2010/0158
Änderung der 'Dienstanweisung -Frischwasserabsetzungen-' vom 18.12.2002
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3626 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 14.04.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat II Hauptamt an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Finanzverwaltung Abt. Steuern, Gebühren, Beiträge Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0158 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Änderung der "Dienstanweisung -Frischwasserabsetzungen-" vom 18.12.2002 Vorlage vom: 30. 3.2010 Beschlussvorschlag: 1. Dem Entwurf der Dienstanweisung „Frischwasserabsetzungen“ zur Abwasserbeitrags- und Gebührensatzung vom 27.08.2002, zuletzt geändert durch Satzung vom 19.12.2008, wird zugestimmt. 2. Der Beschluss des Magistrats zur bisherigen Berechung der Kanalbenutzungsgebühren vom 11.12.2002 (Beschluss-Nr. 0912) wird hiermit aufgehoben. Anlagen: Entwurf Dienstanweisung - Frischwasserabsetzungen - Dienstanweisung - Frischwasserabsetzungen - vom 01.01.2003 Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.03.2010 Änderung der „Dienstanweisung -Frischwasserabsetzungen-“ vom 18.12.2002 Mit der derzeit gültigen Dienstanweisung -Frischwasserabsetzung- vom 18.12.2002 wird in der Stadt das Verfahren bei Anträgen auf Absetzung von nachweislich nicht als Abwasser in die Abwasseranlage eingeleiteter Wassermengen gem. § 17 Abs.2 Abwasserbeitrags- und Gebührensatzung (ABGS) sowie bei Anträgen auf pauschale Frischwasserabsetzung geregelt. Aufgrund neuerer Entscheidungen in der Rechtsprechung und entsprechender Ausführungen in der juristischen Literatur ist beabsichtigt, zukünftig die Möglichkeit pauschaler Absetzungen im Rahmen der Berechnung der Schmutzwassergebühr restriktiver zu handhaben. Die zur Absetzung bestehenden stadtinternen Regelungen über pauschale Absetzungsmöglichkeiten (Ziffer 2.3.) sind daher in der anliegend geänderten Dienstanweisung zum Teil gestrichen, zum Teil sind Absetzungsmengen reduziert worden. In einigen Fällen (Landwirtschaftliche Betriebe, Reitvereine, Großviehhaltung) führt die Änderung dazu, dass der Nachweis über nicht als Abwasser eingeleitete Wassermengen nur noch mit Zählwerk oder Einzelfallgutachten möglich sein wird. Dies entspricht bestehendem Satzungsrecht. In anderen Fällen (Wäschereien, Reinigungen) sollen nur noch 10 % (statt 15 %) des Frischwasserverbrauchs als pauschale Absetzungsmenge anerkannt werden. Für Freibäder soll die Absetzungsmenge zukünftig an die Öffnungstage geknüpft und auch nicht mehr – wie bisher- auf maximal 6 Monate begrenzt werden. Der Gebührenpflichtige ist grundsätzlich gehalten, die Frischwasserabzugsmenge durch gesonderte Wasserzähler oder die tatsächlich eingeleitete Abwassermenge durch einen Abwasserzähler nachzuweisen (§ 17 Abs.2 ABGS). Sofern dieser Nachweis nicht erfolgt, ist vom Gebührenpflichtigen zumindest eine schlüssige und nachvollziehbare Darlegung dem Grunde und der Höhe nach darüber zu erbringen, warum bezogene Frischwassermengen nicht dem Kanal zugeführt worden sondern auf dem Grundstück verblieben sind. Erst dann kann über eine Absetzung entschieden werden. Der Entwurf der geänderten Dienstanweisung soll dabei ein gleichförmiges Verwaltungshandeln gewährleisten. Darmstadt, 30.03.2010 203 ne-al Wolfgang Glenz Bürgermeister
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17610 Zeichen
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Dienstanweisung
- Frischwasserabsetzungen -
zur Abwasserbeitrags- und -gebührensatzung (ABGS) vom 27.08.2002
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Kassen- und Steueramtes
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
ALLGEMEINES
Rechtscharakter
Diese Dienstanweisung ist eine innerdienstliche Vorschrift im Sinne von Ziffer 1.04 der Allgemeinen Geschäftsanweisung der Wissenschaftsstadt Darmstadt (AGA) in der Fassung vom 08.05.2002. In ihr sind nur Regelungen enthalten, die über den Rahmen der AGA hinausgehen.
