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2006/0239

Bebauungsplan W 45 -Postsiedlung- (Darlegungsbeschluss)

Magistratsvorlage 30.03.2006

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771 Zeichen

Legende

EEE BEE BEE Geltungsbereich

Geschossigkeit

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Bestand

Neubau / Planung

"Grüne Mitte"

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städtebauliches Konzept
zum Bebauungsplan W 45

Auftraggeber: bauverein AG \ bauverein AG

Siemensstr. 20 darmstadt
64289 Darmstadt

Telefon: 06151-2815-0
Fax: 06151-2815-244

Architekt: planquadrat
elfers, geskes, krämer
Architekten und Stadtplaner Part.G. dwb / BDA
Platz d. Dt. Einheit 21, 64293 Darmstadt
Telefon: 06151/81969-0
Fax: 06151/81969-99

Projekt: 0566 Postsiedlung
Darmstadt

Bezeichnung: Städtebauliches Konzept
zum Bebauungsplan W 45

Gezeichnet: ah/svs Freigabedatum:

Maßstab: 1/1000 CAD-Code:

Projekt-Nr: 0566 Zeichnungs-Nr.: 001 Planstand / Index: 30.03.06
[planquadrat |X|

elfers, geskes, krämer

2006/0239

5907 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
12.04.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat VI 
Amt: Stadtplanungsamt 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
  
Vorlage-Nr. 2006/0239 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss- 
 fassung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Bebauungsplan W 45 -Postsiedlung- (Darlegungsbeschluss) 
 
Vorlage vom: 30.03.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Dem städtebaulichen Konzept zum Bebauungsplan W 45  - Postsiedlung - und der 
Darlegung der Ziele und Zwecke der Planung wird zugestimmt. Sie sind der frühzeitigen 
Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 (1) BauGB zugrunde zu legen. 
 
2. Die öffentliche Darlegung der Planung zur frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit 
gemäß § 3 (1) BauGB erfolgt bei der Stadtbauverwaltung - Stadtplanungsamt - auf die 
Dauer eines Monats durch Auslegung der unter Punkt 1. genannten Planungsunterlagen. 
Während dieser Zeit ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Diese Art und 
Weise der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ist ortsüblich bekannt zu machen. 
 
 
 
Anlagen: W 45 Darlegung 
W 45 städtebauliches Konzept 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage VI vom 30.03.2006: 
 
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 22.03.2005 einen Aufstellungsbeschluss für den 
Bebauungsplan W 45  - Postsiedlung -  gefasst.  
 
Im Straßendreieck Bessunger Straße, Moltkestraße und Oppenheimer Straße entstand in 
den frühen fünfziger Jahren des 20. Jahrhundert eine von der Post errichtete Wohnsiedlung 
aus zwei- und dreigeschossigen Zeilenbauten. Heute befindet sich die Siedlung im Eigentum 
der Bauverein AG Darmstadt. 
 
Nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs bestand die Notwendigkeit, in kurzer 
Zeit viele Wohnungen zu schaffen. Vorrangiges städtebauliches Ziel auch in der Darmstädter 
"Postsiedlung" war, die Wohnungen ausreichend mit Licht und Luft zu versorgen. Dies ließ 
sich in einer Zeilenstruktur mit annähernd gleichen Hausabständen optimal verwirklichen. So 
konnte eine aufgelockerte, durchgrünte Siedlung entstehen, im Lauf der Jahre mit einem 
beachtlichen Baumbestand. Die Gebäude der "Postsiedlung" wurden in einfacher 
Massivbauweise mit flachgeneigten Satteldächern gefertigt. Die sehr kleinen 2- und 3-
Zimmer-Wohnungen (meist 45-62 qm) deckten damals den Wohnbedarf von Familien. 
 
Heute ist die Haushaltsgröße auf durchschnittlich 1,57 Personen pro Wohnung geschrumpft. 
Es wohnen nur noch wenige Alteingesessene dort. Über die Hälfte der Bewohner ist erst 
nach 1997 eingezogen. Es gibt Mieter, die wegen des relativ geringen Mietpreisniveaus auf 
die Wohnungen angewiesen sind. Aufgrund ihrer Ausstattung und Größe, insbesondere der 
geringen Zimmergröße, entsprechen sie aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen nach 
angemessenem Wohnraum.  
 
