2007/0092
Prüfung der abgerechneten Entgelte für Abwasserreinigung für das Jahr 2005
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
2007/0092
3354 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 08.02.2007 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat II Amt: Kämmerei an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschluss- fassung Magistrat Tagesordnung: I II Verteiler: Vorlage-Nr. 2007/0092 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Prüfung der abgerechneten Entgelte für Abwasserreinigung für das Jahr 2005 Vorlage vom: 05.02.2007 Beschlussvorschlag: Der Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftstreuhand GmbH über die Prüfung der abgerechneten Entgelte für Abwasserreinigung für das Jahr 2005 wird zur Kenntnis genommen. Anlagen: Bericht Wirtschaftstreuhand GmbH Anlagen zum o. g. Bericht Beschluss des Magistrats vom Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.02.2007: Mit Schreiben vom 19. Januar 2006 wurde der Wirtschaftstreuhand GmbH der Auftrag erteilt, auch die jährliche Prüfung der von der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) an die Stadt Darmstadt abgerechneten Entgelte für Abwasserreinigung für das Jahr 2005 zu überneh- men. Der mit Datum vom 25. Januar 2007 vorgelegte Bericht kommt zu folgendem abschließen- dem Prüfungsergebnis: „Entsprechend dem uns erteilten Auftrag haben wir die für die Abwasserreinigung der Stadt Darmstadt in Rechnung gestellten Entgelte der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG (Rechtsnachfolgerin der HEAG Südhessische Energie Aktiengesellschaft, Darmstadt, bzw. der Südhessische Gas und Wasser Aktiengesellschaft, Darmstadt) auf Übereinstimmung mit den Vereinbarungen der Stadt Darmstadt mit der Südhessische Gas und Wasser Aktienge- sellschaft vom 22. / 24. 12.1988 und 19.1. / 26.2.1996 sowie der Nachträge vom 27.10.2004 und 17.12.2004 überprüft. Dabei haben wir festgestellt, dass die Abrechnung des Jahresentgelts 2005 für die Klärwerke Darmstadt vertragsgerecht vorgenommen wurde. Außerdem konnten wir feststellen, dass die abgerechneten Kosten in Übereinstimmung mit § 10 Abs. 2 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) sowie den Ausführungsbestimmungen zu § 10 KAG (vom 28.10.1970, zuletzt geändert am 22.12.1976) ermittelt wurden und den darin genannten betriebswirtschaftlichen Grundsätzen entspre- chen. Insoweit bestätigen wir hiermit die vertragsgemäße Abrechnung des Jahresentgelts 2005 für die Klärwerke Darmstadt, sowie die Abrechnung in Übereinstimmung mit § 10 Abs. 2 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) sowie den Ausführungsbestim- mungen zu § 10 KAG Hessen. Stuttgart, den 12. Januar 2007 Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dr. Kleinle Rapp Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer“ - 2 - Beanstandungen der Abrechnung gegenüber den bestehenden Verträgen haben sich nicht ergeben. Der vollständige Prüfungsbericht der Wirtschaftstreuhand GmbH vom 12. Januar 2007 ist in der Anlage beigefügt. Er enthält unternehmensbezogene Daten und ist daher in der Stadt- verordnetenversammlung in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln. Darmstadt, den 5. Februar 2007 Der Dezernent II Wolfgang Glenz Bürgermeister
anlage 1
30646 Zeichen
T" T I wmTSCHAFTSTREUHAND GMBH Bericht über die Prüfung von abgerechneten Entgelten für Abwasserreinigung 2005 der Stadt Darmstadt bei der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG Darmstadt "." I WIRTSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 1 INHALTSVERZEICHNIS Seite A. PRÜFUNGSAUFTRAG B. FESTSTELLUNGEN ZUR ENTGELTABRECHNUNG C. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG D. ABRECHNUNG DES JAHRESENTGELTS 2005 E. ABSCHLIESSENDES PRÜFUNGSERGEBNIS ANLAGEN Anlage 1 Ermittlung der Umsätze Klärwerke für 2005 Anlage 2 Zusammenfassung der Abrechnungsdaten Anlage 3 Aufteilung Personal- und Sachaufwand Klärwerke 2005 2 2 3 5 18 Anlage 4 Anlagenspiegel zum 31.12.2005 - Klärwerke - der HEAG Südhessische Energie (HSE) AG Anlage 5 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften T.T I WIRTSCHAFfSTREUmND GMBH Seite 2 A PRÜFUNGSAUFTRAG Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, vertreten durch den Bürgermeister, Herrn Wolfgang Glenz, erteilte uns mit Schreiben vom 19. Januar 2006 den Auftrag, die für die Abwasserrei nigung in Rechnung gestellten Entgelte der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG, Darmstadt (im Folgenden auch "HSE KG" oder "Gesellschaft" genannt) für das Kalenderjahr 2005 zu prüfen und darüber einen Bericht zu erstatten. Wir führten die örtliche Prüfung in den Monaten Juni und Juli 2006 - mit Unterbrechungen in den Geschäftsräumen der HSE KG, Darmstadt durch. Der vorliegende Bericht wurde in unserem Büro in Stuttgart fertig gestellt. Die von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise wurden bereitwillig erteilt. Auskünfte erteilten uns der im Jahr 2005 für das Geschäftsfeld Preisrecht und Controlling zuständige Prokurist Herr Christi, sowie die uns benannten Sachbearbeiter. Eine von der Geschäftsleitung unterzeichnete Vollständigkeitserklärung, mit welcher uns die Vollständigkeit der vorgelegten Bücher und Schriften, soweit sie die Entgeltabrechnung mit der Stadt Darmstadt betreffen, bestätigt wurde, haben wir zu unseren Akten genommen. Die örtliche Prüfung haben wir im Juli 2006 abgeschlossen. Für die Durchführung des Auftrages und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht als Anlage 5 beigefügten "Allgemeine Auftragsbedingungen für WirtSChaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom 01.01.2002 maßgebend. Den vorliegenden Bericht erstatten wir aufgrund sorgfältiger Prüfungen und Feststellungen nach bestem Wissen. B. FESTSTELLUNGEN ZUR ENTGELT ABRECHNUNG Unsere Prüfung ergab keine Beanstandungen. T~T I WIRTSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 3 c. