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Standort für Denkmal in der Keupstraße geklärt
Mitteilung Ausschuss 2291/2021 vom 30.07.2021
Stand: Am 07.09.2021 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4520 Vorlagen-Nummer 14.06.2021 2291/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 15.06.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 07.09.2021 Standort für Denkmal in der Keupstraße geklärt Neue Investoren ermöglichen Lösung im Bereich Keupstraße/Schanzenstraße Das Denkmal an der Keupstraße, das an den Anschlag des NSU erinnern soll, kann an dem von vielen gewünschten Standort im Bereich Keupstraße/Schanzenstraße verwirklicht werden. Nach Jahren des Stillstands hat dies ein Besitzwechsel des Grundstücks möglich gemacht. Die neue Ei- gentümerin, die „gentes Gruppe“ aus Düsseldorf, hat die entsprechende Grundstücksfläche zur Ver- fügung gestellt und wird die Eigentumsrechte für die Platzfläche auf die Stadt Köln übertragen. Das Projekt kann nun im Zuge der Gesamtbebauung des Areals in den kommenden drei bis vier Jahren umgesetzt werden und damit rückt die Realisierung des Denkmals in greifbare Nähe. Auf rund 550 Quadratmetern entsteht ein öffentlicher Platz, der dem Denkmal einen würdigen Raum bietet. Er dient neben seiner städtebaulichen Qualität zudem als Ort der Begegnung im Viertel. Platz und Denkmal sollen über eine digitale Anwendung zum interaktiven Lern- und Erinnerungsort wer- den. 2016 führte das NS -Dokumentationszentrum einen künstlerischen Wettbewerb für ein Denkmal durch, bei dem alle Opfer der Anschläge in der Keupstraße und der Probsteigasse beteiligt waren. Einstimmig hatte sich die Jury für einen Entwurf des Berliner Künstlers Ulf Aminde entschieden. Ge- baut werden soll eine Bodenplatte aus Beton in demselben Maß wie die Betonplatte des Friseurge- schäftes, vor dem 2004 die Nagelbombe explodierte. Mit einem WLAN-Netzwerk vor Ort und einer speziellen App können Besucher*innen auf dem Smartphone oder Tablet ein virtuelles Gebäude er- richten. Die Bausteine sind in Wirklichkeit Filme. So wird das Denkmal nicht nur ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechten Terrors sowie den Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung. Es regt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Rechtsextremismus und Rassismus an. Und es vermittelt auch eine positive, auf die Zukunft gerichtete Botschaft: Alle Menschen, die hier leben, gehören zu unserer Stadtgesellschaft. So soll das Denkmal auch zeigen, dass das Ziel des NSU, mit Morden die Menschen mit Zuwande- rungsgeschichte in Deutschland zu bedrohen und gesellschaftlich zu isolieren, letztlich nicht erreicht wurde. Es ist vielmehr ein Plädoyer für den Schutz der Menschenwürde, für eine offe ne, tolerante, plurale Gesellschaft, in der alle Menschen selbstbestimmt und ohne Ausgrenzung leben können. Die Keupstraße erhält ein neues Zentrum, Mülheim und die gesamte Stadt ein viel beachtetes Denkmal, das auch weit über die Stadtgrenzen hinaus große Beachtung finden wird. 2 Die Interessengemeinschaft Keupstraße, der Bezirksbürgermeister von Köln -Mülheim, Norbert Fuchs, der Integrationsrat, die Initiative „Ein Platz für alle“ sowie auch Professor Ulf Aminde als maßgeblich Beteiligte in diesem Prozess begrüßen sowohl die Ausgestaltung des Denkmals, als auch seinen Standort. Ein Ratsantrag zur Annahme des Denkmals mit dem Standort Keupstraße/Schanzenstraße folgt unmittelbar nach der Sommerpause. Gez. Laugwitz-Aulbach
Beratungsverlauf
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