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AN/1868/2017

Projekt "Digitale Rekonstruktion der Kölner Fragmente"

AfD Antrag nach § 3 07.12.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 19.12.2017, TOP 3.1.2

AfD Antrag nach § 3

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AfD Antrag nach § 3

3972 Zeichen

An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln 
 
 
Haus Neuerburg 
Gülichplatz 1 – 3  
50667 Köln 
 
Stephan Boyens 
Zimmer 320 
 
Tel: +49 (221) 221-25396 
 
stephan.boyens@stadt-
koeln.de 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 07.12.2017 
AN/1868/2017 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 19.12.2017 
 
Projekt "Digitale Rekonstruktion der Kölner Fragmente" 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Damen und Herren, 
 
die Fraktion der Alternative für Deutschland bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung 
der kommenden Ratssitzung aufzunehmen: 
 
 
 
Beschluss: 
 
Die Verwaltung der Stadt Köln wird gebeten zu prüfen, ob das Historische Archiv (HA) im 
Rahmen einer Veranstaltungsreihe eine öffentliche und anschauliche Präsentation des 
Projekts “Digitale Rekonstruktion der Kölner Fragmente“ anbieten kann.  Als organisatorische 
Rahmen für solche Präsentationen (ein- bis zweistündige Vorführungen) kämen nach 
unserer Einschätzung Veranstaltungen wie die "Museumsnacht Köln" oder ein “Tag des 
offenen Denkmals“ in Frage. 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Schäden, die durch den Einsturz des Stadtarchivs auf den verschiedensten Gebieten 
entstanden sind, werden nie vollständig zu beheben sein. 
 
In den letzten Jahren sind aber Hoffnungen aufgekommen, dass ein größerer Teil der nicht 
gänzlich zerstörten Dokumente wieder soweit aufbereitet werden kann, um sie  im Sinne der 
ursprünglichen Intentionen wieder nutzen zu können.       
 
In verschiedenen Berichten, die u. a. dem Rat der Stadt Köln vorgelegt wurden (Nr.

- 2 - 
 
1724/2012 und 2554/2016) und Papieren der Firma MusterFabrik Berlin, wird das 
Forschungsprojekt "Digitale Rekonstruktion der Kölner Fragmente (DRKF)" beschrieben. Die 
Berichte vermitteln den Eindruck eines hoch innovativen, faszinierenden Systems, das zu 
den o. g. Hoffnungen Anlass gibt. Nach Abschluss des eigentlichen Forschungsprojekts 
sollten sich die Arbeiten in diesem Jahr im Stadium des sog. "Wirkbetriebs" befinden (cf. das 
Papier der MusterFabrik Berlin, vorgelegt zur Ratssitzung vom 22. 9. 2016).   
 
Anschauliche und einem breiten Publikum leicht verständliche Vorführungen wären geeignet, 
einen Eindruck vom Umfang der Schäden in rein materieller und wissenschaftlicher Hinsicht 
(ca. zwei Millionen Fragmente sollen zu bearbeiten sein) und damit von der Größe und der 
Schwierigkeit der Restaurierungsaufgabe zu vermitteln. Dies würde u. A. die enormen 
Kosten des Projekts und die Langwierigkeit der erforderlichen Arbeiten verständlicher 
machen. 
 
Auf der anderen Seite würde aber die Demonstration des Rekonstruktionssystems  
Möglichkeiten aufzeigen, wie trotz der enormen Schäden ein beträchtlicher Teil des 
Archivmaterials noch zu retten oder wenigstens soweit aufzubereiten ist, dass es in der 
Zukunft noch sinnvoll genutzt werden kann.  Gerade die o. g. Berichte zeigen Chancen auf, 
von denen man unmittelbar nach der Katastrophe keine konkreten Vorstellungen hatte.   
 
Nicht zuletzt könnten gegenüber einem überregionalen, fachlich interessierten Publikum die 
Leistungsfähigkeit und die Einsatzmöglichkeiten des erarbeiteten Systems in anderen 
Zusammenhängen dokumentiert werden. 
 
Die AfD-Fraktion hält es für wichtig, dass die Stadt die Leistung, die mit der Entwicklung des 
Systems erbracht wurde, bereits jetzt der Öffentlichkeit vorstellt. Der Archiveinsturz und die 
Versuche zu seiner Bewältigung sind eines der deprimierendsten Kapitel der jüngsten 
Stadtgeschichte. Die in den letzten Monaten wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit 
getretenen juristischen Auseinandersetzungen haben diesen Eindruck wieder bestätigt.  
Spektakuläre Wendungen zum Besseren sind für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Daher 
sollten gerade jetzt dem öffentlichen Bewusstsein die noch bestehende Hoffnung auf 
Möglichkeiten einer Schadensbegrenzung nahe gebracht werden.     
 
 
 
gez: Wilhelm Geraedts 
(Fraktionsgeschäftsführer)

Beratungsverlauf (1)

19.12.2017 Rat
TOP 3.1.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: endgültig zurückgezogen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Gülichplatz 1

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Details

Aktenzeichen
AN/1868/2017
Typ
AfD Antrag nach § 3
Datum
07.12.2017
Erstellt
07.12.2017 11:14