Über viele Jahre wurde die Ausstattung durch Einzelmodernisierungen innerhalb der 
Wohnungen nachgebessert (Fenster, Heizung, Sanitär, Elektro). Einige wesentliche Mängel, 
vor allem die Hellhörigkeit in den Gebäuden, lassen sich jedoch im Bestand nicht beseitigen. 
Es fehlen Energieeinsparmöglichkeiten. Dies führte von Seiten der Bauverein AG zu dem 
Entschluss, die über fünfzig Jahre alten Gebäude in den nächsten Jahren nach und nach 
niederzulegen. 
 
Es bietet sich dadurch die Chance, in einem innenstadtnahen Gebiet mit weitgehend 
vorhandenen Infrastruktureinrichtungen in unmittelbarer Nähe eine städtebauliche 
Neuentwicklung einzuleiten. Angedacht ist eine bauabschnittsweise Niederlegung der 
Gebäude in einer langfristigen Entwicklung, die sich flexibel den städtebaulichen 
Anforderungen und dem Bedarf an Wohnraum in Darmstadt anpassen kann. Das geplante 
abschnittsweise Vorgehen erlaubt jederzeit einen Stopp oder eine Beschleunigung der 
Entwicklung. Eine moderate Verdichtung der Bebauung könnte einen Beitrag dazu leisten, 
innerstädtischen  Wohnraum für bestehenden und zu erwartenden Bedarf zu schaffen.  
 
Die Bauverein AG beabsichtigt nunmehr, zwei Gebäudezeilen zu sanieren und auszubauen, 
um Mietern aus den ersten betroffenen Abrissgebäuden die Möglichkeit zu bieten, in der 
Siedlung zu verbleiben. Erst danach soll die weitere Entwicklung (Niederlegung und Neubau) 
in Zwei-Jahresschritten erfolgen. Im Jahre 2008 soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen 
werden. 
 
Erhaltenswerter Baumbestand soll in die neue Bebauungsstruktur integriert werden.

3 
... 
 
Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der 
Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder 
Entwicklung des Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der 
Planung erfolgt durch öffentliche Auslegung des Bebauungsplanvorentwurfs und der 
Darlegungsbegründung. Parallel werden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher 
Belange beteiligt.  
 
An die Einarbeitung der hierbei eingehenden Stellungnahmen in den Entwurf zum 
Bebauungsplan schließt sich dann die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs gemäß § 3 
Abs. 2 BauGB an, auch wenn die Erörterung zu einer anderen Planung führt. 
 
 
Der Dezernent VI: 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat 
 
 
 
Anlagen:
 
 
Darlegung der Ziele und Zwecke der Planung zum städtebaulichen Konzept W 45  - 
Postsiedlung -  vom 30.03.2006  
 
 
Zu den Sitzungen werden ausgelegt bzw. aufgehängt:
 
 
1. Der zeichnerische Teil des städtebaulichen Konzepts W 45  - Postsiedlung – 
 
2. 12 Exemplare des städtebaulichen Konzepts W 45  - Postsiedlung -  für die Fraktionen 
der Stadtverordnetenversammlung 
 
Darmstadt, den 30.03.2006 
VI/61.4 zim Nst. 2603

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13981 Zeichen

Der Magistrat                                                             Darmstadt,      den 30.03.2006 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt                                61.3 rf      Nst.2602 
 
 
Darlegung der Ziele und Zwecke 
 
gemäß § 3 (1) Baugesetzbuch ( BauGB ) 
 
 
zum Bebauungsplan W 45 – Postsiedlung -  
 
 
 
 
 
 
 
Auszug aus der Stadtkarte 
 
 
 
