AN/0777/2020
Verbesserung und Ergänzung der rechtsrheinischen Stadtbahnanbindung
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Gem. Antrag nach § 3 (FDP)
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CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe GUT An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 31.08.2020 AN/0777/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 10.09.2020 Verbesserung und Ergänzung der rechtsrheinischen Stadtbahnanbindung Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am 10. September zu setzen. Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, für die Klärung des Betriebskonzeptes der Stadtbahnverbin- dung von der Deutz-Mülheimer Straße nach Stammheim/Flittard und weiterführend nach Porz oder Hürth eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Neben der baulichen Machbarkeit soll dabei ggf. auch das Nachfragepotenzial der verschieden Varianten untersucht werden. Zur Vermeidung von Verzögerungen bei den Planungen für die Stadtbahnanbindung Mül- heim-Süd sollte dieser Bereich entsprechend der Roadmap zunächst im Hochflursystem wei- tergeplant werden. Aufgrund des geringeren Platzbedarfs für die Rampen von Niederflur- bahnsteigen wäre eine Umplanung nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie weitgehend un- problematisch. Inhalte der Studie sollen sein: - Betrieb einer möglichen neuen Stadtbahnverbindung von Flittard nach Porz über den Ottoplatz als Niederflurlinie. Dabei sind insbesondere die Verknüpfungshaltestellen Wiener Platz, KoelnMesse und Deutzer Freiheit zu untersuchen. Im Bereich der Deutzer Freiheit soll eine mögliche oberirdische Führung über die Verbindungsstraße vom Bahnhof Deutz zur Siegburger Straße östlich der Rampe geprüft werden. - Betrieb einer möglichen Stadtbahnverbindung von Flittard nach Hürth über die Se- verinsbrücke als Hochflurlinie. Dabei ist insbesondere ein zusätzliches Gleis zwi- schen Severin- und Poststraße zu untersuchen. - Betrieb einer möglichen Stadtbahnverbindung von Porz nach Ostheim, Brück oder Neubrück als Niederflurlinie. Dabei ist insbesondere die Verknüpfungshaltestelle Deutzer Freiheit mit einer Verbindung des U-Bahn-Tunnels mit der Siegburger Straße - 2 - zu untersuchen. Alternativ sollte eine oberirdische Linie über Ottoplatz mit Gleisdrei- eck Opladener Straße auch zur Justinianstraße und dann über die Tunnelrampe Deutz-Kalker Straße in den Kalker U-Bahn-Tunnel betrachtet werden. - Über die Ergebnisse der prioritären Betrachtung der ersten beiden Spiegelstriche soll der Rat und die Fachausschüsse vorab informiert werden. - Die Deckung erfolgt aus dem dafür im Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau vorgesehenen Budget. Begründung: Die neue Strecke über die Deutz-Mülheimer Straße nach Stammheim und Flittard ist Teil der Roadmap, mit der das Kölner Stadtbahnnetz ausgebaut wird. Bisher gibt es noch keine Fest- legung, wie die Strecke ab Deutz verlaufen soll. Der weitere Streckenverlauf hat Auswirkun- gen auf den Betrieb der Linie als Nieder- oder Hochflurstrecke. Entsprechende Vorschläge zur Führung dieser Linie und zur Bewältigung bestehender „Nadelöhre“ soll die beantragte Machbarkeitsstudie erbringen. Darüber hinaus fehlt seit Jahrzehnten eine direkte Straßenbahnverbindung von Porz/Poll zum Bahnhof Deutz und weiter im Rechtsrheinischen. Die Linie 7 hat bisher keinen Umstei- gepunkt mit dem dortigen Schienenpersonenfernverkehr und dem Schienenpersonennah- verkehr (RRX, RE, RB, S-Bahn und ICE). Aktuelle Entwicklungen fördern und fordern diese Straßenbahnverbindung. Da bereits die Bezirksvertretungen Porz und Innenstadt eine solche Straßenbahnverbindung beschlossen haben und bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Projekt Deutzer Hafen es deutliche Forderungen aus der Bürgerschaft gab, sollte die Planung und Umsetzung zeitnah in Angriff genommen werden Folgende Punkte sind gesondert herauszuarbeiten: Lösung der Barrierefreiheit der Haltestellen im Bereich der mit zu nutzenden öffentli- chen Eisenbahnstrecke Köln-Mülheim – Leverkusen-Bayerwerk der CURRENTA vor dem Hintergrund, dass der dortige Güterverkehr auf Grund des größeren Lichtraum- profils Hochbahnsteige nicht zulässt, Entlastung der Innenstadt durch Verkehre mit Quelle und Ziel im Rechtsrheinischen im Vorgriff auf die Gesamtnetzbetrachtung (AN0171/2019), Erhalt der Möglichkeit der notwendigen Entlastung der Stadtbahnlinie 4 (3. Nahverkehrsplan, Abbildung 5-16) im Vorgriff auf die Gesamtnetzbetrachtung, Eine Weiterführung der Stadtbahn von Flittard sollte in Abstimmung mit der Stadt Le- verkusen zur Frage Niederflur / Hochflur geführt werden. Aufwärtskompatibilität durch die Berücksichtigung der weiteren Baustufen des not- wendigen rechtsrheinischen Netzausbaues, insbesondere der Strecke Mülheim – Porz über die Frankfurter Straße. Diese kann auf Grund des beim Bau der Mülheimer U-Bahn nicht mitgebauten Abzweigbauwerks in die Frankfurter Straße am Mülheimer Bahnhof nicht mehr zwingend dem Hochflurnetz zugeordnet werden, so dass ein Mülheimer Niederflurnetz mit den Ästen Porz/Deutz, Flittard und „Frankfurter Straße“ - 3 - eine gesondert zu betrachtende Variante darstellt. Mit freundlichen Grüßen gez. Niklas Kienitz gez. Lino Hammer CDU-Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite gez. Thor ZImmermann FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ratsgruppe GUT
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: für das Digitale Berichtswesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0777/2020
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (FDP/KSG)
- Datum
- 31.08.2020
- Erstellt
- 05.06.2020 10:29