3469/2023
Erste Ergebnisse zum Publikumsmonitoring des Museumsdienstes in Kooperation mit KulMon®
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Anlage 1 KulMon® Auswertung 2022-23
15000 Zeichen
1 Auswertung KulMon 2022/23 KulMon® ist das größte Besucher*innenforschungsprojekt im deutschsprachigen Raum und wird vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) geleitet und wissenschaftlich betreut. Das als Langzeitstudie angelegte Besucher*innenmonitoring mit transparenter und einheitlicher Methode ermöglicht Kultur- und Freizeiteinrichtungen strategisches und datenbasiertes Arbeiten. Die Museen der Stadt Köln sind über den Museumsdienst hieran in Gesamtheit beteiligt. Anlage 3 2 Besuchen Sie unser Haus zum ersten Mal? Das Verhältnis von Erst- zu Wiederholungsbesuchern nähert sich in Summe einem ausgeglichenen Verhältnis. Die Detailbetrachtung zeigt jedoch, dass dies v.a. 2 Museen geschuldet ist, die einen hohen Erstbesuchsanteil haben (NS DOK und RGM). Bei allen anderen Häusern beträgt das Verhältnis ca. 1/3 Mehrfachgäste zu 2/3 Erstbesuchern. Besucher – Erstbesucher (gesamt) 54% 46% Mittelwert für alle Museen ja nein 3 Besucher – Erstbesucher (Detail) 62% 38% MAKK 61% 39% MOK 66% 34% ML 60% 40% MS 85% 15% NS DOK 80% 20% RGM 62% 38% RJM 56% 44% WRM 4 Wie oft im Durchschnitt besuchen Sie unser Haus im Jahr? Das Verhältnis zwischen Einfach- und Mehrfachbesuchen ist weitgehend ausgeglichen, das Stammpotenzial dabei sehr hoch (4 und mehr Besuche: 28%). Vor allem die Kunstmuseen ML und WRM verzeichnen eine hohe Wiederholungsrate ( 4 und mehr Besuche bzw. 37% bzw. 46%). Die meisten neuen Gäste verzeichnen NS DOK und RGM (max. 1 Besuch pro Jahr: jeweils 77%). Besuchshäufigkeit 24% 21% 26% 12% 16% 1% Mittelwert für alle Museen < 1 1 2 bis 3 4 bis 5 > 6 ? 5 Besuchshäufigkeit (Detail) 36% 28% 28% 5% 3% MAKK 28% 28% 31% 8% 5% MOK 38% 25% 21% 6% 10% ML 35% 27% 25% 6% 7% MS 52% 25% 13% 5% 5% NS DOK 60%17% 16% 2% 1% 4% RGM 40% 27% 25% 5% 3% RJM 30% 24% 28% 9% 9% WRM 6 Besuchen Sie unser Haus allein oder in Begleitung? Die meisten Gäste kommen allein oder mit Partner*in (gesamt: 68%), was für alle Institutionen im Mittelwert und für jedes Haus einzeln gleichermaßen gilt. Besuche mit Kindern und Verwandten sind in RGM und RJM stärker als in anderen Museen. Besuche aus konkretem Bildungszusammenhang sind schwierig zu messen, da Gruppen in Befragungen für Einzelpersonen kaum greifbar sind. Hier ist auf jeden Fall das NS DOK Spitzenreiter (7,6%). Besuchssituation 25 43 7 11 17 2,5 2 13 allein Partner*in Kinder u 16 Verwandte Bekannte Schule / Uni Gruppe Sonstiges 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 Mittelwert für alle Museen allein Partner*in Kinder u 16 Verwandte Bekannte Schule / Uni Gruppe Sonstiges 7 Besuchssituation 34,4 31,1 30,4 24,8 34,1 32,4 32,5 34,3 40,6 40,2 45,8 37 41,4 39,7 37,5 42,4 12,6 13,1 13,1 18,7 12,2 14,1 18,7 14,8 WRM RJM RGM NS DOK MS ML MOK MAKK 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Einzelwerte für alle Museen allein Partner*in Kinder u 16 Verwandte Bekannte Schule / Uni Gruppe Sonstiges 8 Mit welcher Motivation besuchen Sie das Museum heute? Menschen besuchen Museen mit unterschiedlicher Motivation. »Explorers« gehen positiv gestimmt