2006/0239
Bebauungsplan W 45 -Postsiedlung- (Darlegungsbeschluss)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 2
771 Zeichen
Legende EEE BEE BEE Geltungsbereich Geschossigkeit =] < < j3 ie ad Bestand Neubau / Planung "Grüne Mitte" | 2 5 _] \ w n | \ \ \\ \ R \ & städtebauliches Konzept zum Bebauungsplan W 45 Auftraggeber: bauverein AG \ bauverein AG Siemensstr. 20 darmstadt 64289 Darmstadt Telefon: 06151-2815-0 Fax: 06151-2815-244 Architekt: planquadrat elfers, geskes, krämer Architekten und Stadtplaner Part.G. dwb / BDA Platz d. Dt. Einheit 21, 64293 Darmstadt Telefon: 06151/81969-0 Fax: 06151/81969-99 Projekt: 0566 Postsiedlung Darmstadt Bezeichnung: Städtebauliches Konzept zum Bebauungsplan W 45 Gezeichnet: ah/svs Freigabedatum: Maßstab: 1/1000 CAD-Code: Projekt-Nr: 0566 Zeichnungs-Nr.: 001 Planstand / Index: 30.03.06 [planquadrat |X| elfers, geskes, krämer
2006/0239
5907 Zeichen
Wissenschaftsstadt Darmstadt Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 12.04.2006 an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat VI Amt: Stadtplanungsamt zur Kenntnis zur Beschlussfassung Magistrats- beschlussfassung: Vorlage-Nr. 2006/0239 Magistratsbeschluss-Nr. an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Internet ja nein Tagesordnung I II Verteiler: OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Betreff: Bebauungsplan W 45 -Postsiedlung- (Darlegungsbeschluss) Vorlage vom: 30.03.2006 Beschlussvorschlag: 1. Dem städtebaulichen Konzept zum Bebauungsplan W 45 - Postsiedlung - und der Darlegung der Ziele und Zwecke der Planung wird zugestimmt. Sie sind der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 (1) BauGB zugrunde zu legen. 2. Die öffentliche Darlegung der Planung zur frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB erfolgt bei der Stadtbauverwaltung - Stadtplanungsamt - auf die Dauer eines Monats durch Auslegung der unter Punkt 1. genannten Planungsunterlagen. Während dieser Zeit ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Diese Art und Weise der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ist ortsüblich bekannt zu machen. Anlagen: W 45 Darlegung W 45 städtebauliches Konzept Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründungsseite zur Magistratsvorlage VI vom 30.03.2006: Die Stadtverordnetenversammlung hat am 22.03.2005 einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan W 45 - Postsiedlung - gefasst. Im Straßendreieck Bessunger Straße, Moltkestraße und Oppenheimer Straße entstand in den frühen fünfziger Jahren des 20. Jahrhundert eine von der Post errichtete Wohnsiedlung aus zwei- und dreigeschossigen Zeilenbauten. Heute befindet sich die Siedlung im Eigentum der Bauverein AG Darmstadt. Nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs bestand die Notwendigkeit, in kurzer Zeit viele Wohnungen zu schaffen. Vorrangiges städtebauliches Ziel auch in der Darmstädter "Postsiedlung" war, die Wohnungen ausreichend mit Licht und Luft zu versorgen. Dies ließ sich in einer Zeilenstruktur mit annähernd gleichen Hausabständen optimal verwirklichen. So konnte eine aufgelockerte, durchgrünte Siedlung entstehen, im Lauf der Jahre mit einem beachtlichen Baumbestand. Die Gebäude der "Postsiedlung" wurden in einfacher Massivbauweise mit flachgeneigten Satteldächern gefertigt. Die sehr kleinen 2- und 3- Zimmer-Wohnungen (meist 45-62 