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0479/2020/3

Fahrplanwechsel 2020 - Angebotsausweitungen im Stadtbahn- und Busnetz

Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung 26.05.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 15.06.2020, TOP 9.1.1

Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung

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Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung

22948 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/661/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0479/2020/3 
Freigabedatum 
26.05.2020  
Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Entscheidung durch den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung gemäß § 36 
Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertretung. 
Betreff 
Fahrplanwechsel 2020 - Angebotsausweitungen im Stadtbahn- und Busnetz 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 15.06.2020 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Für die Umsetzung des Konzeptes zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ist aufgrund der noch 
durchzuführenden Vorbereitungen ein abschließender Ratsbeschluss noch vor der beratungsfreien 
Zeit im Sommer erforderlich. Eine frühere Fertigstellung der Vorlage war aufgrund der umfangreichen 
notwendigen Prüfungen in Bezug auf die Realisierbarkeit – auch seitens des von der KVB beauftrag-
ten Unternehmens – sowie der beginnenden Corona-Krise nicht möglich. 
Aufgrund von Corona bedingten Prüfungen bzgl. der Wirtschaftlichkeit und des städtischen Haushalts 
war es nicht mehr möglich, den ursprünglich geplanten Sitzungslauf zu erreichen. 
Da die jeweiligen Entscheidungen des Rates aber vor der Sommerpause für die Maßnahmen zum 
Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zwingend sind, ist die Dringlichkeit bei den Bezirksvertretungen 
gegeben, die regulär nicht vor dem 2. Beratungsgang des Fachausschusses, d. h. des Verkehrsaus-
schusses, am 10.06.2020 tagen würden.

2 
 
 
 
Gem. § 36 Abs. 5 Satz 2 GO NW in Verbindung mit § 10 der Hauptsatzung empfehlen wir dem Rat 
wie folgt zu beschließen: 
 
Beschluss: 
1. Der Rat spricht sich für die Umsetzung der in der Begründung beschriebenen Erweiterungen 
des Stadtbahn- und Busangebotes der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) zum kommenden 
Fahrplanwechsel im Dezember 2020 aus. Die planmäßige Umsetzung steht unter dem Vorbe-
halt, dass sich die zur Einrichtung erforderlichen Beschaffungsvorgänge trotz der aktuellen 
Coronakrise zeitgerecht durchführen lassen. 
 
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die KVB mit den Angebotserweiterungen im Stadtbahn- und 
Busnetz nach Maßgabe des öffentlichen Dienstleistungsauftrags zu betrauen. 
Der zusätzliche entstehende Verlust der KVB  i. H. v. 0,47 Mio. Euro für 2020 und 2,415 Mio. 
Euro ab 2021 ff. wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln 
GmbH (SWK) ausgeglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch 
eine geringere Gewinnausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt führen kann.. Der 
Zeitpunkt der haushaltsmäßigen Belastung wird auf das Jahr 2021 prognostiziert. 
 
3. Aufgrund des deutlichen und kontinuierlichen Anstiegs des Verlustausgleichs aufgrund von 
Leistungsausweitungen beauftragt der Rat die Verwaltung, gemeinsam mit der KVB einen neu-
en Steuerungsmechanismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen im Gesamtkonzern 
Stadt mit dem Ziel einer stärkeren Verzahnung des „Bestellprozesses“ mit der Haushalts-
planaufstellung 2022 zu entwickeln und vorzulegen. 
 
Datum  Abstimmungsergebnis 
 
 Unterschrift  Unterschrift 
26.05.2020  Mehrheitlich zugstimmt  Gez. Homann  Gez. Schykowski

3 
 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein  
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen    150.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja   150.000 € 
 Ja, ergebniswirksam    siehe Begründung 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2022 ff. 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen    3.000  € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten   3.000 € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Die hier vorgeschlagenen Angebotsausweitungen im Stadtbahn- und Busnetz stellen ein umfangrei-
ches Maßnahmenpaket dar in Ergänzung zu einem weiteren Maßnahmenpaket der Taktverdichtun-
gen an Samstagen im Stadtbahn- und Busnetz, das ebenfalls zum Fahrplanwechsel 2020 vorge-
schlagen wird (vgl. Vorlage Nr. 1089/2020). 
 
