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AFO/0019/2023

Anfrage zu einem Feuerwehreinsatz am 27.08.2023

Anfrage in der BV Ost 24.10.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Ost, Sitzung am 25.01.2024, TOP 7.7

Stellungnahme Amt 67 und 37

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Anfrage AFO-0019-2023

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Stellungnahme Amt 67 und 37

5561 Zeichen

Stadt Münster
‚Amt tür Bürger- und Ratsservice
Bezirksverwaltung Ost

12. Dez. 2023
37 0V 231122 22.1 Ir
DezernentI
ee Eing: 07, DEZ. 2023
An
33 /BV Ost

Stellungnahme Amt 37 einschließlich des Beitrages Amt 67

zur Anfrage AFO / 0019 / 2023 der CDU-Fraktion an die BV Ost

zu einem Feuerwehreinsatz am 27.08.2023

Zur Frage 1. „Warum wurden nicht mehrere Ölsperren eingebracht?“

Es wurden zwei Ölsperren gesetzt.

Durch die erstalarmierte Feuerwehr Greven wurde eine Schwimmsperre auf der Ems
gesetzt sowie aufschwimmendes Pulver-Bindemittel eingebracht. Nach Einbau der
Ölsperre in der Ems konnte die Wirksamkeit dieser sofort an der Wasseroberfläche
visuell wahrgenommen werden. Hinter der Ölsperre konnten keine bis sehr geringe
Verunreinigungen visuell festgestellt werden, weshalb an dieser Stelle keine weitere
Ölsperre notwendig war.

Des Weiteren wurde durch die Feuerwehr Münster nach der sehr aufwändigen Suche
der Eintrittsstelle im städtischen Regenwasserkanalschacht östlich der Straße „Alte
Schifffahrt‘ eine Ölsperre eingebracht (Ölbindekissen, Vlieskissen u.a.). Diese
Maßnahme geschah in Absprache von Feuerwehr und dem Amt für Grünflächen,
Umwelt und Nachhaltigkeit. j

Die Sperren wurden mehrfach kontrolliert bzw. verstärkt, so dass unter den
herrschenden Strömungsbedingungen die maximale Abscheidung erreicht wurde.

Nach Auffinden der Schadenstelle wurden dort ebenfalls Sperren zur Verhinderung
einer weiteren Einleitung gesetzt (Eindeichung). Die Suche nach der Schadensstelle
erwies sich zunächst aufgrund des Verlaufs der Werse und der Befahrbarkeit des
Uferbereichs schwierig und nahm einige Zeit in Anspruch.

Zur Frage 2: „Wurde die Ursache oder der Eintragsort gefunden?“

Ja, das den Schaden verursachende Grundstück konnte noch am Sonntagabend
ermittelt werden. Die Ursache und der ungefähre Ereignishergang sind dem für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bekannt.

Zur Frage 3: „Ist der Verursacher bekannt?“
Ja, der Verursacher ist der Polizei bekannt.

Zur Frage 4: „Was wurde unternommen um die Umweltverschmutzung so
gering wie möglich zu halten?“

Zur Gefahrenabwehr am Sonntag, dem 27.08.2023 wurde ein dreistufiges System
angewandt (vgl. Antwort zur Frage 1):

Die erstalarmierte Feuerwehr Greven erstellte als Sofortmaßnahme eine Ölsperre und
brachte aufschwimmendes Pulver-Bindemittel ein.

Parallel wurde durch die Feuerwehr Münster im Regenwasserkanalschacht östlich der
Straße „Alte Schifffahrt“ Ölbindematerial eingebracht. Es wurde vereinbart, dass die
Ölsperre in der Ems durch die Feuerwehr Greven erst nach Freigabe durch die
Bezirksregierung, entfernt wird.

Am Schadenort wurde die Gefahrenstelle mit Bindemittel eingedeicht.

