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0524/2025

Kulturraummanagement / KRM - Jahresbericht 2024

Mitteilung Ausschuss 13.03.2025

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Anlage 1_Jahresbericht 2024

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1_Jahresbericht 2024

26179 Zeichen

Anlage 1 – Jahresbericht 2024 (KRM) 
 
1. Atelierverwaltung  
1.1 Atelierförderstrategie 2024 
In 2024 wurde die neue Atelierförderstrategie vom Ausschuss für Kunst und Kultur be- 
schlossen. Diese markiert den Übergang hin zu einer  zeitgemäßen und flexibel hand- 
habbaren Struktur, die den unterschiedlichen Bedürf nissen von Künstlerinnen und 
Künstlern gerecht wird. 
Zentrale Neuerung der Atelierförderstrategie ist di e Unterteilung in zwei Hauptkatego- 
rien: 
a) Subventionierte Ateliers:  
Diese werden befristet auf 7 Jahre zu einem reduzie rten Einheitspreis von 5,- € 
Kaltmiete vermietet und richten sich an Künstler*in nen, die zuvor noch kein städ- 
tisches Atelier angemietet haben.  
b) Mietpreisgedämpfte Ateliers:  
Diese werden unbefristet zu moderaten Preisen vermi etet, deren Mietpreise sich 
nach Lage und Ausstattung richten. Sie bieten etablierten Kunstschaffenden lang- 
fristige Planungssicherheit. 
1.2 Eröffnung des Atelierhauses Delmenhorster Straße (DHS) 
Im Jahr 2024 setzte das Kulturraummanagement der Stadt Köln seine Bemühungen 
fort, die kulturelle Infrastruktur zu stärken und Kunstschaffenden optimale Arbeitsbe- 
dingungen zu bieten. Ein zentraler Aspekt war unter anderem die Fertigstellung des 
neuen Atelierhauses in der Delmenhorster Straße (DHS). 
 
Dieses neue Atelierhaus bietet künftig über 100 Künstler*innen Atelierräume sowie zwei 
Proberäume für Tanz und Theater und fördert durch Gemeinschaftsbereiche den krea- 
tiven Austausch. Im Innenhof des Objekts arbeitet d er PopkulturKöln e.V. gerade an 
dem Ausbau von 14 Proberäumen. Der Umbau schreitet gut voran.  
 
Die Eröffnung wurde von zahlreichen Gästen aus Kult ur, Politik und Gesellschaft be- 
sucht und kann als bedeutender Beitrag zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur Kölns 
gewertet werden. Derzeit läuft die Belegung des Hauses.

2 
 
2. Fördermittelvergabe 
Das Kulturraummanagement der Stadt Köln bündelt all e Fördermittel zum Erhalt und 
Ausbau von Kulturräumen. Mit dem Lärmschutzfonds stehen überdies Mittel zur Verfü- 
gung, um Kulturräume schallschutztechnisch so zu ertüchtigen, dass Lärmkonflikte mit 
benachbarten Nutzungen bereits im Vorfeld vermieden werden können.  
2.1 Bauzuschüsse 
Jährlich stehen 350.000 € an Fördermitteln zur Verfügung. Diese beziehen sich sowohl 
u.a. auf die Anschaffung / den Austausch festverbau ter technischer Ausstattung für 
Gruppen und Institutionen der Freien Szene. Zudem k önnen Zuschüsse für bauliche 
Maßnahmen beantragt werden, die für die Genehmigung als Versammlungsstätte oder 
für notwendige Instandhaltungsarbeiten erforderlich sind. 
Im Jahr 2024 verteilten sich die Zuschüsse auf folgende Akteur*innen der Freien Szene:  
 