Der Dezernent VI 
 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat

2
Inhaltsverzeichnis: 
 
 
1. Anlass und Ziel der Planung                                ………………. Seite 3 
 
1.1 Geschichte der Siedlung 
 
1.2 Anlass der Planung 
 
1.3 Planziele 
 
 
2. Erläuterungen zum Plangebiet                            ………………. Seite 4 
 
2.1 Abgrenzung des Plangebiets 
 
2.2 Planungsrechtliche Situation 
 
 
3. Planungsinhalte                                                    ………………. Seite 5 
 
3.1 Städtebauliches Konzept 
 
3.2 Erschließung / Verkehr 
 
3.3 Freiraumkonzept 
 
3.4 Art und Maß der baulichen Nutzung 
 
 
4. Umwelt                                                                  ………………. Seite 7 
 
4.1 Flora und Fauna 
 
4.2 Weitere Umweltbelange 
 
4.3 Ver- und Entsorgung

3
1. Anlass und Ziel der Planung 
 
1.1 Geschichte der Siedlung 
 
Die Planungen für den Bau der Postsiedlung stammten in ihren ersten Konzeptionen noch 
aus der Vorkriegszeit, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeitet und dann schnell 
realisiert. Nachdem FTZ (Fernmeldetechnisc hes Zentralamt) und PTZ (Posttechnisches 
Zentralamt) der früheren Deutschen Bundespost in die ehemaligen Kasernengebäude der 
Sechser-Dragoner an der unteren Rheinstraß e eingezogen waren, wurde durch den Bau 
der Postsiedlung der Zuzug von Bediensteten des FTZ und PTZ ermöglicht. 
 
Mit der Errichtung der schlichten 2- bis 3-geschossigen Wohnungsbauten in der 
Postsiedlung wurde am 10.08.1949 durc h den Bauverein für Arbeiterwohnungen 
begonnen. Die Planungen für di e Bebauung wurden von haus eigenen Architekten der 
Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen ausgearbeitet. Sie wurden damals in 
einfacher Bauweise erbaut und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an 
Wohnraum und technischen Standard. 
 
1.2 Anlass der Planung 
 
1975/76 wurde die Postsiedlung modernisiert, dabei  handelte es sich jedoch lediglich um 
den Einbau von Etagenheizungen und isolierverglasten Kunststofffenstern. Da ein Teil der 
Postbediensteten diesen Maßnah men seinerzeit nicht zugestimmt hat, wurden in den 
folgenden Jahren sukzessive einzelne Wohnungen bei Mieterwechsel modernisiert. 
Eine Grundsanierung hat nicht stattgef unden. So sind Wärmeisolierung und 
Elektroinstallationen dringend sanierung sbedürftig. Der fehlende Schallschutz der 
Gebäude stellt einen we iteren erheblichen Mangel dar, der sich im Bestand nicht 
wirtschaftlich nachrüsten lässt. 
Die Kosten der benötigten Gesamtsanierungsmaßnahmen für einen heutigen 
Bedürfnissen angepassten Standard würden fast Neubaukosten erreichen. 
 
Ein weiterer alle Wohnungen  betreffender Mangel ist di e nach heutigen Maßstäben zu 
geringe Wohnungsgröße. Diese li egt im Durchschnitt rund 10- 12 m² unter den Kriterien 
der sozialen Wohnraumförderung in Hessen, wobei es kaum Ausnahmen nach oben oder 
unten gibt. 
Die Haushaltsgröße hat sich den Wohnungsgrößen, die ursprünglich für Familien gedacht 
waren, bereits angepasst. So leben nur noch durchschnittlich 1,58 Personen in den 
Wohnungen. 
Von den 330 Wohneinheiten in der Siedlung haben 93 keinen  Balkon oder Terrasse. Die 
meisten der Wohnungen sind nicht barrierefrei erreichbar. 
 
Die Eigentümerin der  Siedlung, die bauverein AG Darmstadt, hat im Jahr 2005 eine 
Bewohnerbefragung in Auftrag gegeben, an der si ch 72 Prozent der Haushalte in der 
Siedlung beteiligten. Die Befragung hat ergeben, dass vi ele Bewohner die genannten 
Mängel auch als solche empfinden. Dies g ilt insbesondere für die Hellhörigkeit der 
Wohnungen. 
Vorteile sehen die Bewohner in  dem Wohnumfeld und in den vergleichsweise geringen 
Mieten. Ein hoher Anteil der Mieter möchte in der Siedlung wohnen bleiben.

4
1.3 Planziele 
 
Die Überlegungen haben dazu gef ührt, dass sich die bauverei n AG entschlossen hat, die 
bestehenden Gebäude niederzul egen und in einer mode raten Nachverdichtung 
innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. In dieser attraktiven Lage soll so verschiedenen 
Wohnbedürfnissen, wie dem nac h familiengerechter Größe und/oder Barrierefreiheit 
entsprochen werden. 
 
