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V/0516/2008

Jahresbericht 2007 der Stadtteilwerkstatt Nord

Vorlagen 10.06.2008

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Berichtsvorlage

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JAHRESBERICHT_2007_STADTTEILWERKSTATT_NORD

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Berichtsvorlage

3408 Zeichen

V/0516/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2007 der Stadtteilwerkstatt Nord 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.08.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht
14.08.2008 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht
20.08.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht
02.09.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Bericht: 
 
Die Stadtteilwerkstatt Nord ist eine Einrichtung der Jugendberufshilfe. Aufgabe des Jugendhilfe-
trägers ist es, für Jugendliche, die besondere Unterstützung bei der Integration ins Arbeitsleben 
haben, – flankierend und ergänzend zum SGB II und SGB III – auf der Grundlage des SGB VIII § 
13 tätig zu werden. Die Stadt Münster hält für diese Jugendlichen zahlreiche Angebote und Maß-
nahmen in Kooperation mit den Trägern der Jugendhilfe vor. Eine dieser Einrichtungen ist die 
Stadtteilwerkstatt Nord. 
 
Im Jahr 2007 konnte die Stadtteilwerkstatt Nord ihr 5 jähriges Bestehen feiern. Die Stadtteilwerk-
statt wurde als Kooperationsprojekt mit dem Jugendausbildungszentrum errichtet. Seit dem Be-
stehen der Stadtteilwerkstatt zeigt sich, dass sich das Konzept - ausgehend von der hohen Ju-
gendarbeitslosigkeit in Münsters Norden – Jugendliche wohnortnah zu erreichen und bei der Be-
rufsorientierung zu unterstützen und ihnen so den Zugang Ausbildung und Beruf zu ermöglichen, 
bewährt hat. Insgesamt wurden bis zum Stichtag 08.10.2007 281 Jugendliche unterstützt und 
gefördert. Die Jugendlichen sind zwischen 17 und 19 Jahre alt. 
 
Eine Sonderauswertung der Jahre 2003 bis 2006 (hier wurden insgesamt 150 Jugendliche ein-
bezogen) zeigt, dass hiervon nur noch 30 % im Bezug von Arbeitslosengeld II sind. Dies bedeu-
tet, dass für den überwiegenden Teil der Jugendlichen erfolgreiche Berufsbiographien eingeleitet 
wurden. Bei ca. 2 Prozent der Jugendlichen konnte der Verbleib nicht festgestellt werden; ein 
Prozent befindet sich derzeit noch in einer Ausbildung oder Berufsvorbereitungsmaßnahme. 
Ausgehend von den teilweise sehr gravierenden Benachteiligungen, die diese jungen Menschen 
mitbringen, wurden beachtliche Erfolge erzielt. Diese Zahlen belegen, dass die Stadt Münster 
Vorlagen-Nr.: 
V/0516/2008 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Ringbeck 
Ruf: 
492 28 80 
E-Mail: 
Ringbeck@stadt-muenster.de 
Datum: 
09.06.2008 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0516/2008 
 
den richtigen Weg einschlug und ihre Verantwortung und den Auftrag im Rahmen der Jugendbe-
rufshilfe sehr ernst nimmt.  
 
Am „Tag des offenen Denkmals“, der am 9. September 2007 stattfand, bestand für interessier-
te Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit, die St adtteilwerkstatt-Nord zu besichtigten und sich 
über die Arbeit zu informieren. Unter dem Motto „Speicherstadt öffnet Tore“ „Aktionen und Infor-
mationen im ehemaligen Heeresverpflegungshauptamt“ gab es die Möglichkeit an unterschiedli-
chen Führungen in der Speicherstadt teilzunehmen und die Speicherstadt insgesamt zu besichti-
gen.  
 
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Jahr 2007. Er umfasst die Darstellung der Arbeits-
schwerpunkte, der durchgeführten Projekte und gibt einen Überblick über die Zielgruppe der 
Stadtteilwerkstatt Nord.  
 
 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
Dr. Andrea Hanke 
Stadträtin 
 
Anlagen: Jahresbericht 2007 Stadtteilwerkstatt Nord

JAHRESBERICHT_2007_STADTTEILWERKSTATT_NORD

35802 Zeichen

	

	

		


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*

4  
1. Einleitung  
 
 
Im Jahr 2007 konnte die Stadtteilwerkstatt Nord ihr  5 jähriges Bestehen feiern. Die 
Stadtteilwerkstatt wurde als Kooperationsprojekt mit dem Jugendausbildungszentrum errichtet. 
Seit dem Bestehen der Stadtteilwerkstatt zeigt sich , dass sich das Konzept - ausgehend von 
der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Münsters Norden  – Jugendliche wohnortnah zu erreichen 
und bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen so den Zugang Ausbildung und 
Beruf zu ermöglichen, bewährt hat. Insgesamt wurden  bis zum Stichtag 08.10.2007 281 
Jugendliche unterstützt und gefördert. Eine Sondera uswertung der Jahre 2003 bis 2006 (hier 
wurden insgesamt 150 Jugendliche einbezogen) zeigt,  dass hiervon nur noch 30 % im Bezug 
von Arbeitslosengeld II sind. Dies bedeutet, dass f ür den überwiegenden Teil der 
Jugendlichen erfolgreiche Berufsbiographien eingele itet wurden. Bei ca. 2 Prozent der 
Jugendlichen konnte der Verbleib nicht festgestellt  werden; ein Prozent befindet sich derzeit 
noch in einer Ausbildung oder Berufsvorbereitungsma ßnahme. Ausgehend von den teilweise 
sehr gravierenden Benachteiligungen, die diese jung en Menschen mitbringen, wurden 
beachtliche Erfolge erzielt. Diese Zahlen belegen, dass die Stadt Münster den richtigen Weg 
einschlug und ihre Verantwortung und den Auftrag im  Rahmen der Jugendberufshilfe sehr 
ernst nimmt.  
 