Zuschussnehmer*in Projekt Förderung 
Comedia Colonia Theater  Ausstattung verbaute Technik für den 
Aufführungsraum „Probebühne“ 
6.318,00 € 
Radio 114 e.V.                                                       674FM Webradio - verbaute Technik für 
den Konzertraum  
9.880,00 € 
Volksbühne am Rudolfplatz 
gGmbH  Modernisierung der Lichtsteuerung  
11.458,00 € 
Odo Rumpf GmbH Bühnenboden, Lichttechnik, Gelände- 
licht 
21.430,00 € 
CCCC (Creation Center Contem- 
porary Circus) Kreationszentrum 
Zeitgenössischer Zirkus  
Hallen Kalk Osthof: Herrichtung der 
Hallen 63+66 für die Pioniernutzung  
57.798,00 € 
Gewölbe GmbH                                                          Überarbeitung/Umbau des DJ-Pultes 
und Erneuerung der Soundanlage 
22.830,00 € 
Volksbühne am Rudolfplatz 
gGmbH  
Anschaffung eines professionellen 
 
Beamers für den Theatersaal 12.449,00 € 
Förderverein Kunstraum FUHR- 
WERKSWAAGE e.V.                         Technik für Barrierefreiheit 19.260,00 € 
Haus der Architektur Köln Verein 
zur Förderung von Architektur 
und Städtebau e. V.                                                                 
Ertüchtigung KulturKubus 35.320,00 € 
Un-Lable e.V.                                        Technik für Barrierefreiheit 16.620,00 € 
Heimathirsch Lautsprecher und Lichtanlage inkl. 
Montage  3.050,00 € 
Artfactory Brandschutzmaßnahmen  100.000,00 € 
TanzFaktur / Haus für Tanz & 
Raum für Bewegung Sanierungs- und Umbaumaßnahmen 
15.000,00 €

3 
 
2.2 Lärmschutzfonds 
Jährlich stehen 300.000 € für Maßnahmen zur Verfügu ng, die zur Reduzierung von 
Lärmemissionen an Kulturorten dienen, um so Konflikte zu entschärfen oder (bereits im 
Vorfeld) zu vermeiden. Dies umfasst auch Verbesseru ngen im Bereich der Lüftungs- 
technik zur Minimierung von Gesundheitsrisiken. 
Im Jahr 2024 verteilten sich die Zuschüsse auf folgende Akteur*innen der Freien Szene: 
 
Zuschussnehmer*in Projekt Förderung 
Heimathirsch 
Lieferung und Einbau einer Schall- 
schutztüre im Eingang, Installation 
Schallschutz in Lüftungskanälen  
6.776,00 € 
 
LUX 46 GmbH / Musikbar Ace- 
phale 
Lieferung und Montage von Schall- 
schutztechnischen Maßnahmen inkl. 
Baumaterialien und Akustikfertigmodu- 
len 
27.200,00 € 
 
Gastro-Event GmbH / GLORIA 
Club Theater Konzert Cafe                                            
Erneuerung des externen Moduls zur 
Kälteerzeugung sowie des zugehörigen 
Kühlregisters  in der Lüftungsanlage  
40.000,00 € 
Gewölbe GmbH / Gewölbe          
Lärmschutzgutachten, Bewertung Mes- 
sung Bauakustiker, Neue Schallschutz- 
türe Notausgang, Schallschutzvor- 
hänge Innenbereich, Erneuerung der 
Fensterfront im Bar- /Hauptraum, Um- 
bau Eingangsbereich Schallschutz- 
schleuse            
37.670,00 € 
Radio 114 e.V. Neue entkoppelte Bühne inkl. Molton-
Vorhängen 10.277,00 € 
TanzFaktur 
Haus für Tanz & Raum für Bewe- 
gung 
Diverse Lärmschutzmaßnahmen  in 
den Räumlichkeiten der Siegburgerstr. 
233 W 
92.691,00 € 
Reallabor 1869 Zukunft-Werk-
Stadt gGmbH 
Diverse Lärmschutzmaßnahmen in den 
Räumlichkeiten Deutzer Zentralwerks 
der Schönen Künste 
100.000,00 € 
2.3 Mietkosten- und Ausbauzuschüsse 
Zusätzlich wurden Förderinstrumente wie Mietkostenzuschüsse für privat angemietete 
Ateliers und Ausbauzuschüsse für neu angemietete Rä ume bereitgestellt. Diese Maß- 
nahmen sollen sicherstellen, dass Künstlerinnen und  Künstler unabhängig von ihrem 
Karrierelevel angemessene Arbeitsräume finden bzw. herrichten können. 
2.4 Open Air Infrastrukturfonds (OAIF) 
Veranstalter*innen der Freien Szene Kölns können zu r Erschließung und zum Betrieb 
einer temporären Open Air Spielstätte eine Förderung beantragen. Hierfür standen in

