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V/0526/2006

Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005 vom 27.04.2005, Münster-Stadt des Pferdesports

Vorlage 05.09.2006

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen, Sitzung am 19.09.2006, TOP 4.7

Beschlussvorlage

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Anlage 2

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Ansehen

Ergänzungsvorlage V/0526/2006/1 + Anlagen

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Ansehen

Anlage 3

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Anlage 1

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Ansehen

Beschlussvorlage

20896 Zeichen

V/0526/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005 vom 27.04.2005; Münster-Stadt des 
Pferdesports  
Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 19.05.2005 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.09.2006 Bezirksvertretung Münster-Ost Vorberatung 
19.09.2006 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Bericht zum Masterplan „Pferderegion Münsterland“ wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Konzeption und den Ausbau des Reitwegenetzes im 
Stadtgebiet unter Zugrundelegung der bestehenden und durch das Amt für Grünflächen 
und Umweltschutz entwickelten stadtteilbezogenen Reitwegeplanung sowie des Master-
plans „Pferderegion Münsterland“ fortzuführen und das städtische in das überregionale 
Netz einzubinden. 
 
 
 
Kosten/Folgekosten 
Kosten  
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Finanzierung der Reitwegekonzeption aus der Umlage 
zur Reitabgabe sowie der Finanzstelle: 671 0 1301 00 0020 (Reitwege) mit einem Ansatz von 
15.000 € zu bestreiten ist.  
Ergänzend wird sich die Verwaltung bemühen, weitere Mittel zur Realisierung des Reitwegenetzes 
durch Sponsoring und Sonderförderungen aus den Bereichen „Ländlicher Raum“ oder ähnlichen 
Quellen zu akquirieren. 
 
 
Folgekosten 
Folgekosten
 zur Pflege des städtischen Reitroutennetzes werden aus der Umlage der Reitabgabe 
finanziert. Die erforderlichen Mittel werden bei der Bezirksregierung Münster beantragt. 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0526/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Scharf 
Ruf: 
492 6723 
E-Mail: 
scharfk@stadt-muenster.de  
Datum: 
05.09.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0526/2006 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1. Bericht zum Masterplan „Pferderegion Münsterland“
 
 
Mit der Beschlussvorlage Nr. V/0559/2005 vom 16.06.2005 an den Hauptausschuss wurde der 
Antrag an den Rat vom 27.04.2005, A-R/0018/2005 (Anlage 1)  auf Grund seiner gesamtstädti-
schen Bedeutung zur abschließenden Behandlung an den Ausschuss für Umweltschutz und Bau-
wesen verwiesen. 
In diesem Zusammenhang wird auch der Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 
19.05.2005 (Anlage 2)  abgearbeitet, da auch dieser im gesamtstädtischen Zusammenhang be-
trachtet werden muss. 
 
 
Ausgangslage 
Die Anfänge der städtischen Reitw
egeplanung liegen 24 Jahre zurück. Bereits 1982 wurde vom 
damaligem Gartenbauamt, dem heutigen Amt für Grünflächen und Umweltschutz, im Zuge einer 
AB-Maßnahme, ein erstes Reitwegekonzept für den Verwaltungsbereich der Stadt Münster erar-
beitet. 
Das überwiegend auf den Hallensport und kleinere Distanzritte in der näheren Umgebung der Stal-
lungen ausgerichtete Freizeitreiten als auch eine nur zögerliche Interessensbekundung der Verei-
ne, Verbände und Reiterhöfen führten in der Vergangenheit zu einer ungenügenden und bruch-
stückhaften Umsetzung des damaligen Reitwegekonzeptes. 
 
Zwischenzeitlich haben sich auf Grund struktureller Änderungen in der Landwirtschaft, einer hohen 
Nachfrage nach Ausreitmöglichkeiten in der freien Landschaft und einer Betrachtung des Freizeit-
reitsports unter touristischen Gesichtspunkten,  die Rahmenbedingungen für die städtische Reitwe-
geplanung und die Realisierung eines überregionalen Reitwegeverbundes (Fern- und Wanderreit-
wegenetz) mit Anschluss an die Nachbarkreise positiv  entwickelt. Mit einem Jahresumsatz von ca. 
5 Mrd. € auf Bundesebene stellt die Pferdewirtschaft einer der wenigen wachsenden Märkte dar. 
(Die Anzahl der Pferde innerhalb der Region wird mit 82.000 angegeben, es gibt 58.000 Pferde-
sportler, davon 36.295 im „FN“-Verein, die Pferdewirtschaft schafft im Münsterland 20.000 Arbeits-
plätze, der Umsatz ist steigend).  
Mit Bezug auf Münster liegen dem Amt für Grünf lächen und Umweltschutz derzeit folgende Anga-
ben vor: 
 
Pferdebestand   ca. 2.000  
Ausgewiesene Reitwege  11 mit einer Gesamtlänge von 30,2 km 
Reit- und Fahrvereine  17 mit ca. 3.950 Mitgliedern 
Reitbetriebe    ca. 80 
Sondereinrichtungen   Pferdemuseum 
Westfälische Reit- und Fahrschule 
Westfälisches Pferdezentrum  
Westfälisches Pferdestammbuch e.V. 
Reittherapiezentrum Münster 
 
 
Regionale 2004 / Masterplan I 
Die regionale Identität des Münsterlandes ist n
eben der Parklandschaft und Landwirtschaft auch 
durch den Pferdesport und die Pferdezucht geprägt. Auf Grund der hohen Dichte an pferdebezo-
genen Einrichtungen, Attraktionen, Veranstaltungen rund ums Pferd und einem fortlaufenden An-
stieg an organisierten und nicht organisierten Reitern im Münsterland lag es nahe, das Thema 
Pferd im Rahmen der Regionale 2004 „Links und re chts der Ems“ zu berücksichtigen und die Po-

- 3 - 
V/0526/2006 
tenziale der Wirtschaftsfaktoren Pferd und Reittourismus auszuloten. Zu diesem Zweck wurde im 
Sommer 2002 vom Fremdenverkehrsverband Münsterland Touristik Grünes Band e.V. die Erstel-
lung eines Masterplanes „Pferderegion Münsterland“ (Masterplan I) an das Büro Dr. Mark, Dr. 
Schewe & Partner GmbH in Auftrag gegeben. Ziel des Masterplan I (2002 - 2003) war es eine ers-
te Bestandsaufnahme zu pferdebetrieblichen Einrichtungen, Infrastrukturen und wirtschaftlich ver-
wertbaren Kenngrößen zu liefern, sowie vorhandene Defizite und Hemmnisse aufzuzeigen um die 
im Reittourismus liegenden Potenziale zu fördern. Im Rahmen des Masterplanes Pferderegion 
Münsterland wurde deutlich, dass dem sehr hohen Entwicklungspotential in der Region starke De-
fizite in der Wegeinfrastruktur gegenüberstehen. In diesem Zusammenhang wurden die vorhande-
nen Reitrouten und Reitroutenplanungen der Kreise und der Stadt Münster erfasst, sowie erste 
Hinweise auf überregionale Hauptreitroutenachsen und eine regionale Netzstruktur erarbeitet. 
 
Im Zuge der Regionale 2004 wurden zur Thematik Pferd die Aktion „Pferde-Stärken“ in den Krei-
sen Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster initiiert. Die erstmalig am 21. und 22. August 2004 
der Öffentlichkeit präsentierte Aktion „Pferde-Stärken“ verdeutlicht den inhaltlichen Verbund zwi-
schen Landschaft und Landwirtschaft, zwischen Freizeit und Tourismus und bringt sich mit neu 
angelegten Reitwegen, Aufklärung und vielfältigsten Veranstaltungen rund ums Pferd als raumre-
levantes Thema ein. Die zwischenzeitlich über die Pferderegion Münsterland hinaus bekannte Ak-
tion wurde 2005 auf die angrenzenden Städte und Kreise der Münsterlandregion ausgeweitet und 
fand auch dieses Jahr in Folge am 12. und 13. August mit einer gestiegenen Anzahl von Teilneh-
mern (ca. 40.000) statt. Als weiteres herausragendes Projekt der Regionale 2004 ist die Auswei-
sung der „Regionale Reitroute im Kreis Warendorf“ zu nennen, die im Bereich der Flurlagen 
Kreuzbach und Kasewinkel als auch nord-westlich von Handorf im Bereich der Ems parallel der 
Stadtgrenze ausgewiesen ist und in Teilabschnitten innerhalb des Stadtgebietes verläuft. Im Au-
gust 2004 wurde die ca. 140 km lange Reitroute bei einer Aktionsveranstaltung zur Regionale 
2004 eröffnet. Die Reitroute, die einen Baustein des Masterplans „Pferderegion Münsterland“ dar-
stellt, ermöglicht den Anschluss der Kreise Warendorf, Steinfurt und der Städte Münster und Gü-
tersloh an das im Aufbau befindliche Fernwanderreitroutennetz (Niederlande – Ruhrgebiet) der 
Pferderegion Münsterland und eröffnet den hiesigen Reitern über vorhandene bzw. geplante Reit-
routen eine Verbindung zu den Routen des Kreises Warendorf und der Region.  
 
