V/0366/2012
Umbenennung des Jöttenwegs in Paul-Wulf-Weg
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Anlage-5-Übersichtsplan
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Jöttenweg Anlage 5 V/0366/2012
Anlage-2-Antrag-SPD-Fraktion-5-2007
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Anlage 2 Antrag A-M/0005/2007 der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Mitte vom 22.05.2007 SPD-Fraktion Bezirksvertretung Münster-Mitte Namensgebung für Straßen auf den Prüfstand stellen Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird um Prüfung und Bericht an die Bezirksvertretung Mitte gebeten, ob die erhobenen Vorwürfe - Verstrickung in die Rassenideologie und Unrechtstaten der NS-Herrschaft - gegen den Namensgeber des Jöttenweges, Prof. Dr. Karl Wilhelm Jötten, zutreffen. 2. Darüber hinaus wird die die Verwaltung gebeten, einen Bericht vorzulegen zu Straßennamen im Stadtbezirk Münster-Mitte, deren Namensgeber verstrickt waren in die Unrechtstaten bzw. Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus. Begründung: Medienberichten zu Folge hat der seinerzeitige Lehrstuhlinhaber an der WWU Münster, Prof. Dr. Jötten, Tausende von Hilfsschülern untersucht und viele von ihnen in der Folge zwanggssterilisiert. Zur Klärung dieser Vorwürfe sollte mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Kontakt aufgenommen werden. Es schadet dem Ansehen der Stadt Münster und der Demokratie erheblich, wenn Straßennamen an Personen erinnern, die in das Unrechtssystem der NS-Herrschaft verstrickt waren. Auch wenn diese bereits in der Vergangenheit erfolgt ist, sollte hierzu erneut eine systematische Überprüfung erfolgen. Münster, 22.05.2007 Marita Otte Vorsitzende der SPD-Fraktion
Anlage-3-Anregung-65-2011
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Anregung Nr. 65/2011 Auf dem WWW-Server wurde am 7. 7. 2011 um 11.22 Uhr folgende Anregung nach $ 24 Gemeindeordnung aufgegeben: Anlage 3 Name: Vornan Adresse Ort: 48° Telefor E-Mail: Adressat: Rat der Stadt Münster Bezirksvertretung Münster-Mitte Anregung] Antrag: Hiermit beantrage ich die Umbenennung des "Jötten-Wegs" in "Paul Wulf Weg" Begründung: Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe, sehr geehrte Damen und Herren des Münsteraner Rates, sehr geehrte Mitglieder der Bezirksvertretung Münster Mitte, der Freundeskreis Paul Wulf setzt sich seit 2007 für die Umbenennung des Münsteraner „Jötten Wegs“ in „Paul Wulf Weg“ ein. Als Mitglied des Freundeskreises beantrage ich hiermit, den Jöttenweg in Paul Wulf Weg umzubenennen und dort eine Tafel anzubringen, mit der an die beiden Personen erinnert wird. Auch der Zeitraum, in dem die Straße nach Jötten benannt war, sollte dort erwähnt werden. Der Jöttenweg ist benannt nach dem Bundesverdienstkreuzträger Prof. Karl Wilhelm Jötten (* 1886; 1 1958), der von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP und von 1924 - 1958 Direktor des Instituts für Hygiene in Münster war. , Jötten war Rassenhygieniker und befürwortete das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933. Der Eugeniker betrieb „rassenhygienische Forschung“ an 4300 Kindern und propagierte die Zwangssterilisation von „Minderwertigen“. Paul Wulf (* 2. Mai 1921; #3. Juli 1999) war ein Opfer des NS-Regimes. 1938 wurde er als vermeintlich „Schwachsinniger‘ zwangssterilisiert. Er arbeitete seinen Fall gerichtlich auf, und erlangte durch die Organisation von antifaschistischen Ausstellungen Bekanntheit. 1991 wurde er als Stimme der 350.000 von den Nazis Zwangssterilisierten mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Mit freundlichen Grüßen,
Anlage-4-Anregung-41-2012