Die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen junger Men schen ist nach wie vor eine der 
dringlichsten arbeitsmarktpolitischen Herausforderu ngen unserer Zeit. Die Notwendigkeit, im 
Rahmen der Jugendberufshilfe aktiv zu sein, ist unbestritten. 
 
Für junge Menschen ist die Entwicklung auf dem Arbe itsmarkt besonders dramatisch, weil der 
Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vielen von  ihnen verstellt ist. Selbst eine gute 
Schulausbildung und hohe Motivation garantiert kein e Integration in Ausbildung und 
Arbeitsmarkt. Besonders schwierig wird es für die J ugendlichen, die nicht die notwendigen 
Spiel- und Erfahrungsräume vorfinden, die es ihnen ermöglichen, umfassende Kompetenzen 
zu entwickeln, diese einzubringen und ein selbststä ndiges Leben zu führen. Diese Spielräume 
verringern sich zudem, wenn Jugendliche auf Grund s ozialer ethnischer Herkunft, individueller 
Beeinträchtigungen etc. benachteiligt werden. 
 
Jugendliche, die nicht in der Lage sind, ihren Lebe nsunterhalt eigenständig zu sichern, sind 
bedroht in prekäre Lebensverhältnisse zu geraten.  
 
Hier ist es Aufgabe des Jugendhilfeträgers – flanki erend und ergänzend zum SGB II und SGB 
III – auf der Grundlage des SGB VIII § 13 tätig zu werden. Die Stadt Münster hält für diese 
Jugendlichen zahlreiche Angebote und Maßnahmen in K ooperation mit den Trägern der 
Jugendhilfe vor. Eine dieser Einrichtungen ist die Stadtteilwerkstatt Nord. 
 
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Jahr 2 007. Er umfasst die Darstellung der 
Arbeitsschwerpunkte, der durchgeführten Projekte un d gibt einen Überblick über die 
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord.

5  
2. Zielgruppe und Angebot  
 
2.1 Allgemeines  
 
Ziel der Stadtteilwerkstatt Nord ist es, jungen Men schen zum Ausgleich sozialer 
Benachteiligungen zu verhelfen und Hilfen anzubiete n, die ihre berufliche Ausbildung und 
Eingliederung in die Arbeitswelt sowie ihre soziale  Integration fördern. Die Arbeit der 
Stadtteilwerkstatt Nord entspricht fachlich und inh altlich den Zielsetzungen des SGB VIII zur 
Förderung von benachteiligten jungen Menschen und i st originäre Aufgabe des öffentlichen 
Trägers der Jugendhilfe. 
 
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord sind junge M änner und Frauen, die arbeitslos sind und 
ohne eine intensive Unterstützung und Betreuung kei ne Chancen auf Arbeit und Ausbildung 
haben. Dies können sowohl Bezieherinnen und Beziehe r von Arbeitslosengeld II sein, als 
auch Jugendliche, die nicht in einer Bedarfsgemeins chaft leben, aber einen erhöhten 
Unterstützungsbedarf haben, sowie Jugendliche, die in einer Einrichtung der Jugendhilfe 
leben und deswegen keinen Anspruch auf Förderung nach dem SGB II oder III haben.  
 
Erreicht werden auch junge Erwachsene, die nicht me hr berufsschulpflichtig  sind (über 18 
Jahre) und für die Angebote des SGB III nicht in Fr age kommen, weil sie arbeitsmarktfern 
sind, die Fördervoraussetzungen der Arbeitsverwaltu ng nicht (mehr) erfüllen oder einen 
höheren Bedarf an sozialpädagogischer Betreuung hab en. Dies gilt insbesondere vor dem 
Hintergrund einer restriktiveren Handhabung bei den  Berufsvorbereitenden 
Bildungsmaßnahmen (BvB) der Agentur für Arbeit. In der Regel ist nur eine zeitlich begrenzte 
Teilnahme möglich, d.h. bei Ausschöpfung des Förder zeitraumes von zehn Monaten ist keine 
weitere Förderung möglich. 
 Auch für Jugendliche, die den Anforderungen der BvB  nicht 
entsprechen und bei denen im Vorfeld bereits ein Mi sserfolg zu erwarten ist, muss eine 
Förderung vorgeschaltet werden, um ihre zukünftigen  Chancen zu verbessern. Für diesen 
Personenkreis bietet die Stadtteilwerkstatt Hilfe u nd Unterstützung an, mit dem Ziel, sie in 
Arbeit und Ausbildung zu integrieren bzw. sie zu be fähigen, an weiterführenden Maßnahmen 
teilzunehmen. Soweit möglich sollten die weiterführ enden Maßnahmen die Möglichkeit bieten 
einen Schulabschluss zu erwerben.  
 
Die Stadtteilwerkstatt Nord verfügt über 15 Plätze und bietet die Arbeitsbereiche Holz; Textil 
und Friseur/ Kosmetik an. Der Bereich EDV wird bedarfsbezogenen und indiviudell angeboten. 
 
Im Jahr 2007 nutzten insgesamt 57 Jugendliche und j unge Erwachsene die Angebote in der 
Stadtteilwerkstatt Nord. Der Anteil weiblicher Teil nehmerinnen stieg auch im Jahr 2007 erneut 
an und lag bei 47,4 % gegenüber 43,5 % im Jahr 2006. 
 
Der Altersdurchschnitt der Teilnehmerinnen und Teil nehmer lag bei durchschnittlich 18 
Jahren. Differenziert nach Geschlecht sind die Jung en im Durchschnitt einige Monate älter als 
die Mädchen.

