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JHA/040/2025

Verwendung von Mitteln zum Thema „Extremismus erkennen – Demokratiekompetenz stärken (JHA/076/2024)"

Beschlussvorlage 22.05.2025

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 18.06.2025, TOP 7.1

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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JHA/040/2025 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich   
Beschlussvorlage 
Betrifft: 
Verwendung von Mitteln zum Thema „Extremismus erkennen – 
Demokratiekompetenz stärken (JHA/076/2024)" 
Fachbereich: 
51 - Amt für Soziales und Jugend / Jugend     
 
Dezernentin / Dezernent: 
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche      
 
Beratungsfolge: 
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität 
Jugendhilfeausschuss 18.06.2025 Entscheidung 
 
Beschlussdarstellung: 
Der Jugendhilfeausschuss beschließt die Förderung der Projekte „Demokratie leben! 
In Düsseldorf“, „Erinnerungsort Alter Schlachthof“, 
„Mobiler Lernort Demokratie des Düsseldorfer Jugendrings“ sowie die 
Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation zu den Projekten mit jährlichen Mittel in Höhe 
von 110.000 EUR (2025), 190.000 EUR (2026) und 200.000 EUR (2027). 
 
 
Sachdarstellung: 
Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 13.11.2024 (JHA/076/2024) die 
Verwaltung beauftragt: 
 
 die vorhandenen Maßnahmen und Unterstützungsangebote in den Bereichen der 
politischen Bildung, Demokratiebildung, Extremismus- und Antisemitismus 
Prävention und Medienkompetenz im politischen Kontext zu erfassen und 
hinsichtlich ihrer Wirksamkeit insbesondere für Kinder und Jugendliche im Alter 
von sechs bis 21 Jahren zu bewerten;  
 bestehende Projekte in den oben genannten Bereichen sollen erweitert werden 
und neue Projekte gefördert werden;  
 Für die Förderung bestehender und neuer Projekte sollen Haushaltsmittel in Höhe 
von 150.000 Euro in das Produkt 3636201, Konto 53180000 für 2025 eingestellt 
werden und in den Folgejahren 150.000 (2026) und 200.000 Euro (2027);  
 dem Jugendhilfeausschuss im ersten Halbjahr 2025 einen Vorschlag zu 
unterbreiten, welche Projekte gefördert werden sollen.

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Vorhandene Maßnahmen und Unterstützungsangebote 
Die Angebote und Maßnahmen in der politischen Bildung, Demokratiebildung, 
Extremismus- und Antisemitismusprävention sowie im Bereich der Medienkompetenz 
im politischen Kontext sind breit gefächert und von großer Vielfalt - sowohl inhaltlich 
als auch auf Trägerseite - geprägt. Dieses vielfältige und mit einer hohen Reichweite 
versehene Angebot gilt es aufrechtzuerhalten, zu stärken und fortzuschreiben. Um 
möglichst viele, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, ist es sinnvoll, an 
bestehende erfolgreiche Projekte anzuknüpfen und vorhandene Strukturen weiter 
auszubauen. 
Seit 2016 dient der Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem Campus der 
Hochschule Düsseldorf (HSD) als Ort des Gedenkens, der Forschung und Bildung. 
Hier werden historische und biografische Zugänge genutzt, um die Geschichte und 
Bedeutung des Ortes zu erarbeiten und Kontinuitäten von Antisemitismus, Rassismus 
und rechter Gewalt zu thematisieren. 
 