 
Masterplan II 
Zur Umsetzung der aus dem Masterplan I vorliegenden Gutachten zu
r Pferderegion Münsterland 
wurde 2004 von der Münsterland Touristik Grünes Band e.V. (MTZ), in Abstimmung mit den Müns-
terlandkreisen Borken, Coesfeld, Warendorf, Steinfurt, Recklinghausen und der Stadt Münster, die 
Fachagentur Pferd und Landwirtschaft – EQUImedium  mit der Koordinierung des Masterplan II 
(2004 – 2006) beauftragt. Die seit 2004 laufende Fördermaßnahme Masterplan II Pferderegion 
Münsterland, finanziert durch das Land NRW, die Münsterlandkreise, die Stadt Münster sowie dem 
Kreis Recklinghausen, läuft zum Jahresende 2006 aus. Eine weitergehende Förderung durch das 
Land NRW scheint aktuell nicht sichergestellt. 
Die weitere Vorgehensweise zur touristische En twicklung der Marke „Pferderegion Münsterland“ 
als Wirtschafts- und Freizeitfaktor ist derzeit ungeklärt. Im Hinblick auf die neue Organisationsein-
heit, die aus der Fusion von der Münsterland Touristik und der Aktion Münsterland voraussichtlich 
ab 2008 ihre Arbeit aufnehmen wird, wird es für sinnvoll und zweckmäßig gehalten, die Umsetzung 
des „Masterplanes Pferderegion“ hier organisatorisch einzubinden. Gespräche auf der Vorstands-
ebene der Münsterland Touristik sind vorgesehen. Eine fachspezifische Vorlage zur Thematik 
Pferd und Touristik erfolgt daher zu einem späteren Zeitpunkt durch Münster Marketing. 
 
 
 
Zu 2. Weitere Entwicklung des Reitroutennetzes bzw. der Reitwege in Münster
 
 
Um die im Masterplan „Pferderegion Münsterland“ dargelegten Defizite im Bereich der Reitwege-
infrastruktur aufzufangen soll das Reitwegenetz verdichtet werden. Im Folgenden werden Ziele 
und Maßnahmen im Gebiet der Stadt Münster aufgezeigt. Die Umsetzung des Masterplans „Pfer-

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V/0526/2006 
deregion Münsterland“ hinsichtlich der Reitwege im Gebiet der Stadt Münster erfolgt unter Berück-
sichtigung stadtspezifischer Besonderheiten und Bedürfnissen durch das Amt für Grünflächen und 
Umweltschutz. Nach einer umfangreichen Bestandserhebung der städtischen Reitinfrastrukturen 
und der Darstellung von angestrebten Hauptachsen zum Aufbau eines regionalen (Pferderegion 
Münsterland) Wanderreitnetzes in Abstimmung mit den angrenzenden Nachbarkreisen Coesfeld, 
Steinfurt, Borken und Warendorf, ist das Amt für Grünflächen und Umweltschutz derzeit dabei das 
städtische Reitwegenetz unter Berücksichtigung der städtischen Gegebenheiten zu erweitern und 
zu verdichten. Bezug nehmend auf die vorhandenen Reitinfrastrukturen (Reiterhöfe, Reitvereine, 
Sondereinrichtungen, Reitwege, Hotel- und Gaststättenbetriebe) und/oder in Bereichen mit beste-
henden Zielkonflikten zwischen Reitern und sonstigen Interessensgruppen werden vom Amt für 
Grünflächen und Umweltschutz lokale und naturverträgliche Reitwege in Abstimmung und Zu-
sammenarbeit mit den örtlichen Reiterhöfen und Reitvereinen initiiert, geplant und ausgewiesen. 
Parallel hierzu wird die Erweiterung bestehender Reitwege vorangetrieben und die Vernetzung der 
lokalen stadtteilbezogenen Reitwege und die Anbindung an das Wanderreitnetz der Pferderegion 
Münsterland angestrebt (Anlage 3). 
 
Im Rahmen der weiteren Umsetzung des Masterplans II „Pferderegion Münsterland“ muss es nun 
darum gehen, die Infrastruktur dem im Masterplan angegebenen Reitwegebedarf anzupassen, die 
bestehenden Lücken im Reitwegenetz zu schließen sowie attraktive Reitrouten als Grundlage für 
das touristische Angebot und eine entsprechende Vernetzung zu entwickeln. 
Neben der touristischen Betrachtung des Reitens ist es im städtisch geprägten Umfeld der Stadt 
Münster ebenso wichtig der wachsenden Anzahl von landschaftsbezogenen Freizeitreitern inner-
halb der Stadt Münster ein attraktives, naturverträgliches und gut erreichbares Reitroutenangebot 
für unterschiedliche Distanzritte anzubieten (Feierabend- und Wochenendreiter). Als gelungenes 
Beispiel ist der in 2005 fertig gestellte Reitweg Altenroxel zu nennen, der auf das Zusammenwir-
ken der örtlichen Hotel- Gaststätten- und Reitbetriebe, Freizeitreiter, und des Pferdemuseums mit 
einer Vielzahl von Veranstaltungen rund ums Pferd abzielt und einen Rahmen für touristisch aus-
gerichtete Pferdearrangements (Ausritte, Informationsveranstaltungen, sportliche Events, Ausstel-
lungen, Dinner, …) bietet. Eine Reitroutenverbindung vom Pferdemuseum über Haus Kump und 
Roxel zur Stadtgrenze mit Anbindung an die Reitrouten im Kreis Coesfeld unter Einbeziehung vor-
handener Reiteinrichtungen (Reitwege, Reiterhöfe, Reitvereinen) wird angestrebt. 
 
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Gutachten und Handlungsempfehlungen wird seit 2004 in 
Abstimmung mit den Münsterlandkreisen, Warendorf, Steinfurt, Borken, Coesfeld, Recklinghausen 
und der Stadt Münster am Aufbau eines regionalen Reitroutennetzes mit Anbindung an die Nieder-
lande und das Ruhrgebiet gearbeitet. In einem überregional agierenden Arbeitskreis werden Richt-
linien zum Aufbau und der Planung von Reitrouten und Raststationen erarbeitet und die lokalen 
Reitroutenplanungen der beteiligten Münsterlandkreise und der Stadt Münster aufeinander abge-
stimmt und kartographisch erfasst. Die übergeordnete Koordinierung der Reitroutenplanung zielt 
auf einheitliche Qualitätsstandards bei den Reitrouten und begleitender Infrastrukturen (Reiterhöfe, 
Reit- und Raststationen) innerhalb der „Pferderegion Münsterland“ ab.  
Für Münster wird folgende Konzeption vorgeschlagen: 
• Die städtischen Überlegungen zur Reitwegeplanung und zur Entwicklung eines Reitwege-
konzeptes sind auf die regionalen Planungen abzus timmen und in das Projekt „Pferderegi-
on Münsterland“ zu integrieren, um damit die Profilierung des Pferdsports und Reittouris-
mus auf regionaler Ebene zu fördern. 
• Der Zerschneidungseffekt durch Verkehrs- und Siedlungsflächen, der Nutzungsdruck auf 
die vorhandenen Freiflächen (Landwirt- und Forstwirtschaft, Jagd, Freizeit und Erholung) 
und ein hoher Anteil privater Flächen im Eigentum  „reitkritischer“ Besitzer stehen einem flä-
chendeckenden und geschlossenen Reitroutennetz innerhalb des Stadtgebietes entgegen. 
Die Erarbeitung eines eigenständigen städtischen Masterplans kann daher nicht empfohlen 
werden und könnte bei den beteiligten Münsterlandkreisen zu Irritationen führen. 
Bei der Entwicklung des städtischen Reitwegenetzes empfiehlt sich vielmehr eine stufen-
weise und ortsbezogene Vorgehensweise, die lokal bestehende Zielkonflikte berücksichtigt 
und mit den betroffenen Interessensgruppen und Eigentümern eine einvernehmliche Reit-
routenplanung verfolgt.

