V/0853/2006
Antrag A R/0032/2006 der SPD-Fraktion und Antrag A R/0034/2006 der CDU- u. FDP-Fraktion
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Beschlussvorlage
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V/0853/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Antrag A R/0032/2006 der SPD Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 16.08.2006: "Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster: Folgen mildern - Konversionschancen nutzen - Perspektiven entwickeln" Antrag A R/0034/2006 der CDU Fraktion und der FDP Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 30.08.2006: "Konversion in Münster - nicht nur Verluste und Risiken, sondern auch Chancen für junge Familien mit Kindern" Beratungsfolge 08.11.2006 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: Die Verwaltung wird beauftragt, die einzelnen inhaltlichen Aspekte und die Handlungsaufträge der o. a. Ratsanträge zu prüfen, und über die Ergebnisse und die Umsetzung der einzelnen Handlungsaufträge – nach Vorberatung in den jeweils betroffenen Bezirksvertretungen und Fachausschüssen – dem Hauptausschuss in einer umfassenden Vorlage im 1. Quartal 2007 zu berichten. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit dem vorstehenden Beschluss unmittelbar keine Kosten entstehen. Begründung: Die o. a. Anträge wurden vom Rat – der Antrag der SPD-Fraktion am 23.08.2006, der gemeinsame Antrag der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion am 27.09.2006 – an den Hauptausschuss verwiesen. Die Verwaltung wird nach Prüfung der in den o. a. Anträgen enthaltenen, zahlreichen inhaltlichen Fragestellungen und Handlungsaufträge zur Thematik „Konversion / Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster“ im 1. Quartal 2007 eine Vorlage an den Hauptausschuss fertigen, die Vorlagen-Nr.: V/0853/2006 Auskunft erteilt: Herr Franke Ruf: 492 61 10 E-Mail: FrankeG@stadt-muenster.de Datum: 18.10.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0853/2006 zuvor auch in den jeweils betroffenen Bezirksvertretungen und Fachausschüssen beraten werden soll. Mit dieser vorgesehenen Vorlage soll auch auf den Antrag A-S/0012/2006 der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost vom 14. September 2006: „Vorbereitung auf den absehbaren Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien aus Münster-Südost“ (Anlage) inhaltlich eingegangen und entsprechende Ergebnisse dargestellt werden. I. V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Antrag A-R/0032/2006 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 16.08.2006: „Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster: Folgen mildern – Konversionschancen nutzen – Perspektiven entwickeln“ Antrag A-R/0034/2006 der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 30.08.2006: „Konversion in Münster – nicht nur Verluste und Risiken, sondern auch Chancen für junge Familien mit Kindern“ Antrag A-S/0012/2006 der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost vom 14. September 2006: „Vorbereitung auf den absehbaren Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien aus Münster-Südost“ sowi e entsprechendes Antwortschreiben der Verwaltung vom 17.10.2006
Anlage 3 Antrag A-S/0012/2006 der CDU-Fraktion in der BV Münster-Südost
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Anlage 3 zur Vorlage V/0853/2006 CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost Stadt Münster Bezirksverwaltung Südost Am Steintor 50 48167 Münster Münster, den 14. Sept. 2006 Vorbereitung auf den absehbaren Abzug der Britischen Soldaten und ihrer Familien aus Münster-Südost Antrag Die Bezirksvertretung möge beschließen: 1) Die Verwaltung wird beauftragt, zur Vorbereitung anstehender Entscheidungen über die städteplanerischen und strukturellen Folgen eines Abzugs der britischen Truppen eine Bestandsaufnahme zu erstellen a) der bislang militärisch genutzten Flächen und Anlagen und b) des umfangreichen Wohnungsbestandes in Bundesvermögen, der von den Familien der britischen Soldaten genutzt wird. 2) Für die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes bezüglich der bislang militärisch genutzten Flächen sollten erste Grundzüge erarbeitet und Anfang 2007 zur Diskussion in der BV gestellt werden, die die besondere Lage im Ortsteil, die Möglichkeiten einer Abrundung des Ortskerns von Gremmendorf, die Nähe zu dem weit fortgeschrittenen Wandel im Gebiet Loddenheide und die Möglichkeiten für den zum Kasernenbereich gehörenden Grün- und Freizeitbereich berücksichtigen. 