ins Museum. »Respectful Pilgrims« begegnen Museen mit Ehrfurcht und Objekten mit Respekt. »Professionals« gehen beruflich ins Museum. »Community Seekers« finden im Museum Gemeinschaft. »Rechargers« nutzen Museen als Orte der Entspannung. »Facilitators« wollen gemeinsam Zeit verbringen. »Experience Seekers« sammeln Museen und Eindrücke. Motivation 5% 2% 34% 12% 18% 15% 14% Mittelwert für alle Museen Pilgrims Community Seekers Explorers Professionals Experience Seekers Rechargers Facilitators 9 Motivation 10,7 17,7 29,1 36,2 9,5 6,3 9 6,3 5,1 6,9 10,1 6,7 7,3 3,5 4,5 4,2 37,1 33,3 27,2 24,8 41,8 41,7 43,3 50,7 16,4 12,5 9,2 12,5 13,7 12,8 10,5 12,6 12,8 14,1 11,4 12,5 12,8 17,2 12,6 12,8 12 6,9 5,5 0,9 8,3 12,4 14,6 8,1 5,8 8,7 7,6 6,4 6,5 6,1 5,6 5,3 WRM RJM RGM NS DOK MS ML MOK MAKK 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Einzelwerte für alle Museen Pilgrims Community Seekers Explorers Professionals Experience Seekers Rechargers Facilitators 10 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (Alle Museen) 5,6 5,3 19,1 2,5 0,3 0,4 3,4 0,6 1,9 1,5 1,6 0,6 1,9 0,6 0,5 0,3 0,9 5,1 3,1 6,3 1,7 0,4 0,5 0,2 2,2 32,0 11,5 2,3 1,5 5,6 0,4 0,3 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 Mittelwert für alle Museen 11 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (MAKK) 8,4 12,4 13,3 3,2 0,5 0,3 1,0 0,1 0,7 2,2 2,7 0,8 3,7 0,8 0,4 0,4 0,3 5,2 1,5 9,0 1,1 0,5 0,3 0,2 3,3 20,9 17,9 4,3 0,9 6,0 0,5 0,2 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 MAKK 12 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (MOK) 10,6 16,3 14,1 8,2 0,2 0,3 1,1 0,3 0,7 1,6 2,8 0,3 2,0 0,2 0,4 0,3 0,6 9,8 3,4 10,7 1,1 0,7 0,5 0,3 3,7 18,5 7,6 2,6 1,1 3,9 0,2 0,3 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20,0 MOK 13 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (ML) 8,4 12,4 13,3 3,2 0,5 0,3 1,0 0,1 0,7 2,2 2,7 0,8 3,7 0,8 0,4 0,4 0,3 5,2 1,5 9,0 1,1 0,5 0,3 0,2 3,3 20,9 17,9 4,3 0,9 6,0 0,5 0,2 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 ML 14 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (MS) 11,6 22,6 8,8 4,5 0,8 0,3 1,1 0,3 0,5 1,8 1,8 0,3 2,3 0,3 0,4 0,0 0,3 8,4 2,3 5,4 0,7 0,5 0,7 1,1 1,5 20,0 15,4 3,1 0,5 4,2 0,5 0,1 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 MS 15 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (NS DOK) 5,9 6,1 16,5 4,0 0,2 0,4 0,7 0,6 1,6 4,2 5,4 2,1 2,7 0,9 0,7 0,3 1,4 2,4 0,5 15,1 1,9 1,1 0,7 0,6 5,1 24,8 8,4 1,0 0,9 5,2 0,1 0,4 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 NS DOK 16 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (RGM) 6,6 11,2 18,1 3,9 0,2 0,7 0,7 0,0 3,9 3,2 3,9 0,9 3,7 0,2 2,1 1,1 0,2 3,4 2,3 11,4 0,5 0,7 0,5 0,5 1,1 18,1 16,5 3,7 0,2 1,8 0,2 0,9 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20,0 RGM 17 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (RJM) 11,5 16,4 13,6 4,2 0,6 0,3 1,0 0,3 0,9 1,6 3,0 0,6 2,2 0,4 0,9 0,5 0,3 8,0 2,9 5,6 1,3 0,3 2,0 0,6 2,4 24,0 17,2 3,0 0,5 3,4 0,3 0,0 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 RJM 18 Wie sind Sie auf das heutige Angebot aufmerksam geworden? Kommunikationswege (WRM) 7,5 12,7 18,3 4,0 0,3 0,6 1,8 0,6 0,8 2,6 3,3 0,4 3,2 0,4 0,8 0,2 0,4 9,6 4,1 8,1 1,1 0,3 0,9 0,3 3,3 19,7 17,9 2,0 0,6 4,0 