Maßnahmen 
1. Erweiterung des 15-Minuten-Taktes bei Stadtbahnlinien täglich zwischen 23:00 und 24:00 
Uhr 
 
Die Bezirksvertretung Rodenkirchen hatte in der Sitzung am 04.06.2018, TOP 8.2.1 
(AN/0668/2018) folgenden Beschluss gefasst: 
„Der Rat wird gebeten, die KVB aufgrund der zunehmenden Nachfrage zu beauftragen, auf der 
Linie 12 in Richtung Zollstock zwischen 23:00 und 24:00 Uhr zum Fahrplanwechsel Ende 2018 
zwei Taktverdichter ab Ebertplatz einzusetzen, sodass zukünftig an allen Wochentagen abends 
bis 24:00 Uhr vier Fahrten angeboten werden.“ 
Die Verwaltung hat in Zusammenarbeit mit der KVB den Beschluss der Bezirksvertretung geprüft 
und mit Vorlagen-Nr. 2497/2018 mitgeteilt, dass sie es für geboten halte, weiterhin einen stadt-

4 
 
weit einheitlichen Ansatz zu verfolgen und keine Einzelbetrachtung von einzelnen Linienästen 
vorzunehmen. Es wurde mitgeteilt, dass Verwaltung und KVB daher für alle Stadtbahnlinien, die 
im o. g. Zeitbereich über einen 30-Minuten-Takt verfügen, aktuelle Fahrgasterhebungen durch-
führen werden, um auf dieser Basis erneut mit stadtweit einheitlichen Kriterien möglichen stre-
cken- bzw. linienspezifischen Handlungsbedarf identifizieren zu können. 
Über diese Vorgehensweise wurde erneut in der Vorlage 1418/2019 (Stärkung und Ausweitung 
des KVB-Stadtbahnnetzes) informiert und die Anpassung entsprechend der Ergebnisse zum 
Fahrplanwechsel 2020 in Aussicht gestellt. 
 
Im vergangenen Jahr wurden Besetzungszählungen auf den relevanten Querschnitten aller 
Stadtbahnlinien durchgeführt und ausgewertet. Hierbei wurden sowohl Daten für die Nächte an 
Werktagen als auch für die Nächte von Freitag auf Samstag bzw. Samstag auf Sonntag, die für 
den Wochenendverkehr relevant sind, erhoben. Ab 22:00 Uhr wurde jede durchgeführte Fahrt für 
die beiden Tagestypen „Woche“ und „Wochenende“ zweimal erhoben und der daraus erzeugte 
Mittelwert je Stundengruppe aggregiert. Im Ergebnis liegt nun eine umfangreiche Datengrundlage 
zur Beurteilung des Fahrgastaufkommens auf allen Stadtbahnlinien an allen Wochentagen ab 
22:00 Uhr bis ca. 1:00 Uhr (Betriebsende in der Woche) vor. 
 
Das Fahrgastaufkommen variiert zwischen den einzelnen erhobenen Querschnitten in denselben 
Stundengruppen teilweise erheblich. Gemeinsam ist den Daten, dass die Fahrgastzahlen, die am 
Wochenende erhoben wurden (Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag) generell deut-
lich über denen der Werktage liegen. Unabhängig vom Wochentag nehmen die Verkehrsmengen 
mit fortschreitender Nachtzeit ab, wobei die Abnahme am Wochenende weniger ins Gewicht fällt. 
 