- 5 - 
V/0526/2006 
• Ziel der städtischen Reitwegeplanung ist es daher, im Anschluss an bereits vorhandene lo-
kale Reitwege weitere lokale Rundreitwege auszuweisen bzw. das vorhandene Reitwege-
netz zu verdichten. Hierbei wird ein Verbund der räumlich zugeordneten und miteinander 
vernetzbaren Reiteinrichtungen angestrebt. Parallel hierzu ist eine Anbindung der mitein-
ander vernetzten und in der Regel stadtteilbezogenen Reitroutennetze an die vorhandenen 
bzw. im aufbaubefindlichen Reitroutennetze der angrenzenden Münsterlandkreise und an 
das überregionale Fernwanderreitnetz vorgesehen. 
• Die Ausweisung von Reitrouten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Rei-
terhöfen, Reitvereinen, den örtlichen Hotel- und Gaststättenbetrieben und den Grund-
stückseigentümer um lokale Besonderheiten bei der Planung zu berücksichtigen und eine 
möglichst große Akzeptanz bei den Betroffenen und Nutzern zu erzielen. 
 
Schwerpunkte ergeben sich auf Grund der örtlichen Initiativen, nach der Ausweisung des Reitwe-
ges Jesuiterbrook im Bereich Hiltrup, zurzeit in den Bereichen: 
 
• Roxel / Altenroxel (Pferdemuseum, Haus Kump, Mecklenbeck, Roxel, Anschluss an den 
Kreis Coesfeld) 
• Handorf / Wollbeck (Anschluss an den Kreis Warendorf und die Regionale Reitroute) 
• Nienberge (Anschluss an Altenberge) 
 
 
 
Finanzierung 
Die Finanzierung des Reitroutennet
zes erfolgt aus Mittelzuweisungen der Reitabgabe, der Touris-
musförderung, städtischen Mitteln und durch die kostenlose Bereitstellung von privaten Flächen 
der Reitbetriebe.  
Auf Grund des durch den Masterplan „Pferderegion Münsterland“ initiierten Reitwegeausbaus und 
dem damit einhergehenden Pflegekostenanstieg entstehen jedoch bei einer annähernd gleich 
bleibenden Finanzierungsgrundlage und Einnahmesituation (ca. 12.000,- € p. a.) erhebliche Aus-
bau- und Pflegeengpässe. Die in der Vergangenheit für den Ausbau des städtischen Reitwegenet-
zes zur Verfügung stehenden Finanzmitteln aus Landeszuschüssen (Reitabgabe) werden im Hin-
blick auf einen zügigen und flächendeckenden Ausbau nicht mehr ausreichen, das angestrebte 
Ziel zu realisieren. Neben der Reitabgabe und dem im Haushalt veranschlagten jährlichen Ansatz 
wird deshalb eine Finanzierung über Sponsoren- und Sondermittel für einen zweckgebundenen 
Ausbau des städtischen Reitroutennetzes angestrebt. Sofern diese Mittel nachhaltig nicht hinrei-
chend sind, das genannte Konzept im regionalen Zusammenhang in absehbarer Zeit zu verwirkli-
chen, müsste über die Bereitstellung weiterer städtischer Mittel entschieden werden. 
 
 
Reitregelung / Reitabgabe 
Die so genannte Reitregelung im La
ndschaftsgesetz (LG NRW) besteht in diesem Jahr genau seit 
25 Jahren. Die Reitregelung dient als Lenkungsinstrument um die unterschiedlichen Nutzungs- 
und Freizeitansprüche der Freizeitreiter mit den übrigen Erholungssuchenden und den Grund-
stückseigentümern und Nutzern zu harmonisieren. Die Initiierung und Koordinierung des Aufbaues 
und der Pflege eines Reitroutennetzes nimmt hierbei eine Schlüsselstellung ein. Nach dem Land-
schaftsgesetz sollen die Landschaftsbehörden im Zusammenwirken mit den Forstbehörden, den 
Gemeinden, den Waldbesitzern und den Reitverbänden für ein ausreichendes und geeignetes 
Reitwegenetz sorgen. Die Reitregelung regelt das Reiten in der freien Landschaft sowie das Rei-
ten im Wald. Danach ist das Reiten zum Zwecke der Erholung über den Gemeingebrauch an öf-
fentlichen Straßen und Wegen hinaus auch auf privaten Straßen und Wegen in der freien Land-
schaft sowie auf gekennzeichneten Reitwegen im Wald erlaubt. Wer in der freien Landschaft und 
im Wald reitet, muss ein am Pferd zu befestigendes Kennzeichen tragen, wofür eine Reitabgabe 
und eine Verwaltungsgebühr zu errichten sind.  
 
Während in den Jahren 1991 bis 1996 die Anzahl an gültigen Reitkennzeichen zwischen 100 und 
150 Kennzeichen lag, konnte durch Vereinfachung des Antragsverfahrens und des Zahlungsver-

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V/0526/2006 
kehrs im Jahre 1997 die Anzahl schrittweise gesteigert werden und erreichte im Jahre 2005 einen 
neuen Höchststand von 390 Kennzeichen. Das Aufkommen aus der Reitabgabe liegt im gesamten 
Münsterland jedoch noch immer deutlich geringer als gegenüber anderen Regionen in Nordrhein-
Westfalen mit einem geringeren Pferdebestand (Einnahmen 2004 BR Münster: 107.500 €, BR 
Köln: 420.000 €, BR Düsseldorf: 314.000 €). Von der Bezirksregierung Münster wurde daher im 
Jahre 2005 zusammen mit Vertretern der Kreise und kreisfreien Städte eine Arbeitsgruppe ge-
gründet, die ein Maßnahmeprogramm erarbeitet hat, um das Aufkommen aus der Reitabgabe zu 
steigern. Nach diesem Programm wurden die Formulare und Internetauftritte zur Reitregelung im 
gesamten Regierungsbezirk vereinheitlicht und das vereinfachte Antragsverfahren und der Zah-
lungsverkehr nach dem Beispiel der Stadt M ünster weitgehend übernommen. Durch eine verstärk-
te und zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit (vermehrte Presseberichte, Informationsstand beim Ro-
linck-Cup 2006, Anschreiben der Reitervereine und der Reiterhöfe, Plakataktionen) auch mit Hilfe 
des Provinzialverbandes der Reit- und Fahrvereine soll die Akzeptanz der Reitregelung und damit 
auch das Aufkommen aus der Reitabgabe gesteigert werden. 
 
Als Fazit kann festgestellt werden, dass die von der Bezirksregierung 2005 initiierte und von den 
unteren Landschaftsbehörden der Kreise und Städte der Pferderegion Münsterland durchgeführte 
Werbekampagne zur Erhöhung der Akzeptanz und Information über die Reitabgabe erfolgreich ist. 
So konnte allein in der Stadt Münster die Anzahl der ausgehändigten kostenpflichtigen Reitkenn-
zeichen von 390 (Stand 2005) auf derzeit 445 (Stand Juni 2006) gesteigert werden. Dies entspricht 
einem Zuwachs von ca. 15 %, Tendenz steigend. 
 
 
 
Antrag Nr. A-O/0022/2005  
der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 14.04.2005 
Mit Bezug auf den Antrag der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 14.04.2005, 
A-O/0022/2005, und der hierzu von der Bezirksvertretung Münster-Ost am 19.05.2005 beschlos-
senen Ergänzung (Anlage 2) erfolgt auch eine Behandlung in der Bezirksvertretung Münster-Ost. 
Da der vorliegende Antrag grundsätzlich die gleichen Ziele verfolgt wie der Antrag der SPD-
Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005, vom 03.05.2005 ( Anlage 1), gelten insofern auch hier die 
voran stehenden Ausführungen. Die im Antrag Nr. A-O/0022/2005 genannten konkreten Wegefüh-
rungen und Vernetzungsvorschläge werden aufgenommen und geprüft. 
 
 
I.V. 
 
gez.  
Joksch 
Stadtbaurat 
 
 
Anlagen 
• Anlage 1 – Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005, vom 27.04.2005 
• Anlage 2 – Antrag der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 14.04.2005, 
Nr. A-O/0022/2005 und Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 19.05.2005 
• Anlage 3 – Reitwegekonzeption der Stadt Münster

Anlage 2

4733 Zeichen

4

A-0/’0012/2005

SPD-Fraktion 14. April 2005
in der BV Münster-Ost

Antrag an die BV
„Münster-Ost: Zentrum des Pferdesports“
Die BV Ost möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für
Münster-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen:

“ Als Oberziel für den Ausbau des Reitwegenetzss von Münster-Ost ist die
Vernetzung mit dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im
Rahmen eines Masterplans in den Ausbau des Reitwegenetzes der Stadt
Münster einfließen soll.

= Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum
Heidekrug an den Rieselfeldern soll im Rahmen eines Ausbau des
Reitwegenetzes für Reiter geschaffen werden, damit ökologisch wertvolle
Ansatzpunkte vermittelt werden, um das-Reiten zu einem wahren
Naturerlebnis werden zu lassen. \

« Die Bildung von Reitstationen ist in enger Kooperation mit den Reitvereinen
und besonderen touristischen Ausflugszielen zu realisieren. Konkret gilt es,
insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit
entsprechenden Einrichtungen zu fördern.

= Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften Tourismus”,
denn die Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches
Konzept weiter vorankommen und besser vermarktet werden.

Begründung:

Münster als hiesige Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im
nationalen und internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige
Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von
reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum
Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position
gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in und um Münster nachhaltig
auszubauen und langfristig zu sichern.

Münster braucht eine Verknüpfung der Reitwege mit attraktiven Angeboten wie das
Pferdezentrum in Sudmühle, das Pferdemuseum sowie einer Vielzahl von
Reitvereinen sowie touristischen Highlights, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub
in der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen. Daher ist eine
Vernetzung der Reitwege zwingend erforderlich, um diesen hohen Freizeitwert besse

-2-

Anlage 2

_2-

Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung des sanften Tourismus
sind gerade für die wachsende Gruspe der Wander- oder Distanzreiter von großer
Bedeutung. Deshalb scoli zur Förderung des Reittourismus vorrangig die Anbindung
an das Reitwegenetz von Warendorf sowie ein attraktives Reitwegenetz in Münster
erreicht werden, damit nicht die Reiterinnen und Reiter vor den Toren der Stadt
Münster Halt machen müssen.

Der sanfte Tourismus ist bei allen Planungsschritten zu berücksichtigen. Daher ist
eine Anlage oder ein Ausbau von Reitwegen in bestehenden oder geplanten
Naturschutzgebieten nicht möglich. Bei der Ausführung der Reitwege sollen keine
versiegelten Wege entstehen, und wassergebundene Decken sind nur im unbedingt
erforderlichen Umfang (etwa auf nassen Lehmböden) vorzusehen. Die Ausfertigung
der Wege sollte vorzugsweise als offener Boden oder mit Sand oder Rindenmulch
und Holzhäcksel aus lokaler Herkunft gestaltet werden.

Für die Fraktion

(Dean

Auszuq aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Ost
vom 19.05.2005

Die Bezirksvertretung Münster-Ost beschloss einstimmig den Antrag cer SPD-Fraktion mit
folgenden Erweiterunger: j

„Die BV Ost möge im Rahmen des gestellten Ratsantrages der SPD beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für Müns-
ter-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen:

. Als Oberziel für den Ausbau des Reitwegenetzes von Münster-Ost ist die Vernetzung mit
dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im Rahmen eines Master-
plans in den Ausbau des Reitwegenetzes der Stadt Münster einfließen soll.

e Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum Heidekrug an den
Rieselfeldern soll im Rahmen eines Ausbaus des Reitwegenetzes für Reiter geschaffen
werden, damit ökologisch wertvolle Ansatzpunkte vermittelt werden, um das Reiten zu
einem wahren Naturerlebnis werden zu lassen.

« Die Bildung von Reitstationen und Reiterhöfen, Reitbetrieben etc. ist in enger Kooperati-
-on mit den Reitvereinen und besonderen touristischen Ausflugzielen zu realisieren. Kon-
kret gilt es, insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit entspre-
chenden Einrichtungen zu fördern.

Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften Tourismus“, denn die
Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches Konzept weiter vorankommen
und besser vermarktet werden.“

Ergänzungsvorlage V/0526/2006/1 + Anlagen

31104 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER STADT ılı MÜNSTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz

Vorlagen-Nr.:
j V/0526/2006/1
Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt:
Herr Scharf
Ruf:
492 6723
E-Mail:
scharfk@stadt-muenster.de
Datum:
25.09.2006
| Betrifft
Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005 vom 27.04.2005; Münster-Stadt des
Pferdesports
Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 19.05.2005
Beratungsfolge
19.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Vorberatung
24.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Nord Vorberatung
26.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Ost Vorberatung
31.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Südost Vorberatung
02.11.2006 Bezirksvertretung Münster-West Vorberatung
07.11.2006 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung

Beschlussvorschlag:
Sachentscheidung:

1. Der Bericht zum Masterplan „Pferderegion Münsterland“ wird zur Kenntnis genommen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Konzeption und den Ausbau des Reitwegenetzes im
Stadtgebiet unter Zugrundelegung der bestehenden und durch das Amt für Grünflächen
und Umweltschutz entwickelten stadtteilbezogenen Reitwegeplanung sowie des Master-
plans „Pferderegion Münsterland“ fortzuführen und das städtische in das überregionale
Netz einzubinden.

Kosten/Folgekosten

Kosten

Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Finanzierung der Reitwegekonzeption aus der Umlage
zur Reitabgabe sowie der Finanzstelle: 671 O0 1301 00 0020 (Reitwege) mit einem Ansatz von
15.000 € zu bestreiten ist.

Ergänzend wird sich die Verwaltung bemühen, weitere Mittel zur Realisierung des Reitwegenetzes
durch Sponsoring und Sonderförderungen aus den Bereichen „Ländlicher Raum“ oder ähnlichen
Quellen zu akquirieren.

Folgekosten
Folgekosten zur Pflege des städtischen Reitroutennetzes werden aus der Umlage der Reitabgabe
finanziert. Die erforderlichen Mittel werden bei der Bezirksregierung Münster beantragt.

V/0526/2006/1

Begründung:

Die Behandlung in der Bezirksvertretung Münster-Ost erfolgt mit Bezug auf den Antrag der SPD-
Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 14.04.2005, A-O/0022/2005, und der hierzu von
der Bezirksvertretung Münster-Ost am 19.05.2005 beschlossenen Ergänzung (Anlage 2).

Da der vorliegende Antrag grundsätzlich die gleichen Ziele verfolgt wie der Antrag der SPD-
Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005, vom 03.05.2005 (Anlage 1), gelten insofern auch hier die
nachfolgenden Ausführungen. Die im Antrag Nr. A-O/0022/2005 genannten konkreten Wegefüh-
rungen und Vernetzungsvorschläge werden aufgenommen und geprüft.

Aufgrund der Bedeutung der städtischen Reitwegeplanung auch für die Bezirksvertretungen Müns-
ter-Hiltrup, Münster-Nord, Münster-Südost und Münster-West wurde die Beratungskette der Be-
schlussvorlage V/0526/2006 an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen mit dieser Er-
gänzungsvorlage entsprechend erweitert.

Zu 1. Bericht zum Masterplan „Pferderegion Münsterland“

Mit der Beschlussvorlage Nr. V/0559/2005 vom 16.06.2005 an den Hauptausschuss wurde der
Antrag an den Rat vom 27.04.2005, A-R/0018/2005 (Anlage 1) auf Grund seiner gesamtstädti-
schen Bedeutung zur abschließenden Behandlung an den Ausschuss für Umweltschutz und Bau-
wesen verwiesen.

In diesem Zusammenhang wird auch der Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom
19.05.2005 (Anlage 2) abgearbeitet, da auch dieser im gesamtstädtischen Zusammenhang be-
trachtet werden muss.

Ausgangslage

Die Anfänge der städtischen Reitwegeplanung liegen 24 Jahre zurück. Bereits 1982 wurde vom
damaligem Gartenbauamt, dem heutigen Amt für Grünflächen und Umweltschutz, im Zuge einer
AB-Maßnahme, ein erstes Reitwegekonzept für den Verwaltungsbereich der Stadt Münster erar-
beitet.

Das überwiegend auf den Hallensport und kleinere Distanzritte in der näheren Umgebung der Stal-
lungen ausgerichtete Freizeitreiten als auch eine nur zögerliche Interessensbekundung der Verei-
ne, Verbände und Reiterhöfen führten in der Vergangenheit zu einer ungenügenden und bruch-
stückhaften Umsetzung des damaligen Reitwegekonzeptes.

Zwischenzeitlich haben sich auf Grund struktureller Änderungen in der Landwirtschaft, einer hohen
Nachfrage nach Ausreitmöglichkeiten in der freien Landschaft und einer Betrachtung des Freizeit-
reitsports unter touristischen Gesichtspunkten, die Rahmenbedingungen für die städtische Reitwe-
geplanung und die Realisierung eines überregionalen Reitwegeverbundes (Fern- und Wanderreit-
wegenetz) mit Anschluss an die Nachbarkreise positiv entwickelt. Mit einem Jahresumsatz von ca.
5 Mrd. € auf Bundesebene stellt die Pferdewirtschaft einer der wenigen wachsenden Märkte dar.
(Die Anzahl der Pferde innerhalb der Region wird mit 82.000 angegeben, es gibt 58.000 Pferde-
sportler, davon 36.295 im „FN“-Verein, die Pferdewirtschaft schafft im Münsterland 20.000 Arbeits-
plätze, der Umsatz ist steigend).