4 
 
2024 Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung, die sich wie folgt verteilten: 
 
Zuschussnehmer*in Projekt Förderung 
Mama Afrika e.V "MitAfrika Festival" 06.-08.09.2024 
Schokoladenmuseum  17.040,00 €
 
atelier mobile  travelin'  "Die Indianersiedlung" 09.08.-
17.08.2024 16.720,00 €
 
The PhotoBookMuseum gGmbH "Ausstellungsparcour Garten des Bun- 
kers" Körnerstr.6-8,  24.05.-24.06.2024 
 8.576,00 € 
Florian Müller 
"AU REPAIR" 13.-15.09.2024 (Ausstel- 
lung anschließend 8 Wochen, bis zum 
10.10.2024 vor Ort) Josef-Haubrich-
Hof  
7.250,00 €
 
Barinton UG 
06.07.-07.07.2024                                      
Festival-Krebelshof , Further Weg, 1                
50759 Köln  
6.776,00 € 
KLUBKOMM / Verband Kölner 
Clubs und Veranstalter*innen e.V 
 
COLOGNE CLUB DAYS 2024,            
Ebertplatz 14.09.2024 4.096,00 €
 
Kulturhof Kalk e. V.  Osthof/Hallen Kalk  27.988,00  € 
Pay Day Africa international e. V.  
Afro Jam Festival                                                
Kolbhalle, Helmholtzstr. 8, 50823 Köln                
07.09.2024  
6.500,00 € 
Panafrikanität und Afrikanische 
Diaspora in Europa/ P.A.D.E. e.V. 
 
Kölner Afrika Trommel Festival                       
Ebertplatz, 50668 Köln                                                 
05+06.10.2024 
5.000,00 €

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3. Veranstaltungen und Publikationen 
3.1 Symposium Dokumentation 
Das Kulturraum-Symposium #1 fand am 8. Dezember 2023 im Club Bahnhof Ehrenfeld 
statt und wurde vom Kulturraummanagement der Stadt Köln in Kooperation mit dem 
KulturNetzKöln e.V. organisiert. Die Veranstaltung widmete sich der Transformation von 
Leerständen in Kulturräumen und brachte Akteur*innen aus Verwaltung, Politik und der 
Freien Kulturszene zusammen.  
 
Ziel war es, Handlungslogiken und Prozesse kooperativer Kulturraumentwicklung bes- 
ser zu verstehen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.  
 
Ein zentrales Element des Symposiums war das Planspiel „Vom Leerstand zum Kultur- 
raum“, bei dem die Teilnehmenden eine fiktive Fläch e – die „Lebkuchenfabrik“ – als 
Modellfall nutzten, um den gesamten Prozess von der Visionsentwicklung über die Pla- 
nung bis hin zur Umsetzung kultureller Zwischennutz ungen nachzuvollziehen. 
 
Im Planspiel wurden fünf Entwicklungsphasen definiert:  
o die Visionsentwicklungsphase, in der politische Le itlinien und Ziele festgelegt wer- 
den; die Partizipationsphase, in der die Nachbarschaft und Kulturszene aktiv einge- 
bunden werden 
o die Planungs- und Genehmigungsphase, in der rechtl iche und bauliche Grundlagen 
geschaffen werden 
o die Bau- und Umsetzungsphase, in der erste Ankernu tzungen erprobt werden so- 
wie  
o die Nutzungsphase, in der die kulturelle Bespielun g langfristig verstetigt wird.  
Dabei wurde deutlich, dass klare politische Grundsa tzentscheidungen und eine trans- 
parente Kommunikation entscheidend für den Erfolg solcher Projekte sind. Die Teilneh- 
menden betonten zudem die Bedeutung von Experimenti erflächen und Ankernutzun- 
gen, um Erkenntnisse für langfristige Entwicklungen  zu gewinnen. 
 
