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1007/2017

Interkommunale Maßnahmen zur Senkung des Verkehrs für den Kölner rechtsrheinischen Norden

Beschlussvorlage Ausschuss 26.04.2017

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Anlage 1- Maßnahmenkatalog mit Kosten

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Anlage 2 - Karte Köln BG RBK

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1- Maßnahmenkatalog mit Kosten

4968 Zeichen

Anlage  1 
 
Anlage 1  Seite 1 von 3 
 
 Maßnahmenbezeichnung   
 
Umsetzungszeitraum Verkehrsträger Baulastträger Kosten 
2 Änderung Signalisierung Bergisch Gladbacher Straße, 
Johann-Bensberg Straße 
 
kurzfristig MIV und Öffentlicher 
Personen Nahverkehr 
(ÖPNV) 
Stadt Köln 275.000 € 
3 Umweltsensitive LSA Clevischer Ring/Bergisch Glad-
bacher Straße bei Erhalt des ÖPNV-Vorrangs 
 
Frühjahr 2017 MIV Stadt Köln 30.000 € 
4 Tempo 30 aus Lärmschutzgründen Bergisch Gladba-
cher Straße vom Clevischen Ring bis Stadtgrenze 
Kurzfristig MIV Stadt Köln 5.300.000 € 
7 Anlage eines Radschutzstreifens in Dellbrück auf der 
Bergisch Gladbacher Straße zwischen Eschenbruch-
straße und Möhlstraße 
Kurzfristig Radverbindung Stadt Köln 170.000 € 
8 Einziehung einer Spur im Bereich der zweispurigen 
Richtungsfahrbahn der Bergisch Gladbacher Straße 
kurzfristig MIV Stadt Köln 350.000 € 
10 Prüfung möglicher Radschnellwege/Regionaler Rad-
weg zwischen Köln, Bergisch Gladbach und Rheinisch 
Bergischen Kreis 
kurzfristig Radwegverbindung Stadt Köln, Stadt Bergisch 
Gladbach, Rheinisch- 
Bergischer  Kreis 
10.000 € 
15 Prüfung, ob Kapazitäten der P+R-Anlagen an der 
Haltestelle Thielenbruch, Bahnhof Dellbrück und 
Haltestelle Duckterath möglich und ggf. Alternativen 
prüfen  
kurzfristig ÖPNV Schiene/MIV Stadt Köln, Stadt Bergisch 
Gladbach 
10.000 € 
18 Prüfung der Veränderung der Tarifgrenze zwischen 
Köln und Bergisch Gladbach durch den VRS 
kurzfristig ÖPNV Nahverkehr Rheinland 
GmbH 
 
 
21 Ausbau B+R-System an allen Haltestellen 
 
kurzfristig Radwegverbindung Kommunen  
24 Barrierefreier Ausbau S-Bahnhof Bergisch Gladbach 
 
befindet sich in der Um-
setzung 
ÖPNV DB AG  
32 Verteilung des Anschlussverkehrs der S11 in Köln-
Deutz  
kurzfristig ÖPNV NVR/KVB

Anlage  1 
 
Anlage 1  Seite 2 von 3 
 
 Maßnahmenbezeichnung   
 
Umsetzungszeitraum 
* 
Verkehrsträger Baulastträger Kosten 
1 Umbau Kreuzung Bergisch Gladbacher Straße A 3 mittelfristig Motorisierte Individual 
Verkehr (MIV) 
Stadt Köln  
5 Lärmoptimierter Belag Bergisch Gladbacher Straße 
vom Clevischem Ring bis Von-Quadt-Straße und An-
hebung der Höchstgeschwindigkeit wieder auf  
50 km/h 
mittelfristig MIV Stadt Köln  
6 Prüfung der Umweltampel bzw. Optimierung der LSA 
zur Vermeidung von Schleichverkehren zur Stadt-
grenze Bergisch Gladbach 
mittelfristig MIV Stadt Köln  
9 Herstellung einer durchgehenden Radverkehrsanla-
ge auf der Bergisch Gladbacher Straße möglichst auf 
der Fahrbahn 
mittelfristig Radwegverbindung Stadt Köln  
11 Zweigleisieger Ausbau S 11 K-Dellbrück – Bergisch 
Gladbach, um 10-Minuten-Takt fahren zu können, 
Erhöhung P+R Duckterath, Car Sharing, B+R  
mittelfristig ÖPNV Schiene/MIV KVB AG, Stadt Bergisch 
Gladbach 
 
