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AN/0523/2023

Änderungsantrag - On-Demand Angebot KVB-Isi,

Gem. Änderungsantrag BV6 (SPD) 16.03.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 16.03.2023

Gem. Änderungsantrag (SPD BV6)

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Gem. Änderungsantrag (SPD BV6)

9289 Zeichen

CDU-Fraktion,SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Joshua Schlimgen (FDP) 
Gleichlautend 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Reinhard Zöllner 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/0523/2023 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 16.03.2023 
 
Änderungsantrag - On-Demand Angebot KVB-Isi, hier: Zwischenbericht und 
Empfehlungen (0486/2023) 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung zu setzen: 
 
Beschluss: 
Die auf Seite 6 und 7 dargelegten räumlichen und zeitlichen Erweiterungen zum On-
Demand-Angebot KVB-Isi im Bedienungsgebiet Nippes wie folgt anzupassen: 
Ersetze:  
Durch diese Erweiterung in den Stadtbezirken Nippes, Ehrenfeld und Innenstadt werden 
weitere Gebiete mit einer hohen Bevölkerungsdichte erschlossen (Teile der Neustadt-Nord, 
Neuehrenfeld, Riehl und Niehl), darin eingeschlossen sind das Seniorenzentrum Köln-Riehl, 
der Zoo und der Lentpark. 
Weiterhin wird vorgeschlagen, die Servicezeiten durch einen zeitlich versetzten Einsatz der 
Fahrzeuge in den Gebieten Porz und Nippes von aktuell 8 - 15 Uhr auf 8 - 18 Uhr zu 
verlängern und damit die Fahrmöglichkeiten für die Zielgruppe zu erweitern. Durch diese 
Staffelung können die Servicezeiten ohne den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge und Personal 
erweitert werden. 
Durch:   
Das Bedienungsgebiet Nord soll aufgrund der geringen Nachfrage nach Norden verschoben 
und erweitert werden (siehe Abbildung 1). Durch die Anpassung des Bedienungsgebietes 
werden viele schlecht angebundene Stadtteile im Kölner Norden erschlossen, als auch der 
Verknüpfungspunkt S-Bahn-Haltestelle Longerich, sowie die Endhaltestelle der 
Stadtbahnlinie 12 in Merkenich angebunden. Viele im Sommer hoch frequentierte Gebiete 
wie der Fühlinger See und die Rheinauen Langel oder die Rheinauen Niehl sind darin 
eingeschlossen.  
Weiterhin wird vorgeschlagen, die Servicezeiten durch einen zeitlich versetzten Einsatz der 
Fahrzeuge in den Gebieten Porz und Nord von aktuell 8 - 15 Uhr auf 8 - 20 Uhr zu 
verlängern und damit die Fahrmöglichkeiten für die Zielgruppe zu erweitern. Sollte in der 
Pilotphase diese Änderung nicht umsetzbar sein, bewirbt sich die Bezirksvertretung 
Chorweiler im Anschluss an die Pilotphase auf die Einbindung des Gebietes vom Bezirk

- 2 - 
Chorweiler in das On-Demand-Angebot KV-ISI und bekräftigt so ihren letzten Beschluss 
dazu. 
 
 
Abbildung 1: Bediengebiet Nord (Fühlingen, Heimersdorf, Lindweiler, Longerich, 
Mauenheim, Merkenich, Niehl, Seeberg und Weidenpesch) 
 
