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V/0479/2018

Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen

Vorlagen 22.05.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Münster Marketing, Sitzung am 18.09.2018, TOP 7

Anlage A

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Antrag der SPD-Fraktion "Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen"

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Berichtsvorlage

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Innenstadtplan mit eingezeichneten Bankstandorten

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Aasee-Plan mit eingezeichneten Bänken

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Anlage A

582 Zeichen

Anlage A zur V/0479/2018 
 
 
 
 
Kurzüberblick 
 
Stellungnahme zum Antrag der SPD-Fraktion „Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen“ 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Flexible und temporäre Sitzmöglichkeiten in der Stadt ohne Verzehr- bzw. Konsumzwang schaf-
fen 
 
Finanzierung 
--- 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig frei-
willig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
---

Antrag der SPD-Fraktion "Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen"

1936 Zeichen

Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen SPD-Fraktion
Antrag an den BA Münster Marketing. £ im Rat der’Stadt Münster

Bahnhofstraße 9
48143 Münster '

Tel. (0251) 45 314

Fax (0251) 511 750
www.spd=muenster.de

03.05.2017

Der Betriebsausschuss Münster Marketing möge beschließen:

1. Die Verwaltung möge.berichten, wo im Stadtbereich bisher kostenlose Sitzmög-
lichkeiten bestehen. ;

2. Die Verwaltung wird.aufgefordert, Vorschläge zu machen, wo im Stadktberäich ai
ihrer Sicht die Möglichkeit besteht, weitere Sitzgelegenheiten vorzusehen, mit
Unterteilung nach Art der Sitzmöglichkeiten:

e normale Bank-
e Bank mit Tisch
e . .Liegebank.

- Begründung: ’

' Im gesamten Innenstadtbereich gibt es nach Einschätzung vieler Bürgerinnen und Bür-
ger deutlich zu wenige Sitzmöglichkeiten, insbesondere in Bezug auf folgende Bevölke-
rungsgrüppen:

1. ‘Seniorinnen und Senioren — zu wenig kostenfreie Sitzmöglichkeiten im Innen-
stadtbereich, besonders um den Ddm herum und in Richtung Aasee

2. Studierende - um draußen zu arbeiten (Bänke mit Tisch)

3. Touristinnen und Touristen sowie.Familien — Tische zum Picknicken: Einkom-
mensschwächere Familien würden auch gerne häufiger die Innenstadt besuchen,
ohne hohe Kosten für Verpflegung oder ein Getränk im Restaurant

Im gesamten Stadtbereich gibt es bisher keine Bänke mit Tischen (s. Bild).
In anderen Universitätsstädten gibt es.z. B. gemütliche Liegebänke (s. Bild).

Allein auf dem Campus der TU München:gibt es mehr als 100 der abgebildeten Bänke
(kostengünstig,.haltbar und gebaut von Architekturstudent*innen jeweils als Projektar-
beit).. : .
Es gibt.auch Behindertenwerkstätten, die kostenglinstig solche Möbel produzieren kön-
nen;
Durch sh 1 Sitzmöglichkeiten in attraktiven Stadtlagen kann-Münster Insgesamt
deutlich.attraktiver werden. Von klassischen Parkbänken gibt es z. B. im Aaseebereich
genug, De keine AUTOR mit Tischen,

gez. Beate Vilhjalmsson und Fraktion

Berichtsvorlage

8927 Zeichen

V/0479/2018 
V/0479/2018 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen 
- Antrag der SPD-Fraktion an den Betriebsausschuss Münster Marketing vom 03.05.2017 - 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   18.09.2018 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit dem Antrag „Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen“ an den Betriebsausschuss Münster 
Marketing möchte die SPD -Fraktion Informationen über den derzeitigen Stand kostenloser Sitzmö g-
lichkeiten im Stadtbereich. Gleichzeitig fordert sie die Verwaltung auf, „weitere Sitzgelegenheiten vo r-
zusehen“ und schlägt verschiedene Arten an Sitzmöbeln vor. 
 
Der Antrag trifft im Kern auf ein Thema, das die Verwaltung im Fokus hat und (teilweise auch in K o-
operation mit privaten Partnern) vorantreibt. Es geht um Aufenthaltsqualität in der Stadt und in diesem 
Zusammenhang um die unterschiedlichen Möglichkeiten und Anforde rungen, die in der Innenstadt,  
den Stadtteilen und Quartieren zugrunde liegen. Insbesondere nach der rasanten Ausweitung der 
Außengastronomien bestand und besteht auch aus Sicht der Verwaltung die Notwendigkeit und der 
Bedarf, ausreichende Aufenthaltsflächen ohne Verzehrzwang vorzufinden. 
 