12 Neubau S-Bahnhof Köln-Kalk West (CFK-
Gelände/Odysseum) 
mittelfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG  
13 Neubau S-Bahnhof Köln-Berliner Straße (S 6) mittelfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG  
25 Neue Schnellbuslinien von Kürten bis Bensberg zur 
Linie 1 
mittelfristig ÖPNV Bus Rheinisch- Bergischer 
Kreis 
 
26 Neue Schnellbuslinien von Kürten bis Bergisch Glad-
bach S11 
mittelfristig ÖPNV Bus Rheinisch- Bergischer 
Kreis 
 
28 Regionalradwege Ausbau regionaler Radwege, ins-
besondere interessant für Pendler in Richtung 
Köln/Leverkusen Kreisweite Betrachtung notwendig 
mittelfristig Radwegverbindung Rheinisch- Bergischer 
Kreis 
 
29 Schnellbuslinie Erschließung Wermelskirchen und 
Burscheid unter Einbeziehung Schienenverkehr ent-
lang der Rheinschiene 
mittelfristig ÖPNV/Bus Rheinisch- Bergischer 
Kreis 
 
30 Schnellbuszubringer Altenberg – Odenthal – Schild-
gen – Köln-Mülheim (Wiener Platz) bzw. zur Linie 4 
mittelfristig ÖPNV/Bus Rheinisch- Bergischer 
Kreis

Anlage  1 
 
Anlage 1  Seite 3 von 3 
 
 Maßnahmenbezeichnung   
 
Umsetzungszeitraum Verkehrsträger Baulastträger Kosten 
31 Schnellbuszubringer RBK- OBK- RSK zu Haltestellen 
RB 25 
mittelfristig ÖPNV Rheinisch- Bergischer 
Kreis 
 
33 Mobilstationen fördern mittelfristig ÖPNV Bus/Schiene, MIV, 
Fahrrad 
Kommunen  
14 Neue S-Bahnlinie S 16 Köln – Leverkusen-Rheindorf 
(10-Minuten-Takt mit S 6) 
langfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG  
16 Kapazitätserhöhung auf der Linie 4 im Rechtsrheini-
schen 
langfristig ÖPNV Schiene KVB AG  
17 Verlängerung der Linie 4 nach Leverkusen Schle-
busch 
langfristig ÖPNV Schiene KVB AG  
19 6-spuriger Ausbau A4 von AK Köln-Ost bis AS Moitz-
feld 
langfristig MIV Landesbetrieb Straßen-
bau.NRW 
 
20 Vollanschluss AS Mülheim und Anbindung am 
Dünnwalder Kommunalweg 
langfristig MIV Landesbetrieb Straßen-
bau.NRW 
 
22 RRX-Halt in Köln Mülheim langfristig ÖPNV Schiene Deutsche Bahn AG  
23 Verlängerung Linie 1 bis AS BAB A4 Moitzfeld/ 
Wohnpark bzw. bis Herkenrath /Spitze 
langfristig ÖPNV Schiene KVB AG  
27 L 286 N langfristig MIV Stadt Bergisch Gladbach  
 
 
*Umsetzungszeitraum: 
kurzfristig: Umsetzung in 1 – 4 Jahren,  
mittelfristig: Umsetzung in 5 – 8 Jahren,  
langfristig: Umsetzung länger als 8 Jahre

Anlage 2 - Karte Köln BG RBK

8 Zeichen

Anlage 2

Beschlussvorlage Ausschuss

17547 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VIII/66/661 
661 
Vorlagen-Nummer 
 1007/2017 
Freigabedatum  25.04.2017 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Interkommunale Maßnahmen zur Senkung des Verkehrsaufkommens für den Kölner 
rechtsrheinischen Norden 
Beschlussorgan 
Verkehrsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, folgende Maßnahmen aus dem Interkom-
munalen Programm umzusetzen bzw. zu initiieren und weiter zu verfolgen: 
 
