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1826/2024

Ergebnis des hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs zum Bebauungsplanverfahren "Neubau Justizzentrum Köln in Köln-Sülz"

Mitteilung Ausschuss 14.06.2024

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 20.06.2024, TOP 18.13

Anlage 7. Anerkennung

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Ansehen

Anlage 1. Geltungsbereich

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Ansehen

Anlage 8. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024

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Ansehen

Anlage 2. 1.Preis

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 3. 2.Preis

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Ansehen

Anlage 5. Anerkennung

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Ansehen

Anlage 4. 3. Preis

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Ansehen

Anlage 6. Anerkennung

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Ansehen

Anlage 7. Anerkennung

267 Zeichen

Anlage 7Stadtplanungsamt
Maßstab  - ohne - 
N
Anerkennunggmp International GmbH, Aachen mitST raum a, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, BerlinHochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Anlage 1. Geltungsbereich

538 Zeichen

Luxemburger Straße
Hans-Carl-Nipperdey Straße
Am Justizzentrum
Bereich des vorhabenbezogenen
Bebauungsplans (VEP)
Einbeziehung gemäß
§12 (4) BauGB
Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von
Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver-
tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu
diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen.
Anlage 1
Maßstab  1 : 5 000
N
Stadtplanungsamt
Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 65430/11 
 Neubau Justizzentrum Köln
in Köln - Sülz
0 10050 200 300 Meter

Anlage 8. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024

57549 Zeichen

Wettbewerb Justizzentrum Köln  
Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024 
- 1 -
Wettbewerb zum Neubau Justizzentrum Köln 
(registriert bei der Architektenkammer NW unter W46/23) 
Sitzung des Preisgerichts vom 10.-11.04.2024 
1. Ort der Sitzung
Stadthalle Köln Mülheim
2. Begrüßung und Anwesenheit
Das Preisgericht tritt am 10.04.2024 um 09.00 Uhr zusammen. Herr Michael Neuss, Technischer Nie-
derlassungsleiter Köln im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen, Herr Dr. Bernd Scheiff,
Präsident des Oberlandesgerichts Köln, Herr Markus Greitemann, Dezernent Planen und Bauen der
Stadt Köln, und Frau Gabriele Willems, Geschäftsführerin im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nord-
rhein-Westfalen, begrüßen alle Anwesenden mit dem Hinweis auf die hohe Bedeutung des Projektes.
Herr Sattler vom Betreuungsbüro FALTIN + SATTLER, Düsseldorf, begrüßt im Anschluss ebenfalls 
alle Sitzungsteilnehmenden und stellt die Anwesenheit des Preisgerichts fest. Das Preisgericht setzt 
sich folgendermaßen zusammen: 
Preisgericht (stimmberechtigt) 
Fachpreisgericht 
1. Heiner Farwick, Ahaus (Architekt, Stadtplaner)
2. Prof. Jörg Aldinger, Stuttgart (Architekt)
3. Ferdinand Heide, Frankfurt a.M. (Architekt)
4. Julia Tophof, Berlin (Architektin)
5. Prof. Johannes Schilling, Köln (Architekt)
6. Prof. Elisabeth Endres, Braunschweig / München, (Architektin / Expertin Energie und Nachhal-
tigkeit) – an Tag 02 ab 11:42 vertreten durch Frauke Kaven, Münster (Architektin / Experti
n
Energie und Nachhaltigkeit)
7. Prof. Cornelia Müller, Berlin (Landschaftsarchitektin)
8. Ole Sass, Berlin, Landschaftsarchitekt)
9. Markus Greitemann, Dezernent Planen und Bauen der Stadt Köln (Architekt)
10. Jürgen Minkus, Köln (Architekt)
11. Giuseppe Battaglia, Referent im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen (Archi-
tekt)
12. Ute Willems, Niederlassungsleiterin Aachen im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-West-
falen (Architektin)
13. Christiane Feger-Ley, Abteilungsleiterin im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen
(Architektin)
Stellvertretungen: 
— Eva Herr, Amtsleiterin Stadtplanungsamt der Stadt Köln (Architektin) 
— Bernd Granzeier, Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (Architekt) 
— Hille Krause, Hamburg (Architektin) 
— Philipp Schiffer, Darmstadt (Architekt) 
— Frauke Kaven, Münster (Architektin / Expertin Energie und Nachhaltigkeit) 
— Sophie Holz, Berlin (Landschaftsarchitektin) 
Sachpreisgericht 
1. Rainer Mues, Abteilungsleiter I im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen
2. Detlef Heinrich, Präsident Landgericht Hagen
3. Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Oberlandesgerichts Köln
4. Gabriele Willems, Geschäftsführerin im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen
(Architektin)
5. Michael Neuß, Technischer Niederlassungsleiter Köln im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nord-
rhein-Westfalen
6. Cornelia Weitekamp, Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Lindenthal, Stadt Köln
7. Sabine Pakulat, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Stadt Köln
8. Mike Homann, SPD-Fraktion, Stadt Köln
Anlage 8

Wettbewerb Justizzentrum Köln  Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024     
 - 2 - 
9. Niklas Kienitz, CDU-Fraktion, Stadt Köln, (zeitweise vertreten durch Maximilian Weiß, Referent im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen) 10. Ralph Sterck, FDP-Fraktion, Stadt Köln (zeitweise vertreten durch Maria Tillessen, FDP-Frak-tion) 11. Lothar Müller, Fraktion DIE LINKE, Stadt Köln  12. Dr. Jens Nawrath, Referatsleiter im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen (für Isabella Venturini, Volt-Fraktion)  Stellvertretungen: — Dr. Jens Nawrath, Referatsleiter im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen — Maximilian Weiß, Referent im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen — Susanne Wernerus, Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts Köln (nur Tag 1) — Joachim Klages, Dezernent im Oberlandesgericht Köln — Roland Ketterle, Präsident des Landgerichts Köln — Dr. Dietmar Dumke, Präsident des Amtsgerichts Köln — Thomas Harden, Generalstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft Köln — Dr. Stephan Neuheuser, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Köln — Till Neschen, Niederlassungsleiter Duisburg im Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-West-falen (Bauingenieur) — Helga Blömer-Frerker, 1. stellvertretende Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 3 (Lindent-hal) — Roland Schüler, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Stadt Köln — Maria Tillessen, FDP-Fraktion  Beratung des Preisgerichts — Peter Jansen, Verwaltung Staatsanwaltschaft Köln (nur Tag 1)  — Ralph Kaemmerle, PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH — Niklas Dietzsch, PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH — Jens Michalke, PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH  Vorprüfung und Beratung — Guido Weith, Oberlandesgericht Köln, Dezernat für Liegenschaften und Finanzen — Carsten Scheel, Oberlandesgericht Köln, Dezernat für Liegenschaften und Finanzen — Marc Wollenweber, Generalstaatsanwaltschaft Köln, Dezernat für Liegenschaften und Finanzen — Julia Spiecker, Verwaltung Landgericht Köln  — Volker Kirchesch, Verwaltung Amtsgericht Köln  — Tilo Bruns, Verwaltung Staatsanwaltschaft Köln  — Vanessa Schwickart, ee-concept gmbh — Matthias Fuchs, ee-concept gmbh — Julia Blume, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW   Vorprüfung  — Lukas Wirtz, Stadtplanungsamt — Winfried Kölsch, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen — Petra Wagner, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Architektin) — Sebastian Zur, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Architekt) — Eva Kierspel, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Architektin) — Michaela Wippermann, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Architektin) — Thomas Weber, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Architekt) — Ralf Anwander, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW  — Sandra Ladermann, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW  — Rolf Kürten, (TGA), Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Jan-Marc Annas, (TGA), Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Tim Rademacher, (TGA), Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Andreas M. Sattler (Stadtplaner), FALTIN+SATTLER FSW Düsseldorf GmbH — Antje Ehlert (Stadtplanerin), FALTIN+SATTLER FSW Düsseldorf GmbH — Xiaoyu Song, FALTIN+SATTLER FSW Düsseldorf GmbH (nur Tag 2) — Katharina Sattler, FALTIN+SATTLER FSW Düsseldorf GmbH (nur Tag 1)   Gäste — Johanna Rick, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW  — Jonas Leweke, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Wettbewerb Justizzentrum Köln  Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024     
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— Tamara Rosauer, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Bettina Lessnig, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (nur Tag 2) — Frank Buch, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Bastian Rodowski, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW — Julia Klehr, Stadtplanungsamt (nur Tag 2) — Ignacio Benitez Clerie, Stadtplanungsamt (nur Tag 2)  3. Vorsitz Auf Vorschlag von Herrn Neuß (Technischer Niederlassungsleiter Köln im Bau- und Liegenschaftsbe-trieb Nordrhein-Westfalen) wird Heiner Farwick einstimmig – bei eigener Stimmenthaltung – zum Vor-sitzenden des Preisgerichts gewählt. Er bedankt sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und nimmt die Wahl an.   Der Vorsitzende stellt die Beschlussfähigkeit des Preisgerichts fest. Er weist im Anschluss auf die be-sondere architektonische Aufgabenstellung an einem außergewöhnlichen Ort hin.  Alle Mitglieder des Preisgerichts versichern, dass sie die Beratungen vertraulich behandeln werden. Sie erklären weiter, dass sie bis zum Tage des Preisgerichts weder Kenntnis von einzelnen Wettbe-werbsarbeiten erhalten, noch mit Wettbewerbsteilnehmenden einen Meinungsaustausch über die Auf-gabe gehabt haben. Der Vorsitzende fordert die Anwesenden auf, bis zur Entscheidung des Preisge-richts alle Vermutungen über mögliche Verfasserinnen und Verfasser zu unterlassen. Er versichert dem Auslober, den Teilnehmenden und der Öffentlichkeit die größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisgerichtes nach den Grundsätzen der RPW. Anschließend wird der Ablauf der Sitzung erläu-tert.   4. Bericht der Vorprüfung/Zulassung der Arbeiten zum Preisgericht/Informationsrundgang Die Vorsitzende bittet um den allgemeinen Bericht der Vorprüfung und Erläuterung der Tischvorlage.   Herr Sattler berichtet, dass von den insgesamt 20 TeilnehmerInnen auch 18 VerfasserInnen ihre Ar-beiten fristgerecht eingereicht haben. Die Kennzahlen der Arbeiten wurden vom Büro FALTIN + SATTLER, Düsseldorf durch die Tarnzahlen 1001-1018 anonymisiert.  Bei zwei Arbeiten (Tarnzahlen 1015 und 1018) wurde ein verspäteter Eingang des Modells regis-triert. In Abstimmung mit der AKNW und Verweis auf die RPW 2013 §5 (Abs 2) sowie Pkt. A.1.12.1 der Auslobung ("Zulassung der Arbeiten") beschließt das Preisgericht einstimmig, die verspätet ein-gegangenen Leistungen (hier Modelle) nicht zur Beurteilung zuzulassen. Davon unbenommen bleiben die fristgerecht eingegangenen sonstigen Planunterlagen.  Weitere Verstöße gegen die Regeln des Wettbewerbs wurden durch die Vorprüfung nicht festgestellt. Alle Arbeiten waren prüffähig. Das Preisgericht beschließt im Weiteren einstimmig, alle 18 Arbeiten zur Beurteilung zuzulassen.   Den Teilnehmenden der Sitzung liegen die Ergebnisse der Vorprüfung in Form eines Berichts schrift-lich vor. Die einzelnen Arbeiten und die Ergebnisse der Vorprüfung werden dem Preisgericht in einem ausführlichen Informationsrundgang am Beamer wertfrei erläutert.   5. Beurteilungskriterien Anschließend reflektiert das Preisgericht die Beurteilungskriterien der Auslobung:   — Städtebauliche Qualität — Freiraumplanerische Qualität — Architektonische Qualität — Nutzungs- und Aufenthaltsqualität — Erfüllung des Raum- und Funktionsprogramms sowie Realisierungsfähigkeit — Funktionalität  — Nutzerkomfort — Wirtschaftlichkeit — Nachhaltigkeit