Gegenstand
Diese Dienstanweisung regelt das Verfahren bei Anträgen gemäß § 17 Abs. 2 ABGS auf Absetzung von nachweislich nicht als Abwasser in die Abwasser-anlage eingeleiteten Wassermengen sowie bei Anträgen auf pauschale Frischwasserabsetzungen.
1.3 Geltungsbereich
Diese Dienstanweisung gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kassen- und Steueramtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
FRISCHWASSERABSETZUNGEN
Rechtsgrundlage
Nach § 17 Abs. 2 ABGS bleiben Wassermengen auf Antrag der Gebührenpflichtigen bei der Bemessung der Abwassergebühr unberücksichtigt, wenn sie nachweislich nicht als Abwasser der Abwasseranlage zugeführt werden. Die nicht eingeleitete Wassermenge kann, soweit der Nachweis durch das Messergebnis eines privaten Wasserzählers nicht möglich ist, durch nachprüfbare Unterlagen (Gutachten) belegt werden.
2.2 Gültigkeit der Gutachten
Die von den Gebührenpflichtigen für den Nachweis der nicht eingeleiteten Wassermengen vorgelegten Gutachten haben eine Gültigkeit von 3 Jahren. Nach Ablauf von 3 Jahren sind neue Gutachten vorzulegen.
2.3 Pauschale Absetzungen
Bei den nachfolgenden Gebührenpflichtigen können auf deren Antrag die in der Tabelle aufgeführten Frischwassermengen pauschal, d. h. ohne Nachweis durch das Messergebnis eines privaten Wasserzählers und ohne Vorlage von Gutachten abgesetzt werden:
GebührenpflichtigePauschale AbsetzungenAltenheime10 % des Frischwasserverbrauchs pro JahrAutowaschanlagen - Selbstbedienung20 % des Frischwasserverbrauchs pro JahrAutowaschstraßen (PKW)15 % des Frischwasserverbrauchs pro JahrBäckereien und KonditoreienPro 1.000 kg Mehl, die durch Rechnungen nachzuweisen sind, werden 750 Liter (Y" 0,750 m3) vom jährlichen Frischwasserverbrauch abgezogen.FreibäderPro Schwimmbeckenquadratmeter werden 3 Liter pro Tag für maximal 6 Monate vom jährlichen Frischwasserverbrauch abgezogen. GroßküchenMaximal 0,5 Liter pro PortionHallenbäderPro Schwimmbeckenquadratmeter werden 6 Liter pro Tag vom jährlichen Frischwasserverbrauch abgezogen.Krankenanstalten10 % des Frischwasserverbrauchs pro JahrLandwirtschaftliche Betriebe, Reitvereine und Großviehhaltung (Kühe/Pferde)50 Liter pro Tag je TiereinheitWäschereien und chemische Reinigungen15 % des Frischwasserverbrauchs pro Jahr
Den Gebührenpflichtigen bleibt vorbehalten, höhere absetzbare Frischwassermengen nachzuweisen.
3. SCHLUSSBESTIMMUNGEN
3.1 Inkrafttreten
Diese Dienstanweisung tritt am 01.01.2003 in Kraft.
3.2 Aufhebung anderslautender Magistratsbeschlüsse
Der Magistratsbeschluss Nr. 0415 vom 04.04.1973 wird mit gleichem Tag aufgehoben.
Darmstadt, den 18.12.2002
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Stadtkämmerer
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Dienstanweisung
Frischwasserabsetzungen -
zur Abwasserbeitrags- und gebührensatzung (ABGS) vom 27.08.2002, zuletzt geändert durch Satzung vom 19.12.2008
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Finanzverwaltung,
Abteilung Steuern, Gebühren, Beiträge
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Allgemeines
Rechtscharakter
Diese Dienstanweisung ist eine innerdienstliche Vorschrift im Sinne von Ziffer 1.04 der Allgemeinen Geschäftsanweisung der Wissenschaftsstadt Darmstadt (AGA) in der Fassung vom 23.12.2009. In ihr sind nur Regelungen enthalten, die über den Rahmen der AGA hinausgehen.