Maßnahmen aus dem 33-Punkte-Programm mit den Nachbargemeinden 
 
 
1. Auf der Bergisch Gladbacher Straße im Abschnitt vom Clevischen Ring bis zur Stadtgrenze Er-
neuerung der LSA, Einrichtung von Tempo 30 und Einbau von lärmoptimiertem Asphalt. Nach 
Einbau des lärmoptimierten Asphalts wird die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h angehoben, 
 
2. Entwickeln eines gemeinsamen Konzeptes für regionale Fernradwege zwischen Köln und dem 
Rheinisch-Bergischem Kreis, 
 
3. Planung und Einrichtung weiterer Mobilitätsstationen innerhalb von Mülheim,  
 
4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Lichtsignalanlagenkonzept für eine umweltsensitive Steue-
rung an der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach einschließlich einer Wirkungsanalyse bezogen 
auf die Luftschadstoffsituation auf der Bergisch Gladbacher Straße zu prüfen, 
 
5. Planung der Anbindung der Autobahnanschlussstelle Mülheim an den Dünnwalder Kommunal-
weg. 
 
 
 
 
Verkehrsausschuss 02.05.2017 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 
Verkehrsausschuss 27.06.2017

2 
Begründung: 
 
Einleitung: 
 
 
Ergebnisse „Runder Tisch Verkehr – Köln und Bergisch Gladbach“ 
 
Aufgrund drängender Verkehrsfragen in Bergisch Gladbach und im Kölner rechtsrheinischen Norden, 
insbesondere auf der Bergisch Gladbacher Straße, ist ein Runder Tisch „Verkehr im Rechtsrheini-
schen“ mit dem Ziel  einberufen worden, gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese 
auch gemeinsam voranzubringen. Konkrete Vorschläge hierzu haben die Stadt Köln, die Stadt Ber-
gisch Gladbach, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Region Köln/Bonn e. V., Straßen NRW, der (Ver-
kehrsverbund Rhein-Sieg) VRS, die Verkehrsbetriebe WUPSI und KVB sowie der Regionalverkehr 
Köln erarbeitet. 
 
Inhaltlich bedeutsam ist, dass die Maßnahmen nicht priorisiert sind. Alle Projekte werden von den 
Beteiligten gleich bedeutsam eingestuft. Hinsichtlich ihrer Realisierungszeiten unterscheiden sich die 
einzelnen Projekte stark, da der Aufwand sehr unterschiedlich hoch ist. Daher wurden die Vorhaben 
wie folgt eingeteilt: 
 
 Kurzfristige Vorhaben, deren Umsetzung innerhalb der nächsten 4 Jahre zu erwarten ist. 
 
 Mittelfristige Vorhaben mit einem Umsetzungszeitraum von 5 bis 8 Jahren. 
 
 Langfristige Vorhaben, deren Umsetzung frühestens nach 8 Jahren möglich ist. 
 
Die Zuständigkeiten für die Bearbeitung sind sehr unterschiedlich. Die Städte Köln und Bergisch Gla-
dbach, der Rheinisch-Bergische Kreis, das Land Nordrhein-Westfalen, der Nahverkehrsverbund 
Rheinland und die Verkehrsunternehmen KVB, RVK, DB AG und WUPSI müssen aktiv werden. Alle 
Organisationen haben sich an der Erarbeitung des Maßnahmenpaketes beteiligt. Somit ist es gelun-
gen, ein sehr umfangreiches und wirkungsvolles gemeinsames Maßnahmenkonzept zur Mobilitätssi-
cherung und -entwicklung zu erarbeiten. 
 
Der Schwerpunkt der Lösung liegt eindeutig auf der Stärkung des öffentlichen Verkehrs, unabhängig 
davon, ob es sich um Projekte der DB AG, des Nahverkehrsverbundes Rheinland, der KVB oder der 
RVK handelt. 
 
Beispielhaft ist auch der Ansatz zwischen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Köln, ein 
gemeinsames Konzept für regionale Radwege zu entwickeln und umzusetzen. 
 
Neben dem Vollanschluss der Autobahnanschlussstelle Köln-Mülheim der BAB A 3 in Köln wurden 
weitere große Straßenbauprojekte, die L 286 n und der sechsspurige Ausbau der BAB A 4 zwischen 
Moitzfeld bis zum Autobahnkreuz Ost vereinbart, die eine Leistungssteigerung und zusammen auch 
Entlastungseffekte der Bergisch Gladbacher Straße erzielen. 
 