Angedacht ist eine bauabschnittsweise Nieder legung der Gebäude in ei ner langfristigen 
Entwicklung, die sich flexibel d en städtebaulichen Anforderungen und dem Bedarf an 
Wohnraum in Darmstadt anpassen kann. Das geplante abschnittsweise Vorgehen erlaubt 
jederzeit einen Stopp oder eine Beschleunigung der Entwicklung. 
 
Die bauverein AG beabsichtigt nunmehr, trotz grenzwertiger Wirtschaftlichkeit zwei 
Gebäudezeilen zu sanieren un d auszubauen, um Mietern aus den ersten betroffenen 
Abrissgebäuden die Möglichkeit zu bieten, in der Siedlung zu verb leiben. Hierbei lassen 
sich jedoch so grundlegende Pr obleme wie z.B. der fehl ende Schallschutz im bewohnten 
Zustand nicht sanieren. Mit diesen Beeinträch tigungen müssen die Mieter in diesen zwei 
Zeilen weiterhin leben. 
Erst danach soll die weitere Entwicklu ng (Niederlegung und Neubau) in Zwei-
Jahresschritten erfolgen. 
 
Soweit möglich soll erhaltenswerter B aumbestand in die n eue Bebauungsstruktur 
integriert werden. Zu diesem Zweck hat bereits eine Erfassung der als erhaltenswert 
eingestuften Bäume durch das Landschaftsarchitekturbüro Dr. Schepp stattgefunden. 
 
 
2. Erläuterungen zum Plangebiet 
 
2.1 Abgrenzung des Plangebiets 
 
Das Plangebiet liegt im Da rmstädter Stadtteil Bessungen mit günstiger Entfernung zur 
Innenstadt (Luftlinie ca. 1,8 km zum Lui senplatz) und ist rund 7,15 ha groß. Das 
dreieckige Plangebiet wird begrenzt durch die Bessunger Straße, Moltkestraße und 
Oppenheimer Straße. 
Die Topographie ist als weitgehend eben zu bezeichnen. 
 
2.2 Planungsrechtliche Situation 
 
Das Plangebiet ist als Sied lungsfläche im Regionalpl an Südhessen 2000 ausgewiesen 
und als Wohnbaufläche im rechtskräftigen Fl ächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt dargestellt. Im März 2005 wu rde die Aufstellung eines Bebauungsplans 
beschlossen, um Transparenz und Öffentlic hkeit des Planungsverfahrens frühzeitig 
sicherzustellen.

5
3. Planungsinhalte 
 
3.1 Städtebauliches Konzept 
 
Die vor dem Zweiten Weltkrieg errich teten Geschosswohnun gsbauten entlang der 
Bessunger Straße bilden den Blockabschluss. Diese sollen erhalten bleiben. 
Entlang der Moltkestraße wird die Ausr ichtung der Zeilen in der Planung aufgenommen 
und durch Hofstrukturen ergänzt, die nun den „Blockrand“ schließen. Das zurzeit 
monotone Straßenbild wird dadurch rhythm isiert und die Siedlung klar nach außen 
abgegrenzt. 
 
Im Inneren werden die Grundkonfiguration der  50er-Jahre-Siedlung und die prinzipielle 
Ausrichtung der Zeilen auf genommen. Dies bedeutet entl ang der Oppenheimer Straße 
eine Nord-Süd Ausrichtung der Zeilen und im restlic hen Bereich eine Ost-West 
Ausrichtung. 
Die Nachverdichtung der Siedlung erfolg t über Verlängerung, Erhöhung der Anzahl und 
Aufstocken der Zeilen. 
 
 
Abb.:   Ausschnitt aus dem städtebaulichen Konzept ohne Maßstab 
Darstellung von Abriss- und Neubaumaßnahmen, Baumbestand 
 
Zum Erhalt der durchlässigen Freiraumqualität en öffnet sich im Inneren der Raum und 
bildet eine neue „Grüne Mitte“. Insbesondere in  diesem Bereich blei bt die parkähnliche 
Struktur der Siedlung erhal ten. In der Mitte sollen auch zent rale Treffpunkte wie z.B. ein 
Kinderspielplatz wieder angeboten werden.

