V/0703/2024
Erweiterung und Neugestaltung des öffentlichen Spielangebotes an der Burgstraße
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Beschlussvorlage
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V/0703/2024 V/0703/2024 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Erweiterung und Neugestaltung des öffentlichen Spielangebotes an der Burgstraße unter Berücksichtigung der Inklusionsmatrix Beratungsfolge 10.12.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Fläche der zurückgebauten Sporthalle an der ehemaligen Josefschule wird zur Erweite- rung des Spielplatzangebotes genutzt (siehe Konzeptskizze Anlage 1). Die Verwaltung wird beauftragt die Entwurfsplanung für den zukünftigen Spielplatz im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zu erstellen. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Spielplatz an der ehemaligen Josefschule inklusiv nach DIN 18034-2 gestaltet wird und als Musterobjekt für andere Planungen dienen soll. 3. Die Verwaltung wird beauftragt auf Basis der Entwurfsplanung einen Baubeschluss inklusive Finanzierungsvorschlag der Politik zur Abstimmung vorzulegen. 4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Entwicklung eines Tiny Forest derzeit ein Teil der Fläche der Parkpalette des Stadthauses 2 präferiert und geprüft wird. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Baukosten sowie die Kosten für die Pflege- und Unterhaltung können erst nach der konkreten Planung des Spielplatzes, insbesondere unter Berücksichtigung des Schwerpunktes Inklusion, ermit- telt werden und werden im Baubeschluss dargestellt. Begründung: Zu 1.) Mit der Vorlage V/0414/2023 wurde der Rückbau der Einfachsporthalle auf dem Gelände der ehema- ligen Josefschule im Stadtbezirk Mitte beschlossen. Amt für Grünflächen, Umw elt und Nachhaltigkeit 29.11.2024 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Hoffmann Telefon: 492-6730 HoffmannJoerg@stadt- muenster.de - 2 - V/0703/2024 Innerhalb der Beratungskette zur o.g. Vorlage wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob auf der Fläche der ehm. Sporthalle ein „Tiny Forest“ nach Akira Miyawaki erstellt werden kann. Die Ergebnis- se der Prüfung wurden der BV Mitte am 17.09.2024, dem AUKB am 01.10.2024 und dem AWLFW am 08.10.2 024 mündlich vorgestellt und von den Gremien positiv bewertet. Weil die Versorgung mit Spielflächen im Quartier mangelhaft ist und sich bis heute, aufgrund fehlen- der Flächen für weitere Entwicklungen, nicht gesteigert hat, ist ein „Tiny Forest“ auf diese r Fläche nicht zu empfehlen. In der Spielflächenbedarfsplanung besteht in den Stadtzellen 221 Antoniuskirche und 222 Goeben- straße (werden in der Spielflächenbedarfsplanung gemeinsam betrachtet) ein Versorgungsgrad von 27 %, was ein Defizit von ca. 7.500 m² an Spielfläche bedeutet. Gemäß Bevölkerungsstatistik leben in den Stadtzellen 165 Kinder im Alter 0-5 Jahre, 73 Kinder im Alter 6-9 Jahre sowie 85 Kinder im Alter 10-15 Jahre mit leicht steigender Tendenz bis 2031. Betrachtet man zudem die Verteilung der Spiel- flächen, zeigt sich , dass es zwischen den Hauptverkehrsstraße Hammer Straße, Moltkestraße und Weseler Straße, die als Barrieren für Kinder gesehen werden, es keine öffentlichen Spielangebote außer dem Spielplatz Josefschule gibt. Der Rückbau der Sporthalle eröffnet die Möglichkeit das Spielangebot im Quartier quantitativ und qualitativ (siehe Punkt 2) zu verbessern. Derzeit wird die öffentliche Spielfläche mit 949 m² in der Spielflächenleitplanung berücksichtigt und könnte unter Berücksichtigung d er Fläche der Sporthalle auf ca. 1.550 m² erhöht werden. Zudem erhöht sich durch den Flächenzuwachs der Gestaltungsspiel- raum für die Neugestaltung des Spielplatzes. Neben dem bereits vorhandenen Baumbestand können zusätzliche Gehölzstrukturen geschaffen we rden, wodurch ebenfalls eine Verbesserung des Mikro- klimas erreicht werden kann. Durch den Flächenzuwachs können vielfältigere Spielmöglichkeiten an- geboten werden. Bislang war der Gestaltungsspielraum relativ gering, da zum Schutz des vorhande- nen Baumbestands hauptsächlich die bislang asphaltierte Schulhoffläche zur Verfügung stand. Durch den Rückbau der Sporthalle ver schwinden zudem uneinsehbare Räume, wodurch auch d ie Wege- verbindung zwischen Hornstraße und Goebenstraße aufgewertet wird. Seitens der Verwaltung wird daher die Erweiterung des Spielplatzes empfohlen. Der Spielplatz wird zukünftig den Namen Burgstraße haben. Zu.2.) Mit Schreiben vom 05.08.2024 wurden die Mitglieder des Ausschusses für Umweltschutz, Klima- schutz und Bauwesen, der Bezirksvertre tungen Mitte, Nord, Ost, Südost, Hiltrup und West und der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen über den aktuellen Sach- stand zum Thema inklusives Spielen informiert. Hier steht vor allem die Ergänzung der DIN 18034 Spielplätze und Freiräume zum Spielen im Fokus. Sie wurde mit einem 2. Teil (DIN 18034-2 Techni- sche Spezifikation) Matrix mit Bewertungsschema für inklusive Spielräume ergänzt. „Ziel ist es, mit Hilfe der in dieser Spezifikation enthaltenen Matrix Unterstützung bei der Umsetzung von öffentlichen inklusiven Spielräumen für gemeinsame, vielfältige Spiel - und Bewegungserlebnisse für Menschen mit und ohne Behinderung zu geben.