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3556/2017

Gewährung von Zuwendungen für interkulturelle und Integrationsprojekte (Anträge von Bürgerhaus MüTZe, Kulturbunker Mülheim und Bürgerzentrum Alte Feuerwache)

Beschlussvorlage Ausschuss 30.11.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 14.12.2017, TOP 3.2

Beschlussvorlage Ausschuss

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Antrag 3 - BZ Alte Feuerwache

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Antrag 1 - Bürgerhaus MüTZe

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Antrag 2 - Kulturbunker Mülheim

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Antrag 4 - BZ Alte Feuerwache

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Beschlussvorlage Ausschuss

8293 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/50/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 3556/2017 
Freigabedatum 
30.11.2017  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Gewährung von Zuwendungen für interkulturelle und Integrationsprojekte 
hier: Anträge von Bürgerhaus MüTZe, Kulturbunker Mülheim und Bürgerzentrum Alte 
Feuerwache 
Beschlussorgan 
Ausschuss Soziales und Senioren 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Soziales und Senioren beschließt, die im Haushaltsplan 2017 in Teilergebnisplan 
0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen, veran-
schlagten Zuschussmittel für interkulturelle und Integrationsmaßnahmen wie folgt zu vergeben:  
 
Antragsteller Projekt Betrag 
Antrag 1 
Bürgerhaus MüTZe 
 
Interdisziplinäre Angebote „Teilhabe und 
Selbstbestimmung für Mitgrantinnen“ 
 
5.000 € 
Antrag 2 
Kulturbunker Mülheim 
 
Interkulturelles Theaterprojekt  
4.500 € 
Antrag 3 
Bürgerzentrum Alte Feuer- 
wache 
„café konekti“ – Honorarkraft 
(interkulturelles Stadtteil- und Begegnungscafé) 
 
3.375 € 
Antrag 4 
Bürgerzentrum Alte Feuer- 
wache 
„Erzähl mir was!“ – Märchen verschiedener Kul-
turen für Kinder und Erwachsene 
1.500 € 
 
 
Integrationsrat 04.12.2017 
Ausschuss Soziales und Senioren 14.12.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  14.375  € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
Im laufenden städtischen Haushalt (Teilplan 0504 Freiwillige Sozialleistungen und interkulturelle Hil-
fen) stehen freien Trägern im Sozialbereich Mittel in Höhe von 14.500 € zur Förderung von Aktivitäten 
mit interkulturellen Bezügen zur Verfügung. Folgende Projektinitiativen freier Träger werden mit Blick 
auf ihre integrative Zielsetzung und als Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe seitens der Fach-
verwaltung ausdrücklich befürwortet und daher zur Förderung vorgeschlagen: 
 
Antrag 1 
Teilhabe und Selbstbestimmung für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund - Bürgerhaus 
MüTZe 
 
Im Bereich Migrations- und interkulturelle Frauenarbeit der MüTZe sollen öffentlich kommunizierte 
Angebote (ggf. mit kostenloser Kinderbetreuung) Migrantinnen zu einer selbstbestimmten Lebensfüh-
rung ermutigen und zu mehr sozialer und kultureller Teilhabe befähigen. Hierzu zählen u. a. Bildungs-
/sozial-kulturelle Maßnahmen und lebenspraktische Orientierungshilfen: 
 
 Informationsveranstaltungen mit Referentinnen u. a. zu den Themen Grundrechte, Demokra-
tie, Frauenrechte, Gleichberechtigung, Bildungs- und Gesundheitssystem, Sozialsystem, Kin-
derrechte, Landessitten und gutes Benehmen (Schlange stehen, Müll trennen, für ältere Men-
schen in der Bahn aufstehen etc.), regionale Besonderheiten (Karneval), Umgang mit dem 
anderen Geschlecht und sexuelle Selbstbestimmung („Nein heißt Nein“), Vergewaltigung in 
der Ehe u.a., Hilfen bei sexueller und häuslicher Gewalt, Erziehung von Mädchen und Jungen 
zur Gleichberechtigung 
 Exkursionen zur Ermöglichung neuer eigenständiger Erfahrungen und Zugänge zu Kultur (z. 
B. Besuche der Stadtbibliothek, der VHS, von Museen, Theater, öffentlichen Veranstaltungen, 
des Landtags in Düsseldorf), Erproben selbstbestimmter Freizeitgestaltung, bürgerschaftli-
chen Engagements und Eroberung öffentlicher Räume (Besuch im Schwimmbad, Picknick im