Ein zentrales Ergebnis des Symposiums war die Erken ntnis, dass viele Herausforde- 
rungen – wie unklare Rollenverteilungen, mangelnder Wissenstransfer und uneinheitli- 
che Wissensstände – durch verbesserte Kooperation und transparente Prozesse gelöst 
werden können. Das Kulturraummanagement soll hierbei als intermediäre Schnittstelle 
zwischen Verwaltung, Politik und der Kulturszene fungieren. Vorgeschlagen wurden un- 
ter anderem die Einführung eines Leerstandskataster s, die frühzeitige Einbindung von 
Interessensvertretungen und eine bessere Dokumentat ion bestehender Projekte zur 
Förderung des Wissenstransfers. 
 
Das Kulturraum-Symposium zeigte das große Potenzial  von kooperativen Ansätzen 
und wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen . Es legte die Grundlage für 
zukünftige Projekte und schuf Raum für den Dialog z wischen allen Beteiligten. Ziel 
bleibt die nachhaltige Sicherung und Schaffung von Kulturräumen, die in engem Aus- 
tausch und partnerschaftlicher Zusammenarbeit realisiert werden können. 
 
(Dokumentation siehe 
https://kulturnetz-koeln.de/aktuelles/kulturraum-symposium-1/  ) 
3.2 Ideeninkubator  
Am 2. Oktober 2024 fand der „Ideeninkubator für Köl n“ statt. Hierbei handelte es sich 
um eine Veranstaltung, die das wirtschaftliche, soz ioökonomische und räumliche Po- 
tenzial kultureller Zwischennutzungen in den Fokus rückte.

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Organisiert vom Kulturraummanagement der Stadt Köln  in Kooperation mit Transit- 
räume e.V., KölnBusiness und dem Kölner Kulturrat, richtete sich das Event an Immo- 
bilieneigentümer*innen und –entwickler*innen, die s ich mit der Herausforderung von 
Leerständen und Zwischenphasen ihrer Immobilien kon frontiert sehen. Ziel war es, 
neue Wege aufzuzeigen, wie „temporäre kulturelle Nutzungen“ nicht nur zur Kostenre- 
duktion beitragen, sondern auch gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert schaf- 
fen können. 
 
Zu Beginn der Veranstaltung wurde die lokale Bedeutung des Themas hervorgehoben. 
Viele Immobilien in Köln bleiben während Planungs- oder Entwicklungsphasen unge- 
nutzt, was hohe Kosten für Instandhaltung und Siche rung verursacht. Gleichzeitig bie- 
ten diese Leerstände großes Potenzial für temporäre  kulturelle Nutzungen, die bisher 
in Köln nur selten ausgeschöpft wurden. Der Ideenin kubator diente dazu, diese Mög- 
lichkeiten in den Vordergrund zu rücken und Impulse für die bessere Nutzung von Leer- 
ständen zu geben. Dabei spielten wirtschaftliche Aspekte, insbesondere im Kontext des 
ESG-Reportings (Environment, Social, Governance), eine zentrale Rolle. 
 
Ein Highlight der Veranstaltung war der Vortrag von Polina Kokotov von PwC, Sustaina- 
bility Assurance. Sie erläuterte, wie kulturelle Zw ischennutzungen als Teil des ESG-
Reportings genutzt werden können. Sie betonte, dass  Eigentümer*innen durch solche 
Maßnahmen nicht nur ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, sondern auch einen positiven 
Beitrag zur Attraktivität ihrer Immobilien leisten können. Zwischennutzungen könnten 
langfristig den Wert einer Immobilie steigern, indem sie das Umfeld beleben und einen 
Mehrwert für die Gemeinschaft schaffen. 
 
Einen praktischen Einblick in das Thema bot Transit räume e.V. mit Best-Practice-Bei- 
spielen aus anderen Städten. Die vorgestellten Proj ekte zeigten, wie durch kreative, 
temporäre Nutzungen von Leerständen Win-Win-Situati onen für Eigentümer*innen, 
Kulturschaffende und die Stadtentwicklung geschaffen werden können. Erfolgsfaktoren 
wie flexible Vertragsgestaltung, klare Zieldefiniti onen und eine enge Kooperation zwi- 
schen allen Beteiligten wurden dabei hervorgehoben.  Diese Beispiele inspirierten die 
Teilnehmenden und lieferten Anknüpfungspunkte für mögliche Projekte in Köln. 
 
