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3760/2022

Bundesprogramm Sprach-Kitas 2022

Mitteilung Ausschuss 22.11.2022

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Bilanztag für die städtischen Sprach-Kitas am 20.10.2022

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Bilanztag für die städtischen Sprach-Kitas am 20.10.2022

4190 Zeichen

Bilanztag im Rahmen des Bundesprogramms Sprach-Kitas am 20.10.2022 
 
Um gemeinsam mit den aktuell 97 städtischen Sprach-Kitas ein Resümee zu ziehen, 
organisierte 513 für alle städtischen Kitas am 20.10.2022 einen „Bilanztag Sprach-
Kitas“.  
Der Fachtag hatte das Ziel, Erfolge des Bundesprogramms sichtbar werden zu las-
sen, sich gegenseitig zu informieren 
und zu inspirieren und das Erreichte 
miteinander zu feiern. In der Planung, 
Organisation und Durchführung des 
Bilanztages haben im besonderen 
Maße die Sprachfachberatungen der 
Stadt Köln Akzente gesetzt. 
Der Tag hat alle Vorstellungen 
übertroffen! 
Es gab einen Markt der Möglichkeiten 
und diverse Präsentationen auf der 
Bühne. Herr Professor Dr. Albers, der 
die Starterkonferenz des 
Bundesprogrammes Sprach-Kitas für 
die städtischen Kitas schon 2016 
eröffnet hatte, berichtete über die 
evaluierten Erfolge des 
Bundesprogramms und wagte einen 
Ausblick.  
Alle Teilnehmer*innen waren sehr zufrieden, fühlten sich emotional angesprochen 
und zu Neuem inspiriert. Kurz gesagt: Der Tag war rundum gelungen.

Für den Sprach-Kita-Markt des Bilanztages schlossen sich die Kitas bereits vor den 
Sommerferien in Arbeitsgruppen zusammen. So entstanden Beiträge zu folgenden 
Themenfeldern: 
• Zusammenarbeit mit Familien 
• Mehrsprachigkeit in der Kita 
• Inklusion, Mehrsprachigkeit / 
Teilhabe 
• Vielfalt und Interkulturalität 
• Materialien, Spiele und Bücher,  
die zur Sprachbildung anregen 
• Language Route 
• Teamqualifizierung 
• Padlet für die Kita 
• und vieles mehr…. 
 
Die AG-Gruppen haben viele kreative Methoden für die Darstellung ihrer Themen 
genutzt. Es entstanden so ganz unterschiedliche Formate: von der PowerPoint-
Präsentation bis zum digitalen Bilderbuch, vom großen Marktstand bis zur kleinen 
Stellwand.  
Der Schwerpunkt in den Präsentationen der Sprach-Kitas lag selbstredend auf der 
„alltagsintegrierten Sprachbildung“, die sich an den Stärken und Bedürfnissen der 
Kinder orientiert. So wurden Materialien, Fotos und Filme für gelungene 
Sprachbildung gezeigt, Beispiele für mehrsprachige Vorleserunden, Tischgespräche 
und viele Sprachanlässe beim Spielen und Erkunden. Auch Kinder waren dabei die 
Akteure. So stellten in einem Film Kinder die Eingewöhnung von neuen Kindern dar, 
in einem anderen Film planten und führten sie eine eigene Version zur Geschichte 
von Harry Potter vor.  
Präsentiert wurden auch Materialien und digitale Medien, die die nonverbale 
Kommunikation unterstützen. Viel Anklang fanden außerdem die praktischen Tipps

dazu, wie eine mehrsprachige Bibliothek in der Kita gestaltet und umgesetzt werden 
kann  
 