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG Gegenstand unserer Prüfung waren die bei der HSE KG nach preisrechtlichen Grundsätzen geführten Leistungs- und Abrechnungsdaten der Klärwerksbetriebe Darmstadt und Eber stadt. Grundlage für die Abrechnung der Entgelte und unserer Prüfung ist der Vertrag über die Reinigung des in der Stadt Darmstadt anfallenden Abwassers zwischen der Stadt Darmstadt und der Südhessische Gas und Wasser Aktiengesellschaft (SHGW), Darmstadt, vom 22.124.12.1988 i. V. m. der Durchführungsvereinbarung vom 29.1.1996/26.2.1996 (mit Nach trägen vom 27.10.2004 und 17.12.2004) und dem Urteil des Verwaltungsgerichts Darmstadt vom 19.3.2001. Die Aufgaben der SHGW wurden ab dem Jahr 2003 von deren Ge samtrechtsnachfolgerin der HEAG Südhessische Energie Aktiengesellschaft, Darmstadt (- im Folgenden auch HSE AG genannt -) wahrgenommen. Mit Wirkung zum 31.12.2004 wurde die Sparte Abwasser aus der HSE AG in die HSE KG ausgegliedert. Damit umfasst die Prüfung insbesondere alle von der HSE KG für die Reinigung des Abwassers der Stadt Darmstadt geltend gemachten Selbstkosten i. S. d. preisrechtlichen Vorschriften (Va PR Nr. 30/53) unter Beachtung der Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP). Die Festlegung des Prüfungsumfangs und der Prüfungsschwerpunkte erfolgte in Abstim mung mit der Stadtkämmerei Darmstadt durch Auftragsbestätigungsschreiben vom 16. Feb ruar 2006. Danach umfasst der Auftrag die Prüfung der Zuordnung der Anlagegüter zu den Klärwerken als Basis für die Bemessung der kal kulatorischen Zinsen und Abschreibungen (Zugänge 2005) der zugrunde gelegten Nutzungsdauern (Zugänge 2005) rechnerische Richtigkeit der ermittelten kalkulatorischen Zinsen und Abschreibungen (Zugang 2005 und Bestand) der Ermittlung der kalkulierbaren Steuern der verursachungsgerechten Zuordnung von Personal- und Sachkosten der Ermittlung der Verwaltungs- und Gemeinkosten basierend auf der Grundlage der Preisprüfung durch das Regierungspräsidium der Bemessungsgrundlage und rechnerischen Richtigkeit des Wagniszuschlags der Vollständigkeit der angesetzten Erlöse 1 Erträge sowie die rechnerische Richtigkeit der Abrechnung des Jahresentgelts. T~T I WIRrSCHAFrSTREUHAND GMBH Seite 4 Unsere Prüfung bezieht sich grundsätzlich nicht auf Fragen der Angemessenheit von Grö ßen, die sich direkt aus dem Vertrag über Abwasserreinigung bzw. der genannten Durchfüh rungsverordnung wie Zinssatz, Wagniszuschlagsatz o. ä. ergeben. Wir haben bei unserer Prüfung Geschäftsprozesse und interne Kontrollen, die einen wesent lichen Einfluss auf den Betriebsbereich Klärwerke und Abwasser, speziell auf die Erfassung, Zuordnung und zahlenmäßige Abbildung von Kosten und Erlösen in Kostenrechnung und Fi nanzbuchhaltung haben, aufgenommen und beurteilt. Darauf aufbauend haben wir Prüfungsschwerpunkte festgelegt und einzelfallbezogen ent sprechende Belege und Nachweise geprüft. Wir haben die Prüfung - wie berufsüblich - in Stichproben durchgeführt. Als wesentliche Prüfungsunterlagen standen uns zur Verfügung: Entgeltabrechnung 2005 (mit Anlagen) der HSE KG Entwurf des Prüfungsberichts der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young Deut sche Allgemeine Treuhand AG über die Abrechnung des Jahresentgelts 2005 für die Klärwerke Darmstadt Bestandslisten über das Sachanlagevermögen der Klärwerke, u.a. mit Angaben über die Anschaffungs-/Herstellungskosten, lineare Abschreibungen sowie Kapital- und Wagnis zins Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zum 31.12.2005 der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG der RETAG Revisions-, Treuhand-, Wirt schafts beratungs-Aktiengesellschaft "'.I..'" I WIRTSCHAFI'STREUHAND GMBH Seite 5 D. ABRECHNUNG DES JAHRESENTGELTS 2005 Aufgrund der Ausgliederung der Sparte Abwasser aus der HSE AG in die HSE KG kommt es zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten. Einzelheiten hierzu sind in den nachfolgenden Erläuterungen zu den einzelnen Abrechnungsposten dargestellt. Die im Jahre 2005 abgerechneten Entgelte setzten sich gemäß § 6 der Durchführungsver einbarung bzw. des 2. und 3. Nachtragsvertrages aus folgenden Bestandteilen und Beträgen zusammen: I. Kalkulatorische Abschreibungen (abzgl. Korrektu- ren für Vorjahre) 11. Kapitaldienst (in 2004 kalkulatorische Zinsen) 111. Kalkulierbare Steuern IV. Personalkosten V. Sachkosten VI. Verwaltungs- und Gemeinkosten VII. Wagniszuschlag VIII. Erlöse I Erträge Umsatzsteuer 2005 EUR 8.715.066,32 1.519.370,36 1.096.156,07 3.249.716,52 6.448.056,88 1.580.000,00 1.384.672,00 -628.748,16 23.364.289,99 3.738.286,40 27.102.576,39 2004 EUR 8.363.147,14 6.303.352,00 983.328,37 3.242.385,11 6.450.757,30 1.619.458,81 1.454.620,00 - 119.182,28 28.297.866,45 4.527.658,63 32.825.525,08 I. Kalkulatorische Abschreibungen 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 8.715.066,32 8.363.147,14 Die