AN/1748/2024
Haltestelle „Meschenich Nord„ als Umsteigestation nördlich der Straße „Am Kölnberg“ ausbauen!
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Herrn Ausschussvorsitzenden Lino Hammer Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221 -27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.12.2024 AN/1748/2024 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 10.12.2024 Haltestelle „Meschenich Nord„ als Umsteigestation nördlich der Straße „Am Kölnberg„ ausbauen! Haltestelle „Meschenich Nord„ als Umsteigestation nördlich der Straße „Am Kölnberg“ ausbauen! Änderungsantrag zu 2742/2024 StadtBahn Süd – Festlegung des vorläufigen Endhaltepunktes in Meschenich Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses vom 10.12.24 zu nehmen. Beschluss: Der Beschlusstext wird wie folgt geändert: Der Rat nimmt die Ergebnisse aus den untersuchten Varianten zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, abweichend von seinem Beschluss vom 23.03.2023 (siehe Vorlagen-Nr.: 3065/2022), a) als vorläufigen Endhaltepunkt eine neue Haltestelle „Meschenich Nord“ zu planen, die sich auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche nördlich der Straße „Am Kölnberg“ befindet. Die Gleise sollen sich annähernd in Ost-West-Richtung befinden, damit eine mögliche Verlängerung westlich um Meschenich herum nach Meschenich-Süd im Rahmen zukünftiger Siedlungsflächenerweiterungen möglich bleibt. Somit bleibt auch eine spätere Verlängerung der Linie 5 nach Brühl oder zur künftigen S-Bahn-Station im Süden von Fischenich möglich. b) die Planung einer P+R Anlage in „Meschenich Nord“ voranzutreiben und dafür ein eigenes Genehmigungsverfahren vorzusehen. c) die Haltestelle „Meschenich Nord“ als Umsteigestation zum Busverkehr und zur P+R Anlage zu planen. Sie soll Seitenbahnsteige mit gegenüberliegenden Bussteigen haben. Am nördlichen Bahn-/Bussteig begegnen sich die stadtauswärts fahrenden Bahnen der Linie 5 und die Busse Richtung Meschenich. Am südlichen Bahnsteig begegnen sich die stadteinwärts fahrenden Bahnen der Linie 5 und die aus Meschenich kommenden Busse Richtung Hürth-Kalscheuren. Die soziale Kontrolle soll erhöht werden, indem ein Taxistand sowie Haltezonen für „Kiss and Ride“- Verkehr sowie für Einsatzfahrzeuge und Fahrzeuge der Stadt Köln geschaffen werden. Der Taxistand „An der Fuhr“ Ecke „Am Rondorfer Pfad“ soll an den nördlichen Bahn-/Bussteig verlegt werden, wo die stadtauswärts fahrenden Bahnen ankommen. Der nördlich der Kreuzung „Brühler Landstraße/Am Kölnberg“ gelegene Teil der Brühler Landstraße wird als Einbahnstraße Richtung Meschenich eingerichtet, damit Bus-, Taxi- und PKW-Verkehr aus der P+R Anlage Richtung Süden abfahren kann. An die Stadtbahn-Haltestelle soll sich westlich entlang der Straße „Am Kölnberg“ ein provisorisches Wendegleis anschließen, das bei einer Weiterführung der Strecke nach Meschenich-Süd rückgebaut werden kann. d) die Weiterführung der Strecke westlich von Meschenich zeitnah zu planen. Die Parkhäuser an der Ecke „Alte Brühler Straße/An der Fuhr“ sollen daraufhin untersucht werden, ob sie zugunsten der Stadtbahn-Trasse niedergelegt werden können. e) die südlichste Haltestelle in Rondorf mit einem Gleiswechsel zu planen, damit sie als provisorische Endhaltestelle genutzt werden kann. f) den Busverkehr zwischen Meschenich und Hürth-Kalscheuren, der über die neue Haltestelle „Meschenich Nord“ führen wird, auf Verbesserungen zu überprüfen. Es soll ein Buskonzept für die Zeit nach der „Kappung“ der Linie 132 (sie wird nach Fertigstellung der Linie 5 nicht mehr zum Breslauer Platz fahren) erstellt werden. Es soll geprüft werden, welche Verbesserungen aus dem Konzept schon in naher Zukunft umgesetzt werden können. Ziel soll es sein, in Zukunft einen dichten Bus-Takt zwischen dem Meschenicher Südosten und Hürth-Kalscheuren mit Umsteigemöglichkeit in „Meschenich Nord“ zu verwirklichen. Dabei soll untersucht werden: ob die Haltestellen an der Engeldorfer Straße im Südosten Meschenichs (Trenkebergstraße, Im Rheintal, Frankenstraße) in beiden Fahrtrichtungen betrieben werden können, ob ein Busverkehr Richtung Norden auf der Klosterstraße möglich ist, ob auf der Brühler Landstraße Ecke Schulstraße eine zusätzliche Haltestelle in beiden Fahrtrichtungen eingerichtet werden kann (besserer Umstieg von „Meschenich, Kirche, Bussteig E“ auf die Busse Richtung Hürth-Kalscheuren und Meschenich), ob die Buslinie 135 von „Meschenich, Kirche“ über „Meschenich Nord“ Richtung Hürth- Kalscheuren verlängert werden kann, ob die Buslinie 192 (Kleinbus) schon in naher Zukunft in beiden Richtungen bis zur Frankenstraße verkehren kann, ob in Zukunft ein dichterer Bus-Takt zwischen Frankenstraße und Hürth-Kalscheuren verwirklicht werden kann (z.B. 