Seit Sommer 2023 gibt es ein vom Jugendhilfeausschuss finanziertes politisches 
Bildungsformat für junge Menschen am „Alten Schlachthof“. Studierende der 
Sozialen Arbeit, Kindheitspädagogik und Sozialpädagogik wurden in das Projekt 
einbezogen und haben angefangen, Module und Fragestellungen für Bildungsformate 
zum Thema Demokratie und Menschenrechte für die Zielgruppe „junge Erwachsene 
und Jugendliche“ zu entwickeln. Zudem wurden Angebote für Sozialarbeiter:innen, 
Pädagog:innen, Erzieher:innen entwickelt, die diese in der Arbeit mit jungen 
Erwachsenen und Jugendlichen umsetzen.  
Das Bildungsformat qualifiziert die Studierenden in den Bereichen Demokratiebildung 
und Erinnerungsarbeit für die berufliche Praxis. Die Bildungsarbeit richtet sich an 
Studierende, Schülerinnen, Jugendliche, junge Erwachsene sowie Bildnerinnen und 
Multiplikator*innen aus Düsseldorf. Sie umfasst Rundgänge, Workshops, Seminare, 
offene Veranstaltungen und Fortbildungen. 
Von Oktober 2023 bis November 2024 nahmen etwa 395 Personen an den 
verschiedenen Bildungsangeboten teil.  
 
Seit 2022 existiert die Fachstelle für Demokratiebildung und Erinnerungsarbeit 
beim Jugendring und unterstützt Jugendverbände und deren Mitglieder. Sie 
motiviert junge Menschen, sich aktiv an der Erinnerungskultur zu beteiligen und für 
Demokratie und Toleranz einzusetzen. Jugendliche sammeln durch ihr Engagement 
Demokratieerfahrungen. Der Jugendring Düsseldorf legt einen Schwerpunkt auf 
historisch-politische Bildungsarbeit, um Jugendliche zu einem kritischen Blick auf die 
Gegenwart zu ermutigen. 
 
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen 
Akteuren erneuert oder neu geknüpft. Wichtige Veranstaltungen und Projekte waren: 
 
 „Mitmachen oder Widerstehen?!“: Workshops und ein Besuch der NS-
Ordensburg Vogelsang zur Auseinandersetzung mit NS-Täter*innenschaft. 
 Erinnern mit Zweitzeug*innen: Ein Online-Workshop zur Geschichte von 
Erna de Vries, vermittelt durch Zweitzeugen e. V. 
 Kino gegen Verschwörungserzählungen: Vorführung des Films „Die 
Känguru-Verschwörung“ und Diskussion über Verschwörungstheorien. 
 Antikriegstag: Diskussionen über Krieg und Frieden. 
 Demokratie Festival: Workshops und Diskussionen zu Demokratie und 
Engagement. 
 Gedenkstättenbesuche: Besuche in Buchenwald und Teilnahme an 
Gedenkveranstaltungen.

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 Film- und Ausstellungsbesuche: Vorführungen und Ausstellungen zur NS-
Zeit und aktuellen Themen. 
 Besuch des Erinnerungsortes „Alter Schlachthof“ 
 Fahrt in die Gedenkstätte nach Buchenwald mit den Düsseldorfer 
Falken 
Im Jahr 2024 hat die Fachstelle neben ihrer historisch-politischen Bildungsarbeit 
intensiv an der Kampagne des Jugendrings zur Europawahl mitgewirkt. Angesichts 
zunehmender antidemokratischer und rechtspopulistischer Tendenzen lag der Fokus 
auf der Förderung demokratischer Haltungen und Positionierungen. 
 
Der Jugendring organisierte verschiedene Formate wie Vernetzungstreffen, Fachtage 
und Workshoptage, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und den 
Austausch sowie die Weiterbildung zu fördern. 
Bestehende und neue Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren wurden 
aufgefrischt oder neu geknüpft.  
 
Das neue Format „Europa-Café“ diente der Netzwerkarbeit mit verschiedenen 
zivilgesellschaftlichen Akteuren.Diese Aktivitäten fördern das politische Bewusstsein 
und die aktive Beteiligung junger Menschen an der Gesellschaft. 
 