Begründung: 
Die Digitalisierung bietet mit den On-Demand-Verkehren und dem damit verbundenen Ride-
Pooling einen großen Mehrwert für die Einhaltung der Kölner Klimaziele und die verbesserte 
Erschließung vieler Veedel in den äußeren Bezirken. Damit auch in den aktuell schlecht 
angebundenen Gebieten Kölns Menschen vom motorisierten Individualverkehr auf den 
ÖPNV umsteigen, braucht es ein vielfältiges Angebot durch die Verknüpfung mehrerer 
nachhaltiger Verkehrsträger (z.B. Bus und Bahn, Carsharing, Leihräder, On-Demand usw.). 
Das Auto hat einen Flexibilitätsvorteil, der nur durch die Verknüpfung mehrerer nachhaltiger 
Verkehrsträger kompensiert werden kann. Erst wenn ein flexibles und stabiles Angebot 
vorhanden ist, steigen Menschen um.  
Diesen Mehrwert hat die Bezirksvertretung Chorweiler bereits Anfang 2020 (AN/0139/2020) 
erkannt und sich als einzige Bezirksvertretung für ein On-Demand Angebot im Stadtbezirk 
ausgesprochen. Allerdings ist der Bezirk bei der ersten Einrichtung von Bedienungsgebieten 
zu unserem Bedauern nicht berücksichtigt worden. Durch den Zwischenbericht besteht die

- 3 - 
Möglichkeit in diesem Jahr die Bedienungsgebiete anzupassen. Dass dies auch für den 
Stadtbezirk Chorweiler gilt, ist ausdrücklich im Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 
21. Sitzung des Verkehrsausschusses vom 07.03.2023 zum TOP 3.4 (Anlage 2) festgehalten 
worden. Im Protokoll wurde als Aussage von Herrn Höhn (Vertreter der KVB AG) 
festgehalten: „Die Aufnahme eines Gebietes in Chorweiler sei grundsätzlich möglich; dann 
müsse jedoch in der Tat ein anderes Gebiet aufgegeben werden“.  
Wir halten die Aufnahme eines Gebietes in Chorweiler für sinnvoll und schlagen deshalb vor 
das Bedienungsgebiet Nippes nach Norden zu verschieben und in Bedienungsgebiet Nord 
umzubenennen. Diese Änderung möchten wir im Folgenden mit verschiedenen 
Gesichtspunkten darlegen: 
 
I. Stärkung des Umweltverbundes 
Bei der Auswahl von Bedienungsgebieten für den On-Demand-Verkehr muss eine ganz 
grundlegende Frage beantwortet worden: Welchen Nutzen soll der On-Demand-Verkehr 
haben? Bei der ersten Auswahl des Bedienungsgebiets Nippes im Jahr 2020 und bei den 
vorgeschlagenen Erweiterungen des Bedienungsgebiets steht die Höhe der 
Bevölkerungsdichte im Fokus. Ein zentraler Aspekt war es möglichst viele Menschen mit 
dem Bedienungsgebiet zu erreichen und ihnen ein neues Mobilitätsangebot zur Verfügung 
zu stellen.  
Für uns steht ein anderer Aspekt im Fokus: Wir wollen den Umweltverbund stärken, indem 
wir den On-Demand-Verkehr dort fahren lassen, wo die Menschen sonst mit dem Auto 
unterwegs wären. Die Ergebnisse des Nacht-Shuttles erinnern an die Ergebnisse der 
Einführung des E-Scooters. Ein neuer Verkehrsträger, der dazu gedacht war den 
Umweltverbund zu stärken, hat fast ausschließlich Fahrten innerhalb des Umweltverbundes 
(vom ÖPNV oder dem Rad auf den E-Scooter) verlagert. Ähnlich ist es beim Nacht-Shuttle. 
Lediglich 2 % der Nutzer:innen hätten alternativ den motorisierten Individualverkehr genutzt. 
Es gab wegen des guten nächtlichen ÖPNV-Angebots in der Innenstadt keinen 
Verlagerungseffekt vom Auto zum On-Demand-Verkehr und damit zum Umweltverbund.  
Im angedachten erweiterten Bedienungsgebiet wird das ähnlich sein. Auch dort wären die 
Verlagerungseffekte innerhalb des Umweltverbundes groß. Eine wirkliche Stärkung des 
Umweltverbundes gibt es lediglich durch unseren Erweiterungsvorschlag, da viele Menschen 
in den dörflich geprägten Veedeln im Kölner Norden nicht auf ein gutes ÖPNV-Angebot 
zurückgreifen können und sonst ihre Wege mit dem Auto zurücklegen würden. Ein On-
Demand-Angebot würde viele Autofahrten reduzieren und den Umweltverbund in Köln 
stärken. 
 
