3233/2017
Erreicht die Stadt Köln Ihre Klimaschutzziele ?
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Rahmenkonzept SmartCity Cologne
10973 Zeichen
Entwurf, 26.07.2017
+
Handlungsfelder
Ziele
Leitbild
RAHMENKONZEPT SMARTC ITY COLOGNE
Was ist SmartCity Cologne und welche Ziele werden verfolgt?
SmartCity Cologne ist eine in 2011 gestartete Initiative der Stadt Köln und der RheinEnergie
für ein lebenswertes, klimafreundliches, nachhaltiges und innovatives Köln.
SmartCity Cologne ist eine Querschnittsaufgabe, berührt viele Lebensbereiche der Stadt
Köln und verfolgt daher einen ganzheitlichen, integrierten Ansatz. Die Initiative bündelt und
vernetzt Konzepte, Strategien, Planungen, Aktivitäten und Akteure stadtweit. Sie entwickelt,
erprobt und evaluiert neue Ideen und zukunftsweisende Technologien, die Köln lebenswerter
machen.
SmartCity Cologne ist zugleich eine Koordinierungs- und Kommunikations-
plattform für unterschiedliche Projekte zum Klimaschutz, zur Energie - und
Verkehrswende sowie für mehr Energieeffizienz. Dabei werden die Mög-
lichkeiten der Digitalisierung genutzt sowie technische und soziale Inno-
vationen vorangetrieben. Dadurch sollen auch neue Geschäftsmodelle
entwickelt werden. Die Initiative macht die Aktivitäten und Projekte sich t-
bar und erlebbar.
SmartCity Cologne setzt a uf Kooperation. Jeder kann sich einbringen : Bür-
gerinnen und Bürger, Vereine und Netzwerke, Unternehmen, Wissenschaft,
Politik, Institutionen, Verbände und Initiativen. Sie sind als Ideengeber, Investor, Umse t-
zungs-, Forschungs-, Medien-, Netzwerkpartner, Berater oder einfach als interessierte und
informierte Person gefragt.
SmartCity Cologne verfolgt das Leitbild eines nachhaltigen,
zukunftsfähigen Köln s. SmartCity Cologne ist ein
strategisches Querschnittsziel der Stadt Köln und der
RheinEnergie, Teil der kom munalen
Nachhaltigkeitsaktivitäten und wichtig er Baustein
einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung.
SmartCity Cologne leistet einen wichtigen Beitrag für
eine wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige
Umsetzung der Energiewende. SmartCity Colo gne
ist zudem ein bedeutendes Handlungsfeld für die
Unternehmen im Stadtwerkekonzern im Rahmen des
Einflusses der Digitalisierung auf Aufgaben der
Daseinsvorsorge. Daten bieten ein großes Potential für
den Aufbau von neuen wirtschaftlichen Geschäftsfeldern .
Die Initiative trägt somit insgesamt zur Sicherung der
Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generationen bei.