10-Minuten-Takt auch am Vormittag, 15-Minuten-Takt abends und Sa+So), ob eine Verlängerung einer Buslinie über die beiden noch zu Köln gehörenden Reiterhöfe an der Langenackerstraße nach Wesseling-Berzdorf möglich ist. Der Verkehrsausschuss verzichtet auf Wiedervorlage, sofern die Bezirksvertretung Rodenkirchen und der Stadtentwicklungsausschuss ohne Änderungen zustimmen. Begründung: Die Verwaltung hat überzeugend dargelegt, dass eine Verlängerung der Linie 5 durch Meschenich über die Brühler Landstraße nicht empfehlenswert ist, zieht aber daraus die falschen Schlüsse. Statt eine vorläufige Endhaltestelle so zu planen, dass die Trasse verlängerbar ist, plant sie eine Endhaltestelle im Norden Meschenichs, die beengt ist und keine Verlängerungsoptionen hat. Die Bezeichnung „vorläufig“ für diese Endstation ist nicht nachvollziehbar. Ein Konzept, wie die Trasse der Linie 5 im Norden Meschenichs umzuplanen ist, wenn sie verlängert werden soll, bleibt die Verwaltung schuldig. Eine Trasse, die westlich an Meschenich vorbeiführen soll, muss nördlich von Meschenich eine ganz andere Trassenführung haben, dies nachträglich zu ändern wird schwer machbar sein. Dieser Änderungsantrag schlägt vor, statt der beengten Station auf der Brühler Landstraße schon heute eine großzügige Station auf den Feldern nördlich von Meschenich zu planen, die optimale Anschlüsse an den Busverkehr und an die künftige P+R Anlage bietet. Die Stadtbahn-Trasse ist nach Südwesten verlängerbar. Sowohl nördlich als auch westlich von Meschenich sind neue Wohngebiete vorgesehen. Eine neue Stadtbahn-Haltestelle nördlich der Straße „Am Kölnberg“ ist die Voraussetzung, dass diese Gebiete rechtzeitig einen optimalen Anschluss an den ÖPNV bekommen. Die soziale Kontrolle ist an beiden Standorten problematisch. Allerdings gibt es bei einer nördlich vom Kölnberg gelegenen Station kurze und direkte Umsteigewege und mehr Platz um weitere abmildernde Faktoren hinzuzufügen (Taxistand, Haltezonen). Bei einer künftigen Verlängerung nach „Meschenich Süd“ sind auch die Wohngegenden rund um die Brühler Landstraße fußläufig erreichbar, die Gebiete im Meschenicher Osten und Südosten sind jedoch weit von der Stadtbahn-Trasse entfernt. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil für die Meschenicher sein, denn es bedeutet, dass die Busse, die das Dorf erschließen, weiterhin gerechtfertigt sind. Deshalb ist es auch Ziel dieses Änderungsantrags, eine leistungsfähige Verbindung aus Immendorf und Meschenich zur Stadtbahn und zur Bundesbahn zu sichern. Die Anbindung an Kalscheuren wird in Zukunft immer wichtiger. Die Immendorfer und die Meschenicher werden zwar weiterhin Busse benötigen, werden aber die Wahl haben, ob sie in „Meschenich Nord“ oder in Hürth-Kalscheuren umsteigen. Da in Zukunft die Brühler Landstraße und die Bödinger Straße nördlich von Meschenich unterbrochen werden sollen, werden alle aus Meschenich kommenden Busse an der Ecke „Brühler Landstraße/Am Kölnberg“ Richtung Hürth-Kalscheuren abbiegen. Sobald die Meschenicher Umgehungsstraße fertig ist, wird es keinen Bus mehr geben, der von der Brühler Landstraße direkt nach Norden fährt. Deswegen kann die Umsteige-Haltestelle zur Stadtbahn auch nördlich des Kölnbergs gebaut werden. Die Stadt Hürth plant, östlich des Bahnhofs Kalscheuren ein Gewerbegebiet einzurichten und dort neue Straßen zu bauen, die auch für größere Busse befahrbar sind. Die an Meschenich vorbeiführende Bundesbahn-Trasse soll zusätzliche S-Bahn-Linien erhalten. Eine weitere S-Bahn-Station ist im Süden von Fischenich vorgesehen. Die sogenannte „Querspange“ der HGK von Brühl nach Wesseling soll für den Personenverkehr reaktiviert werden, möglicherweise sogar unter Mitnutzung der geplanten Rheinquerung nach Porz-Langel. Ein Haltepunkt könnte auch an der unmittelbar südlich von Meschenich gelegenen Langenackerstraße liegen, die wiederum per Busverkehr an Meschenich angebunden werden könnte. Fazit: Wir befinden uns also mitten in einem Gebiet, in dem spannende, kommunalübergreifende Erweiterungen des ÖPNV-Netzes möglich sind, allerdings nur wenn eine Vernetzung rechtzeitig mitgedacht wird. Dieses Gebiet hat mehr verdient, als die von der Verwaltung angedachte Verlegenheits- Endhaltestelle! Hier ist eine gründliche Planung angesagt. Falls diese länger dauern sollte, kann die südlichste Rondorfer Haltestelle als vorläufige Endhaltestelle genutzt werden, wenn sie mit einem Gleiswechsel ausgestattet wird. Die Rondorfer Neubaugebiete sind schneller fertig als die in Meschenich, deshalb kommt es nur in Rondorf darauf an, schnell eine Entscheidung zu treffen. gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1748/2024
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 10.12.2024
- Erstellt
- 10.12.2024 10:13