Gegenstand
Diese Dienstanweisung regelt das Verfahren bei Anträgen gemäß § 17 Abs.2 ABGS auf Absetzung von nachweislich nicht als Abwasser in die Abwasseranlage eingeleiteten Wassermengen sowie bei Anträgen auf pauschale Frischwasserabsetzungen.
Geltungsbereich
Diese Dienstanweisung gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Steuern, Gebühren, Beiträge der Finanzverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Frischwasserabsetzungen
Rechtsgrundlage
Nach § 17 Abs.2 ABGS bleiben Wassermengen, die nachweislich nicht als Abwasser der Abwasseranlage zugeführt werden, auf Antrag der Gebührenpflichtigen bei der Bemessung der Abwassergebühr unberücksichtigt. Die nicht eingeleitete Wassermenge kann, soweit der Nachweis durch das Messergebnis eines privaten Wasserzählers nicht möglich ist, durch nachprüfbare Unterlagen (Gutachten) belegt werden.
Gültigkeit der Gutachten
Die von den Gebührenpflichtigen für den Nachweis der nicht eingeleiteten Wassermengen vorgelegten Gutachten haben eine Gültigkeit von 3 Jahren. Nach Ablauf von 3 Jahren sind neue Gutachten vorzulegen.
Pauschale Absetzungen
Bei den nachfolgenden Gebührenpflichtigen können auf deren Antrag die in der Tabelle aufgeführten Frischwassermengen pauschal, d.h. ohne Nachweis durch das Messergebnis eines privaten Wasserzählers und ohne Vorlage von Gutachten abgesetzt werden:
Gebührenpflichtige
Pauschale Absetzungen
Altenheime10 % des Frischwasserverbrauchs Autowaschanlagen20 % des Frischwasserverbrauchs oder 10 l pro PKW bzw. 20 l pro Bus/LKW; Nachweis der gewaschenen Fahrzeuge durch Zählwerk oder Betriebstagebuch.Autowaschstraßen12 l pro PKW oder 15 % des Frischwasserverbrauchs; Nachweis der gewaschenen Fahrzeuge durch Zählwerk oder Betriebstagebuch.Bäckereien und Konditoreien75 l pro 100 kg Mehl (per Rechnung nachzuweisen)Freibäder3 l pro (Öffnungs-)Tag pro m2 WasserflächeHallenbäder6 l pro Tag pro m2 Wasserfläche vom jährlichen FrischwasserverbrauchKrankenanstalten10 % des Frischwasserverbrauchs pro JahrKüchenbetrieb (auch in Gaststätten und Kantinen)0,5 l pro warmer EssensportionWäschereien und chemische Reinigung10 % des Frischwasserverbrauchs pro Jahr; das Zusatzwasser beim Betrieb von Dampfkesseln ist durch einen Zwischenzähler nachzuweisen, wovon wiederum das Regenerationswasser abzuziehen ist
Den Gebührenpflichtigen bleibt vorbehalten, höhere absetzbare Frischwassermengen nachzuweisen. Bei landwirtschaftlichen Betrieben, Reitervereinen und Großviehaltung ist ein Zwischenzähler zu installieren.
Schlussbestimmungen
Inkrafttreten
Diese Dienstanweisung tritt am 01.07.2010 in Kraft.
Aufhebung anderer Magistratsbeschlüsse
Der Magistratsbeschluss Nr. 0912 vom 11.12.2002 wird mit gleichem Tag aufgehoben.
Darmstadt, den
Der Magistrat der Stadt Darmstadt
Wolfgang Glenz
Bürgermeister
In dieser Frischwasser-Abzugsmenge sind berücksichtigt: Schüttwasser zur Teig- und Massenaufbereitung, Wasseranteile zur Herstellung von Füllungen und Überzügen, Wasseranteile zum Abstreichen von Teigen und Backwaren vor und nach dem Backen sowie Wasser, das als Feuchte während der Gärungs- und Backprozesse von der Teigoberfläche aufgenommen wird, vgl. Queitsch, in KStZ, 2006, S. 83.
Bei Getränken aus Frischwasser ist davon auszugehen, dass ein Ausgleich mit zusätzlichen, vom Frischwasserbezug nicht umfassten, Toilettengängen der Gäste erfolgt, vgl. Queitsch, in KStZ 2006, S. 83.
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Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0158
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.03.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00