1007/2017
Interkommunale Maßnahmen zur Senkung des Verkehrs für den Kölner rechtsrheinischen Norden
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Anlage 1- Maßnahmenkatalog mit Kosten
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Anlage 1 Anlage 1 Seite 1 von 3 Maßnahmenbezeichnung Umsetzungszeitraum Verkehrsträger Baulastträger Kosten 2 Änderung Signalisierung Bergisch Gladbacher Straße, Johann-Bensberg Straße kurzfristig MIV und Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) Stadt Köln 275.000 € 3 Umweltsensitive LSA Clevischer Ring/Bergisch Glad- bacher Straße bei Erhalt des ÖPNV-Vorrangs Frühjahr 2017 MIV Stadt Köln 30.000 € 4 Tempo 30 aus Lärmschutzgründen Bergisch Gladba- cher Straße vom Clevischen Ring bis Stadtgrenze Kurzfristig MIV Stadt Köln 5.300.000 € 7 Anlage eines Radschutzstreifens in Dellbrück auf der Bergisch Gladbacher Straße zwischen Eschenbruch- straße und Möhlstraße Kurzfristig Radverbindung Stadt Köln 170.000 € 8 Einziehung einer Spur im Bereich der zweispurigen Richtungsfahrbahn der Bergisch Gladbacher Straße kurzfristig MIV Stadt Köln 350.000 € 10 Prüfung möglicher Radschnellwege/Regionaler Rad- weg zwischen Köln, Bergisch Gladbach und Rheinisch Bergischen Kreis kurzfristig Radwegverbindung Stadt Köln, Stadt Bergisch Gladbach, Rheinisch- Bergischer Kreis 10.000 € 15 Prüfung, ob Kapazitäten der P+R-Anlagen an der Haltestelle Thielenbruch, Bahnhof Dellbrück und Haltestelle Duckterath möglich und ggf. Alternativen prüfen kurzfristig ÖPNV Schiene/MIV Stadt Köln, Stadt Bergisch Gladbach 10.000 € 18 Prüfung der Veränderung der Tarifgrenze zwischen Köln und Bergisch Gladbach durch den VRS kurzfristig ÖPNV Nahverkehr Rheinland GmbH 21 Ausbau B+R-System an allen Haltestellen kurzfristig Radwegverbindung Kommunen 24 Barrierefreier Ausbau S-Bahnhof Bergisch Gladbach befindet sich in der Um- setzung ÖPNV DB AG 32 Verteilung des Anschlussverkehrs der S11 in Köln- Deutz kurzfristig ÖPNV NVR/KVB Anlage 1 Anlage 1 Seite 2 von 3 Maßnahmenbezeichnung Umsetzungszeitraum * Verkehrsträger Baulastträger Kosten 1 Umbau Kreuzung Bergisch Gladbacher Straße A 3 mittelfristig Motorisierte Individual Verkehr (MIV) Stadt Köln 5 Lärmoptimierter Belag Bergisch Gladbacher Straße vom Clevischem Ring bis Von-Quadt-Straße und An- hebung der Höchstgeschwindigkeit wieder auf 50 km/h mittelfristig MIV Stadt Köln 6 Prüfung der Umweltampel bzw. Optimierung der LSA zur Vermeidung von Schleichverkehren zur Stadt- grenze Bergisch Gladbach mittelfristig MIV Stadt Köln 9 Herstellung einer durchgehenden Radverkehrsanla- ge auf der Bergisch Gladbacher Straße möglichst auf der Fahrbahn mittelfristig Radwegverbindung Stadt Köln 11 Zweigleisieger Ausbau S 11 K-Dellbrück – Bergisch Gladbach, um 10-Minuten-Takt fahren zu können, Erhöhung P+R Duckterath, Car Sharing, B+R mittelfristig ÖPNV Schiene/MIV KVB AG, Stadt Bergisch Gladbach 12 Neubau S-Bahnhof Köln-Kalk West (CFK- Gelände/Odysseum) mittelfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG 13 Neubau S-Bahnhof Köln-Berliner Straße (S 6) mittelfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG 25 Neue Schnellbuslinien von Kürten bis Bensberg zur Linie 1 mittelfristig ÖPNV Bus Rheinisch- Bergischer Kreis 26 Neue Schnellbuslinien