2789/2022
"Neue Kampagne für friedliche Fussballfeste - ein Reinfall?" - Beantwortung der Anfrage AN/1482/2022
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/I-3 Vorlagen-Nummer 26.08.2022 2789/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 29.08.2022 "Neue Kampagne für friedliche Fussballfeste - ein Reinfall?" - Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion (AN/1482/2022) Zur Anfrage „Neue Kampagne für friedliche Fußballfeste – ein Reinfall?“ der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 1. Was wurde aus der Kampagne „Wir freuen uns auf friedliche Fußballfeste in Köln“? Die Kampagne „Wir freuen uns auf friedliche Fußballfeste in Köln“ wurde durchgeführt. 2. Wieso wurden weder der 1. FC Köln noch das Fanprojekt in den Entstehungsprozess der Kampagne einbezogen? Die Fanvertreter sowie der 1. FC Köln, Viktoria Köln und Fortuna Köln wurden von Beginn an in den Entstehungsprozess der Kampagne eingebunden. Es gab mehrere gemeinsame Konferenzen. Der 1.FC Köln, Viktoria Köln und Fortuna Köln haben sich dazu entschieden, nicht an der Kampagne teil- zunehmen. 3. Wie unterstützt die Stadt das Kölner Fanprojekt und den 1. FC Köln bei deren Präventionsar- beit gegen Gewalt und Diskriminierung? Das Kölner Fanprojekt wird durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit 65.000 Euro in 2022 gefördert. Weiterhin findet zweimal im Jahr eine Beiratssitzung statt, an der die Fachstelle Gewaltprä- vention und die Bezirksjugendpflege für die Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung teil- nehmen. Bei Bedarf wird das Fanprojekt fachpädagogisch durch die zuständige Jugendpflege beglei- tet. Darüber hinaus unterstützt die Stadt niederschwellige Sportangebote wie „Poldis Straßenkicker“ oder das „Mitternachtssportangebot“. 4. Gibt es Schulungen beim Ordnungsamt zum Thema Fankultur? Der Ordnungsdienst hat in Zusammenhang mit dem Projekt „Zielbild 2020“ in den letzten Jahren ein eigenes Schulungs- und Wissenszentrum etabliert. Hier werden neue Mitarbeitende sowie das Be- standspersonal umfangreich (rechtlich, kommunikativ und einsatztaktisch) auf ihren Einsatz vorberei- tet. Zu den verpflichtenden Einheiten gehören insbesondere Kommunikations- und Wahrnehmungs- schulungen, die die Mitarbeitenden auf die unterschiedlichsten Situationen im Dienstalltag oder den Umgang mit Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten und Herkunft einstellen. 2 Sowohl für neue Mitarbeitende als auch das Bestandspersonal existiert darüber hinaus eine ver- pflichtende Seminarreihe „Konfliktprävention und Deeskalation“, die regelmäßig aufgefrischt wird. Weitere jährliche Schulungen von Experten zu unterschiedlichen Modulen sind beispielsweise „Dees- kalation und Einsatztaktik“, „einsatzorientierte Eingriffstechniken“ und „interkulturelle Kompetenzen“. 5. Welche Grundlage hat die Annahme der Verwaltung, dass Fangesänge außerhalb des Sta- dions sanktionierbar seien? Zugegebenermaßen hat die verkürzte Aussage auf dem Plakat den Eindruck erweckt, als hätte die Stadt Köln pauschal etwas gegen Fangesänge außerhalb von Stadien. Dem ist jedoch nicht so. Ganz im Gegenteil, begrüßt und freut sich die Stadt Köln über friedlich und respektvoll gelebte Fankultur inklusive Fangesänge. Fangesänge sind selbstverständlich auch außerhalb des Stadions erlaubt. Bei etwaigen Ruhestörun- gen durch Fangesänge agieren Polizei und Ordnungsdienst der Stadt Köln den Fans gegenüber sen- sibel und verständnisvoll. Sofern die Ruhestörungen allerdings Ausmaße annehmen, die in erhebli- cher Weise Anwohnende, Gewerbetreibende oder andere stören – etwa in der Nachtruhe oder durch Verstärker – vermitteln die Behörden in diesem Interessenskonflikt. Das Statement zielte insbesondere auf gegenseitige Rücksichtnahme ab. Diese gilt natürlich nicht nur für Fußballfans, sondern auch für alle anderen Menschen in Köln. Insofern war das Statement als Bitte an alle zu verstehen, aufeinander zu achten und ein gutes, faires Miteinander zu fördern. Gez, Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2789/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 26.08.2022
- Erstellt
- 25.08.2022 10:47