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0062/2021

Kinderoper Köln – Förderung durch das Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 24.02.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 23.03.2021, TOP 10.14

Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Darstellung Kinderoper

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Anlage 3 Auszug aus der Sitzung des Finanzausschusses vom 15.03.2021

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Anlage 2 Förderantrag

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Beschlussvorlage Rat

9053 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/46/462 
 
Vorlagen-Nummer 
 0062/2021 
Freigabedatum  24.02.2021 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Kinderoper Köln – Förderung durch das Programm „Neue Wege„ des Ministeriums für Kultur 
und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem 
NRWKULTURsekretariat 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
 
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die zusätzlich durch die Bühnen aquirierte Förderung der Kin-
deroper Köln aus dem Projekt „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des 
Landes Nordrhein-Westfalen aufgeteilt auf zwei Spielzeiten (2020/21 und 2021/22) insgesamt 
1.241,4 T€ beträgt. Eine Veränderung des geplanten Jahresergebnisses der Oper ist durch die 
Förderung nicht zu erwarten. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Gesamthaushalt der 
Stadt Köln. 
 
2. Der stadtkölnische Beitrag für das interkommunale und vom Land NRW mitfinanzierte Projekt 
„Kinderoper Neue Wege“, wird auf 550,5 T€ für die Spielzeit 2020/21 und auf 557,9 T€ für die 
Spielzeit 2021/22 festgesetzt.  
Zur Finanzierung dieses Beitrags wird ein Teil des im Wirtschaftsplan der Bühnen Köln vorgese-
henen Betriebskostenzuschussanteils der Oper in Höhe von rund 550,5 T€ für die Spielzeit 
2020/21 und rund 557,9 T€ für die Spielzeit 2021/22 umgewidmet. Die Bereitstellung der Mittel er-
folgt damit im Rahmen des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans bzw. der Mittelfristplanung.  
 
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass aufgrund der tatsächlich genehmigten Fördermittel und der ent-
sprechend anzupassenden künstlerischen Planung die im Erfolgsplan des Wirtschaftsplans der 
Bühnen Köln für die Spielzeit 2020/21 angesetzten Gesamtbeträge sowohl der geplanten Erträge 
als auch der geplanten Aufwendungen überschritten werden.  
 
4. Der Eintrittspreis für erwachsene Besucher der Kinderoper wird von 12,50 € auf 20,00 € ange-
passt. 
 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 09.03.2021 
Finanzausschuss 15.03.2021 
Rat 23.03.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
Historie der Kinderoper Köln 
 
Die Kinderoper Köln wurde 1996 als Teil der Oper Köln gegründet und seitdem kontinuierlich 
weiterentwickelt und ausgebaut. Zunächst im Yakultzelt im Foyer der Oper Köln am Offenbachplatz 
beheimatet, übersiedelte sie in den ersten Jahren des Interims ins Alte Pfandhaus, seit nunmehr vier 
Jahren hat die Kinderoper im Saal 3 der Oper Köln im Staatenhaus eine eigene Spielstätte. Im Zuge 
der Generalsanierung der Bühnen Köln wird die Kinderoper Köln eine eigene Spielstätte erhalten. In 
den nun 23 Jahren ihres Bestehens hat sich die Kinderoper als - stetig wachsendes - Erfolgsmodell 
erwiesen. Die hohe musikalische und szenische Qualität wird bisher durch die hohe intrinsische Moti-
vation aller Beteiligten ermöglicht. 
 
Das Publikum der Kinderoper Köln setzt sich nicht nur aus den Jüngsten oder Schulklassen zusam-
men. Die Vorstellungen werden seit einigen Jahren auch von Menschen aller Altersgruppen gerne 
besucht. Bekannte Opern in kürzerer Spieldauer, die generationenübergreifende Gemeinschaft im 
Zuschauerraum, der direkte Kontakt von jungen und alten Menschen ist auch für eine ältere Besu-
cherschicht attraktiv - nicht nur im Rahmen des Projektes „Oper für Jung und Alt“, das Menschen mit 
Demenz den Besuch in regulären Kinderopern-Vorstellungen ermöglicht. Erreicht werden somit 
Operneinsteigerinnen und Opernliebhaberinnen jeden Alters. 
 
 
Projekt „Neue Wege“ und Förderung durch das Land NRW 
 
Von den Anfängen der Kinderoper bis heute ist das Angebot der Kinderoper Köln ständig erweitert 
worden: Die Vorstellungsanzahl wurde für eine größere Zuschauerkapazität ebenso erhöht wie das 
Angebot an Veranstaltungen und das begleitende Angebot der Abteilung Theater und Schule. Die 
steigenden Auslastungszahlen und die Inanspruchnahme der Angebote von Theater und Schule zei-
gen, dass der Bedarf an professionellen Darbietungen der Kinderoper Köln groß ist und die Bedeu-
tung der Kinderoper Köln weiter steigt. Dies bedeutet für die Oper Köln, aus deren Budget die Kin-
deroper finanziert wird, auch in Zukunft einen erhöhten Personalbedarf und höhere Produktionskos-
ten, ohne die der 
erfolgreiche Spielbetrieb der Kinderoper nicht aufrechterhalten und vor allem nicht weiterentwickelt 
werden kann.  
 
Um die Kinderoper Köln in seiner jetzigen Form zu konsolidieren und weiterentwickeln zu können, 
muss sie als Abteilung der Oper Köln mit eigenem Budget und Personal ausgestattet werden. Mit 
Hilfe der Förderung zur Profilbildung des Landes NRW kann das notwendige Jahresbudget und die 
Personalstellen nachhaltig geschaffen werden, so dass die Zukunftsfähigkeit der Kinderoper konsoli-
diert und weiterentwickelt werden kann. 
 
Die Förderung des Landes NRW aus dem Projekt „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wis-
senschaft des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt 1.241,4 T€, aufgeteilt auf 3 Jahre (2020, 2021 und

3 
20222) bzw. 2 Spielzeiten (2020/21 und 2021/22). 
 
Eine Ausführliche Erläuterung des Projektes „Neue Wege“ ist in Anlage 1 (Antrag für die Förderung 
„Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die 
Schaffung einer eigenen Abteilung Kinderoper Köln) enthalten. 
 
 
Wirtschaftsplan der Bühnen Köln für die Spielzeit 2020/21  
 
Aufgrund der zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanerstellung für die Spielzeit 2020/21 noch laufenden 
Förderanträge wurde zunächst nur zwei Produktionen und eine Wiederaufnahme im Aufwand mit 
190,9 T€ kalkuliert und ein entsprechender Ertrag von 50,5 T€ antizipiert. Basierend auf der Höhe der 
zwischenzeitlich tatsächlich realisierten Fördermittel wird die künstlerische Planung angepasst. 
Exemplarisch sei hier die Aufführung des gesamten „Ring des Nibelungen“, die Uraufführung von „Die 
Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“, sowie eine zeitgenössische Kinderoper in einer 
Neuinszenierung von jungen und zeitgenössischen Komponist*innen,wobei der musikalische An-
spruch und die Experimentierfreudigkeit den zeitgenössischen „großen“ Opernuraufführungen in 
nichts nachstehen werden. 
 
Folglich werden die im Wirtschaftsplan angesetzten Gesamtbeträge sowohl der geplanten Erträge als 
auch der geplanten Aufwendungen überschritten werden. Eine Veränderung des geplanten Jahreser-
gebnisses ist dadurch nicht zu erwarten.  
 
 
Beitrag der Stadt Köln  
 
Als Beitrag der Stadt Köln wird lediglich die Umwidmung eines Teils des Betriebskostenzuschusses 
der Oper notwendig. Hierbei handelt es sich um 550,5 T€ für die Spielzeit 2020/21 und 557,9 T€ für 
die Spielzeit 2021/22. 
 
 Spielzeit 2020/21 
in T€ 
Spielzeit 2021/22 
in T€ 
Aufwand der Kinderoper „Neue Wege“ 1.263,7 1.219,0 
Förderung NRW 631,9 609,5 
Erlöse aus Kartenverkäufen 56,3 43,7 
Zuschüsse und Spenden 25,0  
Eigenanteil der Oper/ Umwidmung BKZ 550,5 557,9 
 
Die Bereitstellung der Mittel erfolgt damit im Rahmen des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans 
bzw. der Mittelfristplanung. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Gesamthaushalt der Stadt 
Köln. 
 
 
Finanzierung in den Spielzeiten 2020/21 bis 2021/22 
 
Die Finanzierung der Kinderoper erfolgte bis dato ausschließlich aus dem Wirtschaftsplan der Oper 
Köln und durch Spenden von Sponsoren, beziehungsweise Vereinen. Die nun zusätzliche Förderung 
seitens des NRW-KULTURsekretariats beläuft sich –voraussichtlich- auf die Spielzeiten 2020/21 und 
2021/22. Diese Zuwendungen durch das NRW-KULTURsekretariat, respektive `Neue Wege`, erfol-
gen nach Haushaltsjahren: 
 
 
2020 für 2020/21    222.586,00 €  
 
2021 für 2020/21 und 2021/22    613.920,00 €  
 
2022 für 2021/22    404.883,00 €  
 
Durch die Bezuschussung des NRW-KULTURsekretariats ermöglicht eine höhere Anzahl an Vorstel-
lungen um der stetig hohen Nachfrage der Kinderoper Köln gerecht werden zu können.

4 
 
Unabhängig hiervon bezuschusst die Pandion AG den „Ring für Kinder“ mit insgesamt 60 T€ und die 
Freunde der Kinderoper Köln e.V. bezuschussen die Kinderoper jährlich mit 9 T€.  
 
 
Berichtswesen 
 
Für die Kinderoper „Neue Wege“ wird ein separates Berichtswesen erfolgen. D. h. zusammen mit den 
Quartalsbrichten der Bühnen Köln wird es einen Bericht zur Kinderoper geben. Dieser wird analog 
zum Bericht für Richard Siegal / Ballet of Difference, der sich bereits in der Vergangenheit bewährt 
hat, erfolgen. Dies entspricht den Erfordernissen eines derzeit auf 2 Jahre befristeten Projektes.  
 
 
Anpassung der Eintrittspreise für Erwachsene 
 
Eine Anpassung der Eintrittspreise für Erwachsene bzw. Erwachsene, die Ihre Kinder begleiten, er-
scheint aufgrund des größeren Aufwandes und der weiteren Qualitätssteigerung von 12,50 € auf 
20,00 € angemessen. Die Preise für Kinder und Schulklassen inkl. Lehrerbegleitung und die entspre-
chenden Ermäßigungen bleiben unverändert.  
 