von Kürten bis Bergisch Glad- bach S11 mittelfristig ÖPNV Bus Rheinisch- Bergischer Kreis 28 Regionalradwege Ausbau regionaler Radwege, ins- besondere interessant für Pendler in Richtung Köln/Leverkusen Kreisweite Betrachtung notwendig mittelfristig Radwegverbindung Rheinisch- Bergischer Kreis 29 Schnellbuslinie Erschließung Wermelskirchen und Burscheid unter Einbeziehung Schienenverkehr ent- lang der Rheinschiene mittelfristig ÖPNV/Bus Rheinisch- Bergischer Kreis 30 Schnellbuszubringer Altenberg – Odenthal – Schild- gen – Köln-Mülheim (Wiener Platz) bzw. zur Linie 4 mittelfristig ÖPNV/Bus Rheinisch- Bergischer Kreis Anlage 1 Anlage 1 Seite 3 von 3 Maßnahmenbezeichnung Umsetzungszeitraum Verkehrsträger Baulastträger Kosten 31 Schnellbuszubringer RBK- OBK- RSK zu Haltestellen RB 25 mittelfristig ÖPNV Rheinisch- Bergischer Kreis 33 Mobilstationen fördern mittelfristig ÖPNV Bus/Schiene, MIV, Fahrrad Kommunen 14 Neue S-Bahnlinie S 16 Köln – Leverkusen-Rheindorf (10-Minuten-Takt mit S 6) langfristig ÖPNV/DB Deutsche Bahn AG 16 Kapazitätserhöhung auf der Linie 4 im Rechtsrheini- schen langfristig ÖPNV Schiene KVB AG 17 Verlängerung der Linie 4 nach Leverkusen Schle- busch langfristig ÖPNV Schiene KVB AG 19 6-spuriger Ausbau A4 von AK Köln-Ost bis AS Moitz- feld langfristig MIV Landesbetrieb Straßen- bau.NRW 20 Vollanschluss AS Mülheim und Anbindung am Dünnwalder Kommunalweg langfristig MIV Landesbetrieb Straßen- bau.NRW 22 RRX-Halt in Köln Mülheim langfristig ÖPNV Schiene Deutsche Bahn AG 23 Verlängerung Linie 1 bis AS BAB A4 Moitzfeld/ Wohnpark bzw. bis Herkenrath /Spitze langfristig ÖPNV Schiene KVB AG 27 L 286 N langfristig MIV Stadt Bergisch Gladbach *Umsetzungszeitraum: kurzfristig: Umsetzung in 1 – 4 Jahren, mittelfristig: Umsetzung in 5 – 8 Jahren, langfristig: Umsetzung länger als 8 Jahre
Anlage 2 - Karte Köln BG RBK
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Anlage 2
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/661 661 Vorlagen-Nummer 1007/2017 Freigabedatum 25.04.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Interkommunale Maßnahmen zur Senkung des Verkehrsaufkommens für den Kölner rechtsrheinischen Norden Beschlussorgan Verkehrsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, folgende Maßnahmen aus dem Interkom- munalen Programm umzusetzen bzw. zu initiieren und weiter zu verfolgen: Maßnahmen aus dem 33-Punkte-Programm mit den Nachbargemeinden 1. Auf der Bergisch Gladbacher Straße im Abschnitt vom Clevischen Ring bis zur Stadtgrenze Er- neuerung der LSA, Einrichtung von Tempo 30 und Einbau von lärmoptimiertem Asphalt. Nach Einbau des lärmoptimierten Asphalts wird die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h angehoben, 2. Entwickeln eines gemeinsamen Konzeptes für regionale Fernradwege zwischen Köln und dem Rheinisch-Bergischem Kreis, 3. Planung und Einrichtung weiterer Mobilitätsstationen innerhalb von Mülheim, 4. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Lichtsignalanlagenkonzept für eine umweltsensitive Steue- rung an der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach einschließlich einer Wirkungsanalyse bezogen auf die Luftschadstoffsituation auf der Bergisch Gladbacher Straße zu prüfen, 5. Planung der Anbindung der Autobahnanschlussstelle Mülheim an den Dünnwalder Kommunal- weg. Verkehrsausschuss 02.05.