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1124/2022

Information über umfangreiche Schnittmaßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit eines Naturdenkmals

Mitteilung BV 04.04.2022

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Gutachten_ND_103.15c

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Mitteilung BV

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Gutachten_ND_103.15c

34112 Zeichen

Gutachten: 
 Überprüfung der Verkehrssicherheit der  
Naturdenkmal-geschützten Blutbuche ND103.15C 
(
Fagus sylvatica ‘Purpurea‘
)  
im Garten der Erzbischöflichen Residenz, 
Kardinal-Frings-Straße 10, 50668 Köln 
 
 
 
Auftraggeber:  
Umwelt- und Verbraucherschutzamt Stadt Köln 
                                 Abteilung Baumschutz 
Stadthaus Deutz - Westgebäude 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Auftragnehmer: 
Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke 
Takustraße 68, 50825 Köln 
 
Gutachter: 
Knud-W. Dunkhorst und Cecilia Sabatini 
- Sachverständigenbüro - 
 
Datenauswertung und Berichtserstellung: 
Knud-W. Dunkhorst 
 
 
 
Köln, d. 07. März 2022

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
INHALTSVERZEICHNIS: 
 
 Seite: 
1. Ziel der Untersuchung en 2 
2. Methodik der Untersuchung en 2 
3. Zustandsbeschreibung und Bewertung 3 
4. Ergebnisse der Eingehenden Untersuchung und Schlussfolgerung 7 
5. Beurteilung der Verkehrssicherheit 14 
6. Prognose der Reststandzeit 14 
7. Maßnahmen zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit 15 
8. Zusammenfassung der Ergebnisse  15 
9. Schlussbemerkung 16 
10. Literaturverzeichnis 16 
Anhang  I: Beschreibung des Diagnoseverfahrens 18 
Anhang II: Standort der Blutbuche 20 
 
 
1. ZIEL DER UNTERSUCHUNG 
An der untersuchungsgegenständlichen geschützten Blutbuche war kürzlich ein g rößerer 
Nebenstämmling während eines Sturmereignisses ausgebrochen. Da die Verkehrssicher heit des 
Baumes danach infrage gestellt war, wurde das hier vorliegende Gutachten beauftragt, um  eine 
mögliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit des Baumes mittels eingehender Untersuchung 
zu überprüfen. Anhand der Untersuchungsergebnisse sollen Empfehlung von Maßnahmen zum 
Erhalt und/oder zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit ausgesprochen werden. Die Resultate 
dieser Untersuchung sind in Form eines schriftlichen Kurzberichts zu dokumentiert und vorzulegen.  
 
 
2. METHODIK DER UNTERSUCHUNG  
 
Die durchgeführten Untersuchungen entsprechen den Anforderungen und Leistungsmerkmalen der 
ZTV-Baumpflege (20 17), der Baumkontrollrichtlinien der FLL (20 20), der FLL- 
Baumuntersuchungsrichtlinien (2013) sowie der RAL Gütebestimmungen für Baumgutachten. 
Zuerst wurden für den zu untersuchenden Baum die Grunddaten erfasst wie der Umfang in 1m Höhe 
und am Stammfuß, Baumhöhe, Kronendurchmesser sowie die Kronenvitalität. Danach wurden 
Stammfuß-, Stamm- und Kronenbereiche des Baumes eingehend auf biologische, sta tische und 
mykologische Merkmale untersucht, um ein entsprechendes Bild im Hinblick au f die Stand- und 
Bruchsicherheit und das zu erwartende Lebensalter zu erhalten. Grundlage der Untersuchungen ist 
die Methode V.T.A. = Visual Tree Assessment = Baum-Sicht-Kontrolle (Mattheck 2003).  Die 
Kronenvitalität wurde nach dem Vitalitätsmodell von Roloff bestimmt.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Zur eingehenden Untersuchung geschädigter Baumbereiche wurden, neben Schonhammer,  
Sondierstab und Stechbeitel, der Impulstomograf (Arbotom ® von Rinntech ) eingesetzt 
(Beschreibung des Diagnoseverfahrens siehe Anhang I) . Zusätzlich wurde zur Verifikation der 
schalltomografischen Ergebnisse das elektronisch regelnde und messende 
Bohrwiderstandsmessgerät (Resitograph® R650-EA der Serie 6 von Rinntech)  eingesetzt. Das 
elektronische Bohrwiderstandsmessgerät zeichnet linear korrelierte Bohrwiderstandsprofile auf, die 
eine verlässliche Zuordnung zwischen Bohrwiderstandskurve und Holzdichte bzw. dem Zustand des 
durchbohrten Holzes zulassen.  
 
Die in dieses Gutachten eingefügten Bilder wurden von uns am Tag der eigehenden Untersuchung 
vor Ort aufgenommenen. 
 
 
3. ZUSTANDSBESCHREIBUNG UND BEWERTUNG: 
 
BAUM NR.: ND 103.15 c ZEITPUNKT DER UNTERSUCHUNG 04.03.2022 
ALLGEMEINE ANGABEN ÜBER DEN BAUM 
Grunddaten des Baumes 
Baumstandort Garten der Erzbischöflichen Residenz, 
Kardinal-Frings-Straße 10, 50668 Köln 
Baumart Blutbuche (Fagus sylvatica ‘Purpurea‘) 
Geschätztes Alter in Jahren ca. 140 bis 160 (Alterungsphase) 
Stammumfang in 1 m Höhe/ Stammfuß (in cm) 530 / 675 
Baumhöhe (m) / Kronendurchmesser (m) ca. 25  /  28 
Solitär, Baumreihe, Baumgruppe, 
Bestandsbaum  
Solitär  
Vitalität nach Roloff * VS 1 bis 2  
 