Zur Reduzierung der Luftschadstoffe auf der Bergisch Gladbacher Straße ist vereinbart, die Sinnhaf-
tigkeit einer Umweltampel im Bereich der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach auf Grundlage der Er-
fahrungen mit der Umweltampel auf dem Clevischen Ring zu prüfen. 
 
Das bedeutet, dass die konkreten Auswirkungen auf die Luftschadstoffsituation, aber auch die ver-
kehrlichen Auswirkungen im Nahbereich und die Verdrängungseffekte auszuwerten sind. Die umwelt-
sensitive Steuerung der Ampeln im Verlauf des Clevischen Ringes befindet sich seit April 2017 im 
Testbetrieb. Derzeit geprüft werden die Auswirkungen der Pförtnerungen auf die Reisezeiten der 
KFZ. 
 
Die Städte Köln, Bergisch Gladbach und der Rheinisch-Bergische Kreis arbeiten aktuell gemeinsam 
mit Leverkusen, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel und dem Rhein-Sieg-Kreis an integrierten Pla-
nungskonzepten für den rechtsrheinischen Verflechtungsraum. Das Thema Mobilität spielt hierbei

3 
eine wichtige Rolle. 
 
Es ist beabsichtigt, die bisherigen Ergebnisse und Vereinbarungen sowie die Prüfung, Planung und 
Realisierung der erarbeiteten Maßnahmen in den interkommunalen Abstimmungs- und Planungspro-
zess des Stadt-Umland-Verbundes „Köln und rechtsrheinische Nachbaren“ einzuspeisen und dort 
gemeinsam weiter zu verfolgen. 
 
(Siehe Anlage 1 und 2) 
 
 
Mobilitätsstation Mülheim als Beispiel für weitere Mobilitätsstationen 
 
Mobilitätsstationen vernetzen SPNV, ÖPNV, Fahrräder und Elektromobilitätsverkehrsmittel an einem 
Punkt. Ideale Standorte sind Bahnhöfe, von denen aus die Reisenden oder Berufspendler den Weg 
zu ihren persönlichen Zielen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln fortsetzen können. Zum einen 
sind dies in erster Linie E-Fahrzeuge der unterschiedlichen CarSharing-Anbieter und zum anderen 
Leihfahrräder der KVB oder der Deutschen Bahn. Natürlich gehört dazu auch der ÖPNV. Je nach 
persönlichem Gusto und in Abhängigkeit von der Wetterlage setzt der Ankommende seinen Weg zum 
Ziel umweltfreundlich und klimaneutral mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln zurück.  
 
Elektroladestationen im öffentlichen Straßenland sind ein wichtiges Element zur Senkung der Um-
weltbelastungen im Stadtteil Mülheim. Diese sollen im Bereich von Mobilitätsstationen aufgestellt 
werden. So wird ein Anreiz geschaffen, die Elektromobilität privat zu nutzen und den Anreiz zum Kauf 
eines Elektro- oder ggf. Hybridfahrzeuges zu steigern. Wenn der Elektrofahrzeugbesitzer die Mög-
lichkeit hat, sein privates Fahrzeug während seiner berufsbedingten Abwesenheit an einer Mobilitäts-
station aufzuladen, während er seine Wege zum und vom Arbeitsplatz mit Verkehrsmitteln wie Stadt-
bahn, S-Bahn oder Eisenbahn zurücklegt, ist das ein Baustein zur Steigerung der Attraktivität von 
Elektromobilität. 
 
Im Zusammenhang mit dem EU-Förderprojekt Grow Smarter werden zurzeit an den beiden Bahnhö-
fen Deutz (hier: Charles-de-Gaulle-Platz) und Mülheim (hier: Bahnhofsvorplatz) die ersten Module für 
die Mobilitätsstationen errichtet und in Betrieb genommen. Im Gelände der Stegerwaldsiedlung wird 
diese Station nach Abschluss der Hochbautätigkeit eingerichtet. Im öffentlichen Straßenland ist eine 
Sondernutzungserlaubnis für das ortsfeste Car-Sharing im Bereich der Von-Sparr-Straße sowie der 
Regentenstraße erteilt worden. An diesen Standorten sollen auch Elektroladesäulen installiert wer-
den. Ein weiterer Antrag im Bereich Berliner Straße/Am Emberg wird zurzeit innerhalb der Verwaltung 
geprüft. Weitere Stationen sind geplant. 
 