Die bisher bereits länger im 15-Minuten-Takt bedienten Strecken der Linien 16 und 18 (südlich 
des Barbarossaplatzes) sowie der Linie 7 (Siegburger Straße in Richtung Zündorf) weisen ge-
genüber den übrigen erhobenen Querschnitten weiterhin höhere Besetzungszahlen auf. Das er-
mittelte Fahrgastniveau rechtfertigt aber eindeutig eine generelle Ausweitung des 15-Minuten-
Taktes auf allen Linien bis 0:00 Uhr an allen Wochentagen. Im Anschluss erfolgt der Übergang 
zu einem 30-Minuten-Takt, der am Wochenende ab ca. 1:00 Uhr als Nacht-Takt bis zum darauf-
folgenden Morgen verlängert wird. 
Im Unterschied zu den übrigen Linien wird auf der Linie 18 zwischen Buchheim und Klettenberg 
wegen der dort höheren Nachfrage der 15-Minuten-Takt an jedem Tag der Woche bis 1:00 Uhr 
nachts angeboten. Für die Linie 16 gilt dies ausschließlich für das Wochenende zwischen Niehl 
Sebastianstraße und Sürth Bf. 
 
Betriebskosten 
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich ab dem kommenden Jahr auf 1,72 Mio. Euro pro 
Jahr. Bereits in diesem Jahr fallen einmalige initiale Kosten (siehe Abschnitt Finanzierung) zur 
Beschaffung und Ausbildung der notwendigen zusätzlichen Fahrpersonale an. Die Kosten der 
KVB werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) 
ausgeglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch eine geringere 
Gewinnausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt ab 2022 führen kann. Die erwarteten 
Einnahmen betragen ab 2021 ca. 220.000 Euro. 
 
Infrastrukturkosten (Investitionen Stadt Köln) 
Zusätzliche Infrastrukturkosten fallen bei dieser Maßnahme nicht an. 
 
 
2. Linie 147: Verlängerung der Betriebszeiten zwischen Neusser Str./Gürtel und Am Bilder-
stöckchen bis 22:00 Uhr 
 
Auf Basis einer stadtweiten Überprüfung des Abendverkehrs, die die Verwaltung in Zusammen-
arbeit mit der KVB vorgenommen hat, wird in Ergänzung zu den bereits zum Fahrplanwechsel 
2019 umgesetzten Maßnahmen eine Angebotsausweitung der Linie 147 empfohlen. 
Die Buslinie 147 bedient heute bis ca. 20:00 Uhr den gesamten Linienweg und ab ca. 20:00 bis 
ca. 22:00 Uhr lediglich die Strecke zwischen den Haltestellen Niehl und Neusser Str./Gürtel im 
30-Minuten-Takt. Es ist geplant, die Betriebszeiten auf den Linienabschnitt zwischen Neusser

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Str./Gürtel und Am Bilderstöckchen täglich bis ca. 22:00 Uhr auszuweiten.  
Das Bus-Rendezvous-System an der Haltestelle Neusser Str./Gürtel startet dann erst ab ca. 22 
Uhr. 
 
Betriebskosten 
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich ab dem kommenden Jahr auf ca. 75.000 Euro pro 
Jahr. Bereits in diesem Jahr fallen einmalige initiale Kosten (siehe Abschnitt Finanzierung) zur 
Beschaffung und Ausbildung der notwendigen zusätzlichen Fahrpersonale an. Die Kosten der 
KVB werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) 
ausgeglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch eine geringere 
Gewinnausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt ab 2022 führen kann. Die erwarteten 
Einnahmen betragen ab 2021 ca. 10.000 Euro pro Jahr. 
 
Infrastrukturkosten (Investitionen Stadt Köln) 
Zusätzliche Infrastrukturkosten fallen bei dieser Maßnahme nicht an. 
 
