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3202/2024

Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht Bezirk 9 West

Mitteilung BV 08.11.2024

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Mitteilung BV

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Jahresbericht 2023

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Mitteilung BV

2834 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 3202/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 25.11.2024 
 
 Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht Bezirk 9 West 
Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde zum Naturschutzwacht-Bericht 2023 
Bezirk 9 (West) – Herr Enger 
 
Im Anhang wird Ihnen der Jahresbericht 2023 der Naturschutzwacht Mülheim West, Bezirk 9 
zur Kenntnis gegeben. Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich für die gute Zusammen-
arbeit und das Engagement von Herrn Enger. 
Zu den im Jahresbericht angesprochenen Beobachtungen nimmt die Untere Naturschutzbe-
hörde wie folgt Stellung: 
Durch das Naturschutzgebiet Am grünen Kuhweg führt als offizielle Wegeführung eine ein-
zige Straße („Grüner Kuhweg“) südlich der ehemaligen Kiesgrube. Eine weitere Öffnung durch 
einen Rückschnitt von Bäumen würde zu einer stärkeren Nutzung und Frequentierung des 
Gebietes führen. Diese würde dem Schutzzweck entgegenstehen und soll nicht gefördert wer-
den. Eine Aussichtsplattform ist nicht in Planung. 
Die Verwaltung prüft, ob der Zaun zurückgebaut werden kann oder erneuert werden muss. 
Durch Aufwachsen eines Brombeergebüsches wird der Zugang zum NSG ohnehin verhindert, 
was die Notwendigkeit eines Zaunes erübrigen würde.  
Aktuell wird eine neue Beschilderung aller Naturschutzgebiete der Stadt Köln umgesetzt. Ent-
sprechende Zusatzschilder sowie Naturschutzgebietsschilder im NSG Grüner Kuhweg werden 
bis Ende 2024 aufgestellt werden.  
  
Im Naturschutzgebiet Flittarder Rheinaue wird die neue Beschilderung mit Zusatzschildern 
und Naturschutzgebietsschildern in den nächsten Wochen umgesetzt. Die offizielle Wegefüh-
rung ist durch Holzpfähle mit roter Spitze gekennzeichnet worden und für alle Besuchenden 
des Naturschutzgebietes ersichtlich. Für eine zusätzliche Aufklärung der Öffentlichkeit sind 
Karten mit der offiziellen Wegeführung des NSGs auf der Internetseite der Stadt Köln zu fin-
den (Naturschutzgebiet Flittarder Rheinaue - Stadt Köln (stadt-koeln.de)).  
Die alten traditionell genutzten Wege entlang des Rheins sind bereits seit 30 Jahren nicht 
mehr zulässig. Die offiziellen Wege und das Betretungsverbot des weiteren Naturschutzgebie-
tes dienen dem Schutz und der Funktion des Naturschutzgebietes sowie dem Erhalt der Le-
bensräume seltener Pflanzen und Tiere. Dies ist entsprechend über den Landschaftsplan der 
Stadt Köln geregelt und reglementiert. Die Freigabe und Öffnung des Rheinufers steht dazu 
im Widerspruch.

2 
 
Die Idee einer Fährverbindung zwischen Niehl und Stammheim wurde bereits im letzten Jahr 
intensiv zwischen den Initiatoren und den entsprechenden Behörden diskutiert. Der Bau eines 
Anlegers mit der dazugehörigen Infrastruktur ist im Naturschutzgeiet jedoch nicht genehmi-
gungsfähig.