Im Rahmen einer Paneldiskussion brachten Vertreter*innen von KölnBusiness und dem 
Kölner Kulturrat lokale Perspektiven ein. Sie thematisierten Herausforderungen wie bü- 
rokratische Hürden, rechtliche Unsicherheiten und die Schwierigkeit, passende Objekte 
für Zwischennutzungen zu identifizieren. Gleichzeit ig wurde die Notwendigkeit betont, 
Netzwerke zwischen Immobilieneigentümer*innen und K ulturakteur*innen zu stärken 
und eine zentrale Anlaufstelle für solche Projekte in Köln zu schaffen. 
 
Ein interaktiver Workshop rundete die Veranstaltung ab. Hier entwickelten die Teilneh- 
menden in kleinen Gruppen Ideen für mögliche Zwisch ennutzungen und Kooperatio- 
nen. Dabei entstanden erste Projektansätze, die zeigen, dass großes Interesse an der 
Thematik besteht und konkrete Lösungen für die Umsetzung gesucht werden. 
 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der „Ideenin kubator für Köln“ wichtige Im- 
pulse für die Nutzung von Leerständen durch kulture lle Zwischennutzungen gegeben 
hat. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass solche Projekte nicht nur wirtschaftliche und 
ökologische Vorteile bieten, sondern auch zur sozia len und kulturellen Belebung der 
Stadt beitragen können. Die Kombination aus Fachvor trägen, Praxisbeispielen und in- 
teraktiver Zusammenarbeit zeigte, dass Köln großes Potenzial hat, sich in diesem Be- 
reich weiterzuentwickeln. Der Aufbau einer Plattform, die Eigentümer*innen und Kultur- 
akteur*innen vernetzt, könnte ein nächster entschei dender Schritt sein, um kulturelle

7 
 
Zwischennutzungen langfristig zu fördern und Leerstände nachhaltig zu nutzen. 
3.3 Mapping, Imagine, Connecting the City (Summer School) 
Das Kooperationsprojekt „Mapping, Imagine, Connecti ng the City“ zwischen der TH 
Köln und dem Kulturraummanagement der Stadt Köln se tzte sich zum Ziel, innovative 
und praxisnahe Ansätze zur Identifikation, Bespielung und langfristigen Vermittlung von 
Potenzialräumen für kulturelle Nutzungen zu entwickeln. Diese interdisziplinäre Zusam- 
menarbeit fokussierte sich auf die Schaffung nachhaltiger Strategien zur Sicherung von 
Kulturräumen in einem sich dynamisch verändernden städtischen Umfeld. 
Das Projekt gliederte sich in drei Phasen: 
 
1. Potenzialraumanalyse – Mapping the City 
Zu Beginn wurde eine umfangreiche Bestandsaufnahme potenzieller Kultur- 
räume in einem exemplarischen Korridor entlang der Bergisch Gladbacher 
Straße in Köln-Mülheim durchgeführt. Diese Bereiche repräsentierten eine große 
Bandbreite von städtischen Strukturen – von urbanen Quartieren bis hin zu sub- 
urbanen und ländlich anmutenden Gebieten. Mithilfe einer eigens entwickelten 
Matrix wurden die Potenzialräume nach Kriterien wie  Lage, Erreichbarkeit, Ei- 
gentumsverhältnissen und Nutzungsmöglichkeiten syst ematisch erfasst und ty- 
pologisch eingeordnet.  
Ziel war es, nicht nur bestehende Räume sichtbar zu machen, sondern auch ver- 
borgene Potenziale aufzudecken und zu klassifiziere n. Diese Phase legte die 
Grundlage für die weitere praktische und konzeption elle Arbeit. 
 