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 Verkehrsausschuss 27.06.2017 2 Begründung: Einleitung: Ergebnisse „Runder Tisch Verkehr – Köln und Bergisch Gladbach“ Aufgrund drängender Verkehrsfragen in Bergisch Gladbach und im Kölner rechtsrheinischen Norden, insbesondere auf der Bergisch Gladbacher Straße, ist ein Runder Tisch „Verkehr im Rechtsrheini- schen“ mit dem Ziel einberufen worden, gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese auch gemeinsam voranzubringen. Konkrete Vorschläge hierzu haben die Stadt Köln, die Stadt Ber- gisch Gladbach, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Region Köln/Bonn e. V., Straßen NRW, der (Ver- kehrsverbund Rhein-Sieg) VRS, die Verkehrsbetriebe WUPSI und KVB sowie der Regionalverkehr Köln erarbeitet. Inhaltlich bedeutsam ist, dass die Maßnahmen nicht priorisiert sind. Alle Projekte werden von den Beteiligten gleich bedeutsam eingestuft. Hinsichtlich ihrer Realisierungszeiten unterscheiden sich die einzelnen Projekte stark, da der Aufwand sehr unterschiedlich hoch ist. Daher wurden die Vorhaben wie folgt eingeteilt: Kurzfristige Vorhaben, deren Umsetzung innerhalb der nächsten 4 Jahre zu erwarten ist. Mittelfristige Vorhaben mit einem Umsetzungszeitraum von 5 bis 8 Jahren. Langfristige Vorhaben, deren Umsetzung frühestens nach 8 Jahren möglich ist. Die Zuständigkeiten für die Bearbeitung sind sehr unterschiedlich. Die Städte Köln und Bergisch Gla- dbach, der Rheinisch-Bergische Kreis, das Land Nordrhein-Westfalen, der Nahverkehrsverbund Rheinland und die Verkehrsunternehmen KVB, RVK, DB AG und WUPSI müssen aktiv werden. Alle Organisationen haben sich an der Erarbeitung des Maßnahmenpaketes beteiligt. Somit ist es gelun- gen, ein sehr umfangreiches und wirkungsvolles gemeinsames Maßnahmenkonzept zur Mobilitätssi- cherung und -entwicklung zu erarbeiten. Der Schwerpunkt der Lösung liegt eindeutig auf der Stärkung des öffentlichen Verkehrs, unabhängig davon, ob es sich um Projekte der DB AG, des Nahverkehrsverbundes Rheinland, der KVB oder der RVK handelt. Beispielhaft ist auch der Ansatz zwischen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Köln, ein gemeinsames Konzept für regionale Radwege zu entwickeln und umzusetzen. Neben dem Vollanschluss der Autobahnanschlussstelle Köln-Mülheim der BAB A 3 in Köln wurden weitere große Straßenbauprojekte, die L 286 n und der sechsspurige Ausbau der BAB A 4 zwischen Moitzfeld bis zum Autobahnkreuz Ost vereinbart, die eine Leistungssteigerung und zusammen auch Entlastungseffekte der Bergisch Gladbacher Straße erzielen. Zur Reduzierung der Luftschadstoffe auf der Bergisch Gladbacher Straße ist vereinbart, die Sinnhaf- tigkeit einer Umweltampel im Bereich der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach auf Grundlage der Er- fahrungen mit der Umweltampel auf dem Clevischen Ring zu prüfen. Das bedeutet, dass die konkreten Auswirkungen auf die Luftschadstoffsituation, aber auch die ver- kehrlichen Auswirkungen im Nahbereich und die Verdrängungseffekte auszuwerten sind. Die umwelt- sensitive Steuerung der Ampeln im Verlauf des Clevischen Ringes befindet sich seit April 2017 im