kalkulatorischen Abschreibungen sind auf Basis der tatsächlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich der Bauzeitzinsen nach der linearen Methode gemäß Nr. 37 bis 39 LSP zu ermitteln. Buchgewinne waren im Jahr 2005 nicht entstanden. Die Buchverluste in Höhe von EUR 1.597,00 wurden den kalkulatorischen Abschreibungen zugeschlagen. "J.." I WIRI'SCHAFl'STREUHAND GMBH Seite 6 Bei der Ausgliederung der Sparte Abwasser aus der HSE AG in die HSE KG wurden beim Anlagevermögen in der HSE KG grundsätzlich die nach Preisrecht ermittelten Buchwerte angesetzt. In den Fällen, in denen die nach Handelsrecht ermittelten Buchwerte höher wa ren, wurden diese angesetzt. Bei planmäßiger Abschreibung dieser höheren Werte käme es in Höhe der Differenz vom preisrechtlichen zum handelsrechtlichen Buchwert, auf die Nut zungsdauer verteilt, zu einer doppelten Verrechnung von Abschreibungen (Gesamtbetrag EUR 125.392,00). Ein gegenläufiger Effekt entstand aus der Tatsache, dass einige wenige Anlagegüter nicht bzw. mit einem unter dem nach Preisrecht ermittelten Buchwert mit in die HSE KG übernommen wurden (EUR 11.453,00). Der Saldo aus diesen Sachverhalten be trug EUR 113.939,00. Um in den Folgejahren Nebenrechnungen zur Anlagenbuchhaltung zu vermeiden, wurde dieser Betrag in der Abrechnung 2005 als Ertrag erfasst. 2. Prüfung Die Restbuchwerte und Abschreibungen ergeben sich wie folgt: Restbuchwert 1.1. Korrekturen aufgrund Ausgliederung Restbuchwert Anlagen im Bau ber. Restbuchwert Zugänge Abgänge Abschreibungen Zugänge Nachholung TW-Abschreibung Abschreibungen Abgänge Zuschreibungen ber. Restbuchwert Restbuchwert Anlagen im Bau Restbuchwert 31.12. 2003 EUR 110.032.683 o -1.291.468 108.741.215 1.686.075 -53.562 - 8.878.966 o 53.562 270.529 101.818.853 706.090 102.524.943 2004 EUR 102.524.943 o -706.090 101.818.853 1.194.188 -1.121.977 -8.593.412 -2.298.768 1.083.296 o 92.082.180 117.799 92.199.979 2005 EUR 92.199.979 3.808.719 o 96.008.698 1.242.296 -2.332 -8.713.469 o o o 88.535.193 282.100 88.817.293 T~T I WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH Seite 7 Die Position Korrekturen aufgrund Ausgliederung setzt sich wie folgt zusammen: Zugang im Bereich der Gebäude für die bisher vermietete Gebäudeteile, da die HSE KG Eigentümerin der Gesamtgebäude geworden ist EUR Übernahme von Buchwerten, die nicht den nach Preisrecht ermittelten Werten zum 31.12.2004 entsprachen Keine Übernahme der Anlagen im Bau in die HSE KG EUR 3.812.580 113.939 -117.800 3.808.719 Das Gesamtanlagegitter (aufgeteilt auf die einzelnen Anlagearten) wurde mit dem Nachweis der Einzelanlagen zum 31.12.2005 abgestimmt. Aus den Anlagekonten sind die Abschreibung und der Zinslauf ersichtlich. Beides war bei der von uns vorgenommenen Stichprobenprüfung für Zugänge des Jahres 2005 nicht zu beanstanden. Das Betriebsgebäude im Zentralklärwerk Darmstadt und das Lager des Zentralklärwerks werden vermietet. Anhaltspunkte für weitere gemischt genutzte Anlagegüter haben sich nicht ergeben. Die auf die vermieteten Teile entfallenden Kosten für Erbpacht, kalkulatori sche Zinsen und Abschreibungen u. ä. werden aufgrund eines Umlageschlüssels, der auf der Grundlage der Grundstücksnutzung (bebaut und unbebaut) errechnet wurde auf die Mie ter umgelegt. Anhand ausgewählter Anlagegüter erfolgte eine Überprüfung des Investitionsvorgangs (Prü fung des internen Kontrollsystems). Ausgehend vom Investitionsantrag (Bauplan), über das Genehmigungsverfahren, die Abwicklung und Rechnungskontrolle konnte der Gesamtvor gang in den Akten nachvollzogen werden und war nicht zu beanstanden. T~T I WIRTSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 8 11. Kapitaldienst (kalkulatorische Zinsen) 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 1.519.370,36 6.303.352,00 Gemäß Ziffer 1 des 3. Nachtragsvertrages zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Stadt) und der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co KG (KG) wurde vereinbart § 6 Abs. 1 des Abwasserreinigungsvertrages in der Fassung des 1. Nachtragsvertrages zu ändern. Die Stadt zahlt der HSE I KG eine Finanzierungsvergütung in Höhe der Zinsbelastung der HSE I KG, die sich aus den von der HSE bereits vor Abschluss des Nachtragsvertrages auf genommenen Da'rlehen zur Durchführung des Abwasserreinigungsvertrages ergeben. Teil der Finanzierungsvergütung sind auch Darlehen, die zukünftig mit Zustimmung der Stadt aufgenommen werden. Weiter sind auch Teil der Finanzierungsvergütung die Finanzie rungsbelastungen, die sich aus dem Forderungskaufvertrag zwischen der Landesbank Hes sen-Thüringen Girozentrale und der KG vom 17. Dezember ergeben. 