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1012/2017

Wirtschaftsförderung im Stadtbezirk II

Beantwortung einer Anfrage (BV) 24.05.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 26.06.2017, TOP 7.1.6

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

7539 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
OB/80/803 
 
24.05.2017 
Vorlagen-Nummer 
 1012/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 26.06.2017 
 
Wirtschaftsförderung im Stadtbezirk II 
Die Anfrage AN/0425/2017 der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen beantwor-
tet die Verwaltung wie folgt: 
 
Wie viele Unternehmensansiedlungen hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Köln in den Jah-
ren 2015 und 2016 im Stadtbezirk Rodenkirchen unterstützt, und wie viele werden aktuell be-
gleitet? 
 
In den Jahren 2015 und 2016 hat das Amt für Wirtschaftsförderung 280 Anfragen nach gewerblichen 
Immobilien zur Miete oder zum Kauf in Rodenkirchen bzw. in einem Suchradius, der auch diesen 
Stadtbezirk umfasst, bedient. Hintergrund der Anfragen war in der Regel der Wunsch nach einer Um-
siedlung innerhalb des Kölner Stadtgebietes oder nach einer Ansiedlung von Unternehmen, die bis-
her nicht in Köln ansässig waren. In 127 dieser Fälle konnten den Unternehmen zum Anforderungs-
profil passende Immobilienvorschläge unterbreitet werden. Die Zahlen verteilen sich wie folgt: 
 
2015 127 Anfragen, in 58 Fällen konnten Immobilienvorschläge unterbreitet werden 
2016 153 Anfragen, in 69 Fällen konnten Immobilienvorschläge unterbreitet werden 
2017 bisher 72 Anfragen, in 31 Fällen konnten Immobilienvorschläge unterbreitet werden 
In wie vielen Fällen tatsächlich ein Miet- oder Kaufvertrag für eine der vorgeschlagenen Immobilien 
abgeschlossen wurde, ist dv-technisch nicht erfasst.  
 
Wie schätzen Sie die im SB II zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen im Vergleich zum Be-
darf ein? 
 
Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage variiert je nach Art der Immobilie. 
 
Die Nachfrage nach Büroimmobilien zur Miete lässt sich nach hiesiger Einschätzung grundsätzlich 
bedienen, sofern beim gewünschten Standard und der Lage Flexibilität besteht. Büroimmobilien zum 
Kauf werden nach hiesiger Kenntnis aktuell nicht angeboten.  
 
Für Unternehmen auf der Suche nach einer Halle stehen weiterhin nur selten passende Angebote im 
Stadtbezirk Rodenkirchen zur Verfügung. Die wenigen Mietangebote beziehen sich auf eine mittlere 
Größenordnung, so dass Gesuche nach kleinen oder großen Flächen nicht bedient werden können. 
Zum Kauf werden nach hiesiger Kenntnis nur zwei Objekte angeboten, die beide hinsichtlich der mög-
lichen Nutzung sehr spezialisiert sind. Die Nachfrage nach Kaufobjekten kann bei Weitem nicht ge-
deckt werden. 
 
Grundstücke in Privatbesitz sind grundsätzlich noch 3 verfügbar, allerdings steht keines davon zum

2 
 
Kauf. Es ist lediglich Miete oder Pacht möglich, beides wird aber kaum nachgefragt.  
 
 
 
 
Städtische Grundstücke werden mit Blick auf die Beschäftigungsförderung nur Unternehmen angebo-
ten, die in Relation zur benötigten Grundstücksgröße eine Mindestzahl an Beschäftigten mitbringen. 
Im Stadtbezirk Rodenkirchen steht aktuell nur noch ein städtisches Grundstück in Köln-Godorf zum 
Verkauf, das sich in erster Linie für eine Büronutzung eignet. Es weist einen recht ungünstigen Zu-
schnitt auf, was die Verkaufsaussichten erschwert. 
 
Der Vermarktungsbeginn für das geplante Gewerbegebiet Immendorf ist weiterhin ungewiss, weil sich 
für die Kanalbauarbeiten Komplikationen ergeben haben. Neben der technischen Lösung muss auch 
deren Finanzierung zwischen den Beteiligten geklärt werden. Daher ist es fraglich, ob die Vermark-
tung in 2017 starten kann. 
 
Dem gegenüber steht eine ungebrochene Nachfrage nach Grundstücken zum Kauf und – falls diese 
nicht bedient werden kann – notfalls auch nach Bestandshallen. Beides kann in Bezug auf die übli-
cherweise nachgefragten Standard-Immobilien nicht mehr bedient werden.  
 
Welche Entwicklungschancen und -hindernisse sehen Sie – gegliedert nach Branchen – für 
die Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen sowie Bestandsunternehmen im SB II? 
 