 
Maßnahmen und Untersuchungen auf der Bergisch Gladbacher Straße 
 
Lärm und Luftschadstoffuntersuchung 
 
Auftragsgemäß ist vom Umweltamt eine schalltechnische Untersuchung zu den Straßenverkehrslärm-
immissionen entlang der Bergisch Gladbacher Straße in Köln-Dellbrück, -Holweide und 
-Mülheim angefertigt worden. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Lärmgrenzwerte sowohl 
tagsüber als auch nachts in weiten Teilen der Bergisch Gladbacher Straße überschritten werden. Der 
Gutachter hat die Auswirkungen von zwei Lärmschutzmaßnahmen detailliert untersucht. Es handelt 
sich hier zum einen um die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h (dies betrifft die Bergisch Glad-
bacher Straße auf kompletter Länge) und den Einsatz von lärmoptimierten Belägen. Die Reduzierung 
der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h einerseits und der Einsatz lärmoptimierten 
Belags andererseits erfüllen – jeweils für sich betrachtet – die Mindestanforderung der Richtlinien für 
straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, da beide Maßnahmen 
für sich allein betrachtet eine wahrnehmbare Minderung um 3 Dezibel zur Folge haben. 
 
Die Verwaltung beabsichtigt, in einem ersten Schritt die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen. 
Hierzu sind die Signalanlagen entsprechend umzuprogrammieren und zum Teil zu erneuern. In einem 
zweiten Schritt soll lärmoptimierter Asphalt eingebaut und die Höchstgeschwindigkeit wieder auf 50

4 
km/h angehoben werden. 
 
Im Rahmen des städtischen Erhaltungsprogramms werden Vorschläge für die konkrete Umsetzung 
unter Berücksichtigung durchgehender Radverkehrsanlagen auf der gesamten Bergisch Gladbacher 
Straße gemacht werden. Da beide Vorhaben auch Einfluss auf die Luftschadstoffsituation in der Ber-
gisch Gladbacher Straße haben werden, beabsichtigt die Verwaltung, gutachterlich untersuchen zu 
lassen, wie sich diese Veränderungen auf die Luftschadstoffsituation auswirken. Das ist deswegen 
sinnvoll, weil der ermittelte Wert mit 42 µg/m³ (im Mittel) nur geringfügig über dem Grenzwert liegt. In 
der Folge soll auch beurteilt werden, ob und wenn ja, wie eine umweltsensitive Signalsteuerung auch 
vor dem genannten Hintergrund aussehen könnte. 
 
Hierzu sind bereits Verkehrszählungen durchgeführt worden. 
 
Die Ausführungsplanung des Knotenpunktes Bergisch Gladbacher Straße/ Buschfeldstraße/ Johann-
Bensberg-Straße zur Verbesserung des Verkehrsflusses für den Linienbus aber auch für den Rad- 
und Kfz-Verkehr wird derzeit vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik erstellt. Die Planung wird vo-
raussichtlich im Frühjahr 2017 fertiggestellt. Eine Umsetzung der Baumaßnahme ist für Anfang 2018 
geplant. 
 
Die Verwaltung arbeitet an der Beseitigung der Unfallhäufungsstelle Bergisch Gladbacher Straße – 
Anschluss Steyler Straße. Auf der Bergisch Gladbacher Straße ist an den Anschlussbereichen zur 
Steyler Straße eine Neuordnung der Fahrspuren vorgesehen, um den Kfz-Verkehrsfluss zu optimie-
ren, die Situation für Radfahrer zu verbessern und die Unfallhäufungsstelle zu beseitigen. Die Steyler 
Straße soll dann den Verkehr nur in eine Richtung aufnehmen (Einbahnstraße). Eine Umsetzung der 
Maßnahmen ist ab 2018 vorgesehen. 
 
