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AN/1238/2019

Kostenlose Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in Köln

SPD Anfrage nach § 4 12.09.2019

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 17.09.2019, TOP 4.2

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

3465 Zeichen

An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschuss  
Herrn Dr. Ralf Unna 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.09.2019 
 
AN/1238/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Gesundheitsausschuss 17.09.2019 
 
Kostenlose Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in Köln 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragstellerin bittet darum, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Gesundheitsaus-
schusses am 17.09.2019 aufzunehmen:  
 
Vor kurzem wurde berichtet, dass in Köln eine deutliche Zunahme der Diagnosen von sexu-
ell übertragbaren Krankheiten (sexually transmitted infections, STI) zu verzeichnen sei.1 Dies 
betrifft nicht nur HIV-Infektionen, sondern auch andere Erkrankungen wie beispielsweise 
Syphilis, Hepatitis C, Chlamydien oder Gonokokken. Auch landesweit steigt die Zahl der In-
fektionen: Bei Syphilis zum Beispiel gab es im Vergleich zu 2016 und 2017 in NRW einen 
Anstieg von 6,7 %.2 Expert*innen schätzen, dass jährlich ca. 10.000 Frauen neu an Chlamy-
dien erkranken; die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weitaus höher.  
Beim Kölner Gesundheitsamt kann man sich kostenlos testen lassen, ob eine HIV-Infektion 
vorliegt – unter Umständen gibt es zudem die Möglichkeit, nach entsprechender Beratung 
und Risikobewertung einen Test auf eine Syphilis-Erkrankung durchführen zu lassen. Zudem 
bietet die Aidshilfe Köln gegen einen geringen Selbstkostenbeitrag Schnell- und Labortests 
auf HIV, Syphilis, Chlamydien, Tripper (Gonorrhö) und Hepatitis an. Den Großteil der tat-
sächlich anfallenden Kosten trägt die Aidshilfe Köln dabei aus Eigenmitteln und Spendengel-
dern. Tests und Beratungen sind richtige und wichtige Schritte zur Prävention vor weiterer 
Ansteckung und Verbreitung von STI. Solche Tests können sehr kostspielig sein und Be-
troffene deshalb oder aus Scham vor dem Hausarzt davor zurückschrecken. Einige Städte in 
NRW sind daher einen konsequenten Schritt zur Bekämpfung von Neu-Erkrankungen ge-
                                                 
1  https://www.t-online.de/region/koeln/news/id_86331930/koeln -geschlechtskrankheiten -in-der-stadt -
nehmen-zu.html 
2 
 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/46_18.pdf?__blob=publi
cationFile

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gangen und bieten Tests auf viele sexuell übertragbare Krankheiten kostenlos an.3 Wün-
schenswert wäre es daher, die Angebote auch in Köln auszuweiten  
 
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 
1. Wie oft wurden die Angebote für (kostenlose) HIV-Tests und Beratungen in Köln in A n-
spruch genommen? 
 
2. Welche Kosten sind dabei pro Jahr entstanden? 
 
3. Welche gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen plant die Stadt Köln, um auf die ste i-
gende Zahl von STI zu reagieren? 
 
4. Plant die Stadt die Erweiterung des Angebotes für kostenlose Tests auf andere Erkra n-
kungen als HIV, und wenn nicht: Welche Gründe sprechen dagegen? 
Mit freundlichen Grüßen 
gez. Dr. Barbara Lübbecke 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin 
 
 
 
                                                 
3  https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach -kostenlose -tests-auf-
sexuell-uebertragbare-krankheiten_aid -37823789

Beratungsverlauf (1)

17.09.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 4.2 Entscheidung
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1238/2019
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
12.09.2019
Erstellt
12.09.2019 11:36