2. Prüfung Die Berechung der Finanzierungsvergütung konnte anhand der vorgelegten Verträge und Abrechnungen der Kreditinstitute nachvollzogen werden. Zur Herstellung einer gleichmäßigen Verteilung der Finanzierungsaufwendungen aus dem Forderungskaufvertrag wurden die Zinsen linear auf die Laufzeit des Vertrages verteilt. Die Verrechung von effektiven Zinsen ist. ge(Tl. Nr. 43 LSP nicht zu beanstanden, wenn der verrechnete Betrag unter dem höchstzulässigen kalkulatorisch nach Preisrecht ermittelten Betrag liegt. Dies ist im Prüfungsjahr der Fall. ••• I WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH Seite 9 11I.Kalkulierbare Steuern 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 1.096.156,07 983.328,37 Gemäß Nr. 30 LSP fallen u. a. die Gewerbe-, die Grund- und die Kraftfahrzeugsteuer sowie die Stromsteuer unter die kalkulierbaren Steuern. Die Grundsteuer und die Kraftfahrzeugsteuer lassen sich direkt aus den entsprechenden Bescheiden entnehmen. Bei der hier als Verbrauchssteuer ausgewiesenen Stromsteuer handelt es sich prinzipiell um Kosten und weniger um kalkulierbare Steuern. Da sich bei einem Ansatz unter diesem Pos ten keine Veränderung zu einem Ansatz bei den Kosten (Sachkosten) ergibt, handelt es sich lediglich um eine Zuordnungsfrage. In 2005 wurde die Stromsteuererstattung für 2004 vereinnahmt (da nicht als Forderung ver bucht). Dadurch hat sich der Stromsteueraufwand für das Jahr 2005 vermindert und beträgt EUR 142.922,28. Ohne die Erstattung aus 2004 hätte der Stromsteueraufwand für 2005 EUR 217.420,21 betragen. Die Erhöhung resultiert aus der deutlichen Erhöhung des Stromsteuersatzes. Aufgrund der erst Anfang 2005 abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung sind die Ge werbesteuermessbescheide für 2002 und 2003 erst Ende 2005 eingegangen. Die kalkulierbare Gewerbeertragsteuer (kurz Gewerbesteuer) wurde bis einschließlich 2004 unter Anwendung einer vereinfachten Methode der sog. Stuttgarter Formel gemäß Nr. 30 LSP berechnet. Durch die Ausgliederung der Sparte Abwasserreinigung in eine eigenständi ge Personengesellschaft (GmbH & Co. KG) wird die Gewerbesteuer ab dem Jahr 2005 zu lässigerweise auf Basis der effektiv anfallenden Gewerbesteuer abgerechnet. 2. Prüfung 2.1 Gewerbesteuer 2002 und 2003 Die Gewerbesteuermessbescheide für 2002 und 2003 liegen vor. Damit war die endgültige Gewerbesteuer berechenbar. In 2002 ergab sich keine Änderung. Für 2003 ergab sich eine Erstattung in Höhe von EUR 47.807,48 zu Gunsten der Stadt Darmstadt, die in die Abrech- ___ r- _ !__L •••••••,.a" "'.'" I WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH Seite 10 2.2 Gewerbesteuer 2004 Der Gewerbesteuermessbescheid und die Gewerbesteuerbescheide für 2004 liegen noch nicht vor. Insofern konnte auch in 2005 noch keine endgültige Festlegung der Gewerbesteu er 2004 erfolgen. 2.3 Gewerbesteuer 2005 Der Gewerbesteuermessbescheid und die Gewerbesteuerbescheide für 2005 lagen zum Prüfungszeitpunkt noch nicht vor. Grundlage für die vorläufige Berechnung der kalkulierba ren Gewerbesteuer ist der für Zwecke der Gewerbesteuerrückstellung von der Steuerabtei lung der HSE ermittelte Gewerbeertrag der HSE Abwasserreinigung GmbH & CO.KG. Aufgrund der während der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse wurde die vorläufige Gewer besteuerberechnung bezüglich der Ermittlung von Zu- bzw. Abrechnungen, der Dauer schuldzinsen und der Bemessungsgrundlage geändert. Hinsichtlich der Behandlung der Be ziehungen zwischen Gesellschafter und Gesellschaft (mit Ausnahme der vereinbarten Haf tungsvergütung) wurde davon ausgegangen, dass diese schuldrechtlicher (auch mit steuer licher Wirkung) und nicht gesellschaftsrechtlicher Natur sind. Bei der endgültigen Abrech nung ist außerdem zu beachten, dass der Kürzungsbetrag gemäß § 9 Nr. 1 GewStG (Grundstücke) Berücksichtigung findet. 2.4 Zusammenfassung Aufgrund der für die Jahre 2002 und 2003 ergangenen Gewerbesteuermessbescheide konn te die Abrechnungen für diese Jahre endgültig vorgenommen werden. Für 2004 und 2005 liegen noch keine endgültigen Gewerbesteuermessbescheide vor. Insoweit können die für diese Jahre bisher vorgenommenen Berechnungen nicht endgültig sein. Die vorläufige Berechnung für 2005 wurde in Abstimmung mit der HSE um EUR 77.114,47 angepasst und der Stadt Darmstadt weiterbelastet. .••.• I WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH Seite 11 IV. Personalkosten 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 3.249.716,52 3.242.385,11 Nach § 6 Abs. 2 Buchstabe d) Doppelbuchstabe aa) des Vertrags über Abwasserreinigung in der Fassung der Durchführungsvereinbarung gehören zum Selbstkostenerstattungspreis "die Personal- und Sozialaufwendungen, die in Bezug auf das im Zusammenhang mit Bau, Betrieb, Unterhaltung und Leitung den Kläranlagen unmittelbar zugeordnete Personal anfal len". Die Zuordnung der Mitarbeiter der HSE auf die verschiedenen KostensteIlen und somit die Zuordnung zur HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG erfolgt bei der Einstellung durch Vergabe entsprechender Schlüssel im SAP - System (Modul SAP R/3 HR). Mitarbeiter wer den einer festen StammkostensteIle zugeordnet. Über die im Modul SAP R/3 HR abgerech neten Löhne und Gehälter einschließlich sozialer Aufwendungen werden Lohnbuchungsbe lege generiert, die über Schnittstellen automatisch in Finanzbuchhaltung und Kostenrech nung (SAP R/3 FI und CO) verbucht werden. Über die im Personalabrechnungssystem hin terlegen Schlüssel werden die Personalkosten dabei automatisch den jeweiligen KostensteI len zugeordnet. Die Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit des Jahres 2003 in Höhe von EUR 728.268,23 wurde linear auf 5 Jahre (2003 bis 2007) verteilt. Der anteilige Betrag aus 2003 in Höhe von EUR 145.653,65 ist in der Entgeltabrechung des Jahres 2005 enthalten. 