ANGABEN ZUM STANDORT 
Die alte Blutbuche stockt zusammen mit anderen Bäumen unterschiedlicher Art un d zum Teil 
ähnlichen Alters in dem nach Errichtung der heutigen Köllner Bischof-Residenz Ende der 1950er- 
Jahre erhaltenen gebliebenen, durch hohe Mauern umgebenden Teil einer alten, noch aus  der 
Vorkriegszeit stammenden Parkanlage*.  (siehe Abb. 2 und Anhang II). 
* Quelle: Wikipedia.org: Residenzen Kölner Bischöfe https://de.wikipedia.org/wiki/Residenzen_K%C3%B6lner_Bisch%C3%B6fe    
 
GESUNDHEITSZUSTAND DES BAUMES  
Stammfuß 
Art- und altersgerecht kräftig ausgebildeter Stammfuß, Wurzelanläu fe in relativ 
steilem Winkel in den Boden eingewachsen. Zwischen Wurzelanläufen teilweise tiefe 
Einwallungsrinnen bzw. -buchten.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Stamm 
Der nur ca. 1,8 m lange Stamm der Buche weist äußerlich auffällige 
Kompensationsstrukturen auf. Am Ende eines kürzlichen, mehrtägigen 
Starkwindereignisses erfolgte ein großflächiger Stämmlingsausbruch an südöstlicher 
Stammkopfseite des Hauptstämmlings . Nach Beurteilung der über 1,8 m langen 
Abrissfläche ist die Ursache für das Versagen der Stämmlingsanbindung ein an den 
äußerlichen Wundholzrippen der Anpressnaht eingerissener tiefreichender 
Druckzwiesel (V-Zwiesel) mit großflächig eingewachsener Rinde und eine im inneren 
verborgene, bereits langzeitig bestehende Vermorschung hinter der Kontaktfläche  
mit eingewachsenen Adventivwurzeln und sichtbaren alten Betonplomben. 
Äußerliche Rippenbildung deutet sich auch im Rindenbild des noch vorhandenen 
südwestlichen Nebenstämmlings bis kurz über Bodenhöhe an. Eine 
Inaugenscheinnahme der Anbindung von oben zeigte zwischen den Stämmlingen  
eine tiefer reichende Hohlkehle. Dies ist ein Hinweis darauf, dass auch zwischen dem 
Hauptstämmling und dem südwestlichen Nebenstämmling eine tiefreichende, labil e 
V-Zwieselanbindung besteht. Am Nebenstämmling sind noch die Überreste einer 
alten, gerissenen Stahlsicherung sichtbar.  
In alten Parkanlagen, die im 19.Jahrhundert angelegt wurden, hat man Bäum e 
teilweise eng zusammengepflanzt damit sie später sehr dicht am Boden quasi 
zusammenwachsen und eine imposante, tief ansetzende Krone bilden. Bei einer 
genaueren Betrachtung des kurzen mächtigen Stammschaftes der Blutbuche und 
den äußerlich daran sichtbaren Zuwachsstrukturen, ist es nicht auszuschließen, dass 
es sich bei diesem Baum nicht auch um mindestens zwei scheinbar an der 
Stammbasis zusammengewachsene Bäume handeln könnte   (siehe Bilder des 
Stammschafts in Abb. 7 bis 10 und 15 bis 20).  
Krone 
Geschwächte Alterskrone. Auffälliger Unterschied im Triebwachstum: gekrümmt es 
Wachstum der Triebe (Krallenbildung) im Kronenbereich   des südwestlichen 
Nebenstämmlings  im Vergleich zu gerade ausgerichteten Kurztriebketten im  
Kronenmantel des Hauptstämmlings. Vitalität nach Roloff VS 1 (Hauptstämmling), VS 
2 (Nebenstämmling). 
 
ALLGEMEINE ANGABEN ÜBER DIE ERKRANKUNG(EN) 
Akuter oder 
chronischer Verlauf 
Umfangreiche Fäule mit Morschungen, keine Pilzfruchtkörper sichtbar. 
Krankheitsbereich 
bzw. Bereich der 
äußerlich sichtbaren 
Symptome 
Stammkopfbereich bis in das Stammzentrum des mittleren Stammteils. 
Rindenstruktur im Außenbereich gibt Hinweis auf weiteren Druckzwiesel.  
Bereiche weißfaul zersetzten Holz es in den Abbruchflächen am 
Stammkopf und am versagten Stämmling zeig en typische 
Demarkationslinien (Zone mit dicht gepacktem , schwarz gefärbtem 
Mycel). Dies lässt eine Infektion durch den  Zunderschwamm (Fommes 
fomentarius) oder Brandkrustenpilz ( Kretschmaria deusta) vermuten. In 
Da keine Pilzfruchtkörper sichtbar waren, konnte allein durch die 
Erkenntnisse aus der während der Untersuchung vor Ort durchgeführten 
Inaugenscheinnahme kein belastbarer Nachweis erbracht werden. Dazu 
wären mikroskopische Untersuchungen von Pilz-Mycel enthaltenden 
Holzproben im Labor notwendig.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
 
1 
2 
Abb. 1 und 2: Baumstandort der 
untersuchungsgegenständlichen 
Blutbuche nach Ausbruch des 
Stämmlings. Glücklicherweise streifte 
nur der Feinastbereich der 
Stämmlingskrone die 
Gebäudefassade ohne größere 
Schäden zu hinterlassen.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 3: Abrissfläche des Stämmlings am 
Hauptstämmling mit Hohlraum und sichtbarem 
Adventivwurzel-Geflecht.  
Abb. 3 u. 4: Ein Blick in die tiefreichende 
zentrale Höhlung (Blickrichtung siehe 
unterbrochene Pfeillinie) zeigt vorhandene 
Betonplomben (siehe gelbe Pfeile) im 
abgebaut morschen Holz mit Wurzelgeflecht.  
Abb. 5: Wundholzränder (siehe Pfeile) an der 
oberen Anpressnaht des Druckzwiesels. 
Abb. 6: Abgerissene Duckzwieselanbindung an 
der Basis des versagten Stämmlings. 
3 
5 
6 
4

