V/1035/2016
"Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2017"
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Beschlussvorlage
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V/1035/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft "Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2017" Beratungsfolge 30.11.2016 Kulturausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Kulturausschuss bestätigt die folgenden Entscheidungen des Kuratoriums für Produkti- ons- und Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2017. Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 2017 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel. Zusagen: Theatergruppe / -label Projekt Zuschuss Cactus Junges Theater Projektplanung 2017 35.500 Euro Theater T1 Produktion „Unendlicher Spaß“ 35.000 Euro Christian Fries Produktion „Proust 4 / 267-435“ 20.000 Euro Freuynde + Gaesdte Programm Preziosen I-III“ 17.000 Euro Body Talk Produktion „Friedensanleitung für Jeder- mann – Die 3. Generation“ 10.200 Euro Tugsal Mogul Produktion „Sezen Aksu – Die türkische Diva oder Der kleine Spatz“ 10.000 Euro Rue Obscure Produktion „Ein neues Land“ 10.000 Euro Kulturgrün e.V./MaKe Produktion „Die Ausgrabung – Operation Thoreau 9.300 Euro Silvia Jedrusiak Wiederaufnahme „Elternschau“ 10.000 Euro MaKe Wiederaufnahme „so kiss me goodbye“ 5.000 Euro Hartmann & Konsorten Wiederaufnahme „Heil Underground“ 5.000 Euro Vorlagen-Nr.: V/1035/2016 Auskunft erteilt: Herr Ermeling Ruf: 492 41 03 E-Mail: Ermeling@stadt-muenster.de Datum: 08.11.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/1035/2016 Silvia Jedrusiak Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Differenzen“ 4.000 Euro Hartmann & Konsorten Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Tagtraum Diaries“ 3.000 Euro Sabeth Dannenberg Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Der chinesische Mast“ 3.000 Euro Musiktheater Ohrpilot Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Hagendorf, Söldner“ 3.000 Euro Empfehlungen: Das Theaterkuratorium empfiehlt folgende Produktionen aufgrund von Aspekten der Newcomer/Nachwuchsförderung durch dafür gewidmete Mittel des Kulturamtes im Bereich der allgemeinen Kulturförderung mit jeweils 5.000 Euro zu unterstützen: Theatergruppe / -label Projekt empfohlener Zuschuss Tat Sachen Theater Produktion der Perlmuttknopf. Geschich- ten der Vernichtung“ 5.000 Euro Stefan Naszay Performanceprojekt „Schließe die Augen, ich bin es nicht, mein Herz ein tiefer Brunnen 5.000 Euro Ablehnungen: Theatergruppe/-label Projekt Harald Redmer Theaterproduktion „Die Flaneure // Athen“ Ruth Messing Projekt „5D-Theater – Ein Fest für die Sinne Artball.de Produktion „Der Schlafgänger kommt wieder“ Hidden Tracks Company Produktionskonzept „Listen carefully“ & „Transformation“ FreiFrau & Fetter Fisch Theaterproduktion „JETZT“ Jan Enste, Lejla Aliev Theaterproduktion „Tristano Stirbt“ Ari Nadkarni Theaterproduktion „Schloss aus Sand“ Franky the Teardrop Monkey Theaterproduktion „Locked in Conference“ Samaldo Tamatutes Galax y- production Theaterproduktion “PRXMA B – Eine Weltraumreise” Ralf Haarmann Konzeptionsförderung für die Produktion „Die Vorstellu ng läuft“ ProArtiSt Tanzproduktion „Ständig verfügbar: Fluch oder Segen?