Anfang 2024 des Jahres hat die Fachstelle Demokratische Jugendbildung zusammen 
mit SJD – Die Falken Düsseldorf ein besonderes Angebot ins Haus der Jugend geholt. 
Zwei Wochen lang lud das von SABRA entwickelte Escape Game „Fixing The Boat – 
Finding Identity“ dazu ein, als Gruppe zusammenzuarbeiten, knifflige Rätsel zu lösen 
und gemeinsam eine wichtige Aufgabe zu meistern. Auf spielerische Art kamen dabei 
insgesamt über 150 Personen aus unterschiedlichen Gruppen – 
Jugendverbandler*innen, Fachkräfte, junge Menschen aus der Jugendberufshilfe, 
Schüler*innen und Freund*innengruppen – mit jüdischer Identität jenseits von 
Klischees und einer Reduzierung auf die Shoah, Israel oder Antisemitismus in 
Kontakt. 
 
Jedes Spiel beinhaltete eine abschließende Reflexion, bei der vertiefend auf das 
Gruppenerlebnis und die im Escape Room angeschnittenen Themen eingegangen 
werden konnte. Einige Gruppen verbanden das Spiel mit einem Besuch des 
nahegelegenen Erinnerungsorts Alter Schlachthof, was eine vertiefende Betrachtung 
von Themen wie Kindertransporte oder jüdische Diaspora ermöglichte.  
 
Die Düsseldorfer Jugendverbände haben in den letzten Jahren unterschiedliche 
Angebote und Projekte sich in der demokratischen Jugendbildung durchgeführt. Sie 
haben Jugendkultur und politische Bildung wie z.B. FCK AfD-Festival miteinander 
verbunden, haben in Kino-Abenden sich mit weiteren Phänomen wie zum Beispiel mit 
der „Neonazi-Rockszene“ sich auseinandergesetzt oder bieten antifaschistische 
Radtouren zu Orten der nationalsozialistischen Vergangenheit in Düsseldorf an. 
 
Das Projekt „Demokratie Leben! in Düsseldorf“ (als Teil des Bundesprogramms 
des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend) seit 2015 eine Vielzahl 
von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen, deren Eltern, Familien, 
Bezugspersonen und Sorgeberechtigten. - sprich einen großen Teil der 
Stadtgesellschaft. Berücksichtigt und unterstützt werden Projekte von freien Trägern, 
Vereinen, Migrant*innenselbstorganisationen, Einrichtungen und Institutionen in der 
gesamten Kommune.  
 
Die Bedürfnisse und Perspektiven der unterschiedlichen Zielgruppen werden 
angemessen berücksichtigt, sodass die Evaluation der Angebote erfolgreiche Wirkung 
zeigt. Themenschwerpunkte orientieren sich flexibel und bedarfsgerecht an aktuellen 
Entwicklungen und greifen unterjährig entstehende Bedarfe auf. Im Vordergrund der

Seite 4 
Angebote stehen dabei immer die Kernziele von „Demokratie leben!“: 
Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung und Extremismusprävention. 
 
In 2024 wurden in diesem Zusammenhang diverse Maßnahmen, Angebote und 
Projekte, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Demokratie 
leben! in Düsseldorf erfolgreich umgesetzt. Beispielsweise haben Workshops zu den 
Themen Hass im digitalen Raum, Umgang mit sozialer Ausgrenzung und Mobbing 
sowie Workshoptage für Kinder zum Thema Demokratie stattgefunden. Zudem 
wurden Demokratieprojekte sowie Projekte zur Erinnerung an die DDR und den 
Nationalsozialismus in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen durchgeführt und ein 
„Judeica-Koffer“ (Kunstwerke, religiöse Objekte oder Alltagsgegenstände, die eine 
bedeutende Rolle im jüdischen Leben und in der jüdischen Kultur spielen) für 
Grundschulen konzipiert.  
 