Der Stadtbezirk Rodenkirchen wird zumindest auf absehbare Zeit noch Potenzial für reine Verwal-
tungsbetriebe bereithalten. Sofern die Mischgebietsflächen, die im Zusammenhang mit den Umwid-
mungen ehemaliger Betriebsflächen planerisch vorgesehenen wurden, auch tatsächlich umgesetzt 
werden, dürften auch neuwertige Flächen entstehen. Auch die Gewerbeflächen, die das Grobkonzept 
zur „Parkstadt Süd“ ausweist, werden aller Voraussicht nach für Büronutzungen, Einzelhandel und 
Dienstleistung bestimmt sein. Allerdings ist schon jetzt absehbar, dass der Anteil für diese gewerbli-
chen Nutzungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf zugunsten anderer Nutzungen reduziert 
wird.  
 
Die Situation für kleine Gewerbebetriebe auf der Suche nach Mietflächen hatte sich mit der Fertigstel-
lung eines privaten Gewerbeparks im Gewerbegebiet Rodenkirchen (s. Beantwortung der gleichlau-
tenden Anfrage aus 2015) nur kurzfristig leicht entspannt. Da der Gewerbepark bereits vollvermietet 
ist, kann die sehr hohe Nachfrage in diesem Segment nur in Einzelfällen bedient werden. 
 
Für kleine und mittlere Gewerbebetriebe mit einem Grundstücksbedarf von 1000-3000 qm wird per-
spektivisch im Gewerbegebiet Immendorf (Start der Vermarktung aber ungewiss, s.o.) auch Grund-
erwerb möglich sein. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Betriebe eine Mindestzahl an Beschäf-
tigten mitbringen und nur wenig emittieren.  
 
Bedarf an großflächigen Hallen für Logistiker kann aktuell weder im Bestand noch als Neubau ge-
deckt werden. Auch zukünftige Möglichkeiten für Logistikunternehmen sind – entgegen der Einschät-
zung von 2015 – noch nicht absehbar. Die Nutzbarkeit des Sondergebietes auf der ehemaligen Melia-
Deponie nahe dem Eifeltor verschiebt sich, weil der Eigentümer seine Planung ändern möchte.  
 
Im Ergebnis ist festzustellen, dass Rodenkirchen Unternehmen, die Produktions-, Werkstatt- oder 
Lagerflächen benötigen, bis zur Baureife des Gewerbegebietes Immendorf und der ehemaligen Me-
lia-Deponie nur noch vereinzelt Bestandshallen bieten kann. Darüber hinaus sind keine weiteren Po-
tenzialflächen für gewerbliche Nutzungen mehr in Planung. Neuansiedlungen oder Umsiedlungen von 
Unternehmen mit mittlerem Flächenbedarf werden (unabhängig vom GE Immendorf und der ehem. 
Melia-Deponie) nur dann möglich sein, wenn Standorte vorhandener Firmen aufgegeben und nicht für 
eine andere Nutzung umgewidmet werden.  
 
Sind in den betreffenden Jahren Gewerbeflächen in Wohnbauflächen umgewandelt worden 
und wenn ja, in welchem Umfang?

3 
 
In den Jahren 2015 und 2016 wurden 77.600 qm ehemalige Gewerbefläche in überwiegend Wohn-
baufläche umgewandelt (Gaedestr. und Raderberger Str., ehem. Wäscherei Klug). Außerdem ist der 
ehemalige Volvo-Standort Ringstr. (16.000 qm) durch die dortige Flüchtlingsunterbringung der ge-
werblichen Nutzung entzogen, auch dort soll später Wohnungsbau entstehen. Für den Bereich 
Bahnstr. (3.900 qm) trat der Bebauungsplan 2016 in Kraft. Er ist zwar noch nicht umgesetzt, die ge-
werbliche Nutzung wurde aber auch dort schon aufgegeben. Der Bebauungsplan für das ehem. Du-
Pont-Gelände sollte ursprünglich entlang des Raderthalgürtels (17.000 qm) die Gewerbegebietsfläche 
erhalten. Dies soll jedoch geändert werden, ein entsprechender Aufstellungsbeschluss ist bereits ge-
fasst. Insgesamt handelt es sich also um 77.600 qm + 36.900 qm = 114.500 qm. 
 
Darüber hinaus ist die Umwidmung weiterer Gewerbeflächen im Rahmen der „Parkstadt Süd“ 
(450.000 qm) und auf dem ehemaligen Deutsche-Welle-Areal (56.000) bereits in Planung.  
 
 
gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

26.06.2017 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 7.1.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Gaedestraße
  • Raderberger Straße
  • Bahnstraße
  • Ringstraße

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Details

Aktenzeichen
1012/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
24.05.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27