3 
Park, Teilnahme an Kundgebungen, z.B. Internationaler Frauentag und Internationaler Tag 
gegen Gewalt an Frauen) 
 eine Fachtagung mit Workshops und Podiumsdiskussion zu Formen und Auswirkungen religi-
öser Fremdbestimmung sowie Gegenmaßnahmen  
 eine öffentliche interkulturelle Veranstaltung mit Schriftstellerinnen und Künstlerinnen 
 Selbstbehauptungstraining für Frauen in Kooperation mit der Polizei u. a. Trägern 
 niedrigschwellige Übungen im Umgang mit PC und Internet (Zugang zu IT als neuer elementa-
rer Kulturtechnik). 
 
Antrag 2 
Interkulturelles Theaterprojekt – Kulturbunker Mülheim 
 
In Kooperation mit dem Theaterregisseur und Pädagogen Hans-Peter Speicher plant der Kulturbun-
ker Mülheim ein interkulturelles Theaterprojekt: „Der Diener zweier Herren“ nach Carlo Goldoni. Pro-
fessionelle Schauspieler/innen führen hier mit Geflüchteten, die in ihren Heimatländern selbst als 
Schauspieler/innen gearbeitet haben, einen Workshop mit Theaterabend durch.  
 
Geflüchtete können in dieser Theaterarbeit zu den Themen Flucht, Verbrechen, Liebe und lebensbe-
jahender Pragmatismus eigene Erfahrungen und Eindrücke verarbeiten, Selbstbewusstsein entwi-
ckeln, Anerkennung erfahren und nicht zuletzt ihr Netzwerk vergrößern. Während des Workshops 
stehen den Geflüchteten Coaches zur Seite, die sie sprachlich, aber auch emotional unterstützen.  
 
Antrag 3 
„café konekti“ – Honorarkraft (interkulturelles Stadtteil- und Begegnungscafé) – Bürgerzentrum Alte 
Feuerwache 
 
Das Projekt „café konekti“ in der Alten Feuerwache dient neu zugezogenen Menschen mit und ohne 
Fluchthintergrund und bereits länger im Stadtteil lebenden Bewohnern/innen der interkulturellen Be-
gegnung. Seit dem Start am 09.02.2017 hat das Café jeden Donnerstag von 16:00 Uhr – 21:00 Uhr 
im Offenen Treff der Alten Feuerwache geöffnet. Ca. 50 Gäste nutzen diverse Freizeit-
/Beschäftigungsangebote des Cafés (u. a. gemeinsame/s Marktbesuche, Kochen, Essen; Gesell-
schaftsspiele; Lesungen, Musikdarbietungen der Gäste) und die öffentlich nutzbaren Angebote der 
Alten Feuerwache. 
 
Zur Unterstützung des bestehenden Teams sowie Qualitätssicherung und Verstetigung des zuneh-
mend nachgefragten Angebots bedarf es einer Honorarkraft. 
 
Projektziele: 
 
 Kontakt- und Beziehungsaufbau zwischen neu zugezogenen Menschen mit und ohne 
Fluchterfahrung und länger im Stadtteil lebenden Menschen 
 Unterstützung bei der Selbsthilfe- und Selbstorganisation der Café-Gäste 
 Förderung von Vernetzung und kultureller Teilhabe. 
 
Antrag 4 
„Erzähl mir was!“ – Bürgerzentrum Alte Feuerwache 
Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Kulturen des Stadtteils, insbesondere geflüchtete Men-
schen, sind eingeladen, gemeinsam Märchen aus verschiedenen Kulturen zu erleben. An drei Sonn-
tagnachmittagen soll ein/e professionelle/r Märchenerzähler/in im Projektraum der Alten Feuerwache 
Geschichten vortragen und mit Stimme, Mimik, Gestik und ggf. Musik untermalen, so dass der ge-
sprochene Text auch für wenig deutsch sprechende Menschen verständlich wird. Hilfreich für das 
gemeinsame Erleben sind die allen Zuhörern/innen bekannten universellen Themen, die in Märchen

4 
kulturübergreifend auftauchen. 
 