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
4. ERGEBNISSE DER EINGEHENDEN UNTERSUCHUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG 
 
Zur Überprüfung der vorhandenen Restwandstärken und der aktuell vorhandenen relativen  
Biegebelastung des Stammbereichs unterhalb des Stämmlingsausbruchs wurden zwei 
schalltomografische Messung durchgeführt. Die Messebenen mit 16 Sensoren w urden auf einer 
Höhe von 100 cm und 150 cm über GOK bei einem Stammumfang von 530 und 538 cm positioniert 
(siehe Abb. 7 u. 8). Die Messergebnisse (siehe untenstehende Tomogramme in Abb. 11 a u. b sowie 
Abb. 12 a u. b und Bilder der Messebenen in Abb. 7 und 8) weisen eine stark verringerte Holzdichte 
im zentralen Stammbereich nach. Auf der unteren Messebene (1 m Höhe ) unterhalb der unteren 
Zwieselspitze des südwestlichen Nebenstämmlings erscheint der Stammquerschnitt im äu ßeren 
Bereich mechanisch gekoppelt mit ausreichender Restwandstärke, wogegen auf der oberen 
Messebene in 1,5 m Höhe der Querschnitt des Stammes, im weiter oben liegenden Bereich der 
Zwieselanbindung des südwestlichen Nebenstämmlings am Hauptstämmling, keine Verbind ung 
zwischen den beiden Stämmlingen besteht. Bei der länglichen Struktur im Tom ogramm der 
Messebene in 1 m Höhe (Abb. 11a) kann es sich möglicherweise um einen alten eingewachsenen 
Stahlbolzen handeln, den die Schallimpulse ebenso schnell durchlaufen wie intaktes Holz. 
 
11 
10 
9 
7 
 8 
Abb. 7 u. 10:  Die 
Messebene auf 1 m 
unterhalb der 
Zwieselanbindung 
des südwestlichen        
Nebenstämmlings 
 
Abb. 8 u. 9:   
Die Messebenen auf 
1,5 m Höhe im 
Bereich des 
Zwiesels.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
  
 
Abb. 11 a:  2D Flächentomogramm, Untersuchungsebene in 100 cm Höhe, bis 875 m/s (siehe 
Farbskala) ist die Holzdichte statisch unbedenklich. Die schwarze Kreismarkierung in der Grafik 
zeigt zu Vergleichszwecken eine Restwandstärke von 30% (t/r 0,30). 
Abb. 11 b:  Liniengrafik, 1m Messhöhe 
Bei der länglichen 
Struktur kann es sich 
möglicherweise um 
einen Stahlbolzen 
handeln.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 12 a:  2D Flächentomogramm, Untersuchungsebene in 150 cm Höhe, bis 875 m/s (siehe 
Farbskala) ist die Holzdichte statisch unbedenklich. Die schwarze Kreismarkierung in der Grafik 
zeigt zu Vergleichszwecken eine Restwandstärke von 30% (t/r 0,30). 
Abb. 12 b:  Liniengrafik, 1,5 m Messhöhe 
Stämmlingsausbruch 
(Bruchlinie) 
südwestl. 
Stämmling

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Eine Analyse der Auswirkungen von Schadensbereich und Stammprofil auf das relativ e 
Biegewiderstandsmoment mit dem Mechanik-Modul der Arbotom® Software zeigt  eine Reduktion  
des Widerstandsmoments auf der Messebene (1 m Höhe) von -12%. Danach ist die Bruchsicherheit 
auf der Messebene noch nicht beeinträchtigt (Abb. 13). Auf 1,5 m Messhöhe ist die t heoretische 
Reduktion des Widerstandsmoments auf der Messebene aufgrund des größeren Ausmaßes der 
mechanisch nicht gekoppelten Fläche mit -20% etwas höher, was aber ebenfalls noch nicht auf eine 
Gefährdung der Bruchsicherheit auf Messebene hindeutet. 
 
Der in den beiden Tomogrammen (Abb. 11a/b u.12a/b) rot bis purpurn gefärbte zentrale Bereich der 
Querschnittsflächen kann zum Teil eine durch Fäule stark herabgesetzte Holzdi chte oder ein 
Hohlraum innerhalb der Hohlkehle des Zwiesels z.T. aber auch eingewachsene Ri nde bedeuten. 
Abb. 13:  
Grafische Darstellung des 
Einflusses vom Fäulnisbereich 
im Stammfußquerschnittsprofil 
auf das Biegemoment auf der 
Messebene in 1 m Höhe. 
Abb. 14:  
Grafische Darstellung des 
Einflusses vom Fäulnisbereich 
im Stammquerschnittsprofil auf 
das Biegemoment auf der 
Messebene in 1,5 m Höhe.

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Dadurch kann, bedingt durch eine vermutlich extrem inhomogene Beschaffenheit de r zentralen 
Messebene, die Dimension der durch lange Schalllaufzeiten in den Tomogrammen ausgewiesenen 
schlecht bis gar nicht mechanisch gekoppelten Flächen zu groß bzw. überinterpretiert abg ebildet 
sein. Zur Verifikation der schalltomografischen Ergebnisse wurde daher zusätzlich das 
Bohrwiderstandsmessgerät eingesetzt. Es wurden sechs punktuelle Bohrwiderstandsm essungen 
(BWM) an strategisch gewählten Stellen beider schalltomografischer Messebene n und eine am 
unteren Stammfuß durchgeführt (siehe Kurvenprofile in Abb. 15 bis 20 mit Auswertungen). 
 
