Mandari Insight

3233/2017

Erreicht die Stadt Köln Ihre Klimaschutzziele ?

Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA) 09.11.2017

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Rahmenkonzept SmartCity Cologne

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Rahmenkonzept SmartCity Cologne

10973 Zeichen

Entwurf, 26.07.2017 
 
+ 
Handlungsfelder 
Ziele 
Leitbild 
RAHMENKONZEPT SMARTC ITY COLOGNE 
Was ist SmartCity Cologne und welche Ziele werden verfolgt? 
SmartCity Cologne ist eine in 2011 gestartete Initiative der  Stadt Köln und der RheinEnergie 
für ein lebenswertes, klimafreundliches, nachhaltiges und innovatives Köln. 
SmartCity Cologne ist eine Querschnittsaufgabe, berührt viele Lebensbereiche der Stadt 
Köln und verfolgt daher einen ganzheitlichen, integrierten Ansatz. Die Initiative bündelt und 
vernetzt Konzepte, Strategien, Planungen, Aktivitäten und Akteure stadtweit. Sie entwickelt, 
erprobt und evaluiert neue Ideen und zukunftsweisende Technologien, die Köln lebenswerter 
machen. 
SmartCity Cologne ist zugleich eine Koordinierungs- und Kommunikations-
plattform für unterschiedliche Projekte zum Klimaschutz, zur Energie - und 
Verkehrswende sowie für mehr Energieeffizienz. Dabei werden die Mög-
lichkeiten der Digitalisierung genutzt sowie technische und soziale Inno-
vationen vorangetrieben. Dadurch sollen auch neue Geschäftsmodelle 
entwickelt werden. Die Initiative macht die Aktivitäten und Projekte sich t-
bar und erlebbar. 
SmartCity Cologne setzt a uf Kooperation. Jeder kann sich einbringen : Bür-
gerinnen und Bürger, Vereine und Netzwerke, Unternehmen, Wissenschaft, 
Politik, Institutionen, Verbände und Initiativen. Sie sind als Ideengeber, Investor, Umse t-
zungs-, Forschungs-, Medien-, Netzwerkpartner, Berater oder einfach als interessierte und 
informierte Person gefragt. 
SmartCity Cologne verfolgt das Leitbild eines  nachhaltigen, 
zukunftsfähigen Köln s. SmartCity Cologne ist ein 
strategisches Querschnittsziel der Stadt Köln und der 
RheinEnergie, Teil der kom munalen 
Nachhaltigkeitsaktivitäten und wichtig er Baustein 
einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung. 
SmartCity Cologne leistet einen wichtigen Beitrag für 
eine wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige 
Umsetzung der Energiewende. SmartCity Colo gne 
ist zudem ein bedeutendes Handlungsfeld für die 
Unternehmen im Stadtwerkekonzern im Rahmen des 
Einflusses der Digitalisierung auf Aufgaben der 
Daseinsvorsorge. Daten bieten ein großes Potential für 
den Aufbau von neuen wirtschaftlichen Geschäftsfeldern . 
Die Initiative trägt somit insgesamt zur Sicherung der 
Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generationen bei. 
Fünf Ziele untersetzen das Leitbild : Lebenswert! SmartCity Cologne steigert die 
Lebens- und Aufenthaltsqualität in Köln als attraktiven Woh n-, Freizeit- und Arbeitsort 
für alle Menschen. Innovativ! SmartCity Cologne verlässt ausgetretene Pfade und geht neue 
Wege, entwickelt frische Ideen, treibt Veränderungen voran und unterstützt Forschung und 
Entwicklung. Wettbewerbsfähig! SmartCity Cologne fördert Innovationen und 
zukunftsweisende Technologien, die nachhaltig sind und Wirtschaft und Wissenschaft in