Anlagen

Anlage 1 Darstellung Kinderoper

34538 Zeichen

DIE KINDEROPER  
KÖLN
Profil und Neuerungen durch die Förderung  
im Rahmen des Programms 
»Neue Wege« des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft 
des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem  
NRWKULTURsekretariat
OPER /   \ KÖLN
KINDER
VORGELEGT VON DR. BIRGIT MEYER, INTENDANTIN DER OPER KÖLN
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes  
Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat

KINDER SIND IN DER OPER KÖLN NICHT DAS  
PUBLIKUM VON MORGEN, SONDERN VON HEUTE! – 
HÖCHSTES KÜNSTLERISCHES NIVEAU  
FÜR EIN JUNGES PUBLIKUM
Die Geschichte der Kinderoper Köln
Die Kinderoper Köln wurde 1996 als T eil der Oper Köln gegründet und seitdem kontinuier -
lich weiter entwickelt und ausgebaut. Zunächst im Yakultzelt im Foyer der Oper Köln am 
Offenbachplatz beheimatet, übersiedelte sie in den ersten Jahren des Interims ins Alte Pfand -
haus (ca. 130 Plätze), seit nunmehr fünf Jahren hat die Kinderoper im Saal 3 der Oper Köln 
im StaatenHaus eine eigene Spielstätte (mit 200 Plätzen). Im Zuge der Renovierung der 
Bühnen Köln wird die Kinderoper Köln eine eigene Spielstätte – ebenfalls mit rund 200 Plätzen 
– erhalten.
In den nun 24 Jahren ihres Bestehens hat sich die Kinderoper als – stetig wachsendes –  
Erfolgsmodell  erwiesen, an dem das Internationale Opernstudio der Oper Köln, SolistInnen 
der Oper Köln, Musikerlnnen des Gürzenich-Orchesters Köln, Gäste und alle Gewerke und 
Abteilungen der Oper Köln Anteil haben. Die hohe musikalische und szenische Qualität wird 
durch die hohe intrinsische Motivation aller Beteiligten ermöglicht.
CARL ORFF »DIE KLUGE«
2OPER KÖLN

Von den Anfängen der Kinderoper bis heute ist das Angebot der Kinderoper Köln ständig 
erweitert worden: Die Vorstellungsanzahl wurde für eine größere Zuschauerkapazität eben -
so erhöht wie das Angebot an Veranstaltungen und das begleitende Angebot der Abteilung 
Theater und Schule. Die steigenden Auslastungszahlen und die Inanspruchnahme der Ange -
bote von Theater und Schule zeigen, dass der Bedarf an professionellen Darbietungen der 
Kinderoper Köln groß ist und die Bedeutung der Kinderoper Köln weiter steigt.
So feiert die Kinderoper Köln im September 2021 nicht ohne Grund ihr 25-jähriges Jubiläum!
Seit der Gründung der Kinderoper Köln wurde sie aus dem Budget der Oper Köln finanziert. 
Mit dem zunehmenden Erfolg und der stetigen Erweiterung des Angebots erhöhten sich auch 
der Personalbedarf und die Produktionskosten, ohne die der erfolgreiche Spielbetrieb der 
Kinderoper nicht aufrecht zu erhalten ist und vor allem nicht weiterentwickelt werden kann. 
Zudem ist auch die Nachfrage nach Karten für die Kinderoper kontinuierlich gestiegen, und 
die Auslastung in der letzten Spielzeit lag bei 98 %. Um diesem wachsenden Bedarf Rech -
nung zu tragen, musste eine tragfähige Finanzierung der Kinderoper geschaffen werden.
3OPER KÖLN

WARUM ES DIE KINDEROPER KÖLN SEIT BALD  
25 JAHREN GIBT: KRAFT UND SINNLICHKEIT EINES 
OPERN-LIVE-ERLEBNISSES
Das Profil der Kinderoper Köln
Oper bedeutet nicht, eine Aufnahme auf CD zu hören, sondern sie hat – auf die Bühne gebracht – 
unmittelbare Kraft und die Sinnlichkeit eines Live-Erlebnisses. In der Kinderoper Köln bilden 
nicht Einführungen, Belehrungen oder »pädagogische, kindgerechte Inszenierungen«, in 
denen die Lebenswirklichkeit der Kinder als entscheidendes Moment in die Produktion 
eingehen, sondern große Originalwerke der Operngeschichte den Schwerpunkt. Bei der 
Auswahl der Stücke und deren Fassung für die Kinderoper wird besonderer Wert auf Länge, 
Sujet und die Transparenz und Verständlichkeit der Handlung gelegt. Eine Vielfalt von Mo -
tiven aus Märchen, Mythen und Sagen werden auf die Bühne gebracht, auch zeitgenössische 
Geschichten werden erzählt.
Um der Aufmerksamkeitsspanne der Kinder gerecht zu werden, werden Werke der Opernlit -
eratur zwar gekürzt, aber die Intention wird beibehalten. Oper für Kinder zu machen bedeutet 
nicht, Inhalte zu verharmlosen, zu verniedlichen oder gar zu negieren.  Ein besonderer Schwer -
punkt bei der Erstellung der Fassungen für die Kinderoper liegt darauf, die komplexen  
Geschichten und Figuren in eine für unerfahrene Zuhörerlnnen/Zuschauerlnnen fassliche 
CARL ORFF »DIE KLUGE«
4OPER KÖLN

Form zu bringen. Die Orchesterbesetzung wird auf Kammeropernbesetzungen von 15 bis 18 
InstrumentalistInnen verkleinert. Um dennoch einen authentischen Klang zu erhalten, 
werden im Bedarfsfall eigens Arrangeure engagiert. Oper und Musiktheater werden so auf 
höchstem szenischen und musikalischen Niveau einem jungen Publikum dargeboten. Das Angebot 
erstreckt sich dabei von Werken der Operngeschichte in kompakter Form über Auftrag -
swerke, Tanz für Kinder und mobilen Produktionen für Kindergärten und Kitas. Erreicht 
wird damit ein Publikum ab drei Jahren. 
Doch das Publikum der Kinderoper Köln setzt sich nicht nur aus den Jüngsten oder Schul -
klassen zusammen. Die Vorstellungen werden seit einigen Jahren auch von Menschen aller 
Altersgruppen gerne besucht.  Bekannte Opern in kürzerer Spieldauer, die generationenüber -
greifende Gemeinschaft im Zuschauerraum , der direkte Kontakt von jungen und alten Men -
schen ist auch für eine ältere Besucherschicht attraktiv – nicht nur im Rahmen des Projektes 
»Oper für Jung und Alt«, das Menschen mit Demenz den Besuch in regulären Kinder  opern-
Vorstellungen ermöglicht (siehe Seite 14). Erreicht werden somit OperneinsteigerInnen und 
OpernliebhaberInnen jeden Alters.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Empathie, die das junge und ältere Publikum 
in doppelter Hinsicht erlebt: Empathie für die singenden und handelnden Figuren auf der 
Bühne, Empathie für den Besucher oder Besucherin, der/die unmittelbar neben einem sitzt 
und möglicherweise bedeutend älter und jünger als man selbst ist.
Die Oper Köln im StaatenHaus ist als ein offenes Haus bekannt , das ein breites Angebot für 
Kinder und Jugendliche zu einem erschwinglichen Eintrittspreis anbietet und dadurch  
ermöglicht, Schwellenängste abzubauen.
»OPER FÜR JUNG UND ALT« (SIEHE SEITE 14)
5OPER KÖLN

GELEBTE INKLUSION SOWIE PARTIZIPATION VON 
KINDERN UND JUGENDLICHEN
Die Kinderoper Köln wirkt mit verschiedensten Projekten in die 
Stadt hinein
  Hans Werner Henzes »Pollicino«  wurde in Kooperation mit rund 100 SchülerInnen 
des Humboldt-Gymnasiums Köln und der Rheinischen Musikschule auf die Bühne 
gebracht.
HANS WERNER HENZE »POLLICINO«
RAINER MÜHLBACH, MUSIKALISCHER LEITER DER KINDEROPER KÖLN, PROBT MIT SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN »POLLICINO«

  Die mobile Oper »Irgendwie Anders«  thematisiert Anderssein und Ausgrenzung;  
die ebenfalls mobile Oper »Pin Kaiser und Fip Husar«  thematisiert Freundschaft 
zwischen verschiedenen Kulturen und Umweltverschmutzung. Spielorte sind Förder -
schulen und inklusive Kitas in und um Köln. Eine neue mobile Produktion für ver -
schiedene Altersgruppen ist für die Spielzeit 2021.22 in Planung.
   Jung und Alt werden zusammen gebracht:  Das Konzept von »Oper für Jung und Alt« 
wird ständig weiterentwickelt. Die Oper Köln veranstaltete zum Thema »Oper  
und Demenz« 2019 ein Symposium  in hochkarätiger Besetzung. Eingeladen waren  
bundesweit MitarbeiterInnen von (Musik-)Theatern, Musikpädagoglnnen und 
Leiter Innen des Sozialen Dienstes. Während des Symposiums wurde in der Kinder -
oper Köln »Die Zauberflöte für Kinder« zusammen mit Kindern und Menschen mit 
Demenz besucht. Die musikalische und theaterpädagogische Arbeit mit Menschen 
mit Demenz konnte in mehreren Workshops praktisch erfahren werden. Die Projekt -
erfahrungen der Oper Köln werden an andere Opernhäuser weitergegeben, sodass 
auch dort die Demenzarbeit eingeführt oder intensiviert wird. Institutionen des  
Sozialen Dienstes erhielten im Sym -
posium Anregungen, ein »Oper und 
Demenz«-Projekt zusammen mit dem 
nächstgelegenen Opernhaus auch in 
ihrer Einrichtung durchzuführen. 
Mit dem Symposium leistete die 
Oper einen wesentlichen Beitrag zur 
Inklusion von Demenzerkrankten, 
indem eigene Projekterfahrungen an 
andere Kulturschaffende weiterge -
geben wurden.
FRANK ENGEL  
»PIN KAISER  
UND FIP HUSAR«
»PIN KAISER UND FIP HUSAR«
7OPER KÖLN

  Zu Strawinskys »Die Nachtigall«  wurde 2019.20 erstmals ein Projekt mit Gehörlosen 
verwirklicht.
   Der barrierefreie Zugang  zum Spielort der Kinderoper im StaatenHaus ist selbstver -
ständlich.
   Das Auftragswerk »Lollo«  (in Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum Wien) 
war darauf ausgelegt, dass sich Vorschulkinder sowohl musikalisch als auch szenisch 
an der Umsetzung beteiligen.
RALF GSCHEIDLE »IRGENDWIE ANDERS« IM WALDKINDERGARTEN
8OPER KÖLN

