2286/2017
Netzwerk gegen häusliche Gewalt – Statistik 2016
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Mitteilung Ausschuss
4642 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
IV/511/10
Vorlagen-Nummer 01.08.2017
2286/2017
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Jugendhilfeausschuss
05.09.2017
Ausschuss für Soziales und Senioren 07.09.2017
Integrationsrat 11.09.2017
Netzwerk gegen häusliche Gewalt – Statistik 2016
Nach Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes am 01.01.2002 wurden als Bindeglied zwischen Polizei,
den bestehenden Beratungsstellen und -diensten, den Frauenhäusern, Notschlafstellen und Angebo-
ten der Jugend- und Gefährdetenhilfe im September 2002 zwei Interventionsstellen gegen häusliche
Gewalt installiert. Eine Interventionsstelle wurde für den linksrheinischen Bereich durch den Sozial-
dienst Katholischer Frauen und eine für den rechtsrheinischen Bereich durch die Diakonie Michaels-
hoven eingerichtet. Die Interventionsstellen werden auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses durch
das Amt für Soziales und Senioren institutionell gefördert.
Die Interventionsstellen stehen im Rahmen des „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ in einer kontinu-
ierlichen Kooperation mit den unterschiedlichen Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein
effektives Vorgehen im polizeilichen, strafrechtlichen, zivilrechtlichen sowie im sozialen Bereich zu
erreichen und zu sichern.
Der Mitteilung beigefügt sind die Jahresstatistik 2016 (Anlage 1) und ein Rückblick der letzten 5 Jahre
(Anlage 2).
Der Rückgang der Beratungsfälle in den Interventionsstellen hat sich auch im Jahr 2016 fortgesetzt.
Sowohl die Anzahl der Faxmitteilungen als auch die durch die Polizei vermittelten Beratungsfälle sind
gesamtstädtisch erneut leicht gesunken.
Ob der Rückgang der Vermittlung der Beratungsfälle und der Faxmitteilungen durch die Polizei damit
zusammenhängt, dass die betroffenen Personen ihre Zustimmung zur Meldung an die Interventions-
stellen verweigern, ist nicht zweifelsfrei fachlich sauber zu eruieren, da seit 2015 die bis dahin von der
Kölner Polizeibehörde zur Verfügung gestellten Daten aufgrund von geänderten Landesvorgaben
nicht mehr geliefert werden können.
Das Kölner Modell zeichnet sich durch die vielschichtigen Angebote im qualitativen Unterschied zu
den Angeboten anderer Kommunen und Landkreise aus. In den Gewaltschutzzentren wurden flankie-
rende Hilfen aufgebaut.
Darüber hinaus ist die AWO mit dem Angebot für Täter „MannSein ohne Gewalt“ ebenfalls fester Ko-
operationspartner im „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“.
2
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Jahresstatistik 2016 der Polizei, der Kriseninterventionsarbeit in Fällen von häuslicher
Gewalt durch die Interventionsstellen SKF (linksrheinisch) und Diakonie Michaelshoven
(rechtsrheinisch) und des Projektes „MannSein ohne Gewalt“ der AWO.
Linksrheinisch Rechtsrheinisch Gesamtstadt Gesamtstadt
2016 2016 2016 2015
Interventionsstellen:
Beratungsfälle 528 654 1182 1334
Faxvermittlung durch die
Polizei 397 401 798 903
Wiederholungsfälle 16 57 73 102
Nichtannahme der Kon-
taktaufnahme durch die
Interventionsstelle
113 98 211 199
Geschlecht der Opfer:
weiblich 479 616 1095 1161
92,64% 87,03%
männlich 49 38 87 102
7,36% 7,64%
ohne Angabe 0 71
5,32%
Geschlecht der Täter:
weiblich 32 20 52 68
4,4% 5,09%
männlich 360 536 896 1054
75,8% 79,01%
ohne Angabe 136 98 234 212
19,8% 15,9%
Familien mit minderjähri-
gen Kindern im Haushalt 321 397 718 777
60,7% 58,2%
Opfer mit Migrationshinter-
grund 294 384 678 653
57,4% 48,9%
3
Forts. Interventionsstellen
Linksrheinisch
2016
Rechtsrheinisch
2016
Gesamtstadt
2016
Gesamtstadt
2015
Täter-Opfer-Konstellation:
Frauen gegen Männer 17 12 29 57
2,45% 4,91%
Männer gegen Frauen 316 471 787 913
66,6% 78,8%
Sonstige Konstellationen
(z.B. Eltern gegen Kinder..) 195 171 366 189
31% 16,3%
Summe (erfasst) 528 654 1182 1159
(100%=1562)
Täterarbeit der AWO:
Klienten insgesamt 213 195
Teilnahme an Trainings-
gruppe 56 51
ausschließlich Einzelbera-
tung 150 98
Vermittlung durch:
Selbstmelder 56 47
Auflage: StA, BWH, Ge-
richt 103 69
ASD 21 25
Jobcenter 2 3
Sonstige 1 16
Forts. Täterarbeit
Linksrheinisch
2016
Rechtsrheinisch
2016
Gesamtstadt
2016
Gesamtstadt
2015
Nationalität:
deutsch 98 73
türkisch 20 32
EU 7
GUS 9 6
Sonstige/unbekannt
…31..davon 7
unbekannt
42…….davon7
unbekannt
Klienten mit Kindern im
Haushalt 98 106
gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2286/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.08.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27