0077/2021
Regelmäßige Berichterstattung aus dem Aktionsbündnis Schulbau, TOP 1.3
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 08.02.2021 0077/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 01.03.2021 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 08.03.2021 Regelmäßige Berichterstattung aus dem Aktionsbündnis Schulbau, TOP 1.3 In seiner Sitzung am 29. Februar 2016 hat der Ausschuss Schule und Weiterbildung im Rahmen sei- ner Aktuellen Stunde zum Ausbau des Gesamtschul- und Gymnasialangebotes in Köln, AN/0034/2016, eine regelmäßige Berichterstattung über die Bau-und Planungsprozesse seitens der Schulverwaltung zu Beginn jeder Ausschusssitzung erbeten. Seit dem 01. Juni 2015 fanden unter Federführung von Dezernat IV, Bildung, Jugend und Sport, 32 Sitzungen des Aktionsbündnisses statt. Im November 2018 wurde die federführende Steuerung der priorisierten Schulbaumaßnahmen vom Schuldezernat auf das Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen und Bauen, übertragen (Vorlage 2965/2018). Die Berichterstattungen für den Ausschuss Schule und Weiterbildung und für den Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft werden weiterhin mit den Sitzungen des Aktionsbündnisses synchronisiert und sind ebenfalls in die Federführung von Dezernat VI übergegangen. Die Berichterstattung aus dem Aktionsbündnis wird als ständiger TOP vom Ausschuss Schule und Weiterbildung in den Betriebs- ausschuss Gebäudewirtschaft verlagert. Der Ausschuss Schule und Weiterbildung erhält die Bericht- erstattungen gleichermaßen als Mitteilung zur Kenntnis. Das Aktionsbündnis Schulbau orientiert sich bei seiner Arbeit an der vom Rat beschlossenen und fortgeschriebenen Schulbauliste. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt weiterhin auf einer zü- gigen Ämterabstimmung, um die personalisierten und die im Weiteren anstehenden Schulbaumaß- nahmen forciert voranzutreiben. Unter der Federführung von Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen und Bauen wurden die Sitzungen des Aktionsbündnisses auch 2020 – wenn auch unter erschwerten Bedingungen weitergeführt. Auch wenn es coronabedingte Verzögerungen beim Bau gegeben hat, lief der Betrieb im Schulbau mit Hochdruck weiter. 2 Ratssitzungen am 14.05.2020 und 18.06.2020 2. Maßnahmenpaket für Schulbauprojekte Die Verwaltung wurde in der Sitzung am 14. Mai 2020 auf der Grundlage eines Antrags der Fraktio- nen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und der Gruppe GUT (AN/0538/2020) beauftragt, alle erfor- derlichen Schritte zur zeitnahen Auflegung eines 2. Maßnahmenpakets für Schulbauprojekte durchzu- führen. Dem Rat sollte hierzu bereits in der Ratssitzung am 18. Juni 2020 eine Beschlussvorlage vor- gelegt werden. Die Verwaltung hat diese Vorlage in der Ratssitzung am 18. Juni 2020 vorgelegt. Der Rat der Stadt Köln hat auf Grundlage der Vorlage die Verwaltung mit der Durchführung eines europaweiten Aus- schreibungsverfahrens mit dem Ziel, die in der Vorlage genannten Schulbaumaßnahmen durch To- talunternehmer planen und errichten beziehungsweise durch Generalunternehmer errichten zu lassen beauftragt. Der Rat der Stadt Köln hat damit das finanzstärkste Schulbauprogramm in der Geschichte der Stadt Köln beschlossen. Über den schnelleren Weg der Beauftragung von General- oder Totalunterneh- mern sollen 49 Einzelprojekte an 20 Standorten mit einem Gesamtvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt werden. Investitionen in 24 Bestandschulen sowie der Neubau von zwei Gesamtschulen (Im Hasental in Köln- Deutz und Fitzmauricestraße in Köln-Ossendorf) konnten damit auf den Weg gebracht werden. Da- von profitieren insgesamt mehr als 13.000 Schülerinnen und Schüler. Die 49 Schulbaumaßnahmen an 20 Standorten beinhalten Neubauten, Erweiterungen, Generalinstandsetzungen und die Errichtung von Interimsbauten. Dieses Schulbauprogramm ist das zweite seiner Art. In einem ersten Programm über den Weg der Beauftragung von General- oder Totalunternehmern zur Beschleunigung des Schulbaus sind bereits Schulbauprojekte im Wert von 520 Millionen Euro in der Umsetzung. Weitere Projekte in Dellbrück, Kalk und Junkersdorf In der Sitzung des Rates am 18. Juni 2020 wurden auch für weitere drei Standorte wegweisende Ent- scheidungen für den Schulbau in Köln getroffen. In Köln-Junkersdorf kann die Verwaltung nun die weiteren Planungen für ein Grundstück an der Statthalterhofallee aufnehmen. Bei Gesamtkosten einschließlich Einrichtung von rund 26 Millionen Euro sollen dort der Neubau einer dreizügigen Grundschule und der Bau einer Sporthalle realisiert werden. Nach aktuellem Zeitplan kann mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Baufertigstellung ist für das IV. Quartal 2022 vorgesehen, sodass der Unterrichtsbetrieb dann zum Schuljahr 2023/2024 aufgenommen werden könnte. Auch für die Katholische Grundschule Kapitelstraße in Kalk fasste der Rat einen Baubeschluss zur Realisierung eines Neubaus am neuen Standort in der Thessaloniki-Allee. Dort soll eine dreizügige Grundschule mit Turnhalle entstehen. Die Bau- und Einrichtungskosten liegen voraussichtlich bei rund 26 Millionen Euro. Auch hier kann nach heutigem Stand der Planung Mitte 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden, eine Fertigstellung ist für das IV. Quartal 2022 vorgesehen. In Köln-Dellbrück sind der Neubau eines Gebäudes für die Sekundarstufe II und Umbauten in dem vorhandenen Gebäude der integrativen Gesamtschule am Dellbrücker Mauspfad vorgesehen. Der Rat gab mit dem Bau- und Vergabebeschluss grünes Licht für die weiteren Schritte. Der Schulstandort Dellbrücker Mauspfad wird als Projekt in Öffentlich-Privater-Partnerschaft mit der Firma Hochtief PPP Solutions betrieben. Planung, Errichtung und Betrieb des Erweiterungsbaus so- wie der Umbau im Bestand werden nun als Leistungserweiterung des bestehenden Hauptvertrages auch von Hochtief vorgenommen. Eine Realisierung wird für das Frühjahr 2022 angestrebt. 3 Weitere ausgewählte Projekte aus dem Aktionsbündnis: Projekte aus dem 1. GU/TU Maßnahmenpaket Es handelt sich um ein Gesamtpaket von 22 Großbaumaßnahmen für Schulen, die in einem be- schleunigten Verfahren unter der Leitung der städtischen Gebäudewirtschaft durch Generalunter- nehmer (GU) oder Totalunternehmer (TU) geplant und/oder baulich umgesetzt werden sollen. Von allen 22 Maßnahmen befinden sich elf bereits in der Bauausführung oder ihre Baubeginne stehen in den nächsten Wochen bevor. Ein Teilprojekt am Standort Alte Wallgasse konnte bereits Anfang 2020 in Betrieb gehen. Weitere GU-Maßnahmen befinden sich derzeit im Vergabeprozess und werden so- mit noch in diesem Jahr beauftragt. Damit befinden sich die Maßnahmen weitestgehend voll im Zeit- plan. Zu ausgewählten Einzelmaßnahmen wird berichtet: Förderschule