Wettbewerb Justizzentrum Köln  Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024     
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Die Wichtigkeit der Entwurfsaufgabe für die Bauherrn und Nutzer werden erneut im Einzelnen erörtert, insbesondere die Rahmenbedingungen des Masterplans und die Sicherstellung der Funktionalität der einzelnen Nutzungsbereiche sowie der gesamten technischen Belange.  6. Erster Wertungsrundgang  Das Preisgericht untersucht die 18 Arbeiten sehr intensiv. Im ersten Wertungsrundgang werden alle Wettbewerbsbeiträge ausgeschieden, die erhebliche Mängel in der Klärung der Aufgabe auf-zeigen. Die nachfolgenden 3 Beiträge werden einstimmig ausgeschieden:  1005  1012 1018   7. Zweiter Wertungsrundgang  Das Preisgericht untersucht die verbliebenen 15 Arbeiten nochmals sehr intensiv. Im zweiten Wer-tungsrundgang werden alle Wettbewerbsbeiträge ausgeschieden, die nach vertiefter Diskussion keine befriedigenden städtebaulichen/architektonischen Ansätze und/oder funktionale Mängel aufzeigen. Die nachfolgenden Beiträge werden mehrheitlich ausgeschieden:  1002  (22 Ja- / 3 Nein-Stimmen) 1003  (22 Ja- / 3 Nein-Stimmen) 1004  (17 Ja- / 8 Nein-Stimmen) 1006  (21 Ja- / 4 Nein-Stimmen) 1007 (22 Ja- / 3 Nein-Stimmen) 1008  (23 Ja- / 2 Nein-Stimmen) 1009  (21 Ja- / 4 Nein-Stimmen) 1010  (15 Ja- / 10 Nein-Stimmen) 1011  (21 Ja- / 4 Nein-Stimmen) 1015  (25 Ja- / 0 Nein-Stimmen) 1017  (24 Ja- / 1 Nein-Stimmen)  8. Engere Wahl Damit verbleiben folgende 4 Arbeiten in der engeren Wahl:  1001  (21 Ja-Stimmen / 4 Nein-Stimmen)  1013  (16 Ja-Stimmen / 9 Nein-Stimmen) 1014  (20 Ja-Stimmen / 5 Nein-Stimmen) 1016  (24 Ja-Stimmen / 1 Nein-Stimmen)  9. Rückholanträge Im Nachgang zum zweiten Rundgang werden folgende Anträge auf Rückholung in die engere Wahl gestellt und nach Diskussion mehrheitlich entschieden:  1003 (5 Ja-Stimmen / 20 Nein-Stimmen) für die Rückholung ins Verfahren 1004 (7 Ja-Stimmen / 18 Nein-Stimmen) für die Rückholung ins Verfahren 1010 (17 Ja-Stimmen / 8 Nein-Stimmen) für die Rückholung ins Verfahren 1011 (14 Ja-Stimmen / 11 Nein-Stimmen) für die Rückholung ins Verfahren 1015 (2 Ja-Stimmen / 23 Nein-Stimmen) für die Rückholung ins Verfahren  Damit werden die zwei Arbeiten 1010 und 1011 in die Engeren Wahl aufgenommen.   Die Sitzung wird um 19:30 Uhr auf den Folgetag (11.04.2024 / 09:00 Uhr) vertagt.

Wettbewerb Justizzentrum Köln  Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024     
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10. Einzelbeurteilungen der engeren Wahl  Die Sitzung wird um 09:00 Uhr am 11.04.2024 wieder aufgenommen.  Die 6 Arbeiten der Engeren Wahl werden von Teams aus Fach- und Sachpreisrichterinnen einge-hend analysiert und gemäß den Kriterien der Auslobung schriftlich beurteilt. Die Einzelbeurteilungen werden im Preisgericht verlesen, diskutiert und verabschiedet.   Arbeit 1001   Die städtebauliche Disposition orientiert sich eng an den Vorgaben des Masterplans. Im Detail gelingt es den Verfassenden weitere Differenzierungen vorzunehmen. Die Raumkanten zum inneren Grün-gürtel zeigen eine alternierende Silhouette und Differenzierungen im Freiraum. Es gelingt gleicherma-ßen, die Bauvolumina zu integrieren und doch die Bedeutung der Einrichtung des Justizzentrums zu kommunizieren.   In der Weiterentwicklung des Masterplans werden die Atriumtypologien miteinander verschmolzen. Die damit erreichten Gebäudetiefen dienen der Abbildung des Raumprogramms mit den Sonderflä-chen der Verhandlungssäle. Die Verbindung zwischen den Baukörperausformungen und dem Frei-raum erscheint gelungen. Am inneren Grüngürtel zeigen sich angenehme und angemessene Zu-gangs- und Aufenthaltszonen und im südlichen Rückraum werden alle Belange der Erschließungen und Anlieferung unspektakulär und funktional richtig angeboten.  Die Arbeit besticht auf den ersten Blick durch eine klare kompakte städtebauliche Figuration. Die im Weiteren benannte Assoziation von in sich „verwobenen Bagels“ kann jedoch hier in Bezug auf die geminderten Raumqualitäten für die Bepflanzung inklusive eines hohen dauerhaften Verschattungs-grades der Innenhöfe, nicht ganz überzeugen. Der landschaftsarchitektonische Konzeptansatz im Um-feld von Pflanzung neuer Bäume wird gewürdigt und positiv gesehen.  Die architektonische Qualität wird überwiegend durch die städtebauliche Differenzierung geprägt. Der architektonische Ausdruck der Fassaden bewegt sich eher im bereits Bekannten und Erlebten des zeitgenössischen Verwaltungsbaus. Hier wird eine Spezifizierung und Differenzierung der einzelnen Gebäude- und Funktionsteile für die spezifische Aufgabenstellung und den spezifischen Ort vermisst.   Die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität des Ensembles wird positiv beurteilt. Die Orientierung der Ar-beitsräume, die großzügigen Innenhöfe und insbesondere die architektonische Ausformung der „Ma-gistrale“ sind ansprechend.   Die Funktionalität des Gesamtanlage und der Bauabschnittsbildung ist gut aufgebaut, wenngleich bei für das Justizzentrum sehr wichtigen Details sich einige offene Fragen aufzeigen.   Das Angebot zweier Zugänge mit Sicherheitsschleusen für die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit wird kri-tisch gesehen, da sie den personellen Aufwand erhöht und die Flexibilität reduziert. Alle Wege der Zu-führung und Vorführung bedürften einer dringenden Überprüfung und Verbesserung, um grundsätzli-chen Sicherheitsaspekten entsprechen zu können. Die Angriffswege für Polizei und SEK in Sonder- und Notfällen sind nicht nachgewiesen.  Trotz der funktionalen Mängel sind wichtige Entwurfsaspekte positiv hervorzuheben. Die Anordnung der Sitzungssäle im zentralen Bereich mit den aufgeweiteten Wartezonen wird begrüßt, wenngleich die Versorgung mit Tageslicht nicht vollends geklärt ist.   Ein positives und markantes Element ist die räumliche und architektonische Ausformung der als „Ma-gistrale“ bezeichneten inneren Verbindung. Hier wird gleichermaßen der Ausblick in den attraktiven Grüngürtel und die innere Kommunikation zum positiven Alleinstellungsmerkmal für die Nutzerinnen und Nutzer des Justizzentrums. Die Ausarbeitung der Regelgeschosse des Verwaltungsbaus über-zeugt durch großzügige 2-Bund-Anlagen mit gelegentlichen Ausblicken in den Freiraum. Im Bereich der Arbeitsplätze zeigt sich noch Optimierungspotential.   Die Fassade verfügt über Festverglasungen und verdeckte Lüftungskammern. Hier wäre eine Verein-fachung zu bekannten Funktionalitäten mit zusätzlichen Öffnungsflügeln wünschenswert, ohne die Lüftungskammern für eine Nachtlüftung und Kühlung aufzugeben.

