AN/0696/2025
Geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und Datenlage
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SPD Anfrage nach § 4
2849 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis -Olinger Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.05.2025 AN/0696/2025 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 26.05.2025 Geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und Datenlage Sehr geehrte Ausschussvorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 26.05.2025 auf- zunehmen: Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Geschlecht und Gender eine entscheidende Rolle in der medizin ischen Versorgung spielen – etwa bei Symptomen, Diagnosestellung, Krankheitsverläufen oder dem Zugang zu Behandlung. Dennoch wird das Thema der geschlechtersensiblen Medizin in der Praxis häufig vernachlässigt: So sind viele medizinische Leitlinien überwiegend an männlichen Körpern orien- tiert, während frauenspezifische Krankheitsbilder oder geschlechtsspezifische Unterschiede in der Therapie zu wenig Berücksichtigung finden. Auch auf kommunaler Ebene kommt Städten und Gemeinden eine wichtige Rolle zu – etwa durch Ge- sundheitsberichterstattung, Prävention, Aufklärung oder die Planung sozialräumlicher Versorgungs- strukturen. Eine systematische geschlechtsspezifische Datenerhebung kann helfen, Versorgungslü- cken zu identifizieren und zielgerichtete Maßnahmen zu en twickeln. Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen mit Bezug auf die Stadt Köln: 1. Welche Gesundheitsdaten erhebt oder nutzt die Stadt Köln geschlechtsspezifisch, insbesondere in den Bereichen Häufigkeit von Krankheiten, I nanspruchnahme medizinischer Leistungen, psychi- sche Gesundheit, Pflege und Prävention? 2. Wie werden geschlechtsspezifische Aspekte in der kommunalen Gesundheitsberichterstattung be- rücksichtigt, z. B. bei der Analyse von Versorgungslagen oder der Entwicklung gesundheitsfördern- der Maßnahmen? - 2 - 3. Welche Maßnahmen oder Fortbildungen bietet oder unterstützt die Stadt Köln, um medizinisches und soziales Fachpersonal sowie Verwaltung für geschlechtersensible Gesundheitsthemen zu sen- sibilisieren? 4. Welche Strategien verfolgt die Stadt Köln, um bestehende geschlechtsbedingte Ungleichheiten in der gesundheitlichen Versorgung zu identifizieren und abzubauen? 5. Arbeitet die Verwaltung weiterhin daran, Endometriose als Krankheit bekannter zu machen, und wenn ja, wie? Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0696/2025
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.05.2025
- Erstellt
- 21.05.2025 09:26