DER SPIELPLAN DER KINDEROPER KÖLN  
VOM BAROCK ZUR ZEITGENÖSSISCHEN MUSIK
Stilistische Vielfalt und thematische Relevanz sind maßgeblich 
für den Spielplan der Kinderoper Köln. Die Bandbreite geht 
dabei durch alle Epochen, wobei ein besonderes Augenmerk 
auf Uraufführungen und Auftragswerke zeitgenössischer 
Komponist Innen liegt.
   Uraufführungen / Auftragswerke  
»Die Heinzelmännchen zu Köln« von 
Ingfried Hoffmann  
»Irgendwie Anders« von Ralf Gscheidle  
»Pin Kaiser und Fip Husar« von Frank 
Engel 
»Die Geschichte vom Fuchs, der den 
Verstand verlor« von Johannes Wulff-
Woesten (im Entstehen, ermöglicht auch 
durch die Förderung »Neue Wege«)
   Zeitgenössische Opern  für Kinder und 
Jugendliche  
»Der T eufel mit den drei goldenen Haar -
en« von Stefan Johannes Hanke  
»Pünktchen und Anton« von Iván Eröd
   Kammeropern oder Opern der Moderne  in 
einer Inszenierung für Kinder  
»Die Kluge« von Carl Orff  
»Die Nachtigall« von Igor Strawinsky
9OPER KÖLN
STEFAN JOHANNES HANKE  
»DER TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN«
INGFRIED HOFFMANN  
»DIE HEINZELMÄNNCHEN ZU KÖLN«

  Werke der Operngeschichte in »kompakter« Fassung  
»Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner  
»Die Zauberflöte« von Wolfgang Amadeus Mozart  
»Hoffmanns Erzählungen« von Jacques Offenbach  
»König Arthur« von Henry Purcell u. a.
  mobile Produktionen  für Gastspiele in Kitas – die Kinderoper geht in die Stadt hinein  
»Irgendwie Anders« von Ralf Gscheidle  
»Pin Kaiser und Fip Husar« von Frank Engel
  partizipative Produktionen und Formate  
»Pollicino« von Hans Werner Henze  
»Lollo« von Elisabeth Naske  
Advent in der Oper  
Schattentheater  
digitales Programmheft
  Tanzproduktionen  
Uraufführungen »Zwischen den Seiten« und »T oyBox«,  
beide von Johnny Lloyd/Sven Kacirek
   »R(h)einhören!« – Geschichten mit Musik für Kinder  
(in Kooperation mit dem Jungen Literaturhaus Köln)
LINKS: WOLFGANG AMADEUS MOZART »DIE ZAUBERFLÖTE«  
RECHTS: JACQUES OFFENBACH »HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN« 
LINKS: JOHNNY LLOYD / SVEN KACIREK »ZWISCHEN DEN SEITEN«  
RECHTS: »R(H)EINHÖREN!« MIT RALPH CASPERS

 RICHARD WAGNER »DER RING DES NIBELUNGEN FÜR KINDER«
Seit der Spielzeit 2017.18 wird jedes Jahr ein T eil der T etralogie 
in einer »kompakten« Fassung auf die Bühne gebracht –  
dies ist weltweit der erste »Ring«-Zyklus in vier Teilen für Kinder!
ZWEI AUSGEWÄHLTE PROJEKTE …
 RICHARD WAGNER »DER RING DES NIBELUNGEN FÜR KINDER«  
 »OPER FÜR JUNG UND ALT«: OPER FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
11OPER KÖLN
RICHARD WAGNER »DAS RHEINGOLD«

Die Fassungen erstellen Rainer Mühlbach (Leiter des Internationalen Opernstudios der 
Oper Köln und Musikalischer Leiter der Kinderoper Köln) und Brigitta Gillessen (Leiterin 
der Kinderoper und Regisseurin des »Ring«). Für das bessere Verständnis werden hand -
lungsrelevante Passagen fallweise in wenigen, kurzen 
Dialogen ausgeführt.
Für die Orchester-Arrangements konnte der Kom -
ponist Prof. Stefan Behrisch gewonnen werden. Die 
gekürzte Fassung bedeutet daher keineswegs, dass 
eine »Light«-Fassung mit »weniger Noten« oder »ein -
facherem Gesang« geboten wird. Sowohl die Größe 
des musikalischen Gestus als auch die Komplexität 
der Figuren und der Handlung werden in der 
Bearbei tung bewahrt. Eine weitere Herausforderung 
für die Konzeption und die Ausstattung (Christof 
Cremer) ist, dass der »Ring«-Zyklus zunächst im 
StaatenHaus gezeigt und anschließend in die neue 
Kinderoper am Offenbachplatz übernommen wird. 
Die Rollen singen Mitglieder des Internationalen 
Opernstudios der Oper Köln, SolistInnen der Oper 
Köln sowie Gäste.
Die Inszenierung des »Ring des Nibelungen für 
Kinder« schafft in einem Grundraum, der für jede der 
vier Opern weiter entwickelt wird, eindrucksvolle 
Bilder und archetypische Figuren, die auf die mytho -
12OPER KÖLN
RICHARD WAGNER »DAS RHEINGOLD«
RICHARD WAGNER »DIE WALKÜRE«

logische Herkunft der Handlung verweisen, aber auch ihre bemerkenswerte Aktualität her -
vorheben: die Bedrohung einer ursprünglich intakten Naturlandschaft durch die Habgier und 
Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch die Menschheit und die Götterwelt.
Das Orchesterarrangement von Stefan Behrisch schreibt Wagners Orchesterbesetzung auf  
18 InstrumentalistInnen um, ohne den typischen »Wagner-Klang« zu verlieren. Dem kommt 
die außergewöhnliche Qualität von Stefan Behrischs Arbeit zugute, der als Komponist und 
Arrangeur international tätig ist und u. a. mit dem Los Angeles Philharmonie Orchestra sowie 
mit dem Filmkomponisten Hans Zimmer zusammen arbeitet.
Insbesondere Opern-Einsteigerlnnen, die neugierig auf Wagners Werk sind, besuchen seit 
2017 die Vorstellungen des »Ring des Nibelungen für Kinder« und erfahren erstmalig Dyna -
mik und Kraft von Wagners Musik.
13OPER KÖLN
RICHARD WAGNER »SIEGFRIED«

 »OPER FÜR JUNG UND ALT«: OPER FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
Viele praktische Projekte und die Forschung der letzten Jahre 
zeigen deutlich, dass Musik einen positiven Einfluss auf die  
Lebensqualität von Menschen mit Demenz hat. Und es zeigt 
sich, dass Begegnungen mit Kindern aktivierend auf sie wirken.
Musik und Kinder also – aber genau das ist es, was die Kölner Kinderoper wesentlich aus-
macht. So entstand vor fünf Jahren die Idee, Menschen mit Demenz den Besuch der Kin -
deroper zu ermöglichen. Es wurden von Anfang an keine Veranstaltungen speziell für Menschen 
mit Demenz konzipiert, sondern vielmehr wird durch den Besuch regulärer Vorstellungen der Kin-
deroper Inklusion und kulturelle Teilhabe auch für demenziell Erkrankte verwirklicht.  Ein Zugang 
zu Opernvorstellungen findet im normalen und gewohnten Ambiente eines Opernhauses 
statt.
Es gibt eine Fülle von formalen Faktoren, die ein solches Projekt begünstigen, hier nur eine  
Auswahl:
  Für Menschen mit Demenz eignet es sich besonders, dass die Vorstellungen vorwiegend 
am Vormittag oder am Nachmittag stattfinden. Die physische und psychische Belast -
barkeit ist in dieser Zeit am höchsten, außerdem lassen sich frühe T ermine gut in den 
Tagesablauf von Pflegeeinrichtungen integrieren. Oder man kann nach der Vorstel -
lung noch einen Kaffee trinken gehen.
  Eine Aufführungsdauer von etwa einer Stunde ist optimal, es lässt sich aber feststellen, 
dass auch Opern von längerer Dauer aufmerksam verfolgt werden.
14OPER KÖLN
»OPER FÜR JUNG UND ALT«: DER VORSTELLUNGSBESUCH WIRD ZU EINEM GENERATIONENÜBERGREIFENDEN ERLEBNIS.

   Die Kölner Kinderoper hat 200 Plätze, die BesucherInnen erleben eine Aufführung 
in unmittelbarer Nähe zu MusikerInnen und SängerInnen und kommen in Kontakt 
mit ihnen. Der Opernbesuch wird so, gemeinsam mit dem jungen Publikum, zu einem 
generationenübergreifenden und -verbindenden Erlebnis.
  Kindervorstellungen folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. In Momenten großer Span -
nung stehen plötzlich alle auf. Rhetorische Fragen werden nicht als solche verstanden, 
sondern man meldet sich, um die Frage zu beantworten. Sind viele DarstellerInnen 
auf der Bühne, beschließen Kinder manchmal, sich nicht mit einer passiven Rolle 
zufrieden geben sondern aktiv ins Geschehen einzugreifen. Das Geschehen wird 
kommentiert. Es gibt Gelegenheiten zum Mitsingen. Und wie so ein Federkostüm in 
Strawinskys »Die Nachtigall« gemacht ist, kriegt man am besten raus, wenn man es 
anfasst. Vielleicht kann man ja sogar so eine Feder als Souvenir mitnehmen ...
  Das gesamte Ensemble ist also auf Publikumsreaktionen eingestellt. Die Angst von 
vielen Angehörigen, der von ihnen betreute Mensch mit Demenz könne das in Opern -
vorstellungen erwünschte soziale Verhalten vernachlässigen, ist also nicht von Bedeu-
tung. Und im Übrigen in fast allen Fällen unbegründet.
DAS PROJEKT IST SEHR ERFOLGREICHER UND FESTER BESTANDTEIL DER KINDEROPER KÖLN.  
Konnten zu Beginn nur vier T ermine pro Spielzeit angeboten werden, so sind es inzwischen 
mehr als zwanzig, und alle werden wahrgenommen. Das Angebot wird sowohl von Angehöri-
gen, die einen Menschen mit Demenz zu Hause betreuen, als auch von Einrichtungen 
wahrgenommen. Die Bedürfnisse und Ressourcen der Zielgruppe erfordern bestimmte 
Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Durchführung, die aber sind inzwischen vielfach 
erprobt. In der Spielzeit 2015.16 wurde dazu im Rahmen einer Masterarbeit eine empirische 
Studie durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Gelingensbedingungen sind 
zusammengefasst und werden Privatpersonen und Institutionen, die mit demenziell Erkrank -
ten arbeiten, schriftlich zur Verfügung gestellt. Es gibt inszenierungsbezogenes Material, 
beispielsweise mit einer bebilderten oder schriftlichen Nacherzählung der Geschichte, Kom -
ponistlnnenportraits, Notenbeispielen ausgewählter Arien zum Mitsingen usw., das ange -
fordert werden kann und mit dessen Hilfe die BesucherInnen sich schon im Vorfeld mit dem 
Operninhalt und der Musik beschäftigen können. Unmittelbar vor der Vorstellung können 
sowohl DarstellerInnen der Inszenierung in ihre Rolle einführen, als auch Gegenstände wie 
z. B. Requisiten und Kostümteile gezeigt werden. Das erhöht den Wiedererkennungseffekt 
in der Vorstellung. In den Einrichtungen kann der Opernbesuch einige Tage nach der Vor -
stellung in einem musiktheater-praktischen Workshop nachbereitet werden. Im Mittelpunkt 
der ersten Workshops stand zunächst die musikalische Nachbereitung: leicht erlernbare 
Opernausschnitte und andere bekannte Lieder, die thematisch mit dem Operninhalt verknüpft 
sind, wurden gesungen.
Inzwischen hat sich die kleine Spielform »Kästchentheater« als gute Form der theaterprak -
tischen Nachbereitung erwiesen. Die Handlung des besuchten Stücks wird erzählt und von 
den demenziell Erkrankten mit den zu kleinen Puppen umgestalteten Kostümfigurinen im 
Kästchentheater nachgespielt. Musikalische Ausschnitte aus der Oper werden dazu eingespielt 
oder mit den T eilnehmerInnen gesungen.
15OPER KÖLN