0,2 0,5 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 WRM 19 Zufriedenheit mit dem Eintrittspreis? Die Eintrittspreise werden im Durchschnitt von fast 80% aller Gäste positiv bewertet. Nicht unterschieden wurden dabei die konkreten Tarife, die gezahlt wurden: Vollzahler, ermäßigte Eintritte und freie Eintritte. Die zum Vergleich gezeigten Ergebnisse der beiden Museen RGM und WRM zeigen ähnliche Ergebnisse (81 bzw. 79%). Dabei ist das RGM ein Museum in Interim, das WRM hingegen ein Eigenbetrieb, das gehalten ist Erlöse zu erzielen. Bepreisung 47% 32% 9% 2%1% 7% 2% gesamt vollkommen zufrieden eher zufrieden teils (un)zufrieden eher unzufrieden vollkommen unzufrieden Keine Beurteilung möglich keine Angabe 20 Zufriedenheit mit dem Eintrittspreis? Bepreisung 49% 32% 8% 4% 3% 2%2% RGM vollkommen zufrieden eher zufrieden teils (un)zufrieden eher unzufrieden vollkommen unzufrieden Keine Beurteilung möglich keine Angabe 44% 35% 10% 3%2% 5% 1% WRM vollkommen zufrieden eher zufrieden teils (un)zufrieden eher unzufrieden vollkommen unzufrieden Keine Beurteilung möglich keine Angabe 21 Woher kommen Sie? Im Durchschnitt liegen die Anteile der Gäste aus Köln und die aus dem Ausland eng beieinander. Fast die Hälfte des Publikums stammt aus Deutschland. In den einzelnen Häusern verteilt sich die Herkunfts- region jedoch sehr heterogen. So ist der Anteil des ausländischen Publikums in NS DOK und ML überdurchschnittlich hoch, während das RJM den geringsten Anteil ausweist. Durchgängig stark ist der Anteil aus dem übrigen Bundesgebiet, der in allen Fällen bei mindestens 38% liegt. Herkunft 25% 47% 28% gesamt Köln Deutschland (außerhalb Kölns) Ausland 22 Herkunft 32% 49% 19% MAKK 34% 52% 14% MOK 18% 44% 38% ML 36% 44% 20% MS 17% 38% 45% NS DOK 34% 51% 15% RJM 25% 47% 28% gesamt Köln Deutschland (außerhalb Kölns) Ausland 23 Zuordnung des Publikums zu Lebenswelten Die Lebensführungstypologie untergliedert die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland in neun Arten der Lebensführung. Die verschiedenen Lebenswelten kombinieren die soziale Lage (z.B. Bildung, Beruf, Einkommen, Position im Lebensverlauf, Wohnort, Migrationshintergrund) mit lebensbereichsspezifischen Einstellungen und Verhaltensweisen. Gegenüber dem Bundesdurchschnitt sind die Milieus der Konventionalisten (3 zu 11,7%), der Bodenständig Traditionellen (1 zu 18,9%) und der Heimzenrierten (4 zu 17,6%) unterdurchschnittlic vertreten. Demgegenüber sind die Milieus der Liberal Gehobenen (22 zu 10,9%), der Innovativ Gehobenen (34 zu 7,4%) und der Hedonisten überrepräsentiert. Lebenswelten 5% 3% 1% 22% 11% 4% 34% 15% 5% Museen gesamt Konservativ Gehobene Konventionalisten Bodenständig Traditionelle Liberal Gehobene Mittelständische Heimzentrierte Innovativ Gehobene Hedonisten Unterhaltungssuchende 24 Lebenswelten 5,3 4,1 5,7 4 6,6 4,5 4,9 3,9 4,5 2,7 4,4 3,4 4,1 3,8 3,5 3,2 3,2 11,7 1,8 1,4 1,5 1,8 2,4 0,8 1,4 1,7 18,9 24,1 19,1 22,4 21,8 27,2 21,7 20 26,3 10,9 11,2 9,7 10,1 11,4 10,7 10,5 9,4 8,6 16,9 2,9 3,9 3,4 4,6 2,6 3,8 3,5 3,5 17,6 34,5 34,6 35,5 28,7 31,9 35,1 34,7 33,9 7,4 14,2 16,1 14,3 17,1 10 15,2 18,1 14 6,8 3,3 6,7 3,7 6,4 4,8 5 4,9 4,8 5,4 WRM RJM RGM NS DOK MS ML MOK MAKK Deutschland 