Die Zuhörer/innen sitzen in einem gestalteten Raum im Kreis mit dem/der Erzähler/in, so dass eine 
persönliche, intime und gemeinschaftliche Atmosphäre entsteht. Geplant sind pro Nachmittag zwei 
Erzähl-Einheiten von ca.30 - 40 Minuten. Es werden Märchen verschiedener Kulturen erzählt; der 
orientalische/arabische Kulturkreis soll dabei besonders berücksichtigt werden. Die kurzen Einheiten 
ermöglichen Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Sprachkompetenz eine Teilnahme. 
 
Die Besucher/innen haben zudem die Möglichkeit, in einem „Erzähl-Café“ im Erdgeschoss/ Kinderbe-
reich der Alten Feuerwache einen Tee zu trinken und ins Gespräch zu kommen. 
 
Das Angebot ist kostenlos; Stadtteilbewohner/innen verschiedener kultureller Herkunft – insbesonde-
re aus den Flüchtlingsunterkünften – sollen über Flyer gezielt eingeladen werden. 
 
 
Zur Dringlichkeit: 
 
Die obigen Maßnahmen sollen möglichst kurzfristig nach Beschlussfassung beginnen. Da die Veran-
schlagung der Mittel auf eine Initiative des Integrationsrates zurückgeht, erhält der Integrationsrat 
diese Beschlussvorlage zur Vorberatung und wird gebeten, den Beginn der Maßnahmen zu ermögli-
chen.

Antrag 3 - BZ Alte Feuerwache

3083 Zeichen

Seite 1 von 2 
 
„café konekti“ – Honorarkraft  
Stadtteil- und Begegnungscafé für neu zugezogene und länger im 
Stadtteil lebende Bewohner*innen mit und ohne Fluchthintergrund 
Café konekti 
Mit dem Projekt „café k onekti“  wurde in der Alten Feuerwache ein neuer Raum der  
interkulturellen Begegnung und des gemeinsamen Erlebens für neu zugezogene 
Menschen mit Fluchterfahrung und bereits länger im Stadtteil lebende Bewohner*innen 
eröffnet. Seit dem Start am 09.02.2017 hat das Café jeden Donnerstag von 16:00 – 21:00 
Uhr im Of fenen Treff der Alten Feuerwache geöffnet. Jede Woche werden ca. 50 Gäste 
empfangen, damit ist die Anzahl der Gäste fünf Mal höher als erwartet. Sie nutzen die 
diversen Beschäftigungsangebote, welche das Café bietet und die öffentlich nutzbaren 
Angebote der Alten Feuerwache. 
 
 Um die Öffnungszeiten  des Cafés und die  Qualität des Angebots bei der aktuellen 
Anzahl der Gäste zu gewährleisten,  bedarf es einer Honorarkraft zur Unterstützung des 
bestehenden Teams.  Zudem ergibt sich die Dringlichkeit des Bedarfs aus der 
Notwendigkeit für eine Krankheits - und Urlaubsvertretung der hauptamtlichen Kraft, 
zur Unterstützung des Teams der freiwilligen Helfer*innen.  
 
Zielgruppe 
Alle Bewohner*innen des Stadtteils in ihrer Diversität.  
 
Ziele 
1. Kontakt und Beziehungsaufbau zwischen länger im Stadtteil lebenden Menschen 
und neu zugezogenen Menschen (mit und ohne Fluchterfahrung) sollen gefördert 
werden 
2. Selbsthilfe- und Selbstorganisation der Café-Gäste sollen unterstützt werden.  
3. Vernetzung und kulturelle Teilhabe sollen gefördert werden.  
4. Das café konekti soll der aktuellen Anzahl der Gäste gerecht werden. 
5. Das Team der freiwilligen Helfer*innen des café konekti soll hauptamtliche 
Unterstützung erhalten. 
 