Dass sich sowohl der Mensch mit Demenz als auch die Angehörigen oder BegleiterInnen 
wohlfühlen, zeigt das Beispiel einer Frau, die mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter häufig 
Vorstellungen besucht. Sie berichtete, dass nicht nur ihrer Mutter, sondern auch ihr selbst die 
Vorstellungen großen Spaß machten. Habe sie bei anderen Veranstaltungen oft das Gefühl, 
sie sei die Betreuerin und ihre Mutter die Kranke, so seien Besuche in der Kinderoper von 
einer ganz alten, sehr angenehmen Tradition geprägt: Mutter und T ochter gehen zusammen 
in die Oper. Und das ist doch sehr schön.
Das Projekt »Oper für Jung und Alt« wurde im Dezember 2017 mit dem Rudi Assauer Preis  
ausgezeichnet.
16OPER KÖLN
NACH DEM BESUCH EINER VORSTELLUNG VON »HOFFMANNS ER -
ZÄHLUNGEN« IM RAHMEN VON ›OPER FÜR JUNG UND ALT‹ KAM 
DIE ABTEILUNG THEATER UND SCHULE IN DIE EINRICHTUNG, 
UM DAS ERLEBTE MIT GEMEINSAMEM GESANG UND SPIEL 
NACHZUBEREITEN.

AUSZEICHNUNGEN FÜR DIE KINDEROPER KÖLN
Rudi Assauer Preis
UNICEF-Pate Köln
OPER! A W ARD: Bestes Education-Programm
  Das Projekt »Oper für Jung und Alt« wurde im Dezember 2017 mit dem Rudi Assauer -
Preis  ausgezeichnet, dem bedeutendsten Preis für ein Demenzprojekt in Deutschland.
   Im November 2018 wurde der Kinderoper Köln, als erster Institution in NRW, der  
Titel UNICEF-Pate  Köln durch UNICEF verliehen. Damit startete eine Kooperation 
zwischen der Kinderoper Köln und UNICEF mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für die 
Kinderrechte zu schaffen und in Köln gemeinsame Aktionen für Kinder zu entwick -
eln. Die umfangreiche kulturelle und theaterpädagogische Arbeit der Kinderoper 
Köln, der ältesten Kinderoper Europas, spielt im Rahmen der Partnerschaft eine 
zentrale Rolle.  
 
Anne Lütkes, Deutsches Komitee für UNICEF anlässlich der Verleihung der  
Patenschaft:  
»Jungen Menschen die W elt der Musik und der Oper, den Stellenwert von Kunst und 
Kreativität näherzubringen, ist eine wundervolle Aufgabe. Bei der UNICEF-Arbeit für 
Kinder in Not zeigt sich immer wieder, dass Musik und kreative Angebote für Kinder 
gerade in schwierigen Situationen eine große Hilfe sein können.«
KIMBERLEY COLEGROVE (LEITERIN DER UNICEF-ARBEITSGRUPPE KÖLN), DR. ARND D. KUMERLOEVE (DEUTSCHES KOMITEE FÜR UNICEF UND MITGLIED DER FREUNDE DER OPER KÖLN), ANNE LÜTKES 
(DEUTSCHES KOMITEE FÜR UNICEF), OB HENRIETTE REKER, HANSMANFRED BODEN (VORSITZENDER DES FÖRDERVEREINS DER KINDEROPER), DR. BIRGIT MEYER (INTENDANTIN DER OPER KÖLN),  
BRIGITTA GILLESSEN (LEITERIN DER KINDEROPER KÖLN) UND DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER DER HENRY-FORD-REALSCHULE KÖLN

  Für ihr gesellschaftliches Engagement, ihre Breitenwirkung in die Stadt hinein und 
die enge Verknüpfung mit Theater und Schule wurde die Oper Köln, Kinderoper 
Köln 2019 mit dem OPER! AWARD  für das Beste Education Programm  – mit folgender 
Jury-Begründung – ausgezeichnet:
 
»Seit 1996 gehört die Kinderoper zur Oper Köln. Sie hat einen eigenen 
Spielplan für unterschiedliche Altersgruppen von jungem Publikum und eine 
eigene Bühne. Ob die gelungene Kinderfassung von › Hoffmanns Erzählun-
gen‹ oder W agners ›Ring des Nibelungen‹  – so mancher Operngänger  
beneidet die Jungen um die intelligenten Produktionen der Kinder  oper Köln. 
Außerdem bietet das Education Programm vielfältige, genau zugeschnittene 
theaterpädagogische Angebote für Kitas und Schulen und lädt unter dem 
Motto ›Oper für Jung und Alt‹ 
auch Menschen mit Demenz 
ein. Ein außergewöhnliches, 
höchst bewundernswertes ge -
sellschaftliches Engagement!«
18OPER KÖLN
FRANK ROHDE (THEATERPÄDAGOGE) UND BRIGITTA GILLESSEN (LEITUNG KINDEROPER KÖLN)

DIE KINDEROPER KÖLN ALS EIGENE ABTEILUNG  
INNERHALB DER OPER KÖLN
Förderung der Kinderoper durch das Programm »Neue Wege« 
des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes  
Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem  
NRWKULTURsekretariat
War bislang für die Kinderoper der Oper Köln nur eine eigene Stelle eingerichtet, die Leitung 
der Kinderoper, ermöglicht die Förderung »Neue Wege« die Schaffung einer eigenen Abteilung 
mit folgenden Stellen :
KINDEROPER  
MUSIKALISCHE LEITUNG Rainer Mühlbach
LEITUNG Brigitta Gillessen
DRAMATURGIE Tanja Fasching
THEATERPÄDAGOGIN Johanna Lindenberg
KORREPETITORIN Sarang Choi
ASSISTENZ LEITUNG KINDEROPER Isabella Schleger
INSPIZIENZ Benedikt Lucks
BELEUCHTUNG Patrick Kirsch
TON Matthias Lühmann
BÜHNENTECHNIK Michael Dirsing  
› Patrick Kirsch › Mike Wienrich
MASKE Ulrike Kroll › Stephanie Michel-T eschke 
REQUISITE Anna Lowygina
ANKLEIDERINNEN Sabine Auberle › Jutta Port
FSJ KULTUR Senta Verbeet
Die hohe Motivation und die Begeisterung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die 
ausgeprägte T eamarbeit tragen dazu bei, die Kinderoper auf höchstem musikalischen und 
künstlerischen Niveau zu präsentieren. Die Mehrheit der Besetzung der neu gegründeten 
Abteilung Kinderoper hat eine grundsolide Ausbildung, jahrelange Erfahrung im Opernbe -
reich und große Freude daran, ihr eigenes Wissen und Können an die jungen Kolleginnen und 
Kollegen vorbehaltlos weiterzugeben. Selbstverständlich sind auch weiterhin alle Gewerke der 
Oper Köln an der Herstellung und Betreuung der Produktionen in der Kinderoper beteiligt.
Mit Hilfe der Förderung zur Profilbildung des Landes NRW konnten das notwendige Jahres-
budget und die Personalstellen für zwei Spielzeiten (2020.21 und 2021.22) geschaffen werden, 
und es besteht die Möglichkeit der Verstetigung der Fördermittel ab der Spielzeit 2022.23.
ENSEMBLE KINDEROPER
DAMEN Ye Eun Choi › Ana Fernández Guerra  
› Rebecca Murphy ›  Maike Raschke  
› Luzia Tietze ›  Lotte Verstaen
HERREN Sung Jun Cho ›  Stefan Hadžic´
19OPER KÖLN

Die Kinderoper Köln kann mit Hilfe der Förderung des Landes NRW das folgende Programm  
verwirklichen:
  »Der Ring des Nibelungen« wird mit der »Götterdämmerung« in der Spielzeit 2020.21 
komplettiert und soll in der Folge als gesamter »Ring des Nibelungen«-Zyklus sowohl im 
StaatenHaus als auch am Offenbachplatz gespielt werden. Ebenso ist ein Gastspiel auf 
Einladung des Opernhauses Daegu in Südkorea mit dem gesamten »Ring« geplant.
  Die gesellschaftliche Relevanz  der zukünftigen Produktionen durch Themenwahl und 
Arbeitsweise wird ausgebaut; die Weiterentwicklung des Genres »Kinderoper«  wird 
durch die Vergabe von Auftragswerken gesichert.
  Die Kinderoper Köln setzt durch die hohe künstlerische Qualität  und durch neue 
Musiktheaterwerke (Auftragswerke und Uraufführungen)  sowie durch die Nachhaltigkeit 
der Arbeit  wichtige Impulse für Köln.
  Die Kinderoper Köln produziert keine »pädagogisch wertvolle« Opernproduktionen, 
sondern nimmt die Kinder und Jugendlichen als Publikum ernst .
  Auch bleiben die niedrigschwelligen Eintrittspreise  für Kinder und Schulgruppen  
erhalten, um allen sozialen Schichten den Zugang zu Oper und Kultur zu ermöglichen.
  Ein für das Jubiläumsjahr 2021 geplante Opernprojekt verdeutlicht die soziale Rele -
vanz unserer Themenwahl sowie die Fortführung des partizipativen Ansatzes: In der 
Spielzeit 2021.22 wird die Kinderoper »Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand 
verlor«  nach dem Kinderbuch von Martin Baltscheit zur Uraufführung  kommen. Im 
Libretto von Martin Baltscheit nach seinem Buch geht es um einen Fuchs, der im 
Laufe der Handlung an Demenz erkrankt und nach und nach seine Fähigkeiten als 
Fuchs und seine Jagd- und Überlebensinstinkte verliert. Dieses Libretto wurde nun 
als Kompositionsauftrag  an den Dresdner Komponisten Johannes Wulff-Woesten 
vergeben. Die Rollen der Jungen Füchse, die den Alten Fuchs begleiten, seine zuneh -
mende geistige Verwirrung spiegeln und darauf reagieren, werden von Kindern ge -
sungen. In dieser Uraufführung stehen also Kinder mit professionellen SängerInnen 
und Orchestermusikerlnnen gemeinsam auf der Bühne und spielen für Kinder, Er -
wachsene sowie BesucherInnen mit Demenzerkrankung. 
  Wir verstehen dieses Auftragswerk als Modellprojekt für das Selbstverständnis der 
Kinderoper Köln:  Partizipation und höchste künstlerische Qualität sowie die Ausein -
andersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen setzen Impulse für das Musik -
theater der Zukunft und die Rolle von Kultur im Leben der Kinder und Jugendlichen.
  Die Aufführungen der mobilen Produktionen der Kinderoper in Kindergärten und Kitas  
werden fortgeführt. Die Erfahrungen der bisherigen Kita-Besuche fließen direkt in 
die Stückentwicklung mit ein. Eine neue, »noch mobilere« Produktion ist bereits in der 
Entwicklung. 
  Die erfolgreich gestarteten Kooperationen , die die Kinderoper Köln in besonderer 
Weise mit der Stadt Köln verbindet, werden fortgeführt: die Kooperation mit 
UNICEF, mit dem Jungen Literaturhaus Köln sowie der Rheinischen Musikschule.
20OPER KÖLN