2. Pop-Up-Nutzungen – Imagine the City 
Aufbauend auf den Ergebnissen der Analysephase wurden ausgewählte Räume 
temporär bespielt. Diese experimentellen Interventi onen zielten darauf ab, das 
Potenzial kultureller Aktivitäten vor Ort erlebbar zu machen und mögliche Wir- 
kungen auf Nachbarschaften zu untersuchen. In einer  Summer School wurden 
kreative Nutzungsszenarien von interdisziplinären Teams entwickelt und vor Ort 
getestet. Dabei wurden Pop-Up-Galerien, Tanz-Perfor mances und kulturelle 
Treffpunkte geschaffen, die nicht nur die räumliche n Qualitäten, sondern auch 
die soziale Resonanz der Orte deutlich machten. Die se temporären Bespielun- 
gen führten zu tiefgehenden Erkenntnissen über die Bedürfnisse der Anwoh- 
ner*innen und eröffneten neue Perspektiven auf die Nutzung von Potenzialräu- 
men. 
 
3. Neue Werkzeuge – Connecting the City 
Im letzten Schritt wurden auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse innovative 
Vermittlungsmodelle entwickelt. Ein zentraler Vorschlag war die Etablierung de- 
zentraler Raumagenturen, die als Bindeglied zwische n Kulturproduzent*innen, 
Eigentümer*innen und der Verwaltung fungieren könnten. Diese Agenturen wür- 
den nicht nur Räume kartieren und vermitteln, sonde rn auch beratend tätig sein 
und lokale Netzwerke stärken. Ergänzend wurde ein M onitoring-System vorge- 
schlagen, das eine kontinuierliche Beobachtung und Anpassung der Raumnut- 
zung ermöglicht.  
Ziel ist es, die langfristige Nutzbarkeit und Erhal tung von Kulturräumen zu si- 
chern. 
 
Relevanz und Ergebnisse 
Das Projekt hat gezeigt, dass die Identifikation un d Vermittlung von Kulturräumen nur

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durch ein Zusammenspiel von lokaler Expertise, interdisziplinärem Wissen und innova- 
tiven Konzepten gelingen kann. Es wurde deutlich, dass temporäre Nutzungen nicht nur 
dazu beitragen, Leerstände sichtbar zu machen, sondern auch das Bewusstsein für den 
gesellschaftlichen Wert von Kultur und deren Rolle in der Stadtentwicklung stärken. Zu- 
dem hat das Projekt wichtige Impulse für die Kooper ation zwischen Stadtverwaltung, 
Kulturschaffenden und der Wissenschaft gesetzt und verdeutlicht, wie gemeinschaftli- 
che Ansätze die Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung legen können. 
 
Die Ergebnisse liefern konkrete Handlungsempfehlung en für die Zukunft, darunter die 
stärkere Integration von Kulturraummanagement in di e Stadtplanung, die Förderung 
von Zwischennutzungen und die Entwicklung von unter stützenden Strukturen wie 
Raumagenturen. Das Projekt unterstreicht die Notwendigkeit, Kultur als festen Bestand- 
teil urbaner Transformationsprozesse zu verankern, um die Vielfalt und Lebendigkeit 
des städtischen Lebens langfristig zu sichern 
 
