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AN/1038/2019

Änderungsantrag „Klimanotstand“

AfD Änderungsantrag nach § 13 09.07.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.07.2019

AfD Änderungsantrag nach § 13

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AfD Änderungsantrag nach § 13

5922 Zeichen

An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln 
 
 
Haus Neuerburg  
Gülichplatz 1 – 3  
50667 Köln 
 
Stephan Boyens 
Zimmer 320 
 
Tel: +49 (221) 221-25396 
 
stephan.boyens@stadt-
koeln.de 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 08.07.2019 
AN/1038/2019 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 09.07.2019 
 
Änderungsantrag „Klimanotstand„ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,  
sehr geehrte Damen und Herren, 
  
die Fraktion der AfD bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu Top 10.29 „Klimanotstand“ auf 
die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates zu nehmen. Die Punkte 1-6 der Be-
schlussvorlage (2081/2019) bleiben unberührt und werden durch folgende Punkte ergänzt: 
 
 
Beschluss 
 
Der Rat der Stadt Köln beschließt: 
 
7. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Köln, die Mitglieder des Rates und aller anderen 
politischen Gremien verzichten ab sofort auf Flüge innerhalb von Deutschland. 
8. Auslandsflüge der unter Punkt 1 genannten Personengruppen sind nur noch nach 
Genehmigung durch den Rat der Stadt Köln erlaubt. Die Genehmigung wird nur er-
teilt wenn dargelegt wird, wie das durch den Auslandsflug erzeugte CO2 wieder 
neutralisiert wird. 
9. Die Dienstwagen der Dezernenten werden abgeschafft und der Dienstwagen der OB 
wird durch ein Elektrofahrzeug von FORD (sobald verfügbar) ersetzt. 
10. In allen öffentlichen Gebäuden wird ab der nächsten Heizperiode die Durchschnitts-
temperatur um 1 Grad Celsius abgesenkt, sofern wirtschaftlich. 
11. Alle Lampen in städtischen Gebäuden werden durch LED-Lampen ersetzt. 
12. In den städtischen Kantinen wird ab dem Jahr 2020 vollständig auf tierisches Fleisch 
verzichtet. Es werden nur noch vegetarische und vegane Gerichte angeboten. 
13. Die Stadt Köln legt ein Förderprogramm für die Anschaffung von Fahrrädern für die 
Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf. Dies unter der Voraussetzung, dass ein bisher 
benutzter PKW abgeschafft wird. Bei Personen ab 50 Jahren wird auch die Anschaf-
fung eines E-Bikes gefördert. 
14. Die kostenlosen Parkplätze für Ratsmitglieder werden zum 31.12.2019 abgeschafft.

- 2 - 
 
Begründung:  
 