MUSIKTHEATERPÄDAGOGISCHE PROJEKTE ZU  
DEN PRODUKTIONEN DER KINDEROPER KÖLN
Vermittlungsarbeit der Kinderoper mit der Abteilung Theater 
und Schule
Im Rahmen der Förderung »Neue Wege« konnte für die Kinderoper eine eigene Theaterpä-
dagogik-Stelle geschaffen werden. Dadurch können die Kinderoper und die Abteilung  
Theater und Schule in der Spielzeit 2020.21 vielfältige bereits bewährte Formate ausbauen 
sowie intensiver betreuen und neue produktionsbegleitende Formate zu »Pünktchen und 
Anton« sowie zur »Götterdämmerung« entwickeln. Ziel ist es, die Inhalte der Produktionen 
an unterschiedliche Zielgruppen zu vermitteln, insbesondere an SchülerInnen und Familien, 
sowie im Bereich »Oper für Jung und Alt« an SeniorInnen. Im Sinne einer »Oper für alle« 
zielen die Angebote darauf ab, die Produktionen in den Stadtraum hinein zu vermitteln und 
langfristig Angebote in der ganzen Stadt zu machen. Insbesondere auch digitale Wege der 
Vermittlung wurden bei der Entwicklung der Konzepte in den Blick genommen. 
Neue Formate in der V ermittlungsarbeit der Kinderoper, die mit der »Neue W ege«-Förderung 
bisher auf den W eg gebracht wurden, sind:
PROJEKT »EXTRAKLASSE« MIT EINFÜHRUNGSPODCAST  
In dem Format »ExtraKlasse« erhält jeweils eine Klasse die Möglichkeit, die Entwicklung 
einer neuen Inszenierung der Kinderoper Köln hautnah mitzuerleben. In mehreren Work -
21OPER KÖLN

shops tauchen die 
SchülerInnen vertieft in 
die Handlung und die 
Themen der Kinderoper 
ein. In Probenbesuchen 
und einem KünstlerIn -
nengespräch lernen sie 
MitarbeiterInnen und 
SängerInnen kennen und 
können sogar einen Blick 
hinter die Kulissen des 
StaatenHauses oder in 
die Werkstätten werfen. 
In einem Kreativprojekt geht die ExtraKlasse dann künstlerisch mit dem Erfahrenen und Er -
lebten um. Abschluss des Projektes bildet der gemeinsame Vorstellungsbesuch. Ein Nach -
gespräch mit den MusiktheaterpädagogInnen rundet das Projekt ab. Dieses Projekt wird derzeit 
in Zusammenarbeit mit einer 6. Klasse einer Gesamtschule aus dem rechtrheinischen Köln 
durchgeführt. Als Kreativprojekt der Klasse entsteht ein Podcast zur Einführung in die Ge -
schichte von »Pünktchen und Anton«. In Kleingruppen erarbeiten die SchülerInnen dafür 
Konzepte für ihre jeweilige Folge, in der sie sich mit einem Abschnitt der Geschichte, einem / 
einer der beteiligten KünstlerInnen und einem zentralen Thema der Kinderoper auseinanderset -
zen und eine eigene Haltung dazu entwickeln. Der Podcast soll vor der Premiere online gestellt 
und somit Familien und weiteren Schulklassen als Einführung zur Vorbereitung auf den Vorstel -
lungsbesuch zur Verfügung gestellt werden. Die SchülerInnen der »ExtraKlasse« werden so zu 
ExpertInnen der Kinderoper und führen »peer-to-peer« in die Inszenierung der Kinderoper ein.
»PÜNKTCHEN-PARCOURS«
Für Schulklassen entsteht produktionsbegleitend ein »Pünktchen-Parcours«, eine digitale 
Rallye durch die Stadt Köln. Diese wird über die kostenlose App »Biparcours« und ergänzend 
in einer analogen Version als Download für einen eigenen Ausdruck zur Verfügung gestellt 
und kann individuell von Schulklassen durchgeführt werden. Der »Pünktchen-Parcours« 
führt von der Domplatte, über die Hohenzollernbrücke an der Oper Köln vorbei bis in den 
Rheinpark. Kinder und Jugendliche können sich dabei interaktiv mit dem Genre Musikthe -
ater und den Themen der Kinderoper »Pünktchen und Anton« auseinandersetzen und mit 
ihrer eigenen Lebenswelt verknüpfen. Ob Tangotanzen wie »Fräulein Andacht und Robert, 
der T eufel«, pantomimisch Suppe essen wie »Familie Pogge« oder Freunde und Detektive sein 
wie »Pünktchen und Anton«: In multimedialen Kreativaufgaben können SchülerInnen einen 
aufregenden Spaziergang an der frischen Luft erleben, der ihnen spielerisch die Geschichte 
rund um die Kinderoper »Pünktchen und Anton« näherbringt. Durch dieses Format können 
deutlich mehr SchülerInnen an einem Vermittlungsangebot teilnehmen, da dies zu individu-
ellen Zeiten flexibel von LehrerInnen durchgeführt werden kann.
Eine ausgewählte Grundschulklasse testet den »Pünktchen-Parcours« vorab, auf diese Art 
werden unmittelbar Ideen und Verbesserungsvorschläge von der Zielgruppe selbst bei der 
Konzeption mit berücksichtigt. Diese Klasse bekommt zusätzlich einen Einführungswork -
shop zu »Pünktchen und Anton« und besucht als Bonus anschließend die Generalprobe, um 
in einem Nachgespräch ein Feedback zur Inszenierung aus Sicht der SchülerInnen zu geben. 
22OPER KÖLN

NACHGEFRAGT DIGITAL
Schulklassen sind eingeladen, nach dem Vorstellungsbesuch ihre Eindrücke zu schildern und 
Fragen zum Stück zu besprechen. Dies kann vor Ort geschehen oder digital in einer Video -
konferenz mit der MusiktheaterpädagogIn der Kinderoper. Dieses neue Format ermöglicht 
eine vertiefte Nachbereitung des erlebten Opernbesuchs und kann auf diesem Weg mögliche 
Fragen und Unsicherheiten in Bezug auf einen nächsten Opernbesuch auffangen. 
Bewährte V ermittlungsformate der Kinderoper, die mit der »Neue W ege«-Förderung ausgebaut 
und in der personellen Betreuung intensiviert werden können, sind:  
EINFÜHRUNGSWORKSHOPS
Für Schulklassen, die eine Vorstellung der Kinderoper besuchen, werden szenisch-musika -
lische Einführungsworkshops angeboten. Diese 60- bis 90-minütigen Workshops finden vor 
dem Vorstellungsbesuch statt und führen die SchülerInnnen in die Geschichte, die Figuren, 
die Musik und die Themen der Inszenierung ein: bei »Pünktchen und Anton« sind dies zum 
Beispiel Themen wie Freundschaft und Familie, oder auch Armut und Erpressung, die mit 
den SchülerInnen spielerisch erarbeitet werden. 
MATERIALMAPPE
Zu den Inszenierungen der Kinderoper entstehen umfangreiche Materialien mit Informa -
tionen für LehrerInnen rund um die Stücke, die Inszenierung an der Kinderoper Köln und 
Workshopmaterialien für die eigene theaterpraktische Arbeit im Unterricht. Kreative Arbeit -
sblätter zum Basteln, Malen und Kreativen Schreiben für SchülerInnen und interessierte 
Familien mit Kindern ergänzen die abwechslungsreiche Materialsammlung.
23OPER KÖLN

COMICWETTBEWERB ZUR »GÖTTERDÄMMERUNG«
Der beliebte Comicwettbewerb zu den Produktionen der Kinderoper geht in dieser Spielzeit 
in die siebte Runde. Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren haben dieses Mal die 
Aufgabe die Handlung der »Götterdämmerung« von Richard Wagner in einem Comic zu 
zeichnen. Der Gewinner-Comic wird als Programmheft gedruckt und auf der Homepage der 
Oper Köln präsentiert, sodass die Handlung für andere junge ZuschauerInnen anschaulich 
wird. Die schönsten Arbeiten werden zudem ab der Premiere der »Götterdämmerung« in der 
Kinderoper Köln im StaatenHaus ausgestellt.
24OPER KÖLN

OPER KÖLN  
Intendantin Dr. Birgit Meyer  
BILDNACHWEISE
Paul Leclaire: »Die Kluge«, »Oper für Jung und Alt«, »Pollicino«, »Pin Kaiser und  
Fip Husar«, »Die Heinzelmännchen zu Köln«, »Der T eufel mit den drei goldenen Haaren«,  
»Die Zauberflöte«, »Zwischen den Seiten«, »Das Rheingold«, »Die Walküre«, »Siegfried«,  
»Kästchentheater«, Musiktheaterpädagogische Projekte, Unicef  
T eresa Rothwangl: Titelbild 
Sven Schmitz: »Irgendwie anders« im Waldkindergarten  
Matthias Jung: »Hoffmanns Erzählungen«  
Michael Dirsing: »R(h)einhören!« mit Ralph Caspers  
Alice Roch: Comicwettbewerb  
November 2020
\\
OPER /   \ KÖLN
KINDER
UNTERSTÜTZT DURCH

Anlage 3 Auszug aus der Sitzung des Finanzausschusses vom 15.03.2021

2780 Zeichen

Geschäftsführung  
Finanzausschuss  
Herr Müller (20) 
Telefon:  (0221) 221-24649  
Fax       :  (0221) 221-23902 
E-Mail:  Michael.Mueller6@stadt-koeln.de 
Datum: 16.03.2021 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Finanzausschusses  
vom 15.03.2021  
öffentlich 
10.13 Kinderoper Köln – Förderung durch das Programm „Neue Wege“ des 
Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-
Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat  
0062/2021 
 Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, 
der CDU-Fraktion und der Fraktion Volt 
AN/0569/2021 
 
 
Beschluss über den Änderungsantrag: 
 
