Mandari Insight

3941/2022

Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Statistische Jahrbücher, Az.: 124/22

Mitteilung Ausschuss 18.11.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Digitalisierungsausschuss, Sitzung am 21.11.2022, TOP 2.7

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Beschlussvorlage Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 Eingabe

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 Auszug Niederschrift BAB 31.10.22

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

508 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02/02-1 
 
Vorlagen-Nummer  18.11.2022 
 3941/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Digitalisierungsausschuss 21.11.2022 
 
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - "Statistische Jahrbücher", Az.: 124/22 
Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden hat in seiner Sitzung vom 
31.10.2022 zur oben genannten Bürgereingabe beraten und beschlossen, den Vorgang dem Digitali-
sierungsausschuss zur Kenntnis zu geben. 
 
 
 
gez. Dr. Ulrich Höver

Anlage 1 Beschlussvorlage Ausschuss

5262 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IX/15 
 
Vorlagen-Nummer 
 2852/2022 
Freigabedatum 
 08.09.2022 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach § 24 GO– „Statistische Jahrbücher„ Aktenzeichen 124/22 B 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss Bürgerbeteiligungen, Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für die Ein-
gabe, spricht sich jedoch gegen eine Beschlussvorlage im Rat zur Neuorganisation der Arbeit an den 
statistischen Jahrbüchern aus, da sich eine tagesaktuelle Informationsbereitstellung nicht realisieren 
lässt. Darüber hinaus ergeben sich aus der tagesaktuellen Auswertungen von relativ stabilen Struk-
turdaten lediglich marginale Informationsgewinne. 
 
 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 31.10.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Der Petent regt einen Ratsbeschluss an, die Arbeit an den statistischen Jahrbüchern der Stadt Köln 
neu zu organisieren. Die Statistiken sollen in Online-Datenbanken überführt werden, die der Öffent-
lichkeit tagesaktuell zur Verfügung stehen. Das Jahresformat soll entfallen. Jahre wiederholen sich 
nicht jährlich, sondern fortlaufend. Der Bürgerantrag wird dabei mit einer mangelnden Aktualität bei 
der Herausgabe des Jahrbuchs begründet und die Bewertung der Brauchbarkeit den tagesaktuellen 
Börsenberichten gegenübergestellt. 
 
Die im Statistischen Jahrbuch verwendeten Daten basieren auf Auswertungen amtlicher, prozesspro-
duzierter und dezentraler organisierter Datenbestände. Prozessproduzierte Daten haben ihren Ur-
sprung aus dem Verwaltungsvollzug. Dazu zählen z.B. die Bevölkerungs- oder Kraftfahrzeugzulas-
sungsdaten. Diese Informationen werden in Fachanwendung, z.B. im Einwohnerwesen das Fachver-
fahren MESO, gepflegt und in eigenen Datenbankenarchitekturen verarbeitet. Diese Fachanwendung 
und die in den Datenbanken hinterlegte Struktur der Daten sind aber nicht geeignet, um aus der An-
wendung heraus umfassende statistische Auswertungen zu erstellen. Daher werden stichtagsbezo-
gene Datenbankabzüge der kommunalen Statistikstelle zur Verfügung gestellt, um dort statistische 
Auswertungen vorzunehmen.  
Aufgrund des Umfangs der Datenabzüge – alleine der Abzug aus dem Einwohnerwesen weist eine 
Millionen Fälle (Personen) mit über 50 Merkmalen aus – sind die Abzüge sehr aufwendig und zeitin-
tensiv. Ein solcher Abzug läuft mehrere Stunden, blockiert die Nutzung der Datenbank und kann des-
halb nur außerhalb der inhaltlichen Bearbeitungszeit – also außerhalb der Dienstzeiten des Facham-
tes – angestoßen werden. Um die Daten für statistische Analysen verwenden zu können, sind im An-
schluss auch umfangreiche Aufbereitungen der Rohdaten in der Statistikstelle erforderlich.  
 