6  
 
Tabelle 1: Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der St adtteilwerkstatt Nord 
 
 
2005 2006 2007 
weiblich 22 37,3 % 20 43,5 % 27 47,4 % 
männlich  37 56,5 % 26 56,5 % 30  52,6% 
gesamt  59 100 % 46 100 % 57 100 % 
 
Von den 57 Teilnehmenden hatten 25 (44 %) die deuts che Staatsangehörigkeit. Der Anteil der 
ausländerischer Teilnehmer war im Jahr 2007 damit e rstmalig höher als der Anteil der 
Deutschen (s. Tabelle 2). 
 
 
Tabelle 2:   Nationalität der Teilnehmerinnen und T eilnehmer 
 
 
2005 2006 2007 
Deutsch 39 30 25 
Andere  
Nationalität  20 16 32 
gesamt 59 46 57 
 
 
Aus dem Stadtteil Coerde kamen im Berichtsjahr 31 T eilnehmende (54,4 %) und 11 aus 
Kinderhaus (19,3 %). Ein Teilnehmer kam im Berichts jahr aus Handorf und 14 Teilnehmende 
(24,6 %) aus anderen Stadtteilen Münster. Der hohe Anteil aus dem Norden Münsters ist 
konzeptionell beabsichtigt und zeigt gleichzeitig, dass der Standort in der Speicherstadt im 
Norden Münsters entsprechend der Bedarfe gut gewählt ist. 
 
Der überwiegende Teil der Jugendlichen wurde von der Arbeitsgemeinschaft Münster (17) und 
Schulen (14) an die Stadtteilwerkstatt verwiesen.

7  
 
Tabelle 3: Zugang zu den Angeboten 
 
  
2005 2006 2007 
Freie Träger vor Ort 4 5 9 
Sozialamt „Hilfen zur 
Arbeit"/ Arbeitsgemein-
schaft Münster (seit 2005) 
4 9 17 
Agentur für Arbeit  8 4 4 
Selbstmelder 6 10 4 
Berufskolleg 1 2 1 
Schulen  25 8 14 
Kommunaler Sozialdienst 6 2 3 
sonstige 5 6 5 
gesamt  59 46 57 
 
 
Kooperationspartner der Stadtteilwerkstatt sind die  Schulen, die Agentur für Arbeit, die 
Arbeitsgemeinschaft Münster, die freien Träger und die städtischen Einrichtungen vor Ort.  
 
Die Belebung der Konjunktur seit 2006 führte insges amt zu einem Rückgang der 
Arbeitslosigkeit, allerdings überwiegend zugunsten der Arbeitslosen, die erst seit kurzem 
arbeitslos sind. Faktoren, die die Jugendarbeitslos igkeit begünstigen, sind ein nicht 
vorhandener Schulabschluss, eine fehlende Berufsaus bildung, Suchtverhalten sowie fehlende 
soziale Kompetenzen. Kaum Chancen auf dem Arbeitsma rkt hat die Gruppe der 
Lernbeeinträchtigten.  
 
Der überwiegende Teil der Teilnehmenden bringt schu lische Voraussetzungen mit, mit denen 
sie ohne weitere Unterstützung keine Chancen auf ei nen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz 
haben. Angesichts der steigenden Qualifikationsanfo rderungen an Beschäftigte dürfte selbst 
eine Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt sc hwer realisierbar sein. Gelingen kann dies 
nur mit speziellen Hilfe- und Unterstützungsangebot en. Die Aufgabe besteht aus diesem 
Grunde darin, Ansatzpunkte zum Ausgleich vorhandene r Defizite zu finden, indem an den 
vorhandenen Kompetenzen angeknüpft wird. Die Teilne hmerinnen und Teilnehmer haben in 
der Schule häufig unentschuldigt gefehlt. Arbeitsma rktrelevante Grundkompetenzen sind gar 
nicht oder nur unzureichend vorhanden. Darüber hina us liegen selbst dann, wenn 
Abschlusszeugnisse existieren, erhebliche schulisch e Defizite vor. Häufig fehlen 
mathematische Grundkenntnisse und die Fähigkeit, ei nfache Texte lesen und schreiben zu 
können ist nicht gegeben. Allgemeinbildende und pol itische Kenntnisse sind nahezu nicht 
vorhanden. Defizite bestehen ebenfalls im Bereich der sozialen Kompetenz.

8  
 
 
Tabelle 4: Schulische Voraussetzungen der Teilnehme rinnen und Teilnehmer 
 
 
2005 2006 2007 
Art des Abschlusses W m w M w M 
6 14 1 6 5 13 Abgangszeugnis der  
Förderschule 33,90 % 15,22 % 32 % 
2 3 2 2 3 4 Abschlusszeugnis der 
Förderschule 8,47 % 8,70 % 12 % 
1 0 2 1 4 2 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 10 (Typ A) 1,69 % 6,52 % 11 % 
0 0 1 1 4 1 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 10 (Typ B) 0 % 4,35 % 9 % 
4 5 5 4 5 5 Abgangszeugnis der 
Hauptschule 15,25% 19,57  18 % 
1 2 2 2 2 2 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 9 5,08 % 8,70 % 7 % 
8 13 3 3 3 3 Noch Schüler/ in 
35,59  13,04 % 11 % 
0 1 1 0 1 0 Sonstiges 
2,08 % 2,17 % 2 % 
 
 
2.2 Verbleib der Teilnehmenden 
 
Ein Ziel der Arbeit ist es, unabhängig vom Grund fü r die Beendigung der Betreuung in der 
Stadtteilwerkstatt, dazu beizutragen, dass die Juge ndlichen „nicht verloren“ gehen. Konkret 
bedeutet dies, sofern keine Vermittlung in Arbeit o der Ausbildung erfolgte, dass die 
zuständigen Institutionen (z.B. Amt für Schule und Weiterbildung, Kommunaler Sozialdienst, 
Agentur für Arbeit, Arbeitsgemeinschaft Münster) üb er die Beendigung der Maßnahme 
informiert werden und eine „nahtlose“ Weiterbetreuung erfolgen kann.  
 
