0462/2022
Zusatzfällung einer Hainbuche am Bunker - Berufskolleg Niehler Kirchweg
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 0462/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 28.04.2022 Zusatzfällung einer Hainbuche am Bunker - Berufskolleg Niehler Kirchweg Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln beabsichtigt am Niehler Kirchweg das bestehende Berufskolleg zu erweitern. Die Baumaßnahme umfasst 2 Gebäude (Bauteil D und Bauteil E), die vom Unterge- schoss bis einschließlich 2. Obergeschoss miteinander verbunden sind. Bauteil D ist im Erdgeschoss über eine Flurzone an das Bestandsgebäude angebunden. Im Zusammenhang mit der Erstellung der Baugrube auf der Baustelle wurden die Baugrenzen besprochen. Der Erweiterungsbau und die Außenanlagen werden auf dem bestehenden Schulgelände errichtet. Dementsprechend werden die Grenzen des Bestandsgeländes beibehalten. Einzelne Bereiche wurden im Rahmen der Grundlagenermittlung vermessen. Das Baufeld wurde mit dem Generalunternehmer abgestimmt. In einem Ortstermin am 9. Dezember 2021 wurde mit der Bürgerinitiative festgelegt, welche Bäume erhalten, gefällt und oder versetzt werden. Im Süden der Baustelle befindet sich ein unterirdischer Bunker. Der Bunker muss aus statischen Gründen zu Beginn der Bauarbeiten bis auf einen Teil der Bodenplatte zurückgebaut werden. Direkt am Bunker, der oberirdisch durch zwei Lüftungsöffnungen erkennbar ist, stand eine doppel- stämmige vitale Hainbuche. Dieser Baum hatte Stammumfänge von 60 und 75 cm und eine Kronen- traufe von circa 10 m Durchmesser. Die ausführende Baufirma hatte bezüglich der Standfestigkeit des Baums Bedenken angemeldet, wenn es zum Rückbau des Bunkers kommt. Diese Annahme wurde durch Suchschachtungen im Beisein eines Baumgutachters bestätigt. Da der Baum als Wildsämling von Anfang an sehr dicht am Bunker wuchs, war die natürliche Wurzelform nicht vorhanden. Das Wuchshindernis wird in solchen Fällen zumeist durch vermehrte Wurzelbildung an den Grenzflächen des Hindernisses ausgeglichen. Da der Bunker circa 4 m in die Tiefe geht wurden un- terhalb des Bunkers keine Wurzeln erwartet. Um den Baum zu erhalten wurde mit der Baufirma intensiv nach Alternativen zur Entnahme der Bunkerdecke gesucht. Es war allerdings technisch nicht möglich, die Hainbuche zu erhalten. Der saubere Schnitt von so starken Stahlbetondecken ist nicht möglich, so dass selbst bei Erhalt eines Teils der Decke, der Boden oberhalb der Bunkerdecke stark gestört werden würde und damit auch 40 % des Wurzelraums der Hainbuche. Darüber hinaus muss im betroffenen Bereich später eine Regenwasserleitung unterhalb des Wurzelraums der Hainbuche verlegt werden. Die benötigte ord- nungsgemäße Verdichtung des Verfüllmaterials innerhalb des verbleibenden Bunkerteils wäre nicht möglich gewesen, sodass die Leitung nicht sicher hätte gelagert werden können. Alternativen zur Verlegung Regenwasserleitung wurden besprochen und stellten sich als technisch nicht umsetzbar heraus. 2 Aus Sicht des Baumgutachters und der Baufirma war der Baum nicht zu retten. Sowohl die Stand- und Verkehrssicherheit als auch die Vitalität und die Regenerationsfähigkeit des Baums konnten nicht erhalten werden. Die Hainbuche war nicht Bestandteil des Fällantrags für den Umbau des Berufskollegs und der Fällerlaubnis. Die Fällgenehmigung wurde deshalb durch einen Nachtrag erweitert und die Hainbuche am Bunker am 22. Februar 2022 gefällt. Als Ersatzmaßnahme für den Verlust der Hainbuche sollen in der Nähe des heutigen Standorts drei klimawirksame Bäume zur Beschattung der dort geplanten Terrasse neu gepflanzt und auf dem wei- teren Schulgelände entlang des Niehler Kirchweges ein weiterer Baum neu gepflanzt werden. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0462/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 11.03.2022
- Erstellt
- 08.02.2022 14:08