Fünf Ziele untersetzen das Leitbild : Lebenswert! SmartCity Cologne steigert die
Lebens- und Aufenthaltsqualität in Köln als attraktiven Woh n-, Freizeit- und Arbeitsort
für alle Menschen. Innovativ! SmartCity Cologne verlässt ausgetretene Pfade und geht neue
Wege, entwickelt frische Ideen, treibt Veränderungen voran und unterstützt Forschung und
Entwicklung. Wettbewerbsfähig! SmartCity Cologne fördert Innovationen und
zukunftsweisende Technologien, die nachhaltig sind und Wirtschaft und Wissenschaft in
Entwurf, 26.07.2017
ökonomisch
• Wirtschaftsförderung
• Kooperationsförderung
• Innovationsförderung
• zukunftsfähige
Wirtschaftsstruktur
• Marketing / Image
• Unternehmensansiedlung
• Arbeitsplatzschaffung
• Existenzgründung
ökologisch
• klimafreundliche
Stadtentwicklung und
Mobilität
• Luftreinhaltung
• Energieverbrauch senken
• Energieeffizienzsteigerung
• Rohstoffe sparen
• Erneuerbare Energien
• Temperaturmilderung
(Hitzeinsel)
• Überflutungsverringerung
(Starkregen)
sozial
• Teilhabe
• Integration
• Zusammenhalt
• Gesundheit
• Lebensqualität
• Aufenthaltsqualität
• Familienfreundlichkeit
• Sicherheit
Köln stärken. Resilient! SmartCity Cologne fördert Klimaschutz und Klimaanpassung fü r ein
klimaresilientes Köln, welches widerstandsfähiger gegenüber Extremwetter und
Klimaänderungen ist. Umweltgerecht! SmartCity Cologne setzt sich für eine
gesundheitsfördernde Umwelt aller Menschen ein, die auch kommenden Generationen in
Köln zu Gute kommt
SmartCity Cologne ist in acht Handlungsfeldern aktiv, die folgende Handlungsziele haben:
Gebäude & Wohnen: SmartCity Cologne fördert energieeffiziente, klimaaktive
Stadtquartiere mit hohen ökologischen Qualitäten in nachhaltigen Gebäuden.
Energie: SmartCity Cologne fördert bezahlbaren, klimaneutralen Strom und Wärme aus
erneuerbaren Energien und verbraucht nicht mehr Energie , als vor Ort erzeugt und
gespeichert wird.
Mobilität: SmartCity Cologne setzt auf alternative Antriebe, verfolgt multimodale
Mobilitätsangebote, fördert den Umweltverbund und Sharing -Lösungen, verbessert den
Verkehrsfluss, reduziert Parksuchverkehre und schafft verkehrsberuhigte Bereiche.
Wirtschaft: SmartCity Cologne schafft ein kreatives Milieu für patentierte Innovationen,
generiert neue Wertschöpfung, profiliert Köln als Standort für SmartCity -Lösungen und
unterstützt Startups und Nachhaltigkeitsaktivitäten in Unternehmen.
Klima & Umwelt: SmartCity Cologne unterstützt das Erreichen der städtischen
Klimaschutzziele, fördert Klimaanpassung und senkt Umweltbelastungen auf ein Minimum
für ein intaktes natürliches Ökosystem.
Gesundheit & Sicherheit: SmartCity Cologne fördert die Verkehrssicherheit, steigert die
Luftqualität, senkt Risiken für Gesundheit, Leben und Infrastrukturen bei Hitze, Starkregen
und Überschwemmungen und fördert das allgemeine Wohlbefinden.
IKT & Daten: SmartCity Cologne informiert Bürgerinnen und Bürger crossmedial,
transparent und aktuell, unterstützt die Schaffung von infrastrukturellen Voraussetzungen
für eine digitale Teilhabe, setzt auf digitale Services und sichert den Datenschutz.
Politik & Verwaltung: SmartCity Cologne sichert die politische Unterstützung, um
Investitionen für neue Leuchtturmprojekte zu tätigen, die Vorbildfunktion der Stadt Köln
und RheinEnergie zu stärken sowie SmartCity -Aktivitäten unter Kölnerinnen und Kölner
bekannt und für ihren Lebensalltag relevant zu machen.
Den Handlungsfeldern werden messbare Indikatoren zugeordnet (siehe Seite 5).
Welche Wirkungen entfaltet SmartCity Cologne?
SmartCity Cologne entfaltet in allen Nachhaltigkeitsdimensionen positive Effekte. Die Initiati-
Entwurf, 26.07.2017
ve trägt zu einem klimaresilienten Köln bei, hält zu einem schonenden Umgang mit Ressou r-
cen an, schärft das Umweltbewusstsein und fördert Wohlbefinden und Gesundheit der Kö l-
nerinnen und Kölner. Innovationen und zukunftsweisende Technologien heben Potentiale für
neue Wertschöpfung und machen die Kölner Wirtschaft wettbewerbsfähiger.
