1866/2023
Kindertagesbetreuungssituation in Merkenich
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 05.06.2023 1866/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 06.06.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 06.06.2023 Kindertagesbetreuungssituation in Merkenich In Merkenich leben 417 unter 6-Jährige: 209 unter Dreijährige und 208 über dreijährige Kinder (Stand 31.12.2022). Die Zahl der unter Dreijährigen ist in den letzten fünf Kitajahren um 20% gestiegen, von 171 auf 209 Kinder und die Zahl der drei- bis sechsjährigen Kinder ist von 138 auf 208 (+51%) gestiegen. In Bezug auf die Versorgungssituation für Merkenich kann man feststellen, dass diese in den letzten fünf Jahren insgesamt gesunken ist. Im Kitajahr 2017/18 betrug die Versorgungsquote für den U3-Bereich 37% und für den Ü3-Bereich 72%. Für das Kitajahr 2022/23 wird eine Ver- sorgung von 28% (U3-Bereich) und 52% (Ü3-Bereich) angenommen. Das liegt vor allem an den oben beschriebenen rasant gestiegenen Kinderzahlen. Die aktuelle Bevölkerungsprognose sagt voraus, dass für die Folgejahre bis 2035 von sinken- den Kinderzahlen ausgegangen werden kann: 2025: U3 168, Ü3 178, 2030: U3 169, Ü3 158 und 2035: U3 164, Ü3 153. Hinsichtlich der Kitainfrastruktur stehen den Kindern und Familien derzeit 2 Kindertagesein- richtungen (9 Gruppen) in Merkenich zur Verfügung. Von Seiten der Jugendhilfeplanung be- steht trotz der perspektivisch sinkenden Kinderzahlen ein zeitnaher dringender Ausbaubedarf im Umfang von einer neuen großen Kita. Allerdings ist festzuhalten, dass im Stadtteil Merkenich die Realisierung eines Neubaus Kita schwer darstellbar ist. Eine Hochspannungstrasse, die über das Ortsgebiet führt, stellt die Kitabebauung unter erschwerte Bedingungen. Zusätzlich befinden sich mehrere Störfallbe- triebe aus dem Chempark im Einzugsgebiet von Merkenich. Diese Faktoren stellen aus Sicht der Fachämter eine Gefährdung für Kinder dar, sodass eine Planung für einen Kitaneubau nur unter schwierig umzusetzenden Auflagen machbar erscheint und die gesamte Planung einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen würde. Trotz der schwierigen örtlichen Gegebenheiten gibt es im Stadtteil Grundstücke, die durchaus für einen Kitaneubau zur Verfügung stehen könnten. Primär handelt es sich um Grundstücke, die im kirchlichen Besitz stehen. So auch der Standort Amandusstraße. Das Grundstück be- findet sich im Eigentum der kath. Kirchengemeinde St. Pankratius. Die Kirchengemeinde ist lediglich an einer Verpachtung des Grundstücks interessiert und hat von einem Verkauf Ab- stand genommen, was dazu führt, dass Investoren mit Kaufabsicht kein Interesse zeigen. Ein bislang interessierter Investor ist aus Kostengründen und aufgrund der Verpachtungsabsicht der Kirche abgesprungen. Die Verwaltung führt derzeit bilaterale Gespräche mit der Kirche und der Liegenschaftsverwaltung, um weitere Lösungsansätze für Investoren zu finden. 2 Planmäßig soll dort ab 2030 eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen realisiert werden, sodass perspektivisch ab 2030 für die Familien im Stadtteil 3 Kindertageseinrichtungen mit 13 Gruppen vorgehalten werden können. Dann wird die Versorgungssituation im Stadtteil Mer- kenich voraussichtlich auskömmlich sein und somit könnten Versorgungsquoten von rund 52% (U3-Bereich) und knapp 100% (Ü3-Bereich) erreicht werden. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1866/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.06.2023
- Erstellt
- 01.06.2023 14:44