Die Verweildauer der Jugendlichen ist sehr untersch iedlich. In der Regel ist eine Betreuung 
von mindestens sechs Monaten und maximal einem Jahr  vorgesehen. In Ausnahmefällen 
kann auch eine Betreuung bis zu zwei Jahren erfolgen.  
 
Im Durchschnitt wurden die Jugendlichen knapp 8 Mon ate betreut, die in den 1. Arbeitsmarkt 
integriert wurden. Gemessen an den vorhandenen Defiziten ist dies nicht lange. 
 
Die Teilnehmenden, die sich gegen die Arbeit in der  Stadtteilwerkstatt Nord entschieden, 
wurden an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mita rbeiter der Arbeitsgemeinschaft Münster 
und/ oder der Agentur für Arbeit verwiesen. Zeitgle ich werden die Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter der jeweils zuständigen Institution übe r die Beendigung der Zusammenarbeit 
unterrichtet. Die Rückmeldungen der Stadtteilwerkst att Nord dienen dazu, in der weiteren 
Zusammenarbeit mit den Betroffenen klare Absprachen und ggf. auch Forderungen zu stellen.  
 
Zwei Teilnehmer konnten in der Stadtteilwerkstatt n icht betreut werden und werden vom KSD 
weiter betreut.

9  
 
 
Tabelle 5: Verbleib der Teilnehmerinnen und Teilneh mer  
 
2005 2006 2007 Art der Beendigung  
Absolut In % Absolut In % Absolut In % 
Rückvermittlung AMS   13 37,14 9 20,45 
weiblich    4  2  
männlich    9  7  
Beendigung durch STW  13 37,14     
weiblich  4      
männlich  9      
Herkunftsschule 5 14,29 7 20,00 6 13,64 
weiblich  2  4  3  
männlich  3  3  3  
Eigene Arbeitsplatzsuche 6 17,14 1 2,38 2 4,55 
weiblich  1  1  1  
männlich  5  0  1  
Arbeit 1. Arbeitsmarkt 1 2,86 5 14,29 5 11,36 
weiblich  -  3  2  
männlich  1  2  3  
Arbeit 2. Arbeitsmarkt  8 22,86 2 5,71 - - 
weiblich  5  1  - - 
männlich  3  1  - - 
Ausbildung  2 5,71 2 4,76 - - 
weiblich  -  1  - - 
männlich  2  1  - - 
Ärztliche Behandlung - - 2 4,76 1 2,27 
weiblich  -  0    
männlich  -  2  1  
Weiterführende Schule - - 5 14,29 2 4,55 
weiblich    4    
männlich    1    
Ohne Vermittlung  - - 3 7,41 6 13,64 
weiblich  - - 3    
männlich  - - 0    
Weiterbetreuung KSD - - 1 2,86 2 4,55 
weiblich  - - 0  -  
männlich  - - 1  2  
 
 
2.3 Problemlagen  
 
Negative Erfahrungen in der schulischen Laufbahn, f ehlende Struktur im familiären Umfeld 
und das Aufwachsen in einer von Kritik geprägten Um gebung führten bei den Teilnehmenden 
dazu, dass sie kein positives Selbstbild und gesund es Selbstvertrauen aufbauen konnten. 
Sehr häufig mussten die Teilnehmenden in ihrer Entwicklung hören, was sie nicht können oder 
wozu sie nicht in der Lage sind. In der Zusammenarbeit mit der Stadtteilwerkstatt erkennen die

10   
Teilnehmenden neue Möglichkeiten für sich. Die Teil nehmenden sollen befähigt werden, 
eigene Ziele zu formulieren und berufliche Perspektiven zu entwickeln.  
 
Der Arbeitsansatz der Stadtteilwerkstatt Nord sieht vor, zunächst die positiven Ressourcen der 
Teilnehmenden zu erkennen und zu fördern, und dabei  zu unterstützen, ein gesundes 
Selbstwertgefühl zu entwickeln. In diesem Zusammenh ang werden Vertrauen und 
Konsequenz als wichtige Bausteine der Zusammenarbei t angesehen. Auf der Grundlage des 
so geschaffenen Vertrauens können Verhaltensweisen angesprochen und verändert werden, 
die für einen späteren Einstieg in den Arbeits- und  Ausbildungsmarkt dringend erforderlich 
sind.  
 
 
2.4 Ziele und Leistungen 
 
Die Stadtteilwerkstatt bietet im Bereich der Jugend berufshilfe Maßnahmen zur 
Berufsorientierung, der Qualifizierung und der Besc häftigung mit sozialpädagogischer 
Begleitung an. Ziel ist es, Jugendlichen und jungen  Erwachsenen die Integration in das 
Berufsleben und damit in die Gesellschaft zu erleichtern.  
 
Mit den Berufsbereichen Holz, Textil, Kosmetik, Fri seur und Hauswirtschaft ist die 
Stadtteilwerkstatt Nord - in Kooperation mit dem Ju gendausbildungszentrum (JAZ) - ein 
wichtiger Bestandteil der Jugendberufshilfe. Ziel i st die Eingliederung der Jugendlichen in den 
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beziehungsweise in da s System der beruflichen Bildung. Das 
geschieht durch Bündelung verschiedener Hilfen zu e iner auf den einzelnen Jugendlichen 
abgestimmten individuellen Unterstützung und Förderung auf dem Weg ins Berufsleben. 
 