6
Im Unterschied zu diesen parkähnlichen Bere ichen können nun zwi schen den Zeilen bei 
Bedarf auch privat nutzbare Freibereiche angeboten werden. 
 
Das geplante Vorhaben fügt sich mit der Höhenentwicklung seiner Gebäude in die nähere 
und weitere Umgebung ein. Zu der angrenz enden Einfamilienhausbebauung im Westen 
stehen die 3- bis 4-geschossigen Zeilen gi ebelseitig. Die Hofstrukturen können auch 
durch eine höhere Geschossigkeit entlang der Moltkestraße akzentuiert werden. 
 
3.2 Erschließung / Verkehr 
 
PKW-Erschließung 
Um die „Grüne Mitte“ wieder als Frei- und Erholungsraum anbieten zu  können, soll sie 
künftig von Pkw-Verkehr freigeh alten werden. Zu diesem Zwec k wird die Bi nger Straße 
nun nicht mehr in der Oppenheimer Straße münden, sondern direkt auf die Bessunger 
Straße führen. 
 
Ruhender Verkehr 
Für die in den 50er Jahren errichtet en Gebäude der Siedlung mussten noch keine 
privaten Stellplätze nachgewiesen werden.  Die privaten Pkws parken daher fast 
ausschließlich im Straßenraum. Bei einer N eugestaltung werden die k ünftigen Stellplätze 
wesentlich das Bild der Si edlung verändern. Teilweise können diese in Tiefgaragen 
untergebracht werden, die von der Bessunger Straße oder der  Moltkestraße erschlossen 
werden, um die Siedl ung von Verkehr weitgehend freiz uhalten. In Teil bereichen werden 
oberirdische Stellplätze angeordnet. 
 
Fußgänger-Erschließung und Radverkehr 
Das Bild der Siedlung ist derzeit von den vielen engmaschigen Fußwegen geprägt. Diese 
sollen sich auch in Zukunft zwischen den Gebäuden wiederfin den und vorrangig der 
Erschließung der einzelnen Wohngebäude di enen. Ergänzt werden sollen diese 
untergeordneten Verbindungen jedoch künftig in der „Grünen Mitte“ durch eine zentrale 
Wegeverbindung, die auch über die Siedl ung hinaus angebunden ist. Sie wird den 
Dreiecksplatz zwischen Bessunger und Moltkestraße bis zum Haardtring verbinden. 
 
ÖPNV 
Durch die innerstädtische Lage der Si edlung ist diese gut an das öffentliche 
Personennahverkehrsnetz angeschlossen. Fußläu fig sind die Halteste llen Fliederberg 
(250 m), Haardtring (250 m) sowie die Be ssunger Straße (400 m) erreichbar, die 
Verbindungen zum Luisenplatz, Hauptbahnhof, Kranichstein, Arheilgen, Eberstadt 
ermöglichen und mit dem Südbahnhof (200 m)  sind auch überregion alen Verbindungen 
z.B. nach Heidelberg und Frankfurt erreichbar. 
 
3.3 Freiraumkonzept 
 
Typisch für 50er-Jahre-Siedlungen war die parkähnliche Anlage der Grünflächen wie sie 
auch in der Darmstädter Postsiedlung zu finden ist. Großzügige offene Rasenflächen 
werden gerahmt von Bäumen und Sträuchern. Ob wohl sie in ihrer Nutzung halböffentlich 
sind, haben sie einen öffentlichen Charak ter. Die Aufenthaltsqualitäten im Freien 
beschränken sich dadurch fast ausschließlich auf die privaten Balkone und Freisitze. 
Das Freiraumkonzept sieht hier künftig eine  differenzierte nutzerorientierte Schaffung von 
öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen vor.

7
Der öffentliche Freibereich konzentriert sich auf die hochwertig gesta ltete „Grüne Mitte“. 
Diese zieht sich in Ost-/Westrichtung durc h die Siedlung, so dass alle Bewohner 
gleichermaßen von dem Grünzug profitieren. 
 
