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AN/0973/2018

Ökologische, ökonomische und verkehrliche Folgen eines möglichen Abrisses des Autobahnzubringers Hans-Schulten-Straße in Köln-Brück/-Neubrück zugunsten einer Nachverdichtung durch Wohnbebauung

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 14.06.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 21.06.2018, TOP 9.2.2

Anfrage_CDU_Grüne_LINKE_AN-0973-2018

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Anfrage_CDU_Grüne_LINKE_AN-0973-2018

4177 Zeichen

Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Marco Pagano 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Bezirksvertretung Kalk 
Kalker Hauptstr. 247-273 
51103 Köln-Kalk 
 
Jürgen Schuiszill 
Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion 
E-Mail: CDU-BV8@stadt-koeln.de 
 
HP Fischer 
Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. 
E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de 
 
Daniel Bauer-Dahm 
Fraktionsvorsitzender der Fraktion B 90/Die Grünen 
E-Mail: daniel.bauer.dahm@gmail.com 
 
 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister: 14.06.2018 
 AN/0973/2018 
 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 21.06.2018, TOP 9.2.2 
 
Ökologische, ökonomische und verkehrliche Folgen eines möglichen Abrisses 
des Autobahnzubringers Hans-Schulten-Straße in Köln-Brück/-Neubrück zu-
gunsten einer Nachverdichtung durch Wohnbebauung 
Gemeinsame Anfrage der CDU-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE. und der Fraktion 
Bündnis 90/Die Grünen vom 14.06.2018 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
im Rahmen der Diskussion des STEK Wohnen über mögliche zusätzliche Potential-
flächen für den Wohnungsbau in Köln wurden vor zwei Jahren auch die derzeit u.a. 
als Hundefreilaufflächen ausgewiesenen Grünflächen neben dem Autobahnzubringer 
Hans-Schulten-Straße in Köln-Brück/-Neubrück von der Bezirksvertretung Kalk zur 
Prüfung benannt. Auf Ratsebene wurde zusätzlich ein Abriss des Zubringers in die 
Diskussion gebracht. Nach erfolgter Prüfung empfahl die Verwaltung seinerzeit die 
Ablehnung dieser Fläche, da diese als regionaler Grünzug festgesetzt sei und eine 
hohe Bedeutung als Frisch- und Kaltluftschneise für die Belüftung der rechtsrheini-
schen Stadteile habe. Sie sei auch als Teil des rechtsrheinischen Grüngürtels zu se-
hen. Dem sind sowohl die Bezirksvertretung als auch der Rat seinerzeit mehrheitlich 
gefolgt. Auch der Vorschlag des Autobahnabrisses wurde abgelehnt. Nunmehr 
kommt erneut der Vorschlag, den Autobahnzubringer abzureißen und mit den Grün-
flächen zur Wohnbebauung nachzuverdichten.

2 
 
Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 
1. Wie bewertet die Verwaltung den Vorschlag, den Autobahnzubringer Hans-
Schulten-Straße im Stadtteil Neubrück abzureißen und diesen durch eine Ab-
schluss- und Verbindungsbebauung Neubrücks und Merheims zu ersetzen? 
2. Insbesondere fragen wir, wie die Verwaltung den Vorschlag, den Autobahnzu-
bringer Hans-Schulten-Straße im Stadtteil Neubrück abzureißen und diesen zu-
sammen mit den Grünflächen für den Wohnungsbau nachzuverdichten, aus öko-
logischer Sicht bewertet unter dem Gesichtspunkt der festgesetzten Nutzung als 
regionaler Grünzug und der im Zeichen des Klimawandels unbestreitbaren Be-
deutung dieser Flächen als Frischluft- und Kaltluftschneise für die Belüftung der 
rechtsrheinischen Stadteile? 
3. Wie ist dieser Vorschlag aus ökonomischer Sicht zu bewerten im Hinblick auf die 
Kosten als Baugrund, selbst unter Berücksichtigung einer möglichen Kostentra-
gung durch Dritte (Bund, Land)? Ist eine Förderung überhaupt denkbar, wenn die 
Entsiegelung der Autobahnfläche nur zu einer noch stärkeren Versiegelung im 
Zuge einer nachverdichteten Bebauung führen würde? 
4. Wie bewertet die Verwaltung aus verkehrlicher Sicht die Auswirkungen eines Ab-
risses, da dieser Autobahnzubringer derzeit die Erschließungsfunktion insbeson-
dere von Neubrück, Teilen Rath/Heumars, dem westlichen Brück und des Sied-
lungsteils Oberer Bruch erfüllt? Könnte überhaupt technisch (Neigungswinkel) 
eine Ersatzzufahrt und Abfahrt im Bereich der Olpener Straße hergestellt werden 
und würde dies nicht zu einem Verkehrskollaps auf der Olpener Straße mit zu-
sätzlichen Umweltbelastungen führen? 
5. Welche Auswirkungen auf die Sicherheit (Wohnungseinbrüche) und Lkw-Verkehr 
hätte es, wenn die Autobahnauffahrt weiter weg von der Wohnbebauung Neu-
brücks und Brücks läge? 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
 
Jürgen Schuiszill   HP Fischer 
Fraktionsvorsitzender   Fraktionsvorsitzender 
der CDU-Fraktion   der Fraktion DIE LINKE. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daniel Bauer-Dahm 
Fraktionsvorsitzender 
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Beratungsverlauf (1)

21.06.2018 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 9.2.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
AN/0973/2018
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
14.06.2018
Erstellt
14.06.2018 11:10