 
2.4.1 Berufsorientierung 
 
Um Schlüsselqualifikationen wie z.B. Pünktlichkeit,  Durchhaltevermögen, Verlässlichkeit, 
Flexibilität und Freundlichkeit im Umgang mit ander en Menschen zu erlangen ist es in erster 
Linie nötig, einen Arbeitsbereich vorzufinden, in d em für den Teilnehmenden motivierende 
Arbeit, freundliche Mitarbeiter und eine profession elle Ausstattung Anreiz bieten, um die oben 
beschriebenen Qualifikationen zu erlangen.  
 
Projekte in anderen Berufsfeldern (Hauswirtschaft, Maler und Lackierer, Metall) werden 
individuell geplant und durchgeführt.  
 
Arbeiten in den Berufsfeldern 
 
• Holzwerkstatt 
 
Im Berichtsjahr unterstützte die Stadtteilwerkstatt Nord z.B. das Bauvorhaben „Erweiterung 
des FEEZ“ in Münster-Kinderhaus. Die Jugendlichen d ämmten und verkleideten die 
Fassade des neuen Anbaus mit einer Verschalung aus Lärchenbrettern. Positiv für die 
Teilnehmenden war, dass sie täglich die Fortschritt e sehen konnten. Durch die 
Übernahme dieses umfangreichen Auftrags erhielten d ie Teilnehmenden Einblick in die 
reale Arbeitswelt.

11   
Wie bereits im Vorjahr wurde Ende Mai der Spielplat z „Maxi-Sand“ am Syndikatsplatz 
aufgebaut und im Oktober wieder demontiert und eingelagert. 
 
• Friseur/ Kosmetik 
 
Der Bereich Friseur/ Kosmetik wurde im Berichtszeit raum so umgestaltet, dass in beiden 
Bereichen sowohl die Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen, als auch die 
Vermittlung werkpraktischer Fähigkeiten mit bis zu sieben Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern möglich ist. Ebenso ist es nun möglich,  für die praktische Arbeit Modelle 
einzuladen. Diese Arbeit dient dazu, das Erlernte r ealitätsnah anwenden zu können. 
Diese Art der Erfolgskontrolle findet in regelmäßig en Abständen statt und steigert die 
Motivation der jungen Teilnehmenden enorm. 
 
• Textilwerkstatt 
 
Ein größerer Auftrag der Textilwerkstatt war im Ber ichtszeitraum die Fertigung von 
Tischdecken für den Veranstaltungsraum des Fachwerk s in Gievenbeck. Darüber hinaus 
wurden für unterschiedliche Kindertagesstätten und Schulen Vorhänge und Polsterbezüge 
genäht. Im gesamten Zeitraum wurden diverse Produkt e (z.B. Topflappen, Körnerkissen 
etc.) produziert. Diese Produkte wurden auf dem Wei hnachtsmarkt der „Deutschen 
Rentenversicherung“ angeboten und verkauft. 
 
• Hauswirtschaft 
 
Der Hauswirtschaftsbereich wurde fortgeführt mit ei ner über die Arbeitsgemeinschaft 
Münster im Rahmen der Entgeltvariante geförderten K raft. Dadurch wurde 
Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geg eben, auch in diesem Bereich 
praktische Erfahrungen sammeln zu können. Ein wicht iger Aspekt in diesem 
Zusammenhang ist auch, dass den Teilnehmerinnen und  Teilnehmern der 
Stadtteilwerkstatt eine gesunde und preiswerte Mittagsmahlzeit angeboten werden kann.  
 
 
2.4.2 Sozialpädagogische Angebote 
 
Das Profil der sozialpädagogischen Begleitung und B eratung umfasst neben den regelmäßig 
stattfindenden Gesprächen, die Unterstützung bei de r Wohnungssuche, die Kontaktaufnahme 
mit kooperierenden Institutionen, sowie die Einleit ung und ggf. Begleitung zusätzlich 
unterstützender Hilfen wie z.B. Drogenbratung, Schuldnerberatung, juristische Beratung. 
 
Konkrete Zielabsprachen ermöglichen kurzfristige Er folgskontrollen für alle Beteiligten und 
bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, zeitnah E rfolgserlebnisse zu haben. Die intensive 
sozialpädagogische Begleitung beinhaltet eine Verne tzung aller am Prozess der 
Strukturierung beteiligten Institutionen und Person en. Die Agentur für Arbeit, Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter des Kommunalen Sozialdienstes und a uch die Erziehungsberechtigen werden 
in den Prozess eingebunden, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen.  
 
Im Berichtszeitraum war die Begleitung der Übergang sphase von der Stadtteilwerkstatt Nord 
in eine weiterführende Maßnahme, Praktika oder Arbe itsaufnahme ein Schwerpunkt der 
Arbeit.

12   
 
2.4.3 Flankierender Unterricht für Teilnehmende der  Stadtteilwerkstatt Nord 
 
Eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erf ordert eine intensive Förderung der 
Jugendlichen ohne Schul- und Berufsabschluss, denn ohne verwertbare berufliche 
Qualifikationen ist dies nicht möglich. Angesichts der Tendenz der weiterhin deutlich 
zurückgehenden Zahl der einfachen Tätigkeiten, die durch die EU-Erweiterung verstärkt 
werden wird, ist die Erlangung verwertbarer Schul- und Berufsabschlüsse nach wie vor die 
wichtigste Voraussetzung, um eine selbstbestimmte L ebensplanung ohne staatliche 
Transferleistungen gestalten zu können. 
 