“ ProArtiSt Musik-/Tanzstück „ZwischenTonMoves“ ProArtiSt Konzeptionsförderung „Die Schumann Recherche“ Tanztheaterkollektiv Con Fini Tanztheaterproduktion „Gran Casino oder War um Katzen und Schweine uns kein Glück bringen“ Theater mitallensinnen Theaterprojekt „Der gute Tod“ Echtzeit-Theater Konzeptionsförderung für die Produktion „Ein Volksstück“ Begründung: - 3 - V/1035/2016 Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions - und Konzeptionsförderung für freie The- ater hat das Kulturamt vor den Sommerferien dieses Jahres die freien Theaterprod uzenten zur Antragste llung bis zum 26. September 2016 aufgerufen. Insgesamt sind darauf hin 33 Anträge von 29 Antragstellern eingereicht worden. In seiner Sitzung am 10. N ovember 2016 hat das Kuratorium über sämtliche vorliegenden Anträge entschieden. Es verständigte sich einvernehmlich darauf, im Schwerpunkt Produktionsvorschlägen mit kl arem Formwillen und narrativen Konzepten eine Chance zu geben. Insgesamt hat es acht Produktionsförderungen ausgesprochen, sowie vier Konzeptionsförde- rungen gewährt und drei Wiederaufnahmen zur Förderung vorgesehen. Erstmals sprach es auch eine Empfehlung an das Kulturamt aus Projektförderungen für zwei Produktionen v or- zusehen, die von neuen Theaterlabels erarbeitet werden, bei denen eine deutliche p ositive Perspektive erkennbar war und der Aspekt der Nachwuchsförderung im Vordergrund steht. 16 Vorschläge wurden abgelehnt. Zur Vergabe stand die Summe von 180.000 Euro, die dem planerischen Haushaltsa nsatz 2017 entspricht. Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrückl ichen Vorbehalt des Ratsbeschlu sses über den Haushaltsplan 2017 steht. Dieser Vorb ehalt wird nach positiver Beschlu ssfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendung sbescheide an die Projektträger aufgenommen. Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2017 wie folgt getroffen: Antragsteller: Cactus - Junges Theater (Barbara Kemmler / Alban Renz) Projektplanung 2017 mit 3 Jugendtheaterproduktionen Beantragt: 43.100 Euro Zuschuss: 35.500 Euro Cactus – Junges Theater repräsentiert in hervorragender Weise die freie Jugendtheaterarbeit in der Stadt und prägt durch seine anspruchsvolle Produktions arbeit das Jugendtheaterpr o- gramm im Theater im Pumpenhaus. Die Jahresplanung 2017 unter dem Leittitel „Erinnerung / Ehre / Enthusiasmus“ beinhaltet die Umsetzung der integrativen Mä d- chen/Frauentheaterproduktion „VergissNichtIch“ (AT), der interkulturellen Jugendtheaterpro- duktion „Was ist ohne Liebe Ehre? Was ist der Himmel ohne sie“ und der Cactus+ - Produktion „SOAP III mit vier Folgen in 2017. Das Kuratorium versprich t sich von der A rbeit von Cactus in 2017 ein Programm von besonderer Qualität und Aktualität. Antragsteller: Theater T1 (Torsten Lensing) Theaterproduktion „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace Beantragt: 40.000 Euro Zuschuss: 35.000 Euro Das Kuratorium bescheinigt dem Theater T1 eine hohe künstlerische Qualität, die es auch in seinen bisherigen Produktionen immer wieder unter Beweis gestellt hat. Es überzeugt dabei durch eine hohe künstlerische und schauspielerische Kompetenz in der Umsetzung der Pr o- jekte. Entsprechend beurteilte das Kuratorium auch die neue Produktion „Unendl icher Spaß“ des Theaters T1, die wieder hochkarätig besetzt sein wird. T1 hat neben dem Theater im - 4 - V/1035/2016 Pumpenhaus mit den S ophiensälen in Berlin, dem Staatstheater Stuttgart und Les Theatres de la Ville Luxemburg Koproduktionspartner gewinnen können, die eine