qm) deckten damals den Wohnbedarf von Familien. Heute ist die Haushaltsgröße auf durchschnittlich 1,57 Personen pro Wohnung geschrumpft. Es wohnen nur noch wenige Alteingesessene dort. Über die Hälfte der Bewohner ist erst nach 1997 eingezogen. Es gibt Mieter, die wegen des relativ geringen Mietpreisniveaus auf die Wohnungen angewiesen sind. Aufgrund ihrer Ausstattung und Größe, insbesondere der geringen Zimmergröße, entsprechen sie aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen nach angemessenem Wohnraum. Über viele Jahre wurde die Ausstattung durch Einzelmodernisierungen innerhalb der Wohnungen nachgebessert (Fenster, Heizung, Sanitär, Elektro). Einige wesentliche Mängel, vor allem die Hellhörigkeit in den Gebäuden, lassen sich jedoch im Bestand nicht beseitigen. Es fehlen Energieeinsparmöglichkeiten. Dies führte von Seiten der Bauverein AG zu dem Entschluss, die über fünfzig Jahre alten Gebäude in den nächsten Jahren nach und nach niederzulegen. Es bietet sich dadurch die Chance, in einem innenstadtnahen Gebiet mit weitgehend vorhandenen Infrastruktureinrichtungen in unmittelbarer Nähe eine städtebauliche Neuentwicklung einzuleiten. Angedacht ist eine bauabschnittsweise Niederlegung der Gebäude in einer langfristigen Entwicklung, die sich flexibel den städtebaulichen Anforderungen und dem Bedarf an Wohnraum in Darmstadt anpassen kann. Das geplante abschnittsweise Vorgehen erlaubt jederzeit einen Stopp oder eine Beschleunigung der Entwicklung. Eine moderate Verdichtung der Bebauung könnte einen Beitrag dazu leisten, innerstädtischen Wohnraum für bestehenden und zu erwartenden Bedarf zu schaffen. Die Bauverein AG beabsichtigt nunmehr, zwei Gebäudezeilen zu sanieren und auszubauen, um Mietern aus den ersten betroffenen Abrissgebäuden die Möglichkeit zu bieten, in der Siedlung zu verbleiben. Erst danach soll die weitere Entwicklung (Niederlegung und Neubau) in Zwei-Jahresschritten erfolgen. Im Jahre 2008 soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Erhaltenswerter Baumbestand soll in die neue Bebauungsstruktur integriert werden. 3 ... Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung des Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung erfolgt durch öffentliche Auslegung des Bebauungsplanvorentwurfs und der Darlegungsbegründung. Parallel werden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt. An die Einarbeitung der hierbei eingehenden Stellungnahmen in den Entwurf zum Bebauungsplan schließt sich dann die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs gemäß § 3 Abs. 2 BauGB an, auch wenn die Erörterung zu einer anderen Planung führt. Der Dezernent VI: Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat Anlagen: Darlegung der Ziele und Zwecke der Planung zum städtebaulichen Konzept W 45 - Postsiedlung - vom 30.03.2006 Zu den Sitzungen werden ausgelegt bzw. aufgehängt: 1. Der zeichnerische Teil des städtebaulichen Konzepts W 45 - Postsiedlung – 2. 12 Exemplare des städtebaulichen Konzepts W 45 - Postsiedlung - für die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Darmstadt, den 30.03.2006 VI/61.4 zim Nst. 2603
anlage 1
13981 Zeichen