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Anlage 4 20 Urt? We” MÜNSTER Ortsunion Altstadt COU-Kreisverband Münster. Mauritzstraße 4-6. 48143 Münster Bezirksvertretung Münster Mitte Herrn Bezirksbürgermeister Peter Fischer Baumeister Antrag nach $ 24 der Gemeindeordnung Sehr geehrter Herr Fischer Baumeister, 20.04.2012 die CDU - Ortsunion Altstadt / Schloss stellt den Antrag, im Falle einer Umbenennung Jöttenweg die Straße dem Mathematiker Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Heinrich Behnke zu widmen Begründung : Diese universitätsnahe Straße verdient, wie die Nachbarstraßen, einen bedeutenden Wissenschaftler und Hochschullehrer als Namensgeber . Auszüge aus seiner Biographie: Prof. Behnke wurde 1898 in Hamburg geboren, 1922 zum Dr. rer.nat. promoviert, CDU-Kreisverband Münster e.V. Mauritzstraße 4-6 » 48143 Münster Telefon (02 51) 4 1842-0 » Telefax (02 51) 4 18 42-44 post@cdu-muenster.de + www.cdu-muenster.de 5 CDU-SPENDENKONTO: Nr. 13 13 18 + BLZ 400 501 50 + Sparkasse Münsterland Ost [=] [=] 1924 Habilitation 1927 - 1967 ord. Professor ( Lehrtätigkeit über 1967 hinaus 1945 - 1949: Rektor der WWU Verfasser mathematischer wissenschaftlicher Publikationen 1969 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1977 Verleihung der Paulusplakette der Stadt Münster Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina seit 1936 Neben seiner Forschungsarbeit hat sich Prof. Behnke für den Zusammenhalt von WWU und Höheren Schulen eingesetzt. International anerkannt für seine Forschungen 10.10.1979 verstorben gez. gez. Dr. Dietmar Erber Karl-Heinz Hülsmann Vorsitzender stellv. Vorsitzender
Beschlussvorlage
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V/0366/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Vermessungs- und Katasteramt Betrifft Umbenennung des Jöttenwegs in Paul-Wulf-Weg Beratungsfolge 22.05.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Entsprechend der Empfehlung der Kommission Straßennamen wird der Jöttenweg u m- benannt. 2. Der bisherige Jöttenweg erhält den Straßennamen Paul-Wulf-Weg. 3. Der Antrag der SPD -Fraktion A-M/0005/2007 vom 22.05.2007 ist damit erledigt (Anlage 2). 4. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung lfd. Nr. 65/2011 vom 07.07.2011 ist damit er- ledigt (Anlage 3). 5. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung lfd. Nr. 41/2012 der CDU-Ortsunion-Altstadt (Anlage 4) wird insofern aufgegriffen, dass der Name in die Vorschlagsliste für Straße n- namen aufgenommen wird. II. Finanzielle Auswirkungen: Es entstehen Kosten für neue Straßennamenschilder. Die Finanzierung ist aus laufenden Mi tteln des Tiefbauamtes aus dem Budget „1201-Straßenerhaltung“ sichergestellt. Begründung: Diese Beschlussvorlage zum Jöttenweg steht im Zusammenhang mit de n stadtweiten Diskussio- nen über NS-belastete Straßennamen. Vorlagen-Nr.: V/0366/2012 Auskunft erteilt: Herr Zimmermann Ruf: 492 62 42 E-Mail: ZimmermannBernhard@stadt-muenster.de Datum: 11.05.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0366/2012 Ein Ausgangspunkt der Diskussionen war im Mai 2007 der Antrag der SPD-Fraktion der BV-West auf Umbenennung des Carl -Diem-Weges. Ebenfalls im Mai 2007 hat die SPD -Fraktion in der BV - Mitte um Prüfung der Vorwürfe gegen den Namensgeber des Jöttenwe ges gebeten sowie einen Bericht über die Straßennamen angefordert, deren Namensgeber in die Unrecht staten bzw. Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus verstrickt waren. Diese Prüfung führte zu einem Auftrag an den Historiker Dr. Schmidt, der die Namensgeb er der Straßen im Stad tbezirk Mitte a uf deren Verstrickung in die Unrechtst aten des NS -Regimes überprüfen sollte. In seinem Gutachten b e- nannte Dr. Schmidt 29 Personen, die er in 4 Kategorien eingeteilt hatte: Kategorie 1: keine Nähe zum NS-Regime Kategorie 2: Haltung zum NS-Regime nicht eindeutig Kategorie 3: Aktive Stützen des NS-Regimes Kategorie 4: Beteiligung an Kriegsverbrechen oder Unrechtstaten Während in der Kategorie 4 keine Namensgeber auf Münsters Straßenschildern vorha nden sind, sind es in der Kategorie 3 nach dem Gutachten Schmidt 7 Personen (Franz Ludwig, Ludwig Hum- borg, Karl Wilh. Jötten, Hans Pfitzner, Alfred Stühmer, Karl Wagenfeld und Agnes Miegel), d