Was und wie bewegt SmartCity Cologne?
SmartCity Cologne trägt zum Gemeinwohl bei, leistet Beiträge zur Daseinsvorsorge und u n-
terstützt den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generat i-
onen. Die Initiative entwickelt Visionen und gestalte t Veränderungsprozesse. Sie schafft
Rahmenbedingungen, setzt Impulse und Orientierungsmarken für eine flexible und offene
Vernetzung von Akteuren und Aktivitäten. Sie realisiert Demonstrationsprojekte und Pilotvor-
haben, teste t Innovationen und zukunftsweisende Technologien. SmartCity schafft Erfah-
rungswerte – für übertragbare, skalierbare Anwendungen und Lösungen – vom Straßenzug
über das Veedel bis zur Gesamtstadt. SmartCity bedeutet integriert denken und handeln. Die
Möglichkeiten der Digitalisierung werden genutzt. Alle werden mitgenommen , nicht nur die
„digital natives“. SmartCity Cologne berücksichtigt soziale Aspekte und Prozesse. Technol o-
gie ist Mittel zum Zweck, die passende Anwendungsfälle und Umsetzungsmodelle finden
muss. SmartCity setzt auf offene Schnittstellen, auf Technologien und Daten, die miteinander
kommunizieren. Dadurch bleibt die Initiative flexibel und handlungsfähig. SmartCity bedeutet
auch regional zu denken. Die Entwicklung eines smarten Köln wird gemessen, verglichen
und gesteuert. Die Initiative gewinnt Investoren und unterstützt die Fördermittelakquise.
SmartCity Cologne verbessert die Zusammenarbeit und Abstimmung – untereinander und in
der Stadtgesellschaft.
Was macht ein SmartCity-Projekt aus?
Projekte in SmartCity Cologne verfolgen
unsere Ziele, einen integrierten Ansatz
und lassen sich den Handlungs feldern
zuordnen. Sie haben das Potential, als p i-
lot- und modellhafte Leuchttürme und
Blaupausen flächenhaft umgesetzt zu
werden. Projekte berücksichtigen die spe-
zifischen Bedarfe und Herausforderungen
in Köln, sind skalierbar und entfalten
messbar eine positive Wirkung in Bezug
auf Klima, Umwelt und Energie, die wir t-
schaftlich betrachtet in einem angeme s-
senen Verhältnis zum Aufwand steht. Pro-
jekte kommen dem Lebens - und Wirt-
schaftsstandort Köln insgesamt zu Gute .
Vor allem bieten sie Potential zur Entwick-
lung kreativer Lösungen und neuer nach-
haltiger Geschäftsmodelle und generieren
wirtschaftliche Rückflüsse. Sie ermögl i-
chen eine breite Beteiligung der Akteure in
der Sta dtgesellschaft, insbesondere der
Bürgerinnen und Bürger.
Entwurf, 26.07.2017
Welche Projekte sind Teil von SmartCity Cologne?