 
Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke -Sachverständigenbüro- 
Takustraße 68, 50825 Köln 
Positionierung: 150 cm Höhe (bei Sensor 6) 
Ausrichtung: horizontal-lateral (Richtung Zwiesel) 
 
 
Im Kurvenprofil zeigt sich auf der gesamten Messtiefe 
intaktes Holz, der Zwieselbereich wurde auf der 50 cm 
langen Messstrecke nicht erreicht. 
Abb. 15: BWM Nr. 1 in 1,5 m Höhe am Neben-
stämmling auf Position Sensor 6 Richtung Zwiesel 
 
Positionierung: 150 cm Höhe, Umfang 210 cm (bei 
Sensor 8) 
Ausrichtung: horizontal-radial  
Im Kurvenprofil zeigt sich bis zu ca. 23 cm Messtiefe 
intaktes Holz, danach fällt die Messkurve ab, der 
Zwieselbereich mit Fäule oder Höhlung wurde erreicht . 
Nach ca. 265 cm zeigt die ansteigende Messkurve 
erneut intaktes Holz. 
Abb. 16: BWM Nr. 2 in 1,5 m Höhe am Neben-
stämmling auf Position Sensor 8

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Positionierung: 100 cm Höhe (bei Sensor 8), 
Ausrichtung: horizontal-lateral  
 
Im Kurvenprofil zeigt sich bis ca. 23 cm Messtiefe 
intaktes Holz, danach bis zum Ende der 50 cm 
Messtrecke fällt die Kurve ab, was auf stark verringerte 
Holzdichte im Bereich von Fäule od. sogar Höhlung 
hinweist. 
Abb. 17: BWM Nr. 3 in 1 m Höhe am Nebenstämmling auf Position Sensor 8  
                
Positionierung: 15 cm Höhe (unterhalb Position S 8), 
Ausrichtung: horizontal-lateral  
 
 
Im Kurvenprofil zeigt sich auf der gesamten Messtiefe 
intaktes Holz. 
Abb. 18: BWM Nr. 4 in 15 cm Höhe am Stammfuß des Nebenstämmlings unterhalb Sensor 8

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammengefasst weisen die auf der Seite des südwestlichen Nebenstämmlings durchgeführten , 
radial ausgerichteten Bohrwiderstandsmessungen, BWM Nr. 2 bis 4, intakte Restwandstärken (ohne 
Positionierung: 150 cm Höhe,  
Umfang 420 cm (zwischen  Sensor 13 u. 14) 
Ausrichtung: horizontal-lateral  
 
Im Kurvenprofil zeigt sich bis ca. 28,5 cm 
Messtiefe intaktes Holz, danach bis zum 
Ende der 50 cm Messtrecke fällt die Kurve 
ab, was auf stark verringerte Holzdichte im 
Bereich von Fäule od. sogar Höhlung 
hinweist.  
Abb. 19: BWM Nr. 5 in 1,5 m Höhe am Hauptstämmling zwischen den Sensoren 13 u. 14  
Positionierung: 100 cm Höhe (bei Sensor 
6), (zwischen  Sensor 13 u. 14) 
Ausrichtung: horizontal-lateral  
 
Im Kurvenprofil zeigt sich bis ca. 31 cm 
Messtiefe intaktes Holz, danach fällt die 
Kurve plötzlich steil ab bis zum Ende der 
50 cm Messtrecke, was ein Hinweis auf 
stark verringerte Holzdichte im Bereich von 
Fäule od. sogar Höhlung ist. 
Abb. 20: BWM Nr. 6 in 1 m Höhe am Hauptstämmling zwischen den Sensoren 13 u. 14

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Rinde) in 1 m und 1,5 m Höhe von 20, 5 cm und in 15 cm Höhe am unteren Stammfuß >47,5 cm 
nach.  
Die auf der Seite des nördlichen Hauptstämmlings radial ausgerichteten BWM 5 und 6 ergeben 
Restwandstärken (ohne Rinde) von 28,5 cm auf 1,5 m und 26 cm auf 1 m Höhe. 
 
 
SCHLUSSFOLGERUNG AUS DEN ERGEBNISSEN DER EINGEHENDEN UNTERSUCHUNG 
 
Aufgrund der Erkenntnisse aus der eingehenden Untersuchung und der Ergebnissen der da bei an 
der Blutbuche durchgeführten Messungen sehe ich die Verkehrssicherheit in erster Linie wegen der 
labilen Anbindung des südwestlichen Nebenstämmlings als gefährdet an. Zur Abwendung einer 
Bruchgefahr besteht hier Handlungsbedarf. Andererseits erscheinen die nachgewiese nen intakten 
Restwandstärken noch ausreichend, trotz des anhand der schalltomografischen Ergebnisse schwer 
einschätzbaren Schadens im Zentrum des Hauptstämmlings, sodass hier nach meiner Einschätzung 
zurzeit noch keine akute Bruchsicherheitsgefährdung besteht.  
Nach meiner Meinung sollen die Maßnahmen zur Wiederherstellung und zum Erhalt der 
Verkehrssicherheit des alten Baumes zwei Ziele verfolgen. Zum einen muss der südw estliche 
Nebenstämmling zur Abwendung der Bruchgefahr verletzungsfrei, d,h. nicht durch den Einbau von 
Stahlgewindestangen, sondern in diesem Fall vorzugsweise durch ein textiles 
Kronensicherungssystem, gesichert werden. Zum anderen sehe ich die Notwendigkeit einer 
behutsamen Kronenreduktion zur vorausschauenden Vorbereitung des Baumes auf eine, wegen der 
absehbaren Ausdehnung des Stammschadens später notwendig werdenden, noch stärkeren 
Einkürzung der Krone. Aufgrund der bereits bestehenden Schwächung verträgt die alte Buche keine 
stärkeren Eingriffe in die Krone, da zu befürchten ist, dass sie dadurch nur noch weiter geschwächt 
wird. Daher empfehle ich eine stärke re Kronenauslichtung. Unter Beibehalt des natürlichen 
Kronenhabitus sollen Nebenäste entnommen werden. Zusätzlich soll die Krone an den Hauptästen 
nur leicht und behutsam eingekürzt werden. Um Sonnennekrosen zu vermeiden, dürfen  dabei 
Kronenäste nicht freigestellt werden. Durch eine Kroneneinkürzung soll en Neuaustrieben bzw. 
Sekundärtriebbildung im inneren Kronenbereich angeregt und dadurch eine 
Sekundärkronenausbildung beschleunigt werden. Daneben soll durch die Verringerung des 
Kronensegels eine Reduktion des Kronengewichts und d er eingetragene Windlast in den 
geschädigten Stamm erzielt werden. 
 