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Einzelwerte für alle Museen Konservativ Gehobene Konventionalisten Bodenständige Liberal Gehobene Mittelständische Heimzentrierte Innovativ Gehobene Hedonisten Unterhaltungssuchende 25 Publikum im Durchschnitt Demographie 64,26,8 27,2 1,8 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 12,0 24,3 54,1 6,4 0,0 0,4 0,4 0,3 2,1 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 42,3 55,9 0,9 1,3 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 4,0 18,8 16,9 14,2 17,8 16,0 9,6 2,7 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 26 Publikum im MAKK Demographie 70,2 7,2 21,3 1,3 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 11,6 37,2 43,0 4,5 0,0 0,3 0,5 0,1 2,7 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 36,9 61,4 0,41,3 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 3,9 18,8 12,2 11,1 21,6 22,0 8,6 1,7 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 27 Publikum im MOK Demographie 69,7 9,5 20,0 0,8 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 8,9 34,2 49,0 4,8 0,0 0,3 0,8 0,0 2,1 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 38,5 60,5 0,40,5 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 2,6 25,8 17,5 12,1 15,4 15,1 9,4 2,1 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 28 Publikum im ML Demographie 49,3 6,9 42,3 1,5 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 9,6 28,8 52,1 5,9 0,0 0,3 0,7 0,2 2,4 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 40,4 58,3 0,40,8 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 4,1 22,3 16,0 14,2 17,3 15,9 8,7 1,4 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 29 Publikum im MS Demographie 66,3 7,1 24,9 1,8 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 14,3 36,7 38,2 7,1 0,0 0,3 0,0 0,7 2,7 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 44,9 53,3 0,71,1 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 2,4 16,2 12,0 11,4 18,6 22,4 13,3 3,5 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 30 Publikum im NS DOK Demographie 42,4 6,6 49,7 1,3 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 14,9 29,3 48,0 3,7 0,0 0,3 0,8 1,0 2,0 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 50,347,9 0,41,4 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 8,1 32,4 18,0 13,0 12,3 11,6 4,2 0,6 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 31 Publikum im RGM Demographie 64,26,8 27,2 1,8 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 13,3 32,5 43,0 7,1 0,0 0,0 0,7 1,1 2,3 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 55,4 43,7 0,00,9 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 5,3 22,7 19,7 13,7 15,6 14,9 7,1 1,1 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 32 Publikum im RJM Demographie 69,2 11,4 18,8 0,6 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 13,1 35,8 42,9 4,6 0,0 0,6 0,7 0,6 1,8 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 40,9 57,6 0,80,8 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 3,5 16,9 17,6 14,8 16,7 16,6 10,1 3,8 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 33 Publikum im WRM Demographie 62,4 7,9 28,0 1,8 Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländische Gäste (inkl. Tourist*innen) k. A. 0,0 11,3 29,3 