Mandari Insight

0592/2020

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 20.02.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 05.03.2020, TOP 9.1

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

TOP 9.1 Bericht des Jobcenter Köln

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln Ergebnismonitoring

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln AMIP

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

500 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/5000 JC 
 
Vorlagen-Nummer 20.02.2020 
 0592/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.03.2020 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren auf Wunsch des Jobcenter Köln den 
folgenden Bericht vor. 
 
 
Anlagen: 
Bericht des Jobcenter Köln 
Anlage 1: Ergebnismonitoring Januar 2020 
Anlage 2: Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2020-2022 
 
Gez. Dr. Rau

TOP 9.1 Bericht des Jobcenter Köln

10257 Zeichen

1 
 
 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
 
1. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt 
Köln (Kommunale Ziele) – Stand Monat Januar 2020 
 
Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat Januar 2020 
(Anlage 1) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln 
vereinbarten Ziele für das Jahr 2020 ein. 
 
 
2. Aktueller Sachstand zum Teilhabechancengesetz und zur Umsetzung im 
Jobcenter Köln 
 
Mit Stand 10.02.2020 konnten insgesamt bereits 730 Beschäftigungsverhältnisse über 
§16i SGB II gefördert werden. 30 Förderungen entfallen davon auf den Zeitraum ab 
01.01.2020. Um die insgesamt für das Jahr 2020 angestrebten 500 neuen Förderungen 
zu erreich en, liegt ein Schwerpunkt darin, den Anteil der Förderungen in der 
Privatwirtschaft weiter auszubauen. So gehören knapp die Hälfte der neuen Förderfälle 
2020 in den Bereich der Privatwirtschaft.  
Im Jahr 2019 wurden insgesamt 77 Abbrüche verzeichnet. Häufi g finden sich die 
Abbruchgründe in gesundheitlichen Einschränkungen, fehlender sozialer Kompetenz 
oder auch Frustrationstoleranz bzw. Selbstvertrauen. Erfreulicherweise gelang in 11 
Fällen die Vermittlung in ein erneutes gefördertes Arbeitsverhältnis nach §16i SGB II. 
Dies macht das begleitende Coaching so wichtig. 
 
Im Bereich des §16e SGB II konnten mit Stand 10.02.2020 bereits 158 Beschäftigungs -
verhältnisse gefördert werden. 24 entfallen davon auf das Jahr 2020. Für weitere 32 Be-
schäftigungsverhältnisse liegen erste Antragsunterlagen vor. 
 
 
3. Der Hafen Köln (rehapro) – Ein Überblick 
 
Das Kölner Modellprojekt „Segel setzen – Hafen Köln“ ist als integrierter Raum für 
Unterstützung und Selbsthilfe angelegt. Erprobt wird in ihm eine neue 
Organisationsform, aber auch innovative Maßnahmeangebote, um deren Wirkung auf 
die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen und der 
Stärkung der beruflichen Rehabilitation zu überprüfen. Finanziell gefördert wird das 
Projekt aus dem Bundesprogramm „Innov ative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – 
rehapro“.  
 
Bei der inhaltlichen und organisatorischen Konzeptionierung ist das Jobcenter Köln von 
den folgenden Erfahrungen und Annahmen ausgegangen: 
Anlage zur Mitteilung „Bericht des 
Jobcenter Köln“ zur Sitzung des 
Ausschusses für Soziales und 
Senioren am 05.03.2020

2 
 
Gesplittete Zuständigkeiten, unklare (Leistungs -)Strukturen und oftmals viel zu lange 
Entscheidungszeiträume prägen das heutige Verfahren der beruflichen Rehabilitation. 
Dabei stoßen die Kundinnen und Kunden des Jobcenter Köln, aber auch die 
Integrationsfachkräfte und Fallmanager*innen auf schwer zu durchschauende 
Strukturen und Verantwortlichkeiten, insbesondere in der Zusammenarbeit mit 
Fremdkostenträgern. Nicht zuletzt dadurch erhalten viele Menschen mit Behinderung die 
notwendigen und zielgenauen Unterstützungsleistungen nicht oder erst viel zu spät. Um 
Menschen mi t Behinderung eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, müssen 
deren Bedarfe aber frühzeitig erkannt und das Verfahren umgehend eröffnet werden. 
Geschieht dies nicht, drohen heute noch zu viele Menschen mit Behinde rung in die 
Erwerbsunfähigkeit zu gehen. Ziel des Kölner Modellprojekts ist es daher, die genannten 
Hürden abzubauen, der Erwerbsunfähigkeit vorzubeugen und damit den betroffenen 
Menschen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. 
 
Am 1. Februar 2020 hat eine fünfmonatige Vorbereitungsphase  begonnen. In dieser 
werden im Wesentlichen das Projektpersonal akquiriert, die Immobilie angemietet und 
umgebaut, Teilnehmende für das Projekt gewonnen sowie die abschließende inhaltliche 
Ausgestaltung der Projektangebote mit den Weiterleitungspartnern abgestimmt.  
Die aktive Projektphase mit Einstieg der Teilnehmenden wird zum 1. Juli 2020 beginnen. 
Diese aktive Projektteilnahme gliedert sich dabei wie folgt: 
 
Orientierung:  
 ressourcenorientiertes Assessment durch die Lots*innen 
 obligatorisches erstes Gespräch mit der medizinischen und  der 
psychologischen Begleitung 
 Zusammenführen der Ergebnisse in einer Fallbesprechung 
 Entwicklung erster Ideen zur weiteren Projektteilnahme 
 Erstellen einer individuellen Zielvereinbarung 
 ggf. amtsärztliche Begutachtung 
 
Umsetzung: 
 wöchentliche Beratungsgespräche mit den Lots*innen 
 Teilnahme an Angeboten im „Hafen Köln“, u.a.: 
- ein Gesundheitscoaching zur Verbesserung der Gesundheits-Kompetenz 
und Steigerung der eigenen Belastbarkeit 
- das Angebot (Re -)Kreativ-Arbeit f ür Teil nehmer*innen mit psychischen 
Erkrankungen, welches bei der Entwicklung eines Gesundheitsbewusst -
seins und an Arbeit, Beschäftigung oder berufliche Rehabilitation 
heranführen soll 
- ein Reha-Wiedereingliederungsmanagement 
- ein Sportscout, der dabei unterstütze n soll , Bewegung und Sport als 
Bestandteil eines aktiven und gesunden Lebens kennenzulernen. 
 Reha-Beratung vor Ort durch die Bundesagentur für Arbeit und ggf. der 
Deutschen Rentenversicherung 
 Fallkonferenzen zu Teilnehmenden mit allen relevanten Akteuren im Projekt 
 eine Kooperation mit der AOK zur Nutzung von präventiven Angeboten 
 Stellenakquise und Vermittlung für die Teil nehmer*innen durch die Job -
Coaches 
 Während der Stabilisierung und Nachsorge werden die Teilnehmer*innen auf 
eine nachhaltige und selbstv erantwortliche Umsetzung der erreichten Ziele

3 
 
vorbereitet. Diese wird mit Angeboten wie einem Coaching bei 
Arbeitsaufnahmen oder im Rahmen des Gesundheitscoachings flankiert.  
 