 
5. BEURTEILUNG DER VERKEHRSSICHERHEIT 
 
Berechtigte Sicherheitserwartung des 
Verkehrs*: geringer 
Regel-Kontrollintervall*: einmal jährlich 
Aktueller Verkehrssicherheitsstatus: nicht verkehrssicher 
* nach FLL-Baumkontrollrichtlinien 2020 
 
 
6. PROGNOSE DER RESTSTANDZEIT 
 
kurzfristig bis zu 5 Jahre  mittelfristig 6 bis 15 Jahre X langfristig > 15 Jahre

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
  7. MASSNAHMEN ZUM ERHALT ODER DER WIEDERHERSTELLUNG DER 
     VERKEHRSSICHERHEIT  
 
MASSNAHMEN:  DRINGLICHKEIT: 
Einbau einer statischen Kronensicherung als Basis-Sicherung und 
einer statischen Bruchsicherung in 2/3 Stämmlingshöhe:  
 
- Die Basis-Sicherung soll eher tief, horizontal und ohne 
Durchhang im Bereich der Vergabelung des südwestlichen 
Nebenstämmlings eingebaut werden. Sie soll das 
Ausbrechen des Stämmlings verhindern und dient als 
Ergänzung zu einer statischen Kronensicherung im oberen 
Kronenbereich (zur Basissicherung siehe: Sinn, G., 2009 
und Pietruschinski, M., 2014). 
- Durch den zusätzlichen Einbau einer statischen 
Kronensicherung in 2/3 der Stämmlingshöhe sollen 
Schwingungen des südwestlichen Nebenstämmlings 
weitgehend einschränkt und dadurch eine Bruchgefahr 
verhindern werden. Bemessung und Einbau der statischen 
Kronensicherung nach ZTV Baumpflege 2017, Pkt. 3.4 
(3.4.1 bis 3.4.4) S. 44 bis 46 und Anhang B 4, S.79. 
Nach Einbau sollen die Basis- und Kronensicherung im jährlichen 
Abstand überprüft werden. Die empfohlenen Maßnahmen sollen 
von erfahrenen und qualifizierten Baumfachkräften durchgeführt 
werden.  
Zeitnah bis Ende April 2022 
Stärkere Kronenauslichtung durch die Entnahme von Nebenästen 
sowie nur leichte und behutsame Einkürzung der Hauptäste der 
Krone auf Zugast, um 1 bis maximal 1,5 m Länge, bis 
Grobaststärke. Diese Maßnahmen sind nach ZTV Baumpflege 
2017, Pkt. 3.3 (3.3.1 bis 3.3.2, Seite 43) von erfahrenen und 
qualifizierten Baumfachkräften durchzuführen.  
Juni 2022 
Erneute Überprüfung des Stamm- und Stammkopfbereichs per 
eingehender Untersuchung. 
Mai 2025 
 
 
8.  ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE  
 
Durch die Ergebnisse einer eingehenden Untersuchung der Blutbuche nach Sturm-bedingte n 
Versagens eines Stämmlings, wurde festgestellt, dass ein weiterer Nebenstämmling durch seine 
labile Anbindung bruchgefährdet ist. Eine Überprüfung der Restwandstärken i m Stammbereich 
ergab keine Hinweise auf eine unmittelbare Gefährdung der Bruchsicherheit. Um den geschädigten 
Baum nicht weiter zu schwächen, rate ich, zur Minderung einer Bruchgefahr des südwestlichen 
Nebenstämmlings, zum verletzungsfreien Einbau einer Basis- sowie einer statischen  
Kronensicherung. Des Weiteren empfehle ich zur Anregung einer Sekundärkronenbildung und zur

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Entlastung des geschädigten Stammes eine stärkere Kronenauslichtung sowie eine leichte 
Kroneneinkürzung an den Hauptästen. Diese Maßnahmen sollen von erfahrenen und qualifizierten 
Baumfachkräften nach ZTV Baumpflege durchgeführt werden.   
Ich erachte die alte Blutbuche aufgrund ihres Ortsbild-prägenden Charakters als unbedingt 
erhaltungswürdig wegen der Schädigung aber nur mittelfristig erhaltungsfähig. Nach Durchführung 
der empfohlenen Maßnahmen ist die Verkehrssicherheit des Baumes wiederhergestellt.  In 3 Jahren 
soll der geschädigte Stammbereich erneut per eingehender Untersuchung überprüft werden.  
 
 
 
9. SCHLUSSBEMERKUNG 
 
Das Gutachten wurde nach bestem Wissen und Gewissen objektiv und unparteiisch erstellt. 
Grundlage für die Untersuchung ist der heutige Stand der wissenschaftlichen E rkenntnisse der 
Baumpflege und Baumsanierung sowie der speziellen Baumanalyse. 
 