Entwurf, 26.07.2017
Gebäude &
Wohnen
Frei- / Grünflächen
Flächenverbrauch /
-versieglung
Gebäudebegrünung
Nachhaltige,
zertifizierte Gebäude
Klimaschutz-
siedlungen
Energie
Primärenergiebedarf
Stromverbrauch
Wärmeverbrauch
Erneuerbare
Energien im Bereich
Strom
Erneuerbare
Energien im Bereich
Wärme
Stromkosten
Heizkosten
Mobilität
Modal split
Pkw-Dichte
Ladeinfrastruktur für
alternative Antriebe
Fahrzeuge mit
alternativen
Antrieben
Sharing-Angebote
Multimodale
Mobilstationen
Stau
Wirtschaft
Patente
Unternehmen /
Arbeitskräfte
Nachhaltigkeit,
Zertifzierung in
Unternehmen
Aus- und Existenz-
gründungen
Klima &
Umwelt
CO2-Ausstoß
Luftschadstoff-
belastung
Lärmbelastung
Hitzebelastung
Hochwasser /
Überschwemmungen
durch Starkregen
Abfallaufkommen
Abfallrecycling
Wasserqualität
Biodiversität
Umweltalarm
Gesundheit
& Sicherheit
Unfälle zu Fuß und
per Rad
Autounfälle
Gesundheitliche
Folgen wegen
Luftschadstoffen
Beschwerden bei
Hitze
Folgen bei
Hochwasser /
Überschwemmungen
IKT & Daten
Freies öffentliches
WLAN
Offene Daten
Echtzeitdaten
Breitbandversorgung
"Grüne"
Rechenzentren
Digitale Angebote /
Services
Politik &
Verwaltung
Besuche der
SmartCity-
Internetseite
Likes auf Facebook
zu SmartCity
Cologne
Follower auf Twitter
zu SmartCity
Cologne
Ausgaben für
SmartCity-Aktivitäten
Akquirierte
Fördermittel
SmartCity-Projekte
Klimaexpo.NRW-
Projekte in SmartCity
Cologne
Woran kann ein smartes Köln erkannt und gemessen werden?
Entwurf, 26.07.2017
Wer macht bei SmartCity Cologne mit?
Wo kann ich mehr erfahren? Und wie kann ich mitmachen?
Kontakt und Ansprechpartner
Dr. Barbara Möhlendick, Stadt Köln Christian Remacly, RheinEnergie AG
f +49 221/221 29023 f +49 221/178 2070
m barbara.moehlendick@stadt-koeln.de c.remacly@rheinenergie.com
Axel Lauterborn, RheinEnergie AG
f +49 221/178 4262
m a.lauterborn@rheinenergie.com
Weitere Informationen unter www.smartcity-cologne.de
Veranstaltungen_erklimadasmal
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Veranstaltungsübersicht #erklimadasmal Datum Veranstaltung Mo., 30.10.2017und Di., 21.11.2017 Der Wärme folgen im Fernwärmetunnel, Frank Straube, RheinEnergie AG, Führung, Deutz Do., 2.11.2017 Weltweit erstes energieautarkes Mehrfamilienhaus, Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Vortrag, Innenstadt Fr., 3.11.2017 EkoZet, Energie-Kompetenz-Zentrum im Rhein-Erft-Kreis, Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Führung, Kerpen Mo., 6.11.2017 Der KlimaPark, Brigitte Jantz, Netzwerk e.V ., Führung, Bilderstöcken Di., 7.11.2017 Umweltwirtschaft in der Region Köln/Bonn, Christian Vossler, IHK Köln, Vortrag, Innenstadt Klimaschutz in Köln durch innovative Mobilitätskonzepte bei Neubauvorhaben, Ralph Herbertz, KölnAgenda, Exkursion, Innenstadt Mi., 8.11.2017 Exkursion zum REWE Green Building-Supermarkt: Blick hinter die Kulissen; Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, REWE, Köln-Lövenich Do., 9.11.2017 LED-Lampentausch, Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Infostand, Stadthaus Deutz Mo., 13.11.2017 und Di., 14.11.2017 Erstes klimaneutrales ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn, Jeff Roy Liem, EA.NRW, Besichtigung, Nippes Mo., 13.11.2017 Energieeffizientes Bauen und Wohnen, Willibert Schmitz, Handwerkskammer Köln, Besichtigung, Ossendorf