 
Die Vielfalt der Familien in den Kitas wurde auf dem Bilanztag zum Beispiel anhand 
von unterschiedlichen Brotdosen gezeigt. Denn Esskultur ist immer auch 
Alltagskultur und Teil der Identität. Der Umgang mit Vielfalt in den Kitas bedeutet 
daher auch mit unterschiedlichen Vorlieben beim Essen umzugehen.  
Es wurden viele Filme gezeigt, die mit iPads in den städtischen Sprach-Kitas 
produziert worden waren, die die Kitas im Rahmen einer Digitalisierungspauschale 
über das Bundesprogramm erhalten hatten.  
Eindrucksvoll und bewegend war ein Film mit Interviews, in denen einzelne Mütter 
und Väter offen erzählen, was sie sich von der Kita für Ihr Kind wünschen und wie 
gut diese Wünsche in der Kita erfüllt würden.  
Außerdem wurde viel Informationsmaterial gezeigt, verteilt, Tipps gegeben und neue 
Ideen multipliziert, rund um das Thema „Mehrsprachigkeit“.  
Zum Ende wurden alle Sprach-Kitas durch eine Urkundenübergabe und viel Dank 
und Lob für ihren Einsatz im Bundesprogramm gewürdigt.

Ohne den großen Einsatz der zusätzlichen Sprachfachberatungen, Sprachfachkräfte 
und Sprach-Kita-Leitungen würde das Bundesprogramm in den städtischen Kitas 
nicht so erfolgreich wirken. In den städtischen Sprach-Kitas wurde und wird mit viel 
Engagement und Herzblut im Kita-Alltag, trotz großer personeller Belastungen, neue 
Impulse aufgegriffen und umgesetzt. 
Um die Themenvielfalt zu verdeutlichen, folgend eine Übersicht über die 
unterschiedlichen bearbeiteten Thematiken im Verlauf des Bundesprogramms in den 
städtischen Sprach-Kitas:

Mitteilung Ausschuss

5262 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer  22.11.2022 
 3760/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 17.01.2023 
Jugendhilfeausschuss 29.11.2022 
 
Bundesprogramm Sprach-Kitas 2022 
Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ 
Seit 2011 fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die 
alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der Kindertagesbetreuung – zunächst im Bundesprogramm 
„Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration”, seit 2016 im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“. Die pro-
grammbegleitende Evaluation der beiden Bundesprogramme hat eindrucksvoll belegt, dass insbe-
sondere die fachliche Unterstützung durch die Sprachexpert*innen und die Weitergabe von Fachwis-
sen durch zusätzliche Fachberatungen die Qualitätsentwicklung in den Kitas unterstützt. Dies kommt 
insbesondere den Kindern zugute, denn die höhere Qualität der Angebote der alltagsintegrierten 
sprachlichen Bildung hat einen unterstützenden Einfluss auf die kindliche Sprachentwicklung.  
Bundesweit wurden in rund 6.900 Kitas durch fast 7.500 zusätzliche Fachkräfte mehr als 500.000 
Kinder erreicht. Damit ist etwa jede achte Kita in Deutschland eine Sprach-Kita.1 
Im November 2016 hat die Verwaltung erstmalig über den Start des Bundesprogramms und die be-
treffenden Ausschüsse kontinuierlich zum Programm in den städtischen Kindertageseinrichtungen 
informiert (siehe dazu Vorlagennummer 2956/2016, 0787/2018 und 1219/2020). 
Das Bundesprogramm Sprach-Kitas in Köln 
In Köln nehmen aktuell 97 städtische Kitas am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der 
Schlüssel zur Welt ist“ teil. Die Themen im Bundesprogramm befassen sich schwerpunktmäßig mit 
der „Alltagsintegrierten sprachlichen Bildung“ sowie den Handlungsfeldern „Inklusive Pädagogik“ und 
„Zusammenarbeit mit Familien“. Seit 2021 ist mit der Pandemie das neue Schwerpunktthema „Digita-
                                                 
1 Vgl. Schreiben Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a n die Bund-Länder-
Steuerungsrunde zum Bundesprogramm„  Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ Berlin, 
11.07.2022

