zusammenarbeit mit mehreren regionalen Partnern umgesetzt. Ne- ben der Stadt Köln sind weitere Piloträume in der Region Köln/Bonn beteiligt, die kreisfreie Stadt Leverkusen, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis sowie der Rhein- Kreis Neuss. In diesen Gebieten sollen gezielt Unternehmen, Wirtschaftsförderungen, Kam- mern und weitere Akteure eingebunden werden, um eine breite regionale Verankerung sicher- zustellen. Die assoziierten Partner, die Wirtschaftsförderungen in den genannten Städten und Kreisen, bringen ihre Expertise ein und ermöglichen eine praxisnahe Umsetzung des Projekts. 2 Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit der Region Südwestfalen. Diese inter- regionale Zusammenarbeit soll Synergien schaffen und den Wissenstransfer zwischen den Regionen fördern. Die Überlegungen zum Welcome Desk sowie die Entwicklung der Projektskizze wurden fort- laufend mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung rückgekoppelt. Zahlreiche zentrale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung unterstützen das Projekt durch einen Letter of Intent (LOI) und möchten ihre Expertise aktiv in die Umsetzung einbringen. Dazu gehören un- ter anderem die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die Handwerkskammer zu Köln so- wie die Agentur für Arbeit Köln und die Regionalagentur Region Köln. Auch die Universität zu Köln sowie mehrere städtische Ämter sind eingebunden. Überregionale Partner wie die Re- gion Köln/Bonn e.V. unterstützen das Projekt, ebenso wie Unternehmens- und Branchenver- bände wie der Deutsche Startup-Verband NRW. Sollte der Gutachterausschuss des EFRE-Förderprogramms Regio.NRW eine positive Rück- meldung geben, besteht die Möglichkeit, Mitte des Jahres 2025 einen formalen Förderantrag zu stellen. Im Falle einer Bewilligung könnte eine Übernahme der Kosten in Höhe von bis zu 90 Prozent erfolgen. Die Projektlaufzeit würde drei Jahre umfassen und Anfang 2026 begin- nen. Die Umsetzung des Projekts würde damit in erheblichem Maße durch EU-Mittel unter- stützt, was die Realisierung der geplanten Maßnahmen wesentlich erleichtern würde. Ziel sollte es sein, das Projekt im Erfolgsfall anschließend zu verstetigen. Mit dem International Talent Service Desk könnte ein zukunftsweisendes Unterstützungsange- bot für Unternehmen geschaffen werden, das den Wirtschaftsstandort Köln und die gesamte Region Köln/Bonn in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Durch die gezielte Förderung internati- onaler Fachkräfte und Talente werden nicht nur bestehende Engpässe im Arbeitsmarkt adres- siert, sondern auch neue Wachstumsimpulse für die regionale Wirtschaft gesetzt. Das Projekt würde damit aktiv zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen und eine praxisnahe Lö- sung für die Herausforderungen der Fachkräftesicherung darstellen. Im Falle einer positiven Rückmeldung seitens des Gutachterausschusses bietet KölnBusiness eine nähere Vorstel- lung des Projekts im Wirtschaftsausschuss an. Gez. Haack
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0583/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.03.2025
- Erstellt
- 21.02.2025 15:28