 
3. Linie 130 – Verlängerung Sürth 
 
An der Haltestelle Sürth Bf. plant ein Investor auf privater Fläche den Bau eines neuen Stadtteil-
zentrums. Bereits während der Baumaßnahme steht die dortige Bushaltestelle nicht mehr im vol-
len Umfang zur Verfügung, da die zeitweise Nutzung des öffentlichen Straßenlandes für die 
Baumaßnahme erforderlich und nach Fertigstellung des Hochbaus eine Aufwertung der Platzflä-
che geplant ist. Damit verringern sich die für den Busverkehr zur Verfügung stehenden Flächen 
hier dauerhaft. Aus diesem Anlass suchten Verwaltung und KVB vor Ort eine Möglichkeit, die 
heutige Bushaltestelle Sürth Bf. bei gleichbleibendem Fahrtenangebot zu entlasten. 
Sobald die Hochbaumaßnahme am Bahnhof Sürth beginnt, soll die Linie 130, die heute an der 
Haltestelle Sürth Bf. endet, über die Gleise der Linie 16 in die Straße Unter Buschweg geführt 
werden und in der Josef-Kalscheuer-Straße eine neue Endhaltestelle bekommen. Hierfür sind 
zum einen im Bereich der heutigen Haltestelle Sürth Bf. zwei zusätzliche Haltepunkte für beide 
Fahrtrichtungen der modifizierten Linie 130 notwendig, zum anderen sollen auch in dem künftig 
durchfahrenen Wohngebiet weitere Haltestellen die Erschließung verbessern.

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Abbildung 1: Verlängerung der Linie 130 ab Sürth Bf. 
 
 
Das Fahrtenangebot der Linie 130 bleibt in diesem Zusammenhang unverändert. Die vergrößerte 
Linienlänge erfordert ein weiteres Fahrzeug für den zusätzlich notwendigen Umlauf. Die Wende-
zeit der Linie 130 wird künftig an der neuen Endhaltestelle in der Josef-Kalscheuer-Straße abge-
halten. 
In der Busfahrspur an der heutigen Endhaltestelle Sürth Bf. sind durch die Herausnahme der Li-
nie 130 künftig keine betrieblichen Überholvorgänge mehr notwendig, so dass die Haltestelle 
auch während der Hochbaumaßnahme von den verbleibenden Linien 131 und 134 bei reduzier-
ter Fahrspurbreite weiter angefahren werden kann. Diese Lösung schafft darüber hinaus Frei-
heitsgrade bei der Gestaltung der Endhaltestelle/Platzfläche nach Fertigstellung des Hochbaus. 
 
Betriebskosten 
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich ab dem kommenden Jahr auf ca. 320.000 Euro pro 
Jahr. Bereits in diesem Jahr fallen einmalige initiale Kosten (siehe Abschnitt Finanzierung) zur 
Beschaffung und Ausbildung der notwendigen zusätzlichen Fahrpersonale an. Die Kosten der 
KVB werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) 
ausgeglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch eine geringere 
Gewinnausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt ab 2022 führen kann. 
Die erwarteten Einnahmen betragen ab 2021 ca. 20.000 Euro pro Jahr. 
 
Infrastrukturkosten (Investitionen Stadt Köln) 
Die investiven Auszahlungen für die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zum endgültigen 
Ausbau der Haltestellen belaufen sich auf ca. 150.000 Euro und werden im städtischen Haushalt 
finanziert. Eine Refinanzierung aus der ÖPNV-Pauschale gem. § 11 ÖPNVG NRW ist geplant. 
Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme werden die neuen Haltestellen zunächst provisorisch einge-
richtet. 
 
 
4. Taktverdichtung auf der Linie 152 zwischen 19:00 und 23:00 Uhr

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Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hat in der Sitzung am 02.07.2019, TOP 3.3 
(Az.: 02-1600-93/18, Vorlagen-Nr.: 0399/2019) folgenden Beschluss gefasst: 
„… 3. Taktverdichtung der Linie 152 montags bis freitags zwischen 19 und 23 Uhr 
schnellstmöglichst weiterzuverfolgen. …“. 
 