II. Kurzfristige und kostengünstige Erschließung äußerer Bezirke  
Viele Menschen im Kölner Norden würden gerne auf ihr Auto verzichten, wenn sie ein 
besseres ÖPNV-Angebot hätten. Durch den systematischen Ausfall der S-Bahnen in den 
letzten Monaten und die Fahrplanreduzierungen bei der KVB, hat sich das Angebot 
allerdings zuletzt verschlechtert und nicht verbessert. Sowohl in der ÖPNV-Netzentwicklung 
2032 und in der ÖPNV-Netzentwicklung 2032+ sind keine Erweiterung der Stadtbahnlinien 
im Kölner Norden angedacht. Da können die Menschen noch mehrere Jahrzehnte auf neue 
Verbindungen warten. 
On-Demand-Fahrzeuge können deshalb eine kurzfristige und kostengünstige Alternative 
sein, um das Angebot im Kölner Norden schnell zu verbessern und den Menschen mehr 
Flexibilität im ÖPNV zu ermöglichen. Durch den On-Demand-Verkehr können außerdem 
wichtige Querverbindungen geschaffen werden, die aktuell nicht erschlossen sind (z.B. 
Langel - Fühlingen) und die Feinerschließung zahlreicher Wohngebiete kann deutlich 
verbessert werden. On-Demand-Verkehre machen zudem ökonomisch wegen des geringen 
Fahrgastaufkommens auf einigen Strecken deutlich mehr Sinn als ein großer Linienbus mit 
festen Routen und vorgegebenen Fahrplänen. 
 
III. Zukunftsfähigkeit von Isi 
Die Nachfrage im Bediengebiet Nippes mit lediglich durchschnittlich 10 Fahrten am Tag ist 
trotz der hohen Bevölkerungsdichte erschreckend gering. Die Menschen im Stadtteil Nippes 
haben wegen des gut ausgebauten ÖPNVs keinen Bedarf an einem On-Demand-Angebot.

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Da das Angebot aktuell ein Pilotprojekt ist und vor dem Ende des Pilotzeitraums evaluiert 
wird, ob das Angebot überhaupt weitergeführt wird, ist es wichtig die On-Demand-Fahrzeuge 
dort fahren zu lassen, wo überhaupt eine Nachfrage besteht. Diese ist in Stadtteilen mit guter 
ÖPNV-Erschließung deutlich geringer als in Stadtteilen mit schlechter ÖPNV-Erschließung, 
auch wenn diese Stadtteile teilweise viel kleiner sind. Die On-Demand-Fahrzeuge müssen 
jetzt in Gebieten mit erhöhter Nachfrage fahren, um die Pilotphase erfolgreich abzuschließen 
und das Angebot im kommenden Jahr langfristig für die Stärkung des Kölner 
Umweltverbundes zu sichern. 
 
Wir sehen einen großen Mehrwert in den On-Demand-Verkehren und möchten dem Angebot 
durch unseren Vorschlag zum Erfolg verhelfen, damit der Umweltverbund gestärkt, die 
äußeren Bezirke kurzfristig und kostengünstig erschlossen werden und Isi uns in der Zukunft 
für nachhaltige Mobilität in Köln erhalten bleibt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
CDU-Fraktion                                    SPD-Fraktion 
 
Norbert Schott                                  Inan Gökpinar 
Fraktionsvorsitzender                      Fraktionsvorsitzender 
 
 
Fraktion Bündnis90/Die Grünen      Joshua Schlimgen 
 
Wolfgang Kleinjans                           FDP- Bezirksvertrerter  
Fraktionsvorsitzender

Beratungsverlauf (1)

16.03.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/0523/2023
Typ
Gem. Änderungsantrag BV6 (SPD)
Datum
16.03.2023
Erstellt
16.03.2023 17:04