Mo., 13.11.2017 Stegerwaldsiedlung in Mülheim: klimagerechte Stadtentwicklung der Zukunft, Elisabeth Dürr, Stadt Köln, Besichtigung, Mülheim Di., 14.11.2017 Klima-Kids-Köln, Rudolf Klapper, Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Köln, Vortrag, Innenstadt Wie sieht der Wald der Zukunft aus?, Markus Bouwman, Waldlabor Stadt Köln, Besichtigung, Lindenthal Mi., 15.11.2017 und Fr., 17.11.2017 Sprit sparen für‘s Klima, Brigitte Jantz, Netzwerk e.V ., Fahrtraining, Köln Do., 16.11.2017 Fortbildung zum neuen Experimentierkoffer „Neue Energien“ für Lehrkräfte, Elfgard Pfahlbusch, RheinEnergie AG, Seminar, Neuehrenfeld Do., 16.11.2017 Strom und Wärme aus Biogas – wie geht das?, Frank Straube, RheinEnergie AG, Besichtigung, Köln/Roggendorf Sa., 18.11.2017 Autofreie Siedlung Köln-Nippes, Ralph Herbertz, KölnAgenda Besichtigung Klima- und Artenschutz im Kölner Zoo, Ruth Dieckmann, Kölner Zoo, Besichtigung, Riehl Mo., 20.11.2017 Werksführung Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Niehl 3, Frank Straube, RheinEnergie AG, Niehl Mi., 22.11.2017 Wie kommt das Wasser in den Hahn? Frank Straube, RheinEnergie AG, Vero Dunkel, Wasserschule Köln, Führung, Wasserwerk Westhoven/Porz Do., 23.11.2017 Moderne Stadt: Ökologisches Wohnen im Sürther Feld, Besuch eines Forschungsprojekts Wärme aus Abwasser, Heinz Menda, Christian Grandel, Nico Peters, RheinEnergie AG, Tour, Rodenkirchen/Wahn Fr., 24.11.2017 Nachhaltige Stadtentwicklung in der Klimastaße, Christian Remacly, RheinEnergie AG, Besichtigung, Nippes Anmeldung unter erklimadasmal.de/veranstaltungen/
Beantwortung einer Anfrage (Rat)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/7 09.11.2017 Vorlagen-Nummer 3233/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Rat 14.11.2017 Erreicht die Stadt Köln Ihre Klimaschutzziele ? Die Ratsgruppe GUT hat um Beantwortung folgender Fragen (AN/1345/2017) gebeten: 1. Wo steht Köln auf dem Weg zur Erreichung ihrer eigenen Klimaschutzziele? Welche Ziele hat sie sich gesetzt, wie ist der "Zwischenstand" – welche, der Europäischen Kommission zweijährlich zugesagten, Umsetzungsberichte gibt es? 2. Wie werden die eigenen Maßnahmen (Verwaltung & Stadtwerkekonzern) hinsichtlich Aufw and/ Nutzen überwacht und bewertet? 3. Können beschlossene Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich und zügig umgesetzt werden? Stehen ausreichende Finanzen und Personal zur Verfügung? 4. Welchen Stellenwert haben Klimaschutzziele bei der Erstellung von Beschlussvorlage n? Warum wird in Abwägungsprozessen dem Klimaschutz nicht generell Vorrang eingeräumt? 5. Welche öffentlichen Veranstaltungen planen die Stadt Köln und weitere Kölner Organisationen parallel zur UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn? Die Verwaltung antwortet hierzu: Zu 1) Die Stadt Köln hat sich durch ihre Mitgliedschaft im Klima -Bündnis der europäischen Städte e.V. seit 1993 verpflichtet, ihre gesamtstädtischen CO 2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 50% zu senken (Basisjahr 1990). Außerdem ist die Stadt Köln 20 08 dem europäischen Bürgermeisterkonvent beigetreten (“Covenant of Mayors“). Damit hat sie sich zusätzlich bis zum Jahr 2020 verpflichtet, die Energieeffizienz um mindestens 20% zu steigern (Basisjahr 2008) sowie den