avon liegt jedoch die Agnes -Miegel-Straße im Stadtbezirk Ost. Ein weiterer Prüfauftrag des Oberbür- germeisters an das Stadtarchiv zu den Straßennamen im übrigen Stadtgebiet ergab drei weitere Namensgeber in der Kategorie 3 aus dem Stadtbezirk Münster -Ost. Darüber hinaus hatte der Ratsantrag der SPD-Fraktion vom Januar 2008 zur Umbenennung des Hin denburgplatzes die De- batte um Straßennamen sehr stark in die Öffentlichkeit getragen. Nach der Kommunalwahl 2009 hat der erweiterte Ältestenrat des Rates beschlossen, eine Kom- mission unter der Leitung des Oberbürgermeisters einzusetzen, der alle im Rat vertretenen Partei- en und die Historiker Prof. Dr. Thamer und Prof. Dr. Kenkmann angehören sollten. Diese Kommission sollte über die zehn Personen der Kategorie 3 (dazu Diem und Hinde nburg) also über zwölf Namensgeber beraten. Im Vordergrund des Prüfauftrags stand nicht die Bewertung der gesamten Lebensleistung dieser Personen, sondern ob und inwieweit die Namensgeber das NS-Regime gestützt ha ben. Außer der Beratung über historische Fakten sollte die Kommission den entscheidungsbefugten Gremien (Rat und Bezirksvertretungen) ihre Empfehlung mitteilen, ob die Ehrung durch den Straßennamen nach wie vor angemessen sei und eine Umbenennung stat t- finden solle oder nicht. Nach Abschluss der Kommissionsarbeit hat der erweiterte Ältestenrat die Ergebnisse und Empfeh- lungen der Kommission am 07.07.2011 entgegengenommen und die Verwaltung beauftragt, diese Ergebnisse in einer breit angelegten Informations- und Kommunikationsphase zu veröffentlichen. Zusätzlich sollte die Verwaltung eine repräsentative Bürgerumfrage zur Frage der „Ehrung“, die mit der Benennung einer Straße nach einem Namensgeber verbunden ist, durchführen. Die se Bürge- rumfrage sollte eine zusätzliche Informationsquelle für die Diskussion in den Gremien bilden, diese aber nicht binden. Die Informations- und Kommunikationsphase hatte zum Ziel, über die Ergebnisse der Kommission zu informieren. Insbesondere sollte die auf neuen Erkenntnissen der historischen Forschung b a- sierende Einschätzung der Kommission zu den Namensgebern vermittelt werden, da diese E r- kenntnisse vermutlich in weiten Teilen der Bürgerschaft nicht bekannt sind. Im Vordergrund der Information sollte daher nicht die gesamte Lebensleistung der Namensgeber stehen, sondern sollten insbesondere die neuen historischen Fakten stehen, nach denen die N a- mensgeber nach heutiger Bewertung nicht mehr als Vorbilder dienen können und eine Ehrung nicht verdient haben. - 3 - V/0366/2012 Die Information der Öffentlichkeit erfolgte unter dem Motto „Ehre, wem Ehre gebührt?!“ - mit einer neuen Internetseite auf der Homepage der Stadt unter www.muenster.de/stadt/strassennamen, freigeschaltet seit 21.12.2011 - mit der Ausstellung „Widerstände im Münsterland“ in der Bürgerhalle des Rathauses vom 19.11. - 21.12.2011 - mit der Ausstellung „Ehre, wem Ehre gebührt ?!“ in der Bürgerhalle des Rathauses vom 26.01. - 16.03.2012 - mit einer Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Ehre, wem Ehre gebührt?!“ am 25.01.2012 im Rathaus-Festsaal - mit zwei Informationsveranstaltungen in den Stadtbezirken Ost und Mitte am 26.01.2012 und 09.02.2012 - mit einer Podiumsdiskussion „Ehre, wem Ehre gebührt?! - Geschichte und Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft“ mit prominenten Podiumsteilnehmern am 29.02.2012 im Rathaus-Festsaal Ergebnisse der Bürgerumfrage Die repräsentative Bürgerumfrage wurde vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehr s- planung in der Zeit vom 25.01. - 15.02.2012 durchgeführt. Es wurde unter anderem die Frage g e- stellt: „Sind Sie generell dafür, Personen mit beson derer zeitgeschichtlicher Bedeutung durch B e- nennung von Straßen, Wegen und Plätzen in Münster zu ehren?