2. Prüfung Durch die automatischen Verbuchungen im Rahmen von SAP R/3 beschränkt sich das Ri siko unkorrekter Zuordnungen von Personalkosten auf KostensteIlen, bei unterstellt fehler freier Funktion des Programm pakets, auf die Vergabe der StammkostensteIlen bei Anlage der Mitarbeiter im Personalabrechnungssystem sowie die Pflege dieser Daten. Wir haben die Ablauforganisation und die internen Kontrollen im Bereich Personalwesen durch Gespräche und Beobachtungen in der Personalabteilung sowie mit den für den Be reich Abwasser und Klärtechnik verantwortlichen Personen aufgenommen und analysiert. Die Ablauforganisation umfasste die Bereiche Personalbeschaffung, Zuordnung zu Ko stenstellen, Lohn- und Gehaltsabrechnung und Abbildung in der Kostenrechnung. ""'•."'" I WIRTSCHAITSTREUHAND GMBH Seite 12 In Stichproben haben wir den Ablauf der Einstellung und Anlage sowie die Pflege der Mitar beiterstammdaten im SAP R/3 HR sowie die auftragsbezogene Erfassung der Arbeitszeiten im gewerblichen Bereich geprüft. Folgende interne Kontrollen zur Sicherstellung einer verursachungsgerechten Zuordnung der Mitarbeiter bzw. der Personalkosten auf die KostensteIlen und damit der Organisations einheit Abwasser und Klärtechnik konnten wir identifizieren: Genehmigung des zusätzlichen Personalbedarfs durch die Geschäftsleitung Überprüfung der Zuordnung auf StammkostensteIlen durch die Abteilung Controlling Simulationslauf der Lohn- und Gehaltsabrechnung bei Neuanlage eines Mitarbeiters Automatische Generierung von Lohn-/Gehaltsbuchungsbelegen und Verbuchung in Fi nanzbuchhaltung und Kostenrechnung Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie die EDV-mäßige Übergabe von Abrechnungsdaten an Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung ist ohne Hinterlegung von KostensteIlen in den Mitarbeiterstammdaten nicht möglich Turnusmäßige Prüfung der Zuordnung durch die KostensteIlenverantwortlichen Die Entwicklung der Personalkosten der Sparte Abwasser im Jahresvergleich und im Ver gleich zur Kostenentwicklung im Gesamtunternehmen haben wir unter Einbeziehung des er fassten Mengengerüsts (Arbeitsstunden) und der Tarifentwicklung auf Plausibilität geprüft. Weiter wurden die Zuordnung der Mitarbeiter zur Sparte Abwasser überprüft und die erfass ten direkten Lohnkosten mit den Bruttolohnsummen der dem Abwasserbereich zugeordne ten Mitarbeiter abgestimmt. Insgesamt kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Organisationsstruktur und die eingerich teten internen Kontrollen grundsätzlich eine korrekte Zuordnung der Mitarbeiter und Perso nalkosten auf die KostensteIlen der Hauptabteilung Abwasser und Klärtechnik sicherstellen. Die Überprüfung der internen Kontrollen und der Grundlagen für die Zuordnung der Perso nalkosten auf die einzelnen KostensteIlen haben keine Beanstandungen ergeben. Die Prüfung der Entwicklung der Personalkosten des Bereichs Abwasser und Klärtechnik ergab insgesamt keine Auffälligkeiten. T"T I WIIITSCHAFTSTREUHAND GMBH Seite 13 v. Sachkosten 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 6.448.056,88 6.450.757,30 Nach § 6 Abs. 2 Buchstabe d) Doppelbuchstabe bb) des Vertrags über Abwasserreinigung in der Fassung der Durchführungsvereinbarung gehören zum Selbstkostenerstattungspreis "die Sachaufwendungen und Leistungen des laufenden Betriebs einschließlich der notwen digen materiellen Ausstattung und der Unterhaltung aller Einrichtungen, die den Kläranlagen dienen, sowie alle Aufwendungen und Kosten für die Beseitigung der Rückstände sowie für die Vornahme aller sonstigen Maßnahmen zur Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen" . Für die Jahre 2005 und 2004 wurden folgende Aufwendungen an die Stadt Darmstadt be lastet: Material Energie Arbeiten Dritter Klärschlammverwertung und Reststoffentsorgung Auftragsabrechnung Mieten und Pachten IT-Produkte Versicherung Gebühren und Beiträge Sonstige 2005 EUR 1.290.384,79 1.271.412,62 1.657.209,85 280.901,28 948.511,70 355.744,28 143.165,40 0,00 6.623,21 494.103,75 6.448.056,88 2004 EUR 1.339.659,83 1.143.448,45 1.668.254,08 204.331,96 990.867,00 251.922,72 0,00 133.632,29 118.260,33 600.380,64 6.450.757,30 Bestellungen werden nach Bedarfsmeldung durch die Verantwortlichen und Genehmigung entsprechend der internen Unterschriftenregelung regelmäßig über das Modul MM (Material wirtschaft) in SAP R/3 abgewickelt. Die interne Genehmigungs- bzw. Unterschriftenregelung sieht nach Beträgen und sachlichen Vorgängen gestaffelte Vollmachten vor. Generell sind zwei Unterschriften notwendig. ...,• ..., I WIRTSCHAFl'STREUHAND GMBH Seite 14 Bei Anlage der Bestellung im System durch den Einkauf wird die bestellende KostensteIle erfasst. Bei Direkt-Bestellungen außerhalb von SAP MM erfolgt die Kontierung und Freigabe im Rahmen der Rechnungsprüfung. Eingehende Rechnungen werden durch die die Bestellung auslösenden Verantwortlichen sachlich geprüft. Nach Prüfung der Rechnungen erfolgt die Verbuchung in Finanzbuchhal tung und Controlling auf der jeweiligen KostensteIle entsprechend der Kontierung im Modul Materialwirtschaft. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich, da die Versicherungen nicht mehr anteilig weiterverrechnet wurden. Neu dagegen wurden IT-Kosten weiterverrechnet. We sentliche materielle Auswirkungen haben sich durch diese Veränderungen nicht ergeben. 