Durchführung 
Das café k onekti soll auch im Jahr 2018  jeden Donnerstag von 16:00 – 21:00 Uhr 
angeboten werden. Die das Projekt begleitende Honorarkraft ist Ansprechpartner*in für 
die Gäste und für das Team der freiwilligen Helfer*innen vor Ort , wobei sie den Kontakt 
und die Netzwerkbildung unter den Gästen unterstützen soll. Zudem soll die 
Honorarkraft für den Auf - und Abbau des Cafés und die technischen Abläufe während 
des Cafébetriebs verantwortlich sein. Bei gutem Wetter gehört der Aufbau einer Café -
Terrasse mit zu den Aufgaben der Honorarkraft.  Bei Bedarf soll sie unterstützend

Seite 2 von 2 
 
vermitteln und über die Angebote im Rahmen des café konekti, der Alten Feuerwache 
und im Quartier informieren.   
 
Rahmenbedingungen 
Zeitraum:   Januar bis Juni 2018 
Zeit:    Wöchentlich donnerstags 9 Std.  
Teilnehmer*innen:   Bewohner*innen des Stadtteils Innenstadt Nord 
Personal:    Eine Honorarkraft (zusätzlich zum    
    Quartiersmanagement als hauptamtliche Kraft mit  
    einem Team freiwilliger Helfer*innen) 
 
Kostenplan 
Honorare 
1 Honorarkraft  
25  Termine à 9 Std  Std. à 15 Euro     3.375 Euro 
 
Gesamt        3.375 Euro  
       
 
Ansprechpartnerin Quartiersmanagement: Juana Rooijakkers 
E-Mail: quartier@altefeuerwachekoeln.de 
Tel: 0221-973 155-23

Antrag 1 - Bürgerhaus MüTZe

7339 Zeichen

Projekt „Teilhabe u. Selbstbestimmung für Migrantinnen“ - MüTZe 
 
 
 
 
 
13.11.2017                                                                                                                  Seite 1 von 2 
 
„So zi al -kul tu rel le T ei lhabe  u nd in div idue lle Selb stb es ti mmung  fü r 
F rauen  mi t Mig ra ti ons - u nd F lu chth in te rg rund  
 
 
 
Ausgangslage und allgemeine Entwicklungsziele:    
  
Für viele Migrantinnen ist der einzige soziale Zusammenhalt zunächst die Familie, wo sie oftmals 
auch bei uns in Deutschland durch religiöse und patriarchale Bevormundung an der Entfaltung 
ihrer Potenziale und einer selbstbestimmten Lebensführung gehindert  werden. Ein Teil der 
Frauen ist nach wie vor von innerfamiliären Gewaltverhältnissen wie z.B. häusliche Gewalt oder 
Zwangsheirat betroffen.  
 
Wie zahlreiche Migrantinnen im Rahmen unserer Beratung berichten, erfahren sie zusätzlichen 
Druck durch einige muslimische Gemeinden, die ihre Arbeit als religiösen Auftrag verstehen, der 
die Integration der betroffenen Familien letztlich behindert. Meist werden Frauen dort z.B. zum 
Tragen eines Kopftuches angehalten. Zum Teil müssen sie sich gegenüber männlichen Gemein-
demitgliedern rechtfertigen oder werden bedroht, wenn sie sich von Restriktionen befreien wollen. 
 
Es ist für viele Migrantinnen eine Frage des Konfliktes, den sie individuell im Kampf um ihre 
Selbstbestimmung mit ihren Familien und ihrem Kulturkreis bestreiten müssen, wobei hierdurch 
latent der Verlust der traditionellen Sozialbeziehungen droht. Viele stellen als Mütter in Sorge um 
die Zukunft ihrer Kinder ihre eigenen Bedürfnisse hinten an.  
 
Diese Situation eingeschränkter Potenzialentfaltung und mangelnder gesellschaftlicher Teilhabe 
wirkt sich wiederum negativ auf die kulturelle Öffnung der Kinder aus diesen Familien aus, deren 
Benachteiligung oft generationsübergreifend fortgeschrieben wird. Die Förderung der Frauen ist 
deshalb nicht nur im Hinblick auf ihre besondere Schutzbedürftigkeit (als häufige Opfer von Miss-
handlungen und sexueller Gewalt) von Bedeutung, sondern auch im Hinblick auf die Vorbild- und 
Orientierungsfunktion der Frauen für die Integration der Kinder, deren Geschlechterrollenver-
ständnis und soziale Teilhabechancen.  
 