Der vorliegende Beschluss wird wie folgt geändert: 
 
Ziffer 4: Der Eintrittspreis für erwachsene Besucher der Kinderoper wird von 12,50 € 
auf 20,00 € angepasst. Hiervon ausgenommen ist die Begleitperson minderjähriger 
Kinder, diese zahlt weiterhin den Eintrittspreis von 12,50 €. 
 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt 
 
Geänderter Beschluss: 
Der Finanzausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt geändert zu beschließen: 
 
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die zusätzlich durch die Bühnen aquirierte 
Förderung der Kinderoper Köln aus dem Projekt „Neue Wege“ des Ministeri-

ums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen aufgeteilt 
auf zwei Spielzeiten (2020/21 und 2021/22) insgesamt 1.241,4 T€ beträgt. Ei-
ne Veränderung des geplanten Jahresergebnisses der Oper ist durch die För-
derung nicht zu erwarten. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Ge-
samthaushalt der Stadt Köln. 
2. Der stadtkölnische Beitrag für das interkommunale und vom Land NRW mitfi-
nanzierte Projekt „Kinderoper Neue Wege“, wird auf 550,5 T€ für die Spielzeit 
2020/21 und auf 557,9 T€ für die Spielzeit 2021/22 festgesetzt.  
Zur Finanzierung dieses Beitrags wird ein Teil des im Wirtschaftsplan der 
Bühnen Köln vorgesehenen Betriebskostenzuschussanteils der Oper in Höhe 
von rund 550,5 T€ für die Spielzeit 2020/21 und rund 557,9 T€ für die Spielzeit 
2021/22 umgewidmet. Die Bereitstellung der Mittel erfolgt damit im Rahmen 
des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans bzw. der Mittelfristplanung.  
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass aufgrund der tatsächlich genehmigten För-
dermittel und der entsprechend anzupassenden künstlerischen Planung die im 
Erfolgsplan des Wirtschaftsplans der Bühnen Köln für die Spielzeit 2020/21 
angesetzten Gesamtbeträge sowohl der geplanten Erträge als auch der ge-
planten Aufwendungen überschritten werden.  
4. Der Eintrittspreis für erwachsene Besucher der Kinderoper wird von 
12,50 € auf 20,00 € angepasst. Hiervon ausgenommen ist die Begleitper-
son minderjähriger Kinder, diese zahlt weiterhin den Eintrittspreis von 
12,50 €. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt

Anlage 2 Förderantrag

25342 Zeichen

Anlage zu 5.1
Antrag für die Förderung „Neue Wege“  
des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft  
des Landes Nordrhein-Westfalen
für die Schaffung einer eigenen Abteilung
Kinderoper Köln
innerhalb der Oper Köln  
mit eigenem Budget und eigenem Personal
vorgelegt durch 
Oper Köln  
Dr. Birgit Meyer (Intendantin)  
Offenbachplatz  
50667 Köln

Kinder sind in der Oper Köln nicht das Publikum von morgen,  
sondern von heute! - Höchstes künstlerisches Niveau fördern
Darlegung zur Notwendigkeit der Förderung zur Profilbildung
Die Kinderoper Köln wurde 1996 als Teil der Oper Köln gegründet und seitdem kontinuierlich 
weiter entwickelt und ausgebaut. Zunächst im Yakultzelt im Foyer der Oper Köln am 
Offenbachplatz beheimatet, übersiedelte sie in den ersten Jahren des Interims ins Alte 
Pfandhaus (ca. 130 Plätze), seit nunmehr vier Jahren hat die Kinderoper im Saal 3 der Oper 
Köln im StaatenHaus eine eigene Spielstätte (mit 200 Plätzen). Im Zuge der Renovierung 
der Bühnen Köln wird die Kinderoper Köln eine eigene Spielstätte -  ebenfalls mit rund 200 
Plätzen -  erhalten. In den nun 23 Jahren ihres Bestehens hat sich die Kinderoper als -  
stetig wachsendes -  Erfolgsmodell erwiesen, an dem das Internationale Opernstudio der 
Oper Köln, Solistinnen der Oper Köln, Musikerlnnen des Gürzenich-Orchesters Köln, Gäste 
und alle Gewerke und Abteilungen der Oper Köln Anteil haben. Die hohe musikalische und 
szenische Qualität wird bisher durch die hohe intrinsische Motivation aller Beteiligten 
ermöglicht.
Von den Anfängen der Kinderoper bis heute ist das Angebot der Kinderoper Köln ständig 
erweitert worden: Die Vorstellungsanzahl wurde für eine größere Zuschauerkapazität 
ebenso erhöht wie das Angebot an Veranstaltungen und das begleitende Angebot der 
Abteilung Theater und Schule. Die steigenden Auslastungszahlen und die Inanspruchnahme 
der Angebote von Theater und Schule zeigen, dass der Bedarf an professionellen 
Darbietungen der Kinderoper Köln groß ist und die Bedeutung der Kinderoper Köln weiter 
steigt. Dies bedeutet für die Oper Köln, aus deren Budget die Kinderoper finanziert wird, 
auch in Zukunft einen erhöhten Personalbedarf und höhere Produktionskosten, ohne die der 
erfolgreiche Spielbetrieb der Kinderoper nicht aufrecht erhalten und vor allem nicht 
weiterentwickelt werden kann. Um die Zukunftsfähigkeit der Kinderoper zu konsolidieren und 
weiterentwickeln zu können, bedarf es der Förderung zur Profilbildung des Landes NRW, die 
mittelfristig zur Etablierung einer eigenen Abteilung mit einem eigenen Budget führt.
Kraft und Sinnlichkeit eines Opern-Live-Erlebnisses  
Das Profil der Kinderoper Köln
Oper bedeutet nicht, eine Aufnahme auf CD zu hören, sondern sie hat -  auf die Bühne 
gebracht -  unmittelbare Kraft und die Sinnlichkeit eines Live-Erlebnisses. In der Kinderoper 
Köln bilden nicht Einführungen, Belehrungen oder „pädagogische, kindgerechte 
Inszenierungen", in denen die Lebenswirklichkeit der Kinder als entscheidendes Moment in 
die Produktion eingehen, sondern große Originalwerke der Operngeschichte den 
Schwerpunkt. Bei der Auswahl der Stücke und deren Fassung für die Kinderoper wird 
besonderer Wert auf Länge, Sujet und die Transparenz und Verständlichkeit der Handlung 
gelegt. Eine Vielfalt von Motiven aus Märchen, Mythen und Sagen werden auf die Bühne 
gebracht, auch zeitgenössische Geschichten werden erzählt.
Um der Aufmerksamkeitsspanne der Kinder gerecht zu werden, werden Werke der 
Opernliteratur zwar gekürzt, aber die Intention wird beibehalten. Oper für Kinder zu machen 
bedeutet nicht, Inhalte zu verharmlosen, zu verniedlichen oder gar zu negieren. Ein 
besonderer Schwerpunkt bei der Erstellung der Fassungen für die Kinderoper liegt darauf, 
die komplexen Geschichten und Figuren in eine für unerfahrene 
Zuhörerlnnen/Zuschauerlnnen fassliche Form zu bringen. Die Orchesterbesetzung wird
1

verkleinert auf Kammeropernbesetzungen von 15-18  Instrumentalistinnen. Um dennoch 
einen authentischen Klang zu erhalten, werden im Bedarfsfall eigens Arrangeure engagiert. 
Oper und Musiktheater werden so auf höchstem szenischen und musikalischen Niveau 
einem jungen Publikum dargeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei von Werken der 
Operngeschichte in kompakter Form über Auftragswerke, Tanz für Kinder und mobilen 
Produktionen für Kindergärten und Kitas. Erreicht wird damit ein Publikum ab drei Jahren.
Doch das Publikum der Kinderoper Köln setzt sich nicht nur aus den Jüngsten oder 
Schulklassen zusammen. Die Vorstellungen werden seit einigen Jahren auch von Menschen 
aller Altersgruppen gerne besucht. Bekannte Opern in kürzerer Spieldauer, die 
generationenübergreifende Gemeinschaft im Zuschauerraum, der direkte Kontakt von 
jungen und alten Menschen ist auch für eine ältere Besucherschicht attraktiv -  nicht nur im 
Rahmen des Projektes „Oper für Jung und Alt“,  das Menschen mit Demenz den Besuch in 
regulären Kinderopern-Vorstellungen ermöglicht (siehe unten). Erreicht werden somit 
Operneinsteigerinnen und Opernliebhaberinnen jeden Alters.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Empathie, die das junge und ältere Publikum 
in doppelter Hinsicht erlebt: Empathie für die singenden und handelnden Figuren auf der 
Bühne, Empathie für den Besucher oder Besucherin, der/die unmittelbar neben einem sitzt 
und möglicherweise bedeutend älter und jünger als man selbst ist.
Die Oper Köln im StaatenHaus ist als ein offenes Haus bekannt, das ein breites Angebot für 
Kinder und Jugendliche zu einem erschwinglichen Eintrittspreis anbietet und dadurch 
ermöglicht, Schwellenängste abzubauen.
Die Kinderoper Köln wirkt mit verschiedensten Projekten in die Stadt hinein, zu denen u. a. 
folgende gehören:
Gelebte Inklusion sowie Partizipation von Kindern und  
Jugendlichen
• Die mobile Oper „Irgendwie Anders“ thematisiert Anderssein und Ausgrenzung; die eben­
falls mobile Oper „Pin Kaiser und Fip Husar“ thematisiert Freundschaft zwischen ver­
schiedenen Kulturen und Umweltverschmutzung. Spielorte sind Förderschulen und inklu­
sive Kitas in und um Köln.
• Zu Strawinskys „Die Nachtigall“ wurde 2019.20 erstmals ein Projekt mit Gehörlosen ver­
wirklicht.
• Der barrierefreie Zugang zum Spielort der Kinderoper im StaatenHaus ist selbstverständ­
lich.
«  Hans Werner Henzes „Pollicino“ wurde in Kooperation mit rund 100 Schülerinnen des 
Humboldt-Gymnasiums Köln und der Rheinischen Musikschule auf die Bühne gebracht.
• Das Auftragswerk „Lollo“ (in Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum Wien) war da­
rauf ausgelegt, dass sich Vorschulkindern sowohl musikalisch als auch szenisch an der 
Umsetzung beteiligen.
2

