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AN/0733/2022

Droht ein neues Wohnungsbau-Desaster? Stadt muss Planungsziele im Mülheimer Süden sichern.

SPD Anfrage nach § 4 30.03.2022

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 07.04.2022, TOP 2.2.1

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

3353 Zeichen

An die Vorsitzende  
des Stadtentwicklungsausschusses 
Frau Sabine Pakulat 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 30.03.2022 
 
AN/0733/2022 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Stadtentwicklungsausschuss 07.04.2022 
 
Droht ein neues Wohnungsbau-Desaster? Stadt muss Planungsziele im Mülheimer 
Süden sichern. 
Sehr geehrte Frau Pakulat, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
erst vor wenigen Tagen alarmierten Medienberichte die Kölner Bürgerschaft, dass Bauge-
nehmigungen für Wohnungen viel zu schleppend durch die Verwaltung bearbeitet werden.  
 
Die SPD-Fraktion erreichte jetzt die Hiobsbotschaft, dass offenbar gleichzeitig die Eckpfeiler 
weiterer großer Projekte für bezahlbares Wohnen in Köln wanken.  
 
Das Projekt Cologneo I stellt ein wesentliches Wohnbauprojekt im Mülheimer Süden dar, bei 
dem 340 Wohnungen für den angespannten Kölner Wohnungsmarkt entstehen sollen. Die 
Stadt Köln hat hierzu einen sogenannten Angebotsbebauungsplan auf eigene Kosten er-
stellt, doch auf der Baustelle des von der Pressestelle der Stadt gefeierten Projektes ruhen 
seit Anfang 2021 alle Arbeiten. Der halbfertige Rohbau rostet vor sich hin. Mittlerweile wur-
den sogar die Baukräne abgebaut, was zeigt, dass offenbar niemand mehr mit einer baldi-
gen Fertigstellung des Baus rechnet.  
 
Medienberichten zufolge hat der ursprüngliche Immobilienbesitzer das Projekt an einen bun-
desweit tätigen Immobilienfonds weiterverkauft, dessen laut Presse hoch spekulative Projek-
te jedoch deutschlandweit derzeit zum Erliegen gekommen zu sein scheinen. Laut Medien-
berichten spekuliert ein aus dem Wirecard-Skandal bekannter Finanzinvestor auf eine finan-
zielle Schieflage der Fonds-Gruppe. Die Stadt Köln nimmt dieses Immobilien-Monopoly of-
fenbar nur staunend zu Kenntnis. Gerade aufgrund der prekären Lage auf dem Wohnungs-
markt durch die seit Jahren verfehlte Wohnungspolitik des Bündnisses gilt es, einen jahre-
langen Baustillstand und möglicherweise eine Bauruine dieses äußerst wichtigen Wohnbau-
projektes im Mülheimer Süden unbedingt zu vermeiden.

- 2 - 
 
Die Verwaltung wird vor diesem Hintergrund um Beantwortung der folgenden Fragen gebe-
ten: 
 
1. Ist der Verwaltung bekannt, ob bzw. dass es bei dem Bauprojekt „Cologneo I“ seit 
2021 einen Baustopp gibt?  
 
2. Was ist der Verwaltung über die Hintergründe des Baustopps bekannt?  
 
3. Welche Auswirkungen hätte ein finanzieller Zusammenbruch des Vorhabenträgers 
auf die Gesamtentwicklung im Mülheimer Süden und welche Perspektiven sieht die 
Verwaltung, dass die augenscheinlich hinter dem Vorhabenträger stehende große 
schweizerische Versicherungsgesellschaft das Bauprojekt retten kann und ein jahr-
zehntelanger Stillstand verhindert werden wird?  
 
4. Welche Lehren zieht die Verwaltung aus den scheinbar höchst spekulativen Ereignis-
sen, insbesondere um künftig eine aktivere Rolle bei der Entwicklung des Mülheimer 
Südens und Handlungsfähigkeit bei der Erreichung der bislang verfehlten Woh-
nungsbauziele zurück zu erlangen? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
Gez. Mike Homann  
SPD-Geschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

07.04.2022 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 2.2.1 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0733/2022
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
30.03.2022
Erstellt
30.03.2022 14:00