Im Modellprojekt wird das Jobcenter Köln mit weiteren erfahrenen Partner *innen 
zusammenarbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversi -
cherung werden als die beiden wichtigsten Rehabilitations -Trägerinnen für Kund*innen 
des Jobcenter Köln in das Projekt integriert. Die Maßnahmeangebote werden wesentlich 
durch die  Weiterleitungspartner Alexianer Köln, Berufsförderungswerk Köln und das 
Berufliche Trainingszentrum Köln vorgehalten. Ihre Bereitschaft zu einer Kooperation 
haben zudem die AOK Hamburg/Rheinland, der Integrationsfachdienst und die 
Universität Köln mit dem Lehrstuhl für Deutsche Gebärdensprache zugesagt. Die beiden 
letztgenannten Partner werden gezielt eingebunden, um den Bedürfnissen der 
Menschen mit Hörbehinderung im Projekt gerecht zu werden. 
 
Über die aktive Projektphase von drei Jahren sollen 750 Kund*innen betreut werden. Die 
Teilnahme erfolgt freiwillig und kann ohne Rechtsfolgen beendet werden. Die jeweilige 
Verweildauer ist abhängig von der Ausgestaltung der individuellen Teilnahmeplanung. 
Es wird von einer durchschnittlichen Verweildauer von neun Monaten ausgegangen. 
 
Für das Projekt gewonnen werden sollen insbesondere Kund*innen mit komplexen 
gesundheitlichen Einschränkungen, die neu einen Ant rag auf Leistungen nach dem 
SGB II beim Jobcenter Köln stellen. Ebenfalls Bestandskund*innen, bei denen die 
Vermutung eines Rehabilitationsbedarfs oder auch bereits ein bestätigter Bedarf 
vorliegt, um eine zeitnahe Entscheidung über den Reha-Gesamtplan mit der Agentur für 
Arbeit oder der Deutschen Rentenversicherung herbeizufüh ren. Insbesondere sollen 
dabei auch Kund*innen mit psychischen - oder Hörbehinderungen in den Blick 
genommen werden, da hierfür im Projekt besondere Angebote vorgehalten werden. 
Absolvent*innen einer Reha-Umschulung werden ebenso ins Projekt aufgenommen, um 
mit ihnen an einer zeitnahen und nachhaltigen Integration in Beschäftigung zu arbeiten. 
Die letzte Gruppe, aus der Teilnehmer*innen gewonnen werden sollen, sind Personen, 
die bereits eine Maßnahme der beruflichen Rehabilitation begonnen, diese aber wieder 
abgebrochen haben. Mit ihnen soll im eigens für das Projekt entwickelten Angebot Reha-
Wiedereingliederungsmanagement daran gearbeitet werden, schnellstmöglich wieder 
eine Reha -Maßnahme zu beginnen, damit hier dem drohenden Abgang in die 
Erwerbsunfähigkeit entgegengewirkt werden kann. 
 
Sobald die Anlaufphase beendet ist, wird das Jobcenter Köln Anfang des Jahres 2021 
erneut ausführlich über das Projekt berichten. 
 
 
4. Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm (AMIP) 2020-2022 
 
Nachdem erstmalig für 2018 und 2019 ein AMIP erstellt wurde, welches einen zwei -
jährigen Zeitraum umfasst, wird nun das in der Trägerversammlung des Jobcenter Köln 
abgestimmte AMIP für die Jahre 2020-2022 vorgelegt (Anlage 2). 
 
Das Format des mehrjährigen Zeitraumes hat sich bewährt und soll beibehalten werden. 
In 2020 wird das AMIP noch um ein weiteres Jahr, auf drei Jahre ausgeweitet. Der 
Gedanke, die Kontinuität der strategischen und geschäftspolitischen Ausrichtung, den 
„Roten Faden“ des Jobcenter Köln, aufzuzeigen, hat sich bewährt. Sofer n es die

4 
 
Rahmenbedingungen erfordern, können in den Folgejahren Aktualisierungen vorgenom-
men werden.  
Die zielgruppenübergreifende Ausrichtung der Integrationsarbeit wird im AMIP 2020 -
2022 fortgeführt. Aufgrund des Fachkräftebedarfs stehen die vielseitigen Qualifizierungs-
möglichkeiten für die Kundinnen und Kunden im Fokus des Jobcenter Köln, insbesondere 
in Form von abschlussorientierten (Teil-) Qualifikationen.  
Der Bedarf an dezentralen Beratungsangeboten besteht weiterhin. Die aktive Ansprache 
im Sozialr aum ist ein fester Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Jobcenter 
Köln. Ergänzend werden die Kundinnen und Kunden durch innovative Projekte nach 
§16h SGB II „Förderung schwer zu erreichender junger Menschen“ (U25) und §16f SGB 
II „Freie Förderung“  gefördert. Zusammen mit den bewährten, zentral organisierten 
Angeboten ergibt sich ein ausgewogener Instrumentenmix, der neben der beruflichen 
Integration die gesellschaftliche Teilhabe der Kundinnen und Kunden stärkt.  
Das Teilhabechancengesetz schafft s eit letztem Jahr tragfähige Perspektiven für 
Menschen, die noch weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind und besonderer Förderangebote 
bedürfen. Die Beteiligung des Jobcenter Köln am Bundesprogramm „rehapro“ ermöglicht 
Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchti gungen einen leichteren Zugang zur 
Teilhabe am Arbeitsleben. 
 
 
Gez. Martina Würker 
 
 
 
Anlagen: 
1. Ergebnismonitoring Monat Januar 2020 
2. Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2020-2022

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln Ergebnismonitoring

10713 Zeichen

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 05.03.2020
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2020
Ergebnismonitoring
Januar 2020
\\Dst.baintern.de\dfs\357\Ablagen\D35702-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2020\08_kommunale Berichte\01_Monitoring\2019-12 Monitoring.xlsx

ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR -                25.725         24.952         -773 -3,0%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 25.725,0        52.505,6        79.247,6        106.062,1      132.638,1      159.149,4      185.238,1      211.345,6      237.335,1      263.011,3      288.613,4      314.037,5      
Ist 2020 24.952,1        -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 
Ist 2019 26.479,8        53.019,6        79.471,6        105.845,3      132.105,8      158.239,4      184.111,3      209.792,6      235.374,1      260.791,8      285.931,0      310.313,7      
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit Januar 2020
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 2

