Mandari Insight

0231/2019

Aufklärungskampagne der Gesundheitsvorsorge für Kinder und Jugendliche in Meschenich/Kölnberg

Mitteilung BV 25.01.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 28.01.2019, TOP 10.2.4

Mitteilung BV

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung BV

6468 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53/530/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0231/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 28.01.2019 
 
Aufklärungskampagne der Gesundheitsvorsorge für Kinder und Jugendliche in 
Meschenich/Kölnberg 
 
Die Bezirksvertretung Rodenkirchen hat am 17.12.2018 folgenden Beschluss gefasst:  
Die Verwaltung wird gebeten, in Köln-Meschenich am Kölnberg eine mehrsprachige Aufklärungs-
kampagne über die Vorteile und Vorzüge  der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche 
(sog. U- und J-Untersuchungen) durchzuführen.  
Hierzu teilt die Verwaltung Folgendes mit: 
Gesundheitliche Prävention und Versorgung, darunter auch die „Vorsorge“- oder „Früherkennung“, 
nehmen bei Kindern und Jugendlichen für die Entwicklung und damit für den weiteren Lebensweg 
einen hohen Stellenwert ein. Sie sind daher von großer Bedeutung.  
Durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie wird bereits im Rahmen der KinderWillkommens-
Besuche bei Neugeborenen – KiWi, Angebot von „Köln für Kinder –Netzwerke Frühe Hilfen“, bei je-
dem Willkommensbesuch auf die U- und J- Früherkennungsuntersuchungen aufmerksam gemacht 
und den Eltern die Teilnahme nahegelegt. 
Um die Verbindlichkeit der Früherkennungsuntersuchungen zu erhöhen, ist seit 2008 verbindlich vor-
geschrieben, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die Daten der Kinder, die bei der U5 bis U9 
vorgestellt werden, an das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen übermitteln. Als Rechts-
grundlage dient die Verordnung zur Datenmeldung der Teilnahme an den Früherkennungsuntersu-
chungen vom 10.09.2008 in Verbindung mit § 32a des Heilberufsgesetzes. Vom Statistischen Lan-
desamt Nordrhein-Westfalen erfolgt ein Datenabgleich über die Kinder, die nicht an den Früherken-
nungsuntersuchungen teilgenommen haben; diese Kinder werden den Jugendämtern gemeldet. Die 
Eltern der Kinder in Köln, die diese Früherkennungsuntersuchungen nicht wahrgenommen haben, 
werden vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln angeschrieben und auf die versäumte 
U-Untersuchung hingewiesen. 
Die stadtteilbezogene Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen kann bei den Schul-
Eingangsuntersuchungen anhand der vorgelegten Untersuchungshefte festgestellt werden. Dabei 
wird die Teilnahmequote der „U8“-Früherkennungsuntersuchung in der Regel exemplarisch ausge-
wertet, da die durchgeführten Untersuchungen bei der „U8“ einen Rückschluss auf die Durchführung 
der vorherigen Untersuchungen zulassen. In allen Erhebungen nimmt die Teilnahme an den Früher-
kennungsuntersuchungen im Verlauf des Kindesalters ab. 
Die „U8“-Teilnahmequote beträgt im Kölner Stadtteil Meschenich 94,89 Prozent und liegt damit ge-
ringfügig über dem Kölner Durchschnitt von 94,50 Prozent (Quelle: Gesundheitsamt Köln, Landes-
zentrum Gesundheit NRW, Auswertung der Schuleingangsuntersuchungen Köln, Jahrgänge 2015 bis 
2017).  
In Meschenich befindet sich unmittelbarer Umgebung der Siedlung „Am Kölnberg“ eine kinder- und 
jugendärztliche Praxis. Die Praxis liegt ca. 350 m entfernt von der Siedlung „Am Kölnberg“ und ist von 
dort fußläufig in 4 Minuten erreichbar. Entsprechend wird diese Praxis von Familien, die in der Sied-