Der Stadt Köln, ihren Mitarbeitern und  den politischen Gremien kommt beim Thema Klima 
eine Vorbildfunktion zu. Wenn diese nicht mit gutem Beispiel vorangehen, kann nicht erwar-
tet werden, dass die übrige Bevölkerung ihr klimaschädliches Verhalten ändert. 
Um den Klimatod der Menschheit abzuwenden sind drastische Maßnahmen nötig. Hier kann 
und darf es keine Rücksichten geben. Im Klimanotstand kann einzig die Abwendung des 
Klimatodes der Menschheit der Handlungsmaßstab sein.  
Grundrechte, Wohlstand und sonstige Rechtspositionen nützen dem Einzelnen nichts mehr, 
wenn die Menschheit durch die Folgen des Klimawandels den Klimatod stirbt. Daher sind die 
oben aufgeführten Maßnahmen sofort zu beschließen und umzusetzen. 
Jede einzelne Maßnahme reduziert signifikant den Ausstoß von CO2 in die Erdatmosphäre. 
Zu den Maßnahmen im Einzelnen: 
Inlandsflüge: produzieren zwischen 150 bis 300 g CO2 pro Person und geflogener Kilome-
ter. Das ist vor dem Hintergrund des Klimanotstandes nicht mehr verantwortbar. Auf Inlands-
flüge ist daher ab sofort zu verzichten. Mit der Bahn steht zudem ein gleichwertiges Trans-
portmittel zu Verfügung. Dieses erzeugt im Schnitt nur 10% der CO2-Emissionen eines In-
landsfluges. 
Auslandsflüge: sind vor dem Hintergrund der erzeugten Umweltbelastung mit Kohlendioxid 
per se nicht mehr zu rechtfertigen. Natürlich kann es Ausnahmesituationen geben, in denen 
ein solcher Flug erforderlich ist. Städtepartnerschaften mit weit entfernten Kommunen müs-
sen vor diesem Hintergrund kritisch hinterfragt werden. 
Auslandsflüge müssen  die Ausnahme bleiben. Daher werden sie zukünftig durch den Rat 
genehmigt. 
Dienstwagen OB: Der Stadt Köln und der OB kommt eine Vorbildfunktion zu. Als  Reprä-
sentantin der Stadt  muss Sie beim Thema Klima im Klimanotstand vorangehen. Hierzu ist 
der Verzicht auf die bisherigen Dienstwagen ein probates Mittel. Mit einem Elektroauto wirbt 
die OB zugleich für  neue mobile Antriebsformen. 
Temperaturabsenkung in öffentlichen Gebäuden: Ob es in einem Raum 21 oder 20 Grad 
warm ist, fällt den Menschen i.d.R. kaum auf. 1 Grad weniger aber spart bis zu 6 % an Hei-
zenergie ein. Dies bedeutet eine Reduzierung von etwa 2,50 Kg Co2 pro m2 im Jahr. Bei der 
Gesamtbürofläche der Stadt Köln wird so eine erhebliche Menge an Kohlendioxid p.a.  ein-
gespart. 
LED-Lampen: Sparen über die Lebensdauer über 100 Euro pro Lampe an Strom ein. Zu-
gleich verbrauchen sie pro Jahr und Lampe 250 kg weniger CO2. 
Verzicht auf tierische Produkte: Der Verzicht auf Fleisch ist eine einschneidende Maß-
nahme. Aber der drohende Klimatod der Menschheit erfordert Opfer. Vor diesem Hintergrund 
ist der Verzicht eine kleine Einbuße an Lebensqualität.  
Fleischesser erzeugen durch ihre Form der Ernährung etwa 2 Tonnen CO2 pro Jahr. Ein 
Vegetarier nur etwa 1 Tonne CO2. Durch den Umstieg auf eine fleischlose Kost kann daher 
pro Jahr und Person 1 Tonne CO2 eingespart werden. 
Förderprogramm Fahrrad: Ein PKW erzeugt pro Liter Kraftstoffverbrauch etwa 2,50  bis 3,1 
kg CO2. Jeder PKW erzeugt damit etwa 4 bis 5 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. (Fahrleistung 
von 20.000 Km im Jahr). 
Durch den Verzicht auf den PKW und den Umstieg auf das Rad kann eine signifikante Men-
ge an Kohlendioxid eingespart werden. 
Die oben aufgeführten Maßnahmen sind  umgehend zu beschließen und umzusetzen. 
Die Eindämmung des anthropogenen Klimawandels besitzt Priorität und ist bei allen zukünf-
tigen Entscheidungen zu beachten. 
Die Stadt Köln muss handeln und aktiv werden. Klimaschutz darf nicht nur ein Lippenbe-
kenntnis sein. Bevor den Bürgern weitere Belastungen zugemutet werden, müssen Politik, 
Stadtspitze und Verwaltung mutig selber vorangehen.   
 
gez. Wilhelm Geraedts 
(Fraktionsgeschäftsführer)

Beratungsverlauf (1)

09.07.2019 Rat
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Gülichplatz 1

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Details

Aktenzeichen
AN/1038/2019
Typ
AfD Änderungsantrag nach § 13
Datum
09.07.2019
Erstellt
08.07.2019 21:14