Die halböffentlichen Räume wie z.B. das Hofinnere der  Strukturen entlang der 
Moltkestraße und Erschließungsbereiche zwischen den Zeilen sollen durch die Schaffung 
von kleinen Plätzen und Wegen einen unmittelbaren Bezug zur angrenzenden 
Wohnbebauung entwickeln. 
 
Private Freiflächen in Form von Terrass en oder Mietergärten werden den angrenzenden 
Wohneinheiten zugeordnet und von den übrigen Freiflächen getrennt. Die Gestaltung 
dieser Flächen kann den Bewohnern überlassen werden. 
 
3.4 Art und Maß der baulichen Nutzung 
 
Die bestehende Wohnnutzung blei bt erhalten, daher soll ei n „Allgemeines Wohngebiet 
WA“ festgesetzt werden. An vorgegebenen Standorten soll die Ansiedlung von 
Versorgungseinrichtungen für den örtlichen Bedarf möglich sein. 
Die geplante Nachverdichtung wird dazu führen, dass die Zahl der Wohnungen von 
derzeit 330 sich um circa 100 erhöht. Auch die Fläche der Woh nungen wird im Schnitt 
deutlich angehoben. 
Die derzeitige GFZ der Postsi edlung liegt bei ca. 0,47 bezogen auf die Gesamtfläche der 
Siedlung. Die Planung geht von einer Nachverdichtung auf eine GFZ von rund 0,8 aus, 
wobei sich abschnittsweise auch eine höhere Dichte ergibt. 
Das bedeutet eine Erhöhung der Bruttogeschossf läche von 23.400 m² auf rund        
41.000 m². 
 
 
4. Umwelt 
 
Für das Planvorhaben wir bis zu r Offenlage ein Umweltbericht erstellt. Nach derzeitigem 
Kenntnisstand sind die folgenden Umweltbelange vertieft zu behandeln: 
 
4.1 Flora und Fauna 
 
In den parkähnlich angelegten Grünflächen der Siedlung ist im Laufe der Jahre ein 
beachtlicher Baumbestand her angewachsen. Erhaltenswert er Bestand soll nach 
Möglichkeit in die neue Bebauungsstruktur integriert werden. Zu diesem Zweck hat bereits 
eine Erfassung der als erhaltenswert eingestuften Bäume und Gehölze stattgefunden. 
Die bei einer Umgestaltung der  Siedlung nachzuweisenden Stel lplätze werden zu einer 
Reduzierung der Grünflächen führen. Al s problematisch bei der Erhaltung von 
Pflanzenbestand stellt sich auch die fü r die 50er Jahre typische Anpflanzung 
großwüchsiger Bäume direkt neben Gebäuden dar. 
Weitere Aussagen zu z.B. s pezialisierter Fauna oder Avifauna können derzeit noch nicht 
getroffen werden. 
 
4.2 Weitere Umweltbelange 
 
Im weiteren Verfahren sind die Umweltbel ange Lärm, Wasser, Boden und Klima/Luft zu 
behandeln. Auch ist zu klären, ob sich schützenswerte Sach- und Kulturgüter im 
Plangebiet befinden.

8
4.3 Ver- und Entsorgung 
 
Die äußere Erschließung des Plangebiets ist durch die vorhandene Infrastruktur 
sichergestellt. Im Bereich der Verlegung der Bing er Straße im Siedlungsinneren muss ein 
Anpassen des Leitungsnetzes überprüft werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 30.03.06 / pq / ah 
 
 
 
Anlage: 
Städtebauliches Konzept zum Bebauungsplan W 45 
 
 
Bearbeitung: 
 
Planquadrat, elfers, geskes, krämer 
Architekten und Stadtplaner Part. G. dwb BDA 
Platz der Deutschen Einheit 21 
64293 Darmstadt 
 
 
Im Auftrag: 
 
bauverein AG 
Siemensstr. 20 
64289 Darmstadt 
 
 
In Zusammenarbeit: 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
Bessunger Straße 125 
64295 Darmstadt

Beratungsverlauf (5)

TOP 22
TOP 14
TOP 246
TOP 51
TOP 22

Orte (6)

  • Siemensstraße 20
  • Bessunger Straße 125
  • Moltkestraße
  • Oppenheimer Straße
  • Haardtring
  • Luisenplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0239
Typ
Magistratsvorlage
Datum
30.03.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00