Auf dem Sandberg/Grundschule Siegburger Str. 1. GU/TU Maßnahmenpaket Die geplanten Schulbauvorhaben für einen Erweiterungsbau für die Förderschule Auf dem Sandberg und den Neubau der Grundschule Siegburger Straße in Köln-Poll wurden begonnen. Beide Schulbau- ten sollen bis zum Schuljahr 2022/2023 von dem mit dem Vorhaben beauftragten Totalunternehmer fertiggestellt sein. Die städtische Förderschule Auf dem Sandberg 120 mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung erhält einen Erweiterungsbau mit direkter baulicher Anbindung an das bestehende Schulgebäude. Auch die Außenanlagen werden neu gestaltet. Der Zugang zum dreigeschossigen Erweiterungsneubau erfolgt sowohl über einen neugeschaffenen Nebeneingang im Innenhof als auch über eine direkte bauliche Verbindung zum Bestandshauptgebäude in den beiden Obergeschossen. Der Neubau der Grundschule Siegburger Straße 445 wird an die neu gestalteten Außenanlagen des Schulensembles der Förderschule angrenzen. Das neue zweigeschossige Gebäude schafft zusätzli- che Schulräume für die katholische Grundschule Am Altenberger Kreuz (Janusz-Korczak-Schule) und kann rund 200 Kinder aufnehmen. Beide Schulerweiterungen werden auf einem Grundstück realisiert. Förderschule und Grundschule teilen sich künftig einen Bereich des Schulhofes. Die Baumaßnahme erfolgt bei laufendem Schulbe- trieb. Aufgrund des besonderen Nutzerkreises für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Beeinträch- tigung sowie dem eigens für sie sehr strukturierten Bring- und Holverkehr morgens und nachmittags wird die Baustellenanlieferung dem Tagesablauf der Schule angepasst. Offene Ganztagsschule Kretzerstraße 1. GU/TU Maßnahmenpaket Die Inklusive Offene Ganztagsschule in der Kretzerstraße in Köln-Nippes erhält einen mehrere Ge- bäudeteile umfassenden Erweiterungsbau. Vorbereitende Arbeiten dafür haben Ende Juni 2020 be- gonnen. Die Erweiterung schafft Platz für insgesamt 300 Schulkinder sowie 30 Lehrkräfte und soll bis zum Schuljahresbeginn 2022/2023 mit Hilfe eines von der Stadt beauftragten Generalunternehmers fertiggestellt sein. Das Bauvorhaben wird im laufenden Schulbetrieb realisiert und der Unterricht währenddessen im bestehenden Hauptgebäude stattfinden. Die beengte Grundstückssituation und die begrenzten Er- 4 schließungsmöglichkeiten machten es erforderlich, dass der Pausenhof mit Wiederaufnahme des Schulbetriebs für voraussichtlich zwei Jahre in den nahegelegenen Nordpark ausgelagert wird. Die vorhandene Fläche auf dem Schulgrundstück muss in dieser Zeit für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung stehen. Erweiterung der Schule Neue Sandkaul 1. GU/TU Maßnahmenpaket Mit der Einrichtung des Baufelds haben im Juli dieses Jahres die Arbeiten für einen Erweiterungsbau für das Gymnasium Neue Sandkaul in Köln-Widdersdorf begonnen. Das Vorhaben wird von einem Totalunternehmer realisiert und soll im III. Quartal 2022 fertiggestellt sein. Am 17. August 2020, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf dem Baugrundstück gemeinsam mit Vertretern der Verwal- tung, der Schulgemeinschaft und des mit den Bauten beauftragten Unternehmens die Grundsteine für die beiden Neubauten gelegt. Der Erweiterungsbau für das Gymnasium entsteht entlang der Straße Unter Linden. Das Grundstück samt der bestehenden Gebäude, in denen neben dem Gymnasium aktuell auch noch die private Internationale