(Dokumentation siehe 
https://th-koeln.sciebo.de/s/vuZZAjR0sZP6odV  ) 
4. Open Air  
In den vergangenen Jahren ist der Wunsch nach mehr Open Air Kulturveranstaltungen 
in Köln deutlich gewachsen. Gleichzeitig stehen eta blierte Kulturorte unter Druck und 
es mangelt an geeigneten Freiflächen, die rechtlich  unproblematisch bespielt werden 
können. Vor diesem Hintergrund haben wir das Open Air Kulturflächen Konzept entwi- 
ckelt, um Open Air Kultur in Köln strukturiert zu e rmöglichen. Unser Ziel war es, eine 
verlässliche Grundlage zu schaffen, damit Veranstal tungen unter freiem Himmel plan- 
bar und rechtssicher stattfinden können, ohne dass jedes Vorhaben von Grund auf 
durch einen Dschungel an Vorschriften navigieren muss. 
Das Konzept legt klare Kriterien und Verfahren fest, unter denen Open Air Events künf- 
tig stattfinden dürfen. Bisher waren Genehmigungen für solche Veranstaltungen sehr 
komplex: Unterschiedliche Regelwerke aus Bau-, Ordn ungs- und Umweltrecht griffen 
ineinander und jede geplante Veranstaltung musste mühsam mit diversen Ämtern ein- 
zeln abgestimmt werden. Mit unserem Konzept sollen diese Abläufe sukzessive stan- 
dardisiert und zentral koordiniert werden. Das Kulturraummanagement sammelt alle er- 
forderlichen Informationen, berät die Veranstaltend en und prüft vorab die Plausibilität 
der Vorhaben. Anschließend können die Anträge bei den zuständigen Fachämtern ein- 
gereicht werden. Das Kulturraummanagement übernimmt also keine behördliche Rolle, 
sondern versteht sich als koordinierende Instanz, d ie den Prozess für alle Seiten er- 
leichtert. Neu eingeführt wurde auch eine Kategoris ierung der Veranstaltungen nach 
Lärmschutz-Aspekten: Von leisen Formaten wie Lesungen oder Akustikkonzerten (Ka- 
tegorie 1) bis hin zu lautstarken Club- und Party-Events (Kategorie 5) wird jedem Event- 
typ eine Kategorie zugeordnet. Dadurch lässt sich frühzeitig erkennen, welche Flächen 
für die jeweilige Lärmkategorie infrage kommen und welche Auflagen gelten. Zusam- 
men mit den Informationen zum Charakter und zur Größe der Veranstaltung schafft dies 
größtmögliche Transparenz für Veranstalter und Behö rden gleichermaßen und hilft, 
jede Veranstaltung an einem passenden Ort durchzuführen. 
Die Erarbeitung dieses Konzepts war allerdings ein langer und anspruchsvoller Pro- 
zess. Open Air Veranstaltungen berühren viele Zustä ndigkeitsbereiche – vom Bauauf- 
sichtsamt über das Ordnungsamt bis hin zum Umwelt- und Grünflächenamt, um nur 
einige zu nennen. Entsprechend vielstimmig waren die Interessenlagen, die wir berück- 
sichtigen mussten. Wir standen vor der Herausforder ung, sehr unterschiedliche Anfor- 
derungen unter einen Hut zu bringen. Einerseits gib t es das berechtigte Interesse der 
Kulturschaffenden und des Publikums an vielfältigen Veranstaltungen im Freien. Ande- 
rerseits müssen Regeln zum Lärmschutz, zum Natursch utz, zur Sicherheit und zum