Entwurf, 26.07.2017 
 
ökonomisch 
• Wirtschaftsförderung 
• Kooperationsförderung 
• Innovationsförderung 
• zukunftsfähige 
Wirtschaftsstruktur 
• Marketing / Image 
• Unternehmensansiedlung 
• Arbeitsplatzschaffung 
• Existenzgründung 
ökologisch 
• klimafreundliche 
Stadtentwicklung und 
Mobilität 
• Luftreinhaltung 
• Energieverbrauch senken 
• Energieeffizienzsteigerung 
• Rohstoffe sparen 
• Erneuerbare Energien 
• Temperaturmilderung 
(Hitzeinsel) 
• Überflutungsverringerung 
(Starkregen) 
sozial 
• Teilhabe 
• Integration 
• Zusammenhalt 
• Gesundheit 
• Lebensqualität 
• Aufenthaltsqualität 
• Familienfreundlichkeit 
• Sicherheit 
Köln stärken. Resilient! SmartCity Cologne fördert Klimaschutz und Klimaanpassung fü r ein 
klimaresilientes Köln, welches  widerstandsfähiger gegenüber Extremwetter und 
Klimaänderungen ist. Umweltgerecht! SmartCity Cologne setzt sich für eine 
gesundheitsfördernde Umwelt aller Menschen  ein, die auch kommenden Generationen in 
Köln zu Gute kommt 
SmartCity Cologne ist in acht Handlungsfeldern aktiv, die folgende Handlungsziele haben: 
 Gebäude & Wohnen:  SmartCity Cologne fördert energieeffiziente, klimaaktive 
Stadtquartiere mit hohen ökologischen Qualitäten in nachhaltigen Gebäuden. 
 Energie: SmartCity Cologne fördert bezahlbaren, klimaneutralen Strom und Wärme aus 
erneuerbaren Energien und verbraucht nicht mehr Energie , als vor Ort erzeugt und 
gespeichert wird. 
 Mobilität: SmartCity Cologne setzt auf alternative Antriebe, verfolgt multimodale 
Mobilitätsangebote, fördert den Umweltverbund und Sharing -Lösungen, verbessert den 
Verkehrsfluss, reduziert Parksuchverkehre und schafft verkehrsberuhigte Bereiche. 
 Wirtschaft: SmartCity Cologne schafft ein kreatives Milieu für patentierte Innovationen, 
generiert neue Wertschöpfung,  profiliert Köln als Standort für SmartCity -Lösungen und  
unterstützt Startups und Nachhaltigkeitsaktivitäten in Unternehmen. 
 Klima & Umwelt:  SmartCity Cologne unterstützt das Erreichen der städtischen 
Klimaschutzziele, fördert Klimaanpassung und senkt Umweltbelastungen auf ein Minimum 
für ein intaktes natürliches Ökosystem. 
 Gesundheit & Sicherheit:  SmartCity Cologne fördert die Verkehrssicherheit, steigert die 
Luftqualität, senkt Risiken für Gesundheit, Leben und Infrastrukturen bei Hitze, Starkregen 
und Überschwemmungen und fördert das allgemeine Wohlbefinden. 
 IKT & Daten:  SmartCity Cologne informiert Bürgerinnen und Bürger crossmedial, 
transparent und aktuell, unterstützt die Schaffung von infrastrukturellen Voraussetzungen 
für eine digitale Teilhabe, setzt auf digitale Services und sichert den Datenschutz. 
 Politik & Verwaltung:  SmartCity Cologne sichert die politische Unterstützung, um 
Investitionen für neue Leuchtturmprojekte zu tätigen, die Vorbildfunktion der Stadt Köln 
und RheinEnergie zu stärken sowie SmartCity -Aktivitäten unter Kölnerinnen und Kölner 
bekannt und für ihren Lebensalltag relevant zu machen. 
Den Handlungsfeldern werden messbare Indikatoren zugeordnet (siehe Seite 5). 
Welche Wirkungen entfaltet SmartCity Cologne? 
SmartCity Cologne entfaltet in allen Nachhaltigkeitsdimensionen positive Effekte.  Die Initiati-