Am darauffolgenden Montag (28.08.2023) wurden sowohl in den städtischen Kanälen
als auch dem offenen Ableiter noch starke Verunreinigungen und Anhaftungen
festgestellt. Das Amt für Mobilität und Tiefbau hat die städtischen Kanäle umgehend
reinigen lassen. Bei der Begehung wurden noch Anhaftungen im offenen
Regenwasserableiter festgestellt, welche bei einem stärkeren Regenereignis
mobilisiert würden. Daher wurde gemeinsam mit der Bezirksregierung vereinbart, die
Ölsperre bis nach dem nächsten stärkeren Regenereignis in der Ems zu belassen und
die Situation erneut zu bewerten. Um weitere Verunreinigungen der Werse und Ems
zu minimieren, wurde in den offenen Regenwasserableiter, vor der Mündung in die
Werse, durch das Amt für Mobilität und Tiefbau ein Ölschlängel eingebracht. Die
Ölsperre in der Ems konnte nach einem stärkeren Regenereignis und einer erneuten
Begehung des offenen Regenwasserableiters am 31.08.2023 wieder entnommen
werden. Die Ölschlängel wurden einige Tage später ebenfalls entfernt. Noch auf dem
Grundstück vorhandenes verunreinigtes Niederschlagswasser wurde durch die
Feuerwehr mit Bindemittel eingedeicht, um ein weiteres zufließen zum Bodeneinlauf
zu verhindern. Später wurden die Verunreinigungen in der Fläche mittels Bindemittel
aufgesogen. Die Regenwasserkanalleitungen wurden gespült. im offenen
Regenwasserableiter war dies nicht möglich, daher wurde hier eine weitere Ölsperre
eingebracht, um bei folgenden Niederschlagsereignissen sich auswaschende
Verunreinigungen aufzunehmen ohne die Werse und Ems erneut zu verunreinigen.
Die in die Ems eingebrachte Ölsperre wurde für fünf Tage beibehalten, um eine weitere
Ausbreitung des Schadens zu verhindern.

Zur Frage 5: „Was kann unternommen werden, um Zukünftig ähnliche
Verschmutzungen zu verhindern?“ ur

In der Ortsentwässerungssatzung über die Entwässerung der Grundstücke und den
Anschluss an die gemeindliche Abwasseranlage in der Stadt Münster —
Entwässerungssatzung (EWS) - ist geregelt welche Stoffe eingeleitet werden dürfen
und welche nicht. Für Betreiber bestehen entsprechende Vorgaben.

Zur Frage 6: „Welche Behörden waren in diesen Vorfall involviert?“

Bezirksregierung Münster (Rufbereitschaft mit Zuständigkeit für die Ems)
Umweltbehörde der Stadt Münster (Rufbereitschaft)
Feuerwehren Münster und Greven

Polizei Münster und Greven
Zur Frage 7: „Wurden Strafrechtliche Schritte eingeleitet?“

Die Beantwortung kann durch die Polizei, die vor Ort anwesend war, nicht aber durch
die Verwaltung der Stadt Münster erfolgen.

Zur Frage 8: „Wie hoch ist die Schadenssumme?“
Der Verwaltung ist keine Schadenssumme bekannt.
Zur Frage 9: „Wer bezahlt den Feuerwehreinsatz?“

Sofern ein Verursacher bekannt ist, ist dieser zur Übernahme der Kosten verpflichtet.
Im Regelfall wird dieser die Kosten an eine Versicherung weitergeben.

Dr. Jürgen Langenberg

- Stellv. Amtsleiter -

Anfrage AFO-0019-2023

1202 Zeichen

CDU-Fraktion in der BV-Ost 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
 
 
 
 
 
 
Anfrage zu einem Feuerwehreinsatz am 27.08.2023 
 
Am 27.08.2023 wurde die Feuerwehr zu einer Wasserverschmutzung im Bereich  
Werse / Ems in Gelmer gerufen. Dort wurden umfangreiche Ölfilme auf beiden Gewässern 
festgestellt. Nachdem die Feuerwehr Greven eine Ölsperre in der Ems Höhe 
Fuestruper Straße eingebracht hat, suchte die freiwillige Feuerwehr Gelmer nach der 
Ursache. 
 
Dazu haben wir folgende Fragen: 
 
Warum wurden nicht mehrere Ölsperren eingebracht? 
Wurde die Ursache oder der Eintragsort gefunden? 
Ist der Verursacher bekannt? 
Was wurde unternommen um die Umweltverschmutzung so gering wie möglich zu halten? 
Was kann unternommen werden, um Zukünftig ähnliche Verschmutzungen zu verhindern?  
Welche Behörden waren in diesen Vorfall involviert? 
Wurden Strafrechtliche Schritte eingeleitet? 
Wie hoch ist die Schadenssumme? 
Wer bezahlt den Feuerwehreinsatz? 
 
 
Für die Fraktion       Münster, 19.10.2023 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
AFO/0019/2023

Beratungsverlauf (1)

25.01.2024 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 7.7 Anfrage Entscheidung

Beschluss: Stellungnahme zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Mauritzstraße 4
  • Alte Schifffahrt
  • Werse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
AFO/0019/2023
Typ
Anfrage in der BV Ost
Datum
24.10.2023
Erstellt
24.10.2023 12:14