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0743/2026

Mitteilung zum Antrag AN/1324/2025, einen Weg nach Hans Kelsen zu benennen

Mitteilung BV 27.04.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 04.05.2026, TOP 11.2.1

Mitteilung BV

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gemeinsamer AN 1324 2025

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Fotos der Ortsbesichtigung

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Mitteilung BV

1962 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/23/235/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0743/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.05.2026 
 
Mitteilung zum Antrag AN/1324/2025, einen Weg nach Hans Kelsen zu benennen 
In einem gemeinsamen Antrag beantragen Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, 
SPD-Fraktion und Fraktion FDP-Volt (AN/1324/2025) in der Sitzung der Bezirksvertretung Lin-
denthal vom 01.12.2025, einen Weg im Kölner Westen nach Hans Kelsen zu benennen. 
 
Hierzu wird im Antrag der unbenannte Weg im Inneren Grüngürtel an der Universität zu Köln 
zwischen Bruno-Kirsch-Weg und Alphons-Silbermann-Weg vorgeschlagen. 
 
In einer Ortsbesichtigung vom 09.03.2026 hat die Verwaltung festgestellt, dass eine Benen-
nung an der vorgeschlagenen Stelle nicht mit den Richtlinien des Rates für die Neu- und Um-
benennung von Straßen und Plätzen (nachfolgend RL genannt) vereinbar ist. Im Punkt 1.1 der 
RL ist festgelegt, dass „die Anzahl der Straßennamen so gering wie möglich zu halten ist“. 
„Für kurze Stichstraßen, Wohnwege etc. werden keine besonderen Straßenbezeichnungen 
festgelegt“ (Punkt 1.3 der RL) und „erfolgt die Lagebezeichnung von der Durchgangsstraße 
her“. Bei dem vorgeschlagenen Weg handelt es sich um einen unbefestigten Fuß- und Rad-
weg, von denen es insgesamt sechs auf dem Gelände gibt und die alle für Polizei und Ret-
tungsdienste auch ohne ausgewiesene Benennung auffindbar sind. 
 
Die Verwaltung hat dennoch die Geschichtsprüfung von Hans Kelsen eingeleitet und wird den 
Namen, bei positiver Prüfung, auf die Vorschlagsliste nehmen.  
 
An dieser Stelle möchte die Verwaltung an den am 15.06.2023 vom Rat der Stadt Köln be-
schlossenen Punkt 3.4 erinnern, dass „zur Förderung der Gendergerechtigkeit Straßen bevor-
zugt nach Frauen und non-binären Personen zu benennen sind, bis Geschlechtsparität er-
reicht ist“. 
 
Anlagen 
Anlage 1: Antrag AN/1324/2025 
Anlage 2: Fotos der Ortsbesichtigung

gemeinsamer AN 1324 2025

2976 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 
CDU-Fraktion 
SPD-Fraktion
Fraktion FDP/Volt
 
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich 
Widdersdorf   
Herr Bezirksbürgermeister
Roland Schüler
 
Herr Oberbürgermeister
Torsten Burmester
Köln, 16. November 2025  
 
Hans-Kelsen-Weg
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der 
Bezirksvertretung Lindenthal am 1.12.20225 zu setzen:
Die Bezirksvertretung Lindenthal benennt den nicht bezeichneten Weg im Inneren 
Grüngürtel an der Universität zu Köln zwischen Bruno-Kirsch-Weg und Alphons-
Silbermann-Weg in Hans-Kelsen-Weg.   
Begründung: 
Nach der Machtergreifung Hitlers verloren im April 1933 53 Lehrstuhlinhaber an der 
Universität zu Köln ihren Lehrstuhl und ihre Anstellung. Darunter war auch Hans 
Kelsen.  (1882 – 1973). Der international angesehene Staats- und Völkerrechtsexperte 
war ein engagierter Demokrat. Er stammte aus einer jüdischen Familie. Professor Hans 
Kelsen hat an der Universität Wien in Staatsrecht und Rechtsphilosophie habilitiert. Er 
hat maßgeblich an der neuen österreichischen Verfassung mitgearbeitet.   
1930 wurde Kelsen auf Anregung des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer 
(katholische Zentrumspartei) Professor für Völkerrecht an der Universität zu Köln . Er 
gründete das Institut für Völkerrecht und Internationales Recht und begann seine 
Lehrtätigkeit. Wegen seiner bekannten demokratischen Auffassungen und seiner 
jüdischen Abstammung wurde er  auf der Grundlage des NS-Gesetzes zur 
Wiederherstellung des Berufsbeamtentums  vom 7. April 1933 bereits wenige Tage nach 
der Machtergreifung von seinem Amt als Hochschullehrer beurlaubt. 
Die rechtswissenschaftliche Fakultät zeigte sich solidarisch mit Hans Kelsen. Alle 
Ordinarien, mit Ausnahme von Carl Schmitt, unterschrieben am 08. April 19 einen 
mehrseitigen Brief an das Preußische Kulturministerium, in dem sie baten, den 
„geschätzten Kollegen“ in seinem Lehramt zu belassen. Seine Verabschiedung wäre ein 
„empfindlicher Verlust“ für die Universität. Der neue Dekan Hans Carl Nipperdey 
übergab den Brief persönlich in Berlin und erreichte nichts.

Hans Kelsen trat eine Professur in Genf an und emigrierte 1940 nach den USA. An der 
Harvard Universität wurde er Ehrendoktor und ab 1945 war er Professor für 
Politikwissenschaften an der University of California. 
Er starb am 19.04. 1973 in den USA. 
Sein lebenslanges Wirken für die Demokratie, für das Völkerrecht sind bemerkenswert. 
Er gilt als Begründer der modernen Verfassungsgerichtsbarkeit. 
Mit den Benennung des Weges an der Universität zu Köln wird sein Wirken geehrt. 
gez. Ute Ackermann                    gez. Michael Olligschläger      
Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN     CDU-Fraktion          
gez. Friedhelm Hilgers  gez.  Klaus Reinartz  
SPD-Fraktion    Fraktion FDP/Volt

Fotos der Ortsbesichtigung

48 Zeichen

Ortsbesichtigung 09.03.2026 
Vorgeschlagener Weg

Beratungsverlauf (1)

04.05.2026 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Alphons-Silbermann-Weg

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Details

Aktenzeichen
0743/2026
Typ
Mitteilung BV
Datum
27.04.2026
Erstellt
12.03.2026 14:13