Entwurf, 26.07.2017 
 
ve trägt zu einem klimaresilienten Köln bei, hält zu einem schonenden Umgang mit Ressou r-
cen an, schärft das Umweltbewusstsein und fördert Wohlbefinden und Gesundheit der Kö l-
nerinnen und Kölner. Innovationen und zukunftsweisende Technologien heben Potentiale für 
neue Wertschöpfung und machen die Kölner Wirtschaft wettbewerbsfähiger. 
Was und wie bewegt SmartCity Cologne? 
SmartCity Cologne trägt zum Gemeinwohl bei, leistet Beiträge zur Daseinsvorsorge und u n-
terstützt den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generat i-
onen. Die Initiative entwickelt Visionen und gestalte t Veränderungsprozesse. Sie schafft 
Rahmenbedingungen, setzt Impulse und Orientierungsmarken für eine flexible und offene 
Vernetzung von Akteuren und Aktivitäten. Sie realisiert Demonstrationsprojekte und Pilotvor-
haben, teste t Innovationen und zukunftsweisende Technologien. SmartCity schafft Erfah-
rungswerte – für übertragbare, skalierbare Anwendungen und Lösungen – vom Straßenzug 
über das Veedel bis zur Gesamtstadt. SmartCity bedeutet integriert denken und handeln. Die 
Möglichkeiten der Digitalisierung  werden genutzt. Alle werden mitgenommen , nicht nur die 
„digital natives“. SmartCity Cologne berücksichtigt soziale Aspekte und Prozesse. Technol o-
gie ist Mittel zum Zweck, die passende Anwendungsfälle und Umsetzungsmodelle finden 
muss. SmartCity setzt auf offene Schnittstellen, auf Technologien und Daten, die miteinander 
kommunizieren. Dadurch bleibt die Initiative flexibel und handlungsfähig. SmartCity bedeutet 
auch regional zu denken. Die Entwicklung eines smarten Köln wird  gemessen, verglichen 
und gesteuert. Die Initiative gewinnt Investoren und unterstützt die Fördermittelakquise. 
SmartCity Cologne verbessert die Zusammenarbeit und Abstimmung – untereinander und in 
der Stadtgesellschaft. 
Was macht ein SmartCity-Projekt aus? 
Projekte in SmartCity  Cologne verfolgen 
unsere Ziele, einen integrierten Ansatz 
und lassen sich den Handlungs feldern 
zuordnen. Sie haben das Potential, als p i-
lot- und modellhafte Leuchttürme und 
Blaupausen flächenhaft umgesetzt zu 
werden. Projekte berücksichtigen die spe-
zifischen Bedarfe und Herausforderungen  
in Köln, sind skalierbar  und entfalten 
messbar eine positive Wirkung in Bezug 
auf Klima, Umwelt und Energie, die wir t-
schaftlich betrachtet in einem angeme s-
senen Verhältnis zum Aufwand steht. Pro-
jekte kommen dem Lebens - und Wirt-
schaftsstandort Köln insgesamt zu Gute . 
Vor allem bieten sie Potential zur Entwick-
lung kreativer Lösungen und neuer nach-
haltiger Geschäftsmodelle und generieren 
wirtschaftliche Rückflüsse. Sie ermögl i-
chen eine breite Beteiligung der Akteure in 
der Sta dtgesellschaft, insbesondere der 
Bürgerinnen und Bürger.

Entwurf, 26.07.2017 
 
Welche Projekte sind Teil von SmartCity Cologne?