2. Prüfung Die verursachungsgerechte Zuordnung auf die KostensteIlen hängt von der korrekten Erfas sung der KostensteIle in SAP MM durch die Abteilung Einkauf im Rahmen der Anlage der Bestellung bzw. bei Direktbestellungen im Rahmen der Rechnungsprüfung ab. Folgende interne Kontrollen zur Sicherstellung einer verursachungsgerechten Zuordnung der Sachkosten konnten wir identifizieren: Genehmigung der Bestellung bzw. des gemeldeten Bedarfs entsprechend der Unter schriftenregelung Erfassung der Bestellung und Auftragsvergabe durch Einkauf, d.h. durch eine von Be stellung auslösender Abteilung funktionsgetrennten Stelle Automatische Verbuchung in Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung nach erfolgter Rechnungsprüfung über SAP MM eine Verbuchung von Eingangsrechnungen ohne Erfassung von KostensteIlen ist nicht möglich Kontrolle der auf den KostensteIlen erfassten Beträge durch die Kostensteilenverantwort lichen im Rahmen ihrer Budgetverantwortlichkeit TJ..T I WIRTSC.JIAFTSTREUHAND GMBH Seite 15 Insgesamt kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Organisationsstruktur und die eingerich teten internen Kontrollen grundsätzlich eine korrekte Zuordnung der Sachkosten auf die Ko stenstellen der HSE Abwasserreinigung sicherstellen. Wir haben uns in zahlreichen Einzelfällen von der korrekten Zuordnung von Eingangsrech nungen aller wesentlichen Kostenarten auf die KostensteIlen der HSE Abwasserreinigung überzeugt. Die Zuordnung von Kosten war nachvollziehbar, die Schlüsselung von aufzutei lenden Kosten (z. B. IT-Kosten) ist unserer Auffassung nach sachgerecht. Insgesamt haben sich keine Beanstandungen ergeben. VI. Verwaltungs- und Gemeinkosten 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 1.580.000,00 1.619.458,81 §6 Abs. 2 Buchstabe a) Doppelbuchstabe bb) des Vertrags über Abwasserreinigung i. V. m. §5 Abs. 1 Anlage 1 des Geschäftsbesorgungsvertrags vom 01.01.2005 in der Fassung der Durchführungsvereinbarung bzw. des 3. Nachtragsvertrages sieht eine Abgeltung von Ver waltungs- und Gemeinkosten in pauschaler, an die Tarifentwicklung - davon 70 % - in der Tarifgruppe H6 HGTAV geknüpfter Form vor. Der festgelegte Pauschalbetrag wurde durch die Preisprüfung des Regierungspräsidiums Darmstadt als nicht angemessen erachtet. Ab 2001 wurde deshalb die Berechnungsmethode umgestellt. Auf Basis der Ergebnisse der Preisprüfung durch das Regierungspräsidium Darmstadt (prü fungsbericht vom 11.4.2002) wurden ab dem Jahr 2001 die weiterzubelastenden Verwal tungs- und Gemeinkosten ausgehend von dem für 1997 ermittelten Wert angepasst und entsprechend der Tarifentwicklung (s.o.) erhöht. Für das Jahr 2005 wurde der Betrag mit TEUR 1.580 im Geschäftsbesorgungsvertrag vom 1. Januar 2005 geringer als im Jahr 2004 festgesetzt. 2. Prüfung Auf der Grundlage der Preisprüfung durch das Regierungspräsidium wurde die Anpassung des Wertes basierend auf den Verhältnissen des Jahres 1997 an die Tarifentwicklung ge prüft. Eine Neuberechnung der Verwaltungs- und Gemeinkosten bzw. eine Überprüfung der angewendeten Schlüssel wurde von der HSE nicht vorgenommen. T~T I WIRTSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 16 VII.Wagniszuschlag 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 1.384.672,00 1.454.620,00 Zur Abgeltung des allgemeinen Unternehmenswagnisses i. S. d. Nr. 51 LSP wurde gem. §6 Abs. 2 Buchstabe c des 3. Nachtrags des Abwasserreinigungsvertrags vom 17.12.2004 ein Satz von 1,5 % auf das betriebsnotwendige Vermögen i. S. d. Nr. 52 LSP vereinbart. Das betriebsnotwendige Vermögen setzt sich aus den Teilen des Anlage- und Umlaufvermögens, welches dem Betriebszweck dient, zusammen. Abweichend hiervon berechnet die HSE die Wagniskosten aus einem Prozentsatz des durchschnittlich gebundenen Anlagevermögens. Diese Vorgehensweise war bisher vertret bar, da sich der Wagniszuschlag auf das betriebsnotwendige Kapital bezog. Dieses wird unter Berücksichtigung von Abzugsbeträgen auf das betriebsnotwendige Vermögen errech net. Da eine Pro-forma Bilanz für den Bereich Abwasserreinigung innerhalb der HSE AG in der Vergangenheit nicht erstellt wurde, war im Schätzwege davon auszugehen, das sich Abzugsbeträge und weitere über das Anlagevermögen hinausgehende Aktiva in etwa aus geglichen haben und damit der Ansatz des durchschnittlich gebundenen Anlagevermögens als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Wagniszuschlags hinreichend befriedi gende Ergebnisse ergab. Durch den oben genannten 3. Nachtrag wurde als Bemessungsgrundlage für die Berech nung des Wagniszuschlags das betriebsnotwendige Vermögen festgelegt. Nachdem durch die Ausgliederung der Abwasserreinigung auf eine eigenständige Gesellschaft nunmehr eine separate Bilanz für diesen Bereich vorliegt, wäre zu überlegen, ob zukünftig der Wagniszu schlag unter Berücksichtigung weiterer, gem. Nr. 44 LSP in die Berechnung einbeziehbarer, Aktiva, berechnet werden sollte (Nr. 44 LSP) 2. Prüfung Die Wagniszuschläge sind durch eine maschinelle Bestandsliste vom 29.03.2006 zum 31.12.2005 nachgewiesen. Wir haben eine Stichprobenprüfung der abgerechneten Wagniszuschläge sowohl für den Bestand als auch für die Zugänge des Jahres 2005 durchgeführt. Zur Prüfung der Bemes sungsgrundlage (= betriebsnotwendiges Vermögen) verweisen wir auf Pos. D.II.2. sowie D. VII. 1. dieses Berichts. T~T I WIRTSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 17 VIII. Erlöse I Erträge 1. Grundlagen 2005 2004 EUR EUR 628.748,16 119.182.28 Nebenerträge des betriebsnotwendigen Kapitals gern. Nr. 43 LSP und sonstige Erträge min dern die abrechenbaren Entgelte. 