48,7 7,1 0,0 0,2 0,6 0,3 2,5 Formale Bildung Grundschule Mittlerer Abschluss (Fach-)Abitur BA, MA, Dipl. Promotion, Habilitation Vorschule unbekannt Anderer Abschluss ohne Abschluss k. A. 41,8 56,9 0,40,9 Geschlecht männlich weiblich divers k. A. 3,5 14,9 13,3 11,3 19,4 22,5 12,1 3,0 Alter < 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 > 80 34 Verortung der Kölner Besuchszahlen 55% 12% 7% 5% 3% 8% 5% 5% -1% Deutsche Museen nach Besuchszahlen (2019) bis 5.000 bis 10.000 bis 15.000 bis 20.000 bis 25.000 bis 50.000 bis 100.000 bis 500.000 > 500.000 WRM: 192.460 ML: 242.144 NS DOK: 78.869 KSM: 85.199 MAKK: 73.980 RJM: 85.486 RGM: 46.352 MSchn: 31.707 MOK: 17.101 Hinweis AZ: geschl. ab 04/19 RGM: Interim
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/4522 Vorlagen-Nummer 06.11.2023 3469/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 28.11.2023 Erste Ergebnisse zum Publikumsmonitoring des Museumsdienstes in Kooperation mit KulMon® Die Verwaltung legt die ersten Ergebnisse des Publikumsmonitorings vor, das der Mu- seumsdienst in Kooperation mit KulMon® durchführt. KulMon® ist das größte Besu- cher*innenforschungsprojekt im deutschsprachigen Raum und wird vom Berliner Insti- tut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) geleitet und wissenschaftlich betreut. Das als Langzeitstudie angelegte Besucher*innenmonitoring mit transparenter und einheit- licher Methode ermöglicht Kultur- und Freizeiteinrichtungen strategisches und daten- basiertes Arbeiten. Publikumsmonitoring ist ein relevanter Baustein im musealen Audi- ence Development. Obgleich die Aussagekraft von statistischen Daten erst mit der Quantität qualitativ steigt, lassen sich bereits zu diesem Zeitpunkt Erfolge und Hand- lungsbedarfe messbar belegen. Shortcuts: Tourismus - Touristische Packages, konkrete touristische Informationsmaterialien, direkte Emp- fehlungen aus Hotellerie und Gastronomie erzielen nur eine geringe Reichweite. Marketing - Das weitaus wichtigste Element ist das Empfehlungsmarketing, also die persönli- che Empfehlung (32%). - Plakatierung, Printprodukte und analoge und digitale Werbeschaltungen sind da- nach wichtigsten Kommunikationskanäle, gefolgt von Pressearbeit. Publikum - Die Mehrheit des Publikums wiederholt seinen Besuch mehrfach im Jahr. - Die dargestellten und durch die Werbemaßnahmen adressierten Besuchstypen werden erreicht. Bepreisung - Die Eintrittspreise der Museen der Stadt Köln habe eine hohe Akzeptanz (80%) - Standort- und Metastudien (vgl. Kliment, 2019) zeigen gleichzeitig, dass freie Ein- tritte nur kurzfristige Effekte haben, Mitnahmeeffekte des klassischen Publikums eintreten, und kaum neue Zielgruppen in die Museen kommen. Handlungsempfehlung - Steigerung des Empfehlungsmarketings durch Intensivierung der Willkommenskul- tur und die Schaffung niederschwelliger Zugänge (beispielsweise Dritten Orte). - Erreichung zusätzlicher Teile der Bevölkerung notwendig über eine andere Form der Kommunikation (Outreach, niederschwellige Zugänge, Kooperationen etc.). 