Entwurf, 26.07.2017 
 
Gebäude  & 
Wohnen 
Frei- / Grünflächen 
Flächenverbrauch /  
-versieglung 
Gebäudebegrünung 
Nachhaltige, 
zertifizierte Gebäude 
Klimaschutz-
siedlungen 
Energie 
Primärenergiebedarf 
Stromverbrauch 
Wärmeverbrauch 
Erneuerbare 
Energien im Bereich 
Strom 
Erneuerbare 
Energien im Bereich 
Wärme 
Stromkosten 
Heizkosten 
Mobilität 
Modal split 
Pkw-Dichte 
Ladeinfrastruktur für 
alternative Antriebe 
Fahrzeuge mit 
alternativen 
Antrieben 
Sharing-Angebote 
Multimodale 
Mobilstationen 
Stau 
Wirtschaft 
Patente 
Unternehmen / 
Arbeitskräfte 
Nachhaltigkeit, 
Zertifzierung in 
Unternehmen 
Aus- und Existenz-
gründungen 
Klima & 
Umwelt 
CO2-Ausstoß 
Luftschadstoff-
belastung 
Lärmbelastung 
Hitzebelastung 
Hochwasser / 
Überschwemmungen 
durch Starkregen 
Abfallaufkommen 
Abfallrecycling 
Wasserqualität 
Biodiversität 
Umweltalarm 
Gesundheit 
& Sicherheit 
Unfälle zu Fuß und 
per Rad 
Autounfälle 
Gesundheitliche 
Folgen wegen 
Luftschadstoffen 
Beschwerden bei 
Hitze 
Folgen bei 
Hochwasser / 
Überschwemmungen 
IKT & Daten 
Freies öffentliches 
WLAN 
Offene Daten 
Echtzeitdaten 
Breitbandversorgung 
"Grüne" 
Rechenzentren 
Digitale Angebote / 
Services  
Politik & 
Verwaltung 
Besuche der 
SmartCity-
Internetseite 
Likes auf Facebook 
zu SmartCity 
Cologne 
Follower auf Twitter 
zu SmartCity 
Cologne 
Ausgaben für 
SmartCity-Aktivitäten 
Akquirierte 
Fördermittel  
SmartCity-Projekte 
Klimaexpo.NRW-
Projekte in SmartCity 
Cologne 
Woran kann ein smartes Köln erkannt und gemessen werden?

Entwurf, 26.07.2017 
 
 
Wer macht bei SmartCity Cologne mit? 
 
 
Wo kann ich mehr erfahren? Und wie kann ich mitmachen? 
Kontakt und Ansprechpartner   
Dr. Barbara Möhlendick, Stadt Köln   Christian Remacly, RheinEnergie AG 
f +49 221/221 29023     f +49 221/178 2070 
m barbara.moehlendick@stadt-koeln.de  c.remacly@rheinenergie.com  
       Axel Lauterborn, RheinEnergie AG 
       f +49 221/178 4262 
       m a.lauterborn@rheinenergie.com  
Weitere Informationen unter www.smartcity-cologne.de

Veranstaltungen_erklimadasmal

2909 Zeichen

Veranstaltungsübersicht #erklimadasmal
Datum Veranstaltung
Mo., 30.10.2017und 
Di., 21.11.2017
Der Wärme folgen im Fernwärmetunnel, 
Frank Straube, RheinEnergie AG, Führung, Deutz
Do., 2.11.2017 Weltweit erstes energieautarkes Mehrfamilienhaus, 
Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Vortrag, Innenstadt
Fr., 3.11.2017 EkoZet, Energie-Kompetenz-Zentrum im Rhein-Erft-Kreis, 
Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Führung, Kerpen
Mo., 6.11.2017 Der KlimaPark, 
Brigitte Jantz, Netzwerk e.V ., Führung, Bilderstöcken
Di., 7.11.2017 Umweltwirtschaft in der Region Köln/Bonn, 
Christian Vossler, IHK Köln, Vortrag, Innenstadt
Klimaschutz in Köln durch innovative Mobilitätskonzepte bei Neubauvorhaben,
Ralph Herbertz, KölnAgenda, Exkursion, Innenstadt
Mi., 8.11.2017 Exkursion zum REWE Green Building-Supermarkt: Blick hinter die Kulissen; 
Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, 
REWE, Köln-Lövenich
Do., 9.11.2017 LED-Lampentausch, 
Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Infostand, Stadthaus Deutz
Mo., 13.11.2017 und 
Di., 14.11.2017
Erstes klimaneutrales ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn, 
Jeff Roy Liem, EA.NRW, Besichtigung, Nippes
Mo., 13.11.2017 Energieeffizientes Bauen und Wohnen, 
Willibert Schmitz, Handwerkskammer Köln, Besichtigung, Ossendorf
Mo., 13.11.2017 Stegerwaldsiedlung in Mülheim: klimagerechte Stadtentwicklung der Zukunft, 
Elisabeth Dürr, Stadt Köln, Besichtigung, Mülheim
Di., 14.11.2017 Klima-Kids-Köln, 
Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Vortrag, Innenstadt 
Wie sieht der Wald der Zukunft aus?, 
Markus Bouwman, Waldlabor Stadt Köln, Besichtigung, Lindenthal
Mi., 15.11.2017 und 
Fr., 17.11.2017
Sprit sparen für‘s Klima, 
Brigitte Jantz, Netzwerk e.V ., Fahrtraining, Köln
Do., 16.11.2017 Fortbildung zum neuen Experimentierkoffer „Neue Energien“ für Lehrkräfte, 
Elfgard Pfahlbusch, RheinEnergie AG,  Seminar, Neuehrenfeld
Do., 16.11.2017 Strom und Wärme aus Biogas – wie geht das?, 
Frank Straube, RheinEnergie AG,  Besichtigung, Köln/Roggendorf
Sa., 18.11.2017 Autofreie Siedlung Köln-Nippes, 
Ralph Herbertz, KölnAgenda Besichtigung 
Klima- und Artenschutz im Kölner Zoo, 
Ruth Dieckmann, Kölner Zoo, Besichtigung, Riehl
Mo., 20.11.2017 Werksführung Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Niehl 3, 
Frank Straube, RheinEnergie AG,  Niehl
Mi., 22.11.2017 Wie kommt das Wasser in den Hahn? 
Frank Straube, RheinEnergie AG,  Vero Dunkel, Wasserschule Köln, Führung, Wasserwerk Westhoven/Porz
Do., 23.11.2017 Moderne Stadt: Ökologisches Wohnen im Sürther Feld,  
Besuch eines Forschungsprojekts Wärme aus Abwasser, 
Heinz Menda, Christian Grandel, Nico Peters, RheinEnergie AG, Tour, Rodenkirchen/Wahn
Fr., 24.11.2017 Nachhaltige Stadtentwicklung in der Klimastaße, 
Christian Remacly, RheinEnergie AG, Besichtigung, Nippes
Anmeldung unter erklimadasmal.de/veranstaltungen/