Angesichts der schulischen Defizite (s. Tabelle 4) die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen 
mitbringen, ist die Integration in den Arbeitsmarkt  ohne eine intensive Unterstützung kaum 
möglich. Vor diesem Hintergrund – ist neben den Wer kstattangeboten – flankierend eine 
theoretische Wissensvermittlung erforderlich, um vo rhandene Lücken im Bereich Lesen, 
Rechnen etc. zu schließen. Auf Grund der heterogene n Voraussetzungen muss der Unterricht 
sehr individuell gestaltet werden. In Absprache mit  den Schulen vor Ort, den Berufskollegs 
und dem Amt für Schule und Weiterbildung wird flank ierend zu den Werkangeboten Unterricht 
erteilt. Ziel des integrierten Unterrichts in der S tadtteilwerkstatt ist, entweder die Jugendlichen 
zu motivieren einen Schulabschluss nachzuholen oder  die Angebote der Berufskollegs 
wahrzunehmen.  
 
Ausgangspunkt für das Projekt ist die Eigenmotivati on der Teilnehmenden, ihren 
Bildungsstand zu verändern und versäumtes nachzuhol en. Im Zuge des Projektes wird den 
Teilnehmenden in der Stadtteilwerkstatt Nord die Mö glichkeit gegeben, schulische Defizite in 
Einzel- oder Kleingruppensituationen zu beseitigen mit dem Ziel, sie an weiterführende 
Maßnahmen heranzuführen. Es wird die Möglichkeit ge boten, sich auf das Nachholen eines 
Schulabschlusses individuell vorbereiten zu können,  bzw. Maßnahmen, die einen 
nachträglichen Schulabschluss beinhalten auch bestehen zu können.  
 
Im Berichtsjahr gelang es, Mittel aus dem Sonderpro gramm “Jugend und soziale 
Brennpunkte“ zur Durchführung des flankierenden Unterrichts einz uwerben. Mit der 
Durchführung des flankierenden Unterrichts beauftra gte die Stadt Münster – AIM jugend+ – 
(Arbeitsmarkt-Initiative Münster) den Verein „Lernen Fördern e.V.“.  
 
Der Träger führt seit Jahren ausbildungsbegleitende  Hilfen, Berufsvorbereitungsmaßnahmen 
(Reha) in Kooperation mit der Agentur für Arbeit un d Projekte im Bereich der 
Jugendberufshilfe durch. Durch diese Tätigkeiten ha t er hinreichend Erfahrung im Hinblick auf 
die Konzeption als auch Durchführung von Maßnahmen;  die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
besitzen die notwendige Qualifikation im Umgang mit  der Zielgruppe. Die Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer der Stadtteilwerkstatt Nord befinden  sich alle in schwierigen Lebenslagen und 
benötigen zur Persönlichkeitsstärkung und –stabilis ierung sowie der Ausbildung sozialer 
Fähigkeiten eine intensive Betreuung. Diese wird durch das werkpädagogische Angebot in der 
Stadtteilwerkstatt gewährleitstet. 
 
Darüber hinaus sollen die großen schulischen Defizi te, die eine Eingliederung in Ausbildung 
oder berufsvorbereitende Maßnahmen erheblich erschw eren, behoben werden. Um die 
Lücken in den Grundlagenfächern zu schließen als au ch generell die Motivation zu stärken, 
sich mit den eigenen Lernfähigkeiten auseinander zu  setzen, erteilte „Lernen fördern e.V.“ 
individuell gestalteten Förderunterricht in der Stadtteilwerkstatt.

13   
 
Nach Abstimmung mit den Mitarbeitern der Stadtteilw erkstatt Nord wurden die Teilnehmenden 
durch Stütz- und Förderunterricht in Einzelunterric ht und als Kleinstgruppenunterricht an den 
Unterrichtsstoff der allgemein bildenden Schulen he rangeführt. Es profitierten im Berichtsjahr 
15 Teilnehmer, davon 7 Mädchen und 8 Jungen von dem Angebot.  
 
Im Vordergrund stand die Aufarbeitung von Grundlage nwissen, Einüben von Lerntechniken 
und Förderung der Eigenmotivation. Hinzu kam die Er arbeitung und Vertiefung neuer 
Lerninhalte. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 612 Stunden Unterricht erteilt.  
 
Es wurde Wert darauf gelegt, die praktischen Bereic he Holz, Metall, Textil und Friseur 
einzubeziehen und den Unterricht anschaulich zu ges talten. Darüber hinaus wurden die 
Jugendlichen bei der Bewältigung von Konflikten zu unterstützt. In den Kleingruppen wurden 
die Aufgaben gezielt so vergeben, dass Jugendliche miteinander arbeiteten, die sich sonst aus 
dem Weg gingen. Es wurden Methoden eingesetzt, bei denen sich die Schüler gegenseitig 
unterstützen mussten. Über die persönlichen Beziehu ngen die zu den Lehrkräften entstanden, 
steigerten viele Jugendliche ihre Lernmotivation en orm. Drei Jugendliche haben eine 
Maßnahme „ Arbeiten und Lernen“ beim Jugendausbildu ngszentrum Münster begonnen, um 
dort den Hauptschulabschluss nachzuholen. 
 
Für das Jahr 2008 wird die Fortführung des Projekte s angestrebt. In Abweichung zum 
vorherigen Konzept soll ein Stützlehrer neben den T eilnehmenden der Stadtteilwerkstatt Nord 
auch diejenigen des Lernortes Süd (Werkstattangebot  des Vereins „Lernen Fördern e.V.“) 
betreuen.  
 
 
2.4.3 Ernährung und Sport 
 
Ein weiteres Angebot ist die als Projekt stattfinde nde Ernährungsberatung in Kooperation mit 
dem Gesundheitsamt der Stadt Münster. Ausgangslage hierfür waren Erfahrungen und 
Bedürfnisse der Teilnehmenden, bestehende Essgewohn heiten überprüfen und ggf. 
verändern zu wollen. Thematisch wurde ein Frühstück  in der Woche nach den Bedürfnissen 
der Teilnehmenden gemeinsam vorbereitet und durchge führt. Kombiniert wird dies Angebot 
mit einem Fitnesstraining.  
 