2 Tourismus Ein ganzheitliches Standortortmarketing, bei dem Kultur eine namhafte Rolle spielt, ist eine Zukunftsaufgabe. Seit 2022 verfolgt KölnTourismus im Leisure-Bereich mit der Marke visit.koeln eine von der Adressierung bestimmter Lebenswelten (sog. Sinus Milieus) getragenen An- satz. Für die fokussierten Milieus spielen Museen eine wichtige Rolle und werden von KölnTourismus auch entsprechend beworben. Auch Tourismus NRW verfolgt einen Milieuansatz. So spielen die Kölner Museen als Besuchsanlass für die Domstadt immer wieder eine Rolle – je nach aktueller Kam- pagne von Tourismus NRW. Auch diese Umstellung auf den Ansatz der Lebenswelten wurde im Kontext der Coronapandemie geschärft. Das durch den Museumsdienst aufgesetzte Publikumsmonitoring zeigt, dass touristi- sche Packages oder konkrete touristische Informationsmaterialien ebenso wie direkte Empfehlungen aus Hotellerie und Gastronomie nur eine geringe Reichweite erzielen (s. Anhang, S. 10ff.). Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass die Platzierung der Mu- seen im touristischen Zusammenhang für eine Anreicherung des Images der Domstadt sorgt. Milieu-Ansatz Die Konzentration auf Lebensweltmodelle ist ein im Marketing wissenschaftlich beleg- ter Ansatz, der davon ausgeht, dass Menschen in gleicher sozialer Lage und mit ähnli- cher Grundorientierung für ähnliche Botschaften empfänglich sind. Dem liegt der aus dem angloamerikanischen Raum stammende Ansatz der Visitor Experience (John H. Falk u.a.) zugrunde, demzufolge sich Besuchsmotive und Besuchsmotivationen in sie- ben Besuchstypen zusammenfassen lassen: 1. »Explorers« sind neugierige Menschen und gehen positiv gestimmt ins Museum. 2. »Respectful Pilgrims« werden von bestimmten Ausstellungen und Objekten ange- zogen. 3. »Professionals« gehen aus beruflichen Gründen ins Museum. 4. »Community Seekers« finden im Museum Gemeinschaft. 5. »Rechargers« nutzen Museen als Orte der Entspannung. 6. »Facilitators« wollen gemeinsam Zeit verbringen, zum Beispiel mit der Familie. 7. »Experience Seekers« sammeln Museen, ikonische Objekte und Eindrücke. Die oben dargestellten und durch die Werbemaßnahmen adressierten Besuchstypen werden erreicht. In den Kölner Museen stark vertreten sind die Typen Explorers, Ex- perience Seekers und Facilitators (S. Anlage, S. 8f), die zusammen zwei Drittel der Gäste ausmachen. Darin spiegelt sich die hohe Wiederbesuchsquote (Explorers: Menschen entdecken immer Neues in den Museen, 34%), der hohe auswärtige Anteil (Experience Seekers: Menschen aus der Ferne erleben Museen als Ganzes; 18%) und das soziale Element des Museumsbesuchs (Facilitators: Bedeutung wertiger Frei- zeitgestaltung; 14%). Entsprechend darauf abgestimmt sind die Werbe- und Kommu- nikationsbotschaften. Denn die Besuchsmotivation ist nicht auf ein einzelnes Haus zu beziehen, sondern auf die Museumssparte insgesamt. Es steht nicht zu erwarten, dass eine kurzfristige Verlagerung der Motivationen eintritt. Diese ist auch nicht beabsichtigt, vielmehr muss es darum, die Zahl der Gäste zu stei- gern, die Wiederbesuchsrate zu erhöhen und die Aufenthaltsdauer in den Museen zu verlängern, was auf eine steigende Besuchsqualität schließen ließe. Das Audience Development, das hinter diesen Zahlen ablesbar ist, scheint jedenfalls Wirksamkeit zu entwickeln, denn die entsprechenden Veranstaltungen sind sehr gut wahrgenommen. Das Publikumsmonitoring zeigt, dass insbesondere die Lebenswelten