Jahresbericht 2023

8350 Zeichen

Jahresbericht Naturschutzwacht Köln-Mülheim West - 2023
Weiterhin steht für mich der Interessenkonflikt zwischen Naturschutz mit den für Flora und Fauna 
erforderlichen Einschränkungen für uns Menschen und dem Bedürfnis, sich in der Natur vor Ort 
möglichst frei zu bewegen im Zentrum meiner Beobachtungen und Gespräche mit Passanten und 
Initiativen vor Ort.
Leider sind die zur Transparenz und zum Verständnis hilfreichen Maßnahmen, wie Beschilderun-
gen und Informationstafeln noch nicht vollständig umgesetzt worden. 
Es ist eine zunehmende kritische bis ablehnende Haltung vieler Menschen bezogen auf den Natur- 
und Umweltschutz, wenn damit Einschränkungen verbunden sind, zu beobachten. Schilder wer-
den übermalt oder  entfernt, Anleinpflicht bei Hunden und Betretungsverbote, sofern sie überhaupt 
ersichtlich sind, werden übergangen (der Hornpott ist hierbei eine positive Ausnahme).
Zur Erweiterung meiner Kenntnisse und Kontakte im Naturschutz habe ich an einer ganztägigen 
Tagung des NABU-Dachverbandes  teilgenommen. Auch hier war der Tenor, dass der Naturschutz 
und deren Vertreter nicht nur in der Bevölkerung sondern auch in der Politik immer weniger Be-
rücksichtigung finden oder offen angefeindet werden. 
Um mich nicht selber zu gefährden (ich bin allein unterwegs), und manche Verbote in ihrer Aus-
schließlichkeit von mir aus auch nicht vermittelbar sind, nehme ich oft eine eher beobachtende 
Rolle ein, oder schalte ggf. hierfür zuständige Stellen ein.
Andererseits ist das bleibend hohe Bewusstsein von Verantwortung für die Naturräume zu beob-
achten: Meldungen von Auffälligkeiten, Müllbeseitigung (von einzelnen oder organisiert), Interesse 
an Führungen und Schautafeln u. a..
Mit der Stadt Köln (Naturschutzbehörde) und den Naturschutzverbänden hat es mehrere Vorort-
termine gegeben. 
Grüner Kuhweg:
-die verbliebenen leeren und aufgeschnittenen Kabelhüllen konnten in einer zweiten Aktion mit 
der NABU in Zusammenarbeit mit der AWB beseitigt werden. 
-Das gezielte Freischneiden des südlichen Dünenhanges erfolgt regelmäßig durch die NABU 
und wird von mir aktiv unterstützt.
-Das ursprünglich asphaltierte Gelände hat durch Absenkungen einige kleine Tümpel herausge-
bildet, die nach stärkerem Regen gut gefüllt sind und von der Tierwelt (z. B. Frösche und Kröten) 
entsprechend genutzt werden. Durch die regelmäßigen Niederschläge in 2023 bestanden gute 
Überlebenschancen, was in den Vorjahren eher nicht der Fall war.
-Der Schutzzaun auf der Nordseite des Weges als Abgrenzung der unter Naturschutz stehenden 
Kiesgrube ist weiterhin an mehreren Stellen defekt und unvollständig. Dies ist u. a. durch umge-
stürzte Bäume verursacht. M. E. müsste der Zaun erneuert werden. Die kleine Aussichtshütte 
kann wegen Baumumsturz nicht mehr erreicht und genutzt werden. Hier wäre auch ein Rück-
schnitt der Bäume davor erforderlich, um den Blick auf den See und dessen Vogelwelt wieder zu 
ermöglichen. 

Alternativ könnte etwa 70 Meter weiter westlich eine Erhebung genutzt werden, für den Bau ei-
ner kleinen Aussichtsplattform. Hier gibt es bereits einen kurzen Trampelpfad zu einer Stelle, 
von der man einen recht guten Blick über den Kiessee hat. Ich nutze ihn regelmäßig, um einen 
schnellen Überblick über den See zu bekommen. Einmal konnte ich von hier aus bei niedrigem 
Wasserstand und der Herausbildung einiger Inseln über 100 Kormorane  zählen.
-Zusätzlich begehe ich das Naturschutzgelände von der Nordseite, wo der Mutzbach entlang 
fließt. Die davon nördlich gelegenen Wiesen zwischen Bahn und Autobahn werden gelegentlich 
von einigen wenigen männlichen Anhängern der FKK-Szene genutzt, die dort und auch über 
den Mutzbach hinunter zum See Pfade begehen und möglicherweise auch vereinzelt ein kurzes

Bad im See genießen. Es gibt keinerlei Hinweisschilder oder Abgrenzungen. Hier sind allerdings 
keine Müllrückstände zu verzeichnen.
-Ein Schwanennest mit ca. 3 Jungvögeln konnte ich hier beobachten.
-Ich habe an einer vogelkundlichen Begehung des Mädchenbusch und des umliegenden Gelän-
des teilgenommen. 
-Die Beschilderung ist insgesamt in diesem NSG verbesserungsbedürftig. Eine Infotafel könnte 
sinnvoll sein, andererseits besteht die Gefahr, dass dadurch nichteingezäunte Bereiche interes-
sant und damit möglicherweise verstärkt begangen werden, obwohl dies der Naturschutz nicht 
zulässt, da hier keine offiziellen Wege existieren.
NSG am Hornpott:
-Diese ehemalige Kiesgrube ist durch die steilen Hänge, den Elektrozaun und die Beweidung 
verbunden mit der regelmäßigen Betreuung durch den Tierhalter Herrn Dernerth besonders ge-
schützt. Gleichzeitig bietet der Rundweg um das Gelände einen sehr guten Einblick von den 
verschiedenen Seiten. Besondere Beachtung finden die Wasserbüffel, deren Anzahl auf etwa 5 
Exemplare erhöht wurde.
-Bei einer ganztägigen Veranstaltung der NABU - Naturstation Lev.-Köln mit Herrn Dernerth 
konnte ich und die anderen Teilnehmer (viele Mitarbeiter von UNBs aus dem Umland) Informa-
tionen zur Beweidung mit Wasserbüffeln und zur notwendigen Eingrenzung und Umzäunung  
des Gebietes erhalten. Weitere Themen waren der Umgang mit problematischen Pflanzen (z. B. 
Traubenkirsche) und die Vernetzung mit den angrenzenden Naturbereichen.
-Eine mehrmalige Anfrage eines privaten Waldbesitzers über die UNB an mich, ihn  bei der 
Durchsetzung seiner Interessen zu unterstützen habe ich abgelehnt, auch die Weitergabe mei-
ner persönlichen Kontaktdaten.
-Abends konnte ich den Laubfrosch hören und mit Eintritt der Dunkelheit  viele Glühwürmchen 
beobachten. Beides habe ich zur Erfassung an die hierfür zuständigen Stellen weitergeleitet.
Flittarder Rheinaue
-Situationsbeschreibung: 

