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AN/1036/2022

Anfrage zu verbesserter Sicherheit auf Schulwegen bei Grundschulen und weiterführenden Schulen im Kölner Stadtgebiet

Die Linke. Anfrage nach § 4 12.05.2022

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 23.08.2022, TOP 5.1.3

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

5318 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
An den Ausschussvorsitzenden  
Herrn Lino Hammer 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.05.2022 
AN/1036/2022 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Verkehrsausschuss 17.05.2022 
 
Anfrage zu verbesserter Sicherheit auf Schulwegen bei Grundschulen und weiterführenden 
Schulen im Kölner Stadtgebiet 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,  
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Hammer, 
 
die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
des Verkehrsausschusses zu setzen:  
 
Dem Umstand geschuldet, dass viele Eltern ihre Kinder morgens direkt bis vor die jeweilige Schule 
fahren, ist die morgendliche Situation vor den Schulen oftmals angespannt. Vor allem für die 
Kinder birgt dies mehr Gefahren, als es zur Sicherheit beiträgt: Die vielen vor der Schule 
parkenden Autos versperren besonders kleineren Kindern die freie Sicht auf die Straße und auf 
das Verkehrsgeschehen. Die dadurch bedingte Unfallgefahr für die Kinder ist hoch. Das Problem 
der „Eltern-Taxis“ betrifft auch viele Schulen in Köln. Hierzu hatte u. a. der Kölner Stadtanzeiger 
berichtet1.  
 
Der Grund, warum viele Eltern ihr(e) Kind(er) bis zur Schule im Auto fahren, ist, dass sie um die 
Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr besorgt sind. Diese Ängste sind allerdings wenig 
begründet, wie von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ermittelte Zahlen zeigen. Im von 
der BASt herausgegebenen Kinderunfallatlas 2022 sind die Zahlen der Kinder, welche als 
Fußgänger oder Radfahrer bei schweren Verkehrsunfällen zu Schaden kommen, klar rückläufig2 . 
Diese Zahlen beziehen sich auf Unfallzahlen von Kindern im Alter bis zu 14 Jahre. Die Zahl der 
Unfälle, in welchen Kinder als Beifahrerinnen und Beifahrer im Auto zu Schaden kommen, befindet 
sich dagegen in einem Aufwärtstrend3.  
 
                                                 
1 Siehe z.B.: https://www.ksta.de/koeln/porz/grundschule -in-koeln-poll-elterntaxis -bringen-im-verkehrschaos-
schulkinder-in-gefahr-39526992  
2 https://www.bast.de/DE/Presse/Mitteilungen/2022/02 -2022.html 
3 https://www.bast.de/DE/Presse/Mitteilungen/2022/02 -2022.html

Ebenfalls Fakt ist, dass Kinder sich immer weniger und insgesamt deutlich zu wenig eigenständig 
bewegen. Dies wurde im Rahmen einer WHO-Studie herausgefunden4. Tatsächlich fahren sie 
täglich aber viele Kilometer als Beifahrerinnen und Beifahrer im Auto mit. Den Weg zur Schule zu 
Fuß oder mit dem Rad zu bestreiten, könnte demnach eine erhebliche positive Auswirkung auf die 
physische Gesundheit der Kinder haben.  
 
Verschiedene Umstände tragen dazu bei, dass Eltern ihre Kinder bis vor die Schule fahren.  
Für viele weiterführende Schulen gibt es keine adäquate Radanbindung bzw. Anbindung an ein 
durchgängiges Radwegnetz, oder markierte und sichere Radwege. So können die betroffenen 
Schülerinnen und Schüler nicht oder nur unter unsicheren Bedingungen mit dem Fahrrad zur 
Schule fahren. 
  
Auch wird das Instrument des Schulwegplans, welches von Initiativen befürwortet und eine 
kartografische Darstellung des Umfelds einer Schule inklusive u. a. sicherer Überquerungsstellen 
und Gefahrenstellen darstellt5, nicht genutzt. Wie die BASt beschreibt, ist der Aufwand der 
Erstellung eines solchen Plans überschaubar. Es wäre hilfreich, wenn die Stadt Köln sich selbst 
als dafür verantwortlich sehen würde, solche Pläne in Kooperation mit den Schulen auszuarbeiten 
und diese den Eltern bereitzustellen.  
 
Aus den geschilderten Sachverhalten ergibt sich eine Reihe von Fragen: 
 
1. Zieht die Verwaltung der Stadt Köln das Instrument der Straßensperrungen vor Schulen zu 
Stoßzeiten in Betracht? 
 
2. Beabsichtigt die Verwaltung der Stadt Köln, in absehbarer Zeit den notwendigen Dialog mit 
Eltern von Schulkindern bezüglich der beschriebenen Sachverhalte zu suchen bzw. eine 
Erhebung / Befragung über die individuellen Gründe des Vorfahrens bis vors Schultor 
durchzuführen, so dass diese Gründe möglichst ausgeräumt werden können? 
 
3. Zieht die Stadtverwaltung darüber hinaus in Betracht in diesem Kontext das Instrument des 
Schulwegplans zu reaktivieren und diese Pläne gemeinsam mit den Schulen den Eltern zur 
Verfügung zu stellen? 
 
4. Liegt der Verwaltung der Stadt Köln eine Übersicht hinsichtlich der Radweg-Anbindung der 
Kölner Grundschulen und weiterführenden Schulen vor bzw. ist diesbezüglich eine 
Erhebung inklusive öffentlicher Einsehbarkeit der ermittelten Daten in absehbarer Zeit 
geplant? 
 
5. Mit welchen Maßnahmen genau werden die geschilderten Sachverhalte von 
Fahrradbeauftragtem und neuem Fußgängerbeauftragten in absehbarer Zeit angegangen 
werden? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
gez. 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer 
 
 
 
                                                 
4 https://www.deutschlandfunk.de/who-studie-zu-bewegungsmangel -es-geht-um-bewegung -nicht-um-
100.html 
5 https://www.bast.de/DE/Publikationen/Medien/Schulweg/Schulweg -hidden_node.html

Beratungsverlauf (1)

23.08.2022 Verkehrsausschuss
TOP 5.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

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Details

Aktenzeichen
AN/1036/2022
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
12.05.2022
Erstellt
12.05.2022 12:41