Mit Bezug auf Münster liegen dem Amt für Grünflächen und Umweltschutz derzeit folgende Anga-
ben vor:

Pferdebestand ca. 2.000

Ausgewiesene Reitwege 11 mit einer Gesamtlänge von 30,2 km
Reit- und Fahrvereine 17 mit ca. 3.950 Mitgliedern
Reitbetriebe ca. 80

Sondereinrichtungen Pferdemuseum
Westfälische Reit- und Fahrschule
Westfälisches Pferdezentrum
Westfälisches Pferdestammbuch e.V.
Reittherapiezentrum Münster
V/0526/2006/1

Regionale 2004 / Masterplan I

Die regionale Identität des Münsterlandes ist neben der Parklandschaft und Landwirtschaft auch
durch den Pferdesport und die Pferdezucht geprägt. Auf Grund der hohen Dichte an pferdebezo-
genen Einrichtungen, Attraktionen, Veranstaltungen rund ums Pferd und einem fortlaufenden An-
stieg an organisierten und nicht organisierten Reitern im Münsterland lag es nahe, das Thema
Pferd im Rahmen der Regionale 2004 „Links und rechts der Ems“ zu berücksichtigen und die Po-
tenziale der Wirtschaftsfaktoren Pferd und Reittourismus auszuloten. Zu diesem Zweck wurde im
Sommer 2002 vom Fremdenverkehrsverband Münsterland Touristik Grünes Band e.V. die Erstel-
lung eines Masterplanes „Pferderegion Münsterland“ (Masterplan I) an das Büro Dr. Mark, Dr.
Schewe & Partner GmbH in Auftrag gegeben. Ziel des Masterplan | (2002 - 2003) war es eine ers-
te Bestandsaufnahme zu pferdebetrieblichen Einrichtungen, Infrastrukturen und wirtschaftlich ver-
wertbaren Kenngrößen zu liefern, sowie vorhandene Defizite und Hemmnisse aufzuzeigen um die
im Reittourismus liegenden Potenziale zu fördern. Im Rahmen des Masterplanes Pferderegion
Münsterland wurde deutlich, dass dem sehr hohen Entwicklungspotential in der Region starke De-
fizite in der Wegeinfrastruktur gegenüberstehen. In diesem Zusammenhang wurden die vorhande-
nen Reitrouten und Reitroutenplanungen der Kreise und der Stadt Münster erfasst, sowie erste
Hinweise auf überregionale Hauptreitroutenachsen und eine regionale Netzstruktur erarbeitet.

Im Zuge der Regionale 2004 wurden zur Thematik Pferd die Aktion „Pferde-Stärken“ in den Krei-
sen Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster initiiert. Die erstmalig am 21. und 22. August 2004
der Öffentlichkeit präsentierte Aktion „Pferde-Stärken“ verdeutlicht den inhaltlichen Verbund zwi-
schen Landschaft und Landwirtschaft, zwischen Freizeit und Tourismus und bringt sich mit neu
angelegten Reitwegen, Aufklärung und vielfältigsten Veranstaltungen rund ums Pferd als raumre-
levantes Thema ein. Die zwischenzeitlich über die Pferderegion Münsterland hinaus bekannte Ak-
tion wurde 2005 auf die angrenzenden Städte und Kreise der Münsterlandregion ausgeweitet und
fand auch dieses Jahr in Folge am 12. und 13. August mit einer gestiegenen Anzahl von Teilneh-
mern (ca. 40.000) statt. Als weiteres herausragendes Projekt der Regionale 2004 ist die Auswei-
sung der „Regionale Reitroute im Kreis Warendorf“ zu nennen, die im Bereich der Flurlagen
Kreuzbach und Kasewinkel als auch nord-westlich von Handorf im Bereich der Ems parallel der
Stadtgrenze ausgewiesen ist und in Teilabschnitten innerhalb des Stadtgebietes verläuft. Im Au-
gust 2004 wurde die ca. 140 km lange Reitroute bei einer Aktionsveranstaltung zur Regionale
2004 eröffnet. Die Reitroute, die einen Baustein des Masterplans „Pferderegion Münsterland“ dar-
stellt, ermöglicht den Anschluss der Kreise Warendorf, Steinfurt und der Städte Münster und Gü-
tersloh an das im Aufbau befindliche Fernwanderreitroutennetz (Niederlande — Ruhrgebiet) der
Pferderegion Münsterland und eröffnet den hiesigen Reitern über vorhandene bzw. geplante Reit-
routen eine Verbindung zu den Routen des Kreises Warendorf und der Region.

Masterplan Il

Zur Umsetzung der aus dem Masterplan I vorliegenden Gutachten zur Pferderegion Münsterland
wurde 2004 von der Münsterland Touristik Grünes Band e.V. (MTZ), in Abstimmung mit den Müns-
terlandkreisen Borken, Coesfeld, Warendorf, Steinfurt, Recklinghausen und der Stadt Münster, die
Fachagentur Pferd und Landwirtschaft - EQUlmedium mit der Koordinierung des Masterplan Il
(2004 - 2006) beauftragt. Die seit 2004 laufende Fördermaßnahme Masterplan II Pferderegion
Münsterland, finanziert durch das Land NRW, die Münsterlandkreise, die Stadt Münster sowie dem
Kreis Recklinghausen, läuft zum Jahresende 2006 aus. Eine weitergehende Förderung durch das
Land NRW scheint aktuell nicht sichergestellt.

Die weitere Vorgehensweise zur touristische Entwicklung der Marke „Pferderegion Münsterland“
als Wirtschafts- und Freizeitfaktor ist derzeit ungeklärt. Im Hinblick auf die neue Organisationsein-
heit, die aus der Fusion von der Münsterland Touristik und der Aktion Münsterland voraussichtlich
ab 2008 ihre Arbeit aufnehmen wird, wird es für sinnvoll und zweckmäßig gehalten, die Umsetzung
des „Masterplanes Pferderegion“ hier organisatorisch einzubinden. Gespräche auf der Vorstands-
ebene der Münsterland Touristik sind vorgesehen. Eine fachspezifische Vorlage zur Thematik
Pferd und Touristik erfolgt daher zu einem späteren Zeitpunkt durch Münster Marketing.

V/0526/2006/1

Zu 2. Weitere Entwicklung des Reitroutennetzes bzw. der Reitwege in Münster

Um die im Masterplan „Pferderegion Münsterland“ dargelegten Defizite im Bereich der Reitwege-
infrastruktur aufzufangen soll das Reitwegenetz verdichtet werden. Im Folgenden werden Ziele
und Maßnahmen im Gebiet der Stadt Münster aufgezeigt. Die Umsetzung des Masterplans „Pfer-
deregion Münsterland“ hinsichtlich der Reitwege im Gebiet der Stadt Münster erfolgt unter Berück-
sichtigung stadtspezifischer Besonderheiten und Bedürfnissen durch das Amt für Grünflächen und
Umweltschutz. Nach einer umfangreichen Bestandserhebung der städtischen Reitinfrastrukturen
und der Darstellung von angestrebten Hauptachsen zum Aufbau eines regionalen (Pferderegion
Münsterland) Wanderreitnetzes in Abstimmung mit den angrenzenden Nachbarkreisen Coesfeld,
Steinfurt, Borken und Warendorf, ist das Amt für Grünflächen und Umweltschutz derzeit dabei das
städtische Reitwegenetz unter Berücksichtigung der städtischen Gegebenheiten zu erweitern und
zu verdichten. Bezug nehmend auf die vorhandenen Reitinfrastrukturen (Reiterhöfe, Reitvereine,
Sondereinrichtungen, Reitwege, Hotel- und Gaststättenbetriebe) und/oder in Bereichen mit beste-
henden Zielkonflikten zwischen Reitern und sonstigen Interessensgruppen werden vom Amt für
Grünflächen und Umweltschutz lokale und naturverträgliche Reitwege in Abstimmung und Zu-
sammenarbeit mit den örtlichen Reiterhöfen und Reitvereinen initiiert, geplant und ausgewiesen.
Parallel hierzu wird die Erweiterung bestehender Reitwege vorangetrieben und die Vernetzung der
lokalen stadtteilbezogenen Reitwege und die Anbindung an das Wanderreitnetz der Pferderegion
Münsterland angestrebt (Anlage 3).

Im Rahmen der weiteren Umsetzung des Masterplans Il „Pferderegion Münsterland“ muss es nun
darum gehen, die Infrastruktur dem im Masterplan angegebenen Reitwegebedarf anzupassen, die
bestehenden Lücken im Reitwegenetz zu schließen sowie attraktive Reitrouten als Grundlage für
das touristische Angebot und eine entsprechende Vernetzung zu entwickeln.