der „Liberal-Ge- hobenen“ und der „Innovativ-Gehobenen“ (Sie entsprechen den gen. Milieus der 3 „Postmateriellen“ und der „Expeditiven“) im Gesamtdurchschnitt 56% der Gäste in den Kölner Museen ausmachen (s. Anlage, S. 23f), wobei sich dies von Haus zu Haus un- terscheidet. Bundesweit haben diese beiden Gruppen zusammen einen Anteil von 18,3% an der Gesamtbevölkerung. Demnach ist diese Strategie einer milieuspezifi- schen Ansprache, bezogen auf den Standort Köln, durchaus vielversprechend. Dies bedeutet aber auch, das zur Erreichung anderer Teile der Bevölkerung eine andere Form der Kommunikation – über Outreach, niederschwellige Zugänge, Kooperationen etc. – nötig ist. Marketing Wie die Auswertung zur durchschnittlichen Relevanz der Kommunikationskanäle im aktuellen Publikumsmonitoring zeigt (Anlage, S. 10ff.), reagieren potenzielle Gäste vor allem auf - Massenwerbung wie Flyer / Broschüren o.ä. (5,6%), - Außenwerbung wie Plakatierung, Banner, Verkehrsmittelwerbung (5,3%), - Sowie Informationen auf der Webseite des Museums oder dem zentralen Mu- seumsportal (19,1%), wobei die Einzelwerte deutlich höher liegen können – im Falle der Wahrnehmung von Plakaten bis zu 22,4% (MS) und bei Massenwerbung bis zu 11,5% (RJM). Weiterhin relevant ist die - mediale Berichterstattung (5,1%) - weitere Onlineberichterstattung (6,3%) Das Publikum der Kölner Museen orientiert sich deutlich an: - Informationen auf der Webseite des Museums oder dem zentralen Museum- sportal (19,1%) - medialer Berichterstattung (5,1%), mit Werten bis zu 9,8% (MOK) - weiterer Onlineberichterstattung (6,3%); mit Werten bis zu 15,1% (NS DOK) Touristische Plattformen und Kanäle haben einen gewissen Anteil, sind aber gegen- über den von den Musen selbst bespielten Kanälen deutlich untergeordnet. Nur im Falle des RGM ist eine höhere Relevanz zu verzeichnen. Dennoch sind sie wichtig, um die Kölner Museen im touristischen Kommunikationsumfeld präsent u halten. Das weitaus wichtigste Element ist jedoch das Empfehlungsmarketing, also die per- sönliche Empfehlung (Durchschnitt: 32%), die sich deutlich von der Empfehlung auf den Social Media abhebt. Die museumseigenen Social-Media-Kanäle sind bislang deutlich nachrangig. Mit dem zu erwartenden Anwachsen von User Generated Con- tent (UGC) durch partizipative Ansätze im digitalen Raum wird deren Relevanz jedoch wachsen. Plakatierung, Printprodukte und analoge und digitale Werbeschaltungen sind demzufolge die wichtigsten Kommunikationskanäle, gefolgt von Pressearbeit. Publikum Es ist nicht direkt ablesbar, ob eine bestimmte Werbeplatzierung linear zu einem kon- kreten Ausstellungsbesuch geführt hat, dies wäre auch nur bedingt zielführend. Sehr häufig reisen Gäste aus dem Ausland in der Regel im Rahmen eines Städteaufenthal- tes an, in dem Museumsbesuche eine Rolle spielen, aber nicht unbedingt Treiber für den Besuchsanlass sind. Die generelle hohe Zahl der Erstbesuche (Durchschnitt: 54%), gepaart mit der hohen Anzahl an ausländischem Publikum in einzelnen Häu- sern (ML, NS DOK) lässt vermuten, dass Museen auch, aber nicht ausschließlicher Besuchsgrund sind. Andererseits spricht die hohe Bindung an die Museen – 55% des Publikums kommt mindestens zweimal jährlich ins Museum, viele davon deutlich öfter – für einen im An- satz positiv wirkenden Werbe- und Kommunikationsmix. 