überregio nale Auf- merksamkeit garantieren. Die Premiere von „Unendlicher Spaß“ ist im Theater im Pumpe n- haus geplant. Antragsteller: Christian Fries Theaterproduktion „PROUST 4 / 267-435“ Beantragt: 30.000 Euro Zuschuss: 20.000 Euro Mit „PROUST 4 / 267 -435“ entwickelt das Team Christian Fries / Silvio Beck ein perfom ativ orientiertes Körper- & Text-Theater, das die sozialen Gesten unter die Lupe nimmt. Das K u- ratorium schätzt die Arbeit des Labels und möchte die künstlerische Arbeit von Christian Fries / Silvio B eck für Münster gesichert wissen. Es spricht sich für eine Förderung der Pr o- duktion in Höhe von 20.000 Euro aus. Antragsteller: Freuynde + Gaesdte (Zeha Schröder / Anke Winterhoff) Theaterprogramm „Preziosen I-III“ Beantragt: 38.700 Euro Zuschuss: 17.000 Euro Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 an unge wöhnli- chen Orten. Die Gruppe legt nun zum fünften Mal ein themengebundenes Pr ogramm vor. Das Programm „Preziosen I-III“ beinhaltet drei Inszenierungen „Nawfragju“, „Vi docq der N a- me“ und „Carlos my precious“. Das Kuratorium ist sich der Arbeits qualität des Ensembles bewusst und verspricht sich wieder ein anspruchsvolles und ambitioniertes Programm. Antragsteller: bodytalk TanzTheater (Yoshiko Waki und Rolf Baumgart) Produktion „Friedensanleitung für jedermann – Die 3. Generation“ Beantragt: 20.200 Euro Zuschuss: 10.000 Euro „bodytalk“ realisiert Originalstoffe als Tanztheater und geht dazu zuweilen mit „Randgru ppen“ Kooperationen ein. Mit diesem Ansatz erlangt das E nsemble regelmäßig überregionale B e- achtung. In 2017 entwickelt „bodytalk“ ein Stück, mit dem Beginn und Bedeutung des polit i- schen Tanztheaters in Deutschland thematisiert werden. Die Compagnie wird dabei Produ k- tionsbedingungen erproben, wie sie vor knapp 5 0 Jahren an städtischen Theatern durchg e- setzt wurden. „bodytalk“ hat seinen Arbeitsschwerpunkt in diesem Jahr von Köln nach Mün s- ter verlagert und stellt dem Kuratorium nun zum zweiten Mal eine neue Arbeit vor. Das Kur a- torium verspricht sich eine außergewöh nliche Produktion mit wiederum überregionaler B e- achtung. Antragsteller: Tugsal Mogul Theaterproduktion „Sezen Aksu – die türkische Diva oder Der Kle i- ne Spatz“ Beantragt: 27.000 Euro Zuschuss: 10.000 Euro Mit seiner neuen Produktion „Sezen Aksu…“ entwi ckelt der Theatermacher und Regisseur Tugsal Mogul einen musikalisch -theatralischen Abend, mit dem er in die Tiefen der jüng eren - 5 - V/1035/2016 Geschichte der Türkei und die Mentalität und Seele der türkischen Bevölkerung ei ntaucht. Das Kuratorium verspricht sich eine hochaktuelle Arbeit von besonderer Qualität. Antragsteller: Rue Obscure (Anne Keller & Karina Behrendt) Theaterproduktion „Ein neues Land“ Beantragt: 15.600 Euro Zuschuss: 10.000 Euro „Rue Obscure“ ist ein junges Theaterlabel für surreale und magisch -realistische Theater- und Performanceprojekte, das regelmäßig gesellschaftsrelevante Themen aufgreift. Für 2017 entwickelt des Ensemble eine theatrale Adaption der Graphic Novel „Ein neues Land“ von Shaun Tan – eine zeitlose Geschichte, die ganz ohne Worte a uskommt. Das Kuratorium schätzt die Arbeit von „Rue Obscure“ und verspricht sich eine aktuelle Theaterproduktion. Antragsteller: Kulturgrün e.V. / MaKe (Wilm Weppelmann / Manfred Kerklau) Theaterproduktion „Die Ausgrabung – Operation Thoreau“ Beantragt: 17.000 Euro Zuschuss: 9.300 