Neben der touristischen Betrachtung des Reitens ist es im städtisch geprägten Umfeld der Stadt
Münster ebenso wichtig der wachsenden Anzahl von landschaftsbezogenen Freizeitreitern inner-
halb der Stadt Münster ein attraktives, naturverträgliches und gut erreichbares Reitroutenangebot
für unterschiedliche Distanzritte anzubieten (Feierabend- und Wochenendfeiter). Als gelungenes
Beispiel ist der in 2005 fertig gestellte Reitweg Altenroxel zu nennen, der auf das Zusammenwir-
ken der örtlichen Hotel- Gaststätten- und Reitbetriebe, Freizeitreiter, und des Pferdemuseums mit
einer Vielzahl von Veranstaltungen rund ums Pferd abzielt und einen Rahmen für touristisch aus-
gerichtete Pferdearrangements (Ausritte, Informationsveranstaltungen, sportliche Events, Ausstel-
lungen, Dinner, ...) bietet. Eine Reitroutenverbindung vom Pferdemuseum über Haus Kump und
Roxel zur Stadtgrenze mit Anbindung an die Reitrouten im Kreis Coesfeld unter Einbeziehung vor-
handener Reiteinrichtungen (Reitwege, Reiterhöfe, Reitvereinen) wird angestrebt.

Unter Berücksichtigung der vorliegenden Gutachten und Handlungsempfehlungen wird seit 2004 in

Abstimmung mit den Münsterlandkreisen, Warendorf, Steinfurt, Borken, Coesfeld, Recklinghausen

und der Stadt Münster am Aufbau eines regionalen Reitroutennetzes mit Anbindung an die Nieder-

ande und das Ruhrgebiet gearbeitet. In einem überregional agierenden Arbeitskreis werden Richt-
inien zum Aufbau und der Planung von Reitrouten und Raststationen erarbeitet und die lokalen

Reitroutenplanungen der beteiligten Münsterlandkreise und der Stadt Münster aufeinander abge-

stimmt und kartographisch erfasst. Die übergeordnete Koordinierung der Reitroutenplanung zielt

auf einheitliche Qualitätsstandards bei den Reitrouten und begleitender Infrastrukturen (Reiterhöfe,

Reit- und Raststationen) innerhalb der „Pferderegion Münsterland“ ab.

Für Münster wird folgende Konzeption vorgeschlagen:

e Die städtischen Überlegungen zur Reitwegeplanung und zur Entwicklung eines Reitwege-
konzeptes sind auf die regionalen Planungen abzustimmen und in das Projekt „Pferderegi-
on Münsterland“ zu integrieren, um damit die Profilierung des Pferdsports und Reittouris-
mus auf regionaler Ebene zu fördern.

e Der Zerschneidungseffekt durch Verkehrs- und Siedlungsflächen, der Nutzungsdruck auf
die vorhandenen Freiflächen (Landwirt- und Forstwirtschaft, Jagd, Freizeit und Erholung)
und ein hoher Anteil privater Flächen im Eigentum ‚reitkritischer“ Besitzer stehen einem flä-
chendeckenden und geschlossenen Reitroutennetz innerhalb des Stadtgebietes entgegen.
Die Erarbeitung eines eigenständigen städtischen Masterplans kann daher nicht empfohlen

V/0526/2006/1

werden und könnte bei den beteiligten Münsterlandkreisen zu Irritationen führen.
Bei der Entwicklung des städtischen Reitwegenetzes empfiehlt sich vielmehr eine stufen-
weise und ortsbezogene Vorgehensweise, die lokal bestehende Zielkonflikte berücksichtigt
und mit den betroffenen Interessensgruppen und Eigentümern eine einvernehmliche Reit-
routenplanung verfolgt.

« Ziel der städtischen Reitwegeplanung ist es daher, im Anschluss an bereits vorhandene lo-
kale Reitwege weitere lokale Rundreitwege auszuweisen bzw. das vorhandene Reitwege-
netz zu verdichten. Hierbei wird ein Verbund der räumlich zugeordneten und miteinander
vernetzbaren Reiteinrichtungen angestrebt. Parallel hierzu ist eine Anbindung der mitein-
ander vernetzten und in der Regel stadtteilbezogenen Reitroutennetze an die vorhandenen
bzw. im aufbaubefindlichen Reitroutennetze der angrenzenden Münsterlandkreise und an
das überregionale Fernwanderreitnetz vorgesehen.

e Die Ausweisung von Reitrouten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Rei-
terhöfen, Reitvereinen, den örtlichen Hotel- und Gaststättenbetrieben und den Grund-
stückseigentümer um lokale Besonderheiten bei der Planung zu berücksichtigen und eine
möglichst große Akzeptanz bei den Betroffenen und Nutzern zu erzielen.

Schwerpunkte ergeben sich auf Grund der örtlichen Initiativen, nach der Ausweisung des Reitwe-
ges Jesuiterbrook im Bereich Hiltrup, zurzeit in den Bereichen:

«e Roxel / Altenroxel (Pferdemuseum, Haus Kump, Mecklenbeck, Roxel, Anschluss an den
Kreis Coesfeld)

e  Handorf / Wollbeck (Anschluss an den Kreis Warendorf und die Regionale Reitroute)

e  Nienberge (Anschluss an Altenberge)

Finanzierung

Die Finanzierung des Reitroutennetzes erfolgt aus Mittelzuweisungen der Reitabgabe, der Touris-
musförderung, städtischen Mitteln und durch die kostenlose Bereitstellung von privaten Flächen
der Reitbetriebe.

Auf Grund des durch den Masterplan „Pferderegion Münsterland“ initiierten Reitwegeausbaus und
dem damit einhergehenden Pflegekostenanstieg entstehen jedoch bei einer annähernd gleich
bleibenden Finanzierungsgrundlage und Einnahmesituation (ca. 12.000,- € p. a.) erhebliche Aus-
bau- und Pflegeengpässe. Die in der Vergangenheit für den Ausbau des städtischen Reitwegenet-
zes zur Verfügung stehenden Finanzmitteln aus Landeszuschüssen (Reitabgabe) werden im Hin-
blick auf einen zügigen und flächendeckenden Ausbau nicht mehr ausreichen, das angestrebte
Ziel zu realisieren. Neben der Reitabgabe und dem im Haushalt veranschlagten jährlichen Ansatz
wird deshalb eine Finanzierung über Sponsoren- und Sondermittel für einen zweckgebundenen
Ausbau des städtischen Reitroutennetzes angestrebt. Sofern diese Mittel nachhaltig nicht hinrei-
chend sind, das genannte Konzept im regionalen Zusammenhang in absehbarer Zeit zu verwirkli-
chen, müsste über die Bereitstellung weiterer städtischer Mittel entschieden werden.

Reitregelung / Reitabgabe

Die so genannte Reitregelung im Landschaftsgesetz (LG NRW) besteht in diesem Jahr genau seit
25 Jahren. Die Reitregelung dient als Lenkungsinstrument um die unterschiedlichen Nutzungs-
und Freizeitansprüche der Freizeitreiter mit den übrigen Erholungssuchenden und den Grund-
stückseigentümern und Nutzern zu harmonisieren. Die Initiierung und Koordinierung des Aufbaues
und der Pflege eines Reitroutennetzes nimmt hierbei eine Schlüsselstellung ein. Nach dem Land-
schaftsgesetz sollen die Landschaftsbehörden im Zusammenwirken mit den Forstbehörden, den
Gemeinden, den Waldbesitzern und den Reitverbänden für ein ausreichendes und geeignetes
Reitwegenetz sorgen. Die Reitregelung regelt das Reiten in der freien Landschaft sowie das Rei-
ten im Wald. Danach ist das Reiten zum Zwecke der Erholung über den Gemeingebrauch an öf-
fentlichen Straßen und Wegen hinaus auch auf privaten Straßen und Wegen in der freien Land-
schaft sowie auf gekennzeichneten Reitwegen im Wald erlaubt. Wer in der freien Landschaft und

V/0526/2006/1

im Wald reitet, muss ein am Pferd zu befestigendes Kennzeichen tragen, wofür eine Reitabgabe
und eine Verwaltungsgebühr zu errichten sind.

Während in den Jahren 1991 bis 1996 die Anzahl an gültigen Reitkennzeichen zwischen 100 und
150 Kennzeichen lag, konnte durch Vereinfachung des Antragsverfahrens und des Zahlungsver-
kehrs im Jahre 1997 die Anzahl schrittweise gesteigert werden und erreichte im Jahre 2005 einen
neuen Höchststand von 390 Kennzeichen. Das Aufkommen aus der Reitabgabe liegt im gesamten
Münsterland jedoch noch immer deutlich geringer als gegenüber anderen Regionen in Nordrhein-
Westfalen mit einem geringeren Pferdebestand (Einnahmen 2004 BR Münster: 107.500 €, BR
Köln: 420.000 €, BR Düsseldorf: 314.000 €). Von der Bezirksregierung Münster wurde daher im
Jahre 2005 zusammen mit Vertretern der Kreise und kreisfreien Städte eine Arbeitsgruppe ge-
gründet, die ein Maßnahmeprogramm erarbeitet hat, um das Aufkommen aus der Reitabgabe zu
steigern. Nach diesem Programm wurden die Formulare und Internetauftritte zur Reitregelung im
gesamten Regierungsbezirk vereinheitlicht und das vereinfachte Antragsverfahren und der Zah-
lungsverkehr nach dem Beispiel der Stadt Münster weitgehend übernommen. Durch eine verstärk-
te und zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit (vermehrte Presseberichte, Informationsstand beim Ro-
linck-Cup 2006, Anschreiben der Reitervereine und der Reiterhöfe, Plakataktionen) auch mit Hilfe
des Provinzialverbandes der Reit- und Fahrvereine soll die Akzeptanz der Reitregelung und damit
auch das Aufkommen aus der Reitabgabe gesteigert werden.