Durch diese Projekte konnten eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen in 
Düsseldorf für die Themen Demokratie, Vielfalt, Antisemitismus und Rassismus 
sensibilisiert, in ihren eigenen Erfahrungen aufgefangen und für ihr Leben in der 
(medialen-) Gesellschaft gestärkt werden. Im Rahmen eines weiteren Projektes zur 
politischen Bildung wurde „Utopia“ entwickelt, ein Ferienprojekt, in dem Kinder und 
Jugendliche die Möglichkeit hatten, ihre eigene Demokratie aufzubauen und zu 
gestalten. Dadurch konnten Grundpfeiler und Grundsätze der Demokratie vermittelt 
und die Teilnehmenden empowert werden. In einem Schulprojekt wurde zudem mit 
Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit einem Düsseldorfer Künstler eine 
Soundbox gebaut und gestaltet. Diese nimmt Statements, Kommentare, Wünsche 
und Stimmen zu individuellen Fragestellungen auf. Die Soundbox wird im Rahmen 
von diversen Veranstaltungen von und mit „Demokratie leben! in Düsseldorf“ 
präsentiert und genutzt und hat eine nachhaltige Wirkung. Im Rahmen von 
Demokratie leben! wurden zudem unterschiedliche Fortbildungsangebote für 
pädagogische Fachkräfte, beispielsweise im Rahmen der Streitkulturwochen, 
realisiert.   
 
Insgesamt konnten durch geförderte Projekte von „Demokratie leben! in Düsseldorf“ 
im Jahr 2024 mindestens 500 Fachkräfte, Multiplikator*innen und Menschen der 
Zivilgesellschaft sowie mindestens 475 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
angesprochen und erreicht werden. Zudem wurden Projekte, von jungen Menschen 
für junge Menschen, im Wert von ca. 8.000 EUR durch den Jugendfond umgesetzt. 
Mit der Beteiligung an Festen und Veranstaltungen wie z.B. dem Weltkindertag und 
dem Sound of Europe Festival wurde das Programm sichtbarer gemacht und 
erreichte zusätzlich ca. 1.000 Personen.  
Zudem findet eine Vernetzung und Kooperation der Programme „Demokratie Lernen“ 
und „Demokratie leben!“ statt, wodurch Synergien gebündelt und gemeinsame 
Projekte realisiert werden können. Das Programm „Demokratie Lernen“ setzt im 
Rahmen der politischen Bildung Workshops, Aktionen und Planspiele an Düsseldorfer 
Schulen und Weiterbildungseinrichtungen um und unterstützt diese somit bei der 
inhaltlichen Umsetzung politischer Bildung.  
Bestehende und neue Projekte 
Aufgrund der erfolgreichen Arbeit schlägt die Verwaltung daher vor, den „Aktions- 
und Initiativfond“ (Weiterleitungsfond) des bestehenden Programms „Demokratie 
leben! Düsseldorf“ finanziell auszubauen, um weitere Projekte im Stadtgebiet zu 
unterstützen - zumal die für 2025 eingegangenen Projektanträge für Demokratie 
Leben! einen deutlichen Mehrbedarf an Mitteln zur Stärkung der Demokratie zeigen, 
so dass die zusätzlichen Haushaltsmittel sinnvoll eingesetzt werden könnten.  
 
Aus diesem Topf sollen insbesondere Projekte für Kinder, Jugendliche und junge 
Erwachsene mit den Schwerpunkten Demokratieförderung, Rassismusprävention, 
Vielfaltsgestaltung, Extremismusprävention und Antisemitismus gefördert werden.