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Integrationsquote 0,0% 0,9% 0,8% -0,11%-Pkte -11,2%
Anteil der Integrationen (JFW)
bedarfsdeckend: 56,5% (Januar 2019)
kontinuierliche: 39,4% (Juli 2019)
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 0,9% 2,3% 4,0% 6,0% 7,5% 9,5% 11,4% 13,8% 16,8% 19,2% 21,0% 23,0%
Ist 2020 0,8% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%
Ist 2019 1,6% 3,3% 5,1% 7,0% 8,8% 10,6% 12,6% 15,1% 18,0% 20,2% 21,7% 22,7%
Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert)
Ist 2020 641                 -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2019 1.322              2.709              4.180              5.719              7.129              8.627              10.213            12.254            14.545            16.314            17.497            18.235            
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Januar 2020
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
25,0%
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationsquote
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 3

ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern -                57.062         57.468 406 0,7%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 57.062           57.527           57.719           57.832           57.881           57.948           57.981           57.967           57.929           57.875           57.823           57.758           
Ist 2020 57.468           -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 -                 
Ist 2019 58.772           58.848           58.927           58.960           58.999           59.036           59.060           59.035           58.987           58.934           58.871           58.757           
Januar 2020Zielmonitoring Jobcenter  Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
 56.000
 56.500
 57.000
 57.500
 58.000
 58.500
 59.000
 59.500
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 4

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 30.237,50       29.082,04 1.155,5 -        -3,8%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 30.237,5         60.475,0         90.712,5         120.950,0       151.187,5       181.425,0       211.662,5       241.900,0       272.137,5       302.375,0       332.612,5       362.850,0       
Ist 2020 29.082,0         -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2019 29.659,5         59.793,6         89.284,9         119.854,8       149.622,1       179.153,1       209.362,2       238.554,0       267.581,2       296.693,4       325.886,7       354.717,7       
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Kosten der Unterkunft Januar 2020
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR)
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: ERP
Seite 5

Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ist 2020 135                 -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2019 149                 321                 542                 746                 956                 1.161              1.396              1.619              1.860              2.092              2.286              2.431              
Zielmonitoring Jobcenter  Köln JOB-Offensive KÖLN Januar 2020
 -
 500
 1.000
 1.500
 2.000
 2.500
 3.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN 
Ist 2020
 Ist 2019
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 6

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
24                   23                   1 -                  -4,2%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 24                   55                   85                   134                 162                 201                 246                 293                 343                 390                 419                 440                 
Ist 2020 23                   -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2019 24                   55                   85                   134                 162                 201                 246                 293                 343                 390                 419                 440                 
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Integration schwerbehinderter Menschen Januar 2020
Integration von schwerbehinderten Menschen
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integration von schwerbehinderten Menschen
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: S2S - Cockpit
Seite 7

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung
Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 57.864         
Ist 2019 59.478         59.500            59.432         59.294         59.074           58.850              58.732           58.415           58.226           58.001           57.775             57.569             
Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2020
Ist 2019 118.240       118.118          118.041       117.890       117.634         117.335            117.210         116.565         116.262         115.624         
Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 111.504       
Ist 2019 114.381       114.254          114.202       114.058       113.784         113.510            113.326         112.546         112.258         111.657         111.333           111.221           
Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 79.101         
Ist 2019 81.397         81.394            81.306         81.138         80.894           80.638              80.507           79.904           79.601           79.159           78.876             78.807             
Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport,  Daten mit Wartezeit von 3 Monaten
Ist 2020
Ist 2019 12,8% 12,8% 12,7% 12,7% 12,7% 12,7% 12,6% 12,5% 12,5% 12,5%
Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2020 33.146         
Ist 2019 32.398         32.308            32.543         32.667         33.869           34.722              34.663           34.926           33.843           33.680           32.750             32.523             
Kosten der Unterkunft
Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum Vorjahresergebnis (Vorjahresmonat) Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln 
Ist 2020 29.082,04      -                   -                 -                 -                   -                      -                   -                   -                   -                   -                     -                     
Ist 2019 29.659,47      59.793,63         89.284,85      119.854,84    149.622,08      179.153,05         209.362,21      238.553,98      267.581,23      296.693,37      325.886,69        354.717,70        
Ist / Ist-Vergleich -1,9% - - - - - - - - - - -
Januar 2020Zielmonitoring Jobcenter  Köln Indikatoren
* Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = 
Bevölkerung unter 65 Jahre
Seite 8

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Januar 2020Zielmonitoring Jobcenter  Köln Indikatoren
Seite 9

Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln AMIP

31338 Zeichen

Seite 2 
 
                                                                                         Stand: Dezember 2019 
 
Inhalt: 
Vorwort ........................................................................................................... 3 
Handlungsschwerpunkte .............................................................................. 5 
Lebenslanges Lernen .................................................................................... 5 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit ...................................................... 9 
Motivation und Partizipation ....................................................................... 10 
Migration und Gesellschaft ......................................................................... 16 
Sozialraumorientierung............................................................................... 18 
Chancen geben – Perspektiven schaffen .................................................. 20 
Zahlen, Daten und Fakten ........................................................................... 21 
Eingliederungstitel ...................................................................................... 21 
Drittmittelakquise ........................................................................................ 23 
Der Arbeitsmarkt ......................................................................................... 26 
Die Kundenstruktur ..................................................................................... 28

Seite 3 
Vorwort 
 
Liebe Leserin, lieber Leser,  
 
„Der Mensch im Mittelpunkt“, das ist auch für die kommenden Jahre die Aus-
richtung der Arbeitsmarktpolitik des Jobcenter Köln.  
 
Wir wolle n auch mit diesem Arbeitsmarktprogramm am Bewährten festha lten, 
sinnvolle Anpassungen vornehmen und Neues ausprobieren . Es braucht lang-
fristige Strukturen, Planbarkeit und  Verlässlichkeit. Wenn wir noch nicht die ge-
wünschten Erfolge erreicht haben, fragen wir nach den Gründen – bei den 
Menschen, für die wir Arbeitsmarktpolitik machen, bei unseren Mitarbeiter*innen 
und bei unseren Partnern. Wir wollen mit unseren Angeboten noch besser den 
Erfordernissen der Leistungsberechtigten begegnen.   
 
Was sind für die kommenden drei Jahre die wesentlichen Leitlinien in der 
Grundsicherung für Arbeitsuchende in Köln? 
 Die berufliche Integration von Kölnerinnen und Kölnern ist ein zentrales 
Ziel.  
 Die Aktivierungs- und Integrationsarbeit braucht berufliche Qualifizierung 
und Bildung. 
 Arbeitsmarktpolitik und Sozialpolitik bleiben in der Grundsicherung in 
Köln eng verzahnt. 
 Das Jobcenter Köln will die Möglichkeiten des SGB II auch weiterhin 
ausschöpfen, um gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration zu 
fördern.  
 Das Jobcenter Köln organisiert sich dezentral. Wir wollen die So zial-
raumorientierung weiter ausbauen.

Seite 4 
 
 Motivation zu erzeugen ist ein Schlüssel für den Integrationserfolg.  
Motivation erzeugt sich am besten über individuelle Wege. 
 Das Jobcenter Köln war und ist eine Denkfabrik des SGB II. Wir suchen 
nach Innovationen in der operativen Arbeitsmarktpolitik. 
 