Testbetrieb. Derzeit geprüft werden die Auswirkungen der Pförtnerungen auf die Reisezeiten der KFZ. Die Städte Köln, Bergisch Gladbach und der Rheinisch-Bergische Kreis arbeiten aktuell gemeinsam mit Leverkusen, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel und dem Rhein-Sieg-Kreis an integrierten Pla- nungskonzepten für den rechtsrheinischen Verflechtungsraum. Das Thema Mobilität spielt hierbei 3 eine wichtige Rolle. Es ist beabsichtigt, die bisherigen Ergebnisse und Vereinbarungen sowie die Prüfung, Planung und Realisierung der erarbeiteten Maßnahmen in den interkommunalen Abstimmungs- und Planungspro- zess des Stadt-Umland-Verbundes „Köln und rechtsrheinische Nachbaren“ einzuspeisen und dort gemeinsam weiter zu verfolgen. (Siehe Anlage 1 und 2) Mobilitätsstation Mülheim als Beispiel für weitere Mobilitätsstationen Mobilitätsstationen vernetzen SPNV, ÖPNV, Fahrräder und Elektromobilitätsverkehrsmittel an einem Punkt. Ideale Standorte sind Bahnhöfe, von denen aus die Reisenden oder Berufspendler den Weg zu ihren persönlichen Zielen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln fortsetzen können. Zum einen sind dies in erster Linie E-Fahrzeuge der unterschiedlichen CarSharing-Anbieter und zum anderen Leihfahrräder der KVB oder der Deutschen Bahn. Natürlich gehört dazu auch der ÖPNV. Je nach persönlichem Gusto und in Abhängigkeit von der Wetterlage setzt der Ankommende seinen Weg zum Ziel umweltfreundlich und klimaneutral mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln zurück. Elektroladestationen im öffentlichen Straßenland sind ein wichtiges Element zur Senkung der Um- weltbelastungen im Stadtteil Mülheim. Diese sollen im Bereich von Mobilitätsstationen aufgestellt werden. So wird ein Anreiz geschaffen, die Elektromobilität privat zu nutzen und den Anreiz zum Kauf eines Elektro- oder ggf. Hybridfahrzeuges zu steigern. Wenn der Elektrofahrzeugbesitzer die Mög- lichkeit hat, sein privates Fahrzeug während seiner berufsbedingten Abwesenheit an einer Mobilitäts- station aufzuladen, während er seine Wege zum und vom Arbeitsplatz mit Verkehrsmitteln wie Stadt- bahn, S-Bahn oder Eisenbahn zurücklegt, ist das ein Baustein zur Steigerung der Attraktivität von Elektromobilität. Im Zusammenhang mit dem EU-Förderprojekt Grow Smarter werden zurzeit an den beiden Bahnhö- fen Deutz (hier: Charles-de-Gaulle-Platz) und Mülheim (hier: Bahnhofsvorplatz) die ersten Module für die Mobilitätsstationen errichtet und in Betrieb genommen. Im Gelände der Stegerwaldsiedlung wird diese Station nach Abschluss der Hochbautätigkeit eingerichtet. Im öffentlichen Straßenland ist eine Sondernutzungserlaubnis für das ortsfeste Car-Sharing im Bereich der Von-Sparr-Straße sowie der Regentenstraße erteilt worden. An diesen Standorten sollen auch Elektroladesäulen installiert wer- den. Ein weiterer Antrag im Bereich Berliner Straße/Am Emberg wird zurzeit innerhalb der Verwaltung geprüft. Weitere Stationen sind geplant. Maßnahmen und Untersuchungen auf der Bergisch Gladbacher Straße Lärm und Luftschadstoffuntersuchung Auftragsgemäß ist vom Umweltamt eine schalltechnische Untersuchung zu den Straßenverkehrslärm- immissionen entlang der Bergisch Gladbacher Straße in Köln-Dellbrück, -Holweide und -Mülheim angefertigt worden. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Lärmgrenzwerte sowohl tagsüber als auch nachts in weiten Teilen der Bergisch Gladbacher Straße überschritten werden. Der Gutachter hat die Auswirkungen von zwei Lärmschutzmaßnahmen detailliert untersucht. Es handelt sich hier zum einen um die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h (dies betrifft die Bergisch Glad- bacher Straße auf kompletter Länge) und den Einsatz von lärmoptimierten Belägen. Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h einerseits und der Einsatz lärmoptimierten Belags andererseits erfüllen – jeweils für sich betrachtet – die Mindestanforderung der Richtlinien für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, da beide Maßnahmen für sich allein betrachtet eine wahrnehmbare Minderung um 3 Dezibel zur Folge haben. Die Verwaltung beabsichtigt, in einem ersten Schritt die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen. Hierzu sind die Signalanlagen entsprechend umzuprogrammieren und zum Teil zu erneuern. In einem zweiten Schritt soll lärmoptimierter Asphalt eingebaut und die Höchstgeschwindigkeit wieder auf 50 4 km/h angehoben werden. Im Rahmen des städtischen Erhaltungsprogramms werden Vorschläge für die konkrete Umsetzung unter Berücksichtigung durchgehender Radverkehrsanlagen auf der gesamten Bergisch Gladbacher Straße gemacht werden. Da beide Vorhaben auch Einfluss auf die Luftschadstoffsituation in der Ber- gisch Gladbacher Straße haben werden, beabsichtigt die Verwaltung, gutachterlich untersuchen zu lassen, wie sich diese Veränderungen auf die Luftschadstoffsituation auswirken. Das ist deswegen sinnvoll, weil der ermittelte Wert mit 42 µg/m³ (im Mittel) nur geringfügig über dem Grenzwert liegt. In der Folge soll auch beurteilt werden, ob und wenn ja, wie eine umweltsensitive Signalsteuerung auch vor dem genannten Hintergrund aussehen könnte. Hierzu sind bereits Verkehrszählungen durchgeführt worden. Die Ausführungsplanung des Knotenpunktes Bergisch Gladbacher Straße/ Buschfeldstraße/ Johann- Bensberg-Straße zur Verbesserung des Verkehrsflusses für den Linienbus aber auch für den Rad- und Kfz-Verkehr wird derzeit vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik erstellt. Die Planung wird vo- raussichtlich im Frühjahr 2017 fertiggestellt. Eine Umsetzung der Baumaßnahme ist für Anfang 2018 geplant. Die Verwaltung arbeitet an der Beseitigung der Unfallhäufungsstelle Bergisch Gladbacher Straße – Anschluss Steyler Straße. Auf der Bergisch Gladbacher Straße ist an den Anschlussbereichen zur Steyler Straße eine Neuordnung der Fahrspuren vorgesehen, um den Kfz-Verkehrsfluss zu optimie- ren, die Situation für Radfahrer zu verbessern und die Unfallhäufungsstelle zu beseitigen. Die Steyler Straße soll dann den Verkehr nur in eine Richtung aufnehmen (Einbahnstraße). Eine Umsetzung der Maßnahmen ist ab 2018 vorgesehen. Im Abschnitt der Bergisch Gladbacher Straße zwischen Eschenbachstraße und Möhlstraße werden im ersten Schritt Radschutzstreifen auf der Bergisch Gladbacher Straße angelegt. Ebenfalls kurzfris- tig soll die in einem kurzen Teilstück der Bergisch Gladbacher Straße vorhandene dritte Fahrspur eingezogen werden, weil diese Aufweitung Autofahrer