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AN/0460/2023

Würdiges Gedenken am Ort des ehemaligen SA-Lagers Hochkreuz

Die Linke. Anfrage nach § 4 09.03.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 14.03.2023, TOP 11.4

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

2957 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
An die Ausschussvorsitzende 
Frau Elfie Scho-Antwerpes 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin:  
AN/0460/2023 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur  
 
Würdiges Gedenken am Ort des ehemaligen SA-Lagers Hochkreuz 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, 
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Scho-Antwerpes, 
die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
des Ausschusses für Kunst und Kultur zu setzen. 
Mit dem auf Kölner Gebiet gelegenen Lager Hochkreuz, einem ehemaligen SA-Lager, einem sog. 
„wilden Konzentrationslager“ verfügte die Stadt über einen seltenen Gedenkort, der das Grauen 
des nationalsozialistischen Regimes unmittelbar erfahrbar gemacht hätte. Dieses Lager wurde 
Anfang Januar 2023 bis auf das Pförtnerhäuschen abgerissen, weil es der Erweiterung der 
Frankfurter Straße weichen sollte. 
Unter engagierten Porzern sowie interessierten Teilen der Stadtgesellschaft wurde intensiv 
diskutiert, inwieweit man zumindest das Pförtnerhäuschen noch erhalten und einer 
Gedenknutzung zuführen könne. Der Abriss des Pförtnerhäuschens am 22. Februar 2023 
allerdings hat diese Debatte in Basta-Manier beendet. 
Dazu hat die Fraktion DIE LINKE folgende Fragen: 
1. Anscheinend steht der erste Spatenstich für den Ausbau der Straße nicht unmittelbar 
bevor. Wieso ist das Pförtnerhäuschen jetzt so schnell abgerissen worden ohne den Erhalt 
zu prüfen? 
2. Die Stadt Köln hat am 9. Juli 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Wieso wird ein 15 Jahre 
altes (Beschluss 2008) Straßenbauprojekt dann nicht neu bewertet, auch im Hinblick auf 
weitere, früher unberücksichtigte Belange wie es den Erhalt wichtiger Infrastruktur des 
Gedenkens an faschistischen Terror und Vorbereitung zum Völkermord?

3. Das geplante Erinnerungszeichen in unmittelbarer Nähe des früheren Lagers soll „auf dem 
von der Stadt für den Straßenausbau an der Kreuzung Frankfurter Straße/Maarhäuser Weg 
angekauften Grundstück realisiert werden. Ggf. wird es zu einem späteren Zeitpunkt am 
Ort um wenige Meter versetzt werden müssen.“ (Vorlage 0754/2023) Das hieße, das 
Erinnerungszeichen stünde direkt an einer mehrspurigen Straße.  
Inwieweit hält die Verwaltung hier würdiges Gedenken für möglich? 
4. Ließe sich ohne den angestrebten Straßenbau eine Lösung realisieren, die dem 
abgerissenen Lager einen Erinnerungsort gibt und das Lager durch Fotos und digitale 
Informationsvermittlung wieder erfahrbar macht, insbesondere was das vorhandene 
Platzangebot angeht? 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer 
DIE LINKE

Beratungsverlauf (1)

14.03.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 11.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0460/2023
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
09.03.2023
Erstellt
09.03.2023 11:38