Der Magistrat Darmstadt, den 30.03.2006 der Wissenschaftsstadt Darmstadt 61.3 rf Nst.2602 Darlegung der Ziele und Zwecke gemäß § 3 (1) Baugesetzbuch ( BauGB ) zum Bebauungsplan W 45 – Postsiedlung - Auszug aus der Stadtkarte Der Dezernent VI Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat 2 Inhaltsverzeichnis: 1. Anlass und Ziel der Planung ………………. Seite 3 1.1 Geschichte der Siedlung 1.2 Anlass der Planung 1.3 Planziele 2. Erläuterungen zum Plangebiet ………………. Seite 4 2.1 Abgrenzung des Plangebiets 2.2 Planungsrechtliche Situation 3. Planungsinhalte ………………. Seite 5 3.1 Städtebauliches Konzept 3.2 Erschließung / Verkehr 3.3 Freiraumkonzept 3.4 Art und Maß der baulichen Nutzung 4. Umwelt ………………. Seite 7 4.1 Flora und Fauna 4.2 Weitere Umweltbelange 4.3 Ver- und Entsorgung 3 1. Anlass und Ziel der Planung 1.1 Geschichte der Siedlung Die Planungen für den Bau der Postsiedlung stammten in ihren ersten Konzeptionen noch aus der Vorkriegszeit, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeitet und dann schnell realisiert. Nachdem FTZ (Fernmeldetechnisc hes Zentralamt) und PTZ (Posttechnisches Zentralamt) der früheren Deutschen Bundespost in die ehemaligen Kasernengebäude der Sechser-Dragoner an der unteren Rheinstraß e eingezogen waren, wurde durch den Bau der Postsiedlung der Zuzug von Bediensteten des FTZ und PTZ ermöglicht. Mit der Errichtung der schlichten 2- bis 3-geschossigen Wohnungsbauten in der Postsiedlung wurde am 10.08.1949 durc h den Bauverein für Arbeiterwohnungen begonnen. Die Planungen für di e Bebauung wurden von haus eigenen Architekten der Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen ausgearbeitet. Sie wurden damals in einfacher Bauweise erbaut und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Wohnraum und technischen Standard. 1.2 Anlass der Planung 1975/76 wurde die Postsiedlung modernisiert, dabei handelte es sich jedoch lediglich um den Einbau von Etagenheizungen und isolierverglasten Kunststofffenstern. Da ein Teil der Postbediensteten diesen Maßnah men seinerzeit nicht zugestimmt hat, wurden in den folgenden Jahren sukzessive einzelne Wohnungen bei Mieterwechsel modernisiert. Eine Grundsanierung hat nicht stattgef unden. So sind Wärmeisolierung und Elektroinstallationen dringend sanierung sbedürftig. Der fehlende Schallschutz der Gebäude stellt einen we iteren erheblichen Mangel dar, der sich im Bestand nicht wirtschaftlich nachrüsten lässt. Die Kosten der benötigten Gesamtsanierungsmaßnahmen für einen heutigen Bedürfnissen angepassten Standard würden fast Neubaukosten erreichen. Ein weiterer alle Wohnungen betreffender Mangel ist di e nach heutigen Maßstäben zu geringe Wohnungsgröße. Diese li egt im Durchschnitt rund 10- 12 m² unter den Kriterien der sozialen Wohnraumförderung in Hessen, wobei es kaum Ausnahmen nach oben oder unten gibt. Die Haushaltsgröße hat sich den Wohnungsgrößen, die ursprünglich für Familien gedacht waren, bereits angepasst. So leben nur noch durchschnittlich 1,58 Personen in den Wohnungen. Von den 330 Wohneinheiten in der Siedlung haben 93 keinen Balkon oder Terrasse. Die meisten der Wohnungen sind nicht barrierefrei erreichbar. Die Eigentümerin der Siedlung, die bauverein AG Darmstadt, hat im Jahr 2005 eine Bewohnerbefragung in Auftrag gegeben, an der si ch 72 Prozent der Haushalte in der Siedlung beteiligten. Die Befragung hat ergeben, dass vi ele Bewohner die genannten Mängel auch als solche empfinden. Dies g ilt insbesondere für die Hellhörigkeit der Wohnungen. Vorteile sehen die Bewohner in dem Wohnumfeld und in den vergleichsweise geringen Mieten. Ein hoher Anteil der Mieter möchte in der Siedlung wohnen bleiben. 