4 Dabei ist zu bedenken, dass das demographische Profil der Publikumsstruktur sich von Haus zu Haus unterscheidet (s. Anlage, S. 25ff). Das NS DOK weist das jüngste Publikum aus, gefolgt von MOK und RGM, während MS und WRM mehr ältere Gäste willkommen heißen. Eine ausgewogene Verteilung der Alterskohorten zeigen die übri- gen Häuser. Diese zukünftig regelmäßig vorliegenden Hinweise zur Besuchsstruktur, zu der natürlich auch Geschlecht, Herkunft und Bildungsgrad zu rechnen sind, können dazu dienen, die Werbeplanung der Museen zu optimieren. Bepreisung In diesem Zusammenhang wird abschließend auf das Thema der Bepreisung verwie- sen. Die Eintrittspreise der Museen der Stadt Köln werden im Durchschnitt von fast 80% aller Gäste positiv bewertet. Nicht unterschieden wurden dabei die konkreten Ta- rife, die gezahlt wurden: Vollzahler, ermäßigte Eintritte und freie Eintritte. Die zum Ver- gleich gezeigten Ergebnisse der beiden Museen RGM und WRM zeigen dabei ähnli- che Ergebnisse (81% bzw. 79%) – bei unterschiedlicher Ausgangslage. Das RGM ist ein Museum, das aufgrund seiner Interimssituation keine Sonderausstellung im eige- nen Haus präsentieren kann, ansonsten aber eine vollständige Darstellung der Kölner Kulturgeschichte bis zum Ende der Römerzeit zeigt; es weist derzeit 80% Erstbesu- cher*innen auf, bei einem Gesamtanteil von ausländischem Publikum bei 27,2%. Hier ist keine erhöhte Preissensibilität wegen der Interimssituation festzustellen. Beim WRM, das als Eigenbetrieb Erlöse erzielen muss, zeigt sich in Summe eine ähnliche Tendenz, bei höherer Bepreisung. Es steht zu vermuten, dass sich für Köln ähnliche Erkenntnisse zur Preisgestaltung gewinnen lassen, wie für andere Standorte. So zeigen Standort- und Metastudien übereinstimmend (vgl. Kliment, 2019), dass freie Eintritte zu kurzfristigen Besuchsan- stiegen führen, dass Mitnahmeeffekte des klassischen Publikums eintreten, nur wenig neue Zielgruppen über dieses Instrument erreicht werden und daher eine Flankierung durch Marketingmaßnahmen und Bildungsangebote notwendig ist. Hierfür sind aller- dings weitere Mittel für Bildungsprogramme notwendig sowie ein für den Museumsbe- reich spezifisches Marketing. Handlungsansätze Printprodukte und Anzeigenschaltungen des jeweiligen Museums sowie die des Mu- seumsverbundes sind die wichtigsten unter jenen Kommunikationskanälen, die die In- stitutionen selbst steuern können. Die auch außerhalb der Museumslandschaft geltende hohe Relevanz persönlicher Empfehlungen (Word-of-Mouth-Kommunikation) ist jedoch ein Punkt, an dem die Mu- seen gut ansetzen können. Insbesondere eine stetige Intensivierung der Willkom- menskultur und die Schaffung niederschwelliger Zugänge, wie sie beispielsweise in der Idee der Dritten Orte steckt, kann hier für noch mehr Empfehlungsmarketing sor- gen. Eine Intensivierung der erfolgreichen Marketingmaßnahmen kann zu einer quantitati- ven Steigerung der Besuchszahlen führen. Daher besteht aus Sicht der Verwaltung durchaus Handlungsbedarf. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3469/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 06.11.2023
- Erstellt
- 27.10.2023 22:04