8 Jung und Alt werden zusammen gebracht: Das Konzept von „Oper für Jung und Alt“ wird 
ständig weiterentwickelt. Die Oper Köln veranstaltete zum Thema „Oper und Demenz“ 
2019 ein Symposium in hochkarätiger Besetzung. Eingeladen waren bundesweit Mitar­
beiterinnen von (Musik-)Theatern, Musikpädagoglnnen und Leiterinnen des Sozialen 
Dienstes. Während dem Symposium wurde eine Vorstellung in der Kinderoper Köln »Die 
Zauberflöte für Kinder« zusammen mit Kindern und Menschen mit Demenz besucht. Die 
musikalische und theaterpädagogische Arbeit mit Menschen mit Demenz konnte in meh­
reren Workshops praktisch erfahren werden. Die Projekterfahrungen der Oper Köln wer­
den an andere Opernhäuser weitergegeben, sodass auch dort die Demenzarbeit einge­
führt oder intensiviert wird. Institutionen des Sozialen Dienstes erhielten im Symposium 
Anregungen, ein »Oper und Demenz«-Projekt zusammen mit dem nächstgelegenen 
Opernhaus auch in ihrer Einrichtung durchzuführen. Mit dem Symposium leistete die 
Oper einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion von Demenzerkrankten, indem eigene 
Projekterfahrungen an andere Kulturschaffende weitergegeben wurden.
Auszeichnungen
Rudi A ssauer Preis
U N IC EF-Pate Köln
OPER! Award: Bestes Education-Program m
• Das Projekt „Oper für Jung und Alt“ wurde im Dezember 2017 mit dem Rudi Assauer  
Preis ausgezeichnet, dem bedeutendsten Preis für ein Demenzprojekt in Deutschland.
8 Im November 2018 wurde der Kinderoper Köln, als erster Institution in NRW, der Titel 
UNICEF-Pate Köln durch UNICEF verliehen. Damit startete eine Kooperation zwischen 
der Kinderoper Köln und UNICEF mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für die Kinderrechte zu 
schaffen und in Köln gemeinsame Aktionen für Kinder zu entwickeln. Die umfangreiche 
kulturelle und theaterpädagogische Arbeit der Kinderoper Köln, der ältesten Kinderoper 
Europas, spielt im Rahmen der Partnerschaft eine zentrale Rolle.
Anne Lütkes, Deutsches Komitee für UNICEF anlässlich der Verleihung der Patenschaft:
„Jungen Menschen die Welt der Musik und der Oper, den Stellenwert von Kunst und  
Kreativität näherzubringen, ist eine wundervolle Aufgabe. Bei der UNICEF-Arbeit für  
Kinder in Not zeigt sich immer wieder, dass Musik und kreative Angebote für Kinder  
gerade in schwierigen Situationen eine große Hilfe sein können. “
8  Für ihr gesellschaftliches Engagement, ihre Breitenwirkung in die Stadt hinein und die 
enge Verknüpfung mit Theater und Schule wurde die Oper Köln, Kinderoper Köln 2019 
mit dem OPER! AWARD für das Beste Education Programm -  mit folgender Jury- 
Begründung -  ausgezeichnet:
Seit 1996 gehört die Kinderoper zur Oper Köln. Sie hat einen eigenen Spielplan für  
unterschiedliche Altersgruppen von jungem Publikum und eine eigene Bühne. Ob die  
gelungene Kinderfassung von „Hoffmanns Erzählungen“ oder Wagners „Ring des  
Nibelungen“ -  so mancher Operngänger beneidet die Jungen um die intelligenten  
Produktionen der Kinderoper Köln. Außerdem bietet das Education Programm vielfältige,  
genau zugeschnittene theaterpädagogische Angebote für Kitas und Schulen und lädt  
unter dem Motto „Oper für Jung und Alt“ auch Menschen mit Demenz ein. Ein  
außergewöhnliches, höchst bewundernswertes gesellschaftliches Engagement!

Der Spielplan der Kinderoper Köln
Vom Barock zur Zeitgenössischen Musik
Stilistische Vielfalt und thematische Relevanz sind maßgeblich für den Spielplan der Kin­
deroper Köln. Die Bandbreite geht dabei durch alle Epochen, wobei ein besonderes Augen­
merk auf Uraufführungen und Auftragswerke zeitgenössischer Komponisfinnen liegt.
• Uraufführungen / Auftragswerke: „Die Heinzelmännchen von Köln“ von Ingfried 
Hoffmann, „Irgendwie Anders“ von Ralf Gscheidle, „Pin Kaiser und Fip Husar“ von Frank 
Engel, „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Johannes Wulff- 
Woesten (in Planung)
• Zeitgenössische Opern für Kinder und Jugendliche: „Der Teufel mit den drei goldenen 
Haaren“ von Stefan Johannes Hanke
• Kammeropern oder Opern der Moderne in einer Inszenierung für Kinder: „Die 
Kluge“ von Carl Orff, „Die Nachtigall“ von Igor Strawinsky
• Werke der Operngeschichte in >kompakter< Fassung: „Der Ring des Nibelungen“ von 
Richard Wagner, „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, „Hoffmanns 
Erzählungen“ von Jacques Offenbach, „König Arthur“ von Henry Purcell u. a.
• Tanzproduktionen: Uraufführungen „Zwischen den Seiten“ und „ToyBox“,  beide von 
Johnny Lloyd/Sven Kacirek
®  mobile Produktionen für Gastspiele in Kitas -  die Kinderoper geht in die Stadt hinein: 
„Irgendwie Anders“ von Ralf Gscheidle, „Pin Kaiser und Fip Husar“ von Frank Engel
®  partizipative Produktionen und Formate:„Pollicino“ von Hans Werner Henze,
„Lollo“ von Elisabeth Naske, „Advent in der Oper“,  Schattentheater, digitales 
Programmheft
®  „R(h)einhören!“ -  Literatur und Musik für Kinder (in Zusammenarbeit mit dem Jungen 
Literaturhaus Köln)
Eine detaillierte Auflistung der Kinderoper-Produktionen der letzten Jahre finden Sie im An­
hang.
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Ausführliche Beschreibung zweier ausgewählter Projekte
Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen für Kinder“
Seit der Spielzeit 2017.18 wird jedes Jahr ein Teil der Tetralogie in einer >kompakten< 
Fassung auf die Bühne gebracht -  dies ist weltweit der erste „R ing“-Zyklus in vier Teilen für 
Kinder!
Die Fassungen erstellen Rainer Mühlbach (Leiter des Internationalen Opernstudios der Oper 
Köln) und Brigitta Gillessen (Leiterin der Kinderoper und Regisseurin des „Ring“). Für das 
Verständnis wichtige Passagen werden fallweise in wenigen, kurzen Dialogen ausgeführt. 
Für die Orchester-Arrangements konnte der Komponist Prof. Stefan Behrisch gewonnen 
werden. Die gekürzte Fassung bedeutet daher keineswegs, dass eine „Lighf-Fassung mit 
„weniger Noten“ oder „einfacherem Gesang“ geboten wird. Sowohl die Größe des 
musikalischen Gestus als auch die Komplexität der Figuren und der Handlung werden in der 
Bearbeitung bewahrt. Eine weitere Herausforderung für die Konzeption und die Ausstattung 
(Christof Cremer) ist, dass der „Ring“-Zyklus zunächst im StaatenHaus gezeigt und 
anschließend in die neue Kinderoper am Offenbachplatz übernommen wird. Die Rollen 
singen Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Oper Köln, Solistinnen der Oper 
Köln sowie Gäste.
Die Inszenierung des „Ring des Nibelungen für Kinder“ schafft in einem Grundraum, der für 
jede der vier Opern weiter entwickelt wird, eindrucksvolle Bilder und archetypische Figuren, 
die auf die mythologische Herkunft der Handlung verweisen, aber auch ihre 
bemerkenswerte Aktualität hervorheben: die Bedrohung einer ursprünglich intakten 
Naturlandschaft durch die Habgier und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.
Das Orchesterarrangement von Stefan Behrisch schreibt Wagners Orchesterbesetzung auf 
18 Instrumentalistinnen um, ohne den typischen „Wagner-Klang“ zu verlieren. Dem kommt 
die außergewöhnliche Qualität von Stefan Behrischs Arbeit zugute, der als Komponist und 
Arrangeur international tätig ist und mit dem Los Angeles Philharmonie Orchestra sowie mit 
dem Filmkomponisten Hans Zimmer zusammen arbeitet.
Insbesondere Opem-Einsteigerlnnen, die neugierig auf Wagners Werk sind, besuchen seit 
2017 die Vorstellungen des „Ring des Nibelungen für Kinder“ und erfahren erstmalig 
Dynamik und Kraft von Wagners Musik.
„Oper für Jung und Alt“:  Oper für Menschen mit Demenz
Viele praktische Projekte und die Forschung der letzten Jahre zeigen deutlich, dass Musik 
einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz hat. Und es zeigt 
sich, dass Begegnungen mit Kindern aktivierend auf sie wirken. Musik und Kinder also -  
aber genau das ist es, was die Kölner Kinderoper wesentlich ausmacht. So entstand vor fünf 
Jahren die Idee, Menschen mit Demenz den Besuch der Kinderoper zu ermöglichen. Es 
wurden von Anfang an keine Veranstaltungen speziell für Menschen mit Demenz konzipiert, 
sondern vielmehr wird durch den Besuch regulärer Vorstellungen der Kinderoper Inklusion 
und kulturelle Teilhabe auch für demenziell Erkrankte verwirklicht. Ein Zugang zu 
Opernvorstellungen findet im normalen und gewohnten Ambiente eines Opernhauses statt.
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Es gibt eine Fülle von formalen Faktoren, die ein solches Projekt begünstigen, hier nur eine 
Auswahl:
• Für Menschen mit Demenz eignet es sich besonders, dass die Vorstellungen vorwiegend 
am Vormittag oder am Nachmittag stattfinden. Die physische und psychische Belastbar­
keit ist in dieser Zeit am höchsten, außerdem lassen sich frühe Termine gut in den Ta­
gesablauf von Pflegeeinrichtungen integrieren. Oder man kann nach der Vorstellung 
noch einen Kaffee trinken gehen, 
e  Eine Aufführungsdauer von etwa einer Stunde ist optimal, es lässt sich aber feststellen, 
dass auch Opern von längerer Dauer aufmerksam verfolgt werden.
9 Die Kölner Kinderoper hat 200 Plätze, die Besucherinnen erleben eine Aufführung in un­
mittelbarer Nähe zu Musikerlnnen und Sängerinnen und kommen in Kontakt mit ihnen. 
Der Opernbesuch wird so, gemeinsam mit dem jungen Publikum, zu einem generationen- 
übergreifenden und -verbindenden Erlebnis.
9 Kindervorstellungen folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. In Momenten großer Spannung 
stehen plötzlich alle auf. Rhetorische Fragen werden nicht als solche verstanden, son­
dern man meldet sich, um die Frage zu beantworten. Sind viele Darstellerinnen auf der 
Bühne, beschließen Kinder manchmal, sich nicht mit einer passiven Rolle zufrieden zu 
geben sondern aktiv ins Geschehen einzugreifen. Das Geschehen wird kommentiert. Es 
gibt Gelegenheiten zum Mitsingen. Und wie so ein Federkostüm in Strawinskys „Die 
Nachtigall“ gemacht ist, kriegt man am besten raus, wenn man es anfasst. Vielleicht kann 
man ja sogar so eine Feder als Souvenir mitnehmen... Das gesamte Ensemble ist also 
auf Publikumsreaktionen eingestellt. Die Angst von vielen Angehörigen, der von ihnen 
betreute Mensch mit Demenz könne das in Opernvorstellungen erwünschte soziale Ver­
halten vernachlässigen, ist also nicht von Bedeutung. Und im Übrigen in fast allen Fällen 
unbegründet.
Das Projekt ist sehr erfolgreicher und fester Bestandteil der Kinderoper Köln. Konnten zu 
Beginn nur vier Termine pro Spielzeit angeboten werden, so sind es inzwischen mehr als 
zwanzig, und alle werden wahrgenommen. Das Angebot wird sowohl von Angehörigen, die 
einen Menschen mit Demenz zu Hause betreuen, als auch von Einrichtungen 
wahrgenommen. Die Bedürfnisse und Ressourcen der Zielgruppe erfordern bestimmte 
Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Durchführung, die aber sind inzwischen vielfach 
erprobt. In der Spielzeit 2015.16 wurde dazu im Rahmen einer Masterarbeit eine empirische 
Studie durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Gelingensbedingungen sind 
zusammengefasst und werden Privatpersonen und Institutionen, die mit demenziell 
Erkrankten arbeiten, schriftlich zur Verfügung gestellt. Es gibt inszenierungsbezogenes 
Material, beispielsweise mit einer bebilderten oder schriftlichen Nacherzählung der 
Geschichte, Komponistlnnenportraits, Notenbeispielen ausgewählter Arien zum Mitsingen 
usw., das angefordert werden kann und mit dessen Hilfe die Besucherinnen sich schon im 
Vorfeld mit dem Operninhalt und der Musik beschäftigen können. Unmittelbar vor der 
Vorstellung können sowohl Darstellerinnen der Inszenierung in ihre Rolle einführen, als auch 
Gegenstände wie z.B. Requisiten und Kostümteile gezeigt werden. Das erhöht den 
Wiedererkennungseffekt in der Vorstellung. In den Einrichtungen kann der Opernbesuch 
einige Tage nach der Vorstellung in einem musiktheater-praktischen Workshop nachbereitet 
werden. Im Mittelpunkt der ersten Workshops stand zunächst die musikalische 
Nachbereitung: leicht erlernbare Opernausschnitte und andere bekannte Lieder, die 
thematisch mit dem Operninhalt verknüpft sind, wurden gesungen. Inzwischen hat sich die 
kleine Spielform „Kästchentheater“ als gute Form der theaterpraktischen Nachbereitung