Euro Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit im Sommer 2016 von Kulturgrün e.V. und MaKe beim Projekt „Pardon wird nicht gegeben“ legen die Koproduktionspartner nun ihre zweite gemeinsame Arbeit vor. Unter der künstlerischen L eitung von Wilm Weppelmann und Man f- red Kerklau entwickeln die beiden 2017 das Stück „Die Ausgrabung…“ zum 200. G eburtstag von H.D. Thoreau , das im öffentlichen Raum (möglichst im Schlossgarten) auf geführt wird. Das Kuratorium erkennt das Synergiepotential der Kooperation und verspricht sich eine a n- spruchsvolle Produktion. Es spricht einen Zuschuss von 9.300 Euro zu. Antragstellerin: Silvia Jedrusiak Wiederaufnahme der Theaterproduktion „Elternschau“ Beantragt: 13.000 Euro Zuschuss: 10.000 Euro In ihrer bisherigen Regie tätigkeit war Silvia Jedrusiak für verschiedene Theaterlabel s tätig. Mit ihrem ersten größeren Projekt „Elternschau“ realisierte sie 2016 als eigenständige Prod u- zentin und Regisseurin ein Theaterstück über Widersprüche des Elternseins. Die Produktion wurde äußert positiv aufgenommen und mehrfach erfolgreich im Pumpenhaus aufgeführt. In 2017 soll das Stück nun erneut fünfmal zur Aufführung kommen. Das Kur atorium schätzt die Herangehensweise Jedrusiaks und verspricht sich eine erfolgreiche Wi ederaufnahme von „Elternschau“. Antragsteller: MaKe (Manfred Kerklau) Wiederaufnahme der Theaterproduktion „so kiss me goodbye now“ Beantragt: 6.700 Euro Zuschuss: 5.000 Euro MaKe setzt sich in seinen Projekten seit 15 Jahren immer wieder mit der m enschlichen Wahrnehmung, den Konstr ukten von Wirklichkeit und dem T heater als Möglichkeit diese Konstrukte aus einer anderen P erspektive zu betrachten, auseinander. Mit dem Projekt „so kiss me goodbye now“ lotete das Label diese experimentelle spartenüber greifende Arbeit in 2016 weiter aus und konnte die Produktion mehrfach erfolgreich im Pumpenhaus präsenti e- ren. „so kiss me goodbye“ soll in 2017 nun an vier Abenden mit insgesamt 12 Au fführungen - 6 - V/1035/2016 erneut im Pumpenhaus gezeigt werden. Das Kuratorium hält die Arbeit von MaKe für einen wichtigen Baustein in der freien Theaterlandschaft Münsters und verspricht sich eine erfol g- reiche Wiederaufnahme des Stücks. Antragsteller: Hartmann & Konsorten (Pitt Hartmann / Johannes Fundermann) Wiederaufnahme der Theaterproduktion „Heil Underground“ Beantragt: 7.000 Euro Zuschuss: 5.000 Euro Aus Sicht des Kuratoriums haben Hartmann & Kon sorten in den letzten Theaterarbeiten ihr Potential und ihre Qualität ausdrücklich unter Beweis gestellt. In 2016 wurde die Pr oduktion „Heil Underground“ zur Thematik der Selbstjustiz mehrfach erfolgreich im Pumpenhaus au f- geführt. Das Stück, das das Massaker 1999 an der Columbine -Highschool in Littl e- ton/Colorado zum Hintergrund hat, stieß dabei auf überaus positive Resonanz und soll nun in 2017 erneut viermal im Pumpenhaus aufgeführt werden. Das Kuratorium hält die A rbeit von Hartmann & Konsorten für unbedingt unterstützens wert und verspricht sich eine erfolgreiche Wiederaufnahme von „Heil Underground“. Antragstellerin: Silvia Jedrusiak Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Differenzen“ Beantragt: 5.000 Euro Zuschuss: 4.000 Euro Mit ihrem ersten größeren Projekt „Elternschau“ realisierte Silvia Jedrusiak 2016 ein Theate r- stück über Widersprüche des Elternseins (s.o.). In 2017 sieht sie die Konzeption eines St ü- ckes „Differenzen“ vor, das „…Menschen im