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Die wirtschaftlichen Kenndaten für die Erfüllung des Raumprogramms, der Flächen und Volumina lie-gen im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen im mittleren Bereich.  Die Nachhaltigkeit des Projekts ist durch den robusten Entwurfsansatz gut angelegt und könnte im Hinblick auf die Anforderungen weiterentwickelt werden. Die Konstruktion des Entwurfs ist in Teilen eine Holzhybrid-Konstruktion mit einem großen Anteil an reiner Stahlbetonkonstruktion in den Unter-geschossen bis zur Decke über Erdgeschoss und den Treppenhauskernen.  Die kerngedämmte Stahlbetonfassade im Erdgeschoss ist robust, wird jedoch nach heutigem Stand der Technik am Ende der Lebensdauer nicht sortenrein getrennt werden können und erfährt dann ein Downcycling zur Deponierung. Die Aluminium-Fassade in den Obergeschossen ist, unabhängig von den Holzdoppelstützen, elementiert vorgesetzt und hat das Potential gut rückbaubar zu sein.  Die Planung des Daches ermöglicht grundsätzlich einen hohen Recyclinganteil der Baumaterialien durch die Schaumglasplatten und die Substratschicht. Es wird allerdings keine Aussage zu den Ver-bindungstechniken der einzelnen Baustoffkomponenten gemacht und damit ist der sortenreine Rück-bau nicht einzuschätzen.  Der Ansatz, Teile der Baukonstruktion in Holzhybridbauweise erstellen zu wollen, wird positiv gewür-digt. Im Bereich der Nutzerkomfort, Ressourcen und Energie zeigen sich Optimierungspotentiale, die auf Grundlage der Gesamtkonzeption erreicht werden könnten.  Die grundsätzliche Grundriss- und Fassadengestaltung ermöglicht das angestrebte natürliche Belich-tungs- und Belüftungskonzept. Die Effektivität der vorgeschlagenen Lüftungselemente ist jedoch frag-lich. Kritisch diskutiert wird grundsätzlich der Fensterflächenanteil der Hüllkonstruktionen. In den Ein-zelbüros ist der Anteil transparenter Fassadenanteile im Verhältnis zur geringen Grundfläche für das sommerliche Verhalten problematisch. Dies betrifft vor allem die für die Tageslichtversorgung eher ir-relevanten Brüstungsbereiche. Das dargestellte technische Erschließungskonzept für die vertikalen und horizontalen Erschließungen ist schlüssig und ermöglicht eine effektive Installation auf kurzen Wegen.   Insgesamt gelingt es den Verfassenden mit einer einfachen und robusten Entwurfshaltung alle Para-meter der Entwurfsaufgabe sehr gut abzubilden. Das Preisgericht sieht allerdings noch Potentiale zur Qualitätssteigerung für die gesellschaftlich bedeutende und komplexe Aufgabenstellung an einem ein-prägsamen Ort.   Arbeit 1010  Die Arbeit besticht durch ihre präzise Auseinandersetzung mit dem diesem Wettbewerb vorangegan-genen städtebaulichen Masterplanentwurf. Es ist gelungen, hierbei eine überzeugende Antwort auf die Forderung nach Einbindung in den Kontext an der Grenze zum Park und eine Adressbindung zwi-schen Luxemburger- und Rudolf-Amelunxen-Straße zu geben.  Der kompakte Entwurfsansatz der Arbeit lässt einen integrativ großzügigen Freiraum zu. Die Baumsetzungen in den Innenhöfen und Umfeld im Stadtkontext werden wegen ihrer Kompaktheit und zu stringenten Figuration kritisch gesehen. Bedauert wird, dass auf die Auseinandersetzung mit einer Begrünung der Fassaden verzichtet wird.  Die von der Jury gelobte Klarheit der städtebaulichen Setzung wird im Gebäudeinneren fortgeführt und die ausgearbeiteten Grundrisse vermitteln ein gutes Gespür der Verfassenden für die Bedarfe ei-nes vielschichtigen Nutzer- und Besucherspektrums.  Die konzipierte Differenzierung der Fassade des zentralen Baus mit dem Haupteingang in Farbigkeit und Profilierung ist vordergründig nachvollziehbar, wird jedoch in Hinblick auf die dringend ge-wünschte Kohärenz des Nebeneinanders der einzelnen Volumina gesamtheitlich vor dem Hintergrund einer Realisierung in Abschnitten stark kritisiert. Gelobt wird die Feingliedrigkeit der erarbeiteten Schichtung der Fassaden in Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Materialität. Ebenso fand der Vorschlag großen Anklang, die Säle atmosphärisch wertvoll um den großen Luftraum anzuordnen.

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Nicht zu überzeugen vermag diese Arbeit aber im Hinblick auf geforderte Funktionalitäten zu den un-terschiedlichsten Sonderbereichen, wie der Gefangenenzuführung und den Wirtschaftshöfen. Es wird bedauert, dass die erst für den 2. BA vorgeschlagene Realisierung der Kantine ein Interim und für die Mitarbeitenden der Staatsanwaltschaft unbefriedigend lange Wege durch den Außenraum erforderlich machen würde.  Anerkannt wird, dass die vorgeschlagenen Volumina ein sehr effektives A/V-Verhältnis erzielen und dass durch die geschickte Umsetzung einer Lochfassade ein effektiver Fensterflächenanteil in einer eleganten Fassadenstruktur integriert wurde. Kritisch wird hingegen gewertet, dass der Sockelbereich der untergeordneten Eingänge etwas unbefriedigend bedrückende Zugänge schafft.   Positiv bewertet wird das Technikkonzept sowie die Integration der Flächen in die Grundriss- und Schnittkonfiguration. Die Gebäudetiefen und Grundrissorganisation als 3-Bund erfordern technische Anlagen im Betrieb. Dies steht der grundsätzlichen Anforderung eines natürlich belichteten und belüf-teten Gebäude entgegen und wird kritisch diskutiert.   Die Konstruktion der Gebäude besteht aus einem hohen Anteil von nachwachsenden Rohstoffen. Die vorgeschlagenen Fassadenaufbauten sind mit einer Vielzahl an Materialien angegeben und es ist an-zunehmen, dass dadurch Rückbau- und Recyclingfähigkeit durch die Verbindungsmethoden er-schwert sein wird. Im Bürogebäude sind beispielsweise Lehmbauplatten ohne Unterkonstruktion auf Brettsperrholzplatten aufgebracht. Die Kerndämmung bei der lasierten Betonfassade des Sitzungsge-bäudes ist als Styrodur Dämmung angegeben. Dies ist keine nachhaltige Bauprodukteauswahl im Hin-blick auf die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen.  Im Holzbau ist ein Deckenaufbau mit zirkulärem Ansatz angenommen worden, der weiter auszuformu-lieren wäre.  Die Planung des Daches ermöglicht grundsätzlich einen Recyclinganteil durch die Substratschicht mit Ziegelrezyklat. Es wird keine Aussage zum Material der Wärmedämmung gemacht und ob eine lose Verlegung des Dachaufbaus geplant ist. Damit ist der sortenreine Rückbau hier nicht einzuschätzen.  Insgesamt zeigt die Arbeit eine gute Antwort auf die Aufgabenstellung und weist räumliche und ästhe-tische Qualitäten auf.   Arbeit 1011  Die Verfassenden der Arbeit 1011 entwickeln den Grundgedanken der 5 Ringe des vorangegangenen städtebaulichen Wettbewerbes weiter. Durch ein Versetzen der Kubaturen entstehen Räume, die eine Verzahnung mit dem Grüngürtel und den südlich angrenzenden Bebauungen bzw. Freiräumen unter-stützt.   Über eine diagonale „Justizbrücke“ – so wie die Verfassenden diese benennen- werden möglichst kurze Wege angeboten und vor allem eine gute Orientierung gegeben. Über einen Eingangsvorplatz / Foyer gelangen die Nutzenden und Besuchenden über 3 Sicherheitsbereiche in die Sitzungssäle und in die Staatsanwaltschaft. Dieses stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und einen verhältnismäßig ho-hen Mehraufwand durch Wachpersonal dar – aus Nutzersicht wird dieses sehr kritisch gesehen. Ins-gesamt sind in dem Entwurf gute Innenraumqualitäten und Belichtungen zu erkennen. Die Diagonale erlaubt Blicke in die grünen Höfe und umgebenden Nachbarschaften.   Die Fassaden bauen auf ein Raster auf und sollen durch ein leichtes Spiel in den schräg gestellten Elementen mit integrierten Lüftungselementen aufgelockert werden. Dieses gelingt aber nur bedingt und erfüllt in seiner - auch perspektivischen Betrachtung nicht den Wunsch nach einem freundlichen und bürgernahen Justizzentrum. Die größere Geste der Kolonnade leitet nicht zum Hauptzugang - dieser erscheint eher untergeordnet und sollte sich wünschenswerterweise einladend und gut auffind-bar darstellen.   An der nördlichen Seite des Gebäudeensembles ist ein langgezogener Platzraum vorgeschlagen, der größtenteils bis zur Gebäudekante heranführt. Er übernimmt sowohl Verbindungs- als auch Aufent-haltsfunktionen. Der Platzraum verzichtet weitestgehend auf pflanzliche Intarsien und wirkt daher sehr