Vorhandene Sitzmöglichkeiten: 
 
Aus dem Kartenmaterial des Katasteramtes geht hervor, dass es in Münster aktuell eine Vielzahl kos-
tenloser Sitzmöglichkeiten gibt, welche sich vor allem in bzw. in unmittelbarer Nähe zu städtischen 
Grünanlagen, entlang der Promenade, der Aa und des Aasees befinden. Darüber hinaus gibt es auch 
an verschiedenen öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel an der Engel enschanze oder dem Hars e-
winkelplatz, Sitzgelegenheiten. Dabei handelt es sich überwiegend um Lehnen - oder Hockerbänke 
(Hockerbänke haben weder Arm - noch Rückenlehnen). Liegebänke sind auf städtischen Flächen 
nicht vorhanden, Bänke mit Tisch sind auf städtischer Fläche nur vereinzelt vorzufinden, aber nicht im 
Innenstadtbereich. 
 
Vergleichsweise wenig Bänke befinden sich entlang der Haupteinkaufstraßen und deren Nachba r-
straßen, so dass möglicherweise auch in diesen Bereichen weitere Sitzgelegenheiten angebot en 
werden könnten. Bei diesen Standorten ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Einrichtung von Sit z-
gelegenheiten, insbesondere im innerstädtischen Bereich unabhängig von den Kosten nicht ohne 
weiteres und überall möglich ist, weil der Gehweg an vielen St ellen, wie z.B. in der Aegidiistraße, zu 
schmal ist, um dort entsprechende Bänke aufstellen zu  können. 
Münster Marketing 
 
10.09.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Schmücker 
Telefon: 492 27 50 
Schmuecker@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0479/2018 
 
Die Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum befinden sich im Eigentum der Stadt Münster. Einige 
Bänke wurden mit Hilfe der Initiative starke Innenstadt als sog. „Sponsorenbänke“ an geeigneten Stel-
len aufgestellt. Die Kosten für die Anschaffung und die Pflege einer solchen Bank in den ersten fünf 
Jahren finanziert ein Sponsor. Die Stadt übernimmt die Pflege der Bank für einen daran anschließe n-
den Zeitraum. Mit Hilfe privaten Engagements konnten und können so auf kooperative Art und Weise 
mehr Sitzgelegenheiten geschaffen werden.  
 
Vorschläge für weitere Sitzmöglichkeiten: 
 
Bei einem gemeinsamen Rundgang von Münster Marketing, Stadtplanungs - und Ordnungsamt wur-
den 20 mögliche weitere Standorte für Standardbänke im öffentlichen Raum identifiziert.  Hierzu zäh-
len u.a. die Kirchherrngasse, die Spiekerhofbrücke oder auch die Ludgeristraße.  Bei diesen Standor-
ten könnten Lehnen- oder Hockerbänke Typ „Cubo“ (Sponsorenbank) aufgestellt werden. 
 
Liegebänke laden zum Relaxen und damit zu einem längeren Verweilen ein. Sie sind inzwischen in 
einigen Orten, vor allem in Kurorten zu entdecken. Die Errichtung von Liegebänken ist im Vergleich 
zum Standardmobiliar allerdings teurer. Zum einen sind die Anschaffungskosten höher, zum anderen 
sind die Reinigung und die Pflege der Bank aufwendiger, weil sie mehr Fläche haben. Auch die Fl ä-
che rund um die Liegebank und die Fläche darunter ist aufwendiger zu reinigen. Hierdurch entstehe n 
weitere Kosten. Zudem kann eine Liegebank als Sitzgelegenheit nur unzureichend genutzt werden, 
da Sie aufgrund ihrer Form nicht als barrierefrei gilt und somit nicht von allen Bevölkerungsgruppen, 
insbesondere Senioren, gleichermaßen genutzt werden kann.  Ein kurzes Verschnaufen oder auch 
das Arbeiten am Laptop ist auf einer Liegebank demnach nicht so einfach möglich wie auf einer 
Standardbank. Außerdem kann sie nur von max. 2 Personen genutzt werden und das im Regelfall 
auch nur, wenn sich beide Personen vertraut sind. Eine Standardbank nimmt hingegen weniger Fl ä-
che ein und ist für 2, 3 oder 4 Personen nutzbar. Die Verwaltung sieht die Errichtung und den Unte r-
halt von Liegebänken aus den oben aufgeführten Gründen nicht als kommunale Aufgabe an. Lieg e-
bänke könnten dennoch eine Option in privaten oder halböffentlichen Bereichen, z.B. dem Uni -
Campus, sein. Dort besteht eine erhöhte Sozialkontrolle. 
 