Als Fazit kann festgestellt werden, dass die von der Bezirksregierung 2005 initiierte und von den
unteren Landschaftsbehörden der Kreise und Städte der Pferderegion Münsterland durchgeführte
Werbekampagne zur Erhöhung der Akzeptanz und Information über die Reitabgabe erfolgreich ist.
So konnte allein in der Stadt Münster die Anzahl der ausgehändigten kostenpflichtigen Reitkenn-
zeichen von 390 (Stand 2005) auf derzeit 445 (Stand Juni 2006) gesteigert werden. Dies entspricht
einem Zuwachs von ca. 15 %, Tendenz steigend.

I.V.

gez.
Dr. Klein
Stadträtin

Anlagen
e Anlage 1 - Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0018/2005, vom 27.04.2005
«e Anlage 2 - Antrag der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 14.04.2005,
Nr. A-0/0022/2005 und Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Ost vom 19.05.2005
e Anlage 3 - Reitwegekonzeption der Stadt Münster

V/0526/2006/1

Anlage 1

SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Antrag Fi Dr a

27.04.2005

Fax: 0251/ 511 75C
mail: sodfrak @muensterde
Internet: www.spd-muensterde

Münster - Stadt des Pferdesports

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Masterplan „Münster - Stadt des
Pferdesports“ für die nächsten fünf Jahre zu erarbeiten, der ein geschlossenes
Reitwegenetz im Stadtgebiet und die Anbindung an das bestehende
Reitwegenetz im Münsterland sicherstellt.

2. Zur Förderung und touristischen Vermarktung des Wanderreitens wird ein
Handlungs- und Marketingkonzept erarbeitet.

3. Zur Finanzierung sollen neben Landeszuschüssen und städtischen Mitteln (die
zum Teil aus der Reitabgabe finanziert werden sollen) auch in größerem
Umfang Drittmittel aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen
eingeworben werden.

4. Die Routenplanung wird in enger Kooperation mit verschiedenen Partnern in
den Stadtteilen erstellt - auch um bürgerschaftliches Engagement beim
Ausbau und der Pflege des Reitwegenetzes zu erleichtern.

5. Die Planung sowie die weitere Ausgestaltung des Reitwegenetzes wird von
einem Projektbeirat aus Vertretern u.a. des Reitsports, der Landwirtschaft und
des Naturschutzes sowie von Politik und Verwaltung begleitet.

Begründung:

Münster als eine Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im
nationalen und "internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige
Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von
reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum
Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position
gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in Münster nachhaltig
auszubauen und langfristig zu sichern.

Der zu erarbeitende Masterplan soll dabei u.a. folgende Punkte beinhalten:

Das zu erarbeitende
Stadtentwicklung für cie
Umsetzung sci! zunäc nster ausgebaut werden,
dass canr an die besishenden Reitwegenetze des Münsterlandes argeburden wird.
damit die Reiterinnen und Reiter nicht ver den Toren der Stadi Münster Halt machen
müssen. Der Ausbau kann auch mit Hilfe von Umwidmungen von Wirtschafts- oder
Wanderwegen vorangetrieben werden. Insbesondere gilt es auch cie Anbindung des
Emshofs und des Heidekrugs als Reitstationen mit entsprechenden Einrichtungen zu
fördern. In diesem Umfeld ist ein Naturlehrpfad zu schaffen, um das Reiten zu einem
wahren Naturerlebnis für Pferd und Reiter werden zu lassen. Entiang des
Wegenetzes sind Reitstationen in enger Kooperation mit den Reitvereinen und
touristischen Ausflugszielen zu realisieren.

Reitwegekonzest wird Bestandteil der Leitlinien zur
Grürcrdnurg. in cer

Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung des sanften Tourismus
sind gerade für die wachsende Gruppe der Wancer- und Distanzreiter von großer
Bedeutung. Münster braucht daher ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften
Tourismus“, für das der Reitsport der erste Baustein sein kann. Die Pferderegion des
Münsterlandes kann nur im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts weiter
vorankommen und besser vermarktet werden. Um den hohen Freizeitwert nutzen zu
können, ist eine Vernetzung der Reitwege zwingend erforderlich. Diese müssen mit
attraktiven Angeboten wie dem Pferdemuseum, einer Vielzahl von Reitvereinen
sowie weiteren touristischen Highlights und Events („Wanderreiten — Rund um
Münster“) verbunden und ergänzt werden, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub in
der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen.

Die weitere Planung wird durch einen Projektbeirat begleitet, damit hier der
Sachverstand aus Politik und Gesellschaft eingebunden werden kann. Mitglieder
dieses Projektbeirates sollten sein: Vertreter der im Rat vertretenen Parteien und der
Verwaltung, NABU Münster, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Reitvereine,
Bauernverband, Tourismuswirtschaft (Hotel- und Gaststättenverband),
Stadtsportbund. Als Aufgaben des Projektbeirates sind die Mitgestaltung am
Masterplan sowie am Ausbau und bei der Entwicklung eines Marketing- und
Nutzungskonzepts zu sehen.

Das Ziel, Münster als Stadt des Pferdesports weiter auszubauen, kann aus eigener
Kraft von der Stadt Münster nicht geleistet werden. Hier sind unterschiedliche
gesellschaftliche Bereiche einzubinden. Dabei sind die Wirtschaftsförderung bzw.
Münster-Marketing besonders gefordert, der Wirtschaft die Teilnahme an diesem
Projekt zu ermöglichen. Interessierte Bürgerinnen und Bürgern sowie
gesellschaftliche Gruppen in der Stadt sind als Sponsoren und Paten zu gewinnen.

Gaby Kubig-Steltig Anne Hakenes Karsten Rahn

Holger Wigger Marianne Hopmann Udo Reiter

Wolfgang Heuer - Ralf Hubert Moritz von Schmeling
Alexander Bercht Michael Jung Anne Schulze Wintzler
Anika Bergner Marianne Koch Joachim Tonn

Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson

Beanka Ganser

A-0O!/Col2/Icc

o

SPD-Fraktion 14. April 2005
in der BV Münster-Ost

Antrag an die BV
„Münster-Ost: Zentrum des Pferdesports“
Die BV Ost möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für
Münster-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen.

“Als Öberziel für den Ausbau des Reitwegenetzes von Münster-Ost ist die
Vernetzung mit dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im
Rahmen eines Masterplans in den Ausbau des Reitwegenetzss der Stadt
Münster einfließen soll.

= Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum
Heidekrug an den Rieselfeldern soll im Rahmen eines Ausbau des
Reitwegenetzes für Reiter geschaffen werden, damit ökologisch wertvolle
Ansatzpunkte vermittelt werden, um das-Reiten zu einem wahren
Naturerlebnis werden zu lassen. j

« Die Bildung von Reitstationen ist in enger Kooperation mit den Reitvereinen
und besonderen touristischen Ausflugszielen zu realisieren. Konkret gilt es,
insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit
entsprechenden Einrichtungen zu fördern.

= Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften Tourismus“,
denn die Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches
Konzept weiter vorankommen und besser vermarktet werden.

Begründung:

Münster als hiesige Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im
nationalen und internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige
Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von
reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum
Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position
gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in und um Münster nachhaltig
auszubauen und langfristig zu sichern.

Münster braucht eine Verknüpfung der Reitwege mit attraktiven Angeboten wie das
Pferdezentrum in Sudmühle, das Pferdemuseum sowie einer Vielzahl von
Reitvereinen sowie touristischen Highlights, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub
in der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen. Daher ist eine
Vernetzung der Reitwege zwingend erforderlich, um diesen hohen Freizeitwert besse

-2-

Anlage 2

-2-

Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung des sanften Tourismus
sind gerade für die wachsende Gruppe der Wander- oder Distanzreiter von großer
Bedeutung. Deshaib scli zur Förderung des Reittourismus vorrangig die Anbindung
an das Reitwegenetz von Warendorf sowie ein attraktives Reitwegenetz in Münster
erreicht werden, damit nicht die Reiterinnen und Reiter vor den Toren der Stadt
Münster Halt machen müssen.