4 1.3 Planziele Die Überlegungen haben dazu gef ührt, dass sich die bauverei n AG entschlossen hat, die bestehenden Gebäude niederzul egen und in einer mode raten Nachverdichtung innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. In dieser attraktiven Lage soll so verschiedenen Wohnbedürfnissen, wie dem nac h familiengerechter Größe und/oder Barrierefreiheit entsprochen werden. Angedacht ist eine bauabschnittsweise Nieder legung der Gebäude in ei ner langfristigen Entwicklung, die sich flexibel d en städtebaulichen Anforderungen und dem Bedarf an Wohnraum in Darmstadt anpassen kann. Das geplante abschnittsweise Vorgehen erlaubt jederzeit einen Stopp oder eine Beschleunigung der Entwicklung. Die bauverein AG beabsichtigt nunmehr, trotz grenzwertiger Wirtschaftlichkeit zwei Gebäudezeilen zu sanieren un d auszubauen, um Mietern aus den ersten betroffenen Abrissgebäuden die Möglichkeit zu bieten, in der Siedlung zu verb leiben. Hierbei lassen sich jedoch so grundlegende Pr obleme wie z.B. der fehl ende Schallschutz im bewohnten Zustand nicht sanieren. Mit diesen Beeinträch tigungen müssen die Mieter in diesen zwei Zeilen weiterhin leben. Erst danach soll die weitere Entwicklu ng (Niederlegung und Neubau) in Zwei- Jahresschritten erfolgen. Soweit möglich soll erhaltenswerter B aumbestand in die n eue Bebauungsstruktur integriert werden. Zu diesem Zweck hat bereits eine Erfassung der als erhaltenswert eingestuften Bäume durch das Landschaftsarchitekturbüro Dr. Schepp stattgefunden. 2. Erläuterungen zum Plangebiet 2.1 Abgrenzung des Plangebiets Das Plangebiet liegt im Da rmstädter Stadtteil Bessungen mit günstiger Entfernung zur Innenstadt (Luftlinie ca. 1,8 km zum Lui senplatz) und ist rund 7,15 ha groß. Das dreieckige Plangebiet wird begrenzt durch die Bessunger Straße, Moltkestraße und Oppenheimer Straße. Die Topographie ist als weitgehend eben zu bezeichnen. 2.2 Planungsrechtliche Situation Das Plangebiet ist als Sied lungsfläche im Regionalpl an Südhessen 2000 ausgewiesen und als Wohnbaufläche im rechtskräftigen Fl ächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt dargestellt. Im März 2005 wu rde die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, um Transparenz und Öffentlic hkeit des Planungsverfahrens frühzeitig sicherzustellen. 5 3. Planungsinhalte 3.1 Städtebauliches Konzept Die vor dem Zweiten Weltkrieg errich teten Geschosswohnun gsbauten entlang der Bessunger Straße bilden den Blockabschluss. Diese sollen erhalten bleiben. Entlang der Moltkestraße wird die Ausr ichtung der Zeilen in der Planung aufgenommen und durch Hofstrukturen ergänzt, die nun den „Blockrand“ schließen. Das zurzeit monotone Straßenbild wird dadurch rhythm isiert und die Siedlung klar nach außen abgegrenzt. Im Inneren werden die Grundkonfiguration der 50er-Jahre-Siedlung und die prinzipielle Ausrichtung der Zeilen auf genommen. Dies bedeutet entl ang der Oppenheimer Straße eine Nord-Süd Ausrichtung der Zeilen und im restlic hen Bereich eine Ost-West Ausrichtung. Die Nachverdichtung der Siedlung erfolg t über Verlängerung, Erhöhung der Anzahl und Aufstocken der Zeilen. Abb.: Ausschnitt aus dem städtebaulichen Konzept ohne Maßstab Darstellung von Abriss- und Neubaumaßnahmen, Baumbestand Zum Erhalt der durchlässigen Freiraumqualität en öffnet sich im Inneren der Raum und bildet eine neue „Grüne Mitte“. Insbesondere in diesem Bereich blei bt die parkähnliche Struktur der Siedlung erhal ten. In der Mitte sollen auch zent rale Treffpunkte wie z.B. ein Kinderspielplatz wieder angeboten werden. 