Grundlage für dieses Programm waren ebenfalls Erfah rungen mit den Teilnehmenden, denen 
es oft an Durchhaltevermögen und Ausdauer fehlt. Be ide Angebote wurden durchweg positiv 
aufgenommen und sind mittlerweile fester Bestandtei l der Arbeitsvereinbarungen mit den 
Teilnehmenden.  
 
Im Rahmen der Kooperation mit dem Gesundheitsamt st ehen den Teilnehmenden zwei Ärzte 
regelmäßig zu Beratungsgesprächen zur Verfügung. Di ese Beratungsangebote finden sowohl 
auf Anfrage der Teilnehmenden, als auch auf Anfrage  des Teams der Stadtteilwerkstatt Nord 
statt.

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3. Kompetenzfeststellung – Das Verfahren MELBA 
 
Um die Kompetenzen der Teilnehmer und Teilnehmerinn en der Stadtteilwerkstatt Nord besser 
feststellen und beurteilen zu können, wird seit Her bst 2007 das Verfahren MELBA 
angewendet. Die Abkürzung „MELBA“ steht für „Merkma lprofile für die Eingliederung 
Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit“. En twickelt wurde das Verfahren im Bereich 
der beruflichen Rehabilitation. Es wurde Ende 1980e r Jahre als Instrument für die berufliche 
Eingliederung Behinderter entwickelt, das einen Ver gleich der Anforderungen von 
Arbeitsplätzen einerseits und den Fähigkeiten behin derter Mitarbeiterinnen andererseits 
ermöglichen sollte. Es ist jedoch sehr universell e insetzbar und wird inzwischen ebenfalls bei 
der Förderung der beruflichen Integration Jugendlic her von Trägern und Institutionen 
angewendet.  
 
Das Verfahren „MELBA“ ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die Kompetenzen einer Person 
in Bezug auf eine bestimmte Tätigkeit bzw. einen sp ezifischen Arbeitsplatz zu überprüfen. Es 
geht somit nicht um die Analyse von Kompetenzen zur  allgemeinen Lebensbewältigung und 
auch nicht um die Ermittlung von biografischen und lebensweltlichen Eigenheiten und 
Ressourcen, sondern explizit darum, inwieweit der b zw. die Teilnehmende 
beschäftigungsfähig in Bezug auf die Anforderung eines bestimmten Arbeitsplatzes ist. Für die 
Ermittlung von lebensweltbezogenen Kompetenzen oder  einer biografiebezogenen 
Kompetenzentwicklung ist „MELBA“ nicht geeignet. Hi erzu müssen ergänzende Instrumente 
herangezogen werden. Die in „MELBA“ verwendeten Mer kmale orientieren sich primär an 
Anforderungen der Arbeitswelt. 
 
„MELBA“ dokumentiert die Fähigkeiten einer Person u nd die Anforderungen einer Tätigkeit 
mittels eines Fähigkeits- und Anforderungsprofils u nd ermöglicht durch deren 
„Übereinanderlegen“ einen Profilvergleich. MELBA besteht aus drei wesentlichen Elementen: 
Einem Fähigkeits- und einem Anforderungsprofil sowi e einem Profilvergleich. Alle drei 
Elemente arbeiten mit einem identischen Katalog aus  29 Merkmalen, die in fünf 
Merkmalsbereiche untergliedert sind. Unterschieden werden kognitive Merkmale (z.B. 
Arbeitsplanung, Auffassung, Konzentration), soziale  Merkmale (z.B. Führungsfähigkeit, 
Kritikfähigkeit, Teamarbeit), Merkmale zur Arbeitsa usführung (z.B. Pünktlichkeit, 
Selbstständigkeit, Sorgfalt) psychomotorische Merkm ale (z.B. Antrieb, Feinmotorik, 
Reaktionsgeschwindigkeit) und Kulturtechniken/ Komm unikation (z.B. Lesen, Rechnen, 
Schreiben). Die Merkmale sind an die Anforderungen der Arbeitswelt orientiert und haben 
einen klaren Tätigkeitsbezug. 
 
Die Durchführung von MELBA beinhaltet eine Einschät zung jedes Merkmals anhand einer 
fünfstufigen Skala, wobei der erste Profilwert eine  „geringe oder weit unterdurchschnittliche“ 
Anforderung oder Fähigkeit benennt und der fünfte W ert für eine „weit überdurchschnittliche“ 
Anforderung oder Fähigkeit steht. Das Anforderungsp rofil dient dazu, die Anforderungen einer 
ganz konkreten Tätigkeit, d.h. eines bestimmten Arb eitsplatzes zu dokumentieren. So kann 
festgehalten werden, welche „psychische Anforderung “ bei einer bestimmten Tätigkeit in 
welcher Höhe gegeben ist.  
 
Mit dem Fähigkeitsprofil werden die tätigkeitsbezog enen psychischen Fähigkeiten einer ganz 
bestimmten Person zu einem bestimmten Zeitpunkt dok umentiert. Es ist analog zum 
Anforderungsprofil aufgebaut, d.h. es beinhaltet di e gleichen Merkmale, in der gleichen 
Anordnung und ist mit der gleichen Scala hinterlegt, so dass beide Profile kompatibel sind.

15   
Die Anwendung des Verfahrens MELBA soll in der Stad tteilwerkstatt Nord dazu dienen, die 
Jugendlichen optimal fördern zu können, indem die F ähigkeiten ermittelt und den potentiellen 
Anforderungen gegenübergestellt werden. Ziel ist, d ie Jugendlichen anhand der festgestellten 
Über- oder Unterforderungen gezielt zu stärken und in Übereinstimmung zu bringen, um eine 
größere Arbeitsmarktnähe zu erreichen. 
 