Friedensschule untergebracht ist, hat die Stadt Anfang 2020 erworben. Nach Auszug der Friedensschule, die bis zum Schuljahresbeginn 2022/2023 in Köln-Ossendorf einen Neubau schaffen will, werden im erweiterten "Gymnasium Neue Sandkaul" rund 780 Schülerinnen und Schüler untergebracht werden können. Erweiterung des Königin-Luise-Gymnasiums 1. GU/TU Maßnahmenpaket Am 26. August 2020, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker in der Alten Wallgasse im Friesenvier- tel gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung, der Schulgemeinschaft und des mit den Bauten beauf- tragten Unternehmens den Grundstein für den Erweiterungsneubau des Königin-Luise-Gymnasiums gelegt. Der Erweiterungsbau für die Schule erfolgt als Blockrandbebauung bei gleichzeitiger Schlie- ßung einer Baulücke. Das gesamte Grundstück ist als Schulgrundstück planungsrechtlich festgelegt, das erforderliche Baurecht wurde vorab geklärt. Mit der Anschlussbebauung an den vorhandenen Gebäudeblock wird auch eine städtebauliche Anforderung erfüllt. Ein öffentlicher Spielplatz, der für die Einrichtung des Baufeldes abgebaut werden musste, wird nach Abschluss der Arbeiten am alten Standort und hochwertig neu erstellt, neue Bäume werden gepflanzt. Der Schulneubau wird besonders klimaschonend nach den hohen Energiestandards der Passivhaus- qualität gebaut. Darüber hinaus wird das Gebäude mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Stadt Köln hat sich dazu bereits seit 2005 mit ihren eigenen "Städtischen Energieleitlinien" verpflich- tet, um Klima und Umwelt zu schonen. Die darin enthaltenen Vorgaben gehen weit über den gesetz- lich vorgeschriebenen Standard hinaus. Hildegard-von-Bingen-Gymnasium 1. GU/TU Maßnahmenpaket Am 9. September 2020, wurde auf der Schulbaustelle in Köln-Sülz das Richtfest für den Erweite- rungsbau des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums in kleinem Rahmen gefeiert. Realisiert werden für das Gymnasium ein Erweiterungsbau sowie eine integrierte Dreifachturnhalle mit Tribüne und barrierefreier Loge. Der Erweiterungsbau wird die Modulbauten ersetzen, die für eine Erhöhung in der Sekundarstufe I von drei auf vier Züge und in der Sekundarstufe II von fünf auf sechs Züge erforderlich waren. 195 Schulplätze werden so gesichert. Insgesamt verfügt das Hildegard-von- Bingen-Gymnasium dann über rund 1.000 Schulplätze. Die zusätzlich geschaffene Nutzfläche wird rund 4.100 Quadratmeter betragen. 5 Gymnasium Zusestraße 1. GU/TU Maßnahmenpaket In Köln-Lövenich entsteht am Rande des Gewerbegebietes an der Zusestraße ein neues Gymnasium mit einer Dreifachturnhalle. Schule, Turnhalle und Außenanlagen werden von einem von der Stadt beauftragten Totalunternehmer (TU) geplant und errichtet. Die vorherige, umfangreiche Grundla- genermittlung ist durch die städtische Gebäudewirtschaft erfolgt. Das Gymnasium wird über drei Züge in der Sekundarstufe I sowie fünf Züge in der Sekundarstufe II verfügen. Nachdem im Juli 2020 mit den Tiefbauarbeiten begonnen wurde, konnte am, 21. Oktober 2020, der Grundstein für den Neubau gelegt werden. Die Stadt schafft in Lövenich weitere 800 Schulplätze für Gymnasiastinnen und Gym- nasiasten. Interim im Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring Der erste Bauabschnitt für den Umbau des ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring in der Kölner Innenstadt ist