6 Im Unterschied zu diesen parkähnlichen Bere ichen können nun zwi schen den Zeilen bei Bedarf auch privat nutzbare Freibereiche angeboten werden. Das geplante Vorhaben fügt sich mit der Höhenentwicklung seiner Gebäude in die nähere und weitere Umgebung ein. Zu der angrenz enden Einfamilienhausbebauung im Westen stehen die 3- bis 4-geschossigen Zeilen gi ebelseitig. Die Hofstrukturen können auch durch eine höhere Geschossigkeit entlang der Moltkestraße akzentuiert werden. 3.2 Erschließung / Verkehr PKW-Erschließung Um die „Grüne Mitte“ wieder als Frei- und Erholungsraum anbieten zu können, soll sie künftig von Pkw-Verkehr freigeh alten werden. Zu diesem Zwec k wird die Bi nger Straße nun nicht mehr in der Oppenheimer Straße münden, sondern direkt auf die Bessunger Straße führen. Ruhender Verkehr Für die in den 50er Jahren errichtet en Gebäude der Siedlung mussten noch keine privaten Stellplätze nachgewiesen werden. Die privaten Pkws parken daher fast ausschließlich im Straßenraum. Bei einer N eugestaltung werden die k ünftigen Stellplätze wesentlich das Bild der Si edlung verändern. Teilweise können diese in Tiefgaragen untergebracht werden, die von der Bessunger Straße oder der Moltkestraße erschlossen werden, um die Siedl ung von Verkehr weitgehend freiz uhalten. In Teil bereichen werden oberirdische Stellplätze angeordnet. Fußgänger-Erschließung und Radverkehr Das Bild der Siedlung ist derzeit von den vielen engmaschigen Fußwegen geprägt. Diese sollen sich auch in Zukunft zwischen den Gebäuden wiederfin den und vorrangig der Erschließung der einzelnen Wohngebäude di enen. Ergänzt werden sollen diese untergeordneten Verbindungen jedoch künftig in der „Grünen Mitte“ durch eine zentrale Wegeverbindung, die auch über die Siedl ung hinaus angebunden ist. Sie wird den Dreiecksplatz zwischen Bessunger und Moltkestraße bis zum Haardtring verbinden. ÖPNV Durch die innerstädtische Lage der Si edlung ist diese gut an das öffentliche Personennahverkehrsnetz angeschlossen. Fußläu fig sind die Halteste llen Fliederberg (250 m), Haardtring (250 m) sowie die Be ssunger Straße (400 m) erreichbar, die Verbindungen zum Luisenplatz, Hauptbahnhof, Kranichstein, Arheilgen, Eberstadt ermöglichen und mit dem Südbahnhof (200 m) sind auch überregion alen Verbindungen z.B. nach Heidelberg und Frankfurt erreichbar. 3.3 Freiraumkonzept Typisch für 50er-Jahre-Siedlungen war die parkähnliche Anlage der Grünflächen wie sie auch in der Darmstädter Postsiedlung zu finden ist. Großzügige offene Rasenflächen werden gerahmt von Bäumen und Sträuchern. Ob wohl sie in ihrer Nutzung halböffentlich sind, haben sie einen öffentlichen Charak ter. Die Aufenthaltsqualitäten im Freien beschränken sich dadurch fast ausschließlich auf die privaten Balkone und Freisitze. Das Freiraumkonzept sieht hier künftig eine differenzierte nutzerorientierte Schaffung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen vor. 7 Der öffentliche Freibereich konzentriert sich auf die hochwertig gesta ltete „Grüne Mitte“. Diese zieht sich in Ost-/Westrichtung durc h die Siedlung, so dass