1810/2023
Evaluation zum Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" 2021 und 2022
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/512/2 Vorlagen-Nummer 31.05.2023 1810/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 06.06.2023 Ausschuss Schule und Weiterbildung 21.08.2023 Evaluation zum Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" 2021 und 2022 Im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des Bundes und der Länder konnte die Stadt Köln 2021 und 2022 eine Vielzahl zusätzlicher Pro- jekte und Angebote im Bereich der Jugendförderung umsetzen, die gemeinsam zum Ziel hat- ten, die Kinder- und Jugendarbeit nach der Pandemie wieder zu stärken. Über die Fördersäule III des Programms wurden sowohl Maßnahmen durch die freie Träger- landschaft umgesetzt, als auch durch die Stadt Köln als öffentlichen Träger. Als städtische Maßnahme konnte beispielsweise das Jugendevent „Dein Domizil“ im Sommer 2022 auf dem Wiener Platz in Mülheim mit Unterstützung vieler Kooperationspartner*innen erfolgreich veranstaltet werden. Auf Spiel- und Bolzplätzen wurden sportliche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten. Für Angebote von Kölner Trägern der freien Jugendhilfe wurde 2021 das kommunale Förder- programm „Aufholen nach Corona“ mit dem Fokus auf Angeboten der Jugendförderung aufge- setzt. Über dieses Förderprogramm konnten die Träger Anträge für Kinder- und Jugendpro- jekte mit verschiedensten Schwerpunktsetzungen stellen. Erfreulicherweise konnte ein Groß- teil der beantragten Maßnahmen gefördert werden, so dass eine bunte Palette unterschied- lichster Projekte unter dem Motto „Aufholen nach Corona“ in allen Kölner Stadtbezirken durch- geführt wurde. Das Förderprogramm wurde mit Unterstützung einer digitalen Umfrage evalu- iert. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Evaluation auszugsweise dargestellt. Projekte mit dem Schwerpunkt Sport und Bewegung machten etwa 20 Prozent des zusätzli- chen Gesamtangebots aus. Darauf folgten Maßnahmen im medienpädagogischen Bereich mit einem Anteil von circa 15 Prozent. Weiterhin fanden kulturpädagogische Angebote, Ferien- maßnahmen, Events für Kinder und Jugendliche und Angebote im Bereich Übergang von Schule und Beruf statt. Diese Projekte machten jeweils etwa 10 Prozent der geförderten Maß- nahmen aus. Etwa 20 Prozent der Projekte fand in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit von freien Trägern der Jugendhilfe statt und etwa 10 Prozent als mobile Maßnahme. Es wurden sowohl Angebote mit Veranstaltungscharakter umgesetzt, mit denen viele Teilneh- mende erreicht werden konnten, als auch eine Vielzahl von Angeboten in Gruppen, die über längere Zeiträume regelmäßig stattfanden, um bestimmte Themen intensiv zu bearbeiten. 2 So wurden allein durch die Maßnahmen der freien Träger mehrere Tausend Kölner Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren erreicht. Ein großer Teil dieser Gruppe hatte einen Förderbedarf. Mädchen und Jungen nahmen nahezu gleichermaßen an den An- geboten teil und auch junge non-binäre Menschen waren unter den Teilnehmenden. Hervorzuheben ist, dass die meisten der geförderten Projekte nachhaltig angelegt waren und auch nach der Förderphase durch Drittmittel finanziert Fortbestand haben oder in teilweise an- gepassten Konzepten in das reguläre Programm der Kinder- und Jugendeinrichtungen über- gegangen sind. Zudem berichten die befragten Träger, dass viele der bezuschussten Maß- nahmen einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Kinder und Jugendlichen in der alltägli- chen Kinder- und Jugendarbeit hatten und diese Veränderungen noch heute in der Arbeit spürbar sind. Insbesondere das Üben des sozialen Miteinanders und nachfolgend das Ermöglichen von Partizipation beurteilten die Fachkräfte im Rahmen der Evaluation des kommunalen Förder- programms als wichtigsten „Aufholbedarf“. Ein Großteil der Maßnahmenträger kooperierte im Rahmen der Umsetzung der Projekte mit anderen Institutionen und berichtete von positiven und bereichernden Synergien und Erfah- rungen. Als Kooperationspartner wurden beispielsweise Schulen in jeder Schulform angege- ben, sowie Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Beratungsstellen und Sport- vereine. Abschließend bleibt festzustellen, dass über das Aktionsprogramm viele Maßnahmen umge- setzt werden konnten, die alle von den Kölner Kinder und Jugendlichen gut angenommen wurden. Fast alle Fachkräfte spüren die negativen Auswirkungen der Corona Pandemie in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen allerdings weiterhin und sehen den Bedarf von Angeboten mit Aufholcharakter für junge Menschen. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1810/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 31.05.2023
- Erstellt
- 25.05.2023 16:29