abgeschlossen. Die Schlüsselübergabe an die Schulverwaltung, die das Gebäude nun als Interim für die Oberstufe der Integrierten Gesamtschule Innenstadt (Igis) nutzen kann, ist erfolgt. Damit kann die Schule ihren Betrieb in dem kernsanierten historischen Bau aufnehmen. Am 14. Dezember 2020, sind zunächst die Lehrkräfte in das neue Gebäude eingezogen. Wegen des Lockdowns werden die Schülerinnen und Schüler erst nach den Winterferien dorthin wechseln. Der zweite, wesentlich weniger lärmintensive Bauabschnitt kann, wie von Beginn geplant und weit im Vorfeld mit der Schule einvernehmlich abgestimmt, während des laufenden Schulbetriebes umgesetzt werden. Dieser Bauabschnitt soll voraussichtlich im I. Quartal 2021 abgeschlossen sein. Ausweichquartiere für sanierungsbedürftige Schulen in der Innenstadt Für fünf dringend erneuerungsbedürftige Schulen in der Innenstadt werden an zwei neuen Schul- standorten, Kreutzerstraße 11 und Venloer Wall 13b, Ausweichquartiere geschaffen. Diese können dann zunächst von zwei Innenstadtschulen als neue Standorte genutzt werden, damit deren Schul- gebäude saniert oder neugebaut werden können. Anschließend stehen die Interimsbauten für weitere Schulen zur Verfügung, um auch dort die notwendigen Schulprojekte umzusetzen. Damit werden 700 bestehende Schulplätze gesichert sowie im Rahmen von Sanierungen und Neubauten rund 120 Schulplätze neu geschaffen. Die Vorhaben sollen durch einen Totalunternehmer realisiert werden. Nach Ratsbeschluss am 10.09.2020 konnten die europaweiten Ausschreibungsverfahren starten. Ziel ist es, beide Interimsvorhaben innerhalb von vier Jahren ab Beschlussfassung umzusetzen. Dabei sollen die Ersatzgebäude in kompakter, funktionaler und modularer Bauweise (Modulbauweise) er- richtet werden. Neue Gesamtschule Dellbrücker Mauspfad Mit Beschluss vom 18.12.2018 hatte der Rat die schulrechtliche Errichtung der in allen Jahrgängen integrativen Gesamtschule am Standort Dellbrücker Mauspfad zum 01.08.2019 mit 4 Zügen in der Sekundarstufe I und 2 Zügen in der Sekundarstufe II (SEK II) beschlossen. Die Schule startet mit den Jahrgangsstufen 5 bis 9 und baut die Sekundarstufe II ab 2021/2022 jahrgangsweise auf. Gleichzeitig wurde die Auflösung des Teilstandortes Dellbrücker Mauspfad der Willy-Brandt-Gesamtschule Im Weidenbruch, Köln Höhenhaus, zum 31.07.2019 beschlossen. Da der Schulstandort Dellbrücker Mauspfad als Projekt in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) als ÖPP-Schule mit dem Vertragspartner HOCHTIEF PPP Solutions (Hochtief) betrieben wird, wurde die vergaberechtliche Zulässigkeit der Vergabe an den derzeitigen ÖPP-Partner geprüft. Im Ergebnis wurden die Planung, die Errichtung und der Betrieb des Erweiterungsbaus und des Umbaus im Be- stand als Leistungserweiterung des bestehenden Hauptvertrages bewertet. Der Bau- und Vergabebeschluss wurde in der Ratssitzung am 18.06.2020 einstimmig gefasst. Nach abschließenden Verhandlungen im Vergabeverfahren konnte der Vertrag mit Hochtief am 29.10.2020 6 unterschrieben werden. Gesamtschule Rodenkirchen Die Gesamtschule Rodenkirchen an der Sürther Straße soll durch einen Erweiterungsbau dauerhaft von sechs auf acht Züge in der Sekundarstufe I und von fünf auf sieben Züge in der Sekundarstufe II erweitert werden. Der Erweiterungsbau wird die vorhandenen provisorischen Containereinheiten er- setzen. Der Rat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2020 