Anteil der Erneuerbaren Energien am g e- samtstädtischen Endenergieverbrauch auf mindestens 20% zu erhöhen (s.a. IKSK Energie 2012 Se i- te 9, http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf57/integriertes-klimaschutzkonzept- koeln_endbericht-energie-2012.pdf). Die Ende 2016 beauftragte Fortschreibung der gesamtstädtischen CO 2-Bilanz für die Jahre 2010 - 2015 durch das IFEU Institut hat sich durch Verschlechterungen bei der Datenbasis und Umstellu n- gen bei der Bilanzierungsmethode (bundesweite Vereinheitlichung mit dem BMU geförderten “Klim a- schutz-Planer“) verzögert. Der vorläufige Bilanz -Entwurf 2015 weist deshalb noch einige Unwägba r- keiten auf, um deren Klärung sich das IFEU Institut gegenwärtig bemüht. Sollte sich das Ergebnis im Weiteren bestätigen, dann wären der Endenergieverbrauch in den Teilbereichen Energie und Verkehr von 2008 bis 2015 um etwa 2,4% gestiegen, die CO 2-Emissonen hingegen um etwa 2% auf rund 10 Mio. Tonnen gesunken. Daraus ergäbe sich dann für 2015 gegenüber dem Startwert von 1990 eine 2 gesamtstädtische CO2-Minderung von etwa 17,6%. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwic k- lung der letzten Jahre ergäbe sich vereinfacht (pro -Kopf) bei den CO 2-Emissionen eine Abnahme gegenüber 1990 von etwa 23% bzw. etwa 6,4% gegenüber 2008 und beim Endenergieverbrauch gegenüber 2008 eine Abnahme von etwa 2,4%. Beim Anteil der Erneuerbaren Energien ergibt die vorläufige Bilanz für 2015 für den stromseitigen Endenergieverbrauch einen erneuerbaren Anteil von etwa 4,4% (überwiegend durch den biogenen Anteil der RMVA -Stromerzeugung), beim wärmeseitigen Endenergieverbrauch einen erneuerbaren Anteil von etwa 2,7% und für beide Teilbereiche in der Summe einen erneuerbaren An teil von etwa 3,2%. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass es u.a. wegen der Flächenkonkurrenzen und Abstand s- vorschriften bis 2020 keiner deutschen Großstadt gelingen wird, das 20% -Ziel innerhalb der Stad t- grenzen (territoriale Bilanz) zu erreichen. Außerde m ist anzumerken, dass die RheinEnergie AG a u- ßerhalb Kölns in größerem Umfang Ökostrom -Erzeugungsanlagen betreibt, und die Kölner Bü r- ger*innen wie auch Unternehmen über die EEG -Umlage anteilig den bundesweiten Ökostromanteil von über 32% im Jahr 2015 finanziert haben. Bei der Energieeffizienz liegen z.Zt. nur Werte für den Indikator “Primärenergieverbrauch“ vor (Ve r- brauch aller Primärenergieträger wie Braun - und Steinkohle, Mineralöl, Erdgas etc. mit dem Einspa r- ziel 20%). Daraus ergibt sich von 2008 bis 201 5 durch den Mehrverbrauch bei Industrie und verarbe i- tendem Gewerbe insgesamt eine Zunahme um etwa 2,4%, während die pro -Kopf-Betrachtung eine Abnahme um etwa 2,4% zeigt. Dies zeigt, dass bei der Energieeffizienz bzw. der Vermeidung von Energieverbrauch derzeit der größte Zielkonflikt besteht. Aus dem Beitritt zum europäischen Bürgermeisterkonvent resultieren die Verpflichtung zu Erstellung eines „Aktionsplans für nachhaltige Energie“ und eine regelmäßige Berichtspflicht. Den Aktionsplan hat der Rat am 02.02 .2010 beschlossen (siehe https://ratsinformation.stadt- koeln.de/to0050.asp?