Seite 5 
Um eine möglichst gute Vergabetransparenz zu erzielen, sollte das Geld analog zu 
den derzeitigen Projekten per Antrag – in Absprache mit dem Begleitausschuss von 
Demokratie leben! in Düsseldorf (ein multiprofessionelles und 
institutionsübergreifendes Team, welches inhaltlich und organisatorisch begleitet) 
vergeben werden. Damit könnte die gesamte Kommune von der Umsetzung gezielter 
Projekte zu den oben genannten Themenschwerpunkten profitieren. Die Antrags- 
und Vergabepraxis wird so niedrigschwellig wie möglich erfolgen und auch 
Privatpersonen und vor allem (nichtorganisierten) Jugendlichen die Möglichkeit 
bieten, Projekte möglichst unbürokratisch umsetzen zu können. Als Förderhöhe sind 
4.000 EUR pro Antrag vorgesehen. Zudem ist neben der Beantragung in einem 
vorgeschriebenen Antragszeitraum auch die Möglichkeit der Antragsstellung im Laufe 
des jeweiligen Kalenderjahres vorgesehen. 
Dadurch wird die Trägerlandschaft in Düsseldorf gestärkt; kleine Einrichtungen und 
Vereine können gezielt und mit einer hohen fachlichen Expertise unterstützt und 
begleitet werden.  
Ein neues Projekt stellt zudem der mobile Lernort Demokratie des Düsseldorfer 
Jugendrings dar, mit einem Schwerpunkt auf mobile Angebote in 
Jugendfreizeiteinrichtungen und Verbänden und ggf. auch an Schulen.   
Der Jugendring Düsseldorf als Ort der Demokratiebildung 
Jugendverbände sind „Werkstätten der Demokratie“: Hier erleben Kinder und 
Jugendliche demokratische Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen und lernen, wie 
Partizipation und gemeinschaftliche Selbstorganisation funktionieren. Als 
Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer Jugendverbände ist Demokratiebildung daher 
ein zentrales Anliegen des Jugendrings Düsseldorf. Junge Menschen sollen in ihrem 
gesellschaftlichen und politischen Engagement gestärkt und durch Gremienarbeit in 
politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Neben Ehrenamtlichen aus 
Jugendverbänden richtet sich der Jugendring mit seiner Arbeit auch allgemein an 
junge Menschen in Düsseldorf. Als Interessensvertretung setzt er sich für die 
Belange junger Menschen in der Kommune ein und fördert den Austausch zwischen 
jungen Düsseldorfer*innen und der Kommunalpolitik.  
Junge Menschen spüren, dass Rechtsextremismus, strukturelle Diskriminierung und 
demokratiefeindliche Einstellungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedrohen. 
So gehören Diskriminierung und Ausgrenzung zur Erfahrungswelt vieler Jugendlicher. 
Gleichzeitig gewinnen rechtsextreme und rassistische Ansichten auch unter 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunehmend an Bedeutung. Für junge 
Menschen ist der digitale Raum fester Bestandteil ihrer Lebenswelt. Social Media wird 
dabei auch als Informationsquelle genutzt und aufgrund der Desinformationen auch 
kritisch betrachtet.  
„Lernort Demokratie“ – Mobil und im Haus der Jugend 
Zur Bereicherung und Ergänzung des außerschulischen Bildungsangebots in 
Düsseldorf möchte der Jugendring einen „Lernort Demokratie“ im Haus der Jugend 
aufbauen. Das Lernen am außerschulischen Ort bietet insbesondere Vorteile für die 
Beschäftigung mit Themen der demokratischen Bildung: Sowohl räumlich als auch 
personell losgelöst von schulischen Rahmenbedingungen ist es für junge Menschen 
einfacher eigene Haltungen zu reflektieren, sich auch zu kontroversen Themen 
auszutauschen und Demokratie praktisch zu erleben. Lernende sollen eine aktive 
Rolle in der Umgebung „Lernort“ einnehmen und zur aktiven Mitgestaltung des 
„Lernorts“ im engeren und der Demokratie im weiteren Sinne angeregt werden. 
Durch partizipative Methoden sollen junge Menschen sich ihrer demokratischen 
Handlungsmacht bewusst werden und zur aktiven Mitgestaltung der Demokratie 
angeregt werden. Zentral ist für den „Lernort“ auch das Zusammendenken von 
demokratischer Bildung und Medienbildung – beide sind untrennbar miteinander 
verbunden. Denn demokratische Aushandlungsprozesse finden auch online statt und 
unsere Lebenswelt (insb. die von jungen Menschen) lässt sich nicht mehr in „analog“ 
und „digital“ trennen.