Globalisierte Abläufe der Wirtschaft, die Digitalisierung 4.0, die Flucht von Men-
schen vor Krieg und Hoffnungslosigkeit nach Deutschland und viele weitere 
Entwicklungen machen die Arbeitswelt komplexer und die Halbwer tzeit von 
Wissen kürzer. Das Jobcenter Köln erkennt seine Funktion darin, den Men-
schen, die auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, einen stabilen 
Halt, fachlich gute Navigation und individuelle Perspektiven zu geben. Die Her-
ausforderungen können n icht vom Jobcenter Köln alleine gelöst werden, son-
dern nur in einer starken Vernetzung. 
 
 
                               
 
 
 
 
Martina Würker     Birgit Jung 
Geschäftsführerin      Mitglied der Geschäftsführung

Seite 5 
Handlungsschwerpunkte 
Lebenslanges Lernen 
   
Die hohe Nachfrage nach Fachkräften prägt den Arbeitsmarkt . Konkrete Maß-
nahmen oder Lösungsansätze sind nach wie vor gefragt. Im Herbst 2019 hatten 
72% der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten des Jobcenter Köln keine abge-
schlossene Berufsausbildung. 
 
Durch die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich für Geringquali-
fizierte sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Weiterbildungen stellen 
hohe Ansprüche an das Durchhaltevermögen von Teilnehmenden, deren 
Selbstvertrauen in die eigenen Fähi gkeiten sich über Jahre der Arbeitslosigkeit 
verringert hat.  
 
Ein Lösungsansatz liegt im  „Lebenslangen Lernen“. Das Angebot im Bereich 
Fort- und Weiterbildung des Jobcenters ist vielfältig und bietet für alle motivier-
ten Kund*innen Perspektiven . Durch die mit technologischer Entwicklung, Au-
tomatisierung und Digitalisierung einhergehenden Veränderungen werden ver-
mehrt Arbeitsstellen – vor allem im Helferbereich – wegfallen. Ein besonderer 
Schwerpunkt liegt daher in der Förderung von abschlussorientierten (Teil-) Qua-
lifikationen.

Seite 6 
 
 
 
 
 
Ziele 
 Wir verstehen uns als lernende Orga-
nisation. 
 
 Wir aktivieren und qualifizieren   
insbesondere Langzeitarbeitslose und 
Langleistungsbeziehende. 
 
 Wir verbessern  die Durchführungs-
qualität von a bschlussorientierten Wei-
terbildungen. 
 
 Wir bilden  Kundinnen und Kunden 
ohne Ab schluss zu Fachkräften aus 
und integrieren sie. 
 
 Wir stellen uns  den Herausforderun-
gen der Arbeitswelt 4.0. 
 
 
 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir verstehen… 
 Ereignisse als Anregung für Entwicklungsprozesse, um Handlungsspiel-
räume an neue Erfordernisse anzupassen. 
 
 Wandel als Chance um die Aufbau - und Ablauforganisation durch int er-
nen und externen Austausch stetig zu verbessern.

Seite 7 
Wir aktivieren und qualifizieren… 
 unsere Kundinnen und Kunden mit modularen Qualifizierungsangeboten 
für die Herausforderungen des Arbeitsmarktes. Familiäre Herausforde-
rungen oder Motivationseinbrüche können zu Abbrüchen führen. Durch 
abgestimmte, modulare Fortbildungen können die Bedarfslagen am Ar-
beitsmarkt sowie die unterschiedlichen Bildungs - und Leistungspotenzia-
le der Kundinnen und Kunden in Einklang gebracht werden. Insbesonde-
re das „Kölner Bildungsmodell“ ist im letzten Jahr zu einem bundesweit 
beachteten Projekt aufgestiegen. 
 
 
Wir verbessern… 
 stetig die Qualität der be ruflichen Weiterbildung und Qualifizierung. Nur 
durch intensive Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern kann ein 
marktgerechtes Maßnahme- und Angebotsportfolio vorgehalten werden.  
 
 das Teilnehmendenmanagement gemeinsam mit der A gentur für Arbeit 
während einer Weiterbildung. Wesentliche Aspekte sind hierbei die pro-
aktive Vermeidung von frühzeitigen Abbrüchen, die intensive Begleitung 
der Teilnehmenden vor Ort sowie die Aufnahme erster Integrationsb e-
mühungen noch vor Abschluss einer Qualifizierung.  
 
 
Wir sind überzeugt… 
 „Nachhaltige Integration geht vor Qualifizierung und Qualifizierung ist  
wichtiger als kurzfristige Beschäftigung.“ 
 
 
Wir bilden… 
 die Grundlagen für den Start einer Weiterbildung: Die Förderung von 
Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen, IT ) wird weiterhin  
angeboten, um die erfolgreiche Teilnahme von Kundinnen und Kunden 
an berufsqualifizierenden Weiterbildungsmaßnahmen bereits im Vorfeld 
zu unterstützen.  Die Verstetigung des Angebotes im Rahmen einer mit

Seite 8 
Gutschein geförderten Qualifizierung ermöglicht einen flexiblen Einstieg 
und entspricht damit den Erfordernissen der Zielgruppe.  
  
 Fachkräfte aus und vermeiden damit Arbeitslosigkeit aufgrund von man-
gelnder Qualifikation. Einstiegsqualifizierungen (EQ) bieten Ausbildungs-
betrieben die Möglichkeit, die Fähigkeiten der jungen Menschen mit dem 
Ziel der anschließenden Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis  
beobachten und erproben zu können. Als weiteres Angebot steht die  
Begleitung der Ausbildung (a bH) zur Verfügung, hier wird beispielsweise 
Nachhilfe parallel zur Ausbildung angeboten.  
Bei sehr hohem Förderbedarf von jungen Menschen erfolgt zunächst die 
Vorbereitung und anschließende Begleitung der Ausbildung (AsA).

Seite 9 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit 
Die Arbeitsmarktintegration formal Geringqualifizierter ist eine herausfordernde 
Aufgabe. Nach wie vor gelingt es nicht in ausreichendem Maße, Kunden und 
Kundinnen dauerhaft in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu 
vermitteln. Für Geringqualifizierte sind in den letzten Jahren nur bedingt Erfolge 
bei der Entwick lung der Arbeitslosigkeit festzustellen. Auch wenn die Zahl der 
geringqualifizierten Arbeitslosen zurückging, also dem Trend der Arbeitslosig-
keit insgesamt folgt, so steigt der relative Ante il Geringqualifizierter an den ar-
beitslosen Menschen doch weiter an. 
  