4. Kooperation  
 
Eine optimale Nutzung bereits vorhandener Ressource n wurde durch die Vernetzung aller 
Institutionen, die den einzelnen Teilnehmenden begl eiten und unterstützen gewährleistet. 
Schwerpunkt dieser Arbeit bildete in dem Berichtsze itraum die Kooperation mit der 
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS, u-25 Team).  
 
Die Vernetzung der Arbeit vollzog sich zudem über d ie Teilnahme an Arbeitskreisen in 
Kinderhaus und Coerde. Die Räumlichkeiten der Stadt teilwerkstatt Nord wurden der 
Volkshochschule Münster und den in Münster Nord tät igen Mitarbeitern des Kommunalen 
Sozialdienstes zur Verfügung gestellt.  
 
Am „Tag des offenen Denkmals“ , der am 9. September 2007 stattfand, bestand für 
interessierte Bürger und Bürgerinnen die Möglichkei t, die Stadtteilwerkstatt-Nord zu 
besichtigten und sich über die Arbeit zu informiere n. Unter dem Motto „Speicherstadt öffnet 
Tore“ „Aktionen und Informationen im ehemaligen Hee resverpflegungshauptamt“ gab es die 
Möglichkeit an unterschiedlichen Führungen in der S peicherstadt teilzunehmen und die 
Speicherstadt insgesamt zu besichtigen. Zum Selbstk ostenpreis wurde in der 
Stadtteilwerkstatt Kaffee und Kuchen angeboten und es bestand die Gelegenheit von der 
Stadtteilwerkstatt erstellte Produkte zu erwerben.  
 
Kooperationspartner im Berichtszeitraum waren: 
 
Adolph-Kolping-Schule, Berufskolleg HOT der Andreaskirch engemeinde 
Anne-Frank-Schule, Berufskolleg Jugendausbildungszentr um JAZ gGmbH 
Agentur für Arbeit Katholische und staatliche Fachhoch schule 
Akademie Überlingen Kommunaler Sozialdienst des Amtes 
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS) Psychologen und Ärzte  
Drogenhilfe des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien 
Schulen in den Stadtteilen (Hauptschule 
Coerde, Uppenbergschule, Hauptschule 
Waldschule Kinderhaus) 
Bildungsinitiative Münster SKM (u.a. Schuldnerberatung)  
Bildungsinstitut Münster Sozialamt der Stadt Münster 
DRK Corde Stadtteilbüro der Arbeiterwohlfahrt in Coerd e 
Drogenberatung der Caritas Superbiomarkt, Herr Radau  
Amt für Ausländerangelegenheiten Stadtteilpolizisten 
Einzelhandelsverband Münsterland V.S.E. Jugendhilfeeinh eit Münster Nord 
Fa. Bröker Catering and Event, Herr Franz-
Josef Bröker 
Weitere freie Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe 
Fa. Compo, Herr Averdiek Wuddi 
Gesundheitsamt der Stadt Münster Lernen fördern e.V. 
Handwerkskammer Münster

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5. Ausblick und Perspektiven 2008 
 
Die Stadtteilwerkstatt Nord konnte sich in ihrem fü nfjährigen Bestehen erfolgreich etablieren 
und profilieren. Durch die organisatorische Zuordnu ng zur AIM jugend+ wurden optimale 
organisatorische Voraussetzungen geschaffen, die da zu beitragen, dass die Stadtteilwerkstatt 
Nord sich den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen kann.  
 
• Die jugendlichen Arbeitslosengeld II-EmpfängerInne n weisen in einem hohen Maße 
Benachteiligungen auf, die abgebaut und beseitigt w erden müssen, um eine berufliche 
Integration erreichen zu können. Hieraus resultiere n spezielle Hilfebedarfe, die die 
Stadtteilwerkstatt Nord decken kann. Mit der der Ar beitsgemeinschaft Münster wurde 
eine Kooperationsvereinbarung getroffen und für Jug endliche, die SGB II-Leistungen 
beziehen und die Angebote der Stadtteilwerkstatt No rd benötigen, wurden die 
anteiligen Kosten aus dem Eingliederungsbudget des SGB II erstattet. Die im Rahmen 
der Kooperation entwickelten positiven Ansätze werden 2008 fortgeführt.  
• Angesichts der schulischen Defizite, die die Teiln ehmer und Teilnehmerinnen 
mitbringen, ist die Integration in den Arbeitsmarkt  ohne eine intensive Unterstützung 
kaum möglich. Vor diesem Hintergrund – ist neben de n Werkstattangeboten – 
flankierend eine theoretische Wissensvermittlung er forderlich, um nicht vorhandene 
Lücken im Bereich Lesen, Rechnen etc. zu schließen.  Mit der Durchführung soll 
weiterhin der Verein Lernen fördern beauftragt werden. Ziel des integrierten Unterrichts 
in der Stadtteilwerkstatt ist, entweder die Jugendl ichen auf die externe Prüfung zum 
Erwerb des Hauptschulabschlusses vorzubereiten oder  sie zu befähigen an einer 
weiterführenden Maßnahme teilzunehmen, die einen Hauptschulabschluss beinhaltet. 
• Mit dem Fachbereich „Oecotrophologie“ der Fachhoch schule Münster wird ein 
Kooperationsprojekt für den Schwerpunkt „Ernährung und Sport“ angestrebt. Ziel ist 
es, die Jugendlichen für Aspekte „gesunde Ernährung“ und „Sport“ zu sensibilisieren.

		  
 







































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Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 
	

	

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Beratungsverlauf (5)

12.08.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.08.2008 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 9 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.08.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.09.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0516/2008
Typ
Vorlagen
Datum
10.06.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37