Köln, den 07.03.2022 
        Knud-W. Dunkhorst  
    - Sachverständigenbüro - 
 
                      
                                          
Nutzungsbeschränkung und Urheberrecht 
 
Dieses Gutachten ist ausschließlich zum Gebrauch des Auftraggebers bestimmt. Eine We itergabe 
an dritte Stellen ist zulässig, jedoch nur in vollständiger Form ohne Herausnahme von T extteilen 
oder Abbildungen. Für dieses Gutachten gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts. 
Eine Vervielfältigung dieser Arbeit, von Textteilen oder Abbildungen beda rf des schriftlichen 
Einverständnisses des Verfassers. 
 
 
10.   LITERATURVERZEICHNIS 
 
Dujesiefken, D. u. Liese, W., 2012, Das Codit-Prinzip: Von den Bäumen lernen für eine 
fachgerechte Baumpflege, 2. Auflage, Haymarket, Braunschweig 
 
Dujesiefken, D., Jaskula, P., Kowol, Th., Wohlers, A., 2005, Baumkon trolle unter Berücksichtigung 
der Baumart, Thalacker, Braunschweig 
 
FLL, Baumuntersuchungsrichtlinien, 2013, Hrsg. FLL, Bonn 
 
FLL, Richtlinien zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen – Baumkontrollrichtlinien, 
2020, Hrsg. FLL, Bonn

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), 2006, ZTV-Baum pflege – 
Zusätzliche technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege, Hrsg.  FFL, Bonn 
 
Klug, P., 2016(a), Praxis Baumpflege-Kronenschnitt an Bäumen, Arbus-Verlag, 3.Auflage 
 
Klug, P., 2016(b), Vorschlag zur Definition von Kroneneinkürzungen. In D ujesiefken (Hrsg.): 
Jahrbuch der Baumpflege 2016, S.263-269 
 
Mattheck, Cl. / Hötzel, H.-J., 2003, Baumkontrolle mit VTA: fachliche Anleitung und rechtliche 
Absicherung, 2.Auflage; Rombach, Freiburg im Breisgau  
 
Pietruschinski, M., 2014, Die Basis-Sicherung - Eine Kronensicherung zur Er haltung von 
geschädigten Altbäumen , Baumpflegeteam Bodensee, Owingen , https://www.baumpflegeteam-
bodensee.de/uploads/baumpflegeteam-bodensee-Basissicherung_2014.pdf 
 
Roloff, A., 2018, Vitalitätsbeurteilung von Bäumen, Aktueller Stand und Wei terentwicklung, 1. 
Auflage, Haymarket Media, Braunschweig 
 
Roloff, A.,2014, Vitalitätsbeurteilung anhand der Kronenstruktur, AFZ-Der Wald, 4/2014, S.16-19 
 
Roloff; A. (Hrsg.), 2013, Baumpflege, 2., vollständige überarbeitete Auflage, Eugen Ulmer, Stuttgart 
 
Roloff; A., 2010, Bäume, Lexikon der Praktischen Baumbiologie; Zweite, voll ständig neu 
überarbeitete Auflage,  Wiley-VCH, Weinheim 
 
Roloff; A., 2001, Baumkronen – Verständnis und praktische Bedeutung eines komplexen 
Naturphänomens, Ulmer, Stuttgart  
 
Shigo, A.L., 1994 – Moderne Baumpflege: Grundlagen der Baumbiologie; Thalacker, Braunschweig  
 
Shigo A.L., 1990 – Die neue Baumbiologie: Fakten, Fotos und Betrachtungen über Bäume, ihre 
Probleme und ihre richtige Pflege, Thalacker, Braunschweig  
 
Sinn, G., 2009, Baumkronensicherungen, Eugen Ulmer, Stuttgart 
 
Weihs, U. und Dujesiefken, D., 2010, Eignung äußerlich sichtbarer Zwieselmerkmale als 
Weiser für eingewachsene Rinde , Jahrbuch der Baumpflege 2010 , Thalacker Medien Verlag, 
Braunschweig, S.266 bis 273 
 
Wessolly, L. & Erb, M., 1998, Handbuch der Baumstatik und Baumkontrolle; Patzer Verlag,  Berlin