Dabei ist in der Integrationsarbeit eine doppelte Übergangsproblematik zu be-
wältigen: Zum einen müssen Geringqualifizierte  häufig das Lernen (wieder -) 
erlernen und brauchen dafür Unters tützung. Geringqualifizierte haben in der 
Regel persönliche Hürden zu bewältigen . Oft spielen neben  Lernentwöhnung, 
fehlender Lernmotivation aufgrund negativer Lernerfahrungen auch  Schwierig-
keiten aufgrund einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsmarkt eine Rolle. 
Wichtig ist auch, dass nach der  Integration in Arbeit entsprechende Nachbe-
treuungsangebote in den Betrieben  offeriert werden, um die Integration im Be-
trieb abzusichern sowie mögliche Konflikte und  Probleme frühzeitig klären und 
ausräumen zu können.

Seite 10 
 
 
 
Ziele 
 Wir erzielen  vermehrt dauerhafte Be-
schäftigungsverhältnisse und vermei-
den „Drehtüreffekte“. 
 
 Wir unterstützen  Jugendliche und 
junge Erwachsene mit Präventivange-
boten, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den und in Ausbi ldung und Arbeit zu 
integrieren. 
 
 
 
 
 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzielen… 
 erfolgreiche Integrationen durch eine intensive und individuelle Betreu-
ung von Kunden und Kundinnen während der Bewerbungs- und Vorstel-
lungsphase. 
 
 dauerhafte Arbeitsverhältnisse durch Unterstützung der nachhaltigen 
Eingliederung durch coachende Begleitung und Stabilisierung während 
der ersten Zeit des Arbeitsverhältnisses.

Seite 11 
Wir unterstützen… 
 gemeinsam mit der Berufsberatung in unseren Schülerteams proaktiv 
Kundinnen und Kunden beim Übergang aus allgemeinbildenden Schulen 
in Ausbildung oder Arbeit. 
 
 die Aufnahme von Ausbildungsverhältnissen durch Einstiegsqualifizie-
rungen; die Ausbildungsverhältnisse werden im Rahmen der assistierten 
Ausbildung gefestigt und begleitet.  
 
 neue Ansätze mit Projekten im Rahmen des §16h SGB II mit dem Ziel, 
schwer erreichbare Jugendliche zur Aufnahme und Fortführung der 
schulischen oder beruflichen Ausbildung zu motivieren. 
 
 Kooperationen mit Projekten für NEETs (Not in education, Employment 
or training), die aufgrund massiver Hemmnisse nicht an Regelangeboten 
von Jugendamt und Jobcenter partizipieren. 
 
 
Wir fördern… 
 durch einen individuellen Beratungsansatz.  
 
 den Weg zu einer dauerhaften und nachhaltigen Arbeitsaufnahme als 
Ziel von Integrationsmaßnahmen. 
 
 die Gestaltung neuer Förderangebote unter Berücksichtigung gesund-
heitsfördernder Aspekte, wie beispielsweise das Angebot Stabilisierung- 
und Entwicklungsmaßnahme des Disability Managements (SEM-DiMa). 
 
 den flankierenden Einsatz kommunaler Eingliederungsleistungen, um 
Kundinnen und Kunden gezielt in verschiedenen Lebensbereichen (Kin-
derbetreuung, Schulden, Sucht, psychosoziale Betreuung) zu unterstüt-
zen. 
 
 auf Grundlage des §16e SGB II die Eingliederung von Langzeitarbeitslo-
sen.

Seite 12 
Arbeitgeber können für die nicht nur geringfügige Beschäftigung von er-
werbsfähigen Leistungsberechtigten, die (…) seit mindestens zwei Jah-
ren arbeitslos sind, durch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt gefördert wer-
den, wenn sie (…) ein Arbeitsverhältnis für die Dauer von mindestens 
zwei Jahren begründen.

Seite 13 
Motivation und Partizipation 
Motivierende Beratung ist eine Möglichkeit, bestehende Barrieren bei Teilneh-
mer*innen abzubauen und drohende Abbrüche von Förderangeboten zu ver-
meiden. In der Praxis zeigt sich , dass die Barrieren bei den Kundinnen und 
Kunden ihre Ursache unter anderem in der mangelnden  Information über Wei-
terbildungsmöglichkeiten, der Angst vor Misserfolg sowie der Reduzierung der 
Nutzenerwartung auf unzureichende Integrationsperspektiven haben. Ge lingt 
es, den Informationsstand der  Kund*innen sowohl hinsichtlich der Förderange-
bote als auch des Nutzens dieser Angebote zu verbessern und die Kundinnen 
und Kunden aktivierend zu begleiten, so ist dies  ein erster Ansatzpunkt zur 
Stärkung des Durchhaltevermögens.  
Eine weitere Chance, den Zugang von bislang bildungsfernen  Gruppen zur 
Weiterbildung zu verbessern , wird in dem Angebot an besonders bedarfsorien-
tierten Arbeitsmarktdienstleistungen gesehen. Sowohl bei der Personengruppe 
der Geringqualifizierten als auch bei Lebensälteren Kund*innen  lässt sich fest-
stellen, dass oftmals  Lern- und Motivationsschwierigkeiten oder die  Angst vor 
dem Lernen bzw. einem Misserfolg für eine Nichtteilnahme an Förderangeboten 
ausschlaggebend sind. Die Gründe finden sich unter anderem in abschrecken-
den Schulerlebnissen, einer zunehmenden Verunsicherung  der Selbsteinschät-
zung, zum Beispiel in Bezug auf  neue Medien oder der Scheu vor Fremdsteue-
rung.  
 
 
 
 
 
 
 
.

Seite 14 
 
 
 
 
Ziele 
 Wir erzeugen  höhere Akzeptanz für 
die mit Kundinnen und Kunden erarbei-
teten Schritte im Integrationsprozess. 
 
 Wir stärken das Durchhaltevermögen 
von Kundinnen und Kunden. 
 
 Wir unterstützen bei der beruflichen  
Rehabilitation. 
 
 
 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzeugen… 
 spürbare und gelebte Wertschätzung und Stärkenorientierung b ei Aus-
wahl, Ausgestaltung und Umsetzung der Angebote. 
 
 die Möglichkeit aktiver Beteiligung der Kundinnen und Kunden bei der 
Auswahl des Angebotes und auch innerhalb vieler Produkte. 
 
 jobcentereigene A ngebote für Kunden und Kundinnen  z.B. „Hotspot 
Chorweiler“, „befit4job“, „Arbeit@Porz“ als sogenanntes „offenes“ Ange-
bot. 
 
Wir stärken… 
 durch Coachingangebote als „Motivator“ im Integrations prozess (Qualifi-
zierungscoaches, beschäftigungsbegleitendes Coaching).

Seite 15 
 das Erlebnis „ Integration in gruppendynamischen Prozessen “. Das Ziel 
der Integration wird in einer Peergroup erlebt und damit realistisch erfah-
ren. 
 
 
Wir unterstützen… 
 die Erprobung von innovativen Leistungen und organisator ischen Ange-
boten im Rahmen  von „rehapro“.  Wir gewinnen Erkenntnisse, wie die 
Erwerbsfähigkeit von  Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen noch besser erhalten bzw. wiederhergestellt werden kann.