“ Knapp 70 Prozent der Antworten lauteten „Ja“. Auf die weitere Frage „Es gibt - neben dem Hindenburgplatz - noch weitere Anträge aus Bürge r- schaft und Politik zur Umbenennung von Straßen und Wegen: Was würden Sie vorschlagen, wenn sich deren Namensgeber/innen nach neueren quellengestützten Forschungsergebnissen als Stü t- zen des NS -Regimes erwiesen haben?“ sprachen sich knapp 40 Prozent der Befragten für ei ne Umbenennung aus. Die einzelnen Umfrageergebnisse sind in Anlage 1 beigefügt. Empfehlung der Kommission Straßennamen zum Jöttenweg Die Kommission hat in ihrer abschließenden 4. Sitzung am 15. Juni 2011 zusammengefasst fo l- gende Empfehlungen abgegeben: "Die Kommission hatte bereits in ihrer Sitzung am 31.01.2011 einstimmig empfohlen, den Jöt- tenweg umzubenennen. Für das Votum maßgeblich ist, dass Jötten eine pseudowissenschaft- liche Begründung der Rassehygiene entwickelte, zeitweise als Rassehygieniker wirkte und ein- schlägige Dissertationen betreute." Die im Folgenden angeführte Begründung für die Umbenennung ist dem vom Stadtarchiv aufberei- teten Internetangebot „Ehre wem Ehre gebührt!?“ entnommen. - 4 - V/0366/2012 Jöttenweg Die Straße wurde 1960 benannt nach Prof. Dr. Karl Wilhelm Jötten * 04.03.1886 in Essen † 13.05.1958 in Münster , Universitätsprofessor an der WWU Münster, Hygieniker und Staublu n- genforscher Karl Wilhelm Jötten und der Nationalsozialismus „... ein Mann von brennendem Ehrgeiz" – Kampf um Aufnahme in die NSDAP Karl Wilhelm Jötten bemühte sich bereits im Frühjahr 1933 um eine NSDAP -Mitgliedschaft. Nach mehr als einem Jahr Anwartschaft wurde er im Juli 1934 als politisch unzuverlässig als Parteimi t- glied abgelehnt. Die Ortgruppenleitung warf ihm seine Bindungen an das katholische Milieu vor. Jötten befürchtete, dass die bei ihm angenommene mangelnde Linientreue zum Nationalsoziali s- mus schädlich für ihn sei. Dass Jötten "... ein Mann von brennendem Ehrgeiz" sei, behauptete Fritz Lenz schon 1926 ein einem Brief an Ottmar von Verschuer. Wollte er seinen Einfluss an der Fakul- tät erhalten und auf eine Professur an einer größeren Universität berufen werden können, war die Aufnahme in die NSDAP für ihn dringend notwendig. Die Lösung seines Problems schien für ihn in der Anpassung und Radikalisierung seiner rassenhygienischen Forschung und Lehre an das NS - System zu liegen. Es sollte noch bis zum 19. Mai 1936 dauern, bis Jöttens Andienung an das NS -Regimes Erfolg zeigte. Das Gauparteigericht stellte das Verfahren gegen ihn schließlich wegen nicht nachgewi e- sener Behauptungen ein. Er erfuhr im Jahr 1936 durch Verfügung des Gauleiters unter der Mi t- gliedsnummer 2477280 Aufnahme in die Partei. Seine Mitgliedschaft wurde auf den 1. Mai 1933 zurückdatiert. Radikalisierung rassehygienischer Positionen Erste Hinweise zu rassehygienischen Aktivitäten Karl Wilhelm Jöttens lassen sich für die Mitte der 1920er Jahre nachweisen. So veränderte sich etwa sein Lehrprogramm. Im Wintersemester 1927/28 hielt Jötten erstmals die Vorlesung "Rassen- und Fortpflanzungshygiene“, die in den d a- rauf folgenden Wintersemestern durch seinen Assistenten am Hygiene -Institut, Dr. Wilhelm Pfa n- nenstiel, als Vorlesung über "Rassen - und Fortpflanzungshygiene (mit Lichtbildern)" fortgeführt wurde. Das Zentrum ras senhygienischer Aktivitäten blieb das Hygiene -Institut. Dabei wurden bis 1933 in eugenischen Fragen (z. B. bei der Eheberatung) mehrheitlich gemäßigte katholische Pos i- tionen vertreten. Aufgrund der Skepsis der NS -Führung gegenüber den früheren katholischen Eliten verlor Jötten – selbst stark katholisch geprägt – 1933 seine Sitze in den Ausschüssen von Stadt, Provinzialve r- band und Landesversicherungsanstalt. Nun fürchtete er um Einfluss an seiner Fakultät. Er zeigte verstärkt regimekonformes Verhalten und ließ seine zurückhaltenden Positionen zur Rassenhygie- ne nach 1933 fallen. Bereits im Juli 1933 veröffentlichte Jötten einen Artikel in der Fachzeitschrift, in dem er es begrüßte, dass durch den "Sieg des Nationalsozialismus" neue Möglichkeiten zu e i- nem "stärkeren Ausbau der Rassenpflege an