Verwaltung und KVB haben die Linien 151 und 152 auf Basis dieses Beschlusses untersucht und 
schlagen vor, beide Linien künftig montags bis freitags auch zwischen 19:00 und 20:00 Uhr in ei-
nem überlagerten 10-Minuten-Takt und die Linie 152 anschließend bis 23:00 Uhr in einem 
15-Minuten-Takt zu bedienen. In diesem Zeitbereich kommt es im bisherigen Fahrplankonzept 
aufgrund der eingeschränkten Betriebszeit auf der Linie 151 zu einer nicht mehr zeitgemäßen 
starken Reduzierung des Fahrtenangebotes. Auf weiten Abschnitten des gemeinsam bedienten 
Linienwegs folgt auf einen 10-Minuten-Takt durch die Überlagerung der Fahrten der Linien 151 
und 152 unmittelbar ein 30-Minuten-Takt aus der dann ausschließlichen Bedienung durch die Li-
nie 152. Hier wird durch die geplante Taktverdichtung auf der Linie 152 eine deutliche Verbesse-
rung erzielt. 
 
Betriebskosten 
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich ab dem kommenden Jahr auf ca. 560.000 Euro pro 
Jahr. Bereits in diesem Jahr fallen einmalige initiale Kosten (siehe Abschnitt Finanzierung) zur 
Beschaffung und Ausbildung der notwendigen zusätzlichen Fahrpersonale an. Die Kosten der 
KVB werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) 
ausgeglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch eine geringere 
Gewinnausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt ab 2022 führen kann. 
Die erwarteten Einnahmen betragen ab 2021 ca. 10.000 Euro pro Jahr. 
 
Infrastrukturkosten (Investitionen Stadt Köln) 
Zusätzliche Infrastrukturkosten fallen bei dieser Maßnahme nicht an. 
 
 
Buserschließung Gewerbegebiet Marsdorf - zunächst zurückgestellt 
Das Gewerbegebiet Marsdorf im Westen Kölns wird derzeit ausschließlich durch die Stadtbahnli-
nie 7 erschlossen. Die beiden Haltestellen Marsdorf und Haus Vorst südlich der Dürener Straße 
liegen vergleichsweise zentral im Gebiet. Während der Hauptverkehrszeit verkehrt die Linie 7 in 
einem 10-Minuten-Takt. Das Gewerbegebiet ist sieben Tage die Woche jeweils ganztags er-
reichbar. Aufgrund der Größe und Ausdehnung des Gebietes wird die Anbindung an den Öffentli-
chen Personennahverkehr trotzdem nicht als optimal empfunden. Diesen Schluss lässt eine Mit-
arbeiterbefragung aus dem vergangenen Jahr zu, die im Auftrag der IHK zu Köln unter Mithilfe 
der KVB durchgeführt wurde. 
 
Prinzipiell ist die Bereitschaft der Mitarbeitenden vor Ort hoch, den ÖPNV zu nutzen. Auch ein 
großer Teil der bisher nicht den ÖPNV Nutzenden würde nach eigenen Angaben auf Bus und 
Bahn umsteigen, wenn sich die Bedingungen verbessern würden. Vor allem eine verbesserte 
Anbindung der einzelnen Arbeitsstätten durch Busse und/oder Fahrräder innerhalb des Gewer-
begebietes sowie durch Steigerung der Attraktivität des Weges zwischen Arbeits- und Haltestelle, 
scheint viele Pendlerinnen und Pendler zum Umsteigen auf Busse und Bahnen bewegen zu kön-
nen. 
 