Seite 16 
Migration und Gesellschaft 
Das Thema Flucht ist in der täglichen Arbeit im  Jobcenter stets präsent. Die 
Zahl der ankommenden Asylsuchenden hat sich im laufenden Jahr auf einem 
niedrigen Wert stabilisiert, belastbare Prognosen für die Zukunft sind jedoch 
kaum möglich. Generell ist es eine Herausforderung, Menschen in Arbeit zu 
bringen, die ohne konkrete Beschäftigungsperspektive zuwandern. Bei Flücht-
lingen kommen vielfach besondere Belastungen hinzu: Kriegs - und Unterdrü-
ckungserfahrungen, traumatische Fluchtsituationen, Ausbildungsdefizite auf 
Grund chaotischer Verhältnisse im Her kunftsland, Verständigungsschwierigkei-
ten, fehlende oder nicht anerkannte Abschlüsse, kulturelle Unterschiede und 
mangelnde Einbindung in soziale Beziehungsnetze. 
Soziale und berufliche Integration dieser Kundinnen und Kunden müssen indi-
viduell abgestimmt und geplant werden, um Spracherwerb, kulturelle Anpas-
sung und berufliche Eingliederung erfolgreich zu gestalten.  
 
 
 
Ziele 
 Wir fördern soziale Integration durch 
den Erwerb von Sprache und Arbeit. 
 
 Wir initiieren einen frühen Beginn des 
Integrationsprozesses.  
 
 Wir schaffen Perspektiven durch An-
erkennung von Berufsabschlüssen, 
Ausbildungen und Qualifizierungen. 
 
 Wir stehen als aktiver Netzwerk-
partner in der Region für die Interessen 
unserer Kundinnen und Kunden.

Seite 17 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir fördern…  
 alle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund neben der be-
darfsorientierten Integrationsförderung durchgehend mit Sprachförderan-
teilen. 
 
Wir initiieren… 
 eine Optimierung des Rechtkreiswechsels SGB III und SGB II im Integra-
tion Point Köln („warme Übergabe“), um bereits gewählte Förderangebo-
te nahtlos fortzuführen und Eingliederungsleistungen nachhaltig auszu-
richten. 
 die Ermittlung und Feststellung von Sprachkompetenzen, berufliche n 
Qualifikationen, Fähigkeiten und  Förderbedarfen unmittelbar nach Zu-
gang, um frühzeitig geeignete Förderketten zu bilden. 
 
 eine parallele Durchführung von Berufsorientierung und Integrations-
sprachkurs. 
 
  
Wir schaffen… 
 berufliche Grundlagen durch die aktive Förderung der Anerkennung aus-
ländischer Schul- und Berufsabschlüsse. 
 Kontinuität durch s ukzessive Eingliederungsplanung unter Berücksichti-
gung der erforderlichen Angebote (Sprache, Anerkennungen, Potenzial - 
und Eignungsanalyse, Teilqualifizierungen etc.) und des damit notwendi-
gen Zeitaufwandes. 
 
Wir treten… 
 im Rahmen von aktiven Beteiligungen in regiona len Gremien und Pro-
jektbeiräten und in Kooperationen mit den Akteuren des Arbeitsmarktes  
für die Belange unserer Kundinnen und Kunden ein.

Seite 18 
Sozialraumorientierung 
Die Sozialraumorientier ung ist ein Handlungskonzept der sozialen Arbeit, das 
Jobcenter gestaltet dezentrale Förderangebote und Dienstleistungen. Die Le-
bensbedingungen aller Menschen in einem Stadtteil, Viertel oder einem ähnli-
chen Sozialraum sollen verbessert werden, ihre Intere ssen und Bedürfnisse 
stehen dabei im Vordergrund. Die Angebote setzen an den Stärken jeder  und 
jedes Einzelnen an und aktivieren diese. Sie sollen Menschen in ungünstigen 
Lebenssituationen ermutigen, die Veränderungen in ihrem Wohngebiet selbst in 
die Hand zu nehmen. Das Jobcenter sieht sich in der Mitverantwortung bei der 
Beantwortung sozialer Fragen und versteht sich als aktiver Kooperationspartner 
vor Ort.  
Köln besitzt regionale Eigenheiten, die sich nicht nur aus der speziellen Spra-
che dieser Stadt, sondern auch aus der rheinischen Mentalität ergeben. So be-
steht Köln aus Veedeln; allen inoffiziellen Veedeln ist gemeinsam, dass ihre 
Bewohner sich ihrem Stadtteil ganz besonders verbunden fühlen.  Damit räumli-
che Entfernungen keine entscheidenden Hürden  darstellen, begegnet das Job-
center dieser Herausforderung durch dezentrale Beratungs - und Unterstüt-
zungsangebote.  Darüber hinaus werden weitere Ressourcen des Sozialraums 
gesucht, vernetzt und zugänglich gemacht.

Seite 19 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir unterstützen… 
 durch Sprechstunden vor  Ort (z.B.  „Jobcenter vor Ort“; „Hot -Spot-
Chorweiler“; „JobBörsen“) die Beratung der Kundinnen und Kunden im 
„Veedel“. 
 
 die Förderung von sozialräumlichen Projekten ( z.B. „Klosterwald“; „Kom-
petenzagenturen“). 
 
Wir sind… 
 intensiv in die Zusammenarbeit mit sozialen Trägern und Einrichtungen 
sowie der politischen Gremien vor Ort eingebunden.  
 aufsuchend in den Veedeln unterwegs, um die Wiederanbindung von Ju-
gendlichen sowie die Gestaltung von Zuk unftsperspektiven zu realisie-
ren, z.B. durch §16h Projekte, unter anderem in den Sozialräumen 
Meschenich, Mülheim und Bilderstöckchen.

Seite 20 
Chancen geben – Perspektiven schaffen 
 
Ziele 
 Wir geben jeder Kundin und jedem Kunden eine Chance, Schritt für S chritt 
wieder ein Teil der Arbeitswelt zu werden.  
 
 Wir schaffen Beschäftigungsmöglichkeiten auch für Menschen, die sehr 
weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind.  
 
 
Wir geben… 
 klare Perspektiven durch Fortführung und Weiterentwicklung bewährter 
Veranstaltungs- und Kommunikationsformate wie z.B. A rbeitgeber- bzw. 
Bewerbertage der JOK oder dem Job-Speed-Dating. 
 Sicherheit in der Form,  dass innerhalb von Arbeitsgelegenheiten durch 
abgestufte Anforderungsprofile, sozialpädagogische Begleitung sowie 
einem Coaching, Teilnehmende individuell gefördert und entwickelt wer-
den. 
 jedem Kunden / jeder Kundin durch das brei te Portfolio an Förderange-
boten die Partizipation an motivierender und qualifizierender Teilhabe. 
 