Spannungsverhältnis ihrer Unterschiede…“ thematisieren wird. Jedrusiak vertieft damit ihr Profil der bildlichen, sinnlichen und physischen Theaterarbeit. Das Kuratorium spr icht sich für eine Unterstützung dieser konzeptionellen A r- beit aus. Antragsteller: Hartmann & Konsorten (Pitt Hartmann / Johannes Fundermann) Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Tagtraum Di a- ries“ Beantragt: 5.000 Euro Zuschuss: 3.000 Euro Hartmann & Konsorten konzipieren in 2017 ein Theaterstück „Tagtraum Diaries“, das die Frage nach dem Realismus im Theater aufwirft: Was vermag die Bühne, um die wirkl ichen Zustände einer Gesellschaft zu beschreiben? Das Kuratorium schätzt die Qualität der Arbeit von Hartmann & Konsorten sehr und spricht sich für eine Konzeptionsförderung zur Entwic k- lung dieser Produktion aus. Antragsteller: Sabeth Dannenberg Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Der chines i- sche Mast“ Beantragt: 5.000 Euro Zuschuss: 3.000 Euro Sabeth Dannenberg war in 2016 Mitproduzentin des vom Kuratorium geförderten Stücks „Im Rahmen einer Erinnerung“. Für 2017 sieht sie die Konzeption eines neuen Stücks „Der ch i- nesische Mast“ vor. Das Kuratorium ist vom Potential Da nnenbergs überzeugt und spricht - 7 - V/1035/2016 sich für eine Konzeptionsförderung zur Entwicklung der neuen Produktion aus, um der The a- termacherin Gelegenheit zu geben, ihre spezielle Theatersprache weiter zu entwickeln. Antragsteller: Musiktheater Ohrpilot (Andreas Tiedemann) Konzeptionsförderung zur Entwicklung des Stücks „Hagendorf, Söldner“ Beantragt: 5.000 Euro Zuschuss: 3.000 Euro Von 2000 bis 2009 hat das Musiktheater Ohrpilot auch mit Unterstützung durch das Kurator i- um zahlreiche Theaterproduktionen in M ünster auf die Bühne gebracht. Nach einer in den letzten Jahren nur sporadischen Präsenz konzipiert das Label nun ein neues Stück, das auf dem Augenzeugenberichtes des Söldners Peter Hagendorf im dreißigjährigen Krieg basiert. Das Musiktheaterkonzept Hagendorf, Söldner“ will dabei Parallelen zu heutigen Kriegen au f- zeigen. Die Produktion soll dann 2018 realisiert werden. Das Kuratorium schätzt die Arbeit des Musiktheaters Ohrpilot und spricht sich für eine Konzeptionsförderung zur En twicklung des Stücks aus. Empfehlungen: Das Theaterkuratorium empfiehlt, folgende Produktionen aufgrund von Aspekten der Newcomer/Nachwuchsförderung durch dafür gewidmete Mittel des Kulturamtes im Bereich der allgemeinen Kulturförderung mit jeweils 5.000 Euro zu unterstützen: Antragsteller: Tat Sachen Theater (Anna Murböck & Claudio Ayala) Theaterproduktion „Der Perlmuttknopf. Geschichten der Vernic h- tung“ Beantragt: 18.000 Euro Das Tat S achen Theater ist eine deutsch -chilenische Theatercompanie in Münster. Die Gruppe beabsicht igt, sich als Label im Bereich Physical Theatres in Münster zu etablieren und einen bisher wenig vertretenen Beitrag zu leisten. Die Produktion „Der Perlmu tknopf…“ basiert auf dem gleichnamigen Dokumentarfilm des chilenischen Regisseurs Patricio Gu z- mann und thematisiert zum einen die Kolonialisierung und Ausrottung der i ndigenen Völker West Patagoniens, zum anderen die Geschichte der Verschwundenen in der Zeit der Diktatur Pinochets. Das Tat Sachen Theater arbeitet aktuell zwar an einer kleineren Produktio n ist aber darüber hinaus bisher noch nicht in Münster präsent. Das Kuratorium kann die Arbeit noch nicht abschließend abschätzen, erkennt