Im Abschnitt der Bergisch Gladbacher Straße zwischen Eschenbachstraße und Möhlstraße werden 
im ersten Schritt Radschutzstreifen auf der Bergisch Gladbacher Straße angelegt. Ebenfalls kurzfris-
tig soll die in einem kurzen Teilstück der Bergisch Gladbacher Straße vorhandene dritte Fahrspur 
eingezogen werden, weil diese Aufweitung Autofahrer animiert, schneller zu fahren. Im Bereich der 
darauf folgenden Einengung führt das regelmäßig zu Stauerscheinungen. 
 
In Kürze wird der Bezirksvertretung Mülheim und dem Verkehrsausschuss das Ergebnis der Prüfung 
bezüglich des Ersatzes von LSA-gesteuerten Kreuzungen auf der Bergisch Gladbacher Straße durch 
Kreisverkehre vorgelegt. 
 
 
Prüfung möglicher Radschnellwege oder regionaler Radwegverkehrsanbindungen 
 
Seit geraumer Zeit finden regelmäßige Gespräche zwischen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der 
Stadt Köln statt, um zwischen den Beteiligten ein regionales Radwegekonzept abzustimmen. Vor kur-
zem wurden diese Gespräche auch auf die Stadt Leverkusen erweitert. Wenn ein Grundkonzept er-
arbeitet ist, wird das Konzept dem Verkehrsausschuss zur Beratung und zum Beschluss vorgelegt. Im 
Anschluss daran beabsichtigt die Verwaltung, gemeinsam mit den Partnern ein Gutachten zu beauf-
tragen, das das Radkonzept weiter qualifiziert. 
 
 
Ausbau des ÖPNV- und SPNV-Systems 
 
Die bedeutsamste Verbesserung des SPNV ist der zweigleisige Ausbau der S 11 und die Erweiterung 
der Bahnhöfe Hauptbahnhof und Messe/Deutz sowie die Neuanlage des Haltepunktes Kalk-West. 
Hierdurch wird die Bahnkapazität deutlich erhöht und die Erreichbarkeit von Kalk verbessert. Diese 
Erweiterung wird den Anteil der Bahnfahrer deutlich erhöhen. Diese Vorhaben sind Bestandteil des 
Maßnahmenpaketes „Bahn Knoten Köln“ und Voraussetzung für eine Taktverdichtung auf der S 11 
von 20 auf 10 Minuten. Hierdurch wird der Kfz-Verkehr innerhalb von Mülheim spürbar gesenkt. 
 
Ein weiteres sehr wirksame Ausbauvorhaben des ÖPNV ist die Verlängerung der Linie 1 im ersten 
Schritt ggf. bis nach Moitzfeld. Um mehr regionalen Kfz-Verkehr zum Umstieg auf die Linie 1 zu be-

5 
wegen, ist beabsichtigt, in Herkenrath eine bedarfsgerechte P+R-Anlage anzulegen. Wegen der heu-
te bereits sehr hohen Auslastung der Linie 1 in den Spitzenbelastungszeiten ist die Kapazitätsauswei-
tung auf den gesamten Streckenzug der Linie 1 Voraussetzung.  
 
Neben der Kapazitätserhöhung der Stadtbahnwagen der Linie 4 soll diese von Köln-Dünnwald in 
Richtung Leverkusen/Schlebusch oder alternativ in Richtung Odenthal verlängert werden. 
 
Sowohl die Verlängerung der Linie 1 als auch der Linie 4 sind zum ÖPNV-Bedarfsplan des Landes 
NRW angemeldet worden. 
 
Für die regionale Anbindung an einen Schienenverkehr ist die Neuanlage des S-Bahnhofes an der 
Berliner Straße und der RRX-Halt Bahnhof Mülheim von zentraler Bedeutung. Deswegen sind diese 
beiden Projekte Bestandteil der Vereinbarung. 
 
Um die Situation im ÖPNV bereits mittelfristig spürbar zu verbessern, ist geplant, aus dem Rheinisch-
Bergischen Kreis folgende fünf Schnellbuslinien bis an das leistungsfähige Schienennetz der KVB 
oder DB AG zu führen: 
 
 
 von Kürten bis Bensberg zur Linie 1, 
 
 von Kürten nach Bergisch Gladbach bis zur Endhaltestelle der S 11, 
 
 von Altenberg-Odenthal-Schildgen bis nach Köln-Mülheim (Wiener Platz), 
 
 vom Rheinisch-Bergischen Kreis/Oberbergischen Kreis und Rhein-Sieg-Kreis zu Haltestellen 
der Regionallinie 25, 
 
 von Wermelskirchen und Burscheid unter Einbeziehung von Haltestellen des Schienenver-
kehrs entlang der Rheinschienen. 
 