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befestigt. Die Baumstellung versucht den Park auf den Platzraum zu ziehen, überzeugt räumlich je-doch nicht gänzlich. Insgesamt hätte die Aufenthaltsqualität auf dem Platzraum besser herausgearbei-tet werden können.   Der Übergang Richtung innerer Grüngürtel ist mit einer geschwungenen Kante formuliert. Die im Grundriss weich geshapten Rasenflächen ermöglichen einen guten Übergang der Parkwege auf die Platzfläche und zum Gebäude.   Die Arbeit schlägt am Eingangsvorplatz eine Anhebung des Bestandsniveaus um ca. 2 Meter vor. Der verbleibende Höhenunterschied von einem Meter wird über eine Modellierung der Oberfläche mit inte-grierten Rampen geschaffen.   Im Süden sind die Freiräume kleinteilig gestaltet. Es fehlt eine klare Hierarchisierung des Wegesys-tems, das eine intuitive Orientierung im Raum ermöglichen würde.   Kritisch diskutiert werden der sehr hohe Fensterflächenanteil in den Innenhöfen sowie die massiven Elemente zur natürlichen Lüftung in Kombination mit einer Festverglasung. Die Effektivität der Lüftung v.a. vor dem Hintergrund der gewünschten natürlichen Bürobelüftung über Fenster und die Möglich-keit des Ablüftens von Stauwärme ist fraglich. Gleichwohl dies in Bereichen mit Lärmbelastung eine Lösung sein kann, wäre eine höhere Differenzierung notwendig. Die fehlende Kohärenz der vorge-schlagenen Alternativen der Solarisierung in der Fassade mit der dargestellten architektonischen Aus-gestaltung in den Ansichten wirft Fragestellungen hinsichtlich der angestrebten Gesamterscheinung auf.   Das Gerichtsgebäude wird als Stahlbetonkonstruktion vorgesehen, für alle anderen Gebäudeteile wird eine Holzhybridkonstruktion ab dem 1. Obergeschoss vorgeschlagen. Die Fassade besteht hingegen aus Natursteinen (in Kombination mit PV-Modulen) und könnte ein hochwertiges End-of-Life Szenario abbilden, wenn die Fassade durch eine lösbare Fügung ohne Beschädigung zurückgebaut werden kann. Die Auswahl und der Umfang der Verwendung von Naturstein ist kein explizierter Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen mit Reduktion des Treibhausgaspotentials.  Die Arbeit stellt einen guten Ansatz in ihrer Struktur dar, jedoch erfordert die inhaltliche Bedeutung und die stadträumliche Lage eine sensiblere Differenziertheit in dem architektonischen Ausdruck.    Arbeit 1013  Die Arbeit zeichnet sich durch einen ganzheitlichen, konzeptionellen Ansatz aus. Das Konzept nimmt Bezug zu den prägenden Typologien und Maßstäben des städtebaulichen Umfelds und fügt sich selbstverständlich in den Stadtraum ein.  Zum Park entwickelt sich eine Raumkante mit leicht versetzten Baukörpern, nach Süden vereinzeln sich diese und schaffen einen respektvollen Abstand zu der angrenzenden Bebauung. Durch die ge-schickte Auffächerung der Bebauungsstruktur und die Erweiterung des Grünraums orientieren sich die Neubauten zum Park und der Luxemburger Straße und schaffen eine gute Wahrnehmung für die Öf-fentlichkeit.   Die gesamte Bebauung setzt sich aus drei in den Höhen gestaffelte Solitäre zusammen, die konse-quent die unterschiedlichen Nutzungsbausteine Landgericht / Amtsgericht, Staatsanwaltschaft und Sit-zungssäle aufnehmen. Zwischen den Baukörpern werden grüne Fugen ausgebildet, die Wegeverbin-dungen von dem Grüngürtel im Norden zum angrenzenden Quartier im Süden schaffen und gleichzei-tig die Bauten des Justizzentrums öffentlich erlebbar machen.  Besonders gelungen ist die Adressbildung des Ensembles und der Einzelbausteine, die alle von der Luxemburger Straße aus gut sichtbar sind. Mit großzügigen Gebäudeunterschnitten werden die drei Eingänge zum Park und dem geplanten „Justiz-Boulevard“ hervorgehoben.  Im Untergeschoss schlagen die Verfassenden eine „Magistrale“ vor, die alle Baukörper und Nutzun-gen miteinander verbindet. Auch wenn die unterirdische Verbindung Vorteile für die freistehenden Ge-bäude und den städtebaulichen Entwurf schafft, wird dieses hinsichtlich der Funktionalität und räumli-chen Qualität äußerst kritisch bewertet. Grundsätzlich fehlt ein angemessener barrierefreier Zugang.

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Der starke Auftritt der verschiedenen Nutzungsbausteine wird städtebaulich und architektonisch posi-tiv bewertet, die getrennten Zugänge und damit verbundenen Sicherheitskontrollen werden allerdings als zu aufwendig eingeschätzt.  Der klare Hof-Typus als Grundmodul für die einzelnen Solitäre schafft optimale Voraussetzungen für die unterschiedlichen Nutzungsbausteine und jeweiligen Grundrisse. Die Grundrisse verfügen jeweils über zentrale Erschließungskerne und Ringerschließungen mit klaren Raumstrukturen, die in der wei-teren Umsetzung flexibel bleiben.  Das Raum- und Funktionsprogramm ist grundsätzlich gut umgesetzt, wird aber in der Flächenauswei-sung teilweise unterschritten bzw. es werden die erforderlichen Qualitäten nicht nachgewiesen. Kritisch bewertet wird die Unterbringung der Poststelle, Druckerei und Bücherei in unbelichteten oder nicht ausreichend belichteten Räumen im Untergeschoss.  Für die Fassaden wird ein einheitliches Gestaltungs- und Materialkonzept vorgeschlagen, mit leichten Differenzierungen in der Gliederung, die die unterschiedlichen Inhalte zum Ausdruck bringen. Ob das vorgelagerte freistehende Element nachweislich als passiver Sonnenschutz erforderlich oder funkti-onslos als Gestaltungselement berechtigt ist, wäre hinsichtlich des konstruktiven, baulichen und wirt-schaftlichen Aufwands grundsätzlich zu überprüfen.  Die Erschließung der Tiefgaragen, die Gefangenenzuführung sowie die Anbindung an die Wirtschafts-höfe ist in dem Gesamtkonzept schlüssig gelöst. Nicht nachgewiesen ist die für den 1. Bauabschnitt notwendige zweite Ausfahrt der Tiefgarage. Die vorgesehene Unterbauung mit drei Untergeschossen wird als zu aufwendig eingeschätzt.  Für die zukünftige Erweiterung des Justizzentrums wird im Süden ein Solitär vorgeschlagen, der das Ensemble selbstverständlich ergänzt. Durch die geschickte Setzung der Einzelbaukörper fügt sich die Bebauung bereits im 1. Bauabschnitt städtebaulich eigenständig in den Kontext ein.   Die Stärke des Entwurfs liegt in dem konsequenten städtebaulichen und hochbaulichen Ansatz und der klaren Haltung, das Justizzentrum selbstverständlich in den Stadtraum und der öffentlichen Wahr-nehmung zu implementieren.  Die Verfassenden schlagen an der Nordseite des Gebäudeensembles den "Boulevard der Justiz" vor, eine mit grünen Intarsien bespielte Bewegungsfläche. Der Boulevard bindet die Neubauten sowohl an die Luxemburger Straße, die Rudolf-Amelunxen-Straße und den inneren Grüngürtel an. Obwohl die grünen, polygonalen Intarsien gut geeignet sein könnten, um die Bewegung auf dem Boulevard zu lei-ten und dabei Räume mit Aufenthaltsqualität zu schaffen, ist ihre Dimensionierung und ihre Komposi-tion nicht ausreichend durchgearbeitet, um raumbildnerisch wirksam zu werden. So wirken sie zu klein und zu gleichmäßig verteilt, um eine räumliche Präsenz zu entwickeln.   Die ankommenden Parkwege stoßen unvermittelt auf den Boulevard, auch hier hätten die Intarsien genutzt werden können, um einen Übergang der Maßstäbe von den Parkwegen auf den groß dimensi-onierten Boulevard zu gestalten.  Die Arbeit schlägt vor, den Boulevard der Justiz auf eine Höhe von 52.00 üNN anzuheben, um einen niveaugleichen Übergang zwischen Park und Gebäude zu schaffen. Eine solche massive Aufschüt-tung von 3 Metern wird kritisch diskutiert. Die Rampe zur Untertunnelung der Luxemburger Straße müsste sich aufgrund der Aufschüttung verlängern und ist im Plan nicht in ihrer tatsächlichen Dimensi-onierung dargestellt.   Lobend wird hervorgehoben, dass die Freiraumfuge zwischen den beiden Bauabschnitten ohne TG-Einfahrt auskommt. Ebenfalls positiv hervorgehoben wird das Angebot der Grünverbindung Richtung südliches Quartier. Die Anfahrbarkeit der beiden Wirtschaftshöfe und der Zufahrt für den Gefangenen-bus wird kritisch diskutiert.  Die Grundrissorganisation ermöglicht ein hohes Potential natürlicher Belichtungs- und Belüftungsmög-lichkeiten. Ebenso wird das Grundkonzept der Hüllkonstruktion der Außenfassaden positiv bewertet, da es einen guten Rahmen für eine differenzierte Ausarbeitung, je nach Nutzung erforderliches Belich-tungs- und Belüftungskonzepten ermöglicht. Der Ansatz einer einfachen Fassadenkonzeption ohne hohen Steuerungsaufwand wird begrüßt, wäre jedoch in der Effizienz nach Orientierung und Position im Gebäude zu prüfen.