__ktonr=74259 und http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt- tiere/klima/aktionsplan-zum-buergermeisterkonvent). Im Weiteren hat es keine Berichterstattung mehr gegeben. Eine Information ist für nächstes Jahr beabsichtigt. Zu 2) Die Stadt Köln nimmt seit Oktober 2013 am European Energy Award teil. Jährlich werden Energieb e- richte der Gebäudewirtschaft und der Museen erstellt. Für SmartCity Cologne wurde eine Strategie und ein Ziel- und Indikatorensystem für ein Monitoring entwickelt. (siehe Anlage). Die Einführung bzw. Umsetzung eines Maßnahmenmonitorings für den Klimaschutz und SmartCity Cologne ist für 2018 geplant, wenn die Stellen im Klimaschutz besetzt sind. Zu3) Mit Ratsbeschluss vom 20.12.2011 „Klimaschutzkonzept Köln -vorgezogenes Sofortmaßnahmenpro- gramm 2012 (Vorlagen Nr. 3272/2011) wurde bei Dezernat V die Koordinationsstelle Klimaschutz eingerichtet. Die Aufgabenstellung beinhaltete die strategische Ausrichtung des gesamtstädtischen Klimaschutzprozesses und die Initiierung und Koordinierung von Klimaschutzprojekten. Der operative/ fachlich orientierte Klimaschutz wurde beim Umwelt - und Verbraucherschutzamt angebunden. In 2017 erfolgte eine Neuausrichtung der Thematik Klimaschutz mit dem Ziel einer Bündelung der str a- tegischen und operativen Aufgaben in einer Organisationseinheit. Im August 2017 erfolgte die Aufg a- benverlagerung. Hierzu wurden 2,5 Stellen vom Umweltamt zur Koordinationsstelle Klimaschutz ve r- lagert, bei 1,5 Stellen läuft aktuell das Stellenbesetzungsverfahren. Zudem si nd für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen die zwei Ingenieurstellen, die mit Ratsbeschluss zum Klimaschutz in 2011 eingerichtet wurden, zur Besetzung mit Klimaschutzmanagern freizugeben. Bis zur Besetzung der Stellen und Einarbeitung der Stelleninhaber stehen keine ausreichenden Personalressourcen für den Klimaschutz zur Verfügung. Zu 4) Klimaschutz ist wichtig für die Zukunftssicherung der Stadt und damit Teil der Daseinsvorsorge. Die Verwaltung wird zunächst intern prüfen, wie in Abwägungsprozessen der Klimaschutz angemessen berücksichtigt werden kann und im Anschluss die Politik entsprechend beteiligen. Zu 5) a) Aktivitäten durch die RheinEnergie, Stadt Köln und andere 3 Es findet eine breit angelegte Kampagne unter dem Motto #erklimadasmal statt. In der Zeit vom 24.10. bis 13.11.2017 wurden die City -Lights für die Kampagne genutzt. Am 24.10.2017 fand ein Pressegespräch im Konferenzzentrum der RheinEnergie statt, am 26.10.2017 fand auf der MS RheinEnergie eine Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussion en mit bekannten Gesichtern aus Politik, Wirtschaft und Kultur statt. Die Veranstaltungsübersicht und ein Plakat der Kampagne sind als Anlage beigefügt. b) Aktivitäten mit indigenen Völkern Im Oktober starte nach einem Empfang durch die Stadt Köln eine Bustour der Indigenen Völker zu den wichtigsten Europäischen Hautstädten von Köln aus. Am 4./5. November fand im Kölner Rathaus das Vorbereitungstreffen der indigenen Völker zur COP 23 statt. gez. Reker
Plakat Klimakonferenz
153 Zeichen
0 Kl DEHOGA Energieägentur NRW Handwerkskammer ii ü ne KölnAgend Kölner Stadt-Anzeiger „ NETZWERK .ı. an. BONN verbraucherzentrale BE Rhein — ® nergie
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- 3233/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
- Datum
- 09.11.2017
- Erstellt
- 19.10.2017 16:18