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0878/2022

Radverkehrskonzept Kalk

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 28.03.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 07.04.2022, TOP 8.1.4

Anlage 1 - Öffentlichkeitsbeteiligung

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 2 Radverkehrskonzept Kalk

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Anlage 1 - Öffentlichkeitsbeteiligung

2024 Zeichen

Hinweise zum Ausfüllen der Anlage  
Anlage „Öffentlichkeitsbeteiligung“ 
VARIANTE 1 
 
Beteiligungsstufe Ausgestaltung 
(wesentliche Beteiligungsformate) 
☐ Information  
☐ Anhörung / Beratung  
☐ Mitgestaltung / Mitverantwortung  
VARIANTE 2 
 
☐ Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt beziehungsweise wird in der 
nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. 
☐ Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen: 
Beteiligungsstufe Ausgestaltung 
(wesentliche Beteiligungsformate) 
☐ Information  
☐ Anhörung / Beratung  
☐ Mitgestaltung / Mitverantwortung  
☐ Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben. 
☐ Folgende Form des Verfahrens ist vorgeschrieben: 
 
☐ Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt beziehungsweise wird in der 
nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. 
☐ Ein spezielles Verfahren ist nicht vorgeschrieben. 
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen: 
 
☐ Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen.

VARIANTE 3 
 
x Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen, weil: 
Grund Begründung 
☐ Dringlichkeitsentscheidung  
☐ Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat 
bereits stattgefunden. 
 
☐ Der Gestaltungsspielraum ist nicht 
ausreichend. 
 
☐ Eine Verfahrensverlängerung 
erzeugt schwerwiegende 
Nachteile. 
 
x Sonstiges Das Radverkehrskonzept Kalk ist ein 
Zielkonzept und Grundlage für zukünftige 
Planungen im Straßenraum. Die aus ihm 
folgenden Maßnahmen stellen 
Einzelplanungen dar, für die in 
Abhängigkeit des Ratsbeschlusses jeweils 
eigene Öffentlichkeitsbeteiligungen 
vorgesehen werden müssen. Das 
Radverkehrskonzept wurde im Rahmen des 
Runden Tisches Radverkehr sowie 
Facharbeitskreisen unter der Teilnahme 
von politischen Vertreter/innen und 
fachkundigen Verbänden besprochen und 
erarbeitet.

Sollte der Platz zur Skizzierung der Ausgestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung oder zur Begründung, weshalb 
keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen wird, nicht ausreichen, fügen Sie bitte ein zusätzliches Blatt bei.

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

8353 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/661/4 
661/4 
Vorlagen-Nummer 
 0878/2022 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Radverkehrskonzept Kalk 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Kalk nimmt den Netzentwurf (Anlage 2) als Zielkonzept für das Radverkehrs-
konzept Kalk zur Kenntnis und beschließt, dieses Netz als Grundlage für alle zukünftigen Planungen 
im Straßenraum zu verwenden. 
 
 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.04.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Das Strategiepapier „Köln Mobil 2025“ setzt den Rahmen für die zukünftige verkehrliche Entwicklung 
Kölns. Angestrebt wird eine deutliche Veränderung des Modal-Splits hin zu den Verkehrsmitteln des 
Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrradfahren und zu Fuß gehen). Die Verkehrsmittel des Umweltverbun-
des sollen dabei einen Anteil von 2/3 der Wege der Gesamtbevölkerung Kölns erreichen. 
 
Die Erstellung von Radverkehrshauptnetzen für alle Stadtbezirke bildet dabei die konzeptuelle Grund-
lage für die Radverkehrsförderung der nächsten Jahre. Damit wird eine flächendeckende und länger-
fristige Rahmenplanung für die Netzentwicklung vorgegeben. Für die Stadtbezirke Lindenthal (Stadt-
teile Klettenberg, Lindenthal, Sülz), Innenstadt und Ehrenfeld wurden in den vergangenen Jahren 
Radverkehrskonzepte erarbeitet, die neben den Radverkehrshauptnetzen auch einen Maßnahmenka-
talog beinhalten. Im Sinne einer Beschleunigung der Planungsprozesse und einer stadtweit einheitli-
chen Netzgestaltung wurde für die weiteren Bezirke die Erstellung der Radverkehrshauptnetze in den 
Vordergrund gestellt.  
 