Eine tägliche Auswertung der Daten aus dem Verwaltungsvollzug wäre daher sehr aufwendig und 
zudem auch wenig effizient, da im Unterschied zu volatilen Aktienmärkten, so das Anwendungsbei-
spiel des Petenten, die im Jahrbuch erfassten Strukturdaten relativ stabil sind – z.B. pendelt die Quo-
te der SGB II – Beziehenden im Jahresverlauf 2021 zwischen 13,3% und 12,5%. Der Nutzen einer 
tagesaktuellen Auswertung wäre hier gering.  
 
Am Beispiel der SGB II – Daten lässt sich auch ein zweiter Punkt verdeutlichen: Datenquellen der 
amtlichen Statistik basieren auf Erhebungen des Landes und des Bundes. Hierzu zählen z.B. die 
Schulstatistik, die Baustatistik, die Sozialhilfedaten und die Daten der Bundesagentur für Arbeit. Hier 
richtet sich der Erhebungsrhythmus nach den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Zeitpunkten. Wann 
die Daten verfügbar sind, ist dabei abhängig von der Herausgabe des jeweiligen Urhebers. Hierauf 
hat die Stadt Köln keinen Einfluss. 
 
Die Produktion und Bereitstellung eines tagesaktuellen Jahrbuchs ist daher aus vorgenannten Grün-
den technisch kaum umsetzbar, aber auch inhaltlich in den meisten Fällen ineffizient.  
 
Wichtig ist an dieser Stelle auch zu erwähnen, dass das Statistische Jahrbuch eine dokumentarische 
Funktion hat. Die Datenbedarfe aus der Politik, Fachdienststellen, Forschungseinrichtungen, Medien 
und interessierten Bürgerinnen und Bürger werden wesentlich detaillierter im Rahmen der Auskunfts-

3 
statistik bedient. Um die unterjährigen basalen Datenbedarfe zu decken, werden eine Auswahl von 
Informationen zudem unter https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/koelner-
monatszahlen monatlich zur Verfügung gestellt. Zudem liegt ein umfangreiches Angebot aus den pro-
zessproduzierten Daten im „Offene Daten Köln“ – Portal maschinenlesbar und zeitnah vor. 
 
Dynamische Auswertungsmöglichkeiten stehen aktuell nur begrenzt zur Verfügung – lediglich über 
GIS-Anwendungen werden nutzerdefinierte Abfragen zum Teil, nur räumlich, ermöglicht: 
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/statistische-daten-thematische-karte. Dar-
über hinaus fehlt es aktuell an entsprechenden Möglichkeiten, leitungsfähige BI-Tools in den Internet-
auftritt der Stadt zu integrieren.

Anlage 2 Eingabe

1204 Zeichen

Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
ich bitte Sie, den folgenden Bürgerantrag nach § 24 der 
Gemeindesordnung auf die Tagesordnung des Ausschusses für 
Anregungen und Beschwerden zu setzen: 
 
Antrag:  
 
Ich rege an, der Rat möge beschließen, die Arbeit an den statistischen 
Jahrbüchern der Stadt Köln neu zu organisieren. Die Statistiken sollen in 
Online-Datenbanken überführt werden, die der Öffentlichkeit tagesaktuell 
zur Verfügung stehen. Damit kann das Jahresformat im Grunde auch 
entfallen. Jahre wiederholen sich nicht jährlich, sondern fortlaufend. 
 
 
Begründung:   
 
Im Juli 2022 gibt es noch kein statistisches Jahrbuch der Stadt Köln für 
2021. Wenn das "neue" Jahrbuch 2021 dann irgendwann erscheint, sind 
die enthaltenen Daten mindestens ein halbes Jahr alt, per 
Redaktionsschluss 31.12.2021. Damit sind die Statistiken von deutlich 
eingeschränktem Nutzen.  
 