Dieses Naturschutzgebiet ist sehr weitläufig und verfügt über keinerlei Einzäunungen. Einzelne 
Naturschutz- und Fußgängerschilder weisen auf Betretungsmöglichkeiten und -verbote hin. Wei-
terhin sind die geplanten Infotafeln mit Wegekarten nicht aufgestellt,  Es existieren eine Vielzahl 
von („illegalen“) Trampelpfaden und auch das Rheinufer wird als zugänglich wahrgenommen. 
Allerdings gilt für das gesamte Rheinufer vom Stammheimer Ruderclub bis zum Bayerwerk ein 
ganzjähriges Betretungsverbot. Dies scheint bei der Bevölkerung auf Unverständnis und Ableh-
nung zu stoßen. Deutlich wird as auch den Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die bei Verstößen 
Bußgelder erteilen und sich in Rechtfertigungszwang sehen.
-In meiner Funktion als Mittler zwischen Naturschutz und Bevölkerung vertrete ich weiterhin die 
Haltung, dass es im Sinne der Bevölkerung und des Naturschutzes wäre, einen eindeutig ein-
gegrenzten Abschnitt des Rheinufers freizugeben.  Als Zugangsbereich bietet sich m. E. das 
Ufer in Höhe des Dükers an. Dort besteht bereits ein Zugang und es gibt Bestrebungen von hier 
aus die frühere Fußgängerfähre nach Niehl wieder einzurichten. Bisher werden von Seiten des 
Naturschutzes diese Anliegen abgelehnt.
-Vermüllung der Überschwemmungszonen: 

Diese ist weiterhin eher gering, durch entsprechende Sammelmaßnahmen und das veränderte 
Bewusstsein und Verhalten vieler Menschen, die das NSG nutzen. Auch Jugendliche der Party-
scene, die von einer östlich gelegenen Autobahnunterführung zum Rhein kamen, konnte ich gut 
ansprechen und zu einem akzeptablen Umgang mit ihrem Müll animieren. Anschließend konnte 
ich die AWB einsalten, die die Müllsäcke abholte.
-Teilname an einer vogelkundlichen Führung über die Naturstation Stammheim.
-2013 wurden die Wanderwege mit rot markierten Holzpfählen kenntlich gemacht und die Weg-
führung den vorliegenden Gegebenheiten angepasst und damit verbessert.

Da ich mich auch für die Gebiete in meinem Einzugsbereich interessiere und einsetze, die keine 
ausgewiesenen Naturschutzgebiete sind, habe ich u. A. folgende Initiative ergriffen:
Kontaktaufnahme zur Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in Bonn. Diese ist Eigentümerin ver-
schiedener Wald- und Wiesengelände im Umfeld vom NSG Hornpott. Sie führt Maßnahmen zur 
Renaturierung durch. 
Dabei können insbesondere größere Baumfällungen und Betretungseinschränkungen auf das Un-
verständnis der Bevölkerung treffen. Um dem entgegen zu wirken habe ich eine Begehung vor Ort 
angeregt, an der Vertreter verschiedener Interessengruppen teilnehmen sollen. Leider kann dies 
nun erst 2024 nach Durchführung der Maßnahmen stattfinden.
gez.
Jürgen Enger Köln-Mülheim, 07.08.2024

Beratungsverlauf (2)

25.11.2024 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.7 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.12.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3202/2024
Typ
Mitteilung BV
Datum
08.11.2024
Erstellt
16.10.2024 13:37