animiert, schneller zu fahren. Im Bereich der darauf folgenden Einengung führt das regelmäßig zu Stauerscheinungen. In Kürze wird der Bezirksvertretung Mülheim und dem Verkehrsausschuss das Ergebnis der Prüfung bezüglich des Ersatzes von LSA-gesteuerten Kreuzungen auf der Bergisch Gladbacher Straße durch Kreisverkehre vorgelegt. Prüfung möglicher Radschnellwege oder regionaler Radwegverkehrsanbindungen Seit geraumer Zeit finden regelmäßige Gespräche zwischen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Köln statt, um zwischen den Beteiligten ein regionales Radwegekonzept abzustimmen. Vor kur- zem wurden diese Gespräche auch auf die Stadt Leverkusen erweitert. Wenn ein Grundkonzept er- arbeitet ist, wird das Konzept dem Verkehrsausschuss zur Beratung und zum Beschluss vorgelegt. Im Anschluss daran beabsichtigt die Verwaltung, gemeinsam mit den Partnern ein Gutachten zu beauf- tragen, das das Radkonzept weiter qualifiziert. Ausbau des ÖPNV- und SPNV-Systems Die bedeutsamste Verbesserung des SPNV ist der zweigleisige Ausbau der S 11 und die Erweiterung der Bahnhöfe Hauptbahnhof und Messe/Deutz sowie die Neuanlage des Haltepunktes Kalk-West. Hierdurch wird die Bahnkapazität deutlich erhöht und die Erreichbarkeit von Kalk verbessert. Diese Erweiterung wird den Anteil der Bahnfahrer deutlich erhöhen. Diese Vorhaben sind Bestandteil des Maßnahmenpaketes „Bahn Knoten Köln“ und Voraussetzung für eine Taktverdichtung auf der S 11 von 20 auf 10 Minuten. Hierdurch wird der Kfz-Verkehr innerhalb von Mülheim spürbar gesenkt. Ein weiteres sehr wirksame Ausbauvorhaben des ÖPNV ist die Verlängerung der Linie 1 im ersten Schritt ggf. bis nach Moitzfeld. Um mehr regionalen Kfz-Verkehr zum Umstieg auf die Linie 1 zu be- 5 wegen, ist beabsichtigt, in Herkenrath eine bedarfsgerechte P+R-Anlage anzulegen. Wegen der heu- te bereits sehr hohen Auslastung der Linie 1 in den Spitzenbelastungszeiten ist die Kapazitätsauswei- tung auf den gesamten Streckenzug der Linie 1 Voraussetzung. Neben der Kapazitätserhöhung der Stadtbahnwagen der Linie 4 soll diese von Köln-Dünnwald in Richtung Leverkusen/Schlebusch oder alternativ in Richtung Odenthal verlängert werden. Sowohl die Verlängerung der Linie 1 als auch der Linie 4 sind zum ÖPNV-Bedarfsplan des Landes NRW angemeldet worden. Für die regionale Anbindung an einen Schienenverkehr ist die Neuanlage des S-Bahnhofes an der Berliner Straße und der RRX-Halt Bahnhof Mülheim von zentraler Bedeutung. Deswegen sind diese beiden Projekte Bestandteil der Vereinbarung. Um die Situation im ÖPNV bereits mittelfristig spürbar zu verbessern, ist geplant, aus dem Rheinisch- Bergischen Kreis folgende fünf Schnellbuslinien bis an das leistungsfähige Schienennetz der KVB oder DB AG zu führen: von Kürten bis Bensberg zur Linie 1, von Kürten nach Bergisch Gladbach bis zur Endhaltestelle der S 11, von Altenberg-Odenthal-Schildgen bis nach Köln-Mülheim (Wiener Platz), vom Rheinisch-Bergischen Kreis/Oberbergischen Kreis und Rhein-Sieg-Kreis zu Haltestellen der Regionallinie 25, von Wermelskirchen und Burscheid unter Einbeziehung von Haltestellen des Schienenver- kehrs entlang der Rheinschienen. Da nur ein Teil des Rheinisch-Bergischen Kreises direkt von leistungsfähigem ÖPNV und SPNV