Mit der Unterstützung eines externen Ingenieursbüros wurden die Netzentwürfe der Radverkehrs-
hauptnetze für die Bezirke Rodenkirchen, Lindenthal, Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim 
parallel erstellt. Die Entwürfe wurden in den jeweiligen Runden Tischen und daraus gebildeten Fach-
arbeitskreisen intensiv mit Bezirksvertreter*innen und Verbänden diskutiert. Durch die zeitgleiche Er-
arbeitung wird neben der Beschleunigung der Planungsprozesse die bezirksgrenzenübergreifende 
Konsistenz der Netze gewährleistet.  
 
Die Radverkehrshauptnetze bilden ein Raster der Radhauptrouten mit Bündelungsfunktion. Diese 
sollen zu jeder Quelle und zu jedem Ziel eine Entfernung von 200 m nicht überschreiten. Die Radver-
kehrshauptnetze werden nach dem bewährten Muster der bereits beschlossenen Konzepte in grüne 
und gelbe Verbindungen gegliedert, die eine unterschiedliche Charakteristik aufweisen. Die Aufteilung 
in ein grünes und gelbes Netz hat das grundsätzliche Ziel, eine klare Zuordnung zur Führungsart des 
Radverkehrs zu treffen (Mischverkehr oder Trennung). Zudem sollen unterschiedliche Zielgruppen 
berücksichtigt, Netzlücken geschlossen und ein flächendeckendes Angebot geschaffen werden.  
 
 
Das Radverkehrshauptnetz als Zielkonzept: 
Grundlage der zukünftigen Radverkehrsplanungen im Bezirk Kalk ist das Radverkehrshauptnetz. Die-
ses Konzept bildet die Zielvorstellung der zukünftigen Radhauptrouten ab und ist maßgeblich für die 
Berücksichtigung des Radverkehrs bei zukünftigen Planungen. Durch zukünftige Straßenplanungen 
auf diesem Netz wird der Zielzustand sukzessive hergestellt. Ziel ist ein zusammenhängendes, 
durchgehend befahrbares Radverkehrsnetz, das den Bezirk Kalk mit den benachbarten Stadtteilen 
verbindet und innerbezirkliche Verbindungen anbietet. Dabei soll der Radverkehr auf den Radhaupt-
routen gebündelt werden und ein besonders sicher und komfortabel befahrbares Netz sichtbar ge-
macht werden. 
 
Das Netz wurde im Rahmen des Runden Tisches Radverkehr im Bezirk Kalk am 31.05.2021 und am 
16.06.2021 vorgestellt und anschließend im Facharbeitskreis am 06.10.2021 mit Verbänden, Initiati-

3 
ven und Politik diskutiert. Alle Eingaben wurden zwischenzeitlich geprüft und flossen in das vorlie-
gende Netzkonzept ein. 
 
Neben den bezirklichen Netzkonzepten werden für das übergeordnete Netz parallel Konzepte erstellt. 
Dazu gehören die Schnellen Radverbindungen für Köln und die RadPendlerRouten. Diese werden in 
separaten Vorlagen behandelt. Die Anbindung der Radverkehrshauptnetze an diese Verbindungen 
wird berücksichtigt. 
 
 
Das gelbe Netz bildet das Radverkehrsnetz entlang der MIV-Hauptverkehrsstraßen (motorisierter 
Individualverkehr) ab. Hier wird in der Regel eigene Radverkehrsinfrastruktur angeboten; grundsätz-
lich wird die Fahrbahnführung bevorzugt (Radfahrstreifen, Schutzstreifen). Abhängig von den örtli-
chen Gegebenheiten ist die Radverkehrsführung auch über bauliche Radwege möglich. Das Grund-
prinzip lautet hier getrennte Führung vom MIV. Der MIV-Verkehrsanteil und/oder die angeordnete 
Geschwindigkeit sind in der Regel so hoch, dass der Radverkehr einen besonderen Schutzraum be-
nötigt. In wenigen Ausnahmefällen kann auf die Anwesenheit von Radfahrenden im Straßenraum 
lediglich mit Markierungen hingewiesen werden. Auch zukünftig werden im gelben Netz die Verkehrs-
anteile des MIV die des Radverkehrs voraussichtlich übertreffen. Das Fahren entlang der Hauptver-
kehrsstraßen richtet sich vorrangig an routinierte, schnelle Radfahrende, die möglichst zügig fahren 
möchten, und hat darüber hinaus ebenfalls den Anspruch, sichere und komfortable Verbindungen 
anzubieten. Bislang sind an diesen Hauptverkehrsstraßen einige Netzlücken im Radverkehrsnetz 
vorhanden. Diese Netzlücken werden durch die Umsetzung des vorliegenden Netzkonzeptes ge-
schlossen.  
 