Beantwortung einer Anfrage (Rat)

7879 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/V/7 
 
09.11.2017 
Vorlagen-Nummer 
 3233/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Rat 14.11.2017 
 
Erreicht die Stadt Köln Ihre Klimaschutzziele ? 
Die Ratsgruppe GUT hat um Beantwortung folgender Fragen (AN/1345/2017) gebeten: 
 
1. Wo steht Köln auf dem Weg zur Erreichung ihrer eigenen Klimaschutzziele? Welche Ziele hat sie 
sich gesetzt, wie ist der "Zwischenstand" – welche, der Europäischen Kommission zweijährlich 
zugesagten, Umsetzungsberichte gibt es? 
2.  Wie werden die eigenen Maßnahmen (Verwaltung & Stadtwerkekonzern) hinsichtlich Aufw and/ 
Nutzen überwacht und bewertet? 
3. Können beschlossene Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich und zügig umgesetzt werden? Stehen 
ausreichende Finanzen und Personal zur Verfügung? 
4. Welchen Stellenwert haben Klimaschutzziele bei der Erstellung von Beschlussvorlage n? Warum 
wird in Abwägungsprozessen dem Klimaschutz nicht generell Vorrang eingeräumt?  
5. Welche öffentlichen Veranstaltungen planen die Stadt Köln und weitere Kölner Organisationen 
parallel zur UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn? 
Die Verwaltung antwortet hierzu: 
 
