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1710/2017

Schulentwicklungsplanerische Konzeption für den Schulstandort Heerstraße 7, 51143 Köln

Mitteilung Ausschuss 12.06.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 06.07.2017, TOP 9.2.4

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

8539 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/IV/2 
 
Vorlagen-Nummer12.06.2017 
 1710/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 20.06.2017 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 26.06.2017 
 
Schulentwicklungsplanerische Konzeption für den Schulstandort Heerstraße 7, 51143 Köln 
Das Schulgebäude Heerstraße Heerstraße 7, 51143 Köln ist seit Jahren stark sanierungsbedürftig. 
Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln plant die Durchführung einer Generalsinstandsetzung des Al t-
baus des Schulzentrums Heerstr. 7. Nach den hier vorliegenden Planunterlagen, wurde das Schu l-
zentrum um 1975 gebaut und ist somit über 40 Jahr alt. Der Altbau wird überwiegend durch die J o-
hann-Amos-Comenius-Hauptschule (2 -zügig) und die Wilhelm -Busch-Realschule (3-zügig) genutzt. 
Das Lessing-Gymnasium (4- und 6-zügig), dass vor rund 15 Jahren einen Neubau auf dem Schu l-
grundstück bezogen hat, nutzt seitdem weiterhin im Altbau hauptsächlich den hier befindlichen natu r-
wissenschaftlichen Bereich, einen zusätzlichen K unstraum, zwei Verwaltungsräume sowie das Le h-
rerzimmer. 
 
Die Generalinstandsetzung ist dem allgemeinen Zustand des Gebäudes geschuldet. So mussten vor 
ca. sechs Jahren alle Wände in den Unterrichtsräumen mit einer Spezialfolie abgeklebt werden, da 
hier Sch adstoffe, die ausdünsten, verbaut wurden. Der naturwissenschaftliche Bereich verfügt über 
fünf Hörsäle, die den heutigen Unterrichtsanforderungen nicht mehr entsprechen. Die vier kleineren 
Hörsäle sollen auf Wunsch der Schulen in ebenerdige naturwissenscha ftliche Unterrichtsräume 
umgebaut werden. 
 
Auch entspricht der Brandschutz nicht mehr den aktuellen Anforderungen, was dazu geführt hat, dass 
die Bauaufsicht die Sperrung von mehreren Räumen in den Flurbereichen des Erdgeschosses (u. a. 
Hausmeisterloge, Sc hülercafé der Hauptschule und des Übermittags -Raumes der Wilhelm -Busch-
Realschule) verfügt hat. Der Ganztagsbereich für alle drei Schulen wurde provisorisch in einem Co n-
tainerbereich am Rande des Schulgeländes eingerichtet. Diese Lage wird als problematisc h angese-
hen. Zudem verfügt das Gebäude über mehrere innenliegenden Räume und sehr große Verkehrsfl ä-
chen. 
 
In der hier vorgestellten Konzeption zeigt die Verwaltung eine realisierbare schulorganisatorische 
Möglichkeit auf, wie eine erforderliche Generalsani erung des Schulgebäudes Heerstraße zeitnah und 
mit einer klaren schulentwicklungsplanerischen Perspektive, auch im Kontext mit einer künftigen En t-
wicklung des Schulstandortes Porz / Zündorf erfolgen kann. 
 
Die Planungsidee wurde bereits allen Schulleitunge n in Porz im Rahmen eines Gesprächs in der U n-
terregion „WIP –Wir in Porz“ am 26. November 2015 vorgestellt. Die Verwaltung hat unter Berüc k-
sichtigung der Diskussionsergebnisse diese Überlegungen in der Aktualisierung der Schulentwic k-
lungsplanung Köln 2016 (Session 1906/2016, S.86) grundsätzlich wie folgt beschrieben:

2 
 
 
M84 
Planungsoption: Neue weiterführende Schule (Gesamtschule) in Zündorf -Süd, 
Interimsstart am Standort Heerstraße bei (auslaufender) Schließung der Johann -
Amos-Comenius-Schule, Hauptschule H eerstraße und der Wilhelm -Busch-
Realschule Heerstraße 
 Im Plangebiet Zündorf -Süd soll ein Gebäude für eine weiterführende Schule entst e-
hen. Die Verwaltung schlägt vor, im Neubaugebiet eine Gesamtschule mit 6 Zügen 
in der Sekundarstufe I und 5 Zügen in der Sekundarstufe II anzusiedeln. Mit einer 
Gesamtschule kann das gesamte Spektrum des Schulangebotes wohnortnah vorg e-
halten werden. 
 Sobald der Bezugszeitpunkt für den Neubau verbindlich eingeschätzt werden kann, 
sollen die Haupt - und Realschule am Standort He erstraße nach Vorschlag der Ve r-
waltung geschlossen werden. Als Nachfolgesystem wäre unmittelbar eine Gesam t-
schule vorzusehen, die die Räumlichkeiten der Hauptschule und der Realschule bis 
zum Umzug in den Neubau in Zündorf -Süd als Interimsstandort für eine n vorgezo-
genen Start nutzt. Die Interimszeit kann dabei voraussichtlich auf einen Zeitraum von 
maximal 6 Jahren angelegt werden, sofern die Gesamtschule aufbauend ab dem 5. 
Schuljahr mit 5 Eingangsklassen an den Start geht. 
 Nach Umzug in den Neubau in Zünd orf-Süd kann die Gesamtschule dann auf 6 Z ü-
ge in der Sekundarstufe I erweitert werden.  
 