Münsters Grünflächen können auch so zum Liegen genutzt werden, z.B. im Bereich der Aaseewiesen 
und entlang der P romenade bringen sich die Gäste eine Decke mit, um dort ausgiebig zu verweilen. 
Bänke mit Tischen würden ebenfalls eine qualitative Ergänzung zum bisherigen Angebot an Sitzgele-
genheiten darstellen. Sie laden sowohl zum kurzen als auch zu einem längeren Auf enthalt ein, da 
Tischgruppen die Möglichkeit bieten, mit mehreren Personen im Freien zu essen, einfach zusammen 
zu sitzen oder auch daran zu arbeiten. Als potenzielle Standorte kämen aufgrund der sperrigen Gr ö-
ße der Bänke und Tische jedoch weniger Straßenz üge, als vielmehr nur bestimmte Plätze, Spielplä t-
ze und Grünanlagen in Betracht. Im Ergebnis sind auch hier sowohl die Anschaffung solcher Bänke 
als auch deren Pflege kostenintensiver als bei den Standardbänken. Das Angebot wird daher auf Ein-
zelstandorte beschränkt. Im Rahmen der Maßnahme „Familienfreundliche Stadt“ werden im Umfeld 
mehrerer Spielplätze derzeit solche Tisch-Bank-Kombinationen aufgestellt. 
 
Dennoch stellen Standardbänke (möglichst mit Armlehnen) die wirtschaftlichste Möglichkeit dar, neue 
Sitzgelegenheiten zu schaffen und damit auch das eigentliche Ansinnen des Antrags zu erreichen. 
Weiterhin bieten sich für die Errichtung derartiger Sitzgelegenheiten wesentlich mehr Räume an, weil 
sie weniger Fläche in Anspruch nehmen. Im öffentlichen Raum l iegt daher der Fokus auf Standorten, 
an denen derzeit tatsächlich ein Mangel an Sitzmöglichkeiten besteht, um dort die Verweildauer zu 
erhöhen und damit die Räume aufzuwerten. Alternativ könnten Privatflächen zum Aufstellen von Li e-
gebänken oder auch Tischgruppen eine Möglichkeit sein.  
 
Temporäre Sitzmöglichkeiten: Das Projekt Friedens-Plätze: 
 
Neben der Ausstellung dauerhafter Sitzmöglichkeiten sind auch temporäre Angebote an wechselnden 
Orten dazu geeignet, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbesse rn. Diesem Ziel diente das Pr o-
jekt Friedens-Plätze. Gemeinsam mit der ISI und der Lambertikirche hat Münster Marketing auf dem

- 3 - 
V/0479/2018 
Lambertikirchplatz Sitzhocker und Liegestühle im Design des Projektes „Frieden.Europa“ für einen 
Zeitraum von Mitte Juli bis Anfa ng September platziert. Die Möbel werden von der Pfarrgemeinde St. 
Lamberti betreut und das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit.  
 
Die Sitzmöbel sind für jedefrau und jedermann nutzbar, lassen sich leicht auf dem Platz bewegen, ob 
einzeln oder zusammengestellt in Gruppen. Sie laden zum einfachen Platznehmen oder zum Dialog 
ein und vermitteln durch ihr Design und ihren Text die Botschaft „Frieden.Europa“. Sie sind gleichze i-
tig Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang, mitten in der Stadt, in Sichtweite zur bes tehenden Außen-
gastronomie. 
 
Betreut werden die Sitzmöbel von einem Beauftragten der Lamberti -Gemeinde. Er stellt sie täglich 
auf, sieht nach ihnen und entfernt sie abends wieder. 
 
Abschließende Einschätzung: 
 
Die Stadt Münster arbeitet auch gemeinsam mit p rivaten Dritten systematisch daran, in ihrem Stad t-
gebiet ausreichend Sitz - und Ruhemöglichkeiten vorzuhalten. Das veränderte Freizeitverhalten der 
Menschen verlangt in der Zukunft ganz sicher nach einer Ausweitung des Angebotes.  
 
Dies soll erfolgen durch 
 
 Temporäre Bestuhlung von öffentlichen und privaten Flächen (nach dem Modell Friedens -
Plätze) auch im Zusammenhang mit Veranstaltungen. 
 
 Ausweitung des Angebots an dauerhaften Lehnen- oder Hockerbänke n (Tisch -
/Bankkombinationen in Einzelfällen) an geeigneten ausgewählten Standorten. 
 
 Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements bei der Aufstellung von Sponsoren - und Bürger-
bänken. 
 
 
I.V. 
gez. Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
Anlagen: 
 
Antrag der SPD-Fraktion „Mehr Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet schaffen“ 
Innenstadtplan mit eingezeichneten Bankstandorten

Innenstadtplan mit eingezeichneten Bankstandorten

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Sponsorenbank, Hockerbank
®v vergeben
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weitere Standorte
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( Eigentum nicht Stadt Münster

Aasee-Plan mit eingezeichneten Bänken

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") Bänke, sonstige

Beratungsverlauf (1)

18.09.2018 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Bahnhofstraße 9
  • Aegidiistraße
  • Kirchherrngasse
  • Ludgeristraße
  • Lambertikirchplatz
  • Promenade

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0479/2018
Typ
Vorlagen
Datum
22.05.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37