er- schlossen ist, hat der Ausbau des P+R- sowie B+R-Systems eine besondere Bedeutung. Die Erhö- hung bzw. die Neuanlage von P+R-Plätzen an den Haltestellen Thielenbruch, Bahnhof Dellbrück und Duckterath stehen hier im Vordergrund. Der flächendeckende Ausbau des B+R-Systems an allen wichtigen Haltestellen wird angestrebt. Um eine möglichst gleichmäßige Auslastung der P+R-Anlagen zu erzielen, ist die Tarifstruktur im Be- reich der Kölner Stadtgrenze zu überprüfen. Als eine der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation wird schon heute der Bahn- hof von Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut. Langfristig wird die neue S-Bahnlinie S 16 von Köln nach Leverkusen - Rheindorf angestrebt. In Ver- bindung mit der bestehenden Linie S 6 soll hier ein 10-Minutentakt eingeführt werden. In Verbindung mit dem bereits geschilderten Schnellbussystem wird hier attraktiver Personennahverkehr entstehen. Um die Auslastung der Linie S 11 und den Stadtbahnlinien 3 sowie 4 in den Spitzenbelastungszeiten zu vergleichen, soll durch die Verkehrsunternehmen eine Öffentlichkeitskampagne gestartet werden. Neben den sehr großen Anstrengungen zur Verbesserung des öffentlichen Personenverkehrs und des Radverkehrs ist es zwingend erforderlich, Engpässe im Straßennetz zu beseitigen. Hier ist neben dem Ausbau der BAB 4 von der Autobahnanschlussstelle Moitzfeld bis zum Autobahnkreuz Köln-Ost die Anbindung der Anschlussstelle Köln Mülheim an den Dünnwalder Kommunalweg und der Ausbau der L 286 n von Bergisch Gladbach über Bensberg bis an die BAB 4 vorgesehen. Insbesondere das letztgenannte Projekt wird zu einer besseren Verteilung des Verkehrs innerhalb von Bergisch Glad- bach als auch auf der Bergisch Gladbacher Straße führen. Die Ausgestaltung dieser wichtigen Ver- 6 bindungen soll sich selbstverständlich nicht nur auf den Kfz-Verkehr beschränken, sondern ein attrak- tives Radverkehrsangebot erhalten. Die gesamte Verbindung soll modernen Anforderungen des Um- weltschutzes gerecht werden. Das betrifft z. B. Lärmschutz, aber auch die gute Einbindung des Vor- habens in bestehende Strukturen. Heute kann von der BAB 3 an der Anschlussstelle Mülheim nicht direkt zum Dünnwalder Kommunal- weg gefahren werden. Diese Situation führt dazu, dass weite Teile des Kfz-Verkehrs auf die BAB 3 über die Anschlussstelle Dellbrück auf- und abfahren. Eine weitere Verbindung zur Autobahnan- schlussstelle Mülheim würde für eine bessere Verteilung und weniger starke Konzentration des Auto- verkehrs auf der Bergisch Gladbacher Straße führen. Deswegen empfiehlt die Verwaltung, den Voll- ausbau der Anschlussstelle Mülheim und die Verbindung zum Dünnwalder Kommunalweg planerisch aufzunehmen. Begründung der Dringlichkeit: Die Verkehrsfragen bedürfen einer schnellstmöglichen Klärung, um mit den Maßnahmen kurzfristig beginnen zu können. Die Vorlage erfolgt für den Verkehrsausschuss im 1. Durchlauf zur Sitzung am 02.05.2017, damit nach Beteiligung der Bezirksvertretung Mülheim mit der Umsetzung der Maßnah- men noch vor der Sommerpause begonnen werden kann.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1007/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 26.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27