erwiesen. Die Handlung des besuchten Stücks wird erzählt und von den demenziell 
Erkrankten mit den zu kleinen Puppen umgestalteten Kostümfigurinen im Kästchentheater 
nachgespielt. Musikalische Ausschnitte aus der Oper werden dazu eingespielt oder mit den 
Teilnehmern gesungen.
Dass sich sowohl der Mensch mit Demenz als auch die Angehörigen oder Begleiterinnen 
wohlfühlen, zeigt das Beispiel einer Frau, die mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter häufig 
Vorstellungen besucht. Sie berichtete, dass nicht nur ihrer Mutter, sondern auch ihr selbst 
die Vorstellungen großen Spaß machten. Habe sie bei anderen Veranstaltungen oft das 
Gefühl, sie sei die Betreuerin und ihre Mutter die Kranke, so seien Besuche in der 
Kinderoper von einer ganz alten, sehr angenehmen Tradition geprägt: Mutter und Tochter 
gehen zusammen in die Oper. Und das ist doch sehr schön.
Das Projekt »Oper für Jung und Alt« wurde im Dezember 2017 mit dem Rudi Assauer Preis 
ausgezeichnet.
Die Zukunft der Kinderoper Köln
Um die Kinderoper Köln in seiner jetzigen Form zu konsolidieren und weiterentwickeln zu 
können, muss sie als Abteilung der Oper Köln mit eigenem Budget und Personal  
ausgestattet werden. Der jetzige Spielort Saal 3 im StaatenHaus entspricht -  bezogen auf 
Größe, Zuschauerkapazität und Personalbedarf -  der (zukünftigen) Kinderoper am 
Offenbachplatz.
Bisher ist für die Kinderoper der Oper Köln nur eine eigene Stelle eingerichtet, die Leitung 
der Kinderoper. Sämtliches übriges Personal wird bisher vom allgemeinen Opernbetrieb 
gestellt. Nur durch die extrem intrinsische Motivation aller Mitwirkenden konnte das 
bisherige Niveau der Kinderoper erreicht werden. Mit dem bisherigen Personal und den 
finanziellen Ressourcen kann der Bedarf der Kinderoper nicht gedeckt werden. Für eine 
Konsolidierung und Weiterentwicklung der Kinderoper Köln bedarf es eines eigenen 
Budgets und der Schaffung einer Reihe von neuen Personalstellen. Sowohl für die 
musikalische Leitung und den szenischen Dienst als auch in den Bereichen Dramaturgie, 
Vocal Coach/Korrepetition, Ton und Requisite ist ein eigenes Personal für die Kinderoper 
zwingend erforderlich (siehe beigefügter Finanzplan).
Mit Hilfe der Förderung zur Profilbildung des Landes NRW können das notwendige 
Jahresbudget und die Personalstellen nachhaltig geschaffen werden, so dass die 
Kinderoper Köln das folgende Programm verwirklichen kann:
• „Der Ring des Nibelungen“ wird mit der „Götterdämmerung“ in der Spielzeit 2020.21 kom­
plettiert und soll in der Folge als gesamter „Ring des Nibelungen“-Zyklus sowohl im 
StaatenHaus als auch am Offenbachplatz gespielt werden. Ebenso ist ein Gastspiel auf 
Einladung mit dem gesamten „Ring“ geplant.
» Die gesellschaftliche Relevanz der zukünftigen Produktionen durch Themenwahl und 
Arbeitsweise soll ausgebaut werden; die Weiterentwicklung des Genres „Kinderoper“  
soll durch die Vergabe von Auftragswerken gesichert werden.
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• Die Kinderoper Köln setzt durch die hohe künstlerische Qualität und durch neue Mu­
siktheaterwerke (Auftragswerke und Uraufführungen) sowie durch die Nachhaltig­
keit der Arbeit wichtige Impulse für die größte Stadt NRWs. Dies auch weiterhin gewähr­
leisten zu können, ist eines der Ziele.
• Es geht weiterhin nicht darum, „pädagogisch wertvolle“ Opernproduktionen zu machen, 
sondern die Kinder und Jugendlichen als Publikum ernst zu nehmen.
®  Auch sollen die niedrigschweliigen Eintrittspreise erhalten bleiben, um allen sozialen 
Schichten den Zugang zu Oper und Kultur zu ermöglichen.
• Ein zukünftiges Opernprojekt sei exemplarisch herausgestellt, welches die soziale Rele­
vanz unserer Themenwahl sowie die Fortführung des partizipativen Ansatzes verdeut­
licht:
In der Spielzeit 2021.22 wird die Kinderoper „Die Geschichte vom Fuchs, der den  
Verstand verlor“ nach dem Kinderbuch von Martin Baltscheit zur Uraufführung  
kommen. Im Libretto von Martin Baltscheit nach seinem Buch geht es um einen Fuchs, 
der im Laufe der Handlung an Demenz erkrankt und nach und nach seine Fähigkeiten als 
Fuchs und seine Jagd- und Überlebensinstinkte verliert. Dieses Libretto wird als 
Kompositionsauftrag an den Dresdner Komponisten Johannes Wulff-Woesten 
vergeben. Die Rollen der Jungen Füchse, die den Alten Fuchs begleiten, seine 
zunehmende geistige Verwirrung spiegeln und darauf reagieren, werden von Kindern 
gesungen. In dieser Uraufführung stehen also Kinder mit professionellen Sängerinnen 
und Orchestermusikerlnnen gemeinsam auf der Bühne und spielen für Kinder, 
Erwachsene sowie Besucherinnen mit Demenzerkrankung. Für die Realisation werden 
wir erneut mit der Rheinischen Musikschule kooperieren (wie bereits in der Produktion 
„Pollicino“ in der Spielzeit 2018.19).
W ir verstehen dieses Auftragswerk als Modellprojekt für das Selbstverständnis der  
Kinderoper Köln: Partizipation und höchste künstlerische Qualität sowie die 
Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen setzen Impulse für das 
Musiktheater der Zukunft und die Rolle von Kultur im Leben der Kinder und Jugendlichen.
• In den letzten Jahren kamen zahlreiche sehr interessante Kinderopern im deutschspra­
chigen Raum zur Uraufführung. Eine Reihe von jungen und zeitgenössischen Kompo-  
nistlnnen sieht die Neukomposition von Kinderopern als eine besondere Herausforde­
rung, denn: der musikalische Anspruch und die Experimentierfreudigkeit der Libretti ste­
hen den zeitgenössischen „großen“ Opernuraufführungen in nichts nach. In der kommen­
den Spielzeit soll eine zeitgenössische Kinderoper an der Kinderoper Köln in einer Neuin­
szenierung gezeigt werden. Da wir im Moment noch keinen Aufführungsvertrag vorliegen 
haben, kann der Titel hier noch nicht genannt werden.
• Die Zahl der Kinderopern-Aufführungen in Kindergärten und Kitas soll erhöht wer­
den. Die Gastspieltermine, die wir derzeit anbieten können, sind innerhalb von 1-2 Tagen 
ausgebucht. Die Nachfrage ist so groß, dass wir mehr Aufführungen anbieten wollen. 
Hierfür sollen auch in den kommenden Spielzeiten neue mobile Kinderopern als Auftrags­
werke entwickelt werden. Die Erfahrungen der bisherigen Kita-Besuche fließen direkt in 
die Stückentwicklung mit ein.
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®  Um auch die Gesamtanzahl an Vorstellungen der Kinderoper Köln, die in den letzten 
Jahren eine Auslastung von über 98 % (!) hatten, weiterhin anbieten oder sogar erhöhen 
zu können, sollen in jeder Spielzeit 2 - 3 Wiederaufnahmen des erprobten Kinderopern- 
Repertoires gezeigt werden (siehe die Übersicht über die Kinderopern-Produktionen der 
letzten Jahre im Anhang).
• Die erfolgreich gestarteten Kooperationen, die die Kinderoper Köln in besondererWeise 
mit der Stadt Köln verbindet, sollen fortgeführt werden: die Kooperation mit UNICEF, mit 
dem Jungen Literaturhaus Köln sowie der Rheinischen Musikschule.
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Beratungsverlauf (3)

09.03.2021 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 3.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
15.03.2021 Finanzausschuss
TOP 10.13 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
23.03.2021 Rat
TOP 10.14 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0062/2021
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
24.02.2021
Erstellt
11.01.2021 09:03