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 Bedauert werden die hohen Verglasungsanteile in den Innenhöfen. Hierbei wäre ein differenzierter Umgang in Verbindung mit der vertikalen Lage wünschenswert gewesen. Die Integration der wesentli-chen Technikflächen vor allem in Konkurrenz mit aktiven Solarflächen oder einem ressourceneffizien-ten Umgang mit Untergeschossen ist nicht ablesbar.    Alle Gebäudeteile werden in Holzskelettbauweise mit HBV-Decken ab dem 1. Obergeschoss vorge-schlagen. Bei der Planung lose verlegtem Deckenaufbau bestünde die Möglichkeit, dass die HBV-De-cken sogar wiederverwendet werden können, wenn die Planung eine hohe Zirkularität anstrebt. Der Deckenaufbau wird nicht weiter betrachtet, der gezeigte Hohlraumboden kann aber zirkulär konstruiert werden.  Die opaken Fassaden sind Holzfertigteile in Modulbauweise mit einer Hanfdämmung und Bekleidung durch thermisch behandelte Eiche. Ein vorgestelltes 2-geschossiges Regal aus Betonfertigteilen dient als Sonnenschutz als auch Wetterschutz der Holzfassade.  Wenn das Fassadenmodul in lösbarer Weise den Ausbau der Hanfdämmung erlaubt oder eine Däm-mung aus Holzwerkstoffen vorsieht, ist nach heutigem Stand der Technik zwar ein Downcycling zu Holzwerkstoffen möglich, doch die übliche thermische Verwertung von Holzbauteilen wird vermieden. Es ist keine Aussage zur Fügungsmethode der Bauteile benannt, aus diesem Grund kann ein Urban Mining zu diesem Zeitpunkt nicht bewertet werden, wäre aber grundsätzlich mit den ausgewählten Materialien in hohem Maße möglich.  Insgesamt hat diese Arbeit in der Komplexität ein gutes Potential für die Umsetzung des neuen Justiz-zentrums.   Arbeit 1014  In städtebaulicher Hinsicht folgt der Entwurf weitgehend dem Masterplan. Es werden fünf in Höhe und Tiefe gestaffelte, ineinander verschmolzene ringförmige Baukörper angeordnet, wobei sich die Bebau-ung an der Luxemburger Straße auf angenehme Art zurücknimmt und dadurch gleichzeitig die Lage des Baukomplexes im Grüngürtel unterstreicht.  Neben dem Hauptzugang zum Saalbereich werden weitere separate Zugänge zu Amts- / Landgericht sowie zur Staatsanwaltschaft vorgesehen. Die Lage der Zugänge, verteilt über den lang gestreckten Vorbereich, der gleichzeitig Luxemburger Straße und Robert-Amelunxen-Straße verbindet, sowie ihre Orientierung im Gebäudeinneren mit jeweiligem Blick in einen Innenhof erscheint konzeptbezogen lo-gisch und konsequent.   Eine eventuelle Reduzierung der Zugänge von Amts- / Landgericht und Saalbereich auf einen einzi-gen, leichter zu kontrollierenden Zugang wäre über die Verbindungsbrücke im 1. OG denkbar, aber schwierig, da dies die Gesamtlogik des Entwurfs einschränken würde.   Bezüglich der inneren Organisation werden die Gebäude durch regelmäßig in Nord-Südrichtung ange-ordnete schmale Atrien mit Lufträumen über die gesamte Gebäudehöhe strukturiert. Sie bilden im Erd-geschoss innenliegende Auftaktflächen zu den Saal- bzw. Bürobereichen und dienen der Orientierung im gesamten Gebäudekomplex. Sie verfügen allerdings nicht über eine besondere Aufenthaltsqualität.   Die Kantine liegt ohne Bezug nach außen oder zum Eingangsbereich zwischen den Saalbereichen von Zivil- und Strafjustiz.  Im Übrigen sind die Gebäude insgesamt flexibel und übersichtlich organisiert und miteinander verbun-den. Dabei bieten die Erschließungsflächen teilweise angenehme Belichtungssituationen zu den In-nenhöfen oder mit Ausblick zum Grüngürtel.  Bei der Konzeption der Freianlagen gelingt es der Verfasserschaft mit formalen Mitteln, das Ensemble des zukünftigen Justizzentrums mit dem Grüngürtel zu verbinden. Neben der zentralen Passage mit großzügiger Stufenanlage am Haupteingang und einem Fontänenfeld werden westlich und östlich da-von untergeordnete Anbindungen als Vorplätze vorgeschlagen. Diese befinden sich jedoch außerhalb des definierten Plangebiets. Die Bezüge, insbesondere des zentralen Vorplatzes, werden in Punkto Ausrichtung, Dimensionierung und Ausstattung in Frage gestellt.

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 Die linear eingeschnittenen, parallel zum Baufeld liegenden Pflanzintarsien dienen der Platzierung schattenspendender Gehölze und könnten zum Abschlagen des anfallenden Regenwassers und der Versickerung (zum Beispiel über Baumrigolen) dienen.   Im Sinne einer Ausdehnung des Grüngürtels wird südlich des Justizzentrums unter Berücksichtigung der logistischen Andienung ein grüner Saum aufgespannt. Darin sind Wege sowie Regenwasserrück-haltestrukturen eingebettet. Inwieweit die Wege erkennbar, einladend gestaltet und damit für die Öf-fentlichkeit annehmbar sind, wird aufgrund der Geometrien und Verknüpfungen kritisch hinterfragt. Durch die topografischen Interventionen mit Terrassierungen entlang der Luxemburger Straße soll das Gebäude selbstbewusst im Freiraumsystem integriert wirken, doch erscheint es in der Höheneinord-nung eher abgeduckt und „in der Senke liegend“, was der originären Idee entgegenzustehen scheint.   Die Innenhöfe mit den vorgeschlagenen Pflanzinseln und der Nervatur aus Wegen und Aufenthalts-möglichkeiten werden als Qualität erkannt und erweitern das Setting an Kommunikationsorten.   Zeitgemäße Antworten hinsichtlich der Wiederverwendung von Regenwasser, Pflanzenauswahl, aber auch der Barrierefreiheit werden dargelegt, können aufgrund fehlender quantitativer und spezifizierter Aussagen zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden.   Die Effektivität der Tageslichtversorgung der Atrien wird in Frage gestellt. Ebenso kritisch diskutiert werden die als 3-Bund organisierten Grundrissgestaltungen, da diese eine technische Installation für den Betrieb erfordern. Das vorgeschlagene Fassadenkonzept bietet in den dargestellten Grundzügen ein gutes Potential zur natürlichen Lüftungsmöglichkeit sowie eines robusten und effizienten ganzjähri-gen Gebäudebetriebes. Fraglich ist jedoch die Umsetzbarkeit der Nachtlüftung. Bedauert wird die feh-lende Ausführung zu Konstruktion und Materialität.   Die Architektur in ihrer unerbittlichen Serialität, Strenge und axialen Betonung des überhöhten Haupt-eingangs, aber auch im Charakter der inneren Atrien, bietet der Kölner Bevölkerung möglicherweise ein eher wenig aufmunterndes Bild einer zugewandten Justiz, zumal die dargestellte Offenheit der Erdgeschosszonen sich im Grundriss kaum widerspiegelt.   Arbeit 1016  Die Arbeit besticht in ihrer städtebaulichen Setzung, verfolgt und interpretiert die Vorgaben der städte-baulichen Rahmenplanung konsequent weiter:  Eine zweigeteilte Struktur aus fünf Blockringen – einmal zwei, einmal drei miteinander verschnitten – ist so angeordnet, dass nicht nur eine spannungsreiche Grundrissfigur im Lageplan entsteht, sondern dass auch für den Stadtraum und vor allem für den angrenzenden Park eine gegliederte Raumkante mit unterschiedlich proportionierten Volumen gegeben ist: Ein mittiger Hauptbaukörper hebt sich als Eingangs- und Sitzungsgebäude wohltuend an der Schnittstelle zwischen dem 1. und 2. Bauabschnitt ab. Seine Kompaktheit im Grundriss, seine großzügige Fassadengliederung und ein zusätzliches 6. Geschoss verleihen dem mittleren Gebäude die Kraft und Präsenz, die man sich zur Akzentuierung des Ensembles und seiner Adressierung wünscht.  Folgerichtig liegen auch alle öffentlichen Eingangsfunktionen gebündelt in diesem Hauptgebäude: Eine Reihe von Schleusen bildet den Filter zu einer quergelagerten Halle, die auch das angrenzende Gebäude mit den Strafsitzungssälen und in der Folge auch die östlichen Baukörper mit der Staatsan-waltschaft erschließt.   Die Anbindung nach Westen in die beiden Blöcke des Amts- und Landgerichts erfolgt über eine Brü-cke, die schlüssig aus der oberen, das Gebäude durchziehenden Foyerebene entwickelt ist.  Die gewählte Gebäudetypologie und Grundrissorganisation mit angemessenen Gebäudetiefen, mit ausgewogenen Flurzonen und mit guten Büroraumtiefen verspricht ein hohes Maß an Funktionalität und Flexibilität.  Eine gute Erschließung und Orientierung sind gegeben. Brandabschnitte und Nutzungseinheiten kön-nen ausgebildet werden, wenn auch an einigen Stellen aus Brandschutzgründen die Größe der not-wendigen Treppenräume und einige Fluchtweglängen nicht auskömmlich erscheinen. Auch wichtige Funktionalitäten, wie die Vorführwege in alle Strafsäle, sind unzureichend nachgewiesen, ferner einige