aber ausdrüc klich Potential und Perspektive. Es sagt daher noch keine Kuratoriumsförderung zu, empfiehlt dem Kulturam t aber, eine För- derung aus Newcomer/Nachwuchs-Aspekten in Höhe von 5.000 Euro vorzusehen. Das Th e- ater im Pumpenhaus sagte zu, die Produktion ebenfalls zu unterstützen und nach Möglichkeit in den Spielplan des Hauses aufzunehmen. Antragsteller: Stefan Naszay Theaterperformanceprojekt „Schließe die Augen, ich bin es nicht, mein Herz ein tiefer Brunnen“ Beantragt: 6.550 Euro „Schließe die Augen…“ basiert auf einem Text von Stefan Naszay nach Motiven von G. Büchner, H. Marukami, S. Plath und P. Süßkind. D as Kuratorium hat bereits eine kleinere Produktion Naszays mit einer Einsteigerförderung unterstützt, die in 2016 im Pumpe nhaus gezeigt wurde. Dabei ließ die Arbeit Stefan Naszays Potential und Perspektive e rkennen. Es - 8 - V/1035/2016 sagt allerdings noch keine Kuratoriumsförderung zu, empfiehlt dem Kulturamt aber, eine Fö r- derung aus Newcomer/Nachwuchs-Aspekten in Höhe von 5.000 Euro vorzusehen. Das The- ater im Pumpenhaus sagte zu, die Produktion ebenfalls zu unterstützen und nach Möglichkeit in den Spielplan des Hauses aufzunehmen. Ablehnungen Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Vergleich zu den positiv bewerteten Projekten für qualitativ nicht hinreichend oder w eniger hinreichend einschätzte oder die Projektvorschläge nicht der Förderabsicht der Leitlinien en t- sprachen: Harald Redmer Theaterproduktion „Die Flaneure // Athen“ (Das Kuratorium brachte zum Ausdruck, dass es die küns tlerische Arbeit von Harald Redmer und dem Fringe Ensemble grundsätzlich sehr schätzt. Es bittet den Antragsteller, das Projekt noch einmal zu überarbeiten und in der Umsetzungsko nzeption nachzubessern, um es dann für die Fördermitte l- vergabe zum Jahr 2018 ggf. neu vorzuschlagen.) Ruth Messing Projekt „5D-Theater – Ein Fest für die Sinne Artball.de (Paula Artkamp) Produktion „Der Schlafgänger kommt wieder“ Hidden Tracks Company (Philip Gr ü- neberg) Produktionskonzept „Listen carefully“ & „Transfo r- mation“ FreiFrau & Fetter Fisch (Carola von Seckendorff & Cornelia Kupfe r- schmid) Theaterproduktion „JETZT“ Jan Enste, Lejla Aliev Theaterproduktion „Tristano Stirbt“ Ari Nadkarni Theaterproduktion „Schloss aus Sand“ Franky the Teardrop Monkey (Ari Nadkarni) Theaterproduktion „Locked in Conference“ Samaldo Tamatutes Galaxyprodu c- tion (Ralf Haarmann) Theaterproduktion “PRXMA B – Eine Weltraumrei- se” Ralf Haarmann Konzeptionsförderung für die Produktion „Die Vo r- stellung läuft“ ProArtiSt (Joachim Goldschmidt) Tanzproduktion „ Ständig verfügbar: Fluch oder Segen?“ ProArtiSt (Joachim Goldschmidt) Musik-/Tanzstück „ZwischenTonMoves“ - 9 - V/1035/2016 ProArtiSt (Joachim Goldschmidt) Konzeptionsförderung „Die Schumann Recherche“ Tanztheaterkollektiv Con Fini (Regina Biermann) Tanztheaterproduktion „Gran Casino oder Warum Katzen und Schweine uns kein Glück bringen“ Theater Mitallensinnen (Franz Ber n- hard Schrewe) Theaterprojekt „Der gute Tod“ Echtzeit-Theater (David Gruschka & Nina Krücken) Konzeptionsförderung für die Produktion „Ein Volksstück“ I.V. Wilkens Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Schlossgarten
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Details
- Aktenzeichen
- V/1035/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.11.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37