2 
 
lung „Am Kölnberg“ leben, im hohen Maße frequentiert. Die genaue „U8“-Teilnahmequote in der Sied-
lung „Am Kölnberg“ als einen Teil von Meschenich liegt nicht separat vor. Es ist jedoch davon auszu-
gehen, dass insbesondere durch die ortsnahe Möglichkeit einer kinderärztlichen Versorgung zahlrei-
che Familien aus dieser Siedlung auch Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen.  
Jedoch gibt es „Am Kölnberg“ auch Familien, die für die Früherkennungsuntersuchungen und ge-
sundheitliche Versorgung schwer erreichbar sind, da in dieser Siedlung eine besondere Situation vor-
liegt: 
Im Stadtteil Meschenich bündeln sich soziale Problemlagen in Bereich der Großwohnsiedlung „Am 
Kölnberg“ (mit bis zu 26 Etagen). Ein Großteil der Bevölkerung ist auf Transferleistungen angewiesen 
ist. Bei den unter 15-Jährigen leben über die Hälfte der Kinder in einem Haushalt mit SGB II-Bezug. 
Das Gebiet „Am Kölnberg“ ist geprägt durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshinter-
grund (87,4 Prozent). In der Siedlung leben über 3.327 Menschen (Stand 31.12.2016) aus 60 Natio-
nen sowie eine unbekannte Anzahl von Einwohnerinnen und Einwohnern, die nicht dort offiziell ge-
meldet sind. Es gibt einen hohen Anteil von Bürgerinnen und Bürgern aus den EU-Ländern Bulgarien 
und Rumänien, darunter viele kinderreiche Familien mit häufig unzureichendem Krankenversiche-
rungsschutz. Als „Ankommensstadtteil“ weist die Siedlung „Am Kölnberg“ eine hohe Fluktuation auf. 
Viele der Familien dort leben in komplexen Problemlagen und benötigen sozialarbeiterische Hilfe, die 
sich umfassend ihrer Belange annimmt.  
Für eine mehrsprachige Aufklärungskampagne steht Informationsmaterial zur Verfügung wie das 
Faltblatt „10 Chancen für Ihr Kind – Das Wichtigste zu den Früherkennungsuntersuchungen im Kin-
desalter U1 bis U9“, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das auch in den Sprachen 
Englisch, Türkisch, Russisch und Arabisch erhältlich ist.  
Die Erfahrungen der in die Siedlung „Am Kölnberg“ tätigen Fachkräfte sowie des Kinder- und Ju-
gendgesundheitsdienstes des Gesundheitsamtes, das bei den Masernausbrüchen 2017 und 2018 in 
den Räumen der Caritas am Kölnberg regelmäßig Impfungen angeboten hat, zeigen allerdings, dass 
die oben genannten Familien durch eine solche Aufklärungskampagne nicht erreicht werden.  
Daher wird aus gesundheitsfachlicher Sicht ein solcher Unterstützungsansatz nicht (allein) als zielfüh-
rend angesehen. 
Es zeigt sich, dass diese Familien durch niedrigschwellige und zugehende Angebote wie die Heb-
ammen vor Ort, die Frühen Hilfen oder die Stadtteileltern, die seit Anfang 2018 im Rahmen des Pro-
gramms „Starke Veedel-Starkes Köln“ auch in Meschenich tätig sind, bei dem Thema Gesundheits-
vorsorge unterstützt werden können.  
Darüber hinaus kann durch Mittel im Haushalt 2019 erstmals für Nichtversicherte über die Malteser-
MigrantenMedizin am Kölnberg ein konkretes Beratungs- und Versorgungsangebot – neben den 
Sprechstunden im Malteser-Krankenhaus St. Hildegardis – etabliert werden. 
Über regelmäßige und damit verlässliche Angebote vor Ort in Meschenich sind die Eltern und über 
diese die Kinder erreichbar und somit auch für die Vorsorgeuntersuchungen zu sensibilisieren.

Beratungsverlauf (1)

28.01.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0231/2019
Typ
Mitteilung BV
Datum
25.01.2019
Erstellt
17.01.2019 13:45