Die Entwicklung des Gemeinwesens insgesamt hängt ganz wesentlich davon ab, ob und in wel-
chem Umfang für Migrantinnen ausreichende Angebote der Ermutigung und Befähigung zu einer 
selbstbestimmten Lebensführung und zu gleichberechtigter sozialer Teilhabe geschaffen werden.  
 
 
 
Kontinuierliche offene Angebote der MüTZe für Frauen im Bereich Migration-Interkultur      
 
 
 
Bisher ist der Bereich Migration und interkulturelle Frauenarbeit der MüTZe überwiegend in 2 
Handlungsfeldern tätig: 
- Beratung, psychosozialen Betreuung, Begleitung und Vermittlung von Migrantinnen zu regel-
mäßigen festen Sprechzeiten an 30 Std. pro Woche  (Beratung zu Fragen des Aufenthalts-
rechts, Erwerbslosigkeit, häuslicher Gewalt, Kindergeld, Einschulung der Kinder  u.v.m., Be-
gleitung zu Behörden und medizinisch -psychologischen Fachdiensten, Krise nintervention, 
Vermittlung in Frauenhäuser etc.)      
- Interkulturelle Frauengruppe in Form offenen Gruppenarbeit, zu deren wöchentlichen Treffen 
alle interessierten Frauen eingeladen sind (die Treffen werden auch öffentlich und in Netzwer-
ken der Migrantinnen- und Frauenarbeit beworben). Diese Gruppe setzt sich überwiegend aus 
dem Kreis der Beratungs -Klientinnen zusammen. Einmal pro Monat wird zusätzlich ein ge-
meinsames Abendessen angeboten. Die Frauen lernen, auch gegenüber ihren Familien erst-
mals einen wöchentlichen Termin und Freiraum für sich selbst einzunehmen. Bei Bedarf wird 
parallel kostenlose Kinderbetreuung angeboten. Kinder können auch mitgebracht werden. Die 
Gruppe bietet sozialen Rückhalt, neue soziale Bezüge und Hilfe zur Selbsthilfe sowie Informa-
tionen, Erfahrungsaustausch und praktische Hilfestellungen in nahezu allen Lebenslagen.

Projekt „Teilhabe u. Selbstbestimmung für Migrantinnen“ - MüTZe 
 
 
 
 
 
13.11.2017                                                                                                                  Seite 2 von 2 
 
 
Projektziel und zusätzliche offene Angebote:  
 
 
In 2018 sollen zusätzliche Angebote bereit gestellt werden, die Migrantinnen zu einer selbstbe-
stimmten Lebensführung ermutigen und zu mehr sozialer und kultureller Teilhabe befähigen sol-
len. Die geplanten Maßnahmen sollen einerseits Bildungsinhalte, Werte und lebenspraktische 
Orientierungshilfen vermitteln und andererseits neue sozial -kulturelle Erfahrungen selbstbe-
stimmter Freiräume und von Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen:  
- Monatliche Informationsveranstaltungen mit Referentinnen über Grundrechte, Demokratie, 
Frauenrechte, Gleichberechtigung, Bildungs- und Gesundheitssystem, Sozialsystem, Kinder-
rechte, Landessitten und gutes Benehmen (Schlange stehen, Müll trennen, für ältere Men-
schen in der Bahn aufstehen etc.), regionale Besonderheiten (Karneval), der Umgang mit dem 
anderen Geschlecht und sexuelle Selbstbestimmung „Nein heißt Nein“, Vergewaltigung in der 
Ehe u.a., Hilfen bei sexueller und häuslicher Gewalt, Erziehung von Mädchen und Jungen zur 
Gleichberechtigung u.a.  
- 6 Exkursionen (in 2018) mit jeweils 25 Teilnehmerinnen zur Ermöglichung neuer eigenstän -
diger Erfahrungen und Zugänge zu Kultur (z.B. Be suche der Stadtbibliothek,  der VHS, von 
Museen, Theater, öffentlichen Veranstaltungen, des Landtags in Düsseldorf u.a.) und Erpro -
ben selbstbestimmter Freizeitgestaltung, bürgerschaftlichen Engagements und Eroberung 
öffentlicher Räume (Besuch im Schwimmbad , Picknick im Park, Teilnahme an Kundgebun -
gen, z.B. zum Internationalen Frauentag und zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen 
„Wir erobern die Nacht zurück“ etc.).  
- eine Fachtagung mit Workshops und Podiumsdiskussion zu Formen und Auswirkungen 
religiöser Fremdbestimmung sowie Gegenmaßnahmen 
- eine öffentliche interkulturelle Veranstaltung mit Schriftstellerinnen u.a. Künstlerinnen  
- Selbstbehauptungstraining für Frauen in Kooperation mit der Polizei u.a. Trägern (Anzahl der 
Angebote richtet sich nach den Anmeldungen) 
- Niedrigschwellige Übungen im Umgang mit PC und Internet (Zugang zu IT als neuer 
elementarer Kulturtechnik). 
 