Auf Basis der Ergebnisse dieser Mitarbeiterbefragung prüfen Verwaltung und KVB die Möglich-
keit einer Einführung einer Ringbuslinie im Gewerbegebiet. Dabei wird für die Dauer eines mögli-
chen Pilotversuches eine Kostenteilung mit den ansässigen Firmen angestrebt. 
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die geplanten Abstimmungen zwischen IHK, den an-
sässigen Betrieben und der KVB nicht weitergeführt werden. Aktuell ist auch noch nicht abzuse-
hen, wann die Verhandlungen zu der möglichen Kostenteilung sowie die Abstimmungen der Hal-
testellen vor Ort fortgeführt werden können, so dass eine Einführung zum nächsten Fahrplan-
wechsel im Jahr 2020 nicht realisiert werden kann. Da aber keine gravierenden Einflüsse auf be-

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reits verfügbare ÖPNV-Angebote zu erwarten sind, ließe sich ein Pilotversuch auch unabhängig 
vom Fahrplanwechsel zum Ende diesen Jahres zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen. 
Nach Klärung der genannten Inhalte wird die Verwaltung mit der KVB eine separate Vorlage zur 
Entscheidung einbringen, in der der Pilotversuch u. a. mit Taktung und Linienweg sowie den Kos-
ten beschrieben wird. 
 
 
Folgende, bereits angekündigte Maßnahmen werden zurückgestellt: 
- Linie 136: Verlängerung der Linie 136 von Hohenlind über die Dürener Straße bis Weiden 
 
Die geplante Verlängerung der Buslinie 136 von Hohenlind bis zum Stadtwaldviertel wird um ein 
weiteres Jahr verschoben. Ein Grund dafür ist, dass mit der Einführung der neuen Buslinien 172 
und 173 zum letzten Fahrplanwechsel im Kölner Westen bereits eine große Ausweitung des dor-
tigen ÖPNV-Angebotes mit entlastender Wirkung auf die Stadtbahnlinie 1 umgesetzt wurde. Da 
auch zum kommenden Fahrplanwechsel bereits wichtige andere Maßnahmen geplant sind und 
die Kapazitäten der KVB damit bereits ausgeschöpft wurden, ist zunächst vorgesehen das Ange-
bot bzw. die Nutzung der Linie 173 zu beobachten und den Bedarf einer Verlängerung der Linie 
136 zum nächsten Fahrplanwechsel erneut zu prüfen.  
 
- Linie 178: Hürth – Universität 
 
Die bereits in der Vorlage-Nr. 1037/2018 (Ratsbeschluss am 05.07.2018) angekündigte Buslinie 
178 kann voraussichtlich auch zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2020 nicht ein-
gerichtet werden. Die erforderliche Zustimmung der Stadt Hürth zur Beteiligung an den Betriebs-
kosten liegt weiterhin nicht vor.  
 
 
- Linie 174 (Entlastungslinie für die Linie 4): Aeltgen-Dünwald-Straße – Leuchterstraße – Mülheim 
Wiener Platz 
 
Wie bereits angekündigt, wurde die Wirkung der in diesem Bereich umgesetzten Angebotsmaß-
nahmen im Zuge der Linien 155 und 434 geprüft, um den Bedarf der Linie 174 zu konkretisieren. 
Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass das vorhandene Angebot bereits Entlas-
tungswirkung auf der Linie 4 zeigt und auch aufgrund anderer wichtiger Maßnahmen zum Fahr-
planwechsel derzeit kein dringender Handlungsbedarf zur Einführung einer weiteren Entlastungs-
linie gesehen wird. Die Verwaltung wird den Bereich weiterhin beobachten. 
 
 
Finanzierung 
Die zuvor beschriebenen Maßnahmen entsprechen nach Maßgabe des Öffentlichen Dienstleistungs-
auftrags (ÖDLA) einer Änderung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung und führen gem. Ziffer 9.1 
in Verbindung mit 13.1. ÖDLA zu einer Erhöhung des Soll-Ausgleichs. 
 