Wir schaffen… 
 Teilhabe am Arbeitsmarkt (§16i SGB II) 
Zur Förderung von Teilhabe am Arbeitsmarkt können Arbeitg eber für die 
Beschäftigung von zugewiesenen, erwerbsfähigen Leistungsberechtigten 
Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten, wenn sie mit einer erwerbsfähi-
gen le istungsberechtigten Person ein sozialversicherungspflichtiges Ar-
beitsverhältnis begründen.  
 Beratungsangebote für Arbeitgeber sowie Kundinnen und Kunden zum 
Teilhabechancengesetz durch das Team „MitArbeit“.

Seite 21 
Zahlen, Daten und Fakten 
Eingliederungstitel 
 
Nach den ersten Schätzwerten des BMAS für die L eistungen zur Eingliederung 
in Arbeit wird für das Jahr 2020 eine Zuteilung in Höhe von rd. 103,28 Mio EUR 
für den Eingliederungstitel (EGT) erwartet. Zusätzlich werden rd. 1,1 Mio EUR 
zur Finanzierung des Beschäftigungszuschusses (BEZ) einkalkuliert. Die Mittel 
für den BEZ sind zweckgebunden und können nur für dieses Instrument einge-
setzt werden. Nach Abzug der erforderlichen Umschichtung in das Verwal-
tungskostenbudget (VKB) in Höhe v on rd. 12,75 Mio  EUR stehen voraussicht-
lich Ausgabemittel in Höhe von rd.  91,63 Mio EUR für Eingliederungsleistungen 
zur Verfügung. 
 
Gegenüber dem Vorjahr reduziert sich die Umschichtung in das VKB um rd. 0,7 
Mio EUR.  
Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des EGT seit 2011 (inkl. BEZ).

Seite 22 
Planungswerte 2019 / 2020 2019 2020 
   
I. Vermittlung, Aktivierung, berufliche Eingliederung 30.629.000,00 32.307.000,00 
Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt 4.304.000,00 4.760.000,00 
Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemm-
nissen 4.273.000,00 4.320.000,00 
Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung 7.732.000,00 8.563.000,00 
Heranführen an selbständige Tätigkeit 187.000,00 207.000,00 
Maßnahmenkombinationen 3.412.000,00 3.778.000,00 
Vermittlungsbudget 1.100.000,00 1.100.000,00 
Maßnahmen bei einem Arbeitgeber 79.000,00 79.000,00 
Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein 9.542.000,00 9.500.000,00 
davon Vermittlung (ehem. Vermittlungsgutschein) 110.000,00 120.000,00 
davon Aktivierung/Qualifizierung 9.432.000,00 9.380.000,00 
   
II. Qualifizierung 13.809.000,00 16.000.000,00 
FbW 13.809.000,00 16.000.000,00 
   
III. Beschäftigung begleitende Maßnahmen 15.376.000,00 17.653.000,00 
EVL 3.234.000,00 4.540.000,00 
EGZ 1.437.000,00 1.591.000,00 
ESG 700.000,00 1.150.000,00 
Selbständigenförderung (§ 16 c SGB II) 471.000,00 521.000,00 
TaAM (Teilhabe am Arbeitsmarkt) 9.534.000,00 9.851.000,00 
   
IV. Maßnahmen für Jüngere 9.238.000,00 10.300.000,00 
Stand.-Module für Jüngere (Vermittlung, Aktivierung, berufliche Ein-
gliederung)* 6.125.000,00 7.500.000,00 
Spezielle Maßnahmen für Jüngere (BAE, EQ, abH) 3.113.000,00 2.800.000,00 
   
V. Leistungen für Menschen mit Behinderung 4.100.000,00 4.100.000,00 
   
VI. Beschäftigung schaffende Maßnahmen 6.048.000,00 6.500.000,00 
Arbeitsgelegenheiten 6.048.000,00 6.500.000,00 
   
VII. Freie Förderung (§ 16f SGB II) 3.105.000,00 3.580.000,00 
Freie Förderung 3.105.000,00 3.580.000,00 
     
VIII. BEZ 1.215.000,00 1.190.000,00 
     
Summe 83.520.000,00 91.630.000,00

Seite 23 
 
Drittmittelakquise  
Das Jobcenter Kö ln hat langjährige Erfahrungen in der Akquise von Fördermit-
teln zur Umsetzung von Modellprojekten. Diese werden im Rahmen von Bun-
des-, Landes - oder EU -Förderprogrammen durchgeführt. Projekte bieten dem 
Jobcenter die Chance, neue Ansätze zu erproben und mit  den gemachten Er-
fahrungen nicht nur das eigene Angebotsportfolio zu bereichern, sondern auch 
bei der Weiterentwicklung der Arbeitsmarktpolitik regional und bundesweit ein 
Stück weit mitzuwirken. So konnten in der Vergangenheit Förderprojekte des 
Europäischen Sozialfonds erfolgreich in das Regelangebot des Jobcenters in-
tegriert werden, Förderprojekte wie Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt (Bundes-
förderung) oder ESF -LZA (ESF -Bundesförderung) sind im neuen Teilha-
bechancengesetz aufgegangen.  
Auch bei den aktuel len Projekten handelt es sich um Angebote mit modellhaf-
tem Charakter, die eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Regelangebot 
des Jobcenters darstellen.  
 
 
Zurzeit werden im Jobcenter folgende Projekte umgesetzt:  
 
„ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsbe-
rechtigter nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch auf dem Arbeitsmarkt“: 
 
Projektlaufzeit:   01.06.2015 – 31.12.2020 
 
Platzkontingent:  330 Förderfälle 
 
Fördersumme gesamt: 10.637.833,70 € (ESF und Bund)

Seite 24 
 
 
 
Chance+: „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF)“ - Teil der 
ESF-Integrationsrichtlinie Bund 
 
Projektlaufzeit:   01.07.2015 – 31.12.2020 
 
Platzkontingent:  1.600 Teilnehmende (davon 990 für das Gebiet Köln) 
 
Fördersumme gesamt: 2.875.875,79 € (ESF + Bund)  
 
Fördersumme in 2020: 520.848,20 € 
 
Fördersumme in 2021:  Verlängerung der Förderung in Aussicht gestellt  
 
 
 
 
„Durchstarten in Köln“ - Modellprojekt zur Förderung geringqualifizierter  
Jugendlicher und Erwachsener 
 
Projektlaufzeit:   01.12.2016 – 30.11.2020 
 
Platzkontingent: 60 Plätze, die fortlaufend neu besetzt werden 
 
Fördersumme gesamt: 817.640,00 € (ESF + Land) 
 
Fördersumme in 2020: 199.042,50 € 
 
Bundesprogramm „RehaPro“: 
 
geplante Projektlaufzeit:  01.02.2020 – 30.11.2023 
 
Platzkontingent: 750 Eintritte  
 
Fördersumme gesamt: ca. 6,3 Mio. € (Bund) 
 
Fördersumme in 2020: ca. 2 Mio. € 
 
Fördersumme in 2021: ca. 2 Mio. €

Seite 25 
Insgesamt beträgt die Fördersumme der laufenden Projekte rund 20,6 Mio €. 
Davon entfallen 2,7 Mio € auf das Jahr 2020. Die Mittel werden zum Teil über 
Personalpauschalen in das Verwaltungskostenbudget des Jobcenters übertra-
gen (z.B. „rehaPro“, „Durchstarten in Köln“), zum Teil erfolgt auch eine Weiter-
leitung an Projektträger, Gewährung von Lohnkostenzuschüssen und Erfolgs-
prämien für Teilnehmende.  
Perspektivisch rechnet das Jobcenter Köln damit, dass mit der neuen ESF-
Förderperiode, die 2021 beginnt, neue Fördermittel akquiriert werden können.  
Außerdem werden neue Bundes- oder Landesrichtlinien alternative Möglichkei-
ten für die Drittmittelförderung bieten.