2. Prüfung Bei den hier ausgewiesenen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der teilweisen Vermietung des im Zuge der Ausgliederung auf die HSE KG übertragenen Labor gebäudes (TEUR 364), der Vermietung von Wohnungen an Mitarbeiter (TEUR 14), den Er lösposten aus den aktivierten Eigenleistungen (Regiezuschläge TEUR 9), der Abzinsung und Auflösung von Rückstellungen (TEUR 85) und sonstige Erträge (TEUR 43). Außerdem ist ein Betrag von TEUR 114 enthalten, der einen Ausgleich für in Folgejahren zu hoch zu verrechnende Abschreibungen darstellt (siehe auch I. 1.). Die ausgewiesenen Erträge wurden in Stichproben geprüft und ergaben keine Beanstan dungen. ••• I WIIITSCHAFfSTREUHAND GMBH Seite 18 E. ABSCHLIESSENDES PRÜFUNGSERGEBNIS Entsprechend dem uns erteilten Auftrag haben wir die für die Abwasserreinigung der Stadt Darmstadt in Rechnung gestellten Entgelte der HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG (Rechtsnachfolgerin HEAG Südhessische Energie Aktiengesellschaft, Darmstadt bzw. der Südhessische Gas und Wasser Aktiengesellschaft, Darmstadt) auf Übereinstimmung mit den Vereinbarungen der Stadt Darmstadt mit der Südhessische Gas und Wasser Aktienge sellschaft vom 22./24.12.1988 und 19.1./26.2.1996 sowie der Nachträge vom 27.10.2004 und 17.12.2004 überprüft. Dabei haben wir festgestellt, dass die Abrechnung des Jahresentgelts 2005 für die Klärwer ke Darmstadt vertragsgerecht vorgenommen wurde. Außerdem konnten wir feststellen, dass die abgerechneten Kosten in Übereinstimmung mit § 10 Abs. 2 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) sowie den Ausführungsbestimmungen zu § 10 KAG (vom 28.10.1970, zuletzt geändert am 22.12.1976) ermittelt wurden und den darin genannten betriebswirtschaftlichen Grundsätzen entspre chen. Insoweit bestätigen wir hiermit die vertragsgemäße Abrechnung des Jahresentgelts 2005 für die Klärwerke Darmstadt, sowie die Abrechnung in Übereinstimmung mit § 10 Abs. 2 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) sowie den Ausführungsbestimmungen zu § 10 KAG. Stuttgart, den 12. Januar 2007 Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dr. Kleinie Wirtschaftsprüfer Rapp Wirtschaftsprüfer Anlagen Anlagen
anlage 2
7456 Zeichen
Ermittluna der Umsätze Klärwerke mit Korrekturen für 2005 (in Euro),
Personal-Sach-ErlöseGemeinsamerGesamt
aufwand
aufwandErträgeAufwand
KostensteIlengruppe
80310_0RG 8uchungskreis AbwasserEuroEuroEuroEuroEuro
80310_1
Leitung Abwasser 974.174,89343.111,36-213.801,58 1.103.484,67
80310_2
Zentralklärwerk 1.457.146,752.995.649,47-409.462,15 4.043.334,07
80310_3
Klärwerk Süd 463.543,001.372.215,05-4.906,94 1.830.851,11
80310_4
Pumpwerke 0,00246.492,78
•.0,00 246.492,78
8031o_5
Schlammbehandlung und -trocknung 354.851,881.490.588,22-577,491.844.862,61
Zwischensumme I
3.249.716,526.448.056,88-628.748,16 9.069.025,24
Abschreibungen
8.715.066,328.715.066,32
(incl. 8uchverluste/-gewinne)
Zinsaufwand
1.519.370,361.519.370,36
Steuern
1.096.156,071.096.156,07
V+G-Kosten
1.580.000,001.580.000,00
Wagniszuschlag
1.384.672,001.384.672,00
Endsumme
23.364.289,99
160/.Umsatzsteuer
3.738.286,40
Endsumme
27.102.576,39
»:J
Q)
co
CD
....•.
I. ZusammenfassunQ der AbrechnunQsdaten :
Abschreibungen
Personalaufwand
Sachaufwand
Erlöse/Erträge
kalkulierbare Steuern
V+G-Kosten
Zinsaufwand
Wagniszuschlag
Gesamtsumme netto
+ 16 % Umsatzsteuer
Rechnungsendbetrag
11.Zahlunasabwickluna:
Rechnungsendbetrag
Abschlagszahlungen
Saldo
€ 8.715.066,32
€ 3.249.716,52
€ 6.448.056,88
-€ 628.748,16
€ 1.096.156,07
€ 1.580.000,00
€ 1.519.370,36
€ 1.384.672,00
€ 23.364.289.99
€ 3.738.286,40
€ 27 102 576 39
€ 27.102.576,39
€ 26.899.999.89
€ 202.576,50
Anlage 2
11I.Leistunasdaten zur Klärwerksabrechnuna 2005
gereinigte Abwassermengen (incI.Regenw.)
Klärschlammanfall
Klärschlammverwertuna und Reststoffentsorauna:
1. Klärschlammverwertuna
Verarbeitung zu ORGABO
Verarbeitung zu Klärschlamm-Rindenmulch-Kompost
2. Reststoffentsorauna:
Rechengut
Sandfanggut
Strombezua. - erzeuauna und - verkauf
1. Strombezua von Enteaa
- davon Zentralklärwerk
- davon Klärwerk Süd
- davon Pumpwerke
2. Stromerzeuauna
- davon Zentralklärwerk
•davon Klärwerk Süd
3. Stromeinsoeisuna in das Netz der HSE AG
•davon Zentralklärwerk
•davon Klärwerk Süd
Wasserbezug
13.672.418,00 m3
130.174,00 m3/a (naß)
0,00 t TS100
3.133,35 t TS 100
491,92 tla
584,80 tla
9.146.695,00 kWh
8.122.685,00
918.515,00
105.495,00
5.212.260,00 kWh
3.987.120,00
1.225.140,00
11.854,00 kWh
122,00
11.732,00
26.688,00 m3
KostensteIlengruppe LB0310~9~BuChUngSkreiS Abwasser
Primärkosten
ILV-Belastung ILV-Entlastung
0,00
0,00
0,00
0,00
:E
0,000,00
Energie
1.271.412,620,00
Material
1.290.384,790,00
KJäl1lchlammentsorgung
280.901,280,00
Fremdleistungen
1.657.209,850,00
Gebühren und Beiträge
6.623,210,00
Mieten und Pachten
355.744,280,00
Versicherungen
0,000,00
IT-Produkte
143.165,400.00
bezog.Leistungen HSE
948.511.700.00
Aufwandsrückstellung
0,000.00
Sonstiges
494.103,750.00
Sachaufwand
:E6.448.056,88 0,00
Gesamt
I6.448.056,881 0,00
Aufteifung Personaf- und SacbaUfWänd KlälW~rke 2005 (in Euro) (incl. teistungsverreehnung)
Anlage 3
Seite 1
KostensteIlengruppe
Energie
Material
Klärschlammentsorgung
Fremdleistungen
Gebührenund Beiträge
Miatenund Pachten
Versicherungen
bezog.Leistungen HSE
Aufwandsrückstellung
IT-Produkte
Sonstiges
Sachaufwand :E
esamt
Primärkosten
0,00
0,00
0,00
0.00
62,60
0,00
161.720,92
4.211,64
3.525,00
0,00
0,00
0,00
143.165,40
30.425,80
343.111,36
343.111,36
Leitung Abwasser
LV-Belastun
0,00
0,00
0,00
!&!!.