Zusammenstellung der Kosten und möglichen Erlöse der KVB zu den oben aufgeführten Einzelmaß-
nahmen: 
 
- Erweiterung des 15-Minuten-Taktes bei Stadtbahnlinien täglich zwischen 23:00 und 24:00 Uhr: 
- Betriebskosten ab 2021:    ca. 1,72 Mio. Euro pro Jahr 
- Erlöse ab 2021:     ca.   220.000 Euro pro Jahr 
 
- Linie 147: Verlängerung der Betriebszeiten zwischen Neusser Str./Gürtel und Am Bilderstöck-
chen bis 22:00 Uhr 
- Betriebskosten ab 2021:    ca.  75.000 Euro pro Jahr  
- Erlöse ab 2021:     ca.  10.000 Euro pro Jahr

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- Linie 130: Verlängerung Sürth 
- Betriebskosten ab 2021:    ca. 320.000 Euro pro Jahr 
- Erlöse ab 2021:     ca.   20.000 Euro pro Jahr 
- Städtische Infrastrukturkosten in 2020:  ca. 150.000 Euro 
(investive Auszahlungen) 
 
- Taktverdichtung auf der Linie 152 zwischen 19:00 und 23:00 Uhr 
- Betriebskosten ab 2021:    ca. 560.000 Euro pro Jahr 
- Erlöse ab 2021:     ca.   10.000 Euro pro Jahr 
 
 
Bereits in diesem Jahr fallen einmalige initiale Kosten für die KVB zur Beschaffung und Ausbildung 
der notwendigen zusätzlichen Fahrpersonale für die Taktverdichtung im Stadtbahnnetz zwischen 
23:00 und 24:00 Uhr in Höhe von ca. 170.000 Euro an.  
Zur Personalbeschaffung und Ausbildung für die Maßnahmen im Busbereich werden in diesem Jahr 
einmalig initiale Kosten von ca. 300.000 Euro benötigt. 
 
Die Betriebskosten der KVB für die o. g. Maßnahmen belaufen sich ab dem Jahr 2021 auf insge-
samt ca. 2.675.000 Euro pro Jahr. 
 
Der zusätzliche entstehende Verlust der KVB  i. H. v. 0,47 Mio. Euro für 2020 und 2,415 Mio. Euro ab 
2021 ff. wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) aus-
geglichen, was potenziell zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt durch eine geringere Gewinn-
ausschüttung der SWK an den städtischen Haushalt führen kann. Der Zeitpunkt der haushaltsmäßi-
gen Belastung wird auf das Jahr 2021 prognostiziert. 
 
Die über den städtischen Haushalt finanzierten investiven Auszahlungen für die notwenigen Inf-
rastrukturmaßnahmen in Höhe von ca. 0,15 Mio. Euro, werden aus dem Teilfinanzplan 1201, Stra-
ßen, Wege, Plätze finanziert. Die Mittel werden im Rahmen des Hpl.-Aufstellungsverfahrens 2022 ff. 
in entsprechender Höhe berücksichtigt. Eine Refinanzierung  aus der ÖPNV Pauschale gem. § 11 
ÖPNVG NRW ist geplant.  
Des Weiteren werden im Rahmen des Hpl.-Aufstellungsverfahrens 2022 ff. im Teilergebnisplan 1201 
entsprechende Ansätze für bilanzielle Abschreibungen in Höhe von 3.000 € jährlich sowie für Erträge 
aus der Auflösung von Sonderposten in gleicher Höhe eingeplant. 
 
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen. 
Die hier dargestellte Maßnahme stärkt den Umweltverbund im Bereich öffentlicher Personennahver-
kehr und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine adäquate Mobilitätsmöglichkeit im Vergleich zur 
Nutzung des privaten Pkw. Somit trägt dies zu einer möglichen Reduktion des Treibhausgasaussto-
ßes bei. 
Insgesamt kann die hier dargestellte Maßnahme als positiver Beitrag zum Klimaschutz bewertet wer-
den.

Beratungsverlauf (1)

15.06.2020 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0479/2020/3
Typ
Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung
Datum
26.05.2020
Erstellt
22.05.2020 10:27