den deutschen Hochschulen" entstünden. Eine Anbiederung an die neuen Machthaber erfolgte über den Weg einer Verschärfung rasseh ygi- enischer Positionen durch Jötten und seine Mitarbeiter. Nicht mehr die Gesundheitsfürsorge b ilde- te den Schwerpunkt der Aktivitäten Jöttens und seines 'Instituts für Soziale Hygiene' , sondern die Erforschung des angeborenen Schwachsinns bei Hilfsschulkindern und die Vererbung von Er b- - 5 - V/0366/2012 krankheiten bei Blinden und Taubstummen im Sinne des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Vor allem organisierte Jötten entsprechende Forschungen seiner Dozenten und Studenten. Z u- nächst verfasste 1934 sein Assistent Heinz Reploh seine von Jötten betreute Habilitationsschrift zur kommunalen Gesundheitsfürsorge in Münster, in der er sich für die Umsetzung der vom NS - Staat beschlossenen negativen eugenischen Maßnahmen aussprach. Jötten gewann seit 1934 zahlreiche junge Medizinstudenten für eine Dissertation zur erbhygienischen Untersuchung von Hilfsschulkindern an kommunalen Beispielen. Zwischen 1934 bis 1938 entstanden 21 Dissertati o- nen zu dieser Thematik. Bis 1945 betreute Jötten weitere rassenhygienische Arbeiten am Hygiene- Institut. "Andererseits müssen aber solche, bei denen die Vererbung der Erbanlage unerwünscht ist, aus dem Fortpflanzungsprozeß ausgeschlossen werden." Jötten publizierte selbst nur einen Aufsatz (1936) mit einem Thema der NS -Rassenhygiene: "Erb- hygienische Untersuchungen an Hilfsschulkindern" . Der Aufsatz war die Veröffentlichung eines Vortrages, den er zusammen mit seinem Assistenten Heinz Reploh auf dem Internationalen Ko n- gress für Bevölkerungswissenschaft (26. August bis 1. September 1935) in Berlin gehalten hatte. Darin forderten die beiden Mediziner aus Münster die Zwangssterilisation der Hilfsschulkinder ge- mäß des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1934. Sie begründeten dies mit der Aussage, dass die Schüler mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit den angeborenen Schwachsinn vererben würden. "Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit intensiver Gegenmaßnahmen. Andererseits müssen aber solche, bei denen die Vererbung der Erbanlage unerwünscht ist, aus dem Fortpflan- zungsprozeß ausgeschlossen werden. Die Wege für diese Arbeit sind im Deutschen Reich durch das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses [...] vorgezeichnet. Es ist durchaus richtig, daß unter den Erbkranken, die der Sterilisierung unterliegen, die Schwachsinnigen an erster Stelle genannt werden. Richtig ist weiter, daß die Sterilisierung nicht das Vorliegen von schwerem Schwachsinn zur Voraussetzung hat. Wie wir gesehen haben, ist es im Gegenteil sehr wesentlich, daß gerade diejenigen Schwachsinnsformen zur Unfruchtbarmachung gelan- gen, bei denen ein leichter Defekt Fortpflanzung und Vererbung erwarten läßt. Das trifft in be- sonderem Umfange für die Debilität zu, zumal bei dieser besonders häufig mit einer Vererbung des Schwachsinns zu rechnen ist. Außerdem bieten sich bei den Schwachsinnigen besonders gute Voraussetzung für eine rechtzeitige Durchführung der Sterilisation insofern nämlich, als der weitaus größte Teil vor Eintritt in das fortpflanzungsfähige Alter an Hilfsschulen frühzeitig genug erfaßt werden kann." (Jötten/Reploh 1936, S. 735) Als Grundlage für ihre Ausführungen dienten Jötten und Reploh die Ergeb nisse der von ihnen in den letzten beiden Jahren betreuten Dissertationen zu dieser Thematik. Weder sie noch ihre Do k- toranden führten eigene Untersuchungen an den Kindern durch, sondern sie werteten die von den Schulärzten und Lehrern ausgefüllten Schulbögen aus. Der Versuch Jöttens und Replohs, bei den Hilfsschulkindern und ihren Familien die besondere Vererblichkeit des "angeborenen Schwachsinns" nachzuweisen, geschah zu einer Zeit, da die meisten der von dem Gesetz betroffenen Anstaltspatienten sterilisi ert worden waren und die NS - Rassenhygieniker