M85 
Planungsoption zur Zügigkeitserweiterung des Lessinggymnasiums Heerstraße 
nach Umzug der neuen Gesamtschule von dem Interimsstandort Heerstraße 
nach Zündorf-Süd 
 Nach Umzug der neuen Gesamtschule von ihrem Interimsstandort Heerstraße nach 
Zündorf-Süd (vgl. M84), kann der Standort Heerstraße generalsaniert und so umg e-
baut werden, dass das Lessinggymnasium bis zu 7 Züge in der Sekundarstufe I und 
10 Züge in der Sekun darstufe II führen kann. Hier werden dann 3 Züge in der S e-
kundarstufe I und 4 Züge in der Sekundarstufe II gewonnen. 
 Auch in diesem Fall wäre ein eigenständiges Gymnasium mit 3 Zügen in der Seku n-
darstufe I theoretisch denkbar. In der Sekundarstufe II müsst en in diesem Fall beide 
Gymnasien auf je 5 Züge festgelegt werden. 
 
Unter Berücksichtigung des dringenden Sanierungsbedarfs am Standort Heerstraße und des aktuell 
nicht belastbar einschätzbaren Realisierungszeitraums für einen Gesamtschulneubau im Plangeb iet 
Zündorf-Süd, könnte die dargestellte Planungsidee wie folgt weiterentwickelt werden: 
 Haupt- und Realschule werden zum Schuljahr 2019/20 auslaufend geschlossen. 
 Die Gesamtschule nimmt dort ihren Betrieb zum Schuljahr 2019/20 aufbauend ab dem 5. Schu l-
jahr auf. 
 Das Gymnasium bleibt in der aktuellen Schulgröße zunächst unverändert. 
 Für die (abschnittsweise) Generalsanierung des Gebäudes ist eine Auslagerung von Klassen in 
Container erforderlich. 
 Die Ausweichräume werden so konzipiert, dass dort (u.a.) die s chulindividuellen Räume für 
Haupt-, Real - und Gesamtschule (Berufsvorbereitung, Hauswirtschaft) geschaffen werden. Die 
Anzahl der Ausweichräume wird so dimensioniert, dass nach Abschluss der Sanierung das Gy m-
nasium nach heutiger Zügigkeit (unter Berücksich tigung G8/G9) und eine Gesamtschule mit 4 o-
der 5 Zügen in der Sekundarstufe I und 4 Zügen in der Sekundarstufe II am Standort mittelfristig 
parallel geführt werden können. 
 Die Sanierung des Gebäudebestands orientiert sich ausschließlich am Bedarf eines Gymnasiums. 
Hierbei wird aufgrund des Raumbestands und der möglichen Schulzeitszenarien (G8/G9) die m a-
ximale Kapazität für ein Gymnasium nach Umzug der Gesamtschule in den Neubau in Zündorf 
Süd ermittelt. 
 Die Ausweichräume verbleiben bis zum Umzug der Gesamts chule in den Neubau im Plangebiet 
Zündorf-Süd am Standort Heerstraße und dienen insbesondere dazu, den Raumbedarf der G e-
samtschule, der im generalsanierten Gebäude nicht realisiert werden kann (spezialisierte Fac h-
räume und Klassen/Kursräume), zu decken.

3 
 
 Die Planungen und Vorbereitungen für einen Gesamtschulneubau mit 6 Zügen in der Sekunda r-
stufe I und 5 Zügen in der Sekundarstufe II im Plangebiet Zündorf Süd werden parallel angega n-
gen, mit dem Ziel, die Baumaßnahme frühzeitig / vorgezogen in einem bereits e rschlossenen 
(Straße, Energie) Bereich im Norden des Plangebiets realisieren zu können. Mit diesem Vorgehen 
soll die Zeit der „Parallelnutzung“ am Standort Heerstraße möglichst gering gehalten werden. 
 
 Die Planung der Generalinstandsetzung kann auf dieser Basis auch dann erfolgen, wenn die 
schulrechtlichen Überlegungen nicht die erforderliche Akzeptanz finden würden und die 
Haupt- und Realschule in gleicher Größe am Standort verbleiben sollten. In diesem Fall wäre 
ein Neubau für die Haupt- und Realschule in Zündorf-Süd vorzusehen. Um die Weiterentwick-
lung für eine Gesamtschule offen zu halten, wäre in diesem Fall ein Gebäude für insgesamt 5 
Züge in der Sekundarstufe I (2 Züge Hauptschule und 3 Züge Realschule; bisherige Schu l-
größe) vorzusehen und die Grundst ücksgröße, der Gebäudezuschnitt sowie die Positioni e-
rung des Gebäudes so zu gestalten, dass eine Erweiterungsoption um 1 Zug in der Sekunda r-
stufe I und eine 4 -zügige Sekundarstufe II in einem weiteren Bauabschnitt realisiert werden 
könnten. In diesem Fall könnte ein Teil der Ausweichräume (nicht die schulformspezifischen 
Räume für Berufsvorbereitung und Hauswirtschaft) nach Abschluss der Generalsanierung a b-
gezogen werden. 
 
Die Verwaltung bittet um Kenntnisnahme und Erörterung der beschriebenen konzeptionell en Varian-
ten zur Weiterentwicklung des Schulstandortes Heerstraße in Porz. 
 
 
 
gez. Dr. Klein

Beratungsverlauf (2)

26.06.2017 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 5.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.07.2017 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 9.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1710/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
12.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27