Die Ansprache der Teilnehmerinnen erfolgt sowohl über die vorhandenen niedrigschwelligen An-
gebote und die Klientinnen des Migrationsbereichs als auch über gezielte Öffentlichkeitsarbeit mit  
mehrsprachigen Flyern und über die Werbung in Stadtteil-, Migrations- und Frauennetzwerken.  
Bei Bedarf erfolgen alle Angebote unter Einsatz von Dolmetscherinnen sowie Begleitung durch 
kostenlose Kinderbetreuung. 
Im Rahmen der Durchführung der genannten Aktivitäten entstehen Sach- und Personal-Kosten, 
deren finanzielle Unterstützung hiermit beantragt wird. 
- Honorare und Fahrtkosten für Referentinnen und Künstlerinnen    ca. 1.200,- Euro 
- Fahrtkosten und Teilnahmegebühren für Exkursionen (z.B. Eintrittsgelder) –  ca. 1.400,- Euro 
- Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation       ca.    300,- Euro 
- Kinderbetreuung (keine eigenen Fachkräfte im Kinder- und Jugendbereich) ca. 1.400,- Euro 
- Übersetzungs- und Dolmetscherdienste      ca.    700,- Euro 
      5.000,- Euro

Antrag 2 - Kulturbunker Mülheim

2547 Zeichen

Kulturbunker Köln Mülheim e.V 
Berliner Str 20 
51063 Köln 
 
Fon: +49 221 61 69 26 
Fax: +49 221 61 60 796 
info@kulturbunker-muelheim.de 
 
www.kulturbunker-muelheim.de 
Geschäftskonto.  
Sparkasse KölnBonn 
DE14 3705 0198 0025 0721 
41 COLSDE33XXX 
 
Spendenkonto. 
Sparkasse KölnBonn 
DE36370501980031312143 
COLSDE33XXX 
 
Steuernr. 2187/5760/0432 
 
Vorstand. 
Paul Bacher 
Sevgi Demirkaya 
Alexandra Foxius 
Bernd  Schönau 
Wilhelmine Streuter 
 
 
 
 
 
 
 
Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Soziales und Senioren 
50/2 – Bürgerhäuser/Bürgerzentren 
Unter Goldschmied 6 
50667 Köln 
 
 
 
 
 
Hallo Herr Kroh, Hallo Herr Wendler, 
 
wir, der Kulturbunker Mülheim e.V., möchten mit dem Theaterregisseur und 
Pädagogen Hans-Peter Speicher ein interkulturelles Theaterprojekt starten. 
Der Kulturbunker Mülheim ist zentrales Kunst- und Kulturzentrum und der Ver-
anstaltungsort im Stadtteil. Unsere Arbeit ist durch das interkulturelle 
Umfeld geprägt. In den letzten Monaten hat unser Veedel viele Geflüchtete 
aufgenommen. Diese Entwicklung möchten wir künstlerisch verarbeiten durch 
unser interkulturelles Theaterprojekt: 
 
„Der Diener zweier Herren“ nach Carlo Goldoni 
 
Professionelle Schauspieler*innen führen mit Geflüchteten, die in ihren Hei-
matländern selbst als Schauspieler gearbeitet haben, einen x-monatigen work-
shop durch. Im Rahmen dieses workshops erarbeiten die Teilnehmer*innen 
auf Basis Goldonis Stück einen Theaterabend. 
Die im Stück mit leichter Hand verbundenen Themen Flucht, Verbrechen, Lie-
be und lebensbejahender Pragmatismus ermöglichen den Teilnehmer*Innen 
einen kreativen Umgang mit eigenen Erfahrungen. 
 