alle Bewohner gleichermaßen von dem Grünzug profitieren. Die halböffentlichen Räume wie z.B. das Hofinnere der Strukturen entlang der Moltkestraße und Erschließungsbereiche zwischen den Zeilen sollen durch die Schaffung von kleinen Plätzen und Wegen einen unmittelbaren Bezug zur angrenzenden Wohnbebauung entwickeln. Private Freiflächen in Form von Terrass en oder Mietergärten werden den angrenzenden Wohneinheiten zugeordnet und von den übrigen Freiflächen getrennt. Die Gestaltung dieser Flächen kann den Bewohnern überlassen werden. 3.4 Art und Maß der baulichen Nutzung Die bestehende Wohnnutzung blei bt erhalten, daher soll ei n „Allgemeines Wohngebiet WA“ festgesetzt werden. An vorgegebenen Standorten soll die Ansiedlung von Versorgungseinrichtungen für den örtlichen Bedarf möglich sein. Die geplante Nachverdichtung wird dazu führen, dass die Zahl der Wohnungen von derzeit 330 sich um circa 100 erhöht. Auch die Fläche der Woh nungen wird im Schnitt deutlich angehoben. Die derzeitige GFZ der Postsi edlung liegt bei ca. 0,47 bezogen auf die Gesamtfläche der Siedlung. Die Planung geht von einer Nachverdichtung auf eine GFZ von rund 0,8 aus, wobei sich abschnittsweise auch eine höhere Dichte ergibt. Das bedeutet eine Erhöhung der Bruttogeschossf läche von 23.400 m² auf rund 41.000 m². 4. Umwelt Für das Planvorhaben wir bis zu r Offenlage ein Umweltbericht erstellt. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind die folgenden Umweltbelange vertieft zu behandeln: 4.1 Flora und Fauna In den parkähnlich angelegten Grünflächen der Siedlung ist im Laufe der Jahre ein beachtlicher Baumbestand her angewachsen. Erhaltenswert er Bestand soll nach Möglichkeit in die neue Bebauungsstruktur integriert werden. Zu diesem Zweck hat bereits eine Erfassung der als erhaltenswert eingestuften Bäume und Gehölze stattgefunden. Die bei einer Umgestaltung der Siedlung nachzuweisenden Stel lplätze werden zu einer Reduzierung der Grünflächen führen. Al s problematisch bei der Erhaltung von Pflanzenbestand stellt sich auch die fü r die 50er Jahre typische Anpflanzung großwüchsiger Bäume direkt neben Gebäuden dar. Weitere Aussagen zu z.B. s pezialisierter Fauna oder Avifauna können derzeit noch nicht getroffen werden. 4.2 Weitere Umweltbelange Im weiteren Verfahren sind die Umweltbel ange Lärm, Wasser, Boden und Klima/Luft zu behandeln. Auch ist zu klären, ob sich schützenswerte Sach- und Kulturgüter im Plangebiet befinden. 8 4.3 Ver- und Entsorgung Die äußere Erschließung des Plangebiets ist durch die vorhandene Infrastruktur sichergestellt. Im Bereich der Verlegung der Bing er Straße im Siedlungsinneren muss ein Anpassen des Leitungsnetzes überprüft werden. Darmstadt, 30.03.06 / pq / ah Anlage: Städtebauliches Konzept zum Bebauungsplan W 45 Bearbeitung: Planquadrat, elfers, geskes, krämer Architekten und Stadtplaner Part. G. dwb BDA Platz der Deutschen Einheit 21 64293 Darmstadt Im Auftrag: bauverein AG Siemensstr. 20 64289 Darmstadt In Zusammenarbeit: Stadtplanungsamt Darmstadt Bessunger Straße 125 64295 Darmstadt
Beratungsverlauf (5)
Orte (6)
- Siemensstraße 20
- Bessunger Straße 125
- Moltkestraße
- Oppenheimer Straße
- Haardtring
- Luisenplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2006/0239
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.03.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00