3) Die Verwaltung wird gebeten, mit der Bundesvermögensverwaltung Gespräche aufzunehmen, um einen schrittweisen und behutsamen Übergang des Wohnbestandes in private Nutzung vorzubereiten, sicherzustellen und möglichst zu begleiten.. Begründung: Inzwischen steht fest, dass die britischen Soldaten in absehbarer Zeit Münster und insbesondere die beiden Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck verlassen. In der letzten BV-Sitzung wurde bestätigt, was wir dort schon vor Monaten angesprochen hatten: Die Entscheidung der britischen Regierung und des Unterhauses sind gefallen. Einerseits geschieht der Abzug nicht von heute auf morgen, so dass Zeit für eine grundsätzliche Prüfung der Folgen in städteplanerischer und Stadtentwicklungshinsicht verbleibt. -2- Andererseits fallen seit längerer Zeit Leerstände in den vielfältigen Wohnbereichen auf, die im Ortsteil Gremmendorf und dem südlich anschließenden Angelmodde-West liegen. Das hat schon heute mit der Mobilität der Einheiten und mit der Tatsache zu tun, dass erhebliche Teile in den leizten Jahren in anderen Ländern und insbesondere im Nahen Osten im Einsatz sind und ihre Familien deshalb nicht im früheren Umfang in Münster wohnen. Sogar die erst in den letzten Jahren als Ersatzbauten für Bestände in Gievenbeck im Delstrup erichtete Häuser scheinen betroffen. Die Stadt Münster 'hat mit der Konversion militärischer Anlagen in den letzten zwanzig Jahren erfolgreiche Lösungen gefunden, die aus heutiger Sicht ein Gewinn der jeweiligen Ortsteile und der ganzen Stadt sind. Das gilt auch für den Bereich der Loddenheide, der gute Fortschritte gebracht hat. Aber der nun anstehende tiefgreifende Wandel im Ortsteil, der schon mit der Umnutzung der Loddenheide begonnen hat. macht angesichts der Größe der Anlagen und Flächen, vor allem aber auch des Wohnungsbestandes, sehr grundsätzliche Überlegungen zum planerischen Vorgehen notwendig, die die gewerbliche Struktur — auch die des örtlichen Einzelhandels - und die Wohnstruktur wie auch Zusammensetzung der Bevölkerung ebenso nachhaltig beeinflussen kann wie zum Beispiel die Ausstattung mit schulischen und sozialen Einrichtungen. Das wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass letztere praktisch von den britischen Familien nicht genutzt wurden, da sie ihre Kinder seit Jahren mit. Bussen zu eigenen Schulen und Kindergärten nach Osnabrück brachten/bringen, die künftige Bevölkerung aber voll auf die Versorgung durch hiesige Einrichtungen angewiesen sein wird. Was die gewerbliche Nutzung und den Einzelhandel betrifft, sind planerisch sicher nicht ohne Belang einerseits die Trennung des Kasernenbereiches vom derzeitigen Ortskern durch den vierspurigen Albersioher Weg, andererseits die kürzlich angekündigte Entscheidung der in Gremmendorf ansässigen Fa. Ratio, in der Loddenheide ein auf 18.000 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitertes SB-Warenhaus zu eröffnen im Bereich bzw. Gebäude des bisherigen Großmarktes (der südwestlich davon durch einen neuen Großmarkt mit 30.000 Quadratmetern am Bertha-von-Sutiner-Weg ersetzt werden soll). Der Zusammenhang zeigt, dass eine Einzelhandelsplanung nur sehr behutsam wird erfolgen können. Das betrifft die Umnutzung und Ersetzung der militärischen Bauten am Albersioher Weg. Auch müssen rechtzeitig grundsätzliche Entscheidungen fallen hinsichtlich der künftigen Nutzung oder Umnutzung der großen Frei- und Sportflächen an der West- und Südwestseite der Kasernen. Die Verwaltung sollte dazu prüfen, ob die vorliegenden Einzelhandelsgutachten zu überarbeiten sind, um auf der Grundlage aktualisierter Daten ggf. auch einen städtebaulichen Wettbewerb auszuschreiben und so ggf. auch ungewöhnliche Ideen zu gewinnen. Allein diese Stichworte zeigen auf, dass der scheinbar zur Vorbereitung zur Verfügung stehende Zeitraum nicht gerade lang ist und erste Planungsentscheidungen Anfang des kommenden Jahres fallen sollten. Für die CDU-Fraktion: gez. Dr. H. Hoffschulte BF-06ABB.doc Anlage 3 zur Vorlage V/0853/2006 Stadtentwicklung E Stadtplanung Verkehrsplanung 61.20.0001 BR 432-6110 Herr Franke = 49-7732 3 FrankeG@stadt-muenster.de 17.