Zu 1) 
Die Stadt Köln hat sich durch ihre Mitgliedschaft im Klima -Bündnis der europäischen Städte e.V. seit 
1993 verpflichtet, ihre gesamtstädtischen CO 2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 50% zu senken 
(Basisjahr 1990). 
Außerdem ist die Stadt Köln 20 08 dem europäischen Bürgermeisterkonvent beigetreten (“Covenant 
of Mayors“). Damit hat sie sich zusätzlich bis zum Jahr 2020 verpflichtet, die Energieeffizienz um 
mindestens 20% zu steigern (Basisjahr 2008) sowie den Anteil der Erneuerbaren Energien am g e-
samtstädtischen Endenergieverbrauch auf mindestens 20% zu erhöhen (s.a. IKSK Energie 2012 Se i-
te 9, http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf57/integriertes-klimaschutzkonzept-
koeln_endbericht-energie-2012.pdf).  
Die Ende 2016 beauftragte Fortschreibung der gesamtstädtischen CO 2-Bilanz für die Jahre 2010 -
2015 durch das IFEU Institut hat sich durch Verschlechterungen bei der Datenbasis und Umstellu n-
gen bei der Bilanzierungsmethode (bundesweite Vereinheitlichung mit dem BMU geförderten “Klim a-
schutz-Planer“) verzögert. Der vorläufige Bilanz -Entwurf 2015 weist deshalb noch einige Unwägba r-
keiten auf, um deren Klärung sich das IFEU Institut gegenwärtig bemüht. Sollte sich das Ergebnis im 
Weiteren bestätigen, dann wären der Endenergieverbrauch in den Teilbereichen Energie und Verkehr 
von 2008 bis 2015 um etwa 2,4% gestiegen, die CO 2-Emissonen hingegen um etwa 2% auf rund 10 
Mio. Tonnen gesunken. Daraus ergäbe sich dann für 2015 gegenüber dem Startwert von 1990 eine

2 
 
gesamtstädtische CO2-Minderung von etwa 17,6%. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwic k-
lung der letzten Jahre ergäbe sich vereinfacht (pro -Kopf) bei den CO 2-Emissionen eine Abnahme 
gegenüber 1990 von etwa 23% bzw. etwa 6,4% gegenüber 2008 und beim Endenergieverbrauch 
gegenüber 2008 eine Abnahme von etwa 2,4%. 
Beim Anteil der Erneuerbaren Energien ergibt die vorläufige Bilanz für 2015 für den stromseitigen 
Endenergieverbrauch einen erneuerbaren Anteil von etwa 4,4% (überwiegend durch den biogenen 
Anteil der RMVA -Stromerzeugung), beim wärmeseitigen Endenergieverbrauch einen erneuerbaren 
Anteil von etwa 2,7% und für beide Teilbereiche in der Summe einen erneuerbaren An teil von etwa 
3,2%. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass es u.a. wegen der Flächenkonkurrenzen und Abstand s-
vorschriften bis 2020 keiner deutschen Großstadt gelingen wird, das 20% -Ziel innerhalb der Stad t-
grenzen (territoriale Bilanz) zu erreichen. Außerde m ist anzumerken, dass die RheinEnergie AG a u-
ßerhalb Kölns in größerem Umfang Ökostrom -Erzeugungsanlagen betreibt, und die Kölner Bü r-
ger*innen wie auch Unternehmen über die EEG -Umlage anteilig den bundesweiten Ökostromanteil 
von über 32% im Jahr 2015 finanziert haben. 
Bei der Energieeffizienz liegen z.Zt. nur Werte für den Indikator “Primärenergieverbrauch“ vor (Ve r-
brauch aller Primärenergieträger wie Braun - und Steinkohle, Mineralöl, Erdgas etc. mit dem Einspa r-
ziel 20%). Daraus ergibt sich von 2008 bis 201 5 durch den Mehrverbrauch bei Industrie und verarbe i-
tendem Gewerbe insgesamt eine Zunahme um etwa 2,4%, während die pro -Kopf-Betrachtung eine 
Abnahme um etwa 2,4% zeigt. Dies zeigt, dass bei der Energieeffizienz bzw. der Vermeidung von 
Energieverbrauch derzeit der größte Zielkonflikt besteht. 
Aus dem Beitritt zum europäischen Bürgermeisterkonvent resultieren die Verpflichtung zu Erstellung 
eines „Aktionsplans für nachhaltige Energie“ und eine regelmäßige Berichtspflicht. Den Aktionsplan 
hat der Rat am 02.02 .2010 beschlossen (siehe https://ratsinformation.stadt-
koeln.de/to0050.asp?__ktonr=74259 und http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-
tiere/klima/aktionsplan-zum-buergermeisterkonvent). Im Weiteren hat es keine Berichterstattung mehr 
gegeben. Eine Information ist für nächstes Jahr beabsichtigt. 
 