in der Gesundheits- und Schulbürokratie neue Bevölkerungsgruppen mittels der Hilfsschule selektierten. Dabei scheute Jötten auch nicht davor zurück, wissenschaftlich nicht fundierte Forschungserge b- nisse zu nutzen und wissend um die nicht bewiesene Vererbbarkeit des "angeborenen Schwach- - 6 - V/0366/2012 sinns" bei Hilfsschülern deren Zwangssterilisation zu fordern. Jötten und sein Mitstreiter Reploh lieferten damit die scheinbar wissenschaftliche Legimitation für deren Zwangssterilisation. Karl Wilhelm Jötten nach 1945 Jötten selbst gab im Zusammenhang mit seinem Entnazifizierungsverfahren nach 1945 an, bereits 1933 einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP gestellt zu haben, der 1934 jedoch zunächst abgelehnt wurde. Er habe einerseits als Katholik als "politisch unzuverlässig gegolten". Damit prä- sentierte sich Jötten als Opfer des NS -Regimes, das es ihm verwehrt habe, Rufe an größere Un i- versitäten (Berlin und Leipzig) zu erhalten. Nach dem Krieg wurde er im Entnazifizierungsverfa hren als Mitläufer eingestuft. Er konzentrierte nun seine Lehre und Forschungen wieder auf die Gewerbehygiene und die Staublungenforschung. Einen Ruf an die Universität Leipzig lehnte er 1948 ebenso ab wie wenig später den an das Hygie- ne-Institut des Ruhrkohlenbezirks in Gelsenkirchen. Zwei Monate nach seiner Emeritierung erhielt Karl-Wilhelm Jötten am 31.07.1954 das "Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD" . Sein Nachfolger in der Leitung des Hygiene -Instituts wurde sein langjähriger Assistent Pro fessor Dr. Heinz Reploh. Zur Person Karl Wilhelm Jötten Lebenslauf 1906-1911: Studium der Medizin in Bonn, München, Leipzig und Berlin 1912: Approbation als Arzt und Promotion 1913/14: Assistenzarzt Frauenklinik Berlin Mai 1915-September 1916: wissenschaftlicher Assistent am Hygiene-Institut in Berlin Oktober 1916 - Oktober 1919: wissenschaftlicher Hilfsarbeiter beim Kaiserlichen Gesun d- heitsamt in Berlin November 1919-November 1924: Assistentenstelle am Hygiene-Institut Leipzig, 1920 Habilitation in Leipzig 13. März 1923: Ernennung zum außerordentlichen Professor in Leipzig 15. November 1924: Berufung als Professor für Hygiene und zum Direktor des Hygi ene- Instituts der Universität Münster. Aufbau des Hygiene -Institut, 192 6 Erweiterung um eine Medizinal- Untersuchungsabteilung sowie 1928 um die staatliche Forschungsabte i- lung für Staublungenforschung und Gewer behygiene. Seine Forschung s- gebiete umfassten u. a. Tuberkulose, Staublungenforschung, Gewerbeh y- giene, Soziale Hygiene und Rassenhygiene 1930: Gründung 'Institut für Soziale Hygiene und Soziale Fürsorge' an der Un i- versität Münster 1936: Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster - 7 - V/0366/2012 1931-1936: ärztlicher Sachverständiger des Gerichtsärztlichen Ausschusses für die Provinz Westfalen 1935: Übernahme der wissenschaftlichen Leitung der serologischen Unters u- chungsabteilung der LVA Westfalen in der Heilstätte Hagen-Ambrock 1948: Leiter der Medizinal-Untersuchungstelle des Kreises Steinfurt. Jötten war Mitglied in zahlreichen gesundhei tspolitischen Gremien, zum Beispiel in der münsterischen Gesundheitskommission, im großen Woh l- fahrtsausschuss und in der Ausgleichsstelle des Landeshauptmanns der Provinz Westfalen sowie im Landesgesundheitsausschuss und im Bu n- desgesundheitsrat in der Nachkriegszeit Ehrungen 1933: Devoto-Preis der Akademie der Wissenschaften in Mailand für seine g e- werbehygienischen Arbeiten 1953: Cothenius-Medaille der Leopoldina in Halle a. d. Saale für seine Beiträge zur Staublungenforschung 1954: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1960: Straßenbenennung Weitergehende Informationen Weitere Dokumente, Quellen- und Publikationsangaben finden sich auf der Internetseite www.muenster.de/stadt/strassennamen/ Fazit Aufgrund der einstimmigen Empfehlung der Kommission schlägt die Verwaltung die Umbenennung des Jöttenwegs vor. Von der Umbenennung sind 66 gemeldete Einwohnerinnen und Einwohner unter 9 Hausnummern betroffen. Neuer Straßenname Paul-Wulf-Weg Entsprechend einem Vorschlag aus der Bezirksvertretung Mitte und der Anregung nach § 24 G e- meindeordnung Nr. 65/2011 schlägt die Verwaltung vor, den bisherigen Jöttenweg in Paul -Wulf- Weg umzubenennen. Paul Wulf, *02.05.1921 †03.07.1999, wuchs in einer Arbeiterfamilie in Münster auf. Ab 1928 wurde er aus wirtsch aftlicher Not in Kinderheimen untergebracht. 