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Südost über 33.6 - Bezirksverwaltung Münster-Südost — über Ill, Herrn Stadtdirektor Schultheiß ) Ip) N nachrichtlich: Bezirksvertretung Münster-West über 33.4 - Bezirksverwaltung Münster-West — Antrag A-S/0012/2006 der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster- Südost vom 14. September 2006: „Vorbereitung auf den absehbaren Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien aus Münster-Südost“ Zum Thema „Konversion / Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster“ sind jüngst auch zwei Anträge an den Rat der Stadt Münster gestellt worden: " Antrag A-R/0032/2006 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 16.08.2006: „Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster: Folgen mildern - Konversionschancen nutzen — Perspektiven entwickeln“, " Gemeinsamer Antrag A-R/0034/2006 der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 30.08.2006: „Konversion in Münster — nicht nur Verluste und Risiken, sondern auch Chancen für junge Familien mit Kindern‘. Beide Anträge wurden vom Rat — der Antrag der SPD-Fraktion am 23.08.2006; der gemeinsame Antrag der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion am 27.09.2006 - an den Hauptausschuss verwiesen. Die Verwaltung wird für die nächste Sitzung des Hauptausschusses am 08.11.2006 eine Verfahrensvorlage erstellen und darin eine umfassende Berichtsvorlage an den Hauptausschuss — nach Vorberatung in den jeweils betroffenen Bezirksvertretungen und Fachausschüssen — zur Thematik „Konversion / Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster“ für das 1. Quartal 2007 ankündigen, in der auch auf die nachfolgenden, im o. a. Antrag der CDU-Fraktion in der BV Münster-Südost formulierten, inhaltlichen Fragen bzw. Aufträge an die Verwaltung eingegangenen werden soll: -2- » Erstellen einer Bestandsaufnahme durch die Verwaltung bzgl. bislang militänscher genutzter Flächen und Anlagen sowie bzgl. des umfangreichen Wohnungsbestandes in Bundesvermögen, der zurzeit noch von den Familien der britischen Soldaten genutzt wird. » Erarbeitung von Diskussionsvorschlägen für grundsätzlich denkbare Umnutzungsmöglichkeiten für die bislang militärisch genutzten Flächen, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer jeweils besonderen Lage im Stadtteil. ® Darstellung erster Ergebnisse und ggf. Vereinbarungen aus Gesprächen mit der Bundesvermögensverwaltung, um einen schrittweisen und behutsamen Übergang des heute noch von Familien der britischen Streitkräfte genutzten Wohnungsbestandes in eine private Nutzung vorzubereiten. gez. Schowe
Anlage 1 Antrag A-R/0032/2006 der SPD-Fraktion
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5 Zur Vorlage V/0853/2006 SPD-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0032/2006 im Rat der Stadt Münster SPD-Fraktion : im Rat der Stadt Münster £:2.} Antrag Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de 14.08.2006 Abzug der britischen Streitkräfte aus Münster: Folgen mildern - Konversionschancen nutzen - Perspektiven entwickeln Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. In Folge des angekündigten Abzugs der britischen Militäreinheiten aus Münster wird die Verwaltung beauftragt ein Handlungsprogramm vorzulegen, mit dem die negativen wirtschaftlichen Folgen des Truppenabzugs gemildert, zukünftige Nutzungsmöglichkeiten für die York- und die Oxford-Kaserne aufgezeigt und mögliche Konsequenzen insbesondere für die Wohnungs- und Infrastrukturpolitik in den hauptbetroffenen Stadtteilen Gremmendorf, Gievenbeck und Coerde aufgezeigt werden. Handlungsleitlinie des städtischen Engagements sollte dabei sein, Konversion als aktiv zu steuernden Strukturwandel zu begreifen, der nicht nur Nachteile bringt, sondern auch städtebauliche und wirtschaftliche Impulse freisetzen kann. 2. Zur Koordinierung der ‘vielfältigen Problemstellungen im Rahmen des Konversionsmanagements wird bereits im Vorfeld der konkreten Planungs- und Umnutzungsphase eine Lenkungsgruppe eingesetzt, in der alle am Prozess beteiligten Akteure vertreten sind. Begründung: Die Stadt Münster wurde Ende Juli 2006 von der britischen Rheinarmee darüber informiert, dass die britischen Streitkräfte voraussichtlich im Jahr 2010 den Standort Münster verlassen werden. Damit endet eine jahrzehntelange partnerschaftliche Beziehung, die über die sicherheitspolitischen Aspekte hinaus von Bedeutung war und ist. Dabei wird die Entscheidung zur Aufgabe des Militärstandorts Münster vor allem für die fast 200 Zivilbeschäftigten in Münster negative Konsequenzen haben. Hier sind insbesondere in Zusammenarbeit mit der Personalvertretung und der Arbeitsgemeinschaft Münster Möglichkeiten für eine arbeitsmarktpolitische Flankierung sowie sozialverträgliche Regelungen zu erarbeiten. Die britischen Soldatenfamilien nutzen derzeit in den Stadtteilen Gremmendorf, Coerde und Gievenbeck rund 850 Wohneinheiten, vorwiegend in Einfamilienhäusern. Deren Übergang auf den freien Wohnungsmarkt