 
Das grüne Netz bildet ein Netz für Radfahrende abseits der großen MIV-Verkehrsströme ab. Hier 
wird der Radverkehr im Mischverkehr mit den anderen Verkehrsarten geführt, eine separierende 
Radverkehrsinfrastruktur wird in der Regel nicht angeboten. Das Grundprinzip lautet hier Verträglich-
keit. 
Schon heute oder mittelfristig überwiegt der nicht motorisierte Verkehr im Vergleich zum MIV auf den 
weitaus meisten Strecken im grünen Netz. Das grüne Netz ist auch das Angebot für jene, die das 
Fahren an Hauptverkehrsstraßen aus Gründen mangelnder subjektiver Sicherheit ablehnen. Das 
grüne Netz wird durch gezielte Maßnahmen hinsichtlich Sicherheit und Komfort so weit optimiert, 
dass es dem Anspruch dieser Zielgruppe gerecht wird. Die Geschwindigkeit ist in der Bandbreite 
Schrittgeschwindigkeit bis Tempo 30 einzuordnen. Es können geschwindigkeitsreduzierende Maß-
nahmen eingesetzt werden. Lichtsignalanlagen (LSA) sollen im Prinzip auf dem grünen Netz abge-
baut werden (Synergieeffekte zum LSA-Abbau-Programm der Stadt Köln werden genutzt), einzig bei 
den Schnittstellen mit dem gelben Netz ist der Erhalt zu prüfen. Einbahnstraßen sollen auf dem grü-
nen Netz für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet werden.  
 
Führungsformen im grünen Netz sind Tempo 30, Verkehrsberuhigter Bereich, Fahrradstraße, Fuß-
gängerzone/Fahrrad frei und Radwege im Grünen. Der Radverkehr soll hier sicher und komfortabel 
geführt werden, muss auf den innerstädtischen Stadtstraßen aber auch auf zu Fuß Gehende Rück-
sicht nehmen. Auch einige Fußgängerbereiche sind aus Gründen des Netzzusammenhangs Teil des 
Radverkehrsnetzes. Hier hat jedoch der Fußverkehr Vorrang und höhere Geschwindigkeiten sind für 
den Radverkehr nicht immer möglich. 
 
Im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Kalk wird zudem aus dem grünen Netz ein Netz potentieller 
Fahrradstraßen abgeleitet, das in einem nächsten Schritt als bezirkliches Fahrradstraßennetz be-
schlossen werden soll.  
 
 
Klimabewertung: 
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen. 
Das Radverkehrskonzept Kalk bildet als Zielkonzept einen Rahmen für Maßnahmen der Radver-
kehrsförderung. Der thematische Fokus des Konzepts liegt auf der Realisierung von attraktiven Rad-
verkehrsverbindungen im Bezirk Kalk. Den Bürgerinnen und Bürgern wird eine adäquate Alternative 
zur Nutzung des privaten Pkw angeboten, der Umweltverbund wird gestärkt. Dies trägt zu einer mög-

4 
lichen Reduktion des Treibhausgasausstoßes bei, wodurch der Beschluss als positiver Betrag zum 
Klimaschutz bewertet werden kann. 
 
Anlagen 
1. Öffentlichkeitsbeteiligung 
2. Radverkehrskonzept

Anlage 2 Radverkehrskonzept Kalk

8 Zeichen

Anlage 2

Beratungsverlauf (1)

07.04.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.1.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0878/2022
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
28.03.2022
Erstellt
10.03.2022 14:22