2 
 
le Medien“ hinzugekommen.  
Für jede teilnehmende Kindertageseinrichtung erhält der städtische Träger einen Zuschuss für eine 
zusätzliche halbe Fachkraftstelle (mindestens 19,5 Wochenstunden/EGr. S 8b TVöD SuE) in Höhe 
von 25.000 Euro pro Jahr. 
Jede Sprach-Kita muss zudem zwingend einem Verbund angehören, der von einer Sprachfachbera-
tung begleitet wird. Hierfür schließen sich 10 bis 15 Kindertageseinrichtungen zu einem Verbund zu-
sammen, der von der kontinuierlich prozessbegleitenden Sprachfachberatung unterstützt wird.  
Für die zusätzliche Fachberatung (Sprachfachberatung) erhielt die Stadt Köln einen Zuschuss für 
eine zusätzliche halbe Stelle (mindestens 19,5 Wochenstunden/EGr. S15 oder S17 TVöD SuE) in 
Höhe von 32.000 Euro pro Jahr. 
Seit Förderbeginn im Jahre 2016 wurden die 97 städtischen Kindertageseinrichtungen (97 x 0,5 
Fachkraftstellen + 3,5 Fachberatungen für 7 Verbünden) mit einem Gesamtvolumen von mehr als 15 
Millionen Euro unterstützt. 
 
 
Resümee und Ausblick zum Bundesprogramm Sprach-Kitas 
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat mit Schreiben vom 
14.11.2022 mitgeteilt, dass es gelungen sei, das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der 
Schlüssel zur Welt ist“ bis zum Sommer 2023 zu verlängern. Die durch das Bundesprogramm 
„Sprach-Kitas“ entstandenen und erfolgreich erprobten Strukturen und Ansätze sollen nach den Plä-
nen des Bundes danach in die Verantwortung der Länder übergehen. Wie und in welchem Umfang 
eine zukünftige Landesförderung erfolgt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. 
Sprachbildung und Sprachförderung sind zentrale Bildungsaufgaben der Kindertageseinrichtungen. 
Es zeigt sich, dass jedes 5. Kind zwischen drei Jahren und bis zum Schuleintritt überwiegend eine 
nichtdeutsche Familiensprache zu Hause spricht. Kita-Schließungen aufgrund der Pandemie stellen 
hier eine zusätzliche Herausforderung für die sprachliche Entwicklung dar, wobei die Folgen der letz-
ten beiden Jahren noch gar nicht vollumfänglich erfasst werden können.  
Das Thema Mehrsprachigkeit stand in vielen Beratungs-Settings und bei Fachtagen der städtischen 
Sprach-Kitas im Fokus. Die mehrsprachigen Kompetenzen sowohl von Kindern als auch von Fach-
kräften fanden so neue Möglichkeiten sich zu entwickeln und in verschiedenen Kontexten eingesetzt 
zu werden. 
Die Umsetzung einer natürlichen Mehrsprachigkeit, wie unter anderem im Positionspapier ‚Identität 
stärken - natürliche Mehrsprachigkeit fördern!‘ des Integrationsrates gefordert, verlangt eine kontinu-
ierliche Sensibilisierung aller Pädagog*innen. Entscheidend ist hier die individuelle Beratung und Un-
terstützung zu sprach- und diskriminierungssensiblem Handeln. Nur so kann inklusive alltagsintegrier-
te sprachliche Bildung weiterentwickelt und damit auch Vielfalt und Mehrsprachigkeit gefördert wer-
den.

3 
 
Am 20.10.2022 hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie einen Bilanztag zum Bundesprogramm 
Sprach-Kitas durchgeführt, ein kurzer Bericht ist als Anlage beigefügt.  
 
gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (2)

29.11.2022 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.01.2023 Integrationsrat
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3760/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
22.11.2022
Erstellt
08.11.2022 14:37