muss nicht zuletzt in seinen Konsequenzen für die städtische Wohnungs- und Bauflächenpolitik intensiv geprüft werden, um mögliche Fehlentwicklungen zu vermeiden. Für die zusammen rund 77 ha großen und im Bundeseigentum liegenden britischen Kasernen in den Stadtteilen Gremmendorf und Gievenbeck ist zunächst eine Bestandsaufnahme in Hinblick auf den Gebäudebestand und sonstige vorhandene bauliche Anlagen sowie eine Gefährdungsabschätzung zu möglichen Altlasten zu erstellen. Darüber hinaus ist in Reaktion auf die Freigabe der heute noch militärisch genutzten Liegenschaften - möglicherweise auf der Grundlage von städtebaulichen Ideenwettbewerben und Machbarkeitsstudien - eine Rahmenplanung für diese Flächen zu entwickeln, die sowohl gesamtstädtische Anforderungen berücksichtigt, als auch die besonderen Bedürfnisse und Entwicklungsbedingungen der Stadtteile Gremmendorf und Gievenbeck aufnimmt. Dabei sind selbstverständlich auch die Erfahrungen im Konversionsmanagement und in der Standortentwicklung der 90er Jahre zu berücksichtigen. Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Alexander Bercht Dr. Michael Jung Moritz von Schmeling Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzler Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes “Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann
Anlage 2 Antrag A-R/0034/2006 der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion
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Anlage 2 zur Vorlage V/0853/2006 CDU-Fraktion und FDP-Fraktion Antrag Nr. A-R/0034/2006 im Rat der Stadt Münster \"RATSFRAKTION u Ratsfraktion 15. August 2006 Antrag Konversion in Münster — nicht nur Verluste und Risiken, sondern auch Chancen für junge Familien mit Kindern Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, 1. neben den erforderlichen Grundsatzüberlegungen über eine zukünftige Entwicklung auf den potenziellen Konversionsflächen ein besonderes Augenmerk auf die künftige Nutzung der rd. 800 Wohnungen im Stadtgebiet, in der zur Zeit die britischen Soldaten mit ihren Angehörigen wohnen, zu legen. Hierbei soll vorrangig geprüft werden, inwieweit die Chance besteht, diesen Wohnbestand — überwiegend Reihen- und Doppelhäuser — Jungen Familien mit Kindern kos- tengünstig anzubieten. Entsprechende Gespräche mit den Besitzern, insbesondere dem Bun- desvermögensamt, sind zu führen. 2. die generellen Auswirkungen der Konversion auf das mittel- bis langfristige Baulandprogramm der Stadt Münster in der von der Verwaltung angekündigten Berichtsvorlage zum Stand der Überlegungen und zum weiteren Verfahren zu berücksichtigen. Hierbei ist im Grundsatz eine qualitative Entwicklung der Konversionsflächen („Innenstadtent- wicklung“) gegenüber einer Neuausweisung von peripheren Baulandflächen („Außenentwick- lung“) abzuwägen. Begründung: Die Verwaltung hat im Februar 2006 auf Grund einer Presseerklärung des Britischen Verteidi- gungsministers die politischen Gremien darüber informiert, dass die 4. Brigade (York-Kaserne und Oxford-Kaserne) nach England zurückverlegt werden soll. Über mögliche Auswirkungen wurde von der Verwaltung nach Konkretisierung eine entsprechende Berichtsvorlage angekündigt. Nach jüngsten Verlautbarungen muss davon ausgegangen werden, dass die Britischen Streitkräfte ab dem Jahr 2010 Münster verlassen werden. Das Interesse der Stadt liegt nicht nur an einer - für die Stadt möglichst kostenneutralen - Nach- folgenutzung der beiden Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck mit einer angemessenen stadtstrukturellen Qualität, sondern insbesondere auch an einer konfliktfreien Einbindung der neu- en Bewohner der heute von den Briten genutzten Wohnungen in die jeweiligen Quartiere und Stadtteile. Wohnbaulandbereitstellung gerade für junge Familien mit Kindern ist ein wichtiges Ziel der CDU/FDP-Koalition. Für junge Familien ist es vor allem wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Viele junge Paare mit Kindern verlassen Münster, weil sie hier ihren Traum vom Eigenheim in Münster nicht verwirklichen können. Hier haben wir die Gelegenheit, wirkungsvoll gegenzusteuern und Perspektiven aufzuzeigen. Diese Chancen sollten wir nicht ungenutzt lassen. gez. H.-Dieter Sellenriek gez. Carola Möllemann-Appelhoff CDU-Fraktion FDP-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Münzstraße 15
- Am Steintor 50
- Loddenheide
- Delstrup
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0853/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 18.10.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37