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der Anlieferungsbeziehungen zur Ver- und Entsorgung; Technikflächen sind ebenso nicht nachvoll-ziehbar dargestellt.  Im Preisgericht intensiv diskutiert wird das räumliche und architektonische Konzept der Sitzungssäle: Als große Qualität wird gesehen, dass alle Säle mit Tageslicht den geschützten Höfen zugeordnet sind und dass die Erschließungs- und Wartebereiche als „Ringe“ angelegt sind. So entstehen nicht nur sehr attraktive Erschließungszonen, sondern das Hauptgebäude enthält nach außen den Charak-ter, den man sich für eine offene und bürgernahe Justiz wünscht: Transparenz und Vielschichtigkeit, die mit der vorgeschlagenen Fassade auch sehr gut einhergeht. Wenngleich hier aber auch Beach-tung finden muss, dass bei aller Offenheit auch eine gewisse Vertraulichkeit zu berücksichtigen sein wird. So werden bei dem hohen Verglasungsanteil der Sitzungsgebäude im Preisgericht weitere Be-denken gesehen: Auch die Gefahr der sommerlichen Überhitzung und auch der hohe Reinigungs- und Wartungsaufwand, der mit dieser Fassade verbunden ist. Die angrenzenden Flächen wären sicherlich aufwendig raumlufttechnisch zu versorgen. Hier fehlen dem Preisgericht Vorschläge, die gerade bei der für die Sitzungssäle angedachten Beton- / Massivkonstruktion mögliche Optimierungen (z.B. durch eine Betonkern- oder Speichermassenaktivierung etc.) aufzeigen. Die geplanten abgehängten Decken oder hölzerne Wandverkleidungen wären hier eher kontraproduktiv.   Bei den Bürogebäuden findet im Preisgericht die gewählte Hybrid-Konstruktion oberhalb des Sockels – mit Vollholz-Balkendecken und Leichtlehm-Elementausfachungen – Interesse. Auch deren Fassa-dengliederung, wenn auch mit einem etwas zu hohen Verglasungsanteil – mit kleinteiligen Öffnungs-flügeln und außenliegenden Verschattungselementen findet weitgehenden Zuspruch.   Kritisch diskutiert wird grundsätzlich der Fensterflächenanteil der Hüllkonstruktionen. In den Einzelbü-ros ist der Anteil transparenter Fassadenanteile im Verhältnis zur geringen Grundfläche für das som-merliche Verhalten problematisch. Dies betrifft vor allem die für die Tageslichtversorgung eher irrele-vanten Brüstungsbereiche. Ebenso verhält es sich mit der nahezu Vollverglasung der Fassaden im Gebäude der Sitzungssäle. Hierin wird jedoch ein sehr hohes Potential für ein innovatives Klimakon-zept im Sinne einer Haus-in-Haus Konstruktion gesehen, welches die Flure als Pufferzonen nutzen könnte. Möglichkeiten zur natürlichen Lüftung dieser Fassaden ebenso wie die im Schnitt gegliedert dargestellten Öffnungselemente der Büros bleiben in der Ausformulierung unbeantwortet. Fraglich bleibt in diesem Zusammenhang die Umsetzbarkeit einer Nachtlüftung. Die schweren Bauteile bieten ein hohes Potential zur Optimierung der Lastgänge, daher werden die Abhangdecken kritisch disku-tiert.   In den Verwaltungsbereichen ist die Tragstruktur durch eine Stahlbetonkonstruktion in den Unterge-schossen bis einschließlich zur Decke über Erdgeschoss vorgeschlagen. Nachwachsende Rohstoffe in Form von einer Holz-Lehm-Konstruktion (Vollholzbalken- Decke mit Ausfachung von Leichtlehm-Elementen und Gewindestange) finden in den Obergeschossen Verwendung. Im Sitzungsbereich ist ein außenliegendes Stahlbeton-Tragwerk mit Stahlbetondecken geplant, welches bauphysikalisch Herausforderungen hinsichtlich der Wärmebrücken stellt.  Im Sitzungsbereich ist ein Deckenaufbau mit Magnesiaestrich angegeben, auch Steinholz genannt. Durch den Anteil der biotischen Materialien ist der Aufbau nicht sortenrein zu recyceln und wird nach derzeitigem Wissenstand deponiert, was das schlechteste End-of- Life Szenario ist. Im Holzbau kann jedoch durch den geplanten Trockenestrich von einem lösbaren Aufbau ausgegangen werden. Es ist eine EPDM-Abdichtung auf dem Dach vorgesehen. Da diese lose verlegt wird, ist davon auszugehen, dass der Dachaufbau zirkulär geplant ist.  Die Arbeit gibt in der Verzahnung von städtebaulichen, architektonischen und freiräumlichen Frage-stellungen gesamtheitliche, synergetische Antworten. Das Zusammenwirken wird im Außenraum durch Bereitstellung größerer zusammenhängender Grünflächen mit Durchquerungen, Aufenthaltsflä-chen, Flächenretentionen (Wasseranstauflächen) und ökologisch wirksamer Orte als große Qualität erkannt.   Die Entwurfsverfasser respektieren akribisch das ausgewiesene Plangebiet und entwickeln in intelli-genter Art und Weise ein schlüssiges System von Anknüpfungen sowohl auf der westlichen Grund-stücksseite an der Luxemburger Straße als auch am Grüngürtel im Bezug zum Haupteingang. Hier wird durch eine geschickte Aufnahme des vorgegebenen Parkentwurfs des Inneren Grüngürtels eine eingedrehte Platzintarsie implantiert, die zwischen dem künftigen Justizzentrum und dem Grüngürtel vermittelt und dabei Aufenthaltsqualitäten schafft.

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Inwieweit sich die großen „Tiefbeete“ als Regengärten unter Berücksichtigung der Erschließung (auch zu dem anschließenden Fahrradabstellraum) realisieren lassen, wird in ihrer Formatigkeit zwar kritisch diskutiert, jedoch grundsätzlich als schlüssig erachtet.  Bedingt durch die städtebauliche Setzung, den westlichen Gebäudekörper dicht an die Luxemburger Straße zu lagern, entsteht ein schmaler Korridor südlich der TG-Zufahrt. Damit wird die Attraktivität der Verbindung zwischen Luxemburger Straße und Haupteingang als problematisch erachtet. Die Al-ternativroute südlich des Amts- und Landgerichts und dann durch die städtebauliche Fuge ist semi-attraktiv.     Die Innenhofgrößen und -ausstattungen erscheinen qualitativ proportional und inhaltlich angemessen. Es wird gesamtheitlich ein sehr schlüssiges, weitsichtiges und zukunftsfähiges Freiraumsystem darge-legt, welches insbesondere durch die Verzahnung mit all seinen Nachbarschaften ein gutes Funda-ment einer Ausarbeitung böte.   Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit 1016 um einen sehr stimmigen Wettbewerbsbeitrag, der in sehr vielen Belangen überzeugt. Die Erfüllung des Raumprogramms und wirtschaftliche Kernwerte unterstreichen diese Einschätzung.   11. Bildung einer Rangfolge unter den Beiträgen Das Preisgericht diskutiert abschließend die Qualitäten der vorliegenden und schriftlich beurteilten Beiträge. Nach der Abstimmung beschließt das Preisgericht die Rangfolge wie folgt festzulegen:  1. Rang: Arbeit 1016 (einstimmig) 2. Rang: Arbeit 1001 (19 Ja-Stimmen / 6 Nein-Stimmen) 3. Rang: Arbeit 1013 (18 Ja-Stimmen / 7 Nein-Stimmen) 4. Rang: Arbeit 1014 (einstimmig) 5. Rang: Arbeit 1010 (einstimmig) 6. Rang: Arbeit 1011 (einstimmig)  12. Preisverteilung  Das Preisgericht beschließt einstimmig, die Verteilung der Preisgelder auf Grundlage der RPW 2013 gegenüber der Auslobung wie folgt zu verändern:  ein 1. Preis zu 442.400,00 € netto ein 2. Preis zu 276.500,00 € netto ein 3. Preis zu 165.900,00 € netto  sowie 3 Anerkennungen zu je 73.733,33 € netto  Das Preisgericht beschließt einstimmig, die Verteilung der Preise analog der Rangfolge zu vergeben:  1. Preis (442.400,00 € netto):  Arbeit 1016 2. Preis (276.500,00 € netto):   Arbeit 1001 3. Preis (165.900,00 € netto):   Arbeit 1013 eine Anerkennung (73.733,33 € netto): Arbeit 1010 eine Anerkennung (73.733,33 € netto): Arbeit 1011 eine Anerkennung (73.733,33 € netto): Arbeit 1014