“ (DIN/TS 18034-2, S. 4) „Der Ausarbeitung der in der Spezifika- tion enthaltenen Matrix liegt zu Grunde, dass jeder Mensch unterschiedliche Fähigkeiten und Fertig- keiten hat. Spielen stellt einen sehr wichtigen Baustein/Faktor für die Gesamtentwicklung des Men- schen dar. Aus diesem Grund sollten bei einem inklusiven Spielraum viele Sinne angesprochen und gefördert werden. Hierzu ist es wichtig, bei der Gestaltung der Freiräume zum Spielen und der Aus- wahl der Spielangebote möglichst vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen. Einer der grundlegend neuen Ansätze der Matrix ist: Weg von der Fokussierung auf di e einzelne Behinderungsart, hin zu einem breiten Angebot zur Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ein inklusiver Spielraum ist ein Ort zum miteinander Spielen für alle.“ (DIN/TS 18034-2, S. 5) „Es wird davon ausgegangen, dass nicht alle Personen alle Freiräume zum Spielen und Spieleinrichtungen uneingeschränkt nutzen kön- nen. Daher ist es erforderlich, ein möglichst breites Spektrum anzubieten, um unterschiedliche Fähig- keiten und Fertigkeiten anzusprechen, zu fördern und weiterzuentwickeln. Nicht jeder kann alles, aber - 3 - V/0703/2024 für jeden Nutzenden werden Angebote benötigt. Die Matrix versteht sich als Unterstützung bei Pla- nung, Bewertung und Einordnung von inklusiven Spielräumen.“ (DIN/TS 18034-2, S. 5) Mit der Ergänzung der DIN 18034 erhält die Verwaltung somit eine notwendige Arbeitshilfe und Emp- fehlung zur Gestaltung inklusiver Spielflächen. Die genauen Inhalte der DIN und die Matrix zur Be- wertung inklusiver Spielflächen werden seitens der Verwaltung ausgewertet und sollen anhand von praktischen Beispielen den politischen Gremien erörtert werden. Hierfür bieten sich die anstehenden Planungen am Hansaplatz und / oder dem Spielplatz an der ehemaligen Josefschule an. Die ehema- lige Josefschule ist hierfür besonders geeignet, da es sich um einen gut geschützten, in nerstädti- schen Quartiersspielplatz handelt. Zu 4.) Die Verwaltung bereitet derzeit den Rückbau der Parkpalette am Stadthaus 2 vor (Lageplan Anlage 2). Die Fläche bietet ausreichend Potenzial um das vorhandene Naturdenkmal zu erhalten, die bau- ordnungsrechtlich notwendigen Stellplätze nachzuweisen und gleich zeitig noch einen „Tiny Forest“ anzulegen. Die Fläche ist hierfür prädestiniert, weil zum einen eine Entsiegelung einer Fläche vorge- nommen wird, und zum anderen weil es im Umfeld wenig Grünstrukturen gibt und somit eine grüne Oase in einem stark bebaubaute n Bereich geschaffen werden kann. Seitens der Verwaltung werden derzeit die Rahmenbedingungen geprüft und die politischen Gremien sollen anschließend informiert werden. i.V. gez. Arno Minas Stadtrat Anlagen: Anlage 1 Konzeptskizze Spielplatz ehemalige Josefschule Anlage 2 Lageplan Parkpalette Stadthaus 2
Anlage 1 Konzept Spielflächen
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III 9 III III III I 7 II 2 II 12 Rampe 3 2 a III 4 I Rampe 10 II (geplant) 5 Burgstraße Hornstraße Spielplatz B/Cinklusiver Spielraum Baumbestand erhaltenAufenthalt/Verweilen Zuwegung Zuwegung Rahmenpflanzung ............ J. Hoffmann 1:200 XXX 00/999999-0007.06.2024 M. Tewes FlächenkonzeptErweiterungSpielplatz Josefschule Objekt-Nr.:Plan Nr.:Datum: Maßstab: Bearbeitet:Gezeichnet: IndexGeändert:DatumInhaltBearbeiter Projekt-Nr.:22203
Anlage 2 Lageplan Parkpalette
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Druckansicht Maßstab 1: 1000 Datum: 29.10.2024 Notizen: © Stadt Münster H 5756 750 R 405 569 R 405 726 H 5756 970 0 5 10 Meter
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Burgstraße
- Moltkestraße
- Weseler Straße
- Hansaplatz
- Hammer Straße
- Goebenstraße
- Hornstraße
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Details
- Aktenzeichen
- V/0703/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 29.10.2024
- Erstellt
- 29.10.2024 16:03