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
ANHANG I:  BESCHREIBUNG DES DIAGNOSEVERFAHRENS 
 
DER IMPULS- ODER SCHALLTOMOGRAF  
 
Der Impulstomograf erfasst auf einer Messebene den Querschnitt des gesamten Hol zkörpers. Die 
Funktion des Impulstomografen basiert auf dem Prinzip von Schallimpuls-Laufzeitmessungen. In der 
praktischen Anwendung werden rings um den Stamm auf gleicher Höhe Stahlstifte bis in den ersten 
oder zweiten Jahresring getrieben. An den Stahlstiften werden im Uhrzeigersin n nummerierte 
Messsensoren befestigt, deren Anzahl abhängt vom jeweiligen Stammumfang des zu 
untersuchenden Baumes. Durch leichte Hammerschläge werden auf die Schlagmuttern der 
Sensoren messbare Impulse abgegeben die durch das Holz laufen und von den anderen Sensoren 
empfangen werden. Gemessen werden die Laufzeiten der Impulse vom Impulsgeber zu de n 
einzelnen Sensoren. Durch eine spezielle Software werden die Laufzeiten dann, unter Einbeziehung 
der Sensorabstände, in Geschwindigkeiten umgerechnet. Der Computer berechnet darau s ein 
farbiges Tomogramm welches den Stammquerschnitt darstellt.  
Für eine gute Übertragung des Schallimpulses zwischen den außen angebrachten Sen soren ist 
allein die mechanische Verbindung des Holzes im Querschnitt mit der äußeren Restwand w ichtig. 
Dies gilt ebenso für die Stabilität des Stammes. Der Schall wird im H olzmaterial nur über 
mechanische Verbindungen übertragen d.h., dass der von einem außen am Stamm ang ebrachten 
Sensor ausgehende Schallimpuls nur über mechanisch verbundene Bereiche des 
Stammquerschnitts bis zu einem empfangenden Sensor gelangen kann. Im m echanisch intakten 
Holzverbund sind die Laufzeiten der Schallimpulse relativ kurz. Um mechanisch abgekop pelte 
Bereiche, wie Höhlungen, muss der Schallimpuls einen Umweg machen bis er vom  Empfänger-
Sensor registriert werden kann, daher sind die Schalllaufzeiten hier relativ lang. Die von außen durch 
die Schallimpulsen nicht zu erreichenden Bereiche des Stammquerschnitts erscheinen rot od er 
purpur. Dabei spielt keine Rolle, ob sie intakt oder total ausgehöhlt sind . Im Flächendiagramm 
erscheinen nur die Bereiche grün bis gelbgrün, bei denen mit dem äußeren Stammrand eine in zwei 
Richtungen (jeweils zu Sende- und Empfangs-Sensor) durchgängig feste Verbindung besteht. Im 
Flächendiagramm wird, über den Umweg der Schallaufzeiten, daher primär nicht der reine 
Holzzustand abgebildet, sondern die im Zusammenhang gemeinsam stabilisierenden, mechanisch 
verbundenen und damit die statisch relevanten Bereiche des Stammquerschnitts.  In der 
Liniengraphik zeigen die Farben der Linien in Abhängigkeit von den in beide Richtungen laufenden 
Schallgeschwindigkeiten zwischen Sende- und Empfangs-Sensor, die Qualität des Holzkörpers im 
Messbereich.  
Berücksichtigung finden muss bei der Interpretation von Tomogrammen auch, dass in baumfremden 
Materialien wie z.B. eingewachsene Stahlbolzen oder Betonplomben die Schallimpulse sich anders 
fortbewegen als im Holz. Je nach Abweichungen der Schalllaufzeiten kann dies überinterpretiert im 
Tomogramm abgebildet werden.  
In diesem Bericht wurde für die grafische Darstellung des Messergebnisses im Impulstom ogramm 
die Farbkombination „ Purpur-rot-gelb-grün“ gewählt. Für die Interpretation des Tomogramms 
bedeutet daher Gelb, Dunkelrot bis Purpur, dass die Schallimpulse die farbli ch so markierten 
Segmente entweder nur langsam oder gar nicht direkt durchdringen konnten . Im Gegensatz dazu 
zeigen hell- bis dunkelgrüne Bereiche in der Grafik, dass hier mechanisch gekoppelte, durchgehend 
stabile Verbindungen im Querschnitt vorhanden sind. Gelbgrün zeigen die Übergang sbereiche 
zwischen mechanisch gekoppelt (hohe Dichte) und verminderter oder nicht vorhandener  
mechanischer Kopplung ( Rot bis Purpur) an. Für die Interpretation des Tomogramms ist es, 
abgesehen von der farblichen Darstellung, auch wichtig, die immer rechts neben der G rafik 
angezeigte Farbskala mit den jeweils zugeordneten Laufzeiten zu beachten.  
 
Stammform sowie die genaue Lage und Form eines Schadens müssen bei der Beurt eilung der 
Bruchsicherheit eines Baumes mitberücksichtigt werden. D as Mechanik Grafik Modul der 
ARBOTOM® Software folgt diesem Konzept. Es ermöglicht die Ermittlung und visuelle Darstellung

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
des relativen Widerstandsmoments für beliebige Querschnittsgeometrien. S owohl schadhafte 
Bereiche als auch die unterschiedliche Zug- und Druckfestigkeit des Holzes (die Druckfestigkeit des 
Holzes ist meist nur etwa halb so groß ist wie die Zugfestigkeit) werden berücksichtig t. Das 
Mechanik-Modul zeigt eine grafische Darstellung des Biegewiderstandsmoment s. Der Kurvenwert 
bei 0° (oben, meist = Nordrichtung) entspricht einer Biegung in diese Richtung, gehör t also zum 
Wind aus der gegenüberliegenden Richtung (Süd). Wenn sich eine Kurve in eine bestimm te 
Richtung am stärksten nach außen ‚ausbeult’, so ist  das relative Widerstandsmoment in diese 
Biegerichtung am schwächsten. Der blaue Pfeil markiert die Richtung, in die der Querschnitt unter 
Berücksichtigung des inneren Zustands am leichtesten zu biegen ist. Die Mechanik Gr afik bezieht 
sich nur auf die jeweilige Messebene und geht von reiner Biegebelastung, d.h. dem  Auftreten von 
Zug- und Druckspannungen aus. Schubspannungen wie sie z.B. bei Schlauchknicken und  
Torsionsbelastung (Drehung) auftreten, werden hier nicht berücksichtigt. Bei der In terpretation der 
Mechanik-Grafik muss dies berücksichtigt werden. 
 
Quellenangabe: 
Rinn, Frank: Statische Hinweise im Schall-Tomogramm von Bäumen. Stadt+Grün 7/2004, S. 41- 45 
Rust, S.: Schalltomographie in der Praxis. Baumzeitung, 3/2005, S. 35-36. 
Frank Rinn, Rinntech, 2011: „Arbotom®-Software Benutzerhandbuch, Heidelberg

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Sachverständigenbüro, Forstbetrieb für Baumpflege Oliver Menke, Takustraße 68, 50825 Köln, Gutachter: Kn ud-W. Dunkhorst 
 
 
Anhang II:   Standort der untersuchungsgegenständlichen Blutbuche im Garten der   
                     Erzbischöflichen Residenz, Kardinal-Frings-Straße 10, 50668 Köln 
 
 
Quelle: www.tim-online.nrw.de (Zugriff am 04.03.2022, Geringe Veränderungen: Eintragung vom Baumstandort)