!&!!.
!&!!.
~
0,00
~
~
!&!!.
0,00
~
0,00
0,00
0,00
LV-Entlastun
0,00
·'O.OOk:.:· ..,.....:.: ...•:.
0,00
. 0,00
0,00
0.00····
~
. ·:.0,00
··",·0.00
.. 0,001' :0,00 :(?«::i:\(;HU ;,i':\U:;:
~
0,00
0,00
0,00
Aufteilung Personal- und SachaUfWänd Klärwer:ke 2005 (in Euro) (in er. teisttlngsverrechnung)
KostensteIlengruppe IB031 0_2IZentralklärwerk
I
Primärkosten ILV-Belastung ILV-Entlastung I,..Personalfiberf.,.
0,00
0,00. 0,00
0,00
0,000,00
:E
0,000,000,00
Energie
557.598,170.000.00.
Material
518.756,190.00
Klärschlammentsorgung
230.182,590,00
Fremdleistungen
634.700,690.00
Gebühren und Beiträge
1.640.670.00
Miaten und Pachten
315.676,160,00
Versicherungen
0,000,00
bezog.Leistungen HSE
445.450.550,00
Aufwandsrückstellung
0,000,00
IT -Produkte
0,000,00
Sonstiges
291.644,450.00
Sachaufwand
:E2.995.649,47 0,00
Gesamt
I2.995.649,471 0,00
KostensteIlengruppe B0310 3 Klärwerk Süd
Anlage 3
Seite 2
Energie
Material
Klärschlammentsorgung
Fremdleistungen
Gebühren und Beiträge
Mieten und Pachten
Versicherungen
bezog. Leistungen HSE
Aufwandsrückstellung
IT·Produkte
Sonstiges
Sachaufwand ~
Gesamt
Primärkosten
0,00
0,00
0,00
197.387,90
351.181,36
50.718,69
380.898,26
562,00
36.543,12
0,00
260.258,30
0,00
0,00
94.665,42
1.372.215,05
1.372.215,05
LV-Belastun
0,00
0,00
0,00
~
~
0,00
0,00
0,00
0,00
~
0,00
0,00
~
0,00
0,00
0,00
LV-Entlastun
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
~ .. :::0,00 . :;:: ';,,;,,;;:::;::;:::::<:;<;::
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
.·.·A,llfteill.ulg.p~~onal': ~nd SachaufWand•.KIärYi~rke.•20()5(inEuro){incL .L.eistungsverrechnung)
KostensteIlengruppe Pumpwerke
Energie
Material
Klärschlammentsorgung
Fremdleistungen
Gebühren und Beiträge
Mieten und Pachten
Versicherungen
IT -Produkte
bezog. Leistungen HSE
Aufwandsrückstellung
Sonstiges
Sachaufwand ~
Gesamt
Primärkosten
0,00
0,00
0,00
26.304,94
20.810,65
0,00
76.126,48
12,00
0,00
0,00
0,00
106.900,99
0,00
16.337,72
246.492,78
246.492,78
LV-Belastun
AufteilungF'~ollaf..-l.IndSachaufWa:ndKlärw-erke20051in Euro) (incL leistungsverrechnung~
KostensteIlengruppe IB031 0_5]SchlammbehandlUng und -trocknung
Primärkosten
ILV-Belastung ILV-Entlastun
0,00
0,00~ 0,00
Energie
490.121,610,000,001;::;::;
Material
399.573,990,00
.. 0,00
Klärschlammentsorgung
0,000,000,00
Fremdleistungen
403.763,500,00: '. 0,00
Gebühren und Beiträge
196,900,000,00
Mieten und Pachten
0,000,000,00
Versicherungen
0,000,000,00
IT·Produkte
0,000,000,00
bezog. Leistungen HSE
135.901,860,000,00
Aufwandsrückstellung
0,000,000,00
Sonstiges
61.030,360,000,00
Sachaufwand
~1.490.588,22 0,000,001
Gesamt
I1.490.588,221 0,0010,00
Anlage 4
Anschaflunaskosten AbschreibunaenRestbuchwerte
Stand
ZugängeAbgingeUmbuchungenZuschreibungenlStandStandZugängeAbgängeUmbuchungenZuschreibungenlStandStandStand
Nachaktivierungen
(kumuliert) Nachakttvierungen(kumuliert)
01.01.2005
200520052005200531.12.200501.01.2005200520052005200531.12.200531.12.200531.12.2004
EURO
EUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEUROEURO
I. immaterielle Vermögensgegenslllnde 1. Konzessionen. Schutzrechte
69,0014.831,50 0,000,00 0,0014.9OO,SO0,001.196,50 0,000,00 0,001.196,SO13.704,0069,00
Jmme Imm. Vennöoensaeaenstände
69,0014.831,50 0,000,00 0,0014.900,500,001.196,50 0000,00 0,001.196,5013.704,0069,00
11.Sachanlagevennögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Sauten einschließrlCh der Sauten auffremden Grundstücken
36.178.066,00695.992,000,000,00 0,0036.874.058,00 0,001.629.980,00 0,000,00 0,001.629.980,0035.244.078,0036.178.066,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
59.363.678,00489.296,342.332,000,000,0059.850.642,34 0,006.967.026,34 0,000,00 0,006.967.026,3452.883.616,0059.363.678,00
3. Betriebs- und Geschattsausstatlung
466.885,0042,176,480,000,00 0,00509.061,48 0,00115.266,48 0,000,00 0,00115.266,48393.795,00466.885,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
0,00282.099,54 0,000,00 0,00282.099,54 0,000,000,000,00 0,000,00282.099,54 0,00
11.Summe Sachanlagevennögen
96.008.629,001.509.564,362.332,000,0000097.515.861,36 0,008.712.272,82 0,00000 0,008.712.272,8288.803.588,5496.008.629,00
Summe Anlaaevennögen
96.008.698,001.524.395,862.332.000,000,0097.530.761,86 0,008.713.469,32 0,000,00 0,008.713.469,3288.817.292,5496.008.698,00
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0092
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.02.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00