Seite 6 
Zielgruppe und Ziele des Lernorts 
Grundlegende Zielsetzung ist die Herausbildung von Werten, sozialen Fähigkeiten 
und einem fundierten Bewusstsein für die eigene Rolle in der Demokratie. Denn 
außerschulische Lernorte erschaffen Dialogräume, eröffnen unterschiedliche 
Perspektiven, regen zur Reflexion über eigene Handlungsmöglichkeiten an und bieten 
Raum für kritische Diskussionen, Fehler und Korrekturen – jeweils essenzielle 
Aspekte der Demokratiebildung. Die Angebote des Lernorts richten sich an 
Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Als Zielgruppe spricht er 
Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendgruppen aus Jugendverbänden, 
Jugendorganisationen sowie Schulklassen unterschiedlicher Schulformen an. Der 
Lernort soll mobil in den Jugendeinrichtungen vor Ort Workshops und Seminare etc. 
anbieten und Schulen sollen in den „Lernort für Demokratie“ im Haus der Jugend 
kommen, um außerschulische Lernerfahrungen zu ermöglichen.  
Der Lernort verfolgt folgende Zielsetzungen: 
 Förderung des Verständnisses für demokratische Prozesse sowie ihrer 
Bedeutung für die Gesellschaft 
 Stärkung der politischen Bildung und des kritischen Denkens 
 Entwicklung von Fähigkeiten zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft 
 Förderung von Toleranz und Respekt im Umgang mit unterschiedlichen 
Meinungen 
 Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und der sozialen Verantwortung 
 Sensibilisierung für die Gefahren von Extremismus und die Vermittlung von 
Strategien, um extremistische Ideologien zu erkennen und ihnen 
entgegenzutreten  
 Entwicklung von Handlungsstrategien zur Deeskalation von Konflikten 
Sensibilisierung für den Einfluss und die Wirkung von Medien auf das demokratische 
Zusammenleben und Vermittlung Medienkompetenz sowie einen kritischen Umgang 
mit der Nutzung von (sozialen) Medien 
Formate und Methodik 
1. Edu-LARP 
Zentrales Element soll ein partizipativ entwickeltes sogenanntes Edu-LARP sein. Das 
Edu-LARP wird gemeinsam mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und „epic 
education“ entwickelt. Das Angebot kann nach Absprache vor Ort in Einrichtungen, 
Gruppenräumen bei den Verbänden angeboten werden.  
Ein Edu-LARP (Educational Live Action Role-Playing) ist eine pädagogische Methode, 
bei der Teilnehmende in eine fiktive Welt eintauchen und durch Rollenspiele lernen. 
Diese Methode nutzt Elemente der klassischen Bildungsarbeit mit interaktiven und 
immersiven Rollenspielen, um Wissen und soziale Fähigkeiten zu vermitteln. 
 
2. Modulbaukasten 
Für den Lernort werden eigene Workshopmodule entwickelt, dabei sind zu Beginn 
drei bis vier verschiedene Module geplant. 
Im 2. Halbjahr 2025 soll mithilfe von Trainer*innen für die Jugendeinrichtungen und 
Verbände verschiedene kostenlose vor Ort Workshops zu den Themen 
Antisemitismus, Rassismus, Diversität, Antiziganismus, (Post)-Kolonialismus und 
anderen politischen Themen angeboten werden. Die Einrichtungen und Verbände 
sowie Schulklassen können hierfür über den „Lernort Demokratie“ in Haus der 
Jugend Trainer*innen buchen. Der Modulbaukasten wird ab dem Sommer entwickelt 
und dann ab Schuljahrbeginn im September abrufbar sein. Die Inhalte der 
genannten Workshops werden zielgruppengerecht aufbereitet, betitelt und 
beworben. 
3. Demokratie-Hub 
Ein dritter Baustein innerhalb des Lernortes Demokratie soll dann im 4. Quartal 
pulsierenden Demokratie-Hub und ein Pop-Up-Jugendzentrum mitten in Düsseldorf 
sein! Hier wird Politik für junge Menschen greifbar und Jugendpartizipation gelebt –