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13. Allgemeine Empfehlungen Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit 1016 der weiteren Bearbeitung zu Grunde zu legen, unter der Berücksichtigung aller Hinweise und Anmerkungen, die durch die Jury in der Beurteilung und durch die Vorprüfung im Bericht der Vorprü-fung verfasst wurden.  14. Hinweis zur generellen Haltung zur Nachhaltigkeit der Materialität In keinem der prämierten Entwürfe wurde die Anstrengung unternommen, die zur Verfügung stehen-den Materialien der abgehenden Gebäude in den Entwurf aufzunehmen. Diese Haltung ist kritisch vor dem Hintergrund des europäischen Bestrebens nach Klimaneutralität im Jahre 2050. Das Erreichen der Klimaziele ist unter einer Vielzahl weiterer Maßnahmen nur mit dem sinnvollen Bestandserhalt, Ressourcenschonung und Verwendung von nachwachenden Rohstoffen möglich. Vor allem die Er-kenntnis, dass nur wenige Bauteile und -produkte der abgehenden Gebäude Wiederverwendung fin-den können, sollte die Planungsteams dazu anhalten, das neue Gebäude für die folgenden Generatio-nen umfangreich als urbane Mine verfügbar zu machen und mit dem zirkulären Bauen bis an die Grenze gehen.  Durch die Entwurfsaufgabe ist eine hohe Wiederholung von standardisierten Bauteilen möglich. Aus den Präsentationen wurde die Möglichkeit von der Verwendung von Fertigteilen des Tragwerks oder der Fassadenbekleidung von keinem Entwurfsteam explizit erkennbar beschrieben. In der weiteren Betrachtung soll untersucht werden, ob dies mit dem Schwerpunkt der möglichen Weiterverwendung von Bauteilen zielführend ist.  Nicht beachtet wurden Aussagen der Verfassenden zu Beton mit Recyclingatanteil als auch CO2 re-duziertem Beton, da dies bei Bauvorhaben in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt als Standard angenommen werden muss. Die Oberflächenbehandlung der Massivwände, der Verzicht von Beklei-dungen oder die notwendige Kapselung von Leichtbauwände hat großen Einfluss auf die weitere Ver-wendung des Baustoffs im geschlossenen Stoffkreislauf. Dazu hat sich keine Arbeit erkennbar geäu-ßert.  Durch hohe Brandschutzanforderungen sollte vor allem im Holzbau in dieser Gebäudeklasse eine Sprinklerung der Gebäude in Erwägung gezogen werden.  15. Aufhebung der Anonymität und Abschluss  Der Vorsitzende überzeugt sich von der Unversehrtheit der Umschläge mit den Verfassererklärungen und bittet darum, die Anonymität aufzuheben. Nach Öffnung der Umschläge durch die Vorprüfung werden die Namen der Verfassenden festgestellt und verlesen.  Der Vorsitzende bedankt sich bei allen Mitgliedern des Preisgerichts sowie Sachverständigen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und beim Büro FALTIN+SATTLER FSW Düsseldorf GmbH für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung des gesamten Verfahrens. Im Namen der Architek-tenschaft dankt er dem Auslober für die Durchführung des Wettbewerbs. Auf Antrag des Vorsitzenden entlastet das Preisgericht die Vorprüfung per Akklamation. Er gibt den Vorsitz an den Auslober zurück.   Herr Neuß dankt im Namen des Preisgerichts Herrn Farwick für die souveräne Sitzungsleitung und allen Beteiligten für ihr Engagement sowie die konstruktive Diskussion.   Um 14:00 Uhr ist die Preisgerichtssitzung beendet.   Für das Protokoll: Heiner Farwick, Andreas M. Sattler, Antje Ehlert (Faltin+Sattler, Düsseldorf) 15.04.2024

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Verfasser*innen   1.Preis / 1016 / 853113 HPP Architekten GmbH, Düsseldorf mit  KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Düsseldorf Sonderfachleute:  Ahw-Ingenieure GmbH, Münster ZWP Ingenieur AG, Köln hhp berlin, Berlin   2.Preis / 1001 / 694302 Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a.M. mit  architecture + aménagement s.a., Luxemburg (LU) mit  HDK DUTT & KIST GmbH, Saarbrücken Sonderfachleute:  Brandschutz: BFT Cognos GmbH, Aachen Verkehrsplanung: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen   3.Preis / 1013 / 732107 JSWD Architekten, Köln mit GINA Barcelona Architects, Barcelona mit  GREENBOX Landschaftsarchitekten PartG mbB, Köln   Anerkennung / 1010 / 230605 Baumschlager Eberle Architekten (BE Berlin GmbH), Berlin mit  Planstatt Senner GmbH, Überlingen Sonderfachleute:  TGA: Buro Happold GmbH, Berlin Brandschutz: DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Tragwerksplanung: Fast + Epp GmbH, Darmstadt Rendering: Studio 114, London   Anerkennung / 1011 / 837640 Henn GmbH, München mit LATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung Partnerschaft mbB, Kranzberg Sonderfachleute:  TGA: Teuber + Viel Ingenieurgesellschaft für Energie- und Gebäudetechnik mbH, München Statik: Sailer Stepan Tragwerkteam München GmbH, München Brandschutz: Görtzen Stolbrink & Partner mbB, Kalker   Anerkennung / 1014 / 142217 gmp International GmbH, Aachen mit  ST raum a, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Sonderfachleute:  Tragwerksplanung: schlaich bergemann partner – sbp se, Stuttgart HHP West Beratende Ingenieure GmbH, Bielefeld Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart Bloomimages GmbH, Hamburg Béla Berec Architektur-Modellbau-Gestaltung, Stuttgart

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2. Rundgang / 1002 / 739961 Zechner & Zechner ZT, Wien (AT) mit  DND Landschaftsplanungs ZT KG, Wien (AT) Sonderfachleute:  brandschutz GmbH / brandschutz plus GmbH, Berlin   2. Rundgang / 1003 / 191186 Penzel Valier AG, Zürich (CH) mit  ROBERTNEUNTM ARCHITEKTEN GMBH, Berlin mit  Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, München Sonderfachleute:  BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH, Berlin Siplan AG, Bern (CH) Gertz Gutsche Rümenapp, Hamburg Gruner Deutschland GmbH, Köln Gruner AG, Basel (CH)   2. Rundgang / 1004 /163167 raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt mit  RKW Architektur +, Düsseldorf mit  RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Köln / Bonn Sonderfachleute:  Kunst am Bau: Aileen Treusch, Jacqueline Hen, Düsseldorf knp.bauphysik GmbH, Köln Bollinger + Grohmann Consulting GmbH, Frankfurt a.M.  B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, Frankfurt a.M.  Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart   2. Rundgang / 1006 /367891 Bodamer Faber Architekten GmbH, Stuttgart mit  Arkitema, Aarhus (DK) mit  Ernst2 Architekten AG, Düsseldorf mit  Jetter Landschaftsarchitekten, Stuttgart Sonderfachleute:  Brandschutz: Kuhn Decker Ingenieure GmbH & co.KG, Sindelfingen Statik: Werner Sobek AG, Stuttgart Verkehrsplanung: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Köln   2. Rundgang / 1007 / 551895 agn Niederberghaus und Partner GmbH, Ibbenbüren    2. Rundgang / 1008 / 457183 Schamp & Partner Architekten Stadtplaner PartGmbB, Dortmund mit  ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln mit  Büro N, Dortmund Sonderfachleute:  Brandschutz: Föckeler + Urspruch – Architekten für den Brandschutz PartGmbB, Köln   2. Rundgang / 1009 / 179236 KSP ENGEL GmbH, Frankfurt a.M. mit  WES LandschaftsArchitektur GmbH, Hamburg Sonderfachleute:  Tragwerk: Weiske und Partner G,bH TGA: Buro Happold Brandschutz: Sinfiro GmbH & Co. KG

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 2. Rundgang / 1015 / 465826 ingenhoven associates GmbH, Düsseldorf mit  WKM Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf Sonderfachleute:  Tragwerk: R&P Ruffert Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf Verkehr: Durth Roos Consulting GmbH, Darmstadt TGA: WINTER Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik GmbH, Düsseldorf   2. Rundgang / 1017 / 917108 kadawittfeldarchitektur, Aachen mit  club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln Sonderfachleute:  Tragwerksplanung: wh-p Ingenieure, Stuttgart Brandschutz: HHP Berlin, Braunschweig Elektro: MB Systems, Filderstadt Haustechnik: PKI, Köln   1. Rundgang / 1005 / 706562 sehw architektur GmbH, Berlin mit  Ferrier Marchetti Studio, Paris (F) mit  A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Sonderfachleute:  Tragwerksplanung: Kempen Krause Hartmann Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf TGA: HL-Technik Engineering GmbH, München Brandschutz: Nees Ingenieure GmbH, Münster Kostenplanung: Emproc GmbH, Berlin   1. Rundgang / 1012/ 492837 caspar.schmitzmorkramer gmbh, Köln / Hamburg mit  studio gruengrau Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf Sonderfachleute:  HHP Berlin Werner Sobek Peutz Consult   1. Rundgang / 1018/ 280227 Eller + Eller Architekten, Düsseldorf / Berlin mit  POLA Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Sonderfachleute:  Tragwerksplanung und Brandschutz: Kempen Krause Ingenieure GmbH, Aachen

Anlage 2. 1.Preis

271 Zeichen

Anlage 2Stadtplanungsamt
Maßstab  - ohne - 
N
1. PreisHPP Architekten GmbH, Düsseldorf mitKRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, DüsseldorfHochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Mitteilung Ausschuss

6892 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
Vorlagen-Nummer 14.06.2024  
 1826/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 17.06.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 20.06.2024 
 
Ergebnis des hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs zum 
Bebauungsplanverfahren "Neubau Justizzentrum Köln in Köln-Sülz" 
Mit Schreiben vom 10.10.2019 hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen 
(BLB NRW) im Auftrag des Landesjustizministeriums die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 
12 Absatz 2 BauGB zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beantragt, 
mit dem Ziel, den Neubau des Justizzentrums Köln planungsrechtlich zu sichern. 
 