1932 erfolgte die Verl e- gung in eine Anstalt für Geisteskranke. Seine Eltern stellten 1937 einen Entlassungsa ntrag; dem Antrag stimmte der Anstaltsleiter nur in Verbindung mit der Zwangssterilisation au f- grund „angeborenen Schwac hsinns“ zu. Im Alter von 16 Jahren wurde Paul Wulf 1938 zwangssterilisiert und damit Opfer der nationalsozialistischen „Erbgesundheitslehre“ und ih- rer ärztlichen Vollstrecker im Landeskrankenhaus von Paderborn. Seit 1949 kämpfte Wulf - 8 - V/0366/2012 um eine würdige Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und eine Entschädigung für das Unrecht. Erst 1979 wurde ihm eine Erwerbsunfähigkeitsrente zugesprochen. Wulf initiierte zahlreiche Ausstellungen und Dokumentationen zum Thema Zwangsterilisat i- onen un d allgemein zum Nationalsozialismus. Für sein Engagement erhielt er 1991 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Paul Wulf starb am 3. Juli 1999 und wurde auf dem Zentralfriedhof bestattet. Am 03.07.2001 wurde ein Gedenkstein an seinem Grab enthüllt. Der Freun deskreis Paul Wulf forderte schon 2007 die Umbenennung des Jötte nweges in Paul - Wulf-Weg. Im selben Jahr stellte die Künstlerin Silke Wagner bei der Ausstellung Skulptur-Projekte 2007 die Paul-Wulf-Skulptur aus, die zurzeit auf dem Servatiiplatz steht. Anregung Nr. 65/2011 Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung lfd. Nr. 65/2011 vom 07.07.2011 wird auch vorg e- schlagen, an der Straße eine Hinweistafel anzubringen, mit der an Karl Wilh. Jötten und Paul Wulf erinnert wird. Der Text der Tafel wird zurzeit abge stimmt und demnächst der Bezirksve rtretung vorgestellt. Anregung Nr. 41/2012 Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung lfd. Nr. 41/2012 schlägt die CDU -Ortsunion- Altstadt vor, im Falle der Umbenennung des Jöttenwegs die Straße nach dem Mathematiker Hei n- rich Behnke zu benennen. Heinrich Behnke, *09.10.1898 †10.10.1979 in Münster, war Mathematiker und Rektor der Universität Münster. Behnke studierte Mathematik in Göttingen, promovierte 1922 an der Un iversität Hamburg und habilitierte sich dort 1924. Über 4 Jahrzehnte von 1927 bis 1967 war er Professor an der Universität Münster, nach dem Krieg bis 1949 Dekan der Philosophisch - Naturwissenschaftlichen Fakultät. Behnke war international bekannt für seine Forschung in der komplexen Analysis, der so genannten „Münsterschen Schule der komplexen An a- lysis“. Behnke wurde mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bunde s- republik Deutschland ausgezeichnet und 1977 von der Stadt Münster mit der Paulus - Plakette geehrt. Der Vorschlag, eine Straße nach Prof. Dr. Heinrich Behnke zu benennen, wird in die Vorschlagliste für Straßenbenennungen eingetragen. In Vertretung Schultheiß Stadtdirektor - 9 - V/0366/2012 Anlagen: 1 Ergebnis der Bürgerumfrage 2 Antrag der SPD-Fraktion A-M/0005/2007 3 Anregung § 24 GO Nr. 65/2011 4 Anregung § 24 GO Nr. 41/2012 5 Übersichtsplan
Anlage-1-Bürgerumfrage-Ergebnisse