Seite 26 
Der Arbeitsmarkt 
 
Wir sehen… 
 eine gleichbleibende Arbeitskräftenachfrage im Bereich der Fachkräfte. 
Gleichzeitig erwarten wir einen Rückgang bei der Nachfrage nach Hel-
fer*innen. Die konjunkturelle Entwicklung ist verhalten, der Arbeitsmarkt 
reagiert zeitverzögert. Für das Jahr 2020 prognostiziert das IAB für Köln 
eine geringe Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäfti-
gung (svB) auf ein Niveau von 584.200 Menschen im Mittel.1 
 
Wir rechnen… 
 mit einem geringen Beschäftigu ngswachstum. Der Markt ist offen für 
Fachkräfte. Der Aufwärtstrend der Beschäftigungsentwicklung wird durch 
die Bereiche der Dienstleistung (Erziehung, Pflege, Informations - und 
Kommunikationstechnik) getragen. Die Knappheit an Arbeitskräften führt 
dazu, dass Betriebe unabhängig von der konjunkturellen Lage Fachkräf-
te sichern. Dennoch hat die Dauer der Stellenbesetzung zugenommen. 
Die bestehenden Qualifikationen der arbeitslosen Kundinnen und Kun-
den in Köln, insbesondere im SGB II -Bereich, entspricht häufig nicht den 
Anforderungen der Unternehmen. Etwa 60 Prozent der arbeitslosen Per-
sonen, die im Jobcenter Köln  gemeldet sind, wünschen die Aufnahme  
einer Helfertätigkeit. Dem gegenüber steht eine bedeutend geringere 
Anzahl von gemeldeten Arbeitsstellen und ein niedriger Anteil von Helfer-
tätigkeiten.2 
 
                                            
1 Vgl. IAB Regionale Arbeitsmarktprognose 9/2019. 
2 Vgl. IAB Kurzbericht 18/2019

Seite 27 
Wir planen… 
 im Jahr 20 20 mit einer leicht sinkenden Anzahl erwerbsfähiger Leis-
tungsberechtigter und einer größer werde nden Arbeitslosigkeit für Men-
schen in der Grundsicherung . Dies führen wir a uf den Beschäftigun gs-
rückgang im Bereichen des produzierenden Gewerbes bzw. der Arbeit-
nehmerüberlassung zurück . Die Arbeitslosigkeit für Menschen mit 
Berufsabschluss wird tendenziell weiter sinken. Menschen ohne abge-
schlossene Berufsausbildung sind im Jahr 2020 voraussichtli ch von stei-
gender Arbeitslosigkeit betroffen.3 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                            
3 Vgl. IAB Kurzbericht 18/2019

Seite 28 
Die Kundenstruktur 
 
Wir zählen… 
 insgesamt 117.210 Personen, darunter 113.326 Regelleistungsberechtig-
te in 58.732 Bedarfsgemeinschaften im Juli 2019 im Jobcenter Köln. Un-
ter den Regelleistungsberechtigten gelten 80.031 Menschen als erwerbs-
fähige Leistungsberechtigte (ELB), davon sind 14.360 Menschen zwi-
schen 15 und 25 Jahren alt. Ungefähr 15 Prozent aller ELB stehen im 
Kontext Flucht.4 
 
 
 
Personengröße der Bedarfsgemeinschaften im Jobcenter Köln (Juni 2019) 
                                            
4 Vgl. BA Statistik: Arbeitsmarktreport, 10/2019.

Seite 29 
 
 
Wir arbeiten… 
 mit rund 6.600 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die marktnah  sind 
und die nach unserer Einschätzung bessere Integrationschancen haben. 
Ca. 46.000 Leistungsberechtigte sind nicht marktnah und benötigen da-
her deutlich mehr Unterstützung und Qualifizierung . 16.354 Menschen 
sind integriert, beziehen aber weiterhin Transferleistungen.  Zum Perso-
nenkreis für die keine Zuordnung erforderlich ist, zählen z. B. Erziehende 
mit betreuungsbedürftigen Kindern unter drei Jahren, Personen , die An-
gehörige pflegen oder Schülerinnen und Schüler die der Schulpflicht un-
terliegen.5 
 
Integrationsprognose der Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter Köln (Juli 2019)  
 
 
 
                                            
5 Vgl. Controlling-Cockpit SGB II, 10/2019, Berichtsmonat 6/2019.

Seite 30 
Wir begleiten… 
 33.680 Arbeitslose im Jobcenter Köln. Davon sind über  55 Prozent oder 
18.417 Menschen langzeitarbeitslos. Von allen arbeitslos gemeldeten 
Personen sind 46,9 Prozent weiblich, 43,5 Prozent mit ausländischer 
Staatsangehörigkeit und knapp sechs Prozent schwerbehindert. 18 Pro-
zent der Arbeitslosen (6.040 Personen) sind über 50 Jahre und älter. 
Knapp sechs Prozent der Arbeitslosen (1.960 Menschen) sind unter 25 
Jahre alt. 6 
 
 
Wir unterstützen… 
 58.931 Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln. Durch die Zu-
wanderung von geflüchteten Menschen ist der Antei l der Langzeitleis-
tungsbeziehenden im Kontext Flucht in der Vergangenheit deutlich an-
gestiegen, ein Trend der seit Mai 2019 rückläufig ist. Zum Ende dieses 
Jahres übersteigen die Abgänge von Kundinnen und Kunden aus dem 
Langzeitleistungsbezug die Übertritte in den Langzeitleistungsbezug. Wir 
gehen im nächsten Jahr von einem Rückgang der Langzeitleistungsbe-
ziehenden von 1,7 Prozent aus.7 
 
Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln (Juli 2019) 
                                            
6 Vgl. BA Statistik: Arbeitsmarktreport, 10/2019. 
7 Vgl. Controlling-Cockpit SGB II, 10/2019, Berichtsmonat 6/2019.

Beratungsverlauf (1)

05.03.2020 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 9.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
0592/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
20.02.2020
Erstellt
19.02.2020 11:14