Der sanfte Tourismus ist bei allen Planungsschritten zu berücksichtigen. Daher ist
eine Anlage oder ein Ausbau von Reitwegen in bestehenden oder geplanten
Naturschutzgebieten nicht möglich. Bei der Ausführung der Reitwege sollen keine
versiegelten Wege entstehen, und wassergebundene Decken sind nur im unbedingt
erforderlichen Umfang (etwa auf nassen Lehmböden) vorzusehen. Die Ausfertigung
der Wege sollte vorzugsweise als offener Boden oder mit Sand oder Rindenmulch
und Holzhäcksel aus lokaler Herkunft gestaltet werden.

Für die Fraktion

(On

Auszug aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Ost
vom 19.05.2005

Die Bezirksvertretun Münster-Ost beschloss einstimmig den Antrag cer SPD-Fraktion mit
3 DAR.
folgerden Ermweiteruncer:

„Die BV Ost möge im Rahmen des gestellten Ratsantrages der SPD beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung des Reitwegenetzes für Müns-
ter-Ost zu erarbeiten. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen:

e -Als Oberziel für den Ausbau des Reitwegenetzes von Münster-Ost ist die Vernetzung mit
dem Reitwegenetz von Warendorf voranzutreiben, welches im Rahmen eines Master-
plans in den Ausbau des Reitwegenetzes der Stadt Münster einfließen soll.

e Ein Naturlehrpfad vom westfälischen Pferdezentrum in Handorf zum Heidekrug an den
Rieselfeldern soil im Rahmen eines Ausbaus des Reitwegenetzes für Reiter geschaffen
werden, damit ökologisch wertvolle Ansatzpunkte vermittelt werden, um das Reiten zu
einem wahren Naturerlebnis werden zu lassen.

« Die Bildung von Reitstationen und Reiterhöfen, Reitbetrieben etc. ist in enger Kooperati-
-on mit den Reitvereinen und besonderen touristischen Ausflugzielen zu realisieren. Kon-
Kret gilt es, insbesondere die Anbindung des Heidekruges als Reitstation mit entspre-
chenden Einrichtungen zu fördern.

Münster braucht ein spezielles Marketingkonzept für den ‚sanften Tourismus“, denn die
Pferderegion des Münsterlandes kann nur als ganzheitliches Konzept weiter vorankommen
und besser vermarktet werden.“

|| MÜNSTER

STADT

Reitwege / Reitrouten

Reitm öglichkeiten mit Anschluss

an vorh. Reitwege

angantrabte Hauptachaan
ausgewiesene Raltwoge
geplante Retwege Regionale 2004 Phase 1

(nach LG NW)

geplante Roltwege

(z.B, Pferdezentrum ste.)
Pferdepension/Reiterhof
‚Standorte der Ralt- und
Fahrvereine

Planung bzw. Prüfun:

Infrastruktur

STER

MÜN

N

Grünflächen und
Umweltschutz
Reiten in Münster
Grundiagenkarte "Infrastruktur / Reitrouten®

Anlage 1

4989 Zeichen

27.04.2005

Antrag

Anlage 1

SPD-Fraktion
r Stadt Münster

Münzstr. 15

48143 Münster

Telefon: 0251/45 314

Fax: 0251/7511 750

mail: sodfrak @muensterde
Internet: www.spd-muensterde

Münster - Stadt des Pferdesports

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Masterplan „Münster - Stadt des
Pferdesports“ für die nächsten fünf Jahre zu erarbeiten, der ein geschlossenes
Reitwegenetz im Stadtgebiet und die Anbindung an das bestehende
Reitwegenetz im Münsterland sicherstellt. .

2. Zur Förderung und touristischen Vermarktung des Wanderreitens wird ein
Handlungs- und Marketingkonzept erarbeitet.

3. Zur Finanzierung sollen neben Landeszuschüssen und städtischen Mitteln (die
zum Teil aus der Reitabgabe finanziert werden sollen) auch in größerem
Umfang Drittmittel aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen
eingeworben werden.

4. Die Routenplanung wird in enger Kooperation mit verschiedenen Partnern in
den Stadtteilen erstellt - auch um bürgerschaftliches Engagement beim
Ausbau und der Pflege des Reitwegenetzes zu erleichtern.

5. Die Planung sowie die weitere Ausgestaltung des Reitwegenetzes wird von
einem Projektbeirat aus Vertretern u.a. des Reitsports, der Landwirtschaft und
des Naturschutzes sowie von Politik und Verwaltung begleitet.

Begründung:

Münster als eine Hauptstadt des Pferdesports besitzt einen guten Namen im
nationalen und "internationalen Reitsport. Hierzu tragen nicht nur hochrangige
Turniere wie das „Turnier der Sieger“ bei, sondern auch und gerade die Vielzahl von
reitbegeisterten Menschen im Raum Münster. Sie prägen die besondere Liebe zum
Reitsport in einer der größten Pferderegionen Deutschlands. Diese führende Position
gilt es, mit einem Projekt zum Ausbau der Reitwege in Münster nachhaltig
auszubauen und langfristig zu sichern.

Der zu erarbeitende Masterplan soll dabei u.a. folgende Punkte beinhalten:

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Das zu erarbeitende Reitwegekonzest wird Bestandteil der Leitlinien zur
Stadtentwicklung, für die Bereiche Freizeit, Erheiung und Grüncrdnung. in cer
Umsetzung sc! zunächst ein attraktives Reitwegenetz In Münster ausgebaut werden,
dass canr an die bestehenden Reitwegenetze des Münsterlandss angebunden wire,
damit die Reiterinnen ung Reiter nicht vor den Toren der Stadt Münster Halt machen
müssen. Der Ausbau kann auch mit Hilfe von Umwidmungen von Wirtschafts- oder
Wanderwegen vorangetrieben werden. Insbesondere gilt es auch die Anbindung des
Emshofs und des Heidskrugs als Reitstationen mit entsprechenden Einrichtungen zu
fördern. In diesem Umfeld ist ein Naturlehrpfad zu schaffen, um das Reiten zu einem
wahren Naturerlebnis für Pferd und Reiter werden zu lassen. Entiang des
Wegenetzes sind Reitstationen in enger Kooperation mit den Reitvereinen und
touristischen Ausflugszielen zu realisieren.

Das veränderte Freizeitverhalten und die hohe Bedeutung des sanften Tourismus
sind gerade für die wachsende Gruppe der Wander- und Distanzreiter von großer
Bedeutung. Münster braucht daher ein spezielles Marketingkonzept für den „sanften
Tourismus“, für das der Reitsport der erste Baustein sein kann. Die Pferderegion des
Münsterlandes kann nur im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts weiter
vorankommen und besser vermarktet werden. Um den hohen Freizeitwert nutzen zu
können, ist eine Vernetzung der Reitwege zwingend erforderlich. Diese müssen mit
attraktiven Angeboten wie dem Pferdemuseum, einer Vielzahl von Reitvereinen
sowie weiteren touristischen Highlights und Events („Wanderreiten — Rund um
Münster“) verbunden und ergänzt werden, die für jeden Pferdefreund einen Urlaub in
der Pferderegion des Münsterlandes erstrebenswert machen.

Die weitere Planung wird durch einen Projektbeirat begleitet, damit hier der
Sachverstand aus Politik und Gesellschaft eingebunden werden kann. Mitglieder
dieses Projektbeirates sollten sein: Vertreter der im Rat vertretenen Parteien und der
Verwaltung, NABU Münster, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Reitvereine,
Bauernverband, Tourismuswirtschaft (Hotel- und Gaststättenverband),
Stadtsportbund. Als Aufgaben des Projektbeirates sind die Mitgestaltung am
Masterplan sowie am Ausbau und bei der Entwicklung eines Marketing- und
Nutzungskonzepts zu sehen. _

Das Ziel, Münster als Stadt des Pferdesports weiter auszubauen, kann aus eigener
Kraft von der Stadt Münster nicht geleistet werden. Hier sind unterschiedliche
gesellschaftliche Bereiche einzubinden. Dabei sind die Wirtschaftsförderung bzw.
Münster-Marketing besonders gefordert, der Wirtschaft die Teilnahme an diesem
Projekt zu ermöglichen. Interessierte Bürgerinnen und Bürgern sowie
gesellschaftliche Gruppen in der Stadt sind als Sponsoren und Paten zu gewinnen.

Gaby Kubig-Steltig Anne Hakenes Karsten Rahn

Holger Wigger Marianne Hopmann Udo Reiter

Wolfgang Heuer - Ralf Hubert Moritz von Schmeling
Alexander Bercht Michael Jung Anne Schulze Wintzler
Anika Bergner Marianne Koch Joachim Tonn

Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson

Beanka Ganser

Beratungsverlauf (2)

14.09.2006 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
19.09.2006 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Münzstraße 15
  • Kreuzbach
  • Kasewinkel

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0526/2006
Typ
Vorlage
Datum
05.09.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37