Seite 7 
genau zur richtigen Zeit nach der Kommunalwahl. Von Diskussionsrunden über 
kreative Schreibwerkstätten, Poetry-Slam Workshops oder Rap-Workshops bis hin zu 
Ausstellungen sollen in dem Hub möglich sein– hier soll Demokratie zum Erlebnis 
werden. 
4. Ausbildung von Demokratie-Trainer*innen 
Ein wesentlicher Bestandteil des „Lernorts Demokratie“ ist eine Schulungsreihe ab 
2027, in der junge Düsseldorfer*innen im Alter von 16 bis 27 Jahren zu 
„Demokratietrainer*innen“ ausgebildet werden. Diese Ausbildung kann sowohl im 
Haus der Jugend als auch in Jugendfreizeiteinrichtungen angeboten werden. So 
werden nicht nur junge Menschen im Alter von 14-21 Jahren als Workshop-
Teilnehmer*innen, sondern auch 16-27-Jährige als „Demokratietrainer*innen“ aktiv 
an der Gestaltung und Umsetzung des „Lernorts“ und seiner Angebote beteiligt. Die 
Schulung von „Demokratietrainer*innen“ wirkt demnach in zwei Richtungen:   
1. Durch die Ausbildung als Multiplikator*innen, können sich die jungen 
Menschen persönlich weiterbilden und zur Stärkung der Demokratiebildung in 
ihrem Umfeld (Schule, Beruf, Ehrenamt, etc.) beitragen. Nicht zuletzt erfahren 
die Trainer*innen dadurch Selbstwirksamkeit im demokratischen Kontext und 
können diese auch authentisch vermitteln. 
2. Die Verknüpfung von „Demokratietrainer*innen“-Ausbildung und Lernort 
ermöglicht auf der anderen Seite, ein starkes Team aus 
Projektmitarbeitenden, die noch nahe an der Zielgruppe sind, aufzubauen. 
Durch den Peer-to-Peer-Ansatz in den Workshops wird der Zugang zur 
Workshopleitung und damit auch zu den Fragestellungen und 
Diskussionsanlässen der Demokratiebildung niedrigschwelliger. 
 
Überdies soll eine evidenzbasierte Situations- und Ressourcenanalyse erfolgen, 
die zum einen Bestandteil des Bundesprogramms ist, aber auch als wertvolle 
Grundlage für die Planung weiterer demokratiefördernder Projekte genutzt werden 
kann. Umgesetzt wird diese Analyse in Zusammenarbeit mit dem SO.CON - Institut 
(Social Concepts/ Fachbereich Sozialwesen) der Hochschule Niederrhein. Eine solch 
evidenzbasierte Evaluation bietet aufgrund der Analyse durch externe Akteure einen 
unabhängigen Blick auf die kommunalen Herausforderungen und Handlungsbedarfe 
und greift damit den Wunsch nach einer Wirksamkeitskontrolle auf und könnte auch 
in den kommenden Jahren um eine Wirksamkeitsanalyse der bestehenden Projekte 
erweitert werden.   
 
Den finanziellen Ausbau bestehender und neuer Strukturen – wie zuvor erläutert – 
schlägt das Amt für Soziales und Jugend wie folgt vor:  
 
 2025 2026 2027 
Demokratie leben! In 
Düsseldorf 
 
25.000 € 50.000 € 50.000 € 
Erinnerungsort Alter 
Schlachthof Düsseldorf 
 
- 50.000 € 50.000 € 
Jugendring – mobiler Lernort 
Demokratie 
70.000 € 
(Übertrag von 
2025 in 2026: 
40.000 €) 
 75.000 € 
 
85.000 € 
Öffentlichkeitsarbeit/Evaluation 
 
15.000 € 15.000  € 15.000 € 
Gesamt 110.000 € 
 
190.000 € 200.000 €

Seite 8 
Zur bedarfsgerechten Finanzierung der Projekte ist eine Neuveranschlagung von 
40.000 € aus 2025 nach 2026 erforderlich, welche zum VVZ 2026 ff vorgenommen 
wird.

Beratungsverlauf (1)

18.06.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 7.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
JHA/040/2025
Typ
Beschlussvorlage
Datum
22.05.2025
Erstellt
22.05.2025 10:32