Die Einleitung des Aufstellungsverfahrens zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 
65430/11 „Neubau Justizzentrum Köln in Köln-Sülz“ wurde vom Stadtentwicklungsausschuss 
am 05.12.2019 beschlossen. Weiterhin wurde beschlossen, hierfür ein zweistufiges Wettbe-
werbsverfahren nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchzuführen 
(Vorlage-Nr. 3265/2019).  
 
Zunächst wurde ein städtebaulicher Wettbewerb als nicht offenes Verfahren mit vorgeschalte-
tem Teilnahmewettbewerb unter Beteiligung der Justiz, der Stadtverwaltung und der politi-
schen Gremien durchgeführt, dessen Ergebnisse die Grundlage für die Festsetzungen des 
Bebauungsplanes sowie für die Wettbewerbsphase 2 darstellen sollten. Der Auslobungstext 
für das Wettbewerbsverfahren sowie die Erweiterung des Plangebietes (siehe Anlage 1) wur-
den mit dem verfahrensleitenden Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses am 
02.06.2022 beschlossen (Vorlage-Nr. 1489/2022). Der Teilnahmewettbewerb fand in der Zeit 
vom 09.06.2022 bis zum 19.10.2022 statt und war auf maximal fünfzehn Teilnehmer be-
schränkt. Insgesamt hatten sich zwölf Büros zur Teilnahme aufgefordert. Das Preisgericht – 
unter dem Vorsitz von Herrn Dipl.-Ing. Architekt Heiner Farwick, farwick+grote Architekten, 
Ahaus – beriet am 19.10.2022 über die Entwurfsbeiträge. Als Ergebnis der Preisgerichtssit-
zung wurde entschieden, den Entwurf der Büros HPP Architekten GmbH, Düsseldorf (Stadt-
planung) und Vössing Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf (Objektplanung Verkehrsanla-
gen) mit dem 1. Preis auszuzeichnen. Das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbsverfah-
rens wurde am 01.12.2022 dem Stadtentwicklungsausschuss und am 05.12.2022 der Bezirks-
vertretung 3 (Lindenthal) mitgeteilt (Vorlage-Nr. 3948/2022). 
 
Das zweite Wettbewerbsverfahren sollte parallel zum Aufstellungsverfahren laufen und in der 
Form eines hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs durchgeführt wer-
den. Das Wettbewerbsverfahren sollte ein qualitätssicherndes Verfahren für das städtebauli-
che Konzept gewährleisten. Der Teilnahmewettbewerb fand in der Zeit vom 14.09.2023 bis 
zum 16.10.2023 statt und war auf maximal zwanzig Teilnehmer beschränkt. Insgesamt hatten 
sich achtzehn Büros zur Teilnahme aufgefordert. Das Preisgericht – unter dem Vorsitz von 
Herrn Dipl.-Ing. Architekt Heiner Farwick, farwick+grote Architekten, Ahaus – beriet in einer

2 
 
zweitägigen Sitzung am 10. und am 11.04.2024 über die vorgebrachten Entwurfsbeiträge der 
Büros. Insgesamt vergab das Preisgericht neben dem ersten Preis einen zweiten und einen 
dritten Preis sowie drei Anerkennungen (siehe Anlagen 2 bis 7):  
 
- HPP Architekten GmbH, Düsseldorf mit  
KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Düsseldorf 
(1. Preis) 
 
- Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a.M. mit  
architecture + aménagement s.a., Luxemburg (LU) mit  
HDK DUTT & KIST GmbH, Saarbrücken 
(2. Preis) 
 
- JSWD Architekten, Köln mit 
GINA Barcelona Architects, Barcelona mit  
GREENBOX Landschaftsarchitekten PartG mbB, Köln 
(3. Preis) 
 
- Baumschlager Eberle Architekten (BE Berlin GmbH), Berlin mit  
Planstatt Senner GmbH, Überlingen 
(Anerkennung) 
 
- Henn GmbH, München mit 
LATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung Partnerschaft mbB, Kranzberg 
(Anerkennung) 
 
- gmp International GmbH, Aachen mit  
ST raum a, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin 
(Anerkennung) 
 
Als Ergebnis der Preisgerichtssitzung wurde entschieden, den Entwurf der Büros HPP 
Architekten mit KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, beide aus 
Düsseldorf, mit dem ersten Preis auszuzeichnen (siehe Anlage 2).  
 
Es folgt eine zusammenfassende schriftliche Beurteilung und Empfehlung des Preisgerichtes 
zum prämierten Konzept von HPP Architekten GmbH mit KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitek-
tur und Stadtentwicklung: 
 
"Die Entwurfsverfasser respektieren akribisch das ausgewiesene Plangebiet und entwickeln in 
intelligenter Art und Weise ein schlüssiges System von Anknüpfungen sowohl auf der westli-
chen Grundstücksseite an der Luxemburger Straße als auch am Grüngürtel im Bezug zum 
Haupteingang. [...] Bei den Bürogebäuden findet im Preisgericht die gewählte Hybrid-Kon-
struktion oberhalb des Sockels – mit Vollholz-Balkendecken und Leichtlehm-Elementausfa-
chungen – Interesse. Auch deren Fassadengliederung, wenn auch mit einem etwas zu hohen 
Verglasungsanteil – mit kleinteiligen Öffnungsflügeln und außenliegenden Verschattungsele-
menten findet weitgehenden Zuspruch. [...] Die Arbeit gibt in der Verzahnung von städtebauli-
chen, architektonischen und freiräumlichen Fragestellungen gesamtheitliche, synergetische 
Antworten. Das Zusammenwirken wird im Außenraum durch Bereitstellung größerer zusam-
menhängender Grünflächen mit Durchquerungen, Aufenthaltsflächen, Flächenretentionen 
(Wasseranstauflächen) und ökologisch wirksamer Orte als große Qualität erkannt." 
 
Mit den Preisträgern des hochbaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs wird nun im Rahmen 
eines Vergabeverfahrens abschließend verhandelt. Erst nach Abschluss des Verhandlungs-
verfahrens kann das Bebauungsplanverfahren weitergeführt werden.  
 
Gez. Greitemann 
 
Anlagen  
Anlage 1 Geltungsbereich des Bebauungsplanverfahrens

3 
 
Anlage 2  1. Preis – Konzept. HPP Architekten GmbH, Düsseldorf mit KRAFT.RAUM. 
Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Düsseldorf 
 
Anlage 3 2. Preis – Konzept. Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a.M. mit architec-
ture +          aménagement s.a., Luxemburg (LU) mit HDK DUTT & KIST GmbH, 
Saarbrücken 
 
Anlage 4 3. Preis – Konzept. JSWD Architekten, Köln mit GINA Barcelona Architects, 
Barcelona mit GREENBOX Landschaftsarchitekten PartG mbB, Köln 
 
Anlage 5 Anerkennung – Konzept. Baumschlager Eberle Architekten (BE Berlin GmbH), 
Berlin mit Planstatt Senner GmbH, Überlingen 
 
Anlage 6 Anerkennung – Konzept. Henn GmbH, München mit LATZ+PARTNER Land-
schaftsArchitektur Stadtplanung Partnerschaft mbB, Kranzberg 
 
Anlage 7 Anerkennung – Konzept. gmp International GmbH, Aachen mit ST raum a, Ge-
sellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin 
 
Anlage 8 Protokoll der Preisgerichtssitzung am 10.-11.04.2024

Anlage 3. 2.Preis

294 Zeichen

Anlage 3Stadtplanungsamt
2. PreisMeurer Generalplaner GmbH, Frankfurt a.M. mit architecture + aménagement s.a., Luxemburgmit HDK DUTT & KIST GmbH, Saarbrücken
Maßstab  - ohne - 
N
Hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Anlage 5. Anerkennung

264 Zeichen

Anlage 5Stadtplanungsamt
Maßstab  - ohne - 
N
AnerkennungBaumschlager Eberle Architekten (BE Berlin GmbH), Berlin mitPlanstatt Senner GmbH, ÜberlingenHochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Anlage 4. 3. Preis

283 Zeichen

Anlage 4Stadtplanungsamt
N
3. PreisJSWD Architekten, Köln mit GINA Barcelona Architects, Barcelona mitGREENBOX Landschaftsarchitekten PartG mbB, Köln
Maßstab  - ohne - 
Hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Anlage 6. Anerkennung

270 Zeichen

Anlage 6Stadtplanungsamt
Maßstab  - ohne - 
N
AnerkennungHenn GmbH, München mitLATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung Partnerschaft mbB, KranzbergHochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zum Bebauungsplan Neubau Justizzentrum Kölnin Köln - Sülz

Beratungsverlauf (2)

17.06.2024 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.3.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.06.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1826/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
14.06.2024
Erstellt
05.06.2024 15:34