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Anlage 1 Anlage 1, Seite 1 Bürgerumfrage 2012 „Ehrung von Personen durch Straßenbenennungen“ - Zusammenfassung der Ergebnisse 1. Auftragslage und Zielstellung - Beschluss des erweiterten Ältestenrates der Stadt Münster vom 07.07.2011 - Grundlage: Ergebnisse der Kommission „Straßenname n“ - Gewinnung zusätzlicher Informationen mittels eine r repräsentativen Bürgerumfrage parallel zur Informations- und Kommunikationsphase (v. a. Ausstellung „Ehre, wem Ehre gebührt?!“ vom 26.01. – 16.03.2012) - Leitfrage: „Wie soll sich Münster zu Persönlichke iten stellen, die sie durch Straßennamen für ihr Lebenswerk in besonderer Weise geehrt hat, wenn sich diese Ehrung aufgrund neuer Forschungsergebnisse als fragwürdig erweist?“ 2. Methodik - Befragungszeitraum: 25.01. – 15.02.2012 - Zufallsstichprobe: 5.126 Bürgerinnen und Bürger ( über 18 Jahre, Hauptwohnsitz) - Rücklauf: 1.937 Fragebögen (37,8 % Rücklaufquote) - Ergebnisse lassen sich grundsätzlich auf Münstera ner Bevölkerung übertragen 3. „Sind Sie generell dafür, Personen mit besonderer zeitgeschichtlicher Bedeutung durch Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen in Münster zu ehren?“ (Frage 1) - Ja, auf jeden Fall: 69,7 % - Ja, aber nur für Personen mit Bezug zu Münster: 1 7,5 % - Nein: 6,5 % - Ist mir egal: 4,4 % - Weiß nicht/kann ich nicht beurteilen: 0,8 % - Ohne Angabe: 1,1 % 4. „Nach neueren quellengestützten Forschungsergebnissen ist der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg als Stütze des NS-Regimes anzusehen. Besteht heute noch ein Anlass, Hindenburg durch die Namensgebung für den größten Platz Münsters zu ehren?“ (Frage 2) - Ja: 35,0 % - Nein: 48,3 % - Ist mir egal: 7,3 % - Weiß nicht/kann ich nicht beurteilen: 6,6 % - Ohne Angabe: 2,8 % Anlage 1, Seite 2 2 5. „Es gibt - neben dem Hindenburgplatz - noch weitere Anträge aus Bürgerschaft und Politik zur Umbenennung von Straßen und Wegen: Was würden Sie vorschlagen, wenn sich deren Namensgeber/innen nach neueren quellengestützten Forschungsergebnissen als Stützen des NS-Regimes erwiesen haben?“ (Frage 3) - Die Namen der Straßen/Wege sollen so bleiben wie sie sind: 27,6 % - Die Namen der Straßen/Wege sollen so bleiben wie sie sind; es soll aber jeweils ein Zusatzschild mit Erläuterungen zu den Namensgebern angebracht werden: 30,2 % - Die Namen der Straßen/Wege sollen geändert werden ; auf den künftigen Straßenschildern soll aber auf die ehemaligen Namen hingewiesen werden: 16,2 % - Die Namen der Straßen/Wege sollen geändert werden : 22,6 % - Ist mir egal: 0,6 % - Weiß nicht/kann ich nicht beurteilen: 1,3 % - Ohne Angabe: 1,5 % 6. „Fühlen Sie sich zum Thema 'Ehrung von Personen durch Straßenbenennungen' ausreichend informiert?“ (Frage 4) - Ja: 56,4 % - Ja, zum Teil: 30,3 % - Nein: 11,4 % - Ohne Angabe: 1,9 % 7. Fehlt Ihnen etwas an Informationen zu diesem Thema? (Frage 5) - Offene Frage: 512 Nennungen von 422 Befragten, d. h. 21,8 % der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer haben sich mittels Freitext geäußert - Nur ein geringer Teil der Nennungen bezieht sich auf „weitergehenden Informationen“: 4,3 % „weitere Informationen fehlen“; 3,1 % „mehr Informationen in Medien“ - Häufiger wird die Frage der „Kosten“ kritisch angesprochen: 7,6 % „Kosten insgesamt“, 7,0 % „Kosten der Umbenennung“ - Auch machen die Anmerkungen deutlich, dass nicht alle Befragten die neueren Forschungen teilen, dass Hindenburg und weitere Namensgeberinnen/-geber als Stützen des NS-Regimes anzusehen sind: 8,2 % „Suggestive Fragestellung“, 5,5 % „Begründung zweifelhaft“ (Hindenburg) bzw. 5,1 % (weitere Namensgeber) - Bezogen auf alle Umfrageteilnehmer/innen liegen d iese Antwortanteile bei 2,2 % („Suggestive Fragestellung“), 1,4 % („Begründung Hindenburg zweifelhaft“) und 1,3 % („Begründung weitere Namensgeber zweifelhaft“) - Ebenso werden auch „neue Namensvorschläge“ für de n Hindenburgplatz genannt (5,5 % aller Nennungen bzw. 1,4 % bezogen auf alle Umfrageteilnehmerinnen und - teilnehmer), wobei hier der „Schlossplatz“ (3,7 %) überwiegt; vereinzelt werden weitere Namen genannt (z. B. Neuplatz, Friedensplatz)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Mauritzstraße 4
- Paul-Wulf-Weg
- Servatiiplatz
- Schlossplatz
- Agnes-Miegel-Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0366/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.05.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37