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AN/0203/2026

Wohnungs- und Obdachlosigkeit im Stadtbezirk Köln-Mülheim – Situation der Betroffenen verbessern und Lehren für den nächsten Winter ziehen

Antrag auf eine Aktuelle Stunde nach § 5 28.01.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 02.02.2026

Antrag Aktuelle Stunde 02.02.2026 Wohnungsund Obdachlosigkeit im Bezirk Mülheim

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Antrag Aktuelle Stunde 02.02.2026 Wohnungsund Obdachlosigkeit im Bezirk Mülheim

4168 Zeichen

Bezirksrathaus Köln-Mülheim  
                                                                                                          Wiener Platz 2A 
Die Linke Fraktion 
in der BV Köln-Mülheim 
51065 Köln 
  
 
Köln, den 26.01.2026 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Stadtbezirk Mülheim 
Vincent Morawietz 
  
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester  
 
 
 
Antrag gem. § 5 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln  
Die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim beantragt gemäß § 5 der GO des Rates 
und der Bezirksvertretungen eine Aktuelle Stunde und bittet um Anwesenheit der Verwaltung (Amt für 
Wohnungswesen, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren) zum Thema: 
 
Wohnungs- und Obdachlosigkeit im Stadtbezirk Köln-Mülheim – Situation der Betroffenen 
verbessern und Lehren für den nächsten Winter ziehen 
Anlass für diesen Antrag ist die Zuspitzung des Themas Wohnungs-und Obdachlosigkeit durch die 
zurückliegenden Winterwochen. Diese haben deutlich gemacht, dass es sich hierbei um ein 
gravierendes soziales Problem in der Stadt Köln und auch im Stadtbezirk Mülheim 
handelt.                                                                                                                                                      
Für viele Betroffene bedeutet das Leben ohne gesicherten Wohnraum eine akute Gefährdung von 
Gesundheit und Leben. Auch wenn der Winter nun abklingt, ist es notwendig, eine ehrliche und 
sachliche Rückschau vorzunehmen, um Schlussfolgerungen (nicht nur) für den nächsten Winter  zu 
ziehen. Ziel muss es sein, bestehende Hilfsstrukturen kritisch zu überprüfen, Defizite zu erkennen und 
zu benennen und rechtzeitig Verbesserungen anzustoßen.  
Ein Einsatz des Ordnungsamts am Wiener Platz am 26.11.2025 erfolgte nach Angaben des 
Ordnungsamtes aufgrund von Beschwerden von Anwohnenden. Wenn Bürger*innen sich im Alltag im 
Umfeld des Wiener Platzes unwohl oder unsicher fühlen, ist dies ernst zu nehmen. Zugleich ist 
festzuhalten, dass ordnungsrechtliche Maßnahmen keine nachhaltige Lösung darstellen und nur in 
Verknüpfung mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten sowie langfristigen Strategien zur Vermeidung von 
Wohnungs- und Obdachlosigkeit wirsam sind. Die Notwendigkeit nachhaltiger Maßnahmen wird durch 
die angespannte Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt nur dringlicher. Hinzu kommt, dass jüngst 
beschlossene Verschärfungen in der Grundsicherung die Situation besonders vulnerabler Menschen 
weiter verschlechtern könnten.  
Um Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Maßnahmen auf Bezirksebene zur Verbesserung der 
Situation zu erarbeiten, ist ein nüchterner und umfassender Überblick über die Situation erforderlich. 
Insbesondere die Zahl der Betroffenen, bestehende Schätzungen und deren Entwicklung in den 
vergangenen Jahren müssen thematisiert werden. Ebenso sollen die im Bezirk vorhandenen Hilfs - 
und Unterstützungsangebote –  etwa Notunterkünfte, Tagesaufenthalte, Beratungsstellen und 
Streetwork etc. – dargestellt und hinsichtlich ihrer Auslastung, insbesondere in den Wintermonaten, 
bewertet werden. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob und in welchem Umfang 
Hilfesuchende abgewiesen werden mussten, weil Kapazitäten erschöpft waren.

Zudem sollte geprüft und diskutiert werden, inwiefern die Bereitstellung und Vermietung aktuell 
leerstehender Wohnhäuser oder Wohnungen stärker vorangetrieben werden kann, um zusätzliche 
günstige Wohnperspektiven zu schaffen.  
Nur wenn wir Transparenz über die Situation im Stadtbezirk Köln-Mülheim herstellen und bestehende 
Strukturen kritisch beleuchten, können wir Impulse für eine sozial verantwortliche und 
vorausschauende Politik setzen, damit Stadt und Bezirk künftig besser auf die Herausforderungen von 
Wohnungs- und Obdachlosigkeit vorbereitet sind bzw. damit umgehen können. 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
Beate Hane-Knoll                             Leonie Hoh 
Fraktionsvorsitzende                        stellvertretende Fraktionsvorsitzende                          
Die Linke                                          Die Linke                      
   
Hasan Celebi 
Geschäftsführer 
Die Linke

Beratungsverlauf (1)

02.02.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
Entscheidung
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0203/2026
Typ
Antrag auf eine Aktuelle Stunde nach § 5
Datum
28.01.2026
Erstellt
28.01.2026 14:52