Zu 2)  
Die Stadt Köln nimmt seit Oktober 2013 am European Energy Award teil. Jährlich werden Energieb e-
richte der Gebäudewirtschaft und der Museen erstellt. Für SmartCity Cologne wurde eine Strategie 
und ein Ziel- und Indikatorensystem für ein Monitoring entwickelt. (siehe Anlage). Die Einführung bzw. 
Umsetzung eines Maßnahmenmonitorings für den Klimaschutz und SmartCity Cologne ist für 2018 
geplant, wenn die Stellen im Klimaschutz besetzt sind. 
 
Zu3) 
Mit Ratsbeschluss vom 20.12.2011 „Klimaschutzkonzept Köln -vorgezogenes Sofortmaßnahmenpro-
gramm 2012 (Vorlagen Nr. 3272/2011) wurde bei Dezernat V die Koordinationsstelle Klimaschutz 
eingerichtet. Die Aufgabenstellung beinhaltete die strategische Ausrichtung des gesamtstädtischen 
Klimaschutzprozesses und die Initiierung und Koordinierung von Klimaschutzprojekten. Der operative/ 
fachlich orientierte Klimaschutz wurde beim Umwelt - und Verbraucherschutzamt angebunden. In 
2017 erfolgte eine Neuausrichtung der Thematik Klimaschutz mit dem Ziel einer Bündelung der str a-
tegischen und operativen Aufgaben in einer Organisationseinheit. Im August 2017 erfolgte die Aufg a-
benverlagerung. Hierzu wurden 2,5 Stellen vom Umweltamt zur Koordinationsstelle Klimaschutz ve r-
lagert, bei 1,5 Stellen läuft aktuell das Stellenbesetzungsverfahren. Zudem si nd für die Umsetzung 
von Klimaschutzmaßnahmen die zwei Ingenieurstellen, die mit Ratsbeschluss zum Klimaschutz in 
2011 eingerichtet wurden, zur Besetzung mit Klimaschutzmanagern freizugeben. Bis zur Besetzung 
der Stellen und Einarbeitung der Stelleninhaber  stehen keine ausreichenden Personalressourcen für 
den Klimaschutz zur Verfügung.  
 
Zu 4)  
Klimaschutz ist wichtig für die Zukunftssicherung der Stadt und damit Teil der Daseinsvorsorge. Die 
Verwaltung wird zunächst intern prüfen, wie in Abwägungsprozessen  der Klimaschutz angemessen 
berücksichtigt werden kann und im Anschluss die Politik entsprechend beteiligen. 
 
Zu 5) 
a) Aktivitäten durch die RheinEnergie, Stadt Köln und andere

3 
 
Es findet eine breit angelegte Kampagne unter dem Motto #erklimadasmal statt.  
In der Zeit vom 24.10. bis 13.11.2017 wurden die City -Lights für die Kampagne genutzt. Am 
24.10.2017 fand ein Pressegespräch im Konferenzzentrum der RheinEnergie statt, am 26.10.2017 
fand auf der MS RheinEnergie eine Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussion en mit bekannten 
Gesichtern aus Politik, Wirtschaft und Kultur statt. Die Veranstaltungsübersicht und ein Plakat der 
Kampagne sind als Anlage beigefügt. 
 
b) Aktivitäten mit indigenen Völkern 
Im Oktober starte nach einem Empfang durch die Stadt Köln eine Bustour der Indigenen Völker zu 
den wichtigsten Europäischen Hautstädten von Köln aus. Am 4./5. November fand im Kölner Rathaus 
das Vorbereitungstreffen der indigenen Völker zur COP 23 statt.  
 
gez. Reker

Plakat Klimakonferenz

153 Zeichen

0

Kl DEHOGA Energieägentur NRW Handwerkskammer ii ü ne KölnAgend Kölner Stadt-Anzeiger „ NETZWERK .ı. an. BONN verbraucherzentrale BE Rhein

— ®

nergie

Beratungsverlauf (1)

14.11.2017 Rat
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3233/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
Datum
09.11.2017
Erstellt
19.10.2017 16:18