 
Da nur ein Teil des Rheinisch-Bergischen Kreises direkt von leistungsfähigem ÖPNV und SPNV er-
schlossen ist, hat der Ausbau des P+R- sowie B+R-Systems eine besondere Bedeutung. Die Erhö-
hung bzw. die Neuanlage von P+R-Plätzen an den Haltestellen Thielenbruch, Bahnhof Dellbrück und 
Duckterath stehen hier im Vordergrund. Der flächendeckende Ausbau des B+R-Systems an allen 
wichtigen Haltestellen wird angestrebt. 
 
Um eine möglichst gleichmäßige Auslastung der P+R-Anlagen zu erzielen, ist die Tarifstruktur im Be-
reich der Kölner Stadtgrenze zu überprüfen. 
 
Als eine der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation wird schon heute der Bahn-
hof von Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.  
 
Langfristig wird die neue S-Bahnlinie S 16 von Köln nach Leverkusen - Rheindorf angestrebt. In Ver-
bindung mit der bestehenden Linie S 6 soll hier ein 10-Minutentakt eingeführt werden. In Verbindung 
mit dem bereits geschilderten Schnellbussystem wird hier attraktiver Personennahverkehr entstehen. 
Um die Auslastung der Linie S 11 und den Stadtbahnlinien 3 sowie 4 in den Spitzenbelastungszeiten 
zu vergleichen, soll durch die Verkehrsunternehmen eine Öffentlichkeitskampagne gestartet werden. 
 
Neben den sehr großen Anstrengungen zur Verbesserung des öffentlichen Personenverkehrs und 
des Radverkehrs ist es zwingend erforderlich, Engpässe im Straßennetz zu beseitigen. Hier ist neben 
dem Ausbau der BAB 4 von der Autobahnanschlussstelle Moitzfeld bis zum Autobahnkreuz Köln-Ost 
die Anbindung der Anschlussstelle Köln Mülheim an den Dünnwalder Kommunalweg und der Ausbau 
der L 286 n von Bergisch Gladbach über Bensberg bis an die BAB 4 vorgesehen. Insbesondere das 
letztgenannte Projekt wird zu einer besseren Verteilung des Verkehrs innerhalb von Bergisch Glad-
bach als auch auf der Bergisch Gladbacher Straße führen. Die Ausgestaltung dieser wichtigen Ver-

6 
bindungen soll sich selbstverständlich nicht nur auf den Kfz-Verkehr beschränken, sondern ein attrak-
tives Radverkehrsangebot erhalten. Die gesamte Verbindung soll modernen Anforderungen des Um-
weltschutzes gerecht werden. Das betrifft z. B. Lärmschutz, aber auch die gute Einbindung des Vor-
habens in bestehende Strukturen. 
 
Heute kann von der BAB 3 an der Anschlussstelle Mülheim nicht direkt zum Dünnwalder Kommunal-
weg gefahren werden. Diese Situation führt dazu, dass weite Teile des Kfz-Verkehrs auf die BAB 3 
über die Anschlussstelle Dellbrück auf- und abfahren. Eine weitere Verbindung zur Autobahnan-
schlussstelle Mülheim würde für eine bessere Verteilung und weniger starke Konzentration des Auto-
verkehrs auf der Bergisch Gladbacher Straße führen. Deswegen empfiehlt die Verwaltung, den Voll-
ausbau der Anschlussstelle Mülheim und die Verbindung zum Dünnwalder Kommunalweg planerisch 
aufzunehmen. 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
 
Die Verkehrsfragen bedürfen einer schnellstmöglichen Klärung, um mit den Maßnahmen kurzfristig 
beginnen zu können. Die Vorlage erfolgt für den Verkehrsausschuss im 1. Durchlauf zur Sitzung am 
02.05.2017, damit nach Beteiligung der Bezirksvertretung Mülheim mit der Umsetzung der Maßnah-
men noch vor der Sommerpause begonnen werden kann.

Beratungsverlauf (2)

02.05.2017 Verkehrsausschuss
TOP 4.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
29.05.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 9.2.4 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1007/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
26.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27