9 
 
Anwohnerschutz eingehalten werden. Jede beteiligte städtische Stelle hat ihren eige- 
nen gesetzlichen Auftrag und Blickwinkel. Einen Konsens zu finden, der all diesen Per- 
spektiven gerecht wird, erforderte intensive Abstimmung und Kompromissbereitschaft. 
In zahlreichen Runden haben wir mit den verschieden en Ämtern gesprochen, Beden- 
ken aufgenommen und versucht, Lösungen zu erarbeite n, die tragfähig sind. Dabei 
zeigte sich, wie komplex das verwaltungsrechtliche Umfeld ist, in dem wir uns bewegen: 
Oft waren Detailfragen zu klären und es brauchte Ze it, bis alle Beteiligten sich auf ge- 
meinsame Verfahren einigen konnten. Obwohl grundsät zlich alle das Ziel teilen, die  
Open Air Kultur zu unterstützen, war die Zusammenführung der jeweiligen Belange eine 
Herausforderung. Unterschiedliche Prioritäten und Auslegungen von Vorschriften führ- 
ten zu Verzögerungen und viel Diskussionsbedarf.  
Trotz all dieser Hürden liegt nun ein Verfahren vor , das erstmals einen verlässlichen 
Rahmen für Open Air Kultur in Köln bietet. Das Ergebnis unseres Konzepts ist ein struk- 
turierter Ablauf, der Planungssicherheit und Transparenz schaffen soll. Für Veranstalter 
bedeutet das konkret: Sie wissen früher und verbind licher, woran sie sind. Es wächst 
langsam ein Portfolio an Flächen, welche prinzipiell für Open Air Kultur genutzt werden 
können und unter welchen Auflagen dies geschehen darf. Die oft beklagte Unsicherheit 
– ob und unter welchen Bedingungen eine Open Air Ve ranstaltung genehmigt wird – 
soll dadurch reduziert werden. Wenn ein Konzept ein mal genehmigt wurde oder eine 
Fläche als geeignet ausgewiesen ist, können Kulturs chaffende mit mehr Zuversicht in 
die Planung gehen. Gleichzeitig gewinnen auch Anwoh nerinnen und Anwohner sowie 
andere Interessierte mehr Einblick in das Verfahren . Transparenz bedeutet hier, dass 
nachvollziehbar ist, nach welchen Kriterien entschi eden wird und wer wofür zuständig 
ist. Im Idealfall führt dies zu mehr Vertrauen: Den noch müssen wir realistisch sein: Ein 
derartiges neues Verfahren ist kein Allheilmittel u nd nicht jeder Konflikt wird dadurch 
automatisch gelöst. Auch die Erschließung neuer Flä chen gestaltet sich jedes Mal als 
sehr aufwendig. Aber es ist ein wichtiger Schritt, um den bisher oft unübersichtlichen 
Prozess verlässlicher zu gestalten. Erste Anwendungen des Konzepts im Sommer 2024 
haben gezeigt, dass die Mechanismen gut greifen, aber teilweise auch nachjustiert wer- 
den müssen. Wir sind uns bewusst, dass die Umstellu ng auf standardisierte Abläufe 
auch für die Verwaltung neu ist und in der Praxis weiter gelernt und verbessert werden 
kann. 
Die bisherigen Erfahrungen machen deutlich, dass Kö ln langfristige Lösungen für die 
Open Air Kultur entwickeln muss. Unser Konzept ist ein Anfang, aber es kann nur der 
Startpunkt einer längeren Entwicklung sein. Die str ukturierte Vorgehensweise und die 
bessere Koordination sind wichtige Meilensteine, um  Open Air Kultur in dieser Stadt 
überhaupt zu ermöglichen. Doch um sie nachhaltig zu  verankern, bedarf es eines lan- 
gen Atems und des kontinuierlichen Engagements alle r Beteiligten. Dazu gehört zum 
einen die Verwaltung, die bereit sein muss, auch we iterhin flexibel auf die Bedürfnisse 
der Kulturszene einzugehen und interne Abläufe anzu passen. Zum anderen ist auch 
die politische Unterstützung entscheidend, etwa wen n es darum geht, zusätzliche Flä- 
chen bereitzustellen oder rechtliche Rahmenbedingun gen anzupassen. Und nicht zu- 
letzt braucht es das Verständnis der Öffentlichkeit und der Anwohnerschaft, dass kultu- 
relles Leben im Freien Teil einer lebendigen Stadt ist – wobei ihre Anliegen natürlich 
ernst genommen und berücksichtigt werden. Langfristig werden wir nur dann erfolgreich 
sein, wenn wir es schaffen, eine Balance zu finden:  eine Stadt, die sowohl Raum für 
Kultur bietet als auch die Lebensqualität ihrer Bürger schützt. Dafür wollen wir uns wei- 
terhin einsetzen. Das Open Air Kulturflächen Konzept liefert hierfür die Grundlage, doch 
es bleibt weiterhin eine gemeinsame Aufgabe, diese Grundlage mit Leben zu füllen und 
kontinuierlich auszubauen. Nur so kann die Open Air Kultur in Köln eine gesicherte Zu- 
kunft haben und sich zu einem festen, positiv wahrgenommenen Bestandteil des urba- 
nen Lebens entwickeln.

Mitteilung Ausschuss

731 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII 
 
Vorlagen-Nummer 13.03.2025 
 0524/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 25.03.2025 
 
Kulturraummanagement / KRM - Jahresbericht 2024 
In der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 28.11.2023 wurde die Verwaltung 
gebeten, zukünftig regelmäßig im Rahmen eines mündlichen und schriftlichen Status-
berichts diejenigen Projekte darzustellen, die vom Kulturraummanagement (im Folgen-
den KRM) begleitet werden. Dieser Bitte ist das KRM seitdem nachgekommen.  
 
Zusätzlich wird jeweils zu Beginn eines Jahres eine Übersicht über die Gesamtentwick-
lung des Vorjahres erstellt. 
 
Der Bericht für das Jahr 2024 ist Anlage 1 zu entnehmen. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

25.03.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.3 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0524/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.03.2025
Erstellt
17.02.2025 11:00