Mitteilung BV

4523 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/570 
 
Vorlagen-Nummer 
 1124/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 25.04.2022 
 
Information über umfangreiche Schnittmaßnahmen zur Wiederherstellung der 
Verkehrssicherheit eines Naturdenkmals 
Information über umfangreiche Schnittmaßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit ei-
nes Naturdenkmals: ND 103.15c, Blutbuche (Fagus sylvatica `purpurea´), im Garten der erzbischöfli-
chen Residenz, Kardinal-Frings-Str.10, 50668 Köln 
 
Bei dem ND 103.15c handelt es sich um eine Blutbuche mit einem Stammumfang von 530 cm, einer 
Baumhöhe von ca. 25m und einem Kronendurchmesser von ca. 28m. Diese stockt im Garten der 
erzbischöflichen Residenz in der Kölner Innenstadt.  
Vom 17.02.2022- 21.02.2022 herrschten über Deutschland mehrere Tiefdruckwetterlagen (Ylenia, 
Xandra, Zeynep, Antonia), welche sich über ca. 5 Tage erstreckten und mit Windgeschwindigkeiten 
zwischen 80km/h bis zu Geschwindigkeiten von 130 km/h in der Kölner Bucht für stürmische und or-
kanartige Böen sorgten. Im Zuge dieser Sturmtiefs hat die Blutbuche im erzbischöflichen Garten ei-
nen schweren Stämmlingsausbruch erlitten. Dabei löste sich einer von drei Stämmlingen und fiel in 
den Garten. Personenschäden entstanden keine, jedoch führte der Bruch zu einigen materiellen 
Schäden. 
Die Meldung des Schadens ging bei der Verwaltung am Donnerstag, den 24.02.2022 ein. Daraufhin 
wurde am Donnerstag, den 03.03.2022, ein vor Ort Termin durchgeführt um die Situation beurteilen 
und Maßnahmen ergreifen zu können. Nach Beurteilung der über 1,8 m langen Abrissfläche ist die 
Ursache für das Versagen der Stämmlingsanbindung ein eingerissener, tiefreichender Druckzwiesel 
(V-Zwiesel) mit großflächig eingewachsener Rinde und eine im inneren verborgene, bereits langzeitig 
bestehende Vermorschung hinter der Kontaktfläche. In der Morschung ist eine alte Betonplombe zu 
sehen, welche anfänglich dazu diente, die vorhandene Faulstelle auszufüllen.  
Am Freitag, den 04.03.2022 wurden im Auftrag der Verwaltung mehrere eingehende Untersuchungen 
am Baum durchgeführt, um den vorhandenen Schadenskomplex besser beurteilen und maßge-
schneiderte Maßnahmen definieren zu können. 
Aus dem Gutachten geht hervor, dass im Inneren des Stammes eine ausgedehnte Fäule vorliegt. Ein 
zweiter, verbliebener Stämmling, weist dieselbe bruchgefährdete Astanbindung auf, welche zum Aus-
bruch des gegenständlichen Stämmlings geführt hat. Die schalltechnische Untersuchung in 2 Ebenen 
sowie einige Bohrwiderstandmessungen bestätigten ausreichende Restwandstärken des verbleiben-
den Holzkörpers. 
Jedoch ist hier die schlechte Anbindung des verbleibenden Stämmlings der Schwachpunkt des Bau-
mes. Hinsichtlich des eingetroffenen Schadens, der Untersuchungsergebnisse sowie der schlechten 
Anbindung des verbleibenden Stämmlings werden hier folgende Erhaltungsmaßnahmen erforderlich: 
1. Einbau einer statischen Kronensicherung als Basissicherung und einer statischen Bruchsiche-
rung in 2/3 Stämmlingshöhe: 
Damit soll die Belastung der bruchgefährdeten Anbindung stark minimiert und damit ein weite-
rer Ausbruch verhindert werden. Diese Maßnahme soll bis Ende April 2022 ausgeführt wer-
den. 
2. Eine stärkere Kronenauslichtung durch die Entnahme von Nebenästen, sowie eine leichte 
Einkürzung der Hauptäste um 1- bis max. 1,5m:

2 
 
Hierdurch wird eine weitere Lastreduzierung am Schadbereichen erzielt, sowie die Buche 
animiert, mit der Bildung einer Sekundärkrone zu beginnen. Diese Maßnahme soll im Juni 
2022, nach dem Johannistrieb erfolgen. 
Durch die entstandene Lücke ist der komplette Stamm- und Kronenbereich einseitig geöffnet worden 
und soll durch einen Weißanstrich vor Sonnenbrand geschützt werden. 
Eine engmaschige Kontrolle des Baumes ist unabdingbar. Zudem können ggf. weitere, leichte Eingrif-
fe in der Krone, verteilt auf mehrere Jahre, in Zukunft notwendig werden um den Erhalt des Baumes 
so lang wie möglich zu garantieren.  
Die Verwaltung verfolgt hiermit das Ziel, die natürliche physiologische Entwicklung von Naturdenkmä-
lern - wo möglich - bis hin zum Verfall zu begleiten. 
Die Maßnahmen an der mächtigen Blutbuche werden zu den beschriebenen Zeitpunkten durchge-
führt. 
Diese Maßnahme bleibt wegen § 4 Abs. 5 Naturdenkmalverordnung (NDI-VO) unberührt von den 
Verboten des § 2 Abs. 3 NDI-VO. Ein Befreiungsverfahren war insofern trotz des Umfangs der 
Schnittmaßnahmen nicht durchzuführen.

Beratungsverlauf (1)

25.04.2022 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Orte (5)

  • Kardinal-Frings-Straße 10
  • Takustraße 68
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Straße 10
  • Im Garten

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1124/2022
Typ
Mitteilung BV
Datum
04.04.2022
Erstellt
01.04.2022 10:25