den Entwurf für die weiteren Planungen be- schlossen und die Verwaltung beauftragt, mit der Firma "Hochtief PPP Schulpartner Köln- Rodenkirchen GmbH & Co. KG" entsprechende Vereinbarungen zur Realisierung des Vorhabens zu schließen. Die Firma „Hochtief PPP“ ist dort bereits Vertragspartner der Stadt, da der Bau der Ge- samtschule als Projekt in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt wurde. Nach bisher er- folgten Vorplanungen soll die Firma Hochtief nun mit der weiteren Realisierung beauftragt werden. Hierzu gehören weitere Planungsleistungen, die Einholung der behördlichen Genehmigungen, die Ausschreibungen, die bauliche Errichtung und der Betrieb des Erweiterungsbaus. Mit der Beauftragung des bisherigen Partners können gegenüber herkömmlichen Vergaben durch die Stadt wesentliche Vorteile und Synergieeffekte erzielt werden, beispielsweise ein Zeitvorteil von rund 36 Monaten gegenüber einer Eigenrealisierung durch die Stadt sowie eine optimierte Logistik und Abstimmung bei der Durchführung der Baumaßnahme aus einer Hand. Bildungslandschaft Altstadt-Nord Zwei weitere Gebäude in der Bildungslandschaft Altstadt-Nord (BAN) zwischen Hansaring und Kyo- tostraße in der Kölner Innenstadt wurden fertiggestellt und betriebsbereit. Bereits Anfang August 2020 konnte die Freinet-Schule, die bis dato in der Dagobertstraße untergebracht war, die Räumlichkeiten der Grundschule am Gereonswall (Baufeld B1) nach denkmalgerechter Sanierung und der Erstellung eines Erweiterungsbaus beziehen und in Betrieb nehmen. Im Oktober wurden auch die "Realschule am Rhein" und die Kindertagesstätte (ebenfalls im Baufeld B1) betriebsbereit fertiggestellt. Die Herbstferien konnten dazu genutzt werden, die Schule einzurichten, so dass der Unterricht nach den Ferien starten konnte Die Übergabe der Kindertagesstätte erfolgte bei einem gemeinsamen Vor-Ort- Termin am 22. Oktober 2020. Die Kindertagesstätte (Träger Fröbel) hat ihren Betrieb am 4 Januar 2021 im Bereich der BAN aufgenommen. Auch die Fertigstellungen für das Studienhaus, das sich ebenfalls im Baufeld B1 am Gereonswall befindet, und das neue Mensa- und Ateliergebäude an der Vogteistraße (Baufeld B2), rücken näher. Im dritten Quartal 2021 sollen die betriebsbereiten Übergaben an die künftigen Nutzerinnen und Nut- zer erfolgen. Damit wäre dann das erste von insgesamt drei Baufeldern für die Bildungslandschaft Altstadt-Nord, nämlich das Baufeld B, vollständig fertiggestellt. Die Entwicklung des umfangreichen Pilotprojektes BAN erfolgte in enger Abstimmung mit den Mon- tag-Stiftungen "Urbane Räume" und "Jugend und Gesellschaft" sowie den künftigen Nutzerinnen und Nutzern. Die drei Baufelder stehen in großer Abhängigkeit zueinander und unterliegen ihrerseits be- sonderen planerischen und baulogistischen Herausforderungen, die hier erstmals im Kölner Stadtge- biet in dieser Form realisiert werden. Alle beteiligten Stellen in der Stadtverwaltung arbeiten in engem Austausch und unter Hochdruck mit den Schulen daran, Beschleunigungsformen zu finden, um alle Maßnahmen schnellstmöglich vorantreiben zu können. Oberste Priorität hat derzeit, auch für die Bau- felder A und C einen verlässlichen Zeit-Maßnahmen-Plan zu erstellen. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0077/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 08.02.2021
- Erstellt
- 12.01.2021 09:21