Anmerkung:  
 
Stellen sie sich eine Wertpapierbörse vor, die einmal im Jahr ein Jahrbuch 
über die Aktienkurse des vergangenen Jahres veröffentlicht. Also im 
August 2022 für das Börsenjahr 2021. Möchte sich ernsthaft jemand an 
diesem Nachschlagewerk orientieren?  
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
 
Köln, den 30.07.22

Anlage 3 Auszug Niederschrift BAB 31.10.22

3386 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, 
Anregungen und Beschwerden 
Frau Brohl 
Telefon:  (0221) 221-91709  
Fax       :  (0221)  
E-Mail:  Andrea.brohl@stadt-koeln.de 
Datum: 16.11.2022 
Auszug 
aus der Niederschrift der 13. Sitzung des Ausschusses für 
Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 31.10.2022 
öffentlich 
2.2 Bürgereingabe nach § 24 GO– „Statistische Jahrb ücher“ Aktenzeichen 
124/22 B 
2852/2022 
Der Petent ist nicht anwesend. 
 
Frau Scholz, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, führt aus, dass es um die Frage 
gehe, wie man im digitalen Zeitalter zukünftig Daten bereitstellen könne. Der Petent 
rege an, die Statistiken in online-Daten zu überführen, die tagesaktuell zur Verfügung 
gestellt werden. Durch diese fortlaufende Information soll das Jahresformat entfallen. 
Für das Jahr 2021 liege das statistische Jahrbuch noch nicht vor, weil die Datenaus- 
wertungen, auf die ihr Amt angewiesen sei, erst im nachfolgenden Jahr erfolgen 
können und es in diesem Jahr zusätzlich Probleme gebe, die Daten zu erhalten. Die 
Statistik sei nachlaufend. Die Daten tagesaktuell zur Verfügung zu stellen, sei in die- 
ser Form nicht möglich, weil dann keine gesicherten Daten zur Verfügung gestellt 
werden können. In der Vorlage sei dargelegt worden, wie umfangreich die Arbeit sei 
um die Daten qualitätsgesichert zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich werde 
dennoch überlegt, wie die Daten zukünftig dargestellt werden können. 
 
Frau Klingenburg, Grüne, weist darauf hin, dass das statistische Jahrbuch überwie- 
gend eine dokumentarische Funktion habe und sich aus tagesaktuellen Strukturda- 
ten wenige Informationsgewinne ergeben. Für Interessierte biete die Auskunftsstatis- 
tik laut Verwaltungsvorlage wesentlich detailliertere Informationen an. Zudem liege 
ein umfangreiches Angebot aus den prozessproduzierten Daten im „Offene Daten 
Köln“ – Portal maschinenlesbar und zeitnah vor. Sie stimme daher der Verwaltungs- 
vorlage zu. 
 
Frau Oedingen, SPD, folgt ebenfalls der Verwaltungsvorlage. Sie bittet in den Be- 
schlusstext das Thema Verfahrensoptimierung wie folgt aufzunehmen: „Jedoch sind 
eine weitere Optimierung der Datengewinnung und die Nutzung sämtlicher Möglich-

keiten der Digitalisierung anzustreben. Außerdem soll der Vorgang dem Digitalisie- 
rungsausschuss zur Kenntnis gegeben.“ Sie bekräftigt, dass eine tägliche Datenbe- 
schaffung irrelevant sei und nicht weiter bringe. 
 
Frau Scholz begrüßt die Information des Digitalisierungsausschusses, weist aber 
darauf hin, dass man bei der Datenbereitstellung von Bund und Land allerdings auf 
deren Prozesse angewiesen sei. 
 
Ergänzter Beschluss: 
Der Ausschuss Bürgerbeteiligungen, Anregungen und Beschwerden dankt dem Pe- 
tenten für die Eingabe, spricht sich jedoch gegen eine Beschlussvorlage im Rat zur 
Neuorganisation der Arbeit an den statistischen Jahrbüchern aus, da sich eine ta- 
gesaktuelle Informationsbereitstellung nicht realisieren lässt. Darüber hinaus ergeben 
sich aus der tagesaktuellen Auswertungen von relativ stabilen Strukturdaten lediglich 
marginale Informationsgewinne. 
 
Jedoch sind eine weitere Optimierung der Datengewinnung und die Nutzung 
sämtlicher Möglichkeiten der Digitalisierung anzustreben. 
Außerdem soll der Vorgang dem Digitalisierungsausschuss zur Kenntnis ge- 
geben. 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (1)

21.11.2022 Digitalisierungsausschuss
TOP 2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3941/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
18.11.2022
Erstellt
18.11.2022 11:30