Der workshop wird durch den erfahrenen Regisseur Hans-Peter Speicher ge-
leitet, der bereits einige interkulturelle Projekte durchgeführt hat. 
Während des workshops stehen den Geflüchteten Coaches zur Seite, die sie 
sprachlich aber auch emotional unterstützen. 
Durch die Theaterarbeit erwerben die Geflüchteten Sprache auf lebendigste 
Weise. Sie können eigene Erfahrungen und Eindrücke verarbeiten, Selbstbe-
wusstsein und Anerkennung erfahren und nicht zuletzt ihr Netzwerk vergrös-
sern. 
 
Das Stück wird produziert, in Szene gesetzt und an mehreren Abenden aufge-
führt. Die Premiere und die folgenden Aufführungen sind Höhe- aber nicht 
Schlusspunkte dieses initiierten Entwicklungsprozesses. 
 
Für dieses Projekt bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. 
 
Hochachtungsvoll 
 
Sevgi Demirkaya 
Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Str. 20 51063 Köln  
Köln, den 13.11.2017

Antrag 4 - BZ Alte Feuerwache

2319 Zeichen

Erzähl mir was!                                                                                                     
Märchen verschiedener Kulturen für Kinder und Erwachsene 
In diesem interkulturellen Angebot sollen Menschen unterschiedlicher Kulturen des 
Stadtteils, insbesondere geflüchtete  Menschen, eingeladen werden, gemeinsam Märchen 
aus verschiedenen Kulturen zu erleben.  An drei Sonntagnachmittagen (von Januar bis März 
2018) soll ein/e professionelle MärchenerzählerIn im Projektraum der Alten Feuerwache 
Geschichten für Kinder und Erwachsene vortragen und mit Stimme, Mimik, Gestik und ggf. 
Musik untermalen. so dass der gesprochene Text auch für wenig deutsch sprechende 
Menschen verständlich wird. Hilfreich für das gemeinsame Erleben sind dabei die allen 
ZuhöherInnen bekannten universellen Themen, die in Märchen aller Kulturen auftauchen 
und kulturübergreifend sind.   
Die ZuhöherInnen sitzen in einem gestalteten Raum im Kreis mit der Erzählerin, so das eine 
persönliche, intime und gemeinschaftliche Atmosphäre entsteht. 
Geplant sind pro Nachmittag zwei Erzähl-Einheiten von ca.30-40 Minuten. Es sollen immer 
Märchen verschiedener Kulturen erzählt werden und der orientalische/ arabische Kulturkreis 
soll dabei besonders berücksichtigt werden. Die kurzen Einheiten sollen es Menschen 
verschiedenen Alters und verschiedener Sprachkompetenz ermöglichen, teilzunehmen. Die 
Auswahl der Märchen soll geplant sein, sich aber an den konkreten Möglichkeiten der 
Besucherinnen orientieren, so dass die ErzählerInnen über ein entsprechendes Repertoire 
sowie Erfahrung verfügen müssen 
. 
Parallel sowie vor und nach den Geschichten soll in einem „Erzähl-Cafe“ im Erdgeschoss/ 
Kinderbereich den BesucherInnen die Möglichkeit geben,  einen Tee zu trinken und ins 
Gespräch zu kommen. 
Das Angebot ist kostenlos und StadtteilbewohnerInnen verschiedener kultureller Herkunft – 
insbesondere aus den Flüchtlingsunterkünften - sollen über Flyer gezielt eingeladen werden. 
Kostenplan für drei Sonntagnachmittage (Januar, Februar, März 2018): 
ErzählerIn  (16-18 Uhr) 3x 400 €      1.200 € 
Betreuung Erzählcafe (15.30 – 18.30 Uhr) 3x 4 Std.           144 € 
Veranstaltungsbetreuung einschließlich Aufbau/Abbau 3 x 4 Std.     144 € 
Material (Tee, Sonstiges)            12 € 
Gesamt         1.